Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Postbote
Wohnort: Gäufelden
Über mich: Lesen macht mir Spass
Danksagungen: 14 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 74 Bewertungen
Bewertung vom 14.04.2020
Kleine Frauenkräuterkunde
Pfennighaus, Ruth

Kleine Frauenkräuterkunde


ausgezeichnet

Mein Garten Eden.

Durch den Regen und die Wärme, blüht und duftet es in dem Garten von der Autorin. Es summt, brummt und krabbelt um sie herum. Echt paradisisch.

Durch diese Beschreibung kann ich mir diesen Garten, bildlich vorstellen. Sie schreibt von der freundlichkeit Gottes, das er so etwas schönes entstehen lassen kann.

Blühende Rosen, verteilen ihren Duft.

Im Garten gibts eine Wildwiese mit Kornblumen oder Königskerze und anderen ausgefallenen Blumen, die längst auch schon vom aussterben bedroht sind.

Die Autorin erzählt fein von Weinränken, Thymianbeeten, Kräutern aller Art. Verbunden dadazu mit kleinen Anekdoten, von ihren Eltern oder ihren Kindheitserinnerungen.

Sie stellt einen Vergleich vom Garten und und unserem Leben dar, mit dem Argument, mal ist es üppig oder dörr. Interessant fand ich ihre Darstellung vom hartnäckigem Unkraut, die sie auf ihre hartnäckige Dinge in ihrem Leben bezog, die sich nicht ändern wollten.

Eines war ihr Garten immer: Die Begegnung mit Gott

Es folgen auf 50 Seiten viele Kräuter, ihre Wirkung und Anwendung jeweils 1-4 Rezepte passend dazu.

So viele alte vergessene Kräuter wie Rotklee, Gänsefingerkraut oder Schafgarbe spielen hier ihre Rolle.

Wunderschöne Zeichnungen von Frauen in einem blühend, farblichen Stil machen das Büchlein zu einem Augen und Seelenschmaus. Kleine Gedichte, einen Kräutersegen und noch vieles nützliches mehr, geben diesem Frauenkräuterbuch ein ausgefallenes Ambiente.

Hinweise für chronisch Kranke und Schwangere, sind aufgeführt.

Für mich war dies ein Kräuterreiches und sehr lehrreiches, nützliches Lesevergnügen.

5 Punkte

Bewertung vom 31.03.2020
Das Flüstern von Tinte auf Papier
Harrel, Lindsay

Das Flüstern von Tinte auf Papier


sehr gut

die Wahre ich

3 Frauen, 3 Schicksale, alle drei lernen und kämpfen.

Sophia Barrett ist Psychotherapeutin, doch nach dem Tod ihres Verlobten kann sie nicht mehr gut für ihre Klienten da sein. Sie fühlt, das sie einen Tapetenwechsel braucht.

Sie mietet sich im malerischen Cornwall eine Wohnung. In diesem Haus ist gleich zeitig eine alte Buchhandlung mit drin.

In der Buchhandlung gibt es viele alte Bücher. Sophia entdeckt ein altes Notizbuch von einer Gouvernante Emily. Ihr interesse an diesem Buch und der Geschichte sind geweckt.

Die Buchhandlung gehört Ginny. Sophia freundet sich mit ihr gleich gut an. Sie entdecken Freundschaft zueinander.

Und nach kurzer Zeit, reden beide auch viel privates.

In diesem Buch spielt das Leben von Sophia, Ginny und verschiedene männliche Protagonisten, in der heutigen moderenen Zeit.

Jedes dritte Kapitel ist dann wiederum Emily, im Jahre 1855-1858 gewidmet. Nicht biographisch, nein die Gouvernante spielt eine erhebliche Rolle im Roman. Emily ist schwer verliebt.

Doch die damaligen Klassenunterschiede, spielten in diesem Jahrhundert, eine starke wesentliche Rolle beim heiraten.

Mehr möchte ich nicht dazu verraten. Emily liebt es Bücher zu schreiben, als Frau, damals, galt dies schon als unerhört. Fast will man es ihr verbieten. Doch dann gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Sophia und Ginny kommen auch aus verschiedenen Trennungen von einem Partner. Die vertrautheit untereinander ist positiv. Es kommen neue evtl. Beziehungen in Frage.

Doch in diesem Stadium, wissen alle Frauen, das sie auch schon Demütigungen hinter sich haben. Ob sie sich wieder auf eine neue Beziehung einlassen wollen?

Der Roman, will allen 3 Frauen eine neue Chance geben. Die Autorin spart nicht damit das alle drei, ihre schlechten Erlebnisse aufzählt in Sachen Männer, Beziehung, Demütigung, gar psychisch emotionalen Missbrauch.

Mutig tasten sie sich vor in neue Abenteur, mutig wollen sie hinter dem stehen, was sie eigentlich schon immer wollten. Doch der damalige Partner, hatte oft schon, in frühere Zeit, für einen entschieden.

Ein wirklich angenehmer Roman, mit abwechslungsreichen Handlungen. Man spürt das verlangen der Frauen, ihren Weg zu gehen. Sachte geben sie sich Mut und tasten sich an Neues. Man spürt dies, und hofft das sie alle ihren neuen Sprung wagen.

Emy spielt eine besondere Rolle. Ihre Geschichte fand ich zart, romantisch. Willig und selbstbewusst dazu.

Man kann den Kapiteln gut folgen. Beten spielt eine Rolle im Roman.

Ein unterhaltsamer Roman. Die Frauen spüren ihr altes Rollenspiel. Hier im Roman möchten sie Altes durchbrechen und Neues wagen.

Das ist der Autorin sehr gelungen.

4 Punkte

Bewertung vom 25.11.2019
Das Weiße Haus des Exils
Mann, Frido

Das Weiße Haus des Exils


ausgezeichnet

Frido Mann war der Lieblingsenkel von Thomas Mann.
Sehr viel Kinderzeit hat er bei seinem Großvater Thomas Mann im Haus, Pacific Palisades in Kalifornien verbracht.

Das Haus heißt heute " Thomas Mann House".

Ich war beeindruckt das die Bundesregierung das Haus gekauft und renoviert hat. Das Haus dient heute, als Zentrum transatlantischen Dialogs, mit ausgewählten Menschen. Gerne wäre ich dort einmal eine Ausgewählte.

Frido Mann, kehrt nach 70 Jahren in das großelterliche Haus, am San Remo Drive zurück, kurz vor der offiziellen Eröffnung.

Eine Woche wandelt Frido Mann im Haus und Rund ums Haus, auf alten und neuen Spuren mit vielen interessanten Erinnerungen. Authentisch, Achtsam und Gefühlvoll, Tiefgründig erzählt.

Mein Interesse war geweckt zu diesem Buch und ich habe so viel spezielles aus dieser Zeit erfahren.

Die Zeit in Kalifornien war die Zeit des Exils von Thomas Mann und seiner Familie.

Trotz der schönen Lage des Hauses, war in Thomas Mann doch etwas zerbrochen wegen dies Zustandes. Trotzdem ist viel große Literatur dort entstanden.

Frido Mann erzählt von seinem Großvater und der ganzen Familie. Wie sie zusammen im Living Room, zu den damaligen Themen, handfeste Diskussionen, oft lautstark geführt hatten.

Erinnerungen werden an längere Spaziergängen wach, die Frido mit seinem Großvater oft vor dem Mittagessen gemacht hat. Meist in die Richtung zum Amalfi Drive, da dort das frühere Familienhaus stand.

Rund ums Thomas Mann House, gab es damals sehr viele Zitronenbäume.

Man erfährt von den vielen Reden die Thomas Mann während des Krieges, nach Deutschland über die BBC London, appeliert hat. Mahnend hat er zum Widerstand gegen Hitler aufgerufen.

Frido Mann berichtet im Buch, wie er von Tagebucheintragungen vom Großvater sehr vieles und unbekanntes erfahren hat.

In der einwöchigen Erkundung des Hauses, betritt er einzelne Zimmer wieder. Diese waren Kinderzimmer, Esszimmer, Schlafzimmer. Gedanken zur Einrichtung und nun die neue Veränderung, sind harmonisch erzählt.

Besonderst hatte das Arbeitszimmer seinen Reiz. Das Originalbücherregal steht noch drin. Ein Besucher von F. Mann frägt nach dem Sofa, wo es gestanden hätte?

Die Porch, (Sonnenterasse) hat immer noch dieselben Pflastersteine, nur witterungsbedingt,dunkler verfärbt.

Eine Woche und so viele Emotionen, Nette Besucher hatte Frido Mann in dieser Zeit erlebt.

Für eine kleine Ausszeit gönnte er sich schöne Musik von Lipatti, den ich nun auch für mich entdeckt habe.

Noch viel mehr Information, gibts zu lesen, zu Thomas Mann und dem damaligen, täglichen Leben im Weissen Haus des Exils.
Von der heutigen Nutzung des Hauses, wird berichtet.


Frido Mann schreibt auch über die politische Lage heutzutage, wie es wichtig ist, den Dialog zu halten.

Ein wirklich bemerkenswertes Buch. Angenehm zu lesen. Durchdachte Mitteilungen.


Ich bin sicher, Thomas Mann wäre Stolz, das sein geliebtes Zuhause am San Remo Drive eine transatlantische Zukunft hat.

Von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Rede zur Eröffnung.

5 Punkte

Bewertung vom 24.11.2019
In der Krippe kein Lametta
Joussen, Thomas; Karliczek, Peter

In der Krippe kein Lametta


ausgezeichnet

Weihnachten steht vor der Tür, da liegt es doch immer wieder Nahe, sich die Meinung zu diesem Feste zu vertiefen oder mal was Neues zu erfahren. Mit diesem Buch ist mir das gelungen.

Das Buch ist mit vielen Bildern, aller Stile ausgestattet. Bunt, Farbenfroh ansprechend. Zum passenden Thema das passende Bild. Stimmig gemacht.

Man erfährt was über die beliebtesten TV Filme und Songs, an Weihnachten. Interessantes und Neues von Bräuche aus der ganzen Welt werden beschrieben.

Geschenkgewohnheiten als Tabelle, schmunzel....

Verhalten in und um Weihnachten, sind ein Thema. Weihnachtsbräuche und W- Humbug sind ebenso beschrieben.. Schnittig erzählt. Geschenke, Begegnungen, Früher und Heute geben interessantes preis. Die Biblische Geschichte wird als Comiczeichnung erklärt. Einfach zu verstehen. Ein Buch für alle Altersgruppen. Ein Buch das einen animiert, immer wieder darin zu blättern.

Man erfährt auf was es an Weihnachten wirklich ankommt.

Das Buch hat 80 Seiten und ist daher unkompliziert in einem kurzem Zeitraum gelesen.

Dieses Buch mit seiner ausgefallenen Grafik, könnte an Weihnachten dazu einladen, miteinander zu blättern, lesen und diskutieren.

5 Punkte

Bewertung vom 29.09.2019
Zwölfmal Segen für dich
Zukic, Teresa

Zwölfmal Segen für dich


ausgezeichnet

Sicher fragen sich das viele Menschen, wo und wer ist Gott? Wo so viel schlechtes auf der Welt passiert, Schicksale unglaublich passieren und in den Kirchen viele Menschen austreten. Einer machts vor und die anderen machen es nach. Haben es sich einige davon auch wirklich gut überlegt?

Von Sr. Teresa Zukic habe ich schon viel positives gehört. Ich war an diesem Buch deswegen auch interessiert.

Ich habe das Buch bei der LB-Leserunde gewonnen, ich danke hiermit dem SCM-Verlag.

Falls Gott eine lustige und herzerfrischende Antwort auf eine ermüdete Christenheit gesucht hat, hat er in Schwester Teresa Zukic eine gefunden.

So das Vorwort von Nicola Vollkommer, schon dieser Satz machte mich sehr neugierig auf das ganze Buch.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Entscheidung sich auf Gott einzulassen, hat Konsequenzen: Göttliche Gnade enthält Dynamit. Fr. Vollkommer, besser hätte man einen Einstieg ins Buch nicht starten können!

Zwölf mal Segen für dich:

Das ist ja unheimlich viel, wer segnet den heute noch jemanden.

Teresa hat ein wunderbares Buch geschrieben und Gott so erklärt, wie Gott einen sucht. Oft muss erst ein schlimmes Schicksal passieren um auf diesen Weg mit ihm wieder Neu zu kommen und zu beten.

Erster Segen, wir dürfen mit Gott handeln.

Vierter Segen, Gott schenkt Mut, damit wir über uns hinauswachsen.

Sechster Segen, die größte Überraschung.

Zehnter Segen, wir dürfen selbst aktiv werden.

Das Buch ist in zwölf Segen gegliedert, einige Segens Beispiele habe ich als Thema angegeben.

Teresa beschreibt nicht aufdringlich, wie man langsam wieder zu Gott und Glauben finden kann. Man darf zu ihm jeder Zeit und mit allem kommen, man darf IHM auch auf die Nerven gehen, und man darf Ihn auch in Frage stellen.

Sie gibt ganz einfach die Aufgabe, es einmal 4 Wochen auszuprobieren, mit Gott ins Gespräch zu kommen. Sie verspricht das er sich Ihnen zeigen wird. Der Wetteinsatz ist ihre Berufung.

Kann man da etwa wieder sprechen, was sind schon 4 Wochen und verlieren tut man ja nichts dabei, schon erst recht nichts Materielles.

Die Art wie Schwester Teresa den Glauben, Gott und die Frische nach dem Gebet erzählt, hat bei mir schon tiefen Eindruck hinterlassen.

Sie erzählt mit innigem Stil. Sie bringt Beispiele, Schicksale, Geschehnisse im Buch aus der Bibel mit Psalmenangaben und vermittelt einem damit, wie ungerecht wir oft miteinander umgehen.

Sie hat die Gabe einem zu erzählen, das Gott nichts macht was Falsch wäre, denn er hat schon einen Plan mit einem.

Wenn Gott etwas nimmt, gibt Er etwas Besseres. Ein so Hoffnungsvoller Satz, doch kann er auch erschrecken. Was wegnehmen,was auch immer, kann einen auch Treffen. Aber er will ja was besseres geben. Was Neues, was Unbekanntes. Nach dem lesen hat mich dieser Satz stark gemacht.

Ich könnte noch mehr Starke Worte hier schreiben, die mich unheimlich vom Buch her, angesprochen haben. Teresa schreibt nicht Mahnend oder Streng.

Im Gegenteil, mit einer Portion Humor erzählt sie von Menschen, denen Gott Skurile Anweisungen gab. Gott sagte, macht einen Kopfstand mitten im Kaufhaus. Sie führten dies vor und wurden mit dem Ergebnis selbst überrascht.

Nach jeden Kapitel“Segen“, erscheint ein kleines Kästchen, wo Teresa das Kapitel in einer Klaren Kurzfassung nochmals Schwung reinbringt und einem nochmals kurz auffordert, im kleinen anzufangen mit Gott.

Auch gibt es nette Gedichte zum Schluss, die einen ansprechen und auch Mut machen möchten.

Bei jedem Segen ist Schwester Teresa auf einem Foto zu sehen. Sie wirkt sehr Symphatisch, Mutmachend, Überzeugend und Positiv in ihrer Ausstrahlung.

Für mich ist „Zwölf mal Segen für dich“ zur Orientierung geworden. Mit Bleistift habe ich für mich die Bedeutungsvollen Sätze angestrichen.

Ein guter Begleiter.

Danke Teresa für dieses schöne Buch.

Am 27.09.2019 kann ich es signieren lassen.

5 Punkte

Bewertung vom 12.08.2019
Auf dem Postweg
Schmitz, Sebastian

Auf dem Postweg


ausgezeichnet

Im Rahmen einer LB Verlosung wurde dieses Buch verlost, das mich Aufgrund meines Berufes als Briefträgerin besonderst angesprochen hat.
Ich danke nochmals das ich es gewonnen habe.

Briefe schreiben mit Hand, so hört und liest man haben im Digitalen Zeitalter, fast ausgedient. Braucht man dann noch Briefkästen? Auch hier in Deutschland wurden sie schon rationalisiert.
Aber wie sieht dies in anderen Ländern aus? Und vor allem wie sehen Briefkästen in fremden Ländern aus?
Diese Frage stellt sich der Autor anfangs nicht. Er hatte eher eine womöglich starke, unbewusste Anziehungskraft, ständig Briefkästen zu fotografieren auf seinen vielen Reisezielen. Der Autor übt den Beruf eines Flugbegleiters aus.
Er beschreibt diesen Moment des fotografierens des Briefkastens, als ein warmes Gefühl tiefer Zufriedenheit.
Eine schöne Aussage finde ich, und dies hat "DER BRIEFKASTEN" so verdient.
Dementsprechend hat der Autor das Büchlein sehr liebevoll gestaltet und soll eine Hommage an den Briefkasten sein.
Auf ca. 155 Seiten sind Briefkästen aus aller Welt, vor allem in allen möglichen Farben und Formen zu sehen. Man schaut sich nicht nur interessiert die ausgefallenen Boxen an, nein Sebastian Schmitz gibt passend dazu, kleine Anekdoten, die einen schmunzeln lassen aber auch nachdenklich stimmen. Kleine Reiseberichte über Stadt und Land sind mit, in den kurzen Texten verständlich beschrieben.
Mir haben so viele gefallen. Interessant fand ich den grün weisen aus Kambodscha. Z.Bsp. ist der mit einer kleinen Landkarte versehen, wo noch mehr Briefkästen stehen um sie dann leichter finden zu können.
Eine nette Aufmerksamkeit kam von der Partnerstadt Stratford up Avon,(England) die einen englischen Briefkasten in Weimar (Deutschland) gespendet haben. Natürlich auch zum benützen!
In Singapur steht der angeblichst sterilste, blank geputzte Briefkasten. Laut Foto macht dieser auch so den Eindruck.
Süss fand ich die Geschichte von der "Roten Mauritius", in dem Ort Flic en Flac.
Ach, stöbert selbst!
Die ausgefallenen Briefkästen im Buch trumpfen damit, das sie aus fernen Ländern stammen, die von Touristen eher selten bereist werden.
Ein wirklich bemerkenswertes Büchlein, das man gerne zu Hand nimmt um zu schauen welche Briefkästen benützen die Menschen in anderen Ländern.
Passend gibt es ein Poster dazu und man kann auch ein Postkartenset bestellen mit fremden Briefkästen darauf.
Ein Büchlein für NOCH NOSTALGISCHE BRIEFESCHREIBER UND BRIEFKASTENLIEBHABER.
5 Punkte

Bewertung vom 09.08.2019
Tanzkavalier Gesucht (eBook, ePUB)
Boger, Annina

Tanzkavalier Gesucht (eBook, ePUB)


sehr gut

Marina lebt nach ihrer Scheidung ein recht ereignisloses Singleleben.
Sie wohnt in einer kleinen Einliegerwohnung und lebt anfangs vom Geld ihres geschiedenen Mannes.
Üppig ist dies nicht, so macht Marina sich auf Jobsuche und findet eine Stelle bei der Touristikbranche.
Marinas Nachbar scheint ein fröhlich, trällernder Mann zu sein, den sie ständig durch die dünnen Zimmerwände hört, dazu noch mit einer verführerischen Stimme.
Marina beginnt vertrauen zu der Stimme zu bekommen und möchte mehr über ihren Nachbarn Archibald erfahren und sehen.
Recht mutig mit einem Hauch an Schüchternheit macht sich Marina auf, durch verschiedene Kontaktwege die Nähe zu Archibald zu finden.
Mit zarter Geduld und mutigen Anläufen gibt Marina in Sache Partnersuche nicht auf. Wird sie ihren Tanzkavalier finden? Ist es gerade Archibald?
Bis Marina unangenehme Post von ihrem Ex Mann bekommt und dies so einiges auf den Kopf stellt.
Fast scheint es so, das deswegen Marina ihre Partnersuche auf Eis legen müsste.
Weihnachten naht und Marina möchte in der Zeit nun wirklich nicht mehr alleine sein.
Und mittlerweile gibts noch unverhofft weitere potenzielle Singlemänner die Marina gerne den Hof machen würden.....

Eine wirklich nette Geschichte, die das Thema Partnersuche im Roman getroffen hat.
Viele kennen ein Leben als Single, wissen aber zu gleich auch, wie es schwierig ist einen geeigneten Partner zu finden.
Marina als träumerisch, fantasievoll dargestellt, voller Tatendrang ihrem Glück immer Näher zu kommen.
Ihre ausgefallenen Kontaktideen prägen im Buch, ihr Selbstbewusstsein und Höfflichkeit ist stark, aber nicht aufdringlich.
Sie bleibt sich ehrlich, erlebt Enttäuschung und bäummt sich wieder auf.
Ein lebendiger, bunter Schreibstil mit ausgefallenen Szenen, vor allem bei der intensiven Suche nach "Mann", machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.
4 Punkte

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.05.2019
Das Mädchen aus Herrnhut
Büchle, Elisabeth

Das Mädchen aus Herrnhut


sehr gut

Wertvolle Figur

Luise arbeitet bei den Frankeschen Anstalten. Es ist das Jahr 1731. Doch ihr passieren immer wieder Mißgeschicke, die so nicht mehr in der Anstalt geduldet werden. Schlimm, das dies gerade bei einem Vornehmen Herren passiert und er dies streng beäugt. Er möchte sogar das Luise aus der Anstalt ausgeschlossen werden soll.
Dies passiert, Luise, kaum zwanzig Jahre alt, verlässt die meintlich geborgene Einrichtung. Es ist Winter, es schneit unheimlich viel, die Kälte sitzt in den Knochen. Eine kleine Habseligkeit hat Luise bei sich. Und sie besitzt eine Holzfigur, die für viele Wertvoll scheint.
Doch Luise, ist zu erschöpft für einen langen Weg. Sie bricht zusammen und wird fast zugeschneit. Doch sie wird zufällig gefunden und sie landet bei den Herrnhutern.
Sie wird herzlichst aufgenommen. Nur ihre Figur fehlt und ihre beste Freundin wurde tot aufgefunden. Zudem erblindet Luise, trotz allem findet sie einen christlichen Ehemann, der sie stark begleitet, auch in ihren schweren Tagen.
Ein starker Krimi kann man sich aus dem 17. Jahrhundert erlesen.
2007. Emma eine Lehrerin erlebt fast die gleiche Geschichte wie Luise. Emma soll eine Holzfigur besitzen, sehr wertvoll.
Und Emma macht die Bekantschaft mit Daniel Ritter. Auch hier Kriminalistische Ereignisse.
Beide Geschichten spielen jeweils zu einem anderen Jahrhundert. Doch was hat es mit der Figur aufsich? Selbst im zweiten Weltkrieg soll sie eine Rolle gespielt haben. Warum wird Emma beobachtet und sogar verfolgt.
Einige wilde Jagden bringen absolute Spannung ins Buch. Man hofft darauf das man mehr erfährt. Doch vieles bleibt ein Rätsel um die Figur. Unheimliche Mönche schrecken vor fast nichts, die Vernetzung ist Intakt und lässt so keine sicheren Verstecke zu.
Ein wunderbares Buch, das auch die Gründung der Herrnhuter erzählt. Eine christliche Gemeinschaft, bis heute aktiv. Aus dieser Gemeinschaft sind die heute immer noch beliebten Losungen entstanden.
Die Geschichte zeigt, wie die christliche Gemeinschaft damals gelebt hat. Mit Luise und ihrer Holzfigur hat die Autorin darin eine spannungsbezogene Geschichte geschrieben. Phantasiereich, Abwechslungsreich.
Ein Buch das ich gerne weiterempfehle.
4 Punkte

Bewertung vom 09.04.2019
Mond über Sudeley Castle
Kretz, Ingrid

Mond über Sudeley Castle


sehr gut

Sudeley Castle, England 1813. Louise und ihr Mann Peter und der kleine Sohn Jacob leben auf diesem herrlichen Landsitz mitten in den Cotswolds. Die kleine Familie fühlt sich wohl, besonderst Louise ist glücklich.
Eines Tages trifft ein Brief ein, von der Cousine Lilian. Diese kündigt an sie möchte Louise besuchen, sogar vorübergehend bei der Familie wohnen. Lilian ist frisch verwitwet und dazu noch der Schwarm vieler Männer.
Doch Louise ist alles andere als begeistert.
Schlimm ist das ihre Cousine sie vor vielen Jahren, in einer unseligen Ballnacht, sie zum Gespött der ganzen Grafschaft machte....
Alte Erinnerungen werden wach, doch Peter, Louises Mann, sieht dies alles sehr gelassen, das wären doch alte Geschichten, gar freut er sich auf Lilian.
Louise hat keine andere Wahl, ihre Cousine trifft ein.

