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Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 02.03.2016
Die Tote am Lago Maggiore / Matteo Basso Bd.1
Varese, Bruno

Die Tote am Lago Maggiore / Matteo Basso Bd.1


ausgezeichnet

"Die Tote am Lago Maggiore" erscheint im Februar 2016 im KiWi-Verlag als Taschenbuch, es kostet 9,99 Euro.
Für den Autor Bruno Varese ist es der erste Kriminalroman, er wohnt in der Gegend des Lago Maggiore.

Das Cover des Buches zeigt den Blick von einer Terrasse auf den Lago Maggiore, ich würde gern selbst von dort aus auf den See schauen. Besonders gut gefallen mir auch die Innenseiten, sowohl vorn als auch hinten sind Karten von der Gegend des Lago Maggiore zu sehen. So kann sich auch ein Ortsunkundiger besser vorstellen, wo ein Großteil der Handlung stattfindet.

Zum Buch:
Matteo Basso war Polizeipsychologe in Mailand, hat den Job dort aber an den Nagel gehängt und ist in seine Heimat nach Cannobio am Lago Maggiore zurückgekehrt, um dort die Macelleria (Metzgerei) seines verstorbenen Vaters weiterzuführen. Das Fleischerhandwerk hat er schon in jungen Jahren von seinem Vater gelernt. Seine Probleme hat er allerdings mit der Herstellung schmackhafter Salsiccia, die kriegt er einfach nicht hin. Dabei unterstützt ihn Gisella Tonetti, seine Angestellte und (platonische) Freundin.
Diese wird eines Morgens tot im Wasser aufgefunden - ertrunken. Doch warum wollte sie ihren Chef mitten in der Nacht vor ihrem Tod telefonisch erreichen? Außerdem war Gisella eine ausgezeichnete, erfahrene Schwimmerin. Matteo Basso zweifelt daran, dass Gisellas Tod nur ein tragischer Unglücksfall sein soll.
Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und findet schon bald heraus, dass Gisella ein Restaurant eröffnen wollte und bereits ein Gebäude gekauft und fleißig renoviert hat. Doch woher stammen die 50 000 Euro, die Matteo in Gisellas Wohnung findet?
Matteo hält Franco Maldini, den Mann für den Gisella an ihrem letzten Abend gearbeitet hat, für verdächtig und spioniert dem Mann nach. Er wird aber beim Schnüffeln in dessen Haus erwischt und von der Polizei in Gewahrsam genommen. Außerdem erhält Matteo einen Droh-Anruf, er soll dem mysteriösen Anrufer "das geben, was er will".
Kommissarin Zanetti ist die Einzige, die nicht an einen Unglücksfall glaubt, sie und Matteo unterstützen sich gegenseitig bei Spurensuche und Ermittlungen.
Mehr von diesem Buch verrate ich nicht, um dem Buch nicht die Spannung zu nehmen.

Meine Meinung:
Das Buch ist ein eher ruhiger Krimi, in dem erfreulicherweise kein Blut fließt. Der Autor schafft es von der ersten Seite weg, den Leser ins Geschehen einzubinden, es wird bis zum Schluss auf keiner Seite langweilig. Die Charaktere sind ganz toll beschrieben, besonders die drei Alten aus der Autowerkstatt hatten es mir angetan (besonders gelacht habe ich, als sie sich um Matteos Macelleria kümmern...).
Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, es gibt viele Spuren und Verdächtige, auf den tatsächlichen Täter hätte ich nie im Leben getippt. Sehr stimmiges Buch, allein das Vorleben Matteos und die Frage warum er in seine Heimat zurückkehrt, wird nicht beantwortet. Das ist allerdings auch nicht wichtig für das Buch und bietet Raum für weitere Fälle und Geschichten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich würde auch gern eine Fortsetzung lesen.
5 Sterne und mein Tipp: LESEN !!

