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Benutzername: BookishPengu


Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 18.11.2019
Burning Bridges / Fletcher-University Bd.1
Fischer, Tami

Burning Bridges / Fletcher-University Bd.1


schlecht

Ich würde sogar auf 2,5 Sterne gehen, also ein komplettes Durchschnittsbuch. Nope wir gehen auf 1,5-2,0 Sterne!
Wobei es aber viele Dinge gab, die mir nicht gefallen haben. Wie zum Beispiel unsere Hauptcharakterin, die einfach mega naiv ist und nicht zu ihren Gefühlen stehen kann. Wir kennen sie schon aus etlichen anderen Liebesromanen, es ist ja dann wohl doch immer das selbe. Immer wieder wird versucht sie darzustellen als wäre sie tough, in Warheit ist das aber Naivität. Kann man schon mal verwechseln.

Viele haben auch geschrieben, dass sie Ellas Freundesgruppe toll fanden und ich sitze da und denke mir: Hm. Nee irgendwie nicht. Gerade als die ganze Sache mit Ches los ging, haben sie alle ständig nur gefragt ob sie jetzt endlich Sex hatten oder ähnliches. Dabei gab es auch einige Stellen wo ich das Gefühl hatte, dass sie nicht wirklich auf Ellas Gefühle geachtet haben und immer einfach alles das raus gebrüllt haben was ihnen gerade in den Sinn kam. Hat mich dann irgendwie an eine Teenie-Show erinnert. Dazu noch kurz etwas: Keiner von denen hat sonderlich erwachsen gewirkt und immer wurde alles über dramatisiert.

Die Beziehung zwischen Ella und Ches hat mir am Anfang gut gefallen, je weiter die Geschichte voranschirtt, desto schlimmer fand ich es aber. Es gibt die Standardsätze mit "Ehw ich bin gefährlich halte dich von mir fern." und all so Zeug mit "Wir können das nicht machen." Wobei dies jetzt wahrscheinlich das einzige Buch ist wo das legitim ist, von Ches Geheimnis ausgehend.
Ihre Beziehung ist sehr Schlag auf Schlag ohne guten Grund, warum sie sich denn jetzt mögen. Die Sexszene kam meiner Meinung nach auch sehr plötzlich und nicht sehr liebevoll geschrieben, auch voller Klischeesätze. Davon hatte das Buch sowieso ziemlich viele.

Das ganze Geheimnis rund um Ches fand ich aber eher Humbug und alles sehr sehr schlecht beschrieben. Ich hab da nie Angst um irgendwen gehabt, hat ja nie wirklich Sinn ergeben. Außerdem wie Verletzungen beschrieben wurden, wie schnell es allen immer wieder gut ging, ich weiß nicht, das wirkt halt nicht glaubwürdig. Genauso gings mir auch mit dem Ende.

Fischers Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich eine Übersetzung lese, nur das dem nicht so wahr. Des öfteren hat sie sich falsch ausgedrückt und es gab viele Logikfehler. Sie lebt auch irgendwie von Widerholungen hat man das Gefühl, denn die gab es ständig.

Bewertung vom 22.05.2019
Das Lied der Krähen / Glory or Grave Bd.1
Bardugo, Leigh

Das Lied der Krähen / Glory or Grave Bd.1


ausgezeichnet

Das Buch beginnt sehr spannend, es hatte mich von Anfang an gepackt und nicht mehr los gelassen. Es ist zunächst etwas schwer rein zu kommen, weil sehr viele Namen genannt werden, was unter anderem etwas verwirrend ist. Aber dadurch lernen wir auch schnell unsere sechs Hauptcharaktere kennen und wissen, mit wem wir es zu tun haben.

Zunächst lernt man ein bisschen die Gruppe rund um Kaz Brekker, meinen absoluten Liebling, kennen. Ich fand dies sehr schön dargestellt und auch nicht aufgezwungen. Es war so, als würde ich eine neue Gruppe Freunde kennenlernen (die ich übrigens sofort ins Herz geschlossen habe!) und dieser Prozess passierte Stück für Stück.

