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Benutzername: Golden Letters
Danksagungen: 56 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 366 Bewertungen
Bewertung vom 14.06.2021
Gefährliche Liebe / Secret Academy Bd.2
Fast, Valentina

Gefährliche Liebe / Secret Academy Bd.2


gut

"Gefährliche Liebe" ist der zweite Band von Valentina Fasts Secret Academy Dilogie, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Alexis Young und Dean Nolan erzählt wird.

Nach ihrem Verrat wartet Alexis in einem Hochsicherheitsgefängnis auf ihren Prozess. Auch wenn sie dort von der Außenwelt abgeschnitten ist, kann sie viele neue Details über die Entführer ihrer Schwester Cassie in Erfahrung bringen und macht sich leider auch neue Feinde, gewinnt aber auch Verbündete.
Der Beginn konnte mich noch nicht ganz so sehr mitreißen, weil besonders in den Kapiteln, in denen wir Alexis begleitet haben, nicht viel passiert ist. Deshalb war ich froh, dass wir auch aus Deans Perspektive lesen durften und so erfahren haben, wie es mit Alexis Freunden an der Akademie weiterging!

Die Geschichte hat immer mehr Fahrt aufgenommen, denn schon bald wusste man, gegen wen das MI20 ermittelt, doch ihr Gegner hat es den Superagenten nicht leicht gemacht und schien immer einen Schritt voraus zu sein. An machen Stellen hatte ich das Gefühl, dass Alexis und Dean ein wenig zu leicht an Informationen gekommen sind und ich fand, dass die Agenten manchmal zu locker waren. Irgendwie hat mir das knallharte Auftreten, das keinen Widerspruch duldet, besonders von den Vorgesetzten gefehlt und fand es dann doch etwas unglaubwürdig, was die Trainees alles durften, auch wenn sie kurz vor ihrem Abschluss stehen!
Ich hatte bei dem Agententhema ein gewisses Bild vor Augen und Valentina Fast hat dieses mit ihren Agenten im zweiten Band nicht ganz getroffen, was generell nicht schlimm ist, mich aber doch etwas gestört hat.

Alexis und Dean mochte ich aber sehr! Alexis muss sich den Konsequenzen ihres Handelns stellen. Sie hat zwar ihre Schwester gerettet, aber gleichzeitig auch das MI20 und ihre Freunde verraten. Im Gefängnis kommt Alexis an ihre Grenzen, doch sie gibt sich nicht auf und kämpft weiter. Gezwungenermaßen muss sie sich auch mit ihren Fähigkeiten auseinandersetzen und kann bald nicht nur Gefühle von Mitmenschen spüren, sondern diese auch beeinflussen.
Ich hätte mir gewünscht, dass auch die besonderen Fähigkeiten der anderen Agenten noch mal benannt worden wären, denn die hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr alle auf dem Schirm.
Dean ist von Alexis Verrat besonders getroffen und weiß nicht, was er fühlen soll. Er ist der Sprecher des Teams und versucht dieses nun zusammenzuhalten, nachdem Thomas und Alexis kein Teil mehr davon sind. Er ist ein guter Agent, doch auch seine Loyalität wird in diesem Band auf die Probe gestellt.

Die Charaktere haben mir eigentlich ganz gut gefallen, nur Grace mochte ich in diesem Band nicht so gerne und bei vielen Charakteren, wie beispielsweise Vivien, Direktor Roberts oder Ben hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr über ihre Beweggründe erfahren hätten, sodass sie für mich greifbarer geworden wären! Ich fand es schade, dass wir von Alexis' Teammitgliedern nur wenig gesehen haben, denn diese haben mir im ersten Band sehr gut gefallen! Hier blieben sie für mich doch etwas blass. Außerdem sind für mich doch sehr viele Fragen unbeantwortet geblieben oder haben keine so ausführliche Antwort bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Insgesamt habe ich das Buch trotzdem sehr gerne gelesen, aber es gab doch ein paar Sachen, die mich nicht komplett überzeugt haben.

Fazit:
"Gefährliche Liebe" ist ein guter Abschluss von Valentina Fasts Secret Academy Dilogie, von dem ich mir aber doch mehr erhofft hatte.
Ich mochte Alexis und Dean sehr gerne, doch besonders bei den Nebencharakteren hätte ich mir gewünscht, dass wir mehr über ihre Beweggründe erfahren hätten.
Auch die Agentengeschichte an sich konnte mich nicht komplett überzeugen, da mir manches zu unrealistisch war und mir letztendlich auch zu viele Fragen offen geblieben sind.
Dennoch habe ich die Geschichte echt gerne gelesen und bin auch mit dem Ende zufrieden, sodass ich drei Kleeblätter vergebe.

Bewertung vom 06.06.2021
Dear Enemy Bd.1
Callihan, Kristen

Dear Enemy Bd.1


sehr gut

Delilah Baker und Macon Saint hassen sich, seitdem sie elf Jahre alt waren.
In der Highschool hat besonders Macon Delilah das Leben zur Hölle gemacht, bis sie mit ihrer Familie weggezogen ist. Zehn Jahre sind seitdem vergangen, nun begegnen die beiden sich wieder.
Delilahs Schwester Samantha hat Macon, der inzwischen ein erfolgreicher Schauspieler ist, bestohlen und um Sams Schuld zu vergelten, bietet Delilah an ein Jahr als Macons persönliche Köchin und Assistentin zu arbeiten.
Während sie an ihre alte Feindschaft anknüpfen, müssen sie feststellen, dass Liebe und Hass nicht weit auseinanderliegen.

