Benutzername: Postbote
Wohnort: Gäufelden
Über mich: Lesen macht mir Spass
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 50 Bewertungen
Bewertung vom 09.09.2017
Das Haus der Geschichten
Franke, Thomas

Das Haus der Geschichten


gut

Marvin ist schon länger ohne Job. Seine Jobvermittlerin meint endlich die richtige Arbeit für ihn gefunden zu haben. Er soll in einem Antiquariat als Buchgehilfe mitarbeiten.
Marvin lebt sonst mit seinem Leihkater Poseidon in einer alten sanierungsbedürftigen Wohnung, in Berlin.
Marvin sagt dem Job zu und taucht bei dem Buchhändler auf. Schon die Stimmung ist genial geschrieben als Marvin die Buchhandlung betritt.
Rasmus, der Buchhändler klärt Marvin über die Buchhandlung auf. Er erklärt ihm auch das es im Buchladen, im Keller, ein Antiquariat gibt das sich narratorische Apotheke nennt. In den alten Apothekerschubladen befinden sich unerwartete Geschichten die den Leser auf eine ungewöhnliche Reise nehmen.
Ich war gespannt was mich erwartete.
Ich muss ehrlich sagen das ich absolut kein Fan von Fantasygeschichten bin. Bestimmt ist deswegen bei mir der Funken in den Geschichten, absolut nicht übergesprungen. Die Geschichten enthielten schon Fantasy und ausgefallenes an Idee, die aber mich nicht so fasziniert haben.
Die Geschichte rund um Marvin, die Handlung in der Buchhandlung, Rasmus als charakterstarken Menschen und seine liebe Enkelin, haben mich indess sehr verständlich unterhalten. Hier hätte ich mir im ganzen eine Runde Geschichte mit mehr Inhalt gewünscht.
Schade, ich vergebe nur 3,5 Punkte, weil mich die Geschichten in den Geschichte nicht voll überzeugt haben.

Bewertung vom 10.08.2017
Das Café unter den Linden
Weng, Joan

Das Café unter den Linden


ausgezeichnet

Fritzi die Provinzpflanze aus Schwaben kommt voller Sehnsucht und Träumen in Berlin an. Sie möchte Drehbuchautorin werden, ihr Plan steht fest. Sie möchte auf anraten ihres Vaters den Grafen von Keller aufsuchen. Der Graf hat dem Vater einmal ein Versprechen abgegeben, das er seiner Tochter behilflich sein könnte, wegen der Berufswahl.
Fritzi bekommt nach ihrer Ankunft in Berlin von einem erst netten Mann eine genaue Beschreibung zu des Grafenvilla, doch der Wegweisende Mann, entpuppte sich auch als Dieb. Mutig macht sich Fritzi trotzdem auf den Weg zur Grunewaldvilla. Ein eisernes, verrostetes Tor und ein Wildwuchs an Garten erwarteten sie. Hier soll der Graf wohnen?
Selbstbewusst betritt Fritzi das Grundstück, unterm Arm ihre Orga- Privat Schreibmaschine.
Berlin 1925, das Leben blüht, die Tanzsääle sind voll, die Künstler fröhnen mit ihrer Kunst, die Bohemenhafte atmosphäre lässt keine Wünsche offen.
Und die Villa des Grafen scheint im ersten Augenblick der Ort des Lüsterns und Seaucen zu sein. Mitten drin ist Fritzi, mit ganz anderen Vorstellungen und Hoffnungen.
Doch ihr kleiner Traum kommt in bewegung, sie bekommt eine Anstellung beim Grafen als Tippfräulein. Und sie hat einen guten Draht zu der illustren Gesellschaft und findet Anschluss ins 20 Jahre Partyleben und findet dort auch Freunde. Sie besucht die Namhaften Tanzlokale, Varietes und vor allem das Cafe "Unter den Linden", wo sie den Sänger Johnny Gable kennenlernt.....
Joang Weng ist hier ein wunderbar, atmosphärischer Unterhaltungsroman im zwanziger Jahrstil gelungen. Die Atmosphäre dieser Zeit begleitet einen Ausdrucksstark durchs ganze Buch. Zu der Zeit lebende Literaten und Verleger finden hier ihren Platz, die Fritzi und Freunde begleiten. Verliebte Beziehungsatmosphäre, Eifersüchte, Hoffnung auf Bettgeschichten, verbotene Schwulenliebe und vulgäre Peitschenhiebe, machen die Geschichte zu einem bunten Treiben an Ereignissen und ist angenehm zu lesen. Hoffnungsvolle Exitstenzträume, feste Freundschaften, Selbsterkenntnisse und evtl. Zweckehen machen die Geschichte weiter abwechslungsreich. Vor allem sind der Autorin hier sehr oft Überraschungseffekte in den Handlungssträngen gelungen.
Mit einem schönen und angenehmer Schreibstil kann man das Buch Genießen.
Beim lesen taucht man immer tiefer mit Fritzi und ihren Träumen mit ein, ins Berlin der 20 iger Jahre.
5 Punkte

