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Benutzername: berghexe98
Wohnort: 83* Chiemgau
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 33 Bewertungen
Bewertung vom 30.06.2011
Zauber der Leidenschaft / The Immortals After Dark Bd.6
Cole, Kresley

Zauber der Leidenschaft / The Immortals After Dark Bd.6


schlecht

Eigentlich hatte mir die Reihe bisher recht gut gefallen und ich habe mir die neuen Bände immer sofort geholt und gelesen. Allerdings weiß ich nach diesem Band nicht mehr, ob ich sie noch weiter verfolgen möchte.

Am Ende des letzten Teiles wurde Rydstrom Woede von Sabine gefangen genommen. Der Faden wird am Anfang dieses Buches eigentlich nahtlos wieder aufgenommen, jedoch verzichtet die Autorin fast komplett auf eine Story.
Sabine möchte den König der Dämonen verführen und gefügig machen, denn eine Wahrsagerin hat ihr vorhergesehen, dass er ihr Schicksalsgefährte ist und somit der einzige Mann, der mit ihr Nachkommen zeugen kann. Diesen Sohn braucht sie wiederum, um ihre Macht im eroberten Reich der Dämonen zu festigen.
Ab da hat die Handlung eher pornografische Züge. Es geht darum, wer Macht über wen gewinnt, inklusive Fesseln, Quälen und Erlösen. Auf den ersten 200 Seiten wird hauptsächlich erzählt, wie Sabine den stolzen König immer wieder erniedrigt. Dementsprechend zäh hat sich das Buch gelesen und ich war mehr als einmal versucht, den Roman abzubrechen.

Der Schreibstil wurde, so kam es mir zumindest vor, in diesem Band um einiges schlechter. Eine ausgefallene Satzstellung und einen großen Wortschatz erwartet man hier, ehrlich gesagt, vergebens. Auch Spannung, die ich in einem Roman dieses Genres erwarte, wurde mir nicht geboten.

Fazit:

Leider keine gelungene Fortsetzung, für die ich nur einen Stern vergeben möchte!

4 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2011
Spionin in High Heels / Maddie Springer Bd.1
Halliday, Gemma

Spionin in High Heels / Maddie Springer Bd.1


ausgezeichnet

An diesen Roman ging ich völlig ohne Erwartungen heran. Ich suchte Unterhaltung und habe sie auf sehr humorvolle Weise bekommen.

Maddie Springer ist glücklich. Ihr Freund ist Anwalt und sie hat einen soliden Job als Kinderschuhdesignerin. Doch dann ist ihre Periode überfällig. Der Gedanke schwanger zu sein, ist ein unglaubliches Unglück für Maddie, da sie eigentlich noch Karriere machen wollte. Dann wird auch noch ihr Freund Richard verhaftet und Maddie stolpert mitten in einen Mord …
Um ihren Lebensgefährten zurückzubekommen "unterstützt" Maddie die Polizei, gerät dadurch allerdings selbst in Verdacht. Noch dazu ist der ermittelnde Inspektor Ramirez äußerst attraktiv. Das Chaos ist somit perfekt.

Maddie hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Ihr Charakter ist durchaus zielstrebig und sie weiß meistens, was sie möchte. Allerdings ist sie auch naiv und ungeschickt. Ihre Ermittlungsmethoden sind von "Law & Order" inspiriert, wenn auch erfolgreich. Und der einzige Antrieb, ihren Freund wiederzubekommen, ist die mögliche Schwangerschaft, denn Maddie traut sich nicht, den Test alleine zu machen …

Die Sprache ist sehr einfach, aber die Autorin kommt immer auf den Punkt und hat einen genialen Humor. Der Charakter Maddie hat für mich fast etwas Schizophrenes, aber bei allem Kontroversen habe ich sogar den Mörder selbst gefunden!

Schade fand ich es, dass man von den Charakteren Ramirez und Dana nur wenig erfahren hat, da sie mich den ganzen Roman begleitet haben, aber von ihnen selbst nicht viel preisgegeben wurde.