Bewertung vom 23.11.2015
Nightingale Way - Romantische Nächte / Edinburgh Love Stories Bd.6
Young, Samantha

Nightingale Way - Romantische Nächte / Edinburgh Love Stories Bd.6


sehr gut

"Nightingale Way - Romantische Nächte" ist der 6. Teil und gleichzeitig Abschlussband der Edinburgh-Love-Stories von Samantha Young.
Außerdem sind noch 2 ebooks in dieser Buchreihe erschienen.
Nightingale Way ist ein in sich abgeschlossenes Buch, das man lesen kann, ohne die Vorgängerbände kennen zu müssen. Allerdings muss ich sagen, dass mich die vielen Namen und Personen anfangs etwas verwirrt haben, da ich noch nicht alle Bände der Buchreihe gelesen habe.
Nightingale Way erzählt die Geschichte von Grace Farquhar und Logan MacLeod. Logan kennt man schon, wenn man Band 5 "Scotland Street" gelesen hat. Er ist der große Bruder von Shannon MacLeod und musste für 2 Jahre ins Gefängnis, da er den gewalttätigen (Ex-) Freund seiner Schwester verprügelt hat.
Nun ist Logan wieder frei und hat dank Shannons neuem Familienclan von Braden Carmichael sowohl Arbeit als auch eine Wohnung bekommen.
Im gleichen Haus neben ihm wohnt Grace, die vor 7 Jahren den Kontakt zu ihrer Familie abgebrochen hat. Sie ist freiberufliche Redakteurin und arbeitet von zuhause aus. Unfreiwillig wird sie Zeugin von Logans etwas lauterem Liebesleben mit ständig wechselnden Damen. Darüber geraten sich die beiden auch mehrfach in die Haare und finden sich von Anfang an unsympathisch.
Aber dann passiert etwas, womit Logan überhaupt nicht gerechnet hat (mehr verrate ich nicht, um nicht zu spoilern) und ausgerechnet Grace ist ihm in seiner anfangs etwas aussichtslosen Situation die größte Hilfe.

Nach sehr amüsantem Beginn des Buches mit spritzigen Dialogen zwischen Logan und Grace erfährt man immer mehr aus der Vergangenheit der beiden Protagonisten und liest sich durch Höhen und Tiefen. Aber zum Schluss wird endlich alles gut...
Grace, die mit ihrer Familie gebrochen hat und sich in Edinburgh eine kleine neue "Ersatzfamilie", bestehend aus guten Freunden, geschaffen hat.
Und Logan, der noch an seiner Gefängnis-Zeit zu knabbern hat.
Ihre Geschichte erzählt Samantha Young spannend, humorvoll, witzig und mit einem Schuss Erotik. Ich hatte das Buch ziemlich schnell durch, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Mir hat es gefallen. Wer die Bücher von Samantha Young mag, wird auch an "Nightingale Way" seine Freude haben. Freunde von Frauen- bzw. Liebesromanen werden ebenfalls auf ihre Kosten kommen, der Rest wird sowieso die Finger davon lassen.
Für diesen Roman vergebe ich 4 Sterne und wünsche jedem viel Vergnügen bei der Lektüre und beim Träumen.

Bewertung vom 23.11.2015
Morgenland
Abarbanell, Stephan

Morgenland


ausgezeichnet

"Morgenland" ist der erste Roman von Stephan Abarbanell. Er ist derzeit Kulturchef des rbb.
Das Buch ist als gebundene Ausgabe im September 2015 im Blessing Verlag erschienen, es kostet 19,99 €.

Zum Buch:
Die junge Lilya Tova Wasserfall lebt 1946 in Palästina und ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht aktiv. Sie hofft darauf, demnächst bei einem Anschlag mitwirken zu dürfen. Stattdessen erhält sie jedoch einen ganz anderen Auftrag: Sie soll unter dem Deckmantel von JOINT, einer Flüchtlingsorganisation die sich um jüdische Flüchtlinge kümmert, nach dem jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen, der in Berlin lebte. Sein Bruder, der Schriftsteller Elias Lind, der in Jerusalem lebt, nimmt an, dass sein älterer Bruder noch leben könnte und nicht, wie ihm die Briten mitteilten, im Jahr 1941 in einem Konzentrationslager ums Leben gekommen ist. Elias Lind übergibt ihr alle Hinweise, vor allem Briefe, die er hat.
Lilya denkt, dass dies ein kurzer Auftrag werden wird, sie rechnet eigentlich damit, keine neuen Spuren zu finden.
Die Reise führt sie zuerst nach London, wo sie ersten Spuren nachgeht, die sie gefunden hat. Schnell stellt sie auch fest, dass der britische Geheimdienst sie beobachtet. Von London aus geht die Reise weiter nach München, genauer gesagt ins Camp Föhrenwald bei Wolfratshausen, das unter amerikanischer Verwaltung steht. Föhrenwald ist ein Auffanglager für jüdische Überlebende des 2. Weltkriegs, die Lage ist dort aber auch alles andere als rosig, da das Lager aus allen Nähten zu platzen droht wegen der vielen Menschen. Lilya findet auch dort Hinweise auf Raphael Lind, ihre Reise führt sie dann weiter über Offenbach nach Berlin. Dort findet sie ganz entscheidende neue Hinweise und fällt fast einem Anschlag auf ihr Leben zum Opfer.
Trotz des schweren Unfalls entscheidet sich Lilya, weiterzumachen. Ihr Spürsinn und eine gute Portion Glück verhelfen Lilya zu immer neuen Hinweisen, die sie dann über Nürnberg/Fürth bis ins ehemalige KZ Bergen-Belsen führen, wo sie dann tatsächlich erfährt, was mit Raphael Lind in der Zeit der Naziherrschaft und des Krieges passiert ist.

