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Benutzername: Postbote
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Über mich: Lesen macht mir Spass
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Bewertungen

Insgesamt 70 Bewertungen
Bewertung vom 29.09.2019
Zwölfmal Segen für dich
Zukic, Teresa

Zwölfmal Segen für dich


ausgezeichnet

Sicher fragen sich das viele Menschen, wo und wer ist Gott? Wo so viel schlechtes auf der Welt passiert, Schicksale unglaublich passieren und in den Kirchen viele Menschen austreten. Einer machts vor und die anderen machen es nach. Haben es sich einige davon auch wirklich gut überlegt?

Von Sr. Teresa Zukic habe ich schon viel positives gehört. Ich war an diesem Buch deswegen auch interessiert.

Ich habe das Buch bei der LB-Leserunde gewonnen, ich danke hiermit dem SCM-Verlag.

Falls Gott eine lustige und herzerfrischende Antwort auf eine ermüdete Christenheit gesucht hat, hat er in Schwester Teresa Zukic eine gefunden.

So das Vorwort von Nicola Vollkommer, schon dieser Satz machte mich sehr neugierig auf das ganze Buch.

Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Entscheidung sich auf Gott einzulassen, hat Konsequenzen: Göttliche Gnade enthält Dynamit. Fr. Vollkommer, besser hätte man einen Einstieg ins Buch nicht starten können!

Zwölf mal Segen für dich:

Das ist ja unheimlich viel, wer segnet den heute noch jemanden.

Teresa hat ein wunderbares Buch geschrieben und Gott so erklärt, wie Gott einen sucht. Oft muss erst ein schlimmes Schicksal passieren um auf diesen Weg mit ihm wieder Neu zu kommen und zu beten.

Erster Segen, wir dürfen mit Gott handeln.

Vierter Segen, Gott schenkt Mut, damit wir über uns hinauswachsen.

Sechster Segen, die größte Überraschung.

Zehnter Segen, wir dürfen selbst aktiv werden.

Das Buch ist in zwölf Segen gegliedert, einige Segens Beispiele habe ich als Thema angegeben.

Teresa beschreibt nicht aufdringlich, wie man langsam wieder zu Gott und Glauben finden kann. Man darf zu ihm jeder Zeit und mit allem kommen, man darf IHM auch auf die Nerven gehen, und man darf Ihn auch in Frage stellen.

Sie gibt ganz einfach die Aufgabe, es einmal 4 Wochen auszuprobieren, mit Gott ins Gespräch zu kommen. Sie verspricht das er sich Ihnen zeigen wird. Der Wetteinsatz ist ihre Berufung.

Kann man da etwa wieder sprechen, was sind schon 4 Wochen und verlieren tut man ja nichts dabei, schon erst recht nichts Materielles.

Die Art wie Schwester Teresa den Glauben, Gott und die Frische nach dem Gebet erzählt, hat bei mir schon tiefen Eindruck hinterlassen.

Sie erzählt mit innigem Stil. Sie bringt Beispiele, Schicksale, Geschehnisse im Buch aus der Bibel mit Psalmenangaben und vermittelt einem damit, wie ungerecht wir oft miteinander umgehen.

Sie hat die Gabe einem zu erzählen, das Gott nichts macht was Falsch wäre, denn er hat schon einen Plan mit einem.

Wenn Gott etwas nimmt, gibt Er etwas Besseres. Ein so Hoffnungsvoller Satz, doch kann er auch erschrecken. Was wegnehmen,was auch immer, kann einen auch Treffen. Aber er will ja was besseres geben. Was Neues, was Unbekanntes. Nach dem lesen hat mich dieser Satz stark gemacht.

Ich könnte noch mehr Starke Worte hier schreiben, die mich unheimlich vom Buch her, angesprochen haben. Teresa schreibt nicht Mahnend oder Streng.

Im Gegenteil, mit einer Portion Humor erzählt sie von Menschen, denen Gott Skurile Anweisungen gab. Gott sagte, macht einen Kopfstand mitten im Kaufhaus. Sie führten dies vor und wurden mit dem Ergebnis selbst überrascht.

Nach jeden Kapitel“Segen“, erscheint ein kleines Kästchen, wo Teresa das Kapitel in einer Klaren Kurzfassung nochmals Schwung reinbringt und einem nochmals kurz auffordert, im kleinen anzufangen mit Gott.