"Dear Enemy" ist der Auftakt der Between Us Dilogie von Kristen Callihan, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Delilah Baker und Macon Saint erzählt wird.

Während es bei Delilah und Macon Hass auf den ersten Blick war, so hat Macon in Delilahs Schwester Samantha eine Gleichgesinnte gefunden. Während ihrer Beziehung haben sie das Schlechteste in den jeweils anderen zum Vorschein gebracht und Delilah immer wieder an ihre Makel und angeblichen Unzulänglichkeiten erinnert.
Zehn Jahre nach dem Ende ihrer Highschoolzeit begegnen die drei sich nun indirekt wieder. Nachdem Sam Macon bestohlen hat, treffen Delilah und Macon wieder aufeinander, denn Delilah will ihre Schwester beschützen und deren Schuld bei Macon abarbeiten.

Delilah habe ich sehr bewundert! Sam und Macon haben ihr das Leben früher sehr schwer gemacht, doch Delilah hat nie den Kopf in den Sand gesteckt und ist inzwischen eine selbstbewusste und erfolgreiche Köchin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt! Sie ist hartnäckig, loyal und steht zu ihrem Wort, auch wenn es schwerfällt. So bietet sie an, Sams Schuld bei Macon abzuarbeiten, auch wenn sie dadurch für ein Jahr lang in unmittelbarer Nähe ihres ärgsten Feinds sein wird.
Macon ist Schauspieler geworden, denn für ihn war das Schauspiel früher eine Flucht aus dem Alltag, wo er nicht er selbst sein wollte oder konnte. Macon lässt kaum einen nah an sich heran und lebt doch sehr zurückgezogen. Früher war er sehr fies und rücksichtslos, aber Macon hat sich geändert und ich fand es spannend zu sehen, zu was für einen Mann er geworden ist und wie sehr er sein Verhalten von damals bereut!

Die Geschichte konnte mich von Beginn an stark fesseln! Kristen Callihans Schreibstil ließ sich sehr gut lesen, und die Dialoge von Macon und Delilah haben mich sehr gut unterhalten und nicht nur einmal zum Lachen gebracht!
Allerdings fand ich es schade, dass zwei vielversprechende Handlungsstränge im Sande verlaufen sind. Ich habe erwartet, dass diese eine größere Rolle spielen würden und es am Ende noch einen großen Knall geben könnte. Diesen gab es dann so leider nicht, und da ich mit diesem echt gerechnet hätte, war ich doch etwas enttäuscht, denn hier hätte Kristen Callihan noch etwas mehr Spannung in die Handlung bringen können!

Delilah und Macon haben mir aber auch so echt gut gefallen! Ihre gegenseitige Abneigung ist von Beginn an zu spüren, kein Wunder, wenn man bedenkt, was für eine Vergangenheit die beiden miteinander haben! Sie sind doch überrascht, wie sehr sie sich auf einmal zu den anderen hingezogen fühlen, aber es ging niemals zu schnell mit den beiden, was mir echt gut gefallen hat!

Fazit:
"Dear Enemy" von Kristen Callihan hat mir richtig gut gefallen, denn ich mochte Macon und Delilah echt gerne und ihre Geschichte konnte mich von Beginn an fesseln und sehr gut unterhalten!
Allerdings fand ich es schade, dass zwei vielversprechende Handlungsstränge nicht weiter verfolgt wurden, denn von diesen hätte ich mir noch ein wenig mehr Spannung erhofft!
Aber auch so hat mir das Buch richtig gut gefallen und viel Spaß gemacht, sodass ich gute vier Kleeblätter vergebe!

Bewertung vom 05.06.2021
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (eBook, ePUB)
Schwab, V. E.

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue (eBook, ePUB)


sehr gut

"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" ist ein Einzelband von V. E. Schwab, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven von Adeline LaRue und später auch von Henry Strauss erzählt wird.

Addie wurde im Jahr 1691 in Villon-sur-Sarthe, einem kleinen Dorf in Frankreich geboren. Sie war als Kind eine Träumerin und mit dreiundzwanzig noch immer unverheiratet, eine Seltenheit zur damaligen Zeit. Doch dann wurde sie Roger versprochen.
Um der Hochzeit zu entgehen und um ihre Freiheit zu bewahren, hat Addie ihre Seele verkauft. Seitdem altert sie nicht mehr, doch es erinnert sich auch niemand mehr an Addie.
Mit der Zeit hat sie gelernt, wie sie in Künstlern Ideen weckt, sodass sie sich in Kunstwerken verewigen kann, doch nichts, was Addie erschafft, hat Bestand.
Keiner erkennt Addie jemals wieder, niemand kennt ihre Geschichte, bis auf Luc, der Teufel, mit dem Addie ihre Abmachung getroffen hat, und Henry, den sie 2014 in New York trifft.

Wir lernen Addie im Alter von sieben Jahren kennen und begleiten sie über die Jahrhunderte. Ein Kapitel wird in der Gegenwart im Jahr 2014 erzählt, bevor man wieder einen Ausschnitt aus Addies Vergangenheit lesen darf, was mir sehr gut gefallen hat! Die einzige Konstante über die Jahre war Luc und man merkt schnell, dass die Geschichte der beiden sehr spannend ist! Nach und nach erfährt man, wie die beiden sich über Jahre immer wieder begegnet sind und welch explosive Mischung an Gefühlen zwischen den beiden war! Addie hat in ihrem langen Leben viel gesehen, gutes wie schlechtes, aber auch nach dreihundert Jahren gibt es noch immer Dinge, die Addie überraschen können.