Bewertung vom 21.07.2017
Heute ist dein Tag
Osteen, Joel

Heute ist dein Tag


sehr gut

Der Titel und das Cover des Buches haben mich gleich angesprochen. So war ich auf den Inhalt um so mehr gespannt.
Joel Osteen zählt zu den einflussreichsten christlichen Autoren und Pastoren unserer Zeit. Ich selber habe ihn vor dem Buch noch nicht gekannt.
Momentan kann ich sagen das mich Osteen mit seinem Buch seelisch, christlich und kompetent auch gegenüber einigen Hamsterrädern die ich "lebte", und nun eine änderung vorhabe, berührt und angesprochen haben.

Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt.
1. Sind die 8 Wege wie man mit Gott verbunden bleiben kann.
Ich war echt überrascht wie ehrlich er geschrieben hat.
Z.Bsp. Achten sie darauf was sie über sich selbst sagen. Da gibt es die einfachen Worte, "ich bin", so ungeschickt, oder ich bin so alt, oder ich bin langsam. Er schreibt das man diese Aussagen auch wirklich lebt über den Tag, und dies unbewusst spürbar.
Als Lösung gibt er an: Man soll die guten Dinge schon morgens zu sich einladen. So etwa: ich bin stark, ich bin talentiert, ich bin erfolgreich oder auch diszipliniert. Somit lädt man auch gleichzeitig das Wohlwollen Gottes mit ein.
Denn Osteen schreibt, jeder Mensch ist ein Meisterwerk Gottes.
Dazu gibt er noch treffende Bibelstellen an, die man begleitend mit eigener Bibel lesen kann. Er animiert einen dazu zu handeln.
Noch zwei Themen von den 8 Wegen sind: Lassen sie alle negativen Erfahrungen hinter sich, oder wählen sie sorgsam aus mit wem und was Sie sich umgeben.
Hilfreich beschrieben, oft so gelebt von vielen der Gesellschaft. Ein ertappen seines oder eines Lebensstils, das allerdings zum umdenken anrührt.
Bewusstmachen einiger Lebensweisen, vor allem, ein angenehmer Vorschlag Gott mit einzubinden auf eine nicht aufdringliche Art. Lebensstationen, wie Krankheit, Misserfolge stellt Osteen so dar, das Gott einen da führt, da er ja noch was besseres mit einem vorhat.
Sehr gut hat mir gefallen, das Menschen die einen umstimmen wollen oder einem nichts gutes einreden möchten, einfach an Gott übergeben und sie ihm überlassen sollen. Sich sozusagen frei machen.
Es gab auch einige Passagen, mit denen ich nicht ganz einig war an Aussage. Das evtl. eine Depression mit Gottes Glaube geheilt werden kann. Da meine ich, das eine ärztliche, proffesionelle Begleitung, mit dazu noch besser wäre.
2 und 3 gibt weiter positive Tips, mit Gottes Hilfe Hürden zu überwinden oder mehr Verantwortung für sich zu übernehmen.
Gottes Versprechen für jedes Bedürfniss: 70 Seiten Bibelverse für viele Stationen im Leben. Trauer, Hoffnung, Liebe, Geduld, etc. Annimiert sehr zum Nachschlagen, je nach Lebenssituation.
Des weiteren gibt es einen Bibelleseplan für ein Jahr.
Positive Aussagen für unser tägliches Leben.
Vertraut fest darauf, das es geschieht, dann geschieht es auch. Markus 11,23 GN.
Bei einem angenehmen und überzeugenden Schreibstil, kann dieses Buch zu einem Begleiter, Gottes Glaube und Kraft zu erspüren, werden.
4 Punkte

Bewertung vom 13.07.2017
Bürgerlich, christlich, sucht ...
Kelle, Klaus

Bürgerlich, christlich, sucht ...


ausgezeichnet

2017 ist Wahljahr und wer sucht da nicht nach politischer Orientierung.