Meine Meinung:
Stephan Abarbanell hat die Zeit nach dem 2. Weltkrieg sehr bildhaft geschildert, man konnte sich richtig gut in diese schreckliche Zeit hinein versetzen.
Ich persönlich weiß von damals sehr wenig, ich bin erst viele Jahre nach dem Krieg geboren worden. Erzählungen von Verwandten gibt es wenige, da sie alle, die den Krieg überlebt haben, nicht gern davon erzählen. Die Geschichte des Romans hat mich auf jeden Fall sehr beeindruckt, das Buch aus den Händen zu legen war schwierig.
„Morgenland“ gehört für mich zu den absoluten Lese-Highlights dieses Jahres, das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Bewertung vom 07.10.2015
Liebten wir
Blazon, Nina

Liebten wir


ausgezeichnet

Moira, genannt Mo, ist Fotografin. Sie hat ihren ganz eigenen Blick durch ihre Kamera. Mit ihrer eigenen Familie hat sie Probleme, aber sie träumt davon, in die Familie ihres Freundes Leon aufgenommen zu werden. Dieses Familientreffen geht allerdings ziemlich in die Hose, und Mo ist auf einmal auf der Flucht. Mit dabei: Leons Großmutter Aino. Die will unbedingt nach Helsinki, Finnland, in ihre alte Heimat, und dort nach ihrer Freundin Matilda aus Jugendtagen suchen, die sie auf einem Bild einer finnischen Künstlerin in deren Ausstellung erkannt hat.
Mo und Aino könnten unterschiedlicher nicht sein. Und dennoch raufen sie sich auf dieser chaotischen Reise nach Finnland zusammen und versuchen, hinter das Geheimnis der verschwundenen Freundin zu kommen. Sowohl Mo als auch Aino müssen mit der Zeit zwangsläufig immer mehr Geheimnisse aus ihren Leben preisgeben und unterstützen sich trotz aller Unterschiede gegenseitig.

Meine Meinung:
Ich bin immer noch ganz platt von diesem Buch. Eigentlich weiß ich gar nicht, wie ich es beschreiben soll, denn nie im Leben hätte ich geahnt, wohin mich die Autorin mit ihrer Geschichte schickt. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht, obwohl sie ja schon einige Jugendromane verfasst hat. "Liebten wir" ist ihr erster Erwachsenen-Roman, und der ist echt toll geworden. Liebesroman, Krimi, Weltkrieg, alles mit dabei. Die Beschreibung der Finnen ist göttlich (ich kenne zwar keine Finnen und war auch noch nie in deren Land, aber die Beschreibung deren Eigenheiten ist so bildhaft, dass ich mir das sehr gut vorstellen konnte).
Mehr zum Buch möchte ich eigentlich gar nicht mehr verraten, das soll jeder selbst lesen, der Lust auf dieses Buch bekommen hat.

Für mich ein Highlight dieses Jahres, dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Bewertung vom 10.08.2015
Holunderherzen
Janson, Brigitte

Holunderherzen


sehr gut

Die Autorin:
Brigitte Janson heißt eigentlich Brigitte Kanitz und wurde 1957 in Lübeck geboren. Viele Jahre war Hamburg ihre Wahlheimat, wo sie als Journalistin arbeitete. Heute lebt sie zusammen mit ihren Töchtern in den italienischen Marken.