Fazit:
Der Roman ist kein rhetorisches Feuerwerk, macht jedoch sehr viel Spaß und ist äußerst kurzweilig. Hierfür gibt es von mir fünf von fünf Sternen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.04.2011
Nebelbann / October Daye Bd.2
McGuire, Seanan

Nebelbann / October Daye Bd.2


sehr gut

Da mir der erste Band schon sehr zusagte, musste ich natürlich auch den zweiten lesen. Das verträumte Cover täuscht allerdings auch bei diesem Roman ein klein wenig, denn es handelt sich wieder um einen rasanten Fantasythriller.

Nachdem man nun schon ein wenig in Octobers Welt hineinschnuppern durfte, kommt einem der Einstieg in die Geschichte schon nicht mehr so geheimnisvoll vor wie im ersten Band.
Toby gliedert sich langsam wieder in ihre alte Welt ein. Doch sie möchte nach wie vor lieber ihrer Tätigkeit als Privatdetektivin nachgehen, als sich vollständig wieder in der Feenwelt zu rehabilitieren.
Jedoch fühlt sie sich nach wie vor Sylvester verpflichtet, da sie den Auftrag seine Frau zu schützen, vor 14 Jahren nicht erfüllen konnte. Um ihre Schuld wieder zu tilgen, nimmt sie einen neuen Auftrag an: Sie soll seine Nichte January ausfindig machen.
Da Toby ein Gespür für mörderische Fälle hat, verläuft dieser auch nicht so ruhig, wie sie sich das vorgestellt hat. January ist schnell gefunden, jedoch wird October plötzlich von einem Mörder gejagt …

In diesem Band hat die Autorin schon nicht mehr so sehr übertrieben, wie im ersten. Vielleicht kam es mir aber auch nur so vor. Die Kämpfe, die sich October liefern muss, sind nach wie vor sehr brutal.

Was mir an diesem Teil der Reihe sehr gut gefiel war die Computerfirma, die nur von Elfen besetzt ist. Der Gegensatz, Computer und Mythos an sich, ist schon so groß, dass er mich oft zum Schmunzeln brachte.

Zwar gibt es auch in diesem Band am Anfang eine Hilfe, wie man die einzelnen Elfenarten in der jeweiligen Landessprache richtig ausspricht, jedoch gibt es einmal mehr kein Glossar. Mit jedem Band finde ich es allerdings immer notwendiger, da die Vielfalt der Elfenarten und Beziehungen der Charaktere immer mehr zunimmt und ich den Überblick eigentlich schon mehr oder weniger verloren habe.

Fazit:
Dieser Band erhält einmal mehr vier von fünf Sternen von mir, da er sehr verwirrend geschrieben ist. Der Mix der mythologischen Wesen aus diversen Kulturen ist für mich immer noch nicht stimmig!

Bewertung vom 05.04.2011
Winterfluch / October Daye Bd.1
McGuire, Seanan

Winterfluch / October Daye Bd.1


sehr gut

Das Buch hat mich mit seinem Cover magisch angezogen. Da ich ein riesengroßer Fantasy-Fan bin, habe ich den Roman sofort haben müssen.

Die Geschichte steigt sehr geheimnisvoll ein. October Daye wird nur kurz beschrieben, da sie gerade eine mysteriöse Person beschattet. Man erfährt gerade so, dass sie Detektivin ist, doch dann läuft die Aktion schief und October wird mit Magie in einem Teich eingesperrt.
14 Jahre später wird October durch Zufall befreit, doch ihre Familie will sie nicht mehr kennen und ihre Freunde meidet sie aus Scham über ihr Versagen. Sie muss sich in die Welt der Menschen eingliedern und einen weltlichen Job annehmen. Doch dann bekommt sie von einer alten Freundin, der Winterrose, einen Auftrag per Telefon. Kurz darauf wird die Winterrose ermordet und Toby, wie October von ihren Freunden genannt wird, muss den Mörder finden. Dabei nähert sie sich langsam wieder ihrer alten Welt an und man erfährt nach und nach mehr über Toby.

