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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Lilli15
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Danksagungen: 97 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 48 Bewertungen
Bewertung vom 25.03.2013
Totenkünstler / Detective Robert Hunter Bd.4
Carter, Chris

Totenkünstler / Detective Robert Hunter Bd.4


ausgezeichnet

Top-Thriller mit garantiertem Suchtpotential

Der Totenkünstler

Detectiv Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia jagen wieder einen Mörder. Mit jedem Mord gibt der Killer den beiden Ermittlern ein Rätsel auf.
Das erste Opfer ist der Staatsanwalt Derek Nicholson. Obwohl er bereits im Sterben liegt, wird er bestialisch zu Tode gefoltert. Aus seinen Gliedmaßen formt der Mörder eine Skulptur, die bei genauer Betrachtung ein Schattenbild an die Wand wirft. Aber er soll nicht das letzte Opfer sein. An den nächsten Tatort finden die beiden Detectivs wieder eine Skulptur. Aber so richtig kommt niemand hinter die Bedeutung der Bilder. Bis durch die Aussage einer Zeugin Hunter die Puzzleteile zusammenfügt. Und die Wahrheit ist erschreckend.

Die Faszination der Carter – Romane besteht wohl darin, das die Morde zugleich komplett abartig sind und andererseits durch unwahrscheinlich hohe Intelligenz bestechen. In keinen seiner Thriller weiß der Leser vorher schon, wer der Mörder ist, man denkt, man hat ihn entlarvt, muss dann aber zugeben, das man sich geirrt hat.
Die Mordopfer sind nie unschuldig, haben meist selbst ungeheuerliches verbrochen und sind ungeschoren davongekommen. So grausam und bizarr diese Morde auch waren, am Ende hatte ich mehr Verständnis mit dem Mörder als Mitleid mit den Opfern.
Die letzten Seiten habe ich geradezu verschlungen, das Buch an sich konnte ich sowieso nicht aus der Hand legen. Die Abschnitte sind kurz gefasst und enden fast jedes Mal mit einer Andeutung, das man das nächste Kapitel unbedingt noch lesen muss. Das zieht sich durch das gesamte Buch, also eine ungeheuer spannende Lesefreude.
Da Hunter und Garcia beide am Ende noch am Leben sind gehe ich mal davon aus, das es einen weiteren Thriller aus dieser spannenden Reihe geben wird.

Dieses Buch muss ich unbedingt an alle Leser weiterempfehlen, die gerne Thriller lesen und sich gerne überraschen lassen, die atemlose Spannung lieben und um sich herum auch mal alles vergessen können.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2013
Liebe unter Fischen
Freund, René

Liebe unter Fischen


sehr gut

Liebe unter Fischen

Fred Firneis ist ein Lyriker mit großen Erfolgen, der aber im Moment eine Schreibblockade hat, zuviel Alkohol konsumiert und die Freundin ist auf und davon. Also ein Burnout-Gebeutelter Schriftsteller ohne Licht am Horizont.
Seine Verlegerin Susanne Beckmann steckt selbst in der finanziellen Krise und verliert nun langsam aber sicher ihr einziges Zugpferd. Kurzer Hand schickt sie Fred in eine einsame Hütte in die Alpen, ohne Strom und anderen Komfort und erhofft sich für ihn und natürlich auch für sich eine Inspiration.
In der Abgeschiedenheit trifft er auf die Studentin Mara, die ihre Doktorarbeit über die Elritze, einen Schwarmfisch, schreibt. Schon bald interessiert sich Fred nicht nur wieder für die Literatur sondern auch für die Fischlein und natürlich auch für Mara. Nur hat diese irgendein Geheimnis und so schnell wie sie aufgetaucht ist, ist sie auch wieder verschwunden. Genervt fährt er zurück nach Hause nach Berlin.

Das Buch besticht mit den unterschiedlichsten Eigenschaften menschlicher Charaktereigenschaften. Es ist gut und verständlich geschrieben und es macht Spaß es zu lesen. Der schrullige Lyriker Fred steht im krassen Gegensatz zu den einfach strukturierten Förster, welcher sehr liebenswürdig und absolut zuverlässig ein paar Widrigkeiten in Freds Leben einfach wegfegt. Einige Szenen sind einfach zum totlachen. Auch die Verlegerin ist auf ihre Weise nett und liebenswert, auch wenn ihr jedes Mittel recht ist, Fred wieder zum schreiben zu bewegen. Die Romanze mit Mia ist nicht allzu intensiv beschrieben, aber das Ende doch genau so wie der Leser es sich vorstellt. Einige Dinge bleiben jedoch offen, so das jeder sich seinen Teil dazu denken mag.