Auch gibt es nette Gedichte zum Schluss, die einen ansprechen und auch Mut machen möchten.

Bei jedem Segen ist Schwester Teresa auf einem Foto zu sehen. Sie wirkt sehr Symphatisch, Mutmachend, Überzeugend und Positiv in ihrer Ausstrahlung.

Für mich ist „Zwölf mal Segen für dich“ zur Orientierung geworden. Mit Bleistift habe ich für mich die Bedeutungsvollen Sätze angestrichen.

Ein guter Begleiter.

Danke Teresa für dieses schöne Buch.

Am 27.09.2019 kann ich es signieren lassen.

5 Punkte

Bewertung vom 12.08.2019
Auf dem Postweg
Schmitz, Sebastian

Auf dem Postweg


ausgezeichnet

Im Rahmen einer LB Verlosung wurde dieses Buch verlost, das mich Aufgrund meines Berufes als Briefträgerin besonderst angesprochen hat.
Ich danke nochmals das ich es gewonnen habe.

Briefe schreiben mit Hand, so hört und liest man haben im Digitalen Zeitalter, fast ausgedient. Braucht man dann noch Briefkästen? Auch hier in Deutschland wurden sie schon rationalisiert.
Aber wie sieht dies in anderen Ländern aus? Und vor allem wie sehen Briefkästen in fremden Ländern aus?
Diese Frage stellt sich der Autor anfangs nicht. Er hatte eher eine womöglich starke, unbewusste Anziehungskraft, ständig Briefkästen zu fotografieren auf seinen vielen Reisezielen. Der Autor übt den Beruf eines Flugbegleiters aus.
Er beschreibt diesen Moment des fotografierens des Briefkastens, als ein warmes Gefühl tiefer Zufriedenheit.
Eine schöne Aussage finde ich, und dies hat "DER BRIEFKASTEN" so verdient.
Dementsprechend hat der Autor das Büchlein sehr liebevoll gestaltet und soll eine Hommage an den Briefkasten sein.
Auf ca. 155 Seiten sind Briefkästen aus aller Welt, vor allem in allen möglichen Farben und Formen zu sehen. Man schaut sich nicht nur interessiert die ausgefallenen Boxen an, nein Sebastian Schmitz gibt passend dazu, kleine Anekdoten, die einen schmunzeln lassen aber auch nachdenklich stimmen. Kleine Reiseberichte über Stadt und Land sind mit, in den kurzen Texten verständlich beschrieben.
Mir haben so viele gefallen. Interessant fand ich den grün weisen aus Kambodscha. Z.Bsp. ist der mit einer kleinen Landkarte versehen, wo noch mehr Briefkästen stehen um sie dann leichter finden zu können.
Eine nette Aufmerksamkeit kam von der Partnerstadt Stratford up Avon,(England) die einen englischen Briefkasten in Weimar (Deutschland) gespendet haben. Natürlich auch zum benützen!
In Singapur steht der angeblichst sterilste, blank geputzte Briefkasten. Laut Foto macht dieser auch so den Eindruck.
Süss fand ich die Geschichte von der "Roten Mauritius", in dem Ort Flic en Flac.
Ach, stöbert selbst!
Die ausgefallenen Briefkästen im Buch trumpfen damit, das sie aus fernen Ländern stammen, die von Touristen eher selten bereist werden.
Ein wirklich bemerkenswertes Büchlein, das man gerne zu Hand nimmt um zu schauen welche Briefkästen benützen die Menschen in anderen Ländern.
Passend gibt es ein Poster dazu und man kann auch ein Postkartenset bestellen mit fremden Briefkästen darauf.
Ein Büchlein für NOCH NOSTALGISCHE BRIEFESCHREIBER UND BRIEFKASTENLIEBHABER.
5 Punkte