Was allerdings nicht Stück für Stück passiert ist der Ablauf der Handlung. Ihr wisst ja schon durch den Klappentext relativ viel (was ich echt schade finde, der englische hätte mir hier einfach besser gefallen). Es dauert nicht lange, bis man erfährt um was es sich für eine Mission handelt, die unsere sechs Gefährten hier erledigen müssen. Es wirkt von Anfang an nicht machbar und so fiebert man die ganze Zeit mit, was passieren wird.

Am meisten hat mir wirklich die Umsetzung des Plans gefallen. Hier werde ich jetzt natürlich nicht auf die Einzelheiten eingehen aber Mensch, an Spannung mangelt es dem Buch wirklich nicht. Ich wusste einfach nicht, was als nächstes passieren wird. Es gab immer wieder neue Probleme die es zu lösen galt und ich war total überwältigt von den Ideen der Charaktere. Ebenso vom Ende! Wow, einfach nur wow. Ich würde es schon einen Cliffhanger nennen und sage euch deshalb gleich: Ihr braucht danach unbedingt das nächste Buch!

Hatte ich denn gar keine negativen Punkte zu der Handlung? Nein, hatte ich nicht. Es war durchweg gut und es hat mir an absolut gar nichts gemangelt. Weder an Hintergrundinformationen zu den Charakteren noch an schwierigen Themen, die besprochen werden sollten, um dem Buch eine gewisse Tiefe zu geben. Es gab für mich keine Lücken und alles war schlüssig, gut zu verfolgen. Ich habe die Grischa Trilogie nicht vor diesem Buch gelesen aber auch damit hatte ich gar keine Probleme. Vorkenntnisse dadurch braucht ihr also auch nicht :)

Schreibstil

Der Schreibstil von Leigh Bardugo ist wirklich wundervoll. Sie beschreibt Dinge so genau, ohne das es langweilig wird, dass ich das ganze Buch wie einen Film in meinem Kopf verfolgen konnte. Ich könnte es mir auch wirklich gut als Film vorstellen aber ich beschwere mich auch nicht über die Netflix Serie die kommen soll. Bardugo hat es geschafft, dass ich mich in diesem Buch wohfühlte. Sie erzählt aus der Sichtweise der sechs Charaktere und macht es dem Leser so leichter, einen Einblick in die Gefühlswelt der jeweiligen Person zu bekommen. Ich habe mich so verbunden mit allem gefühlt, dass ich immer noch nicht richtig von der Geschichte loslassen kann. Sie hat mich geschnappt, reingezogen und nun, obwohl ich das Buch beendet habe, nicht mehr frei gegeben.

Fazit
Das Lied der Krähen ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Es überzeugt mit starken Charakteren, einer spannenden Handlung und einem Schreibstil, der wirklich einzigartig ist. Es fühlt sich an, als würde man selbst dazugehören und irgendwie will man das auch. Ich kann euch wirklich nichts schlechtes zu dem Buch sagen und möchte es auch jedem nur empfehlen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.04.2019
Wild Hearts - Kein Blick zurück / Outskirts Bd.1
Frazier, T. M.

Wild Hearts - Kein Blick zurück / Outskirts Bd.1


schlecht

komplette Rezension auf: https://bookishpengu499978044.wordpress.com/

Handlung:
In dem ersten Band der Outskirts Duologie lernen wir zu aller erst Sawyer kennen, die in einem sehr behüteten, kirchlichen Umfeld aufwächst. Sie hat gerade erst ihre Mutter verloren und ist nun alleine mit ihrem alkohlkranken Vater.
Ich fande den Einstieg in die Geschichte gut gewählt, sofort konnte ich direkt eine Verbindung zu Sawyer aufbauen und es fiel mir schwer die Szenen bei ihr daheim zu lesen. Allerdings bricht sie ziemlich schnell von ihrem gewohnten Umfeld aus und da gab es schon das erste Problem für mich. Nicht, dass sie es macht, sondern wie schnell das einfach passiert. Es hat sich sehr überstürzt angefühlt aber ich dachte mir: nun gut, die Autorin möchte wahrscheinlich einfach sofort mit der eigentlichen Handlung beginnen.

Unsere Hauptcharakterin macht sich nun also daran, ihr neues Leben zu starten und trifft schon sehr bald auf ihr männliches Gegenstück: Finn. Auch dieser musste mit einem schweren Verlust kämpfen und ist nun ganz verschlossen, stößt jeden von sich weg und macht Sawyer erstmal gehörig Angst. Ab da war er mir irgendwie schon unsympatisch. Er verhält sich einfach wie der größte Prolet den es gibt aber ich hatte nicht sonderlich das Gefühl, als würde das unserer Protagonistin etwas ausmachen.

Nachdem die beiden also aufeinander getroffen sind, und sich gefühlt sofort verliebt haben, wie man das halt kennt, lernen wir ein kleines bisschen mehr die Stadt kennen und hier muss ich sagen, dass ich das nicht glauben konnte. Erst wurde gesagt „Ja hier gibt’s nur eine Hauptstaße, paar kleine Läden, das wars.“ Nun, je weiter man liest, desto mehr Dinge kommen dazu, eigentlich gibt es dort alles und es ist nicht wirklich so wie am Anfang porträtiert. Auf mich wirkte es dennoch sehr langweilig, es gab nur einen Ort der ein bisschen Charme hatte und das war Sawyers Arbeitstätte.

Uns ist ja allen klar, dass unsere Hauptcharaktere zusammen kommen, logisch. Darum geht es ja. Aber wie das passiert, hat mir überhaupt nicht gefallen. Es hat so unglaublich falsch und gestellt gewirkt, ich konnte nur die Augen verdrehen. Dieses Gefühl hatte ich aber bei sehr vielen Szenen. Dafür, dass Sawyer angeblich noch nie etwas mit Jungs zutun hatte und aus einem, wie gesagt, religiösen Umfeld kommt, hätte ich da irgendwie ein bisschen mehr Scheu von ihr erwartet. Erwartet, dass es alles ein bisschen länger dauert.
Allerdings nimmt sich die Geschichte überhaupt keine Zeit. Schlag auf Schlag passieren irgendwelche Sachen, springen wir von Szene zu Szene. Übergänge? Die gab es einfach nicht. Unsere Protagonisten kennen sich kaum, und lieben sich praktisch schon. Aber ganz ehrlich? Was soll ich denn auch von einem 300 Seiten Buch erwarten?
Meiner Meinung nach hätte das Buch 450 Seiten lang sein sollen und die Autorin hätte sich mehr Zeit lassen können, ihre Geschichte ausarbeiten. (Ebenso wie die Übersetzer, ständig waren irgendwo kleine Fehler oder Worte/Artikel falsch. So etwas stört einfach den Lesefluss.)

Jedenfalls lesen wir nun 250 Seiten lang von Sawyers Leben in Outskirts und ich weiß nicht, aber ich fand es einfach langweilig. Klar, es ist eine Kleinstadt, aber es war einfach alles so unglaublich auf Finn fokusiert, Szenen ohne ihn gab es sehr selten. ( I get it, es ist ein Liebesroman aber die zwei können doch trotzdem eigenständige Menschen sein.) Außerdem gab es noch ein paar Szenen, keine Nennug, ich möchte nicht spoilern, die einfach super unrealistisch waren. Never, ever, wäre so etwas im echten Leben möglich. Eigentlich mochte ich die grobe Handlung, aber diese ganzen kleinen Dinge haben mein Wohlwollen in Luft aufgelöst.

Ich muss jetzt einfach noch kurz über die Sexszenen reden, die wirklich nicht mein Fall waren. Sie waren sehr schlecht beschrieben und auch einfach nur durchgehauen. Erotische Stimmung kann da gar nicht aufkommen.

(weitere Punkte werden in der Rezension auf meinem Blog angesprochen. Limitierter