Klaus Kelle ist seit über 30 Jahren Journalist, das er leidenschaftlich in den Medien lebt. Er ist froh das er seine Meinung frei äußern darf. Und er hat überzeugt über Jahre hinweg die CDU gewählt.

Doch die Politik ist im Umbruch, traditionsreiche Parteien sind auf Talfahrt. Warum findet christlich bürgerlich in der Öffentlichkeit kaum mehr statt?

Klaus Kelle hat in seinem Buch, selbstbewusst, alle gängigen politische Themen und Probleme dargestellt. Von der Familienpolitik, Terrorgefahren, Flüchtlingspolitik, Bildung und Kirche, Rente etc. schreibt er von dem momentanen Istzustand und klärt auch Tiefgründig und Hintergründig auf. Er schreibt sehr offen. Als Leser hat man das Gefühl, man wird hier ehrlich und richtig informiert. Er klärt auf das in den sozialen Medien fast nichts mehr geheim bleibt, doch auch das damit viel manipuliert werden kann.

Verschwörungstheorien finden auch hier ihre Erklärung.

Sehr gut haben mir seine Bilanz „Familientradition“ gefallen.

Zum Schluss gibt es eine Königliche Veränderungsstrategie alla Kelle.

Vieles mehr erzählt Herr Kelle sehr Meinungsstark und gibt pointierte Antworten.

5 Punkte

Bewertung vom 21.06.2017
Tödliches Blau
Mylius, Katharina M.

Tödliches Blau


ausgezeichnet

Frederick Collins und Heidi Green, beide Inspectoren der Thames Valley Police in Oxford, ermitteln in ihrem 4. Fall.

Frederick will am frühen morgen joggen gehen, doch ein Anruf seines Kollegen Seargent Simmons verändert seinen sportlich Plan.

Simmons ist etwas Wortkarg in seiner Beschreibung. Schliesslich erzählt er Collins das eine Joggerin einen Mann aus der Themse gezogen hat. Sie hat versucht ihn Wiederzubeleben, doch dies scheiterte. Der Mann ist tot, er ist ertrunken. Die Kollegen der Police sind dieser Meinung.

Simmons kennt den Toten und zweifelt sogleich daran das der Tote ertrunken sei. Er kennt den Mann, Marcus Hind, er ist der Trainer des Ruderteams der Universität Oxford. Ein Leistungssportler sei er, so einer ertrinkt doch nicht gleich. Vor allem hatte Hind eine Wunde am Hinterkopf und einige Schrammen an den Armen. Collins, nun am Fundort des Toten ( in der Nähe des Pubs Head of the River) hört sich Simmons Vermutungen und Theorien zu dem Fall an. Collins kontaktiert Inspector Heidi Green um sofort mit ihr, die Ermittlungen zu beginnen. Nach einigen Recherchen der beiden, verdichten sich die Hinweise das Hind hinterlistig ermordert worden sei. Vor allem hat sich der ehrgeizige Trainer mit seiner harschen Art, Privat und im Ruderteam, keine guten Freunde gemacht. Collins und Green haben fast schon einen Verdächtigen. Doch wenig später wird auch der tot aufgefunden.

Collins und Green, tappen im Dunkeln.

Dieser Krimi hat meine Spürnase aktiv gemacht. So wie Collins und Green, musste ich mich auf neue evtl.Verdächtige einlassen. Die Autorin hat reichlich Protagonisten eingestreut, die im Endeffekt auch tatverdächtig gewesen sein könnten. Zum Beispiel Hinds betrogene Ehefrau, das mir allerdings von Anfang an zu offensichtlich war. Oder gabs Probleme mit der Konkurenz? Oder, Oder.....

So entstand der gewünschte, langanhaltende und spannende Lesefluss in diesem undurchschaubaren British Style Krimi.

Green und Collins kannte ich schon von den 3 vorherigen Krimireihen, die wieder in gewohnter Weise äußerst symphatisch, Privat und Dienstlich, rüberkamen.

Die Autorin selbst hat in Oxford gelebt, dies bringt sie in ihren örtlichen Beschreibungen tief mit ein. Ein kleiner Ortsplan mit den Handlungsorten ist auf der letzten Seite beschrieben. Selbst kenne ich Oxford auch, ich spürte Hautnah die Orte, insbesondere den Tatort und einige Pubs, während des Lesens.