Eine leichte Lektüre zum Abschalten nach einem anstrengenden Arbeitstag. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.

Bewertung vom 25.03.2013
Die Rache des Chamäleons
Edwardson, Åke

Die Rache des Chamäleons


weniger gut

Ake Edwardson – Die Rache des Chamäleons

Eins muss man ihn ja lassen, er denkt sich immer sehr gute Geschichten aus. Aber wie er sie in diesen Buch zu Papier gebracht hat, findet nicht mein Wohlgefallen.

Zum Inhalt:
Peter Matteus hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Eine Frau, zwei Mädchen und im Beruf ist er sehr erfolgreich und verdient gutes Geld.
Bis ihn seine Vergangenheit einholt.
Eines Tages erhält er einen gepolsterten Umschlag, in dem befinden sich Bilder seiner Familie, heimlich aufgenommen und ein Schlüssel zu einem Schließfach, wo er ein Handy vorfindet.
Sofort beginnt es zu klingeln. Der Anruf kommt aus Spanien, wo er früher gelebt hat.
Seine Frau erhält in der Zwischenzeit per post zwei Flugtickets nach Spanien. Sie denkt, ihr Mann hat sich eine Überraschung ausgedacht und ist glücklich.
Nicht lange nach der Landung wird seine Schuld eingefordert. Für seine Frau Rita stellt sich nun die Frage, wer eigentlich der Mann ist, den sie geheiratet hat.

Meine Meinung:
Auf nur 255 Seiten wird hier eine Story erzählt, die spannend und völlig unvorhersehbar ist. Lange Zeit weiß der Leser nicht, wohin die Geschichte ihn führen wird und das Ende ist völlig ungewiss. Dafür gibt es die Sterne.

Aber: Die Art und Weiße des Erzählstiels ist sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. So ein komisch geschriebenes Buch habe ich eigentlich noch nicht gelesen. Die Protagonisten sind mir auch alle, mit Ausnahme Peters Frau Rita, unsympathisch gewesen.

Peters Eigenart, jede Frage, die ihn gestellt wird, zu wiederholen, hat vielleicht zu Beginn einen Reiz, häuft sich aber durch das gesamte Buch und nervt ab einer gewissen Zeit total.

Auch ist nicht immer gleich erkennbar, das man sich wieder in der Zeit befindet, wo die Geschichte ihren Anfang genommen hat.
Manchmal habe ich auch ein paar Seiten zurückgeblättert, weil ich dachte, ich hätte was überlesen, was aber nicht der Fall war.
Dieses Buch zu lesen bedeutet hohe Konzentration. Zum Glück ist es nicht übermäßig in die Länge gezogen, so das man nicht unbedingt die Lust am Lesen verliert.

Ich empfehle dieses Buch nicht unbedingt weiter, man kann es lesen, verpasst aber auch nichts, wenn man es lässt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2013
Krank
Kerley, Jack

Krank


ausgezeichnet

Thriller der Extraklasse

Ich bin seit dem ersten Buch ein absoluter Fan von Jack Kerley und seinem Ermittler Carson Ryder. Schon der Grundgedanke, das ein Detectiv der Mordkommission einen psychopatischen Killer zum Bruder hat, gibt der ganzen Geschichte einen ganz anderen Blickwinkel. Diese Reihe sollte man aber mit dem ersten Buch beginnen um den Werdegang des Bruders nachvollziehen zu können.

Zum Inhalt
Eine Hypnosesitzung gerät außer Kontrolle. Im Anschluss daran kann der gewalttätige Häftling flüchten. Er verschwindet und hinterlässt absolut keine Spur. Monate später tritt Carson Ryder seinen wohlverdienten Urlaub an. Er fährt nach Kentucky, um dort seinem Hobby, der Kletterei, nachzugehen.
Er bewohnt eine abgelegene Hütte im Wald. Dort bekommt er einen Anruf, welcher ihn zu den Schauplatz eines brutalen Mordes führt.
Das soll aber nicht der letzte gewesen sein, das Morden hat gerade erst begonnen. Die Mordschauplätze werden der Polizei per Koordinaten verraten. Angesichts dieser bizarren Fälle wendet sich Ryder an seinen psychopatischen Bruder, denn kein anderer kann einen Mörder besser durchschauen als jemand, der genau so tickt. Gemeinsam mit der Vertreterin der örtlichen Polizei, Donna Cherry, kommen sie den Killer auf die Spur.