Das Buch:
Anne ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Ihr Catering-Unternehmen läuft gut, nur mit der Liebe will es nicht klappen, da Anne sich immer wieder die falschen Partner aussucht. Nach dem Ende der letzten Beziehung ist Anne wieder mal am Boden zerstört und die Tränen fließen im Sturzbach-Format. Da taucht zufällig Tilly, ihre Tante, auf und Anne beschließt, eine Weile zur Tante in ihr Öko-Dorf zu flüchten.
Tilly Winkler ist eine 70-jährige Frau, die immer etwas anders war als der Rest. So ist es ihr z.B. nie gelungen, einen Mann fürs Leben zu finden. Unglücklich ist Tilly deswegen aber nicht, ihr genügt ihr Mops "Hugo" als Gesellschaft. Als der Landarzt Carsten Sörensen Tilly einen Besuch abstatten will, überfährt er fast Hugo, den Mops, der daraufhin sehr verstört ist. Und auf einmal taucht auch noch der Fischer Thies auf, der Tilly Geschenke macht...
Anne richtet sich in Tillys Öko-Dorf ein und eröffnet dort sogar ein eigenes Cafe, in dem sich alles um Holunder dreht. Sie schließt Freundschaft mit Kyra, der 17-jährigen Tochter des Landarztes Carsten, und auch Thies, der Fischer, ist ihr eine große Hilfe bei der Einrichtung des Cafes. Nur mit den Gefühlen für Carsten, den Landarzt, kommt Anne nicht so gut klar, denn Carsten hat seine Frau durch Krebs verloren und leidet noch sehr darunter. Tilly unterstützt Anne bei der Planung des Cafes und lebt weiterhin so wie sie möchte. Nur wird mit der Zeit offensichtlich, dass mit Tilly etwas nicht stimmt.

Anne und Tilly beschreibt Brigitte Janson sehr anschaulich, ich konnte sie direkt vor mir sehen. Tilly mit ihrer ganz eigenen Art hat mir jedoch besser gefallen als Anne. Ihre Schwierigkeiten mit Liebesdingen und die Träumereien vom "Ritter in goldener Rüstung" passen für meinen Geschmack nicht so recht zur Schilderung der erfolgreichen Geschäftsfrau.
Das Buch ist aber nicht nur eine Geschichte über Liebe und Freundschaft, sie verarbeitet auch ein so ernstes Thema wie Demenz/Alzheimer. Für mich persönlich eher ein Tiefschlag, da ich dieses Thema auch schon in meiner eigenen Verwandtschaft hatte und sehr daran zu knabbern hatte. Ich finde aber die Lösung, die Tilly sich ausgedacht hat, sehr gelungen für dieses Buch, so hat das Buch für mich doch ein versöhnliches Ende gefunden. Auch wenn die Realität in vielen Fällen anders ausschauen wird.

Für mich ist es ein Roman, der schöne Lesestunden mit viel Gefühl bringt und trotzdem nicht nur eine Liebesgeschichte erzählt.
Ich vergebe dafür 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 09.07.2015
Allein kann ja jeder / Villa Zucker Bd.1
Profijt, Jutta

Allein kann ja jeder / Villa Zucker Bd.1


sehr gut

Jutta Profijt ist ein kurzweiliger, amüsanter Unterhaltungsroman gelungen. Beim Lesen hatte ich ständig ein Lächeln im Gesicht. Das Buch habe ich mehr oder weniger an einem Tag gelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte und wissen wollte wie es ausgeht. Die Spannung bleibt bis zum Schluß erhalten und man ahnt überhaupt nicht, wer der Täter sein könnte. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat: Konrad Schmitt, Hans Seefeld und Mardi bleiben sehr im Dunkeln, über ihre Schicksale ist wenig bis gar nichts bekannt. Es lässt mich fast vermuten, dass es eine Fortsetzung geben könnte, wo diese Charaktere dann eine größere Rolle spielen.
Die beschriebene Handlung im Buch ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen und entspricht nicht unbedingt einem Tatsachenroman, aber es ist eine großartige Sommer-Unterhaltung.
Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