Ein gelungener 4. Teil

Die drei Vorgänger sind ebenso lesenswert. Man kann jeden Band auch einzeln lesen.

Die Auswahl der Charakter der Protagonisten, entspricht dem Oxfordstyle.

5 Punkte

Bewertung vom 30.05.2017
Das geheime Leben der Bäume
Wohlleben, Peter

Das geheime Leben der Bäume


ausgezeichnet

Der Wald, ein besonderer Ort auf unserem Planeten hat dieses Buch verdient.
Peter Wohlleben, ein renommierter Förster, gewährt Einblicke in das verborgene Leben der Bäume.
Wer das Buch gelesen hat, geht mit einem neuen Blickwinkel durch den Wald.
Ich persöhnlich atme jetzt viel tiefer durch in der Nähe eines Waldes und geniesse den Duft, den Atem den er versprüht.

Herr Wohlleben hat den Beruf des Förster erlernt. Für Ihn wuchsen die Bäume um gefällt zu werden, für den wirtschaftlichen Gebrauch. Um dann wieder gleich neue Setzlinge zu pflanzen, damit dieser Kreislauf bestehen bleibt.
Vor 20 Jahren organisierte er Blockhüttentouren für Touristen, Urwaldreservate standen auch auf seinem Programm. Die vielen Naturfreunde öffneten ihre Augen und sahen in der Wildnis, den unorganiesierten Wäldern, die wahre Schönheit. Das machte Wohlleben nun Nachdenklich, nun machte er es sich zur Aufgabe, den Wald auf seine natürliche Weise zu belassen.
Heute arbeitet er in einem umweltfreundlichen Forstbetrieb in der Eifel. Dort arbeitet er an der Rückkehr der Urwälder.
Was er dabei, fortan nun entdeckt hat, wie die Bäume so ticken, hat er hier sehr verständlich aufgeschrieben.
Themen, wie ein Baum Burn-out bekommen kann, oder wie dieser den Winterschlaf hält, sind Geschichten die man vom Baum nicht erwartet. Oder wie fühlt sich ein Strassenbaum an, gestutzt, zurechtgerückt, kein Volumen zum ausbreiten. Eigentlich ein armer Tropf.
Interessant auch wie Tiere, angebliche abgestorbene Bäume als ihr zu Hause nutzen. Wie Bäume sich mit Wasser versorgen, wie sie den Regen tanken und dabei ihr Blattwerk dementsprechend drehen können.
Viele interessante Themen, z.Bsp. Der kranke Baum, Neubürger oder die Baumlotterie lassen einen aus dem staunen nicht mehr raus kommen.
Von den Bakterien ganz zu schweigen, sie sind gefährlich aber auch nützlich zugleich.
Beim Lesen hat man Lernerfolg. Jedes Thema ist in seinem Wirkungsvorgang sehr verständlich, detailiert geschrieben. Für besondere Entdeckungen könnte man nach dem Lesen, das Buch mit in den Wald nehmen um beschriebenes zu suchen und bestaunen.
Die Kapitel sind klein gehalten.
Ein lesenswertes Buch.
Ein Buch für Waldliebhaber oder solche die es werden wollen.
5 Punkte

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.05.2017
Die schützende Hand / Georg Dengler Bd.8
Schorlau, Wolfgang

Die schützende Hand / Georg Dengler Bd.8


ausgezeichnet

Das ist Privatermittler Denglers achter Fall.
Dengler, wohnhaft im Bohnenviertel von Stuttgart bekommt eines Tages einen anonymen Brief. 15000 Euro sind enthalten und er soll raus finden: wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die beiden Neonazis? Beide Täter haben sich laut Ermittlungsakten selbst getötet.
Dengler macht sich an die Arbeit, denn er ist sehr auf das Geld angewiesen. Dabei kann er alte Freunde aus der BKA Zeit für sich gewinnen, die ihm helfen an geheime Akten zu kommen. Ihm wird im laufe seiner erkundungen immer mehr bewusst, auf was er sich da eingelassen hat. Immer tiefer dringt Dengler in die Ermittlungsakten. Ein Geflecht aus der Neonaziszene und dem Verfassungsschutz.
Vor allem fällt ihm dabei ein Name besonderst auf. Harry Nopper, Denglers größter Gegenspieler während der BKA Zeit. Nopper, nun Vizepräsident des Thüringers Verfassungsschutzes leitete die damaligen Ermittlungen.

Der Krimi beginnt mit einem Anschlag, in Köln auf der Keuperstr. am 9. Juni 2004. Es explodiert eine Nagelbombe, es gab Tote und schwer Verletzte.
Im Laufe der Monate und Jahre gab es immer wieder ähnliche Anschläge, gegen ausländische Einrichtungen. Dahinter stecken 3 Buchstaben. NSU
Wolgang Schorlau hat hier ein Krimiwerk geschaffen, das an Heftigkeit, im politischen Sinne, an Recherchen und Spannung nichts offen lässt. Ein Gemisch an Fiktion und Wahrheit stellt den Leser vor die Frage, was ist hier wirklich passiert?

Vor allem hat mich eine Frage besonderst beschäftigt, warum konnten so viele Polizisten schweigen und wer hat das alles angeordnet? Wer ist die schützende Hand?
Dengler kommt den Antworten gefährlich Nahe. Seine tiefgehende, unermüdliche, immer wieder wiederholende Art des Ermittelns, Detail für Detail, lassen den Leser genauso nicht los, endlich beim weiterlesen die Wahrheit zu erfahren. Wichtige Kronzeugen sterben kurz vor Ihren Aussagen. Warum?
W. Schorlau schreibt sehr verständlich um diesen ganzen Akten- und Datendschungel der Staatssicherheit zu verstehen.
Ein Krimi der die Tatsächlichkeit als Thema aufgreift, ein Krimi, der einen aufmerksam werden lässt, da der Fall bis heute nicht abgeschlossen ist.
Bei Anmerkungen kann man sehr viel über W. Schorlau Recherchequellen erfahren. Bilder geben ebenfalls nötige Informationen.
Mich hinterlässt der Krimi nachdenklich.
5 Punkte

Bewertung vom 29.04.2017
Eine Reise nach Genf
Berndorf, Jacques

Eine Reise nach Genf


ausgezeichnet

Der Tot von Uwe Barschel,(hier genannt Watermann) heute noch ein Rätsel. Dieser Krimi beschreibt den möglichen Tot des Politikers.

Die Reise nach Genf endet für Watermann mit dem Tot in der Badewanne. Siggi Baumeister hört die Nachricht und sieht das Bild des toten Politikers. Seine Neugier ist geweckt, schliesslich ist Siggi ein Vollblutjournalist. Er recherchiert in viele mögliche Richtungen und seine Spuren deuten auf einen Mord hin. Baumeister macht sich mit seinen Ermittlungen absolut nicht beliebt. Er Ermittelt diesmal in der ganz großen Politik.

Die Handlungen sind sehr reel und verständlich geschrieben. Man ist mit Siggi mitten in seinen Ermittlungen, die einen an verschiedene Orte und zu interessante Personen führt. Vor allem fährt Siggi auch nach Genf ins Hotel Beau Rivage, wo Watermann tot aufgefunden wurde. Intervieuws mit damaligen Beschäftigten und wechselnden Scheinschichten von Mitarbeitern, Manipulationen an Computern, machen diesen Krimi zu einem spannenden Krimileseerlebnis. Berndorf schreibt so authentisch das man das Gefühl hat, so musste es gewesen sein. Langeweile kommt in diesem Buch nicht auf.
Einige wichtige Fragen waren: Warum ist Watermann von Gran Canaria, aus dem Urlaub, nach Genf geflogen? Wer hat ihn dort hinbestellt? Und in was für Geschäfte war Watermann verwickelt?

Bester Lesefluss.
5 Punkte

Bewertung vom 17.04.2017
Auf den Spuren von William Shakespeare
Alpsten, Ellen; Sandberg, Helene

Auf den Spuren von William Shakespeare


ausgezeichnet

Noch heute ist der Künstler so Berühmt das seine Stücke immer noch aufgeführt werden. Auf den Bühnen der Welt oder in kleinen organisierten Theatergruppen, finden sich eine Schar an Zuschauern.

Wer war Shakespeare und wie wurde er so erfolgreich?