Bewertung vom 09.08.2019
Tanzkavalier Gesucht (eBook, ePUB)
Boger, Annina

Tanzkavalier Gesucht (eBook, ePUB)


sehr gut

Marina lebt nach ihrer Scheidung ein recht ereignisloses Singleleben.
Sie wohnt in einer kleinen Einliegerwohnung und lebt anfangs vom Geld ihres geschiedenen Mannes.
Üppig ist dies nicht, so macht Marina sich auf Jobsuche und findet eine Stelle bei der Touristikbranche.
Marinas Nachbar scheint ein fröhlich, trällernder Mann zu sein, den sie ständig durch die dünnen Zimmerwände hört, dazu noch mit einer verführerischen Stimme.
Marina beginnt vertrauen zu der Stimme zu bekommen und möchte mehr über ihren Nachbarn Archibald erfahren und sehen.
Recht mutig mit einem Hauch an Schüchternheit macht sich Marina auf, durch verschiedene Kontaktwege die Nähe zu Archibald zu finden.
Mit zarter Geduld und mutigen Anläufen gibt Marina in Sache Partnersuche nicht auf. Wird sie ihren Tanzkavalier finden? Ist es gerade Archibald?
Bis Marina unangenehme Post von ihrem Ex Mann bekommt und dies so einiges auf den Kopf stellt.
Fast scheint es so, das deswegen Marina ihre Partnersuche auf Eis legen müsste.
Weihnachten naht und Marina möchte in der Zeit nun wirklich nicht mehr alleine sein.
Und mittlerweile gibts noch unverhofft weitere potenzielle Singlemänner die Marina gerne den Hof machen würden.....

Eine wirklich nette Geschichte, die das Thema Partnersuche im Roman getroffen hat.
Viele kennen ein Leben als Single, wissen aber zu gleich auch, wie es schwierig ist einen geeigneten Partner zu finden.
Marina als träumerisch, fantasievoll dargestellt, voller Tatendrang ihrem Glück immer Näher zu kommen.
Ihre ausgefallenen Kontaktideen prägen im Buch, ihr Selbstbewusstsein und Höfflichkeit ist stark, aber nicht aufdringlich.
Sie bleibt sich ehrlich, erlebt Enttäuschung und bäummt sich wieder auf.
Ein lebendiger, bunter Schreibstil mit ausgefallenen Szenen, vor allem bei der intensiven Suche nach "Mann", machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.
4 Punkte

Bewertung vom 25.05.2019
Das Mädchen aus Herrnhut
Büchle, Elisabeth

Das Mädchen aus Herrnhut


sehr gut

Wertvolle Figur

Luise arbeitet bei den Frankeschen Anstalten. Es ist das Jahr 1731. Doch ihr passieren immer wieder Mißgeschicke, die so nicht mehr in der Anstalt geduldet werden. Schlimm, das dies gerade bei einem Vornehmen Herren passiert und er dies streng beäugt. Er möchte sogar das Luise aus der Anstalt ausgeschlossen werden soll.
Dies passiert, Luise, kaum zwanzig Jahre alt, verlässt die meintlich geborgene Einrichtung. Es ist Winter, es schneit unheimlich viel, die Kälte sitzt in den Knochen. Eine kleine Habseligkeit hat Luise bei sich. Und sie besitzt eine Holzfigur, die für viele Wertvoll scheint.
Doch Luise, ist zu erschöpft für einen langen Weg. Sie bricht zusammen und wird fast zugeschneit. Doch sie wird zufällig gefunden und sie landet bei den Herrnhutern.
Sie wird herzlichst aufgenommen. Nur ihre Figur fehlt und ihre beste Freundin wurde tot aufgefunden. Zudem erblindet Luise, trotz allem findet sie einen christlichen Ehemann, der sie stark begleitet, auch in ihren schweren Tagen.
Ein starker Krimi kann man sich aus dem 17. Jahrhundert erlesen.
2007. Emma eine Lehrerin erlebt fast die gleiche Geschichte wie Luise. Emma soll eine Holzfigur besitzen, sehr wertvoll.
Und Emma macht die Bekantschaft mit Daniel Ritter. Auch hier Kriminalistische Ereignisse.
Beide Geschichten spielen jeweils zu einem anderen Jahrhundert. Doch was hat es mit der Figur aufsich? Selbst im zweiten Weltkrieg soll sie eine Rolle gespielt haben. Warum wird Emma beobachtet und sogar verfolgt.
Einige wilde Jagden bringen absolute Spannung ins Buch. Man hofft darauf das man mehr erfährt. Doch vieles bleibt ein Rätsel um die Figur. Unheimliche Mönche schrecken vor fast nichts, die Vernetzung ist Intakt und lässt so keine sicheren Verstecke zu.
Ein wunderbares Buch, das auch die Gründung der Herrnhuter erzählt. Eine christliche Gemeinschaft, bis heute aktiv. Aus dieser Gemeinschaft sind die heute immer noch beliebten Losungen entstanden.
Die Geschichte zeigt, wie die christliche Gemeinschaft damals gelebt hat. Mit Luise und ihrer Holzfigur hat die Autorin darin eine spannungsbezogene Geschichte geschrieben. Phantasiereich, Abwechslungsreich.
Ein Buch das ich gerne weiterempfehle.
4 Punkte