Von da ab ist die Geschichte teilweise ein echt spannender Fantasy-Thriller. Manchmal allerdings übertreibt die Autorin doch sehr. So ist Toby sehr zäh dafür, dass Wechselbälger als äußerst schwach beschrieben werden. Meiner Meinung nach wäre sie mindestens zweimal im Buch gestorben, als sie sich mit ihren Gegnern, durchweg reinblütigen Elfen, angelegt hat.

Allerdings hat mir die Idee, im Verlauf der Geschichte erst mehr über das Leben von Toby zu erfahren, sehr gut gefallen und es wurde auch sehr interessant gestaltet, dadurch, dass sie die Bande zu ihren alten Freunden erst wieder knüpfen musste.

Es gibt leider einen Stern Abzug dafür, dass ein Glossar fehlt. Das Buch wird zwar als hervorragend recherchiert beschrieben, jedoch finde ich, dass einfach nur alle Wesen der europäischen Mythologie zusammengewürfelt wurden. Ohne Glossar konnte ich die Beziehungen leider nicht immer nachvollziehen, da die Hierarchien nicht klar durchstrukturiert waren.

Fazit:
Der Charakter October Daye ist sehr interessant und spannend. Er bietet noch einiges an Potenzial. Jedoch gibt es, wie oben beschrieben, noch erhebliche Ecken und Kanten. Daher gibt es von mir vier von fünf Sternen!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2010
Waffenbrüder / Das Zeitalter der Dämonenkriege Bd.2
Salvatore, Robert A.

Waffenbrüder / Das Zeitalter der Dämonenkriege Bd.2


sehr gut

Nachdem mich der erste Teil schon sehr begeistert hatte, musste ich den zweiten Teil natürlich auch sofort lesen. Erfreulicherweise sind die verschiedenen Teile der Geschichte nicht mehr so verwirrend verstrickt. Auch wenn man der Geschichte immer noch nicht ganz einfach folgen kann.

Bransen ist nun endlich ein freier Mann und zudem noch ein gefeierter Held. Sein neuer Status gefällt ihm nicht so ganz und so möchte er in seine alte Heimat zurück, doch dort haben sich die Dinge in der Zwischenzeit sehr geändert.
Lady Gwydres Freibrief gilt zwar für seine alten Taten als Wegelagerer, aber in der Zwischenzeit hat jemand den Fürsten von Pryd ermordet und König Yeslnik hat sich dabei auf Bransen als Mörder eingeschossen. Yeslnik lässt Bransen jagen, der seine Unschuld beweisen muss. Doch das Volk hilft ihm, denn die Tyrannei unter Yeslnik wird vom Volk nicht länger geduldet.

Waren es im letzten Band noch die Priester und Mönche, die Bransen jagten, so sind es in diesem die Fürsten. Bransen hat es nicht einfach und muss seine neuen Freunde und auch seine Familie zurücklassen, denn sein Leben als Wegelagerer bringt zunehmend alle in Gefahr.

Hier geht der Krieg in eine neue Dimension. Ging es im ersten Band noch mehr um den Krieg einzelner Religionen um die Vorherrschaft in Honce, so kommen hier die Fürsten hinzu. Der ewige Krieg um die Krone von Honce lässt das Volk bluten und ein Machtwechsel verschlimmert die Situation noch.
Wenn die Fantasy als Genre nicht wäre, so könnte man die Geschichte auch auf unsere moderne Welt umdichten.

Was mir auch in diesem Band einmal mehr gefehlt hat, ist ein Glossar. Es wurde vieles aus dem ersten Buch aufgegriffen. Allerdings sind die Handlungen so verstrickt, dass man doch immer wieder nachlesen möchte, aber hierfür die entsprechende Stelle im Buch suchen muss.
Auch in diesem Teil der Serie war am Anfang eine Karte mit den Lehen von Honce, so dass man sich alles auch ein wenig geografisch vorstellen konnte!

Fazit:
Auch für diesen Band braucht man Zeit und Geduld. Für einen echten Fantasyfan würde ich es jedoch als Muss sehen. Daher bekommt das Buch von mir vier von fünf Sternen!

Bewertung vom 29.12.2010
Die Stadt der Regenfresser / Chroniken der Weltensucher Bd.1
Thiemeyer, Thomas

Die Stadt der Regenfresser / Chroniken der Weltensucher Bd.1


ausgezeichnet

Ich kannte bisher nur die Thriller des Autors, muss aber sagen, dass er das Genre Jugendbuch mindestens ebenso meisterhaft beherrscht. "Die Stadt der Regenfresser" ist ein wunderbar spannender Jugendthriller mit einer Prise Fantasy.

Der Prolog steigt sehr rasant ein. Ein Mensch wird gejagt und man weiß nicht, von wem oder was, noch wo er sich befindet. Doch er hat kein Glück, er wird erwischt und verliert sein Bewusstsein …
Die eigentliche Geschichte steigt dann Monate später ein. Fotografien werden im Dschungel gefunden, der Fotograf ist verschollen, vermutlich tot. Diese Bilder gelangen über Umwege in die Hände von Carl Friedrich von Humboldt. Er ist eine Art Sensationsjäger und Weltensucher für National Geographic, ein aufsteigendes Magazin in der modernen Welt.
Gleichzeitig mit dem Professor taucht Oskar in der Geschichte auf. Er wird auf hinterhältige Weise überlistet und gekidnappt. Zwar ist er ein kleiner Straßendieb, doch nimmt der Professor dies als Rechtfertigung, ihn in seine Dienste als Reisediener zu zwingen.
Zusammen mit der Assistentin aus Kuba und der Nichte ist das Quartett komplett und startet das Abenteuer, das ein Wettlauf gegen die Zeit und ein konkurrierendes Verlagsblatt wird, die Orte auf den Fotos zu finden.

Das Team muss sich in diesem Buch erst zusammenfinden. Missverständnisse und teilweise auch Streit sind da vorprogrammiert. Manches ist dabei tragischer dargestellt, als es eigentlich sein müsste.

Sprachlich ist dieses Buch im Gegensatz zu den Thrillern etwas einfacher und "blumiger". Für mich war es so sehr einfach zu lesen.
Es ist alles vorhanden, was Jugendlichen das Lesen interessant macht. Es geht um Abenteuer, ist spannend und die Freundschaft steht mehr und mehr im Vordergrund. Da es in diesem Roman manchmal auch sehr brutal zugeht, würde ich dieses Buch erst ab 14 Jahren empfehlen.

Fazit:
Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe und hoffe, dass diese Serie noch viele Fortsetzungen haben wird. Dieser Roman bekommt derweil von mir fünf von fünf Sternen!

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.11.2010
Todfeind / Das Zeitalter der Dämonenkriege Bd.1
Salvatore, Robert A.

Todfeind / Das Zeitalter der Dämonenkriege Bd.1


ausgezeichnet

Auf das Buch wurde ich durch das Cover aufmerksam. Der düstere Krieger, der den riesigen Zweihänder in Händen hält, versprach mir ein Fantasy-Epos. Und dies hab ich auch bekommen. Allerdings war die Handlung ziemlich verstrickt und verwirrend.

Die Geschichte beginnt mit Bransen, der durch ein großes Unglück schwer behindert ist. Er wird von allen nur verspottet und als Storch bezeichnet, da er einen sehr seltsamen Gang hat. Doch dies ist nur seine Tarnung, denn mit Magie kann er sich über befristete Zeiträume heilen und wird so zum Wegelagerer. Jedoch bringt ihm sein Ruf nur Ärger ein. Der Wegelagerer wird überlistet und muss im hohen Norden in einen Krieg eingreifen, mit dem er gar nichts zu tun haben will …
Der Gegner in diesem Krieg ist Altvater Badden. Er ist das Oberhaupt der Samhaistaner, einer alten Religion, die es nicht dulden möchte, dass sich ein neuer Orden breitmacht. Badden geht es nur darum, seine Macht zu behalten oder mehr noch zu stärken. Er geht dabei wortwörtlich über Leichen und schreckt auch nicht davor zurück, seine eigenen Leute für seine Magie zu opfern.
Die dritte Partei ist die Kirche des Heiligen Abelle. Die Kirche ist auf dem Vormarsch und nimmt dabei keine Rücksicht auf die alten Religionen oder einzelne Völker und Stämme. Mit fanatischem Eifer versuchen sie zu missionieren und werden dabei auch von allen Seiten bekämpft. Aber es gibt einen jungen Mönch, Cormack, unter ihnen, der auch offen für die anderen Völker ist. Dies darf er jedoch nicht offen zeigen, so trifft er sich heimlich mit der Schamanin Milkeila, damit sie sich gegenseitig in die Geheimnisse ihrer Magie unterweisen können.