Mit diesem Buch wird man Bildlich und klein gehaltenen Texten, sehr gut und informationsreich über den Künstler unterhalten.
Geboren in Strutford up Avon, dort aufgewachsen, zur Schule gegangen, dort auch geheiratet und dort ebenfalls Vater von drei Kindern geworden. Doch er wollte mehr, sein Umzug nach London veränderte alles.
Der Band informiert ebenfalls, was wurde zu der Zeit gegessen, welche Mode trug man, wie sprach man die Sprache oder aber man erfährt etwas darüber wie die Uhren tickten.
Man kann sich seine Entwicklung erlesen wie er auf die Idee kam ein Stück zu schreiben. Oft holte er sich die Ideen vom Erlebten aus der Gesellschaft und integrierte dies sie so ins Stück.
Z.B.lies er im Kaufmann von Venedig, das für die Engländer unbekannte Leben der Venezianer zur Geltung kommen. Für die Engländer war Venedig befremdlich und obszön, doch wollte viel neues ausprobiert und entdeckte werden.
Einige Spielstätten bis hin zum Bau und die Erfindung The Globe werden ebenfalls erwähnt.
Seine berühmteste Zuschauerin Elisabeth 1 oder König Jakob1 machten Shakespeare schon damals berühmt und erfolgreich.Unter Jakob1, bekommt seine Truppe gar Auftritte an Hofe. Das Wiederum nutzt der Künstler, zu der Idee, Macbeth zu schreiben. Er bekommt einen trügerischen Einblick am Hof, erfährt über die Enge, die Intrigen, Hass und Macht.
Ein Spaß machendes Buch, das einen animiert es zur Hand zu nehmen um sich immer wieder zu informieren.
Mit eingebunden sind politische und geschichtlichen Geschehen, der damaligen Zeit. Leicht zu lesen und zu verstehen.
Zum Schluss wird man über die inhaltlichen Bilder informiert. Wissenswertes zum Bereisen aufgeführter Orte. Seitenangaben von Zitaten zu Dramen von Shakespeare.
Eine für mich lohnenswerte Investition in dieses Buch.
5 Punkte

Bewertung vom 03.04.2017
Die letzten Tage der Nacht
Moore, Graham

Die letzten Tage der Nacht


sehr gut

Die Glühbirne, jeder kennt sie und macht sich heute kaum mehr Gedanken über den oder die Erfinder, wenn man sie per Lichtschalter einschaltet. Dabei hat dieses Leuchtmittel, besonderst der Glühfaden, 1888 in New York, das Gemüt der Erfinder ums Patent die tiefen der Justizia, lange beschäftigt. Edison, bekannt auf der ganzen Welt hält daran fest das er der Erfinder dieses Phänomens der Glühbirne ist. Sein Gegner ist Westinghouse, der behauptet seine Erfindung wäre zwei Generationen im voraus der Glühbirne, und seine Qualität wäre die Beständigere.
Hier prallen große Geschäftemacher aufeinander, da es um sehr viel Geld geht, mehr Geld als man sich denken kann. Und Edison hat nur ein Ziel, er will gewinnen.
Noch sind erst kleine Teile von New York mit Elektrik beleuchtet.Beide Gegner wussten um ihre Erfindung und das ausmas des Reichtums und Macht.
Die besondere Hauptrolle in diesem spannend gemachten Lichterkampf, spielt der junge Anwalt, Paul Cravath. Von Anfang an, mir sehr symphatisch in seinem auftreten, hatte ich das Gefühl auch er will hartnäckig gewinnen. Paul ist sehr jung und hat den größten Patentkrieg als Auftrag bekommen. Seine Neider stehen somit auf der Agenda, das es für ihn nicht einfacher macht sich auf diesen Machtkampf einzulassen. Doch meiner Meinung nach, hat er gute Gene seines Vaters mit auf seinen Lebensweg mitbekommen, so machte ich mir um ihn weniger Sorgen.
Im Roman tauchen viele bekannte Erfinder mit auf, wie z.B Tesla, Bell und oder als Gegenstand der erste elektrische Stuhl. Fürsorge, Attentate und angebliche Romanzen, schreckliche Tierversuche, das elende Ende von Kemmler machen diesen Roman zu einem abwechslungsreichen Leseabenteuer. Vor allem Moores Schreibstil löst das Kopfkino absolut mit aus. Das Wechselspiel der Gegner, deren Mitarbeiter, ausgesuchte Spione und gekaufte Journalisten fordern den Leser raus.

Ein Buch das auf einer wahren Geschichte beruht, ein Kampf damit Amerika erleuchtet werden kann.
4 Punkte.