Meine Meinung:
Dieser Thriller ist einfach genial, Kerley dehnt die Handlung nicht übermäßig aus, dafür gibt es garantiert keine Längen. Carson Ryder ist ein sympathischer Ermittler, der trotz der Grausamkeiten immer noch etwas Humor übrig hat.
Da er selbst keine besonders gute Kindheit hatte, kann er sich nicht nur mit den Opfern identifizieren, sondern versteht auch die Killer. Dort wo er nicht weiter weiß, hilft ihm sein Bruder Jeremy.
Dieser hat schon ein paar Morde auf seinem Konto, aber trotzdem ist er einfach genial und es macht Spaß, seine Methoden der Analyse zu verfolgen.
Sie fangen ihre Mörder durch gut durchdachte Ermittlungsmethoden, die Forensik spielt hier überhaupt keine Rolle. Das unterscheidet diesen Triller mittlerweile von den meisten anderen und macht ihn dadurch nur noch interessanter.

Fazit:
Thriller-Fans werden begeistert sein. Wer den Autor bisher nicht kannte, sollte mit den ersten Teil der Reihe beginnen.
Garantiertes Lesevergnügen, kurzweilig und spannend. Genau so muss ein Thriller sein. Dieses Buch muss ich einfach weiterempfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2013
Verflucht seist du / Kommissar Dühnfort Bd.5
Löhnig, Inge

Verflucht seist du / Kommissar Dühnfort Bd.5


ausgezeichnet

Kleine Ursache – große Wirkung

Der erste Dühnfort-Krimi, den ich gelesen habe und mit Sicherheit nicht der Letzte.
Wie ein kleines Ereignis eine Tragödie hinter sich herzieht, welche mehrere Familien zerstört, wird hier in bester Erzählkunst den Lesern näher gebracht. Erschütternd und zugleich nachvollziehbar wird uns gezeigt, was Hass, Eifersucht ,Liebe , Kontrollsucht und Selbstüberschätzung aus einem Menschen machen kann.

Zum Buch:
Daniel, ein junger Mann, wird nachts auf einer Baustelle ermordet. Alle Indizien weißen auf einen Mord im Drogenmilieu hin. Doch alle, die Daniel kannten, können sich das nicht vorstellen, da er schon lange mit den dealen aufgehört hat.
Aus der selben Clique hat sich vor ein paar Monaten ein Mädchen das Leben genommen. Gibt es da eventuell einen Zusammenhang? Einige Spuren werden verfolgt aber so richtig überzeugt ist Kommissar Dühnfort nicht. Was hat dieser Sascha mit der ganzen Sache zu tun, der Isa in den Selbstmord getrieben hat? Aber alle schweigen nur und die Ermittler treten auf der Stelle.
Durch intensive Ermittlungsarbeit bekommen sie letztendlich den entscheidenden Hinweis, aber alles ist anders als gedacht und die Lösung des Falles lässt keinen mehr so richtig gut schlafen.

Meine Meinung:
Ein Buch, welches schnell ausgelesen ist und dich dann noch eine ganze Zeit nicht in Ruhe lässt. Ist die Thematik doch so aktuell wie typisch für unsere schnelllebige Zeit und unser transparentes Dasein.
Cyber-Mobbing und die daraus resultierenden furchtbaren Dinge die geschehen können, wenn auf der einen Seite der betreffende Mensch damit nicht mehr klarkommt und die zerstörte Familie auf der anderen Seite, die mit dem Schicksal nicht mehr fertig wird. Ich denke dieses Buch berührt jeden, lassen niemanden kalt.
Die Geschichte beginnt gleich mit einem Mord, besticht dann mit intensiver Polizeiarbeit und arbeitet sich langsam hin zur Aufklärung des Falls, welcher voller Überraschungen steckt. Bei vielen Büchern kann man sich denken wer der Killer ist, ganz anders hier. Es ist viel verstrickter als man zu Anfang glaubt und birgt andauernd neue Veränderungen.
Die privaten Einblicke in das Leben der Ermittler passt in die Story, macht alles noch ein bisschen lebendiger. Zu keiner Zeit wird dadurch die hauptsächliche Handlung dezimiert oder gar in den Hintergrund gedrängt.

Fazit:
Ein wirklich gelungener Krimi und ein bewegendes Leseerlebnis, das noch eine Weile nachwirkt. Das Buch kann ich ohne Bedenken weiterempfehlen. Es besticht durch den tollen Schreibstil der