Der Krieg der Religionen hat mich sehr an die Eroberungszüge der Christen erinnert. Altvater Badden steht für mich dabei für die „alten“ Religionen, vor allem an die Germanen hat es mich sehr erinnert. Die Abellikaner hingegen sind ähnlich strukturiert wie die frühen Christen und genauso fanatisch veranlagt.
Von der Sprache war das Buch nicht einfach zu lesen.

Was mir sehr gefehlt hat, war ein Glossar. Die Namen, Schauplätze und Religionen waren so zahlreich, dass ich immer wieder im Buch zurückgehen musste, um noch mal einige Szenen nachzulesen. Sonst hätte ich spätestens ab der Hälfte des Buches den Faden verloren.
Sehr gut gefällt mir jedoch die Karte am Anfang des Buches. Sie geht über zwei Seiten und zeigt alle Schauplätze dieses Bandes, so dass man die Reise des Wegelagerers sehr gut mitverfolgen kann.

Fazit:
Dieser Roman bekommt von mir vier von fünf Sternen, da er mit den zahlreichen politischen Verstrickungen sehr schwer zu lesen war und ich viele Szenen zweimal lesen musste, um den Überblick zu behalten.
Für dieses Buch braucht man wirklich Zeit, es ist definitiv nichts zum Schmökern zwischendurch!

Bewertung vom 05.11.2010
Die Nacht hat viele Augen / McCloud Brothers Bd.1
McKenna, Shannon

Die Nacht hat viele Augen / McCloud Brothers Bd.1


weniger gut

Auch wenn das Cover einen Liebesroman vermuten lässt, so innig wie die Frau und der Mann den Leser ansehen, so haben Titel und Klappentext eigentlich eher einen Thriller versprochen.

Leider habe ich beides nicht bekommen. Was mit Seth Mackey vielversprechend als Agententhriller angefangen hat, ging leider mit Raine Cameron schon fast als billiger Porno weiter.
Seth möchte nämlich den Tod seines Bruders Jesse rächen, der bei einer verdeckten Ermittlung gegen Viktor Lazar starb. Raine möchte ebenfalls einen Mord vergelten: den an ihrem Vater, der vor 17 Jahren von Viktors Lakaien umgebracht wurde. Eigentlich hätte sich das sehr gut ergänzen können und Viktor hätte keine Chance gehabt, aber Seth verliebt sich leider in die schüchterne Raine, die sich daraufhin von einer Jungfrau zu einem wahren Sexmonster entwickelt.
Die sprunghafte Entwicklung von Raine hat mir dabei einiges an Lesefreude genommen. Lediglich wenn es nur um Seth und seine Verbündeten, die McCloud-Brüder, ging, konnte ich das Buch genießen, denn dann hatte man einen knallharten Agententhriller vor sich.

Wer mit Voyeurismus und äußerst vulgären Ausdrücken nicht zurecht kommt, sollte von diesem Buch die Finger lassen, denn diese bestimmen leider einen Großteil der 527 Seiten und zu meinem Bedauern wurde so die Erotik komplett zunichte gemacht. Das Kopfkino wollte ich gar nicht laufen lassen und das, obwohl ich eigentlich gar nicht prüde bin.

Fazit:
Dieses Buch wandert nah an den Grenzen des guten Geschmacks und war auch etwas irreführend vom Klappentext her. Deshalb vergebe ich leider nur zwei von fünf Sternen, da die Agentenstory die derbe Sprache leider nicht wettmachen konnte.