Addie ist eine starke und dickköpfige Protagonistin, die immer weiter macht, egal wie schlecht es aussieht, was mir sehr gefallen hat! Über die Jahre ist sie auch mal wahnsinnig geworden, kein Wunder, denn sie lebt ein einsames Leben und es schmerzt sie sehr, dass sich niemand an sie erinnert und sie sich spätestens am nächsten Morgen wieder neu vorstellen muss. Doch Addie ist ihr langes Leben nie leid, denn es gibt immer was Neues zu entdecken! Besonders die Kunst spricht Addie an und sie ist sehr schlau, die Regeln ihrer Abmachung zu verbiegen, sodass sie doch Spuren hinterlassen kann.

Henry Strauss ist der erste Mensch in dreihundert Jahren, der sich an Addie erinnert. Für Addie beginnt eine völlig neue Lebenserfahrung, denn nie zuvor war es ihr möglich, neben jemanden aufzuwachen, der sie nicht vergessen hat, geschweige denn eine Beziehung zu führen oder nur ihren Namen und ihre Geschichte zu teilen. Doch Henry hat seine eigenen Dämonen, die ihr Glück bedrohen.
Auch Henry mochte ich echt gerne, wobei mich dieLiebesgeschichte nicht ganz so sehr berühren und begeistern konnte.

V. E. Schwab erzählt eine sehr ruhige Geschichte und manchmal war es etwas langatmig, aber Addies Geschichte konnte mich echt fesseln! Ich habe es sehr bewundert, dass sie sich niemals aufgegeben hat und Wege gefunden hat, ihr Leben trotz der Einschränkungen zu leben und zu genießen! Addie hat in ihren dreihundert Jahren viel gesehen, hat Revolutionen und Weltkriege mitgemacht und es war total spannend, sie auf ihren Weg zu begleiten!

Fazit:
"Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" von V. E. Schwab hat mir richtig gut gefallen!
Addies Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen, auch wenn es manchmal etwas langatmig war. Aber ich mochte auch diese ruhigen Töne sehr gerne und fand es sehr spannend, dass man Addie über Jahrhunderte begleiten konnte!
Ich vergebe gute vier Kleeblätter!

Bewertung vom 31.05.2021
Was perfekt war
Hoover, Colleen

Was perfekt war


gut

Die erste Begegnung von Graham und Quinn ist einerseits einer der schlimmsten Momente in ihren Leben, aber da sie schon von Beginn an die immense Anziehungskraft zwischen sich spüren, ist es gleichzeitig auch ein Moment voller Hoffnung.
Als sie sich kurze Zeit später wieder begegnen, stürzen sie sich Hals über Kopf in die Beziehung und sind einfach glücklich.
Doch acht Jahre später muss Quinn feststellen, dass es manchmal nicht ausreicht, jemanden von ganzen Herzen zu lieben, wenn es etwas gibt, das jeden Tag unermüdlich an den beiden nagt.

"Was perfekt war" ist ein Einzelband von Colleen Hoover, der aus der Ich-Perspektive von Quinn erzählt wird. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus dem Jetzt und dem Damals, der Zeit vor acht Jahren, erzählt.

Damals war Quinn noch lebensfroh, optimistisch und schwer in Graham verliebt. Die beiden konnten kaum voneinander lassen und haben jede freie Minute miteinander verbracht. Sie wirkten wie das perfekte Paar, doch acht Jahre später stehen die beiden vor den Trümmern ihrer Ehe. Sie sprechen kaum noch miteinander und es gibt ein Problem, das ihre Beziehung immer weiter zerfrisst.
Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie glücklich Quinn und Graham einmal waren und wie ein ganz bestimmtes Problem dafür sorgen kann, dass ihre Beziehung acht Jahre später kaum noch existent ist, obwohl die beiden einander noch immer lieben.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es mich doch sehr gestört hat, dass Quinn und Graham sich immer aus dem Weg gegangen sind und nie das Gespräch gesucht haben. Die Situation hat sich immer weiter zugespitzt, was sehr dramatisch war, aber durch ein einziges ehrliches Gespräch vielleicht zu verhindern gewesen wäre.

Graham ist einfach ein fast perfekter Kerl, der Quinn sie Welt zu Füßen legen würde. Er ist witzig und einfühlsam und würde immer für Quinn da sein, wenn sie ihn denn lassen würde.
Quinn war mit fünfundzwanzig deutlich lockerer und optimistischer als acht Jahre später. Der Unterschied ist echt gravierend und ich fand es schlimm zu sehen, wie stark Quinn sich verändert hat, wie abweisend sie in ihrem Schmerz geworden ist, denn sie stößt Graham permanent von sich.
Ich konnte Quinn verstehen, aber ihr Verhalten hat mir trotzdem nicht gefallen, sodass ich Schwierigkeiten hatte, mit ihr warm zu werden.

Ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber da man schon sehr früh erfährt, um welches Thema es geht, möchte ich kurz darauf eingehen.
Quinn und Graham wünschen sich nichts sehnlicher als eigene Kinder zu bekommen, aber durch ihre Endometriose hat Quinn Schwierigkeiten, schwanger zu werden und wird immer deprimierter und zieht sich immer stärker zurück, je mehr Zeit ohne positive Nachricht vergeht.
Unerfüllter Kinderwunsch und auch die Krankheit Endometriose sind zwei spannende und wichtige Themen, über die ich bisher noch nichts gelesen habe. Colleen Hoover setzt diese für mein Empfinden sehr gut um! An manchen Stellen war es sehr dramatisch, da hätte es mit Sicherheit andere Wege gegeben, die einen solchen Verlauf abgewendet hätten, aber diese Wege wollten oder konnten Quinn und Graham nicht gehen.
Dennoch muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht ganz so stark packen konnte, wie ich es mir erhofft hatte und wie ich es von anderen Büchern von Colleen Hoover gewohnt bin. Das Ende hat mir persönlich gut gefallen, war dann auch aber fast schon etwas unrealistisch und mir irgendwie too much.

Fazit:
"Was perfekt war" von Colleen Hoover ist ein guter Einzelband, der mich persönlich nicht so stark fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte.
Colleen Hoover spricht wichtige und ernste Themen an und setzt diese gut um. Allerdings waren mir manche Stellen viel zu dramatisch und mich hat es gestört, dass Quinn und Graham einfach nicht das Gespräch gesucht haben. Graham mochte ich sehr, während ich Schwierigkeiten hatte mit Quinn warm zu werden.
Ich vergebe drei Kleeblätter.

Bewertung vom 23.05.2021
Ein Fluch so ewig und kalt / Emberfall Bd.1
Kemmerer, Brigid

Ein Fluch so ewig und kalt / Emberfall Bd.1


gut

"Ein Fluch so ewig und kalt" ist der Auftakt von Brigid Kemmerers Emberfall-Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Harper und Rhen, dem Kronprinzen von Emberfall erzählt wird.

Harper ist eine mutige, willensstarke und doch sehr impulsive Heldin, die mir gut gefallen hat! Sie hat Zerebralparese und kann ihr linkes Bein nur eingeschränkt benutzen, doch kommt mit ihrem Handicap sehr gut zurecht!
Auch wenn sie geschworen hat, dass sie Rhen niemals lieben wird, kann sie nicht verhindern, dass sie sich immer stärker zu ihm hingezogen fühlt, je besser sie ihn kennenlernt.

Lord Vincent Aldrhen erscheint auf den ersten Blick sehr arrogant und überheblich, aber er hat unter der harten Schale auch einen weichen Kern, denn er ist sehr mitfühlend und hilfsbereit. Der Fluch hat ihn hart werden lassen und je länger dieser andauert, desto hoffnungsloser wird Rhen, da er immens unter den Folgen des Fluches leidet. Er wurde als Kronprinz ausgebildet, sodass aus ihm ein guter Stratege wurde, der immer einen Schritt voraus zu sein scheint, doch er kann die Liebe nicht erzwingen, sodass er bei den Versuchen, den Fluch zu brechen, schon oft gescheitert ist.
Auch Rhen mochte ich sehr gerne, da er immer einen kühlen Kopf bewahrt hat, als Harpers Temperament mit ihr durchgegangen ist. Er hat mir aber auch ein wenig leidgetan und ich habe mir sehr gewünscht, dass es ihm gelingen wird, den Fluch zu brechen.
Die Liebesgeschichte hat mir dann echt gut gefallen, weil die Gefühle sich nicht zu schnell entwickelt haben, wobei mir das angedeutete Liebesdreieck wiederum nicht ganz so gut gefallen hat.

Zu Beginn konnte mich das Buch total fesseln! Ich fand es spannend, dass Harper aus der Welt der Menschen in ihr völlig unbekanntes Königreich kommt und auch den Fluch an sich fand ich sehr interessant!
Während die Zeit im Eberfall ganz normal vergeht, scheint die Zeit auf Schloss Ironrose eingefroren. Nach jedem Versuch wacht Rhen wieder an seinem achtzehnten Geburtstag auf, mittlerweile zum 327. Mal, bis er ein Mädchen findet, das ihn aufrichtig liebt. Gelingt ihm das nicht, verwandelt er sich in ein Ungeheuer und verfällt in einen Blutrausch.
Von den ursprünglichen Bewohnern von Schloss Ironrose hat nur sein Kommandant Grey überlebt, der immer loyal an Rhens Seite steht und sein engster Vertrauter ist.

Mit der Zeit konnte das Buch mich aber leider immer weniger fesseln, obwohl es sich immer gut lesen ließ. Es waren Kleinigkeiten, die mir nicht ganz so gut gefallen haben, aber die haben sich leider summiert. Ich fand es beispielsweise doch ein wenig komisch, wie schnell sich Harper in Emberfall eingelebt hat, eine Welt, die doch ein wenig ans Mittelalter erinnert. Sie ist im modernen Washington D. C. aufgewachsen und findet sich in Emberfall fast ohne Probleme zurecht und schlüpft dann auch ohne weiteres in die Rolle von Prinzessin Harper von Disi, die sie sehr überzeugend spielt. Dann hätte ich gerne noch mehr über Emberfall erfahren, aber auch mehr über Rhens Familie und den Fluch an sich. An manchen Stellen hat mir einfach ein wenig die Tiefe gefehlt, was ich schade fand, sodass ich doch sagen muss, dass ich mir ein wenig mehr von "Ein Fluch so ewig und kalt" erhofft habe!

Fazit:
"Ein Fluch so ewig und kalt" von Brigid Kemmerer klang sehr vielversprechend, allerdings konnte mich die Geschichte von Rhen und Harper nicht ganz so stark fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich mochte Rhen und Harper sehr gerne und auch die Ideen an sich haben mir echt gut gefallen, trotzdem konnte mich die Geschichte mit der Zeit immer weniger packen, auch weil es Kleinigkeiten waren, die mich dann doch sehr gestört haben.
Für mich leider nicht das erhoffte Highlight, sodass es drei Kleeblätter gibt.

Bewertung vom 19.05.2021
Kissing Lessons / Love, Kiss & Heart Bd.1
Hoang, Helen

Kissing Lessons / Love, Kiss & Heart Bd.1


gut

Übung macht den Meister.
Dieser Ratschlag macht Stella Lane nachdenklich. Für sie fühlen sich Küsse an, als wäre sie ein Hai, dem ein Pilotfisch die Zähne sauber macht, doch würde mehr Übung dafür sorgen, dass Stella es genießen könnte?
Sie will nichts dem Zufall überlassen und bucht mit Michael Phan einen Escort, der sie unterrichten soll.
Doch schon beim ersten Treffen merken die beiden, dass sie sich stärker unter die Haut gehen als sie sollten.

"Kissing Lessons" ist der Auftakt der Kiss, Love & Heart Reihe von Helen Hoang, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Stella Lane und des zwei Jahre jüngeren Michael Larsen erzählt wird.

Als Asperger-Autistin liebt Stella Muster und Routinen. In ihrem Job als Ökonometrikerin geht sie komplett auf, nur was Konversation und den Umgang mit anderen Menschen angeht, ist sie sehr unbeholfen. Doch der Ratschlag, dass Übung den Meister machen soll, sorgt dafür, dass Stella die Hoffnung entwickelt, dass sie lernen könnte, den Körperkontakt mit Männern zu genießen, sodass sie den Escort Michael Phan bucht, der sie in Liebesdingen unterrichten soll.

Ich mochte Stella sehr gerne und fand es spannend, dass sie das Asperger-Syndrom hat, denn ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, in dem der Protagonist oder die Protagonistin Autist oder Autistin ist. Stella ist manchmal etwas verschroben, aber auch sehr liebenswert und ich fand es schön zu sehen, dass sie nicht zulässt, dass ihre Störung sie definiert, denn für Stella fühlt es sich nicht wie eine Störung an. Sie hat einfach nur einen anderen Blick auf die Welt. Sie ist eine sehr mutige und kluge Protagonistin und ich fand es schön zu sehen, wie sie in diesem Buch über sich hinausgewachsen ist!

Michael entstammt einer vietnamesischen Familie und arbeitet als Escort, um die Arztrechnungen seiner Mutter finanzieren zu können. Er ist leidenschaftlicher Designer, doch seit seine Mom krank ist, hilft er bei ihr im Laden aus, um sie zu unterstützen, aber auch um ein Auge auf sie zu haben.
Michael ist ein sehr fürsorglicher und aufmerksamer Mann, der immer für seine Familie da ist, wenn sie ihn braucht und seine Träume hinten an stellt. Stella sagt ihm nicht, dass sie Autistin ist, aber er erkennt sofort, dass er besonders behutsam mit ihr umgehen und langsam machen muss. Ich mochte Michael sehr gerne, auch weil er so großartig mit Stella umgegangen ist!

Ich fand es sehr spannend, dass Helen Hoang selbst Autistin ist und das erst erkannte, als sie begann, für ihr Buch zu recherchieren! Ich fand dann besonders die Darstellung von Stella sehr realistisch und das Thema Autismus an sich auch sehr interessant!
Zu Beginn hat mir das Buch auch richtig gut gefallen, aber zum Mittelteil hin konnte es mich dann leider nicht mehr ganz so stark packen. Ich mochte die Geschichte von Stella und Michael echt gerne, aber sie hat sich dann für mich doch nicht so stark von anderen Liebesgeschichten abgehoben, wie ich es mir nach den vielen begeisterten Stimmen, die ich im Vorfeld gesehen habe, erhofft hatte.
Dennoch mochte ich diesen Auftakt sehr und freue mich schon sehr auf die Geschichten von Michaels Cousins Khai, der wie Stella Autist ist, und Quan, der mich schon hier sehr gut gefallen hat!

Fazit:
"Kissing Lessons" von Helen Hoang ist ein guter Auftakt der Kiss, Love & Heart Trilogie!
Ich mochte Stella und Michael wirklich gerne und fand das Thema Autismus sehr spannend und großartig umgesetzt! Nur hat sich die Liebesgeschichte für mich nicht ganz so stark von anderen abgehoben, wie ich es mir nach den vielen begeisterten Stimmen erhofft hatte.
Dennoch hat es mir gut gefallen, sodass ich gute drei Kleeblätter vergebe.

Bewertung vom 16.05.2021
Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2
Dippel, Julia

Jenseits der Schwarzen Treppe / Cassardim Bd.2


ausgezeichnet

"Jenseits der Schwarzen Treppe" ist der zweite Band von Julia Dippels Cassardim-Trilogie, der aus der Ich-Perspektive von Amaia Tamee, der Goldenen Erbin Cassardims erzählt wird.

Amaia wächst langsam in ihre Rolle als Goldene Erbin hinein. Dadurch, dass sie als fürstliche Geisel im Reich der Menschen aufgewachsen ist und kaum Erinnerungen an ihre Zeit als Kind hat, muss sie noch viel lernen. Doch alle Augen sind auf sie gerichtet, sodass Amaia sich in dieser politischen Schlangengrube keinerlei Fehler leisten darf. Manchmal ist sie sehr impulsiv und handelt aus dem Bauch heraus, sodass es gut ist, dass sie mit Noár einen eiskalten Taktiker an ihrer Seite hat, der seinen Feinden oft einen Schritt voraus zu sein scheint.
Die beiden sind glücklich miteinander, doch um sich zu schützen, darf niemand erfahren, dass der Hass und die Feindseligkeit, mit den sie sich in der Öffentlichkeit begegnen, nur gespielt sind.

Am Anfang konnte mich die Geschichte noch nicht so stark fesseln, aber je mehr ich gelesen habe, desto besser hat mir dieser zweite Band gefallen! An den ersten Band kam er für mich aber leider trotzdem nicht heran.
Ich hatte nach dem Lesen das Gefühl, dass man nur wenig Neues über Cassardim und dessen Geschichte und Traditionen erfahren hat. Wir besuchen zwar den Wandernden Wald, die Schattenfeste, und Hamatar, die Hauptstadt des Trockenen Meers, aber für meinen Geschmack haben wir nur wenig über die einzelnen Orte und dessen Bewohner erfahren, was ich schade fand. Amaia ist als Goldene Erbin die zukünftige Kaiserin uns da hatte ich gehofft, dass sie sich doch ein wenig mehr für Cassardim interessieren würde, oder besser gesagt, wir mehr über ihre Nachforschungen erfahren würden.

Die Liebesgeschichte nahm viel Raum ein, was ich eigentlich nicht schlimm gefunden hätte, denn ich mag Noár und Amaia total gerne, aber mir war es dann irgendwann zu viel Hin und Her.
Ich kann verstehen, dass Amaia unsicher ist, denn jeder versucht sie zu beeinflussen und Noár hält manche Aspekte aus seiner Vergangenheit unter Verschluss, aber an einer Stelle hätte ich mir doch mehr Vertrauen von Amaia gewünscht. Ich fand es dann auch schade, dass zwei Fragen, die Lazar betreffen, in diesem Band leider keine Antwort bekommen haben, obwohl die Gelegenheit am Ende da gewesen wäre.
Spannend war es trotzdem, denn Amaia hat viele Feinde und das Chaos ruht ebenfalls nicht. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass "Jenseits der Schwarzen Treppe" leider ein typischer Mittelband war. Hier setze ich meine Hoffnung aber in das Finale!

Die Atmosphäre mochte ich dennoch wieder richtig gerne und auch die Nebencharaktere haben mir bis auf eine Ausnahme richtig gut gefallen!
Wir sehen Rhome, Pash und Drokor wieder und lernen mit Junos einen weiteren Freund und Verbündeten Noárs kennen. Auch Lazar, der im Hintergrund viele Fäden zieht, ist wieder mit von der Partie, ebenso Amaias Geschwister. Auch ihre Geisterfreundin Zoey war wieder dabei und das ist der Charakter, den ich leider so gar nicht mochte. Sie war mir viel zu flapsig und stellenweise echt nervig. Sie ist Amaias beste Freundin aus der Welt der Menschen, aber für mich hat Zoey irgendwie nicht nach Cassardim gepasst.

Fazit:
"Jenseits der Schwarzen Treppe" von Julia Dippel ist ein guter zweiter Band der Cassardim-Trilogie, der für mich nicht ganz an den Auftakt herankam.
Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr über Cassardim erfahren hätten und auch, dass die Liebesgeschichte nicht ganz so stark im Fokus gestanden hätte, denn mir war es zu viel Hin und Her mit Amaia und Noár.
Dennoch ließ sich das Buch sehr gut lesen und es war auch spannend, sodass ich vier Kleeblätter vergebe und einfach hoffe, dass mich der dritte Band wieder stärker begeistern kann!

Bewertung vom 13.05.2021
True North - Unser Traum von Für immer
Bowen, Sarina

True North - Unser Traum von Für immer


gut

"Unser Traum von Für immer" ist der sechste Band der True North Reihe von Sarina Bowen, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der achtundzwanzig Jahre alten Skylar Copeland und des zwei Jahre älteren Benito Rossi erzählt wird.

Skye ist Journalistin und lebt in New York, bis ein prekärer Vorfall in einer Livesendung dafür sorgt, dass sie zwei Wochen beurlaubt wird. Um ihrer Stiefschwester Rayanne zu helfen, kehrt Skye nach Vermont zurück, einem Ort, an den sie kaum gute Erinnerungen hat.
Ihr Stiefvater Jimmy Gage hat Skylar das Leben zur Hölle gemacht und nur die Freundschaft mit Benito Rossi hat dafür gesorgt, dass Skye auch gute Erinnerungen an ihre Zeit in Vermont hat.
Bis er ihr das Herz gebrochen hat und Skye Hals über Kopf zu ihrer Tante nach New York geflüchtet ist.
Skye ist teilweise sehr zurückhaltend und steht nur selten für sich selbst ein. Die Angst vor ihrem Stiefvater begleitet Skye auch zwölf Jahre später noch, und man merkt, dass die Zeit in Vermont sie stark geprägt hat.

Benito ist Polizist in einer Sondereinheit und ermittelt hauptsächlich im Drogengeschäft.
Er ist ein richtiger Beschützer und war Skye vor zwölf Jahren ein guter Freund, denn den hat sie damals wirklich gebraucht. Schon da hatte Ben tiefere Gefühle für Skye, doch er hat sich immer zurückgehalten. Er bemerkt im Buch selbst einmal, dass er mit achtzehn Jahren geduldiger und tugendhafter war als jetzt mit dreißig, und da hat er recht, denn mit Skye und Ben ging es doch ziemlich schnell!

Die Geschichte wird in der Gegenwart erzählt, aber es gab immer wieder Rückblenden in die Zeit von vor zwölf Jahren, wo wir miterleben dürfen, wie Jimmy Gage seine Stieftochter schikaniert, aber auch, wie stark die Freundschaft zwischen Benito und Skylar schon damals war, auch wenn beide damals schon tiefere Gefühle füreinander hatten, diese Grenze aber bis auf eine Ausnahme nie überschritten haben.
Als sie sich nun nach zwölf Jahren wieder sehen, ist es fast, als wäre keine Zeit vergangen.
Die beiden haben sich zwar nicht aktiv gesucht, aber trotzdem wiedergefunden und besonders Benito will diese zweite Chance nutzen.
Mir persönlich lief das Wiedersehen und die Annäherung der beiden ein wenig zu reibungslos ab. Eigentlich schön, dass es keine riesigen Dramen zwischen den beiden gab, aber mir ging es doch etwas zu schnell und zum Schluss fand ich, dass Skylar es Benito ein wenig zu einfach gemacht hat. Hier hätte ich mir tatsächlich mehr Drama gewünscht!

Durch Bens Job gab es auch kleine Krimielemente, die für etwas Spannung gesorgt haben, mich aber leider nicht ganz so sehr begeistern konnten. Das Buch ließ sich trotzdem sehr gut lesen und konnte mich gut unterhalten, wobei mich die Paare aus den vorherigen Büchern doch alle etwas mehr gefallen haben. Skylar und Benito mochte ich zwar auch, aber sie waren mir doch irgendwie zu unspektakulär. Ich fand es auch schade, dass wir nur wenig von Benitos Familie gesehen haben, denn besonders Zara und Alec sind mir in den vorherigen Bänden sehr ans Herz gewachsen!

Fazit:
"Unser Traum von Für immer" ist ein guter sechster Band der True North Reihe von Sarina Bowen.
Obwohl das Buch sich immer sehr gut lesen ließ, konnte mich die Geschichte von Skylar und Benito leider nicht ganz so begeistern, wie ich es mir erhofft habe. Es ging mir mit den beiden zu schnell und lief mir auch zu reibungslos ab. Da hätte ich mir tatsächlich doch etwas mehr Drama gewünscht, denn Skye hat es Ben meiner Meinung nach etwas zu einfach gemacht. Auch die Krimielemente konnten mich nicht so stark mitreißen.
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

Bewertung vom 07.05.2021
Imperator
Meyer, Kai;Surborg, Lisanne

Imperator


sehr gut

"Imperator" ist der Auftakt einer Trilogie von Kai Meyer und seiner Co-Autorin Lisanne Surborg.
Wir dürfen aus den personalen Erzählperspektiven der fast zwanzig Jahre alten Anna Savarese und des Privatdetektivs Gennaro Palladino lesen.
Hin und wieder durften wir auch in die Sichten des Fotografen Spartaco und der Contessa Silvia Amarante eintauchen.

Kai Meyer hat die Geschichte ursprünglich als Hörspiel geschrieben. Da ich keine Hörspiele höre, bin ich sehr froh, dass Lisanne Surborg aus dem Hörspiel einen echten Roman gemacht hat, denn alle Dialoge und die meisten Erzählertexte wurden übernommen und sie hat die Lücken mit Leben gefüllt.

Die Geschichte spielt in Rom zur Zeit der Swinging Sixties, was mir sehr gefallen hat, da ich die Zeit sehr spannend finde!
Anna, die mit ihren Eltern in London gewohnt hat, kommt in Rom bei ihrem Onkel Bruno unter, der als Paparazzo sein Geld verdient. Dadurch konnten wir einen Blick auf die glamouröse Seite Roms werfen, denn in den sechziger Jahren kamen viele amerikanische Schauspieler nach Rom, die in Hollywood keine Rollen mehr fanden, sodass zu dieser Zeit in Italien viele Filme gedreht wurden. Man merkt deutlich, dass Kai Meyer für dieses Thema brennt, denn der Roman ist gut recherchiert und man hat viele interessante Details erfahren!
Aber wer Kai Meyer kennt, der ahnt, dass es auch eine übernatürliche Komponente gibt und die hat mich echt überrascht! Insgesamt mochte ich den Mix des glamourösen Roms und dessen düsterer Seite echt gern, denn auch die Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen!

Ich habe mich zu Beginn mit der Geschichte echt schwer getan, weil ich doch lange gebraucht habe, um hineinzufinden. Anfangs sprang mir die Perspektive auch zu oft hin und her.
Wir lernen Anna kennen, die nach Rom kommt, um dort nach Hinweisen zu suchen, denn ihre Mutter Valeria wurde ermordet und ihr Vater Tigano dafür verhaftet. Aber da er sich an nichts erinnern kann, hat Anna Zweifel an seiner Schuld. Gerade als ich anfing, mit Anna warm zu werden, sprang man zu Gennaro Palladino, einem ehemaligen Polizisten, der nun sein Geld als Privatdetektiv verdient, der auch vor dreckigen Jobs nicht zurückschreckt. Er soll den Mord an einem eigenbrötlerischen Maler aufklären und gerät schnell zwischen zwei Fronten.