Bewertung vom 25.06.2015
Schwiegermutter all'arrabbiata
Jacobi, Brigitte

Schwiegermutter all'arrabbiata


sehr gut

Henrike Burmester ist Konditormeisterin und wohnt in Lübeck. Ihre Spezialität ist alles aus Marzipan. Dennoch hadert sie eines Tages mit dem Schicksal, als sie mehrmals vergeblich versucht, eine Marzipanbarbie für eine vorbestellte Kindergeburtstags-Torte zu fertigen. Als sie besagte Torte ausliefert, erreicht sie eine SMS ihres Freundes Dario: "Ich bin entführt worden bitte komm". Dario ist Italiener aus Kalabrien, er führt in Lübeck eine Eisdiele und ist seit 4 Jahren mit Henrike zusammen. Er selbst fährt zwar öfter heim nach Italien, Henrike hat er aber bisher noch nie mit auf seine Italien-Reise genommen.
Kurzentschlossen packt Henrike auf den Hilferuf das Auto voll, ihren neurotischen Papa dazu und düst mit ihm ab nach Kalabrien, schließlich muss Dario gerettet werden. Doch das ist alles nicht so einfach. Der neurotische Papa, ein emeritierter Literatur-Professor namens Hoimar Burmester, möchte nicht schnurstracks nach Kalabrien, er möchte in Italien auf Goethe's Spuren wandeln. So kommt es bereits auf der Fahrt zu diversen Streitereien zwischen Henrike und Hoimar und einigen Abstechern vom schnellsten Weg.
Als sie schließlich ihr Ziel in Kalabrien erreichen, werden sie von Darios italienischer Familie gar nicht freundlich empfangen. Hoimar "Omar" Burmester wird zwar von den italienischen Frauen der Familie von Bronchitis und Reinlichkeits-Neurose geheilt und darf länger bleiben, Henrike hingegen möchte die Familie Serravalle am liebsten gleich wieder unverrichteter Dinge heimschicken. Aber so leicht gibt Henrike "Enrica" nicht auf und sucht Dario auf eigene Faust.

Meine Meinung:
Schöne, leichte Urlaubslektüre, bei der man viel zu lachen hat. Der Schreibstil ist angenehm, leicht zu lesen, die Charaktere des Buches sind sehr bildhaft beschrieben, so dass man sich in sie sehr gut hineinversetzen kann und sich auch die beschriebenen Szenen sehr gut vorstellen kann. Wenn man mal am Lesen ist, mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und ist im Nu durch. Einzig der Schluss, finde ich, ist ein wenig zu kurz geraten, da passiert zu viel auf wenigen Seiten.

Ich vergeben für dieses Buch eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 25.06.2015
Der Sommer mit Kate
Kaden, Kylie

Der Sommer mit Kate


sehr gut

Fray wohnt allein mit ihrem Hund "Bear"in Brisbane, das Haus, das sie bewohnt, hat sie vor etwa einem halben Jahr gekauft und ist dabei, es zu renovieren. Das schmale unbebaute Nachbargrundstück wird zufällig an ihren ehemaligen Jugendfreund und Schulkameraden Jack verkauft. Er hat mittlerweile einen 2-jährigen Sohn und eine Freundin. Er benimmt sich aber reichlich komisch zu Fray, da er sie nicht einfach seiner Freundin Sara vorstellt, sondern erst mal verschweigt, dass er sie kennt. Ein paar Wochen nach dem Grundstückskauf steht das Fertighaus bereits, und Fray's Nachbarn ziehen ein. Sara gibt sich ziemlich zickig, und Jack macht nach wie vor ein Geheimnis daraus, dass er Fray viel besser aus seiner Jugend kennt, als er Sara erzählt hat.

Das Buch wird in zwei Zeitschienen erzählt. Zum einen in der aktuellen Zeit und dann gibt es zum zweiten Rückblenden, die meisten davon erzählen aus dem Jahr 2000, als Kate ins Leben von Jack und Fray trat. Die Rückblenden sind auch gut als solche erkennbar, da sie in einer anderen Schriftart gedruckt sind als die aktuellen Ereignisse. Kylie Kaden erzählt ihr Buch aus Sicht von Fray.
Die beiden Hauptprotagonisten waren mir von Anfang an sympathisch, der Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte hineinversetzt. Mit Kate hatte ich so meine Schwierigkeiten, sie war mir ein bisschen zu "abgedreht", aber da ich im Verlauf des Buches immer mehr über Kate erfahren habe, da habe ich sie dann auch etwas besser verstanden.

Kylie Kaden hat ein tolles Buch geschrieben, das ich nur ungern aus der Hand gelegt habe, es hat mich bis zum Schluss sehr gut unterhalten. Der Mix aus Freundschaft, Liebe, Krimi und Drama ist gut gelungen, ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen