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Benutzername: Postbote
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Bewertungen

Insgesamt 79 Bewertungen
Bewertung vom 18.09.2021
Holzegel, Klaus

"...ich bin ganz einfach Fontane"


ausgezeichnet

Dieses Buch ist der Medizinischen Hochschule Brandenburg, die den Namen Theodor Fontane trägt, gewidmet.


Man erfährt hier sehr viel über Fontanes Krankheiten, auch die seiner Frau, sowie der Tochter. Diese werden sehr ausführlich beschrieben, wie er darunter oft sehr gelitten hat. Man hat damit einen sehr privaten Einblick seiner oft qualvollen Krankheitszuständen. Aus heutiger Sicht, hätte ihm oft schneller geholfen werden können.

Aber er hatte sehr gute Weggefährten die ihm oft beratend zur Seite standen.

Sein Wille auf Kuren und Reisen waren sehr geweckt. Oft hatte er großes geschrieben, wenn er eher krank war.

Der Autor gab dazu noch einen wunderbaren Biographischen Einblick in das Leben der Fontanes.

Hervorgehoben wurde, wie seine viele Bücher entstanden sind und wer meintliche Protagonisten sein könnten, die es wirklich gab.

Schön waren die hohen Angaben, wieviel Briefe er geschrieben hat.

Ein schönes Buch das intensiv an Fontanes Leben teilhaben lässt, als wäre man fast mit dabei gewesen.

Unterhaltsam, informativ und ein ausgefallener Einblick.

5 Punkte

Bewertung vom 24.05.2021
Ich liebe unendlich Gesellschaft
Nolte, Dorothee

Ich liebe unendlich Gesellschaft


ausgezeichnet

Für Heinrich Heine war Rahel Varnhagen "Die geistsreichste Frau des Universums".

So fängt dies nett, gestaltete Büchlein, mit seinem romantisch, ausdrucksvollem Cover im Vorwort an. Damit wurde sofort mein Interesse geweckt, mehr von Rahel zu erfahren, die ich zuvor nicht kannte.

Rahel wächst in Berlin recht Wohlhabend auf. Ihr Vater handelt mit Geld und Juwelen.Er ist sehr cholerisch, besonderst auch Rahel gegenüber, das sie sehr prägt. Doch Rahel hat eine Ausdrucksgabe mit der sich ihr Vater gerne auf seinen Treffen schmückt.

Trotz, der Zeit, 1783 rum, Frau und Jüdin bekommt Rahel doch Zugang zu Lehren, wie Klavierspielen, Französisch und höhere Mathematik.

Sie setzt ihr Frau sein durch und gründet Salons. Sie weis um ihre Ausdruckskraft in Gesprächen. Es spricht sich herum, das bei Rahel der Salon sehr lebhaft gestaltet wird. Gäste, wie Humboldt, Fürst Pückler, Heine oder die Fam. Mendelssohn gehörten dazu.

Sie hatte viele Freundschaften, ihre Liebesbeziehungen scheiterten oft. Doch im reifen Alter heiratet sie dann doch noch. Hr. Varnhagen wird ihr Ehegatte, der später auch nach ihrem Tod, die vielen schönen Briefe die sie hinterlassen hat, verwaltet und verlegt.

Man bekommt einen biographischen, persöhnlichen Einblick aus Rahels Leben. Der Private, Historische Touch in ihren legendären Salons, erliest man sich hier raus.

Tatsächlich gibt es noch Liebhaber Treffen, sogar an Originalschauplätzen in Berlin, wie einstmals zu Rahels Zeiten.

Zum Teil wurden Texte so geschrieben, wie man damals Deutsch gesprochen hat. Das gibt ein nostalgisches Flair im Text und Buch.

Rahel war eine ausgefallene Persöhnlichkeit, zu der Zeit, die leider durch ihren Glauben als Jüdin, einiges unterdrücken musste.

In ihren Salons wollte sie Antworten, Dialoge die Funken sprühten und Geistesblitze entfachten.

Gerne hätte ich an einem ihren Salons einmal teilgenommen. Die damalige Prominenz ging bei ihr ein und aus. Aber auch einfache Leute wurden hier akzeptiert.

Ich wurde aus Rahels Leben sehr gut unterhalten.

5 Punkte

Bewertung vom 13.05.2021
parallel Fall (eBook, ePUB)
Köhler, Sascha

parallel Fall (eBook, ePUB)


sehr gut

Mark, jung, Student und Zielorientiert lebt ganz gut. Er hat eine bildhübsche Freundin und er lebt mit seinem besten Freund zusammen. Doch auf einmal stellt sich alles auf den Kopf....

Im Roman läuft parallel, Kapitelweise im Wechsel noch ein anderes Leben von Mark ab. Hier wirkt er scheinlich gereifter, rücksichtsloser und sexuell getriebener. Mark ist mittlerweile im Beruf.

Parallel Fall war für mich am Anfang erst nicht gleich verständlich. Dies wechselte sich nach dem zweiten Kapitel, dann eindeutig. Hier habe ich erkannt was der Autor für eine Schreibstruktur verwendet hat, die ich lobe. Die Struktur war für mich ausgefallen gestaltet.

Dieser Erzählwechsel, einmal ein Kapitel aus Marks Studentenzeit und dann wieder das Leben als Berufstätigen, lässt der Autor tief in Marks Privat und Liebesleben blicken. In der Vergangenheit und in der Zukunft. Stück für Stück und Schichtweise erfährt man mehr von Mark. Delikates und Verletzliches geben den Ton an. Aber auch ein Zweifeln und Ängste in Beziehungen erfährt man.

Diese Stimmung hielt sich durchs ganze Buch so an und hat meine Leseneugier geweckt.

Nach und nach, erfährt man wie alte und neue Freunde, die reichlich vorhanden waren, vorher und später noch miteinander zu tun hatten.

Was Mark ziemlich geprägt hat.

Gedankenlos und in der Meinung, es läuft so alles weiter, vor allem mit seinem ausgeprägtem Sexappeal, droht ihm hier eher unmerklich ein Absturz ungeahnten Ausmaßes.....

Fast alle Kapitel sind auf zehn Seiten gehalten, somit nicht langatmig.

Der Roman passt ins Bussinesmilleu und ist was für verletzte Seelen.

Der Text enthält sexuell explizite Inhalte und ist für Kinder nicht geeignet.

4 Punkte

Bewertung vom 25.02.2021
Ermordet in Kabul
Führer, Heidemarie

Ermordet in Kabul


ausgezeichnet

Simone Beck, jung, Stark im Gott Glauben frägt eines Abends ihre Mutter: Darf ich Missionarin werden? Ja, das darfst Du, wie kommst Du denn darauf?

Simone erfährt in einigen Jungscharstunden von einer schottischen Missionarin, Namens Gladys Aylward. Sie macht sich diese Frau zum Vorbild und träumte davon, ebenso Missionarin zu werden.

Simones Start ins Leben begann Lebensbedrohlich, fast wäre sie an der Erkrankung" Namens Pneumothorax", gestorben.

Jahre später merkt man von ihrem durchlebten Trauma, so gut wie fast nichts mehr. Simone entwickelt sich sogar als Klassenbeste, erlernt den Beruf als Erzieherin. Der Wunsch Missionarin zu werden ist unverändert. Sie kommt in Kontakt mit dem Missionshilfswerk OM. Sie erfährt und lernt viel von dem Schiff der OM, die Welt zu bereisen, um dabei die gute Nachricht zu verkünden. Sie betete um Gewissheit und besprach sich mit ihrem Gemeindepfarrer, für ihr Interesse um einen zwei jährigen Missionseinsatz auf dem Schiff "Doulos". Das Schiff fuhr in die asiatische Welt, unter einfachsten Bedingungen lebte Simone auf der Doulos.. Ihr Einsatz macht ihr Freude und gibt ihr Erfüllung. Sie entwickelt sich im Laufe der Jahre, Beruflich und Bildungstechnisch weiter.

China schwebt ihr als weiters Einsatzland vor, doch Gott führt sie nach Afghanistan. Ein Land, schwierig als Frau dort zu leben. Doch ihre Arbeit mit dem Schwerpunkt, Sprachforschung und Bildung, trägt Früchte über Jahre hinweg in dem islamischen Land. Unermüdlich kämpft Simone für die Bildung der Menschen in Afghanistan. Allein als Frau begibt sie sich auf die afghanischen Ämter und erbittet um Erlaubnis in den dünn besiedelten Dörfern, oft von Armut geprägt, dort unterrichten zu dürfen. Die Menschen dort, erst scheu, dann auch wieder sehr Gastfreundlich freuen sich, vieles lernen zu dürfen, was sie auch in ihrem Leben Beruflich und sozial weiterbringt.