Nach gut hundert Seiten konnte mich die Geschichte aber endlich fesseln und es wurde echt spannend! Mit vielen Wendungen habe ich echt nicht gerechnet und mir hat die übernatürliche Komponente und auch die Suche nach Hinweisen sehr gut gefallen!
Doch das Ende lässt mich ein wenig unzufrieden zurück, da im ersten Band sehr viele Fragen aufgeworfen wurden, von denen die wenigsten eine Antwort bekommen haben. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man zumindest eine Antwort auf ein oder zwei wichtige Fragen bekommen hätte, denn auch dann wäre ich immer noch sehr neugierig auf den zweiten Band gewesen.
So bin ich doch etwas enttäuscht, freue mich aber trotzdem sehr auf den zweiten Band, denn das Ende des Auftakts verspricht, dass der zweite Band spannend weitergeht!

Fazit :
"Imperator" von Kai Meyer und Lisanne Surborg ist ein mitreißender Auftakt!
Zwar konnten mich der Anfang und das Ende nicht wirklich überzeugen, doch der Mittelteil war echt spannend!
Es hat leider lange gedauert, bis mich die Geschichte fesseln konnte, aber dann hat es mir auch echt gut gefallen. Nur hätte ich mir dann zum Ende hin gewünscht, dass wir auf die eine oder andere Frage schon im ersten Band eine Antwort bekommen hätten.
So vergebe ich schwache vier Kleeblätter, aber freue mich doch sehr auf die Fortsetzung!

Bewertung vom 02.05.2021
In diesem Moment / Wildflower Summer Bd.2
Moran, Kelly

In diesem Moment / Wildflower Summer Bd.2


sehr gut

Nakos und Amy sind seit über zwanzig Jahren end befreundet, doch seit Nakos Amy blutend und zerschunden, geschlagen von ihren eigenen Ehemann, in der Scheune der Wildflower Ranch fand, sieht er sie mit anderen Augen.
Amy hat sich dagegen schon immer zu dem stillen Cowboy hingezogen gefühlt, der bisher allerdings nur Augen für ihre beste Freundin Olivia hatte.
Nun ändert sich die Freundschaft zwischen ihnen und Amy weiß nicht, was die davon halten soll.

"In diesem Moment" ist der zweite Band der Wildflower Summer Dilogie von Kelly Moran, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Amy Woods und Nakos Hunt erzählt wird, die wir bereits im ersten Band als gute Freunde von Olivia Cattenach kennenlernen durften.

Der erste Band hat mir ja nicht ganz so gut gefallen, dennoch habe ich mich sehr auf den zweiten Band gefreut. Dieser hat mir dann zum Glück auch deutlich besser gefallen!

Amy ist eine sehr unsichere Protagonistin, was sie die meiste Zeit aber gekonnt versteckt. Sie hat immer einen Spruch auf den Lippen und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Sie wartet nicht auf den Ritter in weißer Rüstung, sondern hat keine großen Erwartungen an die Liebe. Seit ihr Exehemann Chris sie verprügelt hat, lebt Amy auf der Wildflower Ranch, wo sie wieder auf die Beine kommen will. Zu ihren Eltern hat sie kein gutes Verhältnis. Nakos, Olivia und Olivias Tante Mae sind ihre Familie, und auch ihr Bruder Kyle hält immer zu ihr.
Nakos ist Vorarbeiter auf der Wildflower Ranch und seit über zwanzig Jahren mit Olivia und Amy befreundet. Er ist eher still und zurückhaltend, aber auch sehr hilfsbereit und loyal.
Er hat sich bisher immer zu Olivia hingezogen gefühlt, doch seit Amy zusammengeschlagen wurde, sieht er seine älteste Freundin plötzlich mit anderen Augen, fühlt sich zu ihr hingezogen und will sie beschützen.

Nakos und Amy haben mir sehr gut gefallen! Während Amy der Entwicklung zwischen ihr und Nakos skeptisch gegenüber war, hat Nakos alles versucht, um Amy für sich zu gewinnen. Er war aufmerksam und einfühlsam, hat immer versucht, ihr ein gutes Gefühl zu geben, was auch dringend notwendig war, denn Amy hat bisher nie viel Liebe erfahren, was dafür gesorgt hat, dass sie sehr unsicher war.
Kelly Moran schneidet keine leichten Themen an, setzt diese aber gut um, wobei mir doch etwas die Tiefe gefehlt hat. Besonders bei einem Thema hätte ich mir gewünscht, dass es nicht ganz so schnell abgehandelt worden wäre und auch die Entwicklung im Epilog ging mir ein wenig zu schnell.
Dafür hat mir das Tempo der Entwicklung der Liebesgeschichte doch sehr gut gefallen! Nakos ist ein toller Kerl und ich fand es schön, wie er mit Amy umgegangen ist. Für mich ein schönes Buch für zwischendurch.

Fazit:
"Wildflower Summer - In diesem Moment" von Kelly Moran ist ein guter zweiter Band, den ich deutlich stärker fand als den Auftakt!
Ich mochte Amy und Nakos sehr gerne und fand die Liebesgeschichte echt schön! An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, da Kelly Moran ernste Themen anschneidet, die mir etwas zu schnell abgehandelt wurden.
Trotzdem hat mir dieser zweite Band gut gefallen, sodass ich schwache vier Kleeblätter vergebe!