Ein wunderbarer historischer Roman ist hier Fr. Kretz gelungen. Die Handlungen versprühen den alten englischen Lebenstil. Der Schauplatz ist Sudely Castle, das es tatsächlich gibt, sogar ist dort eine echte Königin begraben. Catherine Parr, die letzte Ehefrau von Henry VIII. Parr hat ein Gebetsbuch geschrieben, das es ebenfalls reel gibt, so hat die Autorin dies in ihrem Buch spannend mitverarbeitet.
Totgeglaubte erscheinen plötzlich.
Ohnmächtige Szenen geben hier den Takt vor. Neidvoll blickt Lilian auf Louises leben. Viel Kraft kostet der Famile der Besuch. Auf Sudeley verändert sich tragischer Weise die Atmosphäre. Und Louise spürt ihre Verunsicherung, aber auch Lilian.
Spezielle Momente geben im Buch Zweifel auf ob alles mit rechten Dingen läuft.
Tragisch für Louise, sie ertappt Peter und Lilian in einem schwachen Moment der Leidenschaft.....
Louise ist im Gottglauben, wird sie wieder vor so eine Belastungsprüfung gestellt, wie damals?
Eine abwechslungreiche Geschichte, damals wie Heute, Eifersucht, Missgunst, Lüge und Neid lassen dieses Buch zu einem angenehmen aber auch spannenden und mit gespickten Überraschungsmomenten, zu einem Lesevergnügen werden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm.
Man spürt die Rolle der Frau im Jahre 1813.
Abwechslungsreiche Handlungsorte geben der Geschichte Pfiff.
Hintergrundsinformation zum Inhalt des Buches werden zum Schluss erläutert.
Eine Leseempfehlung
4 Punkte

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.04.2019
Im Schatten der Vergangenheit
Büchle, Elisabeth

Im Schatten der Vergangenheit


ausgezeichnet

USA, 1985 gibt es eine Attentat auf einen Schwarzen Bürgermeisteranwärter und seine Frau. Beide sterben dabei, die kleinen Kinder der Beiden, sahen alles aus nächster Nähe.

2015 Deutschland, Amerikanische Wohnsiedlung Pattonville, Nähe Stuttgart.
Hanna Jameson hat sich einen netten Urlaub in den Bergen gegönnt. Sie ist Deutsch- Amerikanerin und Leistungssportlerin dazu.
Sie fährt nach Hause, ihre Eltern sind gerade nach Stuttgart in die Wohnsiedlung Pattonville gezogen.
Gut erholt und gelaunt steht sie vor dem Haus und klingelt an der Tür.
Voller Verwunderung kommt eine fremde Frau ans Fenster und hinterfrägt Hanna was sie hier wolle.
In dem Haus, wo eigentlich ihre Eltern und Geschwister wohnen sollten, gab es keine Eltern und Geschwister mehr.
Nein, sagte die Frau am Fenster sie wüsste nicht wo die Familie Jameson wäre, diese kennt sie nicht und Hanna soll doch hier verschwinden.
Plötzlich fühlt sich Hanna Wohnsitzlos, einsam, geschockt und verwirrt.
Wie kann denn ihre Familie verschwinden, wo soll sie denn hin und was ist da los?
Völlig durcheinander versucht Hanna ihre Familie telefonisch zu erreichen. Ein brutales Telefongespräch, zu dem ihre verlorene Familie lässt Hanna schmerzlich bewusst werden, das nichts in ihrem Leben so ist, wie es scheint.

Hanna trifft auf Kevin und Chris, mit denen sie ihr Schicksal teilen kann?

Nachdem ich schon einige Büchle Bücher gelesen habe, traf ich hier auf ein ganz anderes Genree.
Fr. Büchle hinterlässt in ihren Geschichten, eine christliche Note, so auch hier. Vor allem trifft sie in dieser sehr ausergewöhnlichen Geschichte, diesesmal der Nerv eines Thrillers.
Rasant in der Handlung, gut folgen konnte ich den abwechslungsreichen Schauplätzen. Geniale Naturbeschreibungen zum Entspannen, garantiert. Und dann wieder Brutale Szenen, die mich selten entspannen liesen, machten dieses Buch für mich zu einem Lesehighlight.
Ein wunderbarer Schreibstil. Die Spannung wird aufrechterhalten, bis zum Ende.
Nach dem Ende fast jeden Kapitels, konnte die Autorin in den letzten drei Sätzen eine Rätselhafte Stimmung erzeugen. Genial, so wurde meine Leselaune gehalten.
Mir wurde immer mehr bewusst, Hannas Schicksal war nicht einfach.
Ich fühlte mit ihr. Ich wollte das Ende auf jeden Fall erfahren.
Abwechslungsreiche Protagonisten, verschiedenartige Charakter erfand die Autorin sehr gelungen. Denn nicht alle konnte man so durchschauen, ob sie unbedingt auf der guten Seite stehen könnten.
Eine wirklich unterhaltsame Geschichte die ich gerne weiterempfehlen möchte.
5 Punkte