Doch die Regierung dort, hat auch ihre Launen, für das weitere Vorgehen von Simones Einsatz oder den helfenden Europäern. Es gibt die ersten Überfallopfer, die erschossen werden. Vorsicht ist angesagt, Afghanistan ist kein einfaches Land. Selbst Helfer wie Ärtze, haben keine Sicherheit.

Doch Simone ist überzeugt, das Gott sie den richtigen Weg gehen lässt, dies hält sie nicht ab weiter zu arbeiten.

Doch es sollte anderst kommen als gedacht. Die Unruhen im Land nehmen zu, es wird wichtig werden, das die Wohnung oder das Compound bewacht werden.

Der Wächter wurde heimtückisch und lautlos getötet, die Kämpfer hatten es danach einfach in die Wohnung von Simone einzudringen. Dunkle Gestalten stehen im Türrahmen, gellender Schrei,drei Schüsse, treffen Simone tödlich. Ihre Freundin wird betäubt und weggeschleppt. Die Gestalten machen sich davon. Es ist 19.30.

Die Geschichte über Simones fast unermüdlichen Missionsleben ist sehr angenehm beschrieben. Man spürt ihre Begeisterung, ihren tiefen Gottglauben, für all ihre Einsätze und Aufträge. Mutige Wege beschreitet sie in Afghanistan. Ihre Ziele, ihr Vorhaben sprudeln gar über vor Ideenreichtum und Fantasie um dieser Bevölkerung Lehrreiches Nahe bringen zu wollen. Die Autorin hat eine Atmosphäre des Miterlebens und ein Dabei sein beim lesen, erschaffen. Man konnte sich in die vielen Länder und Ortschaften reinversetzen, die Simone bereist hat. Die wenigen europäischen Weggefährten auf Simones Wegen, gaben den Hauch von Heimat zurück. Ich habe diese Menschen beim lesen bewundert über ihren Mut und Einsatz. Auch habe ich mit ihnen gebangt und um sie Angst gehabt.Nie und nimmer hätte ich mich in so ein Land gewagt.

Viele Texte und E-mails sind zu lesen, die Simone im laufe ihrer Einsatzzeit geschrieben hat. Diese wirken sehr hoffnungsvoll und Gottgläubig. Man mag an den tragischen Tot von Simone, nicht denken. Die Texte und das Buch sind so voller Überzeugung, man spürt das "Am Helfen wollen an Menschen".

Mir hat das Buch zugesagt.

Ob Simones Arbeit weitergeführt wurde oder ob es Früchte trägt in Zukunft, das bli

Bewertung vom 29.12.2020
Erkül Bwaroo fischt im Trüben (eBook, ePUB)
Fuchs, Ruth M.

Erkül Bwaroo fischt im Trüben (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Was, Hochelfen, Niederelfen?

Ein Elf der Auto fährt und dabei schicksalshalber dabei ein Rad verliert. Das Rad rollt und fällt direkt vor das Haus vom Fischer Sebastian.

Dieser schaute ganz erschrocken drein, doch zu dem kam noch gleich ein anderes Geräusch dahinterher. Er sah einen Mann, sehr elegant gekleidet mit einem enormen Schnurrbart und glänzend, schwarzen Lackschuhen,dazu noch spitze Ohren. Noch ein Mann taucht auf, er wird als Diener Orges vorgestellt und Erkül gibt sich ebenfalls bekannt, als Elfendetektiv. Er erzählt Sebastian das er auf dem Weg in den Urlaub sei. Hilfsbereitschaft wird untereinander angeboten, Sebastian hat noch nie ein Auto gesehen.

Da der Aufenthalt vor Sebastians Haus länger dauert als gedacht, erzählt Sebastian tief aus seinem Leben. So erfährt Erkül von einem sonderbaren Fisch und erfährt von des Fischers Frau, die sich für ein etwas anderes Leben entschieden hat. Erkül wittert, hier stimmt was nicht. Und Erkül landet nicht im Urlaub, sondern seine Spürnase lockt ihn auf ein Schloss, wo des Fischers Frau sehr pompös lebt.

Und grausamer Weise, geschieht ein Mord auf dem Schloss. Zuerst sollte dies als Spiel aussehen. Erkül, beginnt mit seinen Ermittlungen, Par Exelance, seine grauen Zellen sind gefragt.

Einen Erkül habe ich noch nie gelesen, oft davon gehört. Um so schöner das ich diesen Elfendetektiv hier lesen durfte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Man spürt die Atmosphäre einer Agatha Christie im Elfenland, mit Märchenstyle. Durchaus Lesenwert für Erwachsene. Die Geschichte überrascht mit ausgefallenen Namen, Szenen und Figuren, wo ich dachte, wau toll erfunden.

Leicht und Humorvoll, spannend, amüsant ist der Roman zu lesen. Erküls schmunzelnde Mimik, nach befragungen liesen mich in der Ermittlung meist im dunkeln.

Die illustre Gesellschaft im Schloss meint sich fühlbar im Alibi. Doch Erkül mit dem Elfenspürsinn, spürt, sieht, erfährt und weis mehr.

Eine fantastische, krative Unterhaltung, die in Erinnerung bleibt.

Man möchte mehr von Erkül lesen.

5 Punkte

Bewertung vom 14.04.2020
Kleine Frauenkräuterkunde
Pfennighaus, Ruth

Kleine Frauenkräuterkunde


ausgezeichnet

Mein Garten Eden.

Durch den Regen und die Wärme, blüht und duftet es in dem Garten von der Autorin. Es summt, brummt und krabbelt um sie herum. Echt paradisisch.

Durch diese Beschreibung kann ich mir diesen Garten, bildlich vorstellen. Sie schreibt von der freundlichkeit Gottes, das er so etwas schönes entstehen lassen kann.

Blühende Rosen, verteilen ihren Duft.

Im Garten gibts eine Wildwiese mit Kornblumen oder Königskerze und anderen ausgefallenen Blumen, die längst auch schon vom aussterben bedroht sind.

Die Autorin erzählt fein von Weinränken, Thymianbeeten, Kräutern aller Art. Verbunden dadazu mit kleinen Anekdoten, von ihren Eltern oder ihren Kindheitserinnerungen.

Sie stellt einen Vergleich vom Garten und und unserem Leben dar, mit dem Argument, mal ist es üppig oder dörr. Interessant fand ich ihre Darstellung vom hartnäckigem Unkraut, die sie auf ihre hartnäckige Dinge in ihrem Leben bezog, die sich nicht ändern wollten.

Eines war ihr Garten immer: Die Begegnung mit Gott

Es folgen auf 50 Seiten viele Kräuter, ihre Wirkung und Anwendung jeweils 1-4 Rezepte passend dazu.

So viele alte vergessene Kräuter wie Rotklee, Gänsefingerkraut oder Schafgarbe spielen hier ihre Rolle.

Wunderschöne Zeichnungen von Frauen in einem blühend, farblichen Stil machen das Büchlein zu einem Augen und Seelenschmaus. Kleine Gedichte, einen Kräutersegen und noch vieles nützliches mehr, geben diesem Frauenkräuterbuch ein ausgefallenes Ambiente.

Hinweise für chronisch Kranke und Schwangere, sind aufgeführt.

Für mich war dies ein Kräuterreiches und sehr lehrreiches, nützliches Lesevergnügen.

5 Punkte

Bewertung vom 31.03.2020
Das Flüstern von Tinte auf Papier
Harrel, Lindsay

Das Flüstern von Tinte auf Papier


sehr gut

die Wahre ich

3 Frauen, 3 Schicksale, alle drei lernen und kämpfen.

Sophia Barrett ist Psychotherapeutin, doch nach dem Tod ihres Verlobten kann sie nicht mehr gut für ihre Klienten da sein. Sie fühlt, das sie einen Tapetenwechsel braucht.

Sie mietet sich im malerischen Cornwall eine Wohnung. In diesem Haus ist gleich zeitig eine alte Buchhandlung mit drin.

In der Buchhandlung gibt es viele alte Bücher. Sophia entdeckt ein altes Notizbuch von einer Gouvernante Emily. Ihr interesse an diesem Buch und der Geschichte sind geweckt.

Die Buchhandlung gehört Ginny. Sophia freundet sich mit ihr gleich gut an. Sie entdecken Freundschaft zueinander.

Und nach kurzer Zeit, reden beide auch viel privates.

In diesem Buch spielt das Leben von Sophia, Ginny und verschiedene männliche Protagonisten, in der heutigen moderenen Zeit.

Jedes dritte Kapitel ist dann wiederum Emily, im Jahre 1855-1858 gewidmet. Nicht biographisch, nein die Gouvernante spielt eine erhebliche Rolle im Roman. Emily ist schwer verliebt.

Doch die damaligen Klassenunterschiede, spielten in diesem Jahrhundert, eine starke wesentliche Rolle beim heiraten.

Mehr möchte ich nicht dazu verraten. Emily liebt es Bücher zu schreiben, als Frau, damals, galt dies schon als unerhört. Fast will man es ihr verbieten. Doch dann gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Sophia und Ginny kommen auch aus verschiedenen Trennungen von einem Partner. Die vertrautheit untereinander ist positiv. Es kommen neue evtl. Beziehungen in Frage.

Doch in diesem Stadium, wissen alle Frauen, das sie auch schon Demütigungen hinter sich haben. Ob sie sich wieder auf eine neue Beziehung einlassen wollen?

Der Roman, will allen 3 Frauen eine neue Chance geben. Die Autorin spart nicht damit das alle drei, ihre schlechten Erlebnisse aufzählt in Sachen Männer, Beziehung, Demütigung, gar psychisch emotionalen Missbrauch.

Mutig tasten sie sich vor in neue Abenteur, mutig wollen sie hinter dem stehen, was sie eigentlich schon immer wollten. Doch der damalige Partner, hatte oft schon, in frühere Zeit, für einen entschieden.

Ein wirklich angenehmer Roman, mit abwechslungsreichen Handlungen. Man spürt das verlangen der Frauen, ihren Weg zu gehen. Sachte geben sie sich Mut und tasten sich an Neues. Man spürt dies, und hofft das sie alle ihren neuen Sprung wagen.

Emy spielt eine besondere Rolle. Ihre Geschichte fand ich zart, romantisch. Willig und selbstbewusst dazu.

Man kann den Kapiteln gut folgen. Beten spielt eine Rolle im Roman.

Ein unterhaltsamer Roman. Die Frauen spüren ihr altes Rollenspiel. Hier im Roman möchten sie Altes durchbrechen und Neues wagen.

Das ist der Autorin sehr gelungen.

4 Punkte

Bewertung vom 25.11.2019
Das Weiße Haus des Exils
Mann, Frido

Das Weiße Haus des Exils


ausgezeichnet

Frido Mann war der Lieblingsenkel von Thomas Mann.
Sehr viel Kinderzeit hat er bei seinem Großvater Thomas Mann im Haus, Pacific Palisades in Kalifornien verbracht.

Das Haus heißt heute " Thomas Mann House".

Ich war beeindruckt das die Bundesregierung das Haus gekauft und renoviert hat. Das Haus dient heute, als Zentrum transatlantischen Dialogs, mit ausgewählten Menschen. Gerne wäre ich dort einmal eine Ausgewählte.

Frido Mann, kehrt nach 70 Jahren in das großelterliche Haus, am San Remo Drive zurück, kurz vor der offiziellen Eröffnung.

Eine Woche wandelt Frido Mann im Haus und Rund ums Haus, auf alten und neuen Spuren mit vielen interessanten Erinnerungen. Authentisch, Achtsam und Gefühlvoll, Tiefgründig erzählt.

Mein Interesse war geweckt zu diesem Buch und ich habe so viel spezielles aus dieser Zeit erfahren.

Die Zeit in Kalifornien war die Zeit des Exils von Thomas Mann und seiner Familie.

Trotz der schönen Lage des Hauses, war in Thomas Mann doch etwas zerbrochen wegen dies Zustandes. Trotzdem ist viel große Literatur dort entstanden.

Frido Mann erzählt von seinem Großvater und der ganzen Familie. Wie sie zusammen im Living Room, zu den damaligen Themen, handfeste Diskussionen, oft lautstark geführt hatten.

Erinnerungen werden an längere Spaziergängen wach, die Frido mit seinem Großvater oft vor dem Mittagessen gemacht hat. Meist in die Richtung zum Amalfi Drive, da dort das frühere Familienhaus stand.

Rund ums Thomas Mann House, gab es damals sehr viele Zitronenbäume.

Man erfährt von den vielen Reden die Thomas Mann während des Krieges, nach Deutschland über die BBC London, appeliert hat. Mahnend hat er zum Widerstand gegen Hitler aufgerufen.

Frido Mann berichtet im Buch, wie er von Tagebucheintragungen vom Großvater sehr vieles und unbekanntes erfahren hat.

In der einwöchigen Erkundung des Hauses, betritt er einzelne Zimmer wieder. Diese waren Kinderzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer. Gedanken zur Einrichtung und nun die neue Veränderung, sind harmonisch erzählt.

Besonderst hatte das Arbeitszimmer seinen Reiz. Das Originalbücherregal steht noch drin. Ein Besucher von F. Mann frägt nach dem Sofa, wo es gestanden hätte?

Die Porch, (Sonnenterasse) hat immer noch dieselben Pflastersteine, nur witterungsbedingt,dunkler verfärbt.

Eine Woche und so viele Emotionen, Nette Besucher hatte Frido Mann in dieser Zeit erlebt.

Für eine kleine Ausszeit gönnte er sich schöne Musik von Lipatti, den ich nun auch für mich entdeckt habe.

Noch viel mehr Information, gibts zu lesen, zu Thomas Mann und dem damaligen, täglichen Leben im Weissen Haus des Exils.
Von der heutigen Nutzung des Hauses, wird berichtet.


Frido Mann schreibt auch über die politische Lage heutzutage, wie es wichtig ist, den Dialog zu halten.

Ein wirklich bemerkenswertes Buch. Angenehm zu lesen. Durchdachte Mitteilungen.


Ich bin sicher, Thomas Mann wäre Stolz, das sein geliebtes Zuhause am San Remo Drive eine transatlantische Zukunft hat.

Von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Rede zur Eröffnung.

5 Punkte

Bewertung vom 24.11.2019
In der Krippe kein Lametta
Joussen, Thomas; Karliczek, Peter

In der Krippe kein Lametta


ausgezeichnet

Weihnachten steht vor der Tür, da liegt es doch immer wieder Nahe, sich die Meinung zu diesem Feste zu vertiefen oder mal was Neues zu erfahren. Mit diesem Buch ist mir das gelungen.

Das Buch ist mit vielen Bildern, aller Stile ausgestattet. Bunt, Farbenfroh ansprechend. Zum passenden Thema das passende Bild. Stimmig gemacht.

Man erfährt was über die beliebtesten TV Filme und Songs, an Weihnachten. Interessantes und Neues von Bräuche aus der ganzen Welt werden beschrieben.

Geschenkgewohnheiten als Tabelle, schmunzel....

Verhalten in und um Weihnachten, sind ein Thema. Weihnachtsbräuche und W- Humbug sind ebenso beschrieben.. Schnittig erzählt. Geschenke, Begegnungen, Früher und Heute geben interessantes preis. Die Biblische Geschichte wird als Comiczeichnung erklärt. Einfach zu verstehen. Ein Buch für alle Altersgruppen. Ein Buch das einen animiert, immer wieder darin zu blättern.

Man erfährt auf was es an Weihnachten wirklich ankommt.

Das Buch hat 80 Seiten und ist daher unkompliziert in einem kurzem Zeitraum gelesen.

Dieses Buch mit seiner ausgefallenen Grafik, könnte an Weihnachten dazu einladen, miteinander zu blättern, lesen und diskutieren.

5 Punkte

Bewertung vom 29.09.2019
Zwölfmal Segen für dich
Zukic, Teresa

Zwölfmal Segen für dich


ausgezeichnet

Sicher fragen sich das viele Menschen, wo und wer ist Gott? Wo so viel schlechtes auf der Welt passiert, Schicksale unglaublich passieren und in den Kirchen viele Menschen austreten. Einer machts vor und die anderen machen es nach. Haben es sich einige davon auch wirklich gut überlegt?

Von Sr. Teresa Zukic habe ich schon viel positives gehört. Ich war an diesem Buch deswegen auch interessiert.

Ich habe das Buch bei der LB-Leserunde gewonnen, ich danke hiermit dem SCM-Verlag.

Falls Gott eine lustige und herzerfrischende Antwort auf eine ermüdete Christenheit gesucht hat, hat er in Schwester Teresa Zukic eine gefunden.

So das Vorwort von Nicola Vollkommer, schon dieser Satz machte mich sehr neugierig auf das ganze Buch.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Entscheidung sich auf Gott einzulassen, hat Konsequenzen: Göttliche Gnade enthält Dynamit. Fr. Vollkommer, besser hätte man einen Einstieg ins Buch nicht starten können!

Zwölf mal Segen für dich:

Das ist ja unheimlich viel, wer segnet den heute noch jemanden.

Teresa hat ein wunderbares Buch geschrieben und Gott so erklärt, wie Gott einen sucht. Oft muss erst ein schlimmes Schicksal passieren um auf diesen Weg mit ihm wieder Neu zu kommen und zu beten.

Erster Segen, wir dürfen mit Gott handeln.

Vierter Segen, Gott schenkt Mut, damit wir über uns hinauswachsen.

Sechster Segen, die größte Überraschung.

Zehnter Segen, wir dürfen selbst aktiv werden.

Das Buch ist in zwölf Segen gegliedert, einige Segens Beispiele habe ich als Thema angegeben.

Teresa beschreibt nicht aufdringlich, wie man langsam wieder zu Gott und Glauben finden kann. Man darf zu ihm jeder Zeit und mit allem kommen, man darf IHM auch auf die Nerven gehen, und man darf Ihn auch in Frage stellen.

Sie gibt ganz einfach die Aufgabe, es einmal 4 Wochen auszuprobieren, mit Gott ins Gespräch zu kommen. Sie verspricht das er sich Ihnen zeigen wird. Der Wetteinsatz ist ihre Berufung.

Kann man da etwa wieder sprechen, was sind schon 4 Wochen und verlieren tut man ja nichts dabei, schon erst recht nichts Materielles.

Die Art wie Schwester Teresa den Glauben, Gott und die Frische nach dem Gebet erzählt, hat bei mir schon tiefen Eindruck hinterlassen.

Sie erzählt mit innigem Stil. Sie bringt Beispiele, Schicksale, Geschehnisse im Buch aus der Bibel mit Psalmenangaben und vermittelt einem damit, wie ungerecht wir oft miteinander umgehen.

Sie hat die Gabe einem zu erzählen, das Gott nichts macht was Falsch wäre, denn er hat schon einen Plan mit einem.

Wenn Gott etwas nimmt, gibt Er etwas Besseres. Ein so Hoffnungsvoller Satz, doch kann er auch erschrecken. Was wegnehmen,was auch immer, kann einen auch Treffen. Aber er will ja was besseres geben. Was Neues, was Unbekanntes. Nach dem lesen hat mich dieser Satz stark gemacht.

Ich könnte noch mehr Starke Worte hier schreiben, die mich unheimlich vom Buch her, angesprochen haben. Teresa schreibt nicht Mahnend oder Streng.

Im Gegenteil, mit einer Portion Humor erzählt sie von Menschen, denen Gott Skurile Anweisungen gab. Gott sagte, macht einen Kopfstand mitten im Kaufhaus. Sie führten dies vor und wurden mit dem Ergebnis selbst überrascht.

Nach jeden Kapitel“Segen“, erscheint ein kleines Kästchen, wo Teresa das Kapitel in einer Klaren Kurzfassung nochmals Schwung reinbringt und einem nochmals kurz auffordert, im kleinen anzufangen mit Gott.

Auch gibt es nette Gedichte zum Schluss, die einen ansprechen und auch Mut machen möchten.

Bei jedem Segen ist Schwester Teresa auf einem Foto zu sehen. Sie wirkt sehr Symphatisch, Mutmachend, Überzeugend und Positiv in ihrer Ausstrahlung.

Für mich ist „Zwölf mal Segen für dich“ zur Orientierung geworden. Mit Bleistift habe ich für mich die Bedeutungsvollen Sätze angestrichen.

Ein guter Begleiter.

Danke Teresa für dieses schöne Buch.

Am 27.09.2019 kann ich es signieren lassen.

5 Punkte