Bewertung vom 09.04.2019
Mond über Sudeley Castle
Kretz, Ingrid

Mond über Sudeley Castle


sehr gut

Sudeley Castle, England 1813. Louise und ihr Mann Peter und der kleine Sohn Jacob leben auf diesem herrlichen Landsitz mitten in den Cotswolds. Die kleine Familie fühlt sich wohl, besonderst Louise ist glücklich.
Eines Tages trifft ein Brief ein, von der Cousine Lilian. Diese kündigt an sie möchte Louise besuchen, sogar vorübergehend bei der Familie wohnen. Lilian ist frisch verwitwet und dazu noch der Schwarm vieler Männer.
Doch Louise ist alles andere als begeistert.
Schlimm ist das ihre Cousine sie vor vielen Jahren, in einer unseligen Ballnacht, sie zum Gespött der ganzen Grafschaft machte....
Alte Erinnerungen werden wach, doch Peter, Louises Mann, sieht dies alles sehr gelassen, das wären doch alte Geschichten, gar freut er sich auf Lilian.
Louise hat keine andere Wahl, ihre Cousine trifft ein.

Ein wunderbarer historischer Roman ist hier Fr. Kretz gelungen. Die Handlungen versprühen den alten englischen Lebenstil. Der Schauplatz ist Sudely Castle, das es tatsächlich gibt, sogar ist dort eine echte Königin begraben. Catherine Parr, die letzte Ehefrau von Henry VIII. Parr hat ein Gebetsbuch geschrieben, das es ebenfalls reel gibt, so hat die Autorin dies in ihrem Buch spannend mitverarbeitet.
Totgeglaubte erscheinen plötzlich.
Ohnmächtige Szenen geben hier den Takt vor. Neidvoll blickt Lilian auf Louises leben. Viel Kraft kostet der Famile der Besuch. Auf Sudeley verändert sich tragischer Weise die Atmosphäre. Und Louise spürt ihre Verunsicherung, aber auch Lilian.
Spezielle Momente geben im Buch Zweifel auf ob alles mit rechten Dingen läuft.
Tragisch für Louise, sie ertappt Peter und Lilian in einem schwachen Moment der Leidenschaft.....
Louise ist im Gottglauben, wird sie wieder vor so eine Belastungsprüfung gestellt, wie damals?
Eine abwechslungreiche Geschichte, damals wie Heute, Eifersucht, Missgunst, Lüge und Neid lassen dieses Buch zu einem angenehmen aber auch spannenden und mit gespickten Überraschungsmomenten, zu einem Lesevergnügen werden.
Der Schreibstil ist sehr angenehm.
Man spürt die Rolle der Frau im Jahre 1813.
Abwechslungsreiche Handlungsorte geben der Geschichte Pfiff.
Hintergrundsinformation zum Inhalt des Buches werden zum Schluss erläutert.
Eine Leseempfehlung
4 Punkte

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.04.2019
Im Schatten der Vergangenheit
Büchle, Elisabeth

Im Schatten der Vergangenheit


ausgezeichnet

USA, 1985 gibt es eine Attentat auf einen Schwarzen Bürgermeisteranwärter und seine Frau. Beide sterben dabei, die kleinen Kinder der Beiden, sahen alles aus nächster Nähe.

2015 Deutschland, Amerikanische Wohnsiedlung Pattonville, Nähe Stuttgart.
Hanna Jameson hat sich einen netten Urlaub in den Bergen gegönnt. Sie ist Deutsch- Amerikanerin und Leistungssportlerin dazu.
Sie fährt nach Hause, ihre Eltern sind gerade nach Stuttgart in die Wohnsiedlung Pattonville gezogen.
Gut erholt und gelaunt steht sie vor dem Haus und klingelt an der Tür.
Voller Verwunderung kommt eine fremde Frau ans Fenster und hinterfrägt Hanna was sie hier wolle.
In dem Haus, wo eigentlich ihre Eltern und Geschwister wohnen sollten, gab es keine Eltern und Geschwister mehr.
Nein, sagte die Frau am Fenster sie wüsste nicht wo die Familie Jameson wäre, diese kennt sie nicht und Hanna soll doch hier verschwinden.
Plötzlich fühlt sich Hanna Wohnsitzlos, einsam, geschockt und verwirrt.
Wie kann denn ihre Familie verschwinden, wo soll sie denn hin und was ist da los?
Völlig durcheinander versucht Hanna ihre Familie telefonisch zu erreichen. Ein brutales Telefongespräch, zu dem ihre verlorene Familie lässt Hanna schmerzlich bewusst werden, das nichts in ihrem Leben so ist, wie es scheint.

Hanna trifft auf Kevin und Chris, mit denen sie ihr Schicksal teilen kann?

Nachdem ich schon einige Büchle Bücher gelesen habe, traf ich hier auf ein ganz anderes Genree.
Fr. Büchle hinterlässt in ihren Geschichten, eine christliche Note, so auch hier. Vor allem trifft sie in dieser sehr ausergewöhnlichen Geschichte, diesesmal der Nerv eines Thrillers.
Rasant in der Handlung, gut folgen konnte ich den abwechslungsreichen Schauplätzen. Geniale Naturbeschreibungen zum Entspannen, garantiert. Und dann wieder Brutale Szenen, die mich selten entspannen liesen, machten dieses Buch für mich zu einem Lesehighlight.
Ein wunderbarer Schreibstil. Die Spannung wird aufrechterhalten, bis zum Ende.
Nach dem Ende fast jeden Kapitels, konnte die Autorin in den letzten drei Sätzen eine Rätselhafte Stimmung erzeugen. Genial, so wurde meine Leselaune gehalten.
Mir wurde immer mehr bewusst, Hannas Schicksal war nicht einfach.
Ich fühlte mit ihr. Ich wollte das Ende auf jeden Fall erfahren.
Abwechslungsreiche Protagonisten, verschiedenartige Charakter erfand die Autorin sehr gelungen. Denn nicht alle konnte man so durchschauen, ob sie unbedingt auf der guten Seite stehen könnten.
Eine wirklich unterhaltsame Geschichte die ich gerne weiterempfehlen möchte.
5 Punkte

Bewertung vom 26.02.2019
Winter
Schaefer, Barbara

Winter


ausgezeichnet

Wer hat zuerst die Polarroute gemacht und welche Menschen können im hohen Norden am längsten leben oder überleben?
Welcher Maler hat sich oft mit Wintermotiven beschäftigt oder welcher Autor hat den Winter in seinen Romanen eine Hauptrolle gegeben?
Vier Fragen die, wenn man darüber nachdenkt, oft eine sponate Antwort fehlt.
Barbara Schäfer hat in diesem wunderbaren Winterbuch, stets die passenden Antworten dazu.
Nicht nur einfach die Antwort, nein dazu gleich noch schöne, abenteuerliche, oft realistische Erlebnisse, Ereignisse und Schicksale dazu. Schön verpackt in kleingehaltenen Geschichten, die einen beim lesen in den Winterzauber oder in die Wintertragödie fallen lassen. Abenteuerliche Unterhaltung garantiert.

Lawinen, Frauen im Norden oder Fernweh ins kalte Russland lassen einen staunen, wie gut die Autorin über diese ausgefallenen Winterthemen recherchiert hat. Oft genug hat sie ihren Urlaub in den nördlichen Teilen verbracht.
Sie hat das wunderbare Buch "Winter", so fein gestaltet wie eine zarte, feine Schneeflocke. So war bei mir das Lesegefühl. Informativ zugleich, Geschichtlich und im modernen Umweltdenken perfekt erzählt.
Schön zu lesen waren ihre Kindheitserinnerungen an den Schnee. Genau so habe ich ihn auch erlebt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm.
Es gibt im Anschluss eine Bibliographie, die wirklich bereichernd ist.
Feine Zeichnungen, von Berglandschaften zieren das Innenleben vom Buch.
Das Cover wirkt winterlich romantisch.
Das Buch enthält ein Lesebändchen
Ein ausgefallener Wintergenuss.
5 Punkte.

Bewertung vom 02.12.2018
Geliebt. Getäuscht. Gefunden.
Czyz, Lidia

Geliebt. Getäuscht. Gefunden.


ausgezeichnet

Jan wächst in den Kriegswirren in Polen auf und wird gleichzeitig sehr christlich erzogen. Er hat liebevolle Eltern. Eines Tages, Jan ist Jugendlicher, sieht er bei seinem Vater im Bürozimmer einen grauen Umschlag und das darin enthaltene Dokument auf dem Schreibtisch liegen. Er liest seinen Namen, nur der Nachname klang anderst, und diverse andere Namen, ein Frauenname, ist auch dabei. Und ein Kommentar von einer Adoption. Doch der Vater räumt geschwind das Dokument weg und meint das wäre ein Vorfall eines Gemeindemitgliedes. Der Vater ist Pfarrer.
Kein Wort wird jeh wieder erwähnt, im beisein von Jan, über dieses Dokument, die nächsten, fast 43 Jahre.
Jan hat viele Freunde, wächst gesund auf. Zu dieser Zeit sind auch sehr viele Freunde dabei, die adoptiert wurden in den Kriegswirren. Jan hört viele solche Geschichten, gar findet er, seine Ehepartnerin, die ebenfalls adoptiert wurde.
Er nimmt seine Frau so zur Frau, für ihn ist das kein Problem. Doch in vielen sinnvollen Gesprächen mit seinen Freunden und Frau, meint er wie das so ist adoptiert zu sein. Er weis ja welche seine leiblichen Eltern sind. Und er bekommt antworten. Das man natürlich erfahren möchte wo kommen die leiblichen Eltern her und warum wurde man überhaupt abgegeben?
Doch ehrlich gesagt, taucht bei Jan immer wieder dieses Dokument in seinen Gedanken auf und warum da sein Name stand?
Ist er etwa doch auch adoptiert?
In seiner Familie wird über dieses Thema, Seitens der Eltern, nervös abgewimmelt und ist ein Tabu, es gibt darüber keine unterhaltung.
Jan ist mittlerweile 50 geworden, hat Kinder. Sein Vater stirbt und Jan findet schicksalhafter Weise diesen grauen Umschlag mit Inhalt wieder. Nun liest er sich dies genau durch. Jan macht eine geheimnissvolle Entdeckung. Sein Leben nimmt eine turbulente Wendung.

Eine starke Familiengeschichte, die mich tiefsinnig, spannend unterhalten hat. Eine verzweifelte Mutter, ein eiskalter Winter und die Kriegswirren haben zu dieser wahren Geschichte geführt. Gottes Wort steht zu allen Entscheidungen, mögen sie noch so unverständlich wirken.
Dies konnte man in den Handlungen gut nachvollziehen.
Sehr klar wurde die Problematik, dem Verständnis und dem Nichtverständnis der Adoption, zu der Zeit, im Buch umgegangen.
Ein schöner Schreibstil.
Die Lebensgeschichte von Jan wurde in Kapitel verpackt, die dann so alle 3-20 Jahre später, betitelt wurden.
Fand ich schön und man hat die Entwicklung gespürt, vor allem wie liebevoll Jan erzogen wurde.
Ein tolles Buch.

Lest selbst
5 Punkte

Bewertung vom 27.11.2018
Heiter bis bewölkt
Boger, Annina

Heiter bis bewölkt


ausgezeichnet

Geschichten mit Pfiff

Neun Geschichten, mit dem Titel: Heiter bis bewölkt, hat die Autorin trefflich benannt.
Beim aufschlagen des Buches, kann man eine kurze Inhaltsangabe mit Angabe des Titels, der ersten drei Geschichten, sich erlesen. So hat man eine Vorstellung, wo, mit wem und und um was es sich für ein Schicksal handeln könnte.
Diesen Aufbau fand ich interessant und hebt die Erwartungshaltung.
Beim lesen der Geschichten wurde ich sichtlich überrascht.
Die Autorin hat Bunte, auch Gefühlvolle und Abwechslungsreiche, Erzählungen geschrieben.
Mitten aus dem Leben, so wie es im Leben tatsächlich spielt.
Themen, wie Urlaub, Tiere und Festtage sind geschrieben, wie man sie täglich erleben kann.
Mir hat der natürliche Schreibstil gefallen. Das auftreten der Protagonisten, ob es ein Tier war, oder eine geglaubt, verlorene Liebe, sie waren deutlich zu erkennen in ihren Rollen in der Geschichte.
Mit einem Schuss an überraschenden Momenten und unerwartendem Ende, habe ich mich somit wieder auf die nächste Geschichte gefreut. So hat mir das lesen Spass gemacht.
Über neue, neun Erzählungen, würde ich mich freuen.
5 Punkte

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.09.2018
Hildegard von Bingen
Kaiser, Maria Regina

Hildegard von Bingen


sehr gut

Wer kennt sie nicht: Hildegard von Bingen, vor allem einer ihren vielen Hausmittelchen die sicher viele schon angewendet haben. Das hatte ich mit diesem Buch sehr erwartet. Kräuterrezepte, Gesundmachende Backwaren oder die heilende Dinkelsuppe.

Die Autorin hat hier eine sehr informative und gut recherchierte Biographie geschaffen. Man lernt Hildegard von Bingen schon als Kleinkind kennen, erlebt mit ihr erste Visionen. Natürlich hat man sie deshalb auch dementsprechend gescholten, gar hat sie anfangs selbst darunter gelitten, was dies sei.
Sie wurde in ein Benediktiner Kloster gegeben, zu der Zeit eher ein guter Weg für eine Frau, als Nonne zu gehorchen.
Sie verbringt die ersten Jahre mit der Nonne Jutta im Kloster. Doch Jutta züchtigt sich so sehr, das Hildegard dies sehr abschreckt.
Sie will mehr Freiheit und Offenheit, will sich mehr zur Verfügung stellen, vor allem für viele Hilfesuchende.
Ihre Visionen und das erscheinen des lebendigen Lichts wird und ist für Hildegard eine Normalität.
Dies wird Hildegard von der damaligen Obrigkeit, nach einigen Jahren als Nonne, gar anerkannt. Sie galt als annerkannte Visionärin. Sie ist eine Frau, und hatte als Nonne viel zu sagen, mochte viel bewegen.
Das war nicht der Regelfall. Nonnen hatten eigentlich den Mund zu halten.
Sie will ein eigenes Kloster, das ihr nicht erlaubt wird, zu bauen.
Sie wird dadurch krank und wirkt lange deshalb gelähmt. Dadurch schwindet von ihr das lebendige Licht.
Hier wurde mir in der Biographie richtig bewusst was Hildegard für einen unglaublichen, überzeugten starken Glauben hatte. Vor allem spürte man hier, das ihre Vision echt war.
Hildegard von Bingen war von Kindesbeinen an, immer recht kränklich. Oft Tagelang unbeweglich, steif in den Knochen. Das wusste ich so nicht, die Autorin bemerkt, das dies eine Art, wie MS sei.
Darf sie ihr Kloster noch bauen?
Wird Hildegard wieder gesund?

In dieser Biographie erfährt man viel über die ganzen Wegbegleiter der Nonne Hildegard von Bingen.
Sehr viele Gefährten und Gefährtinnen, hatte sie.
Geschrieben wie ein erlebnissreicher Roman mit authentischen Protagonisten.
Den Schreibstil fand ich nicht immer einfach, mir hat etwas die Flüssigkeit des lesens gefehlt. Trotz allem hat die Autorin die Stimmung der damaligen Zeit, gut rüberbringen können. Beim lesen habe ich das Mittelalter gespürt.
Etwas hat mir Hildegards Kräuterkunde gefehlt, dies wird nur im kleinen Rahmen erwähnt.
Ab und an gab es Wiederholungen, da hätte die fehlende Kräuterkunde reingepasst.
Toll fand ich zum Schluss noch die Zeittafel, Weggefährten und Orte. Das gibt der Biographie den Revuewert.
Glossar, Literatur und Tips zum Weiterlesen, gab es dazu.
Wer vertiefte Biographie über Hildegard von Bingen erfahren möchte, liegt hier richtig.
4 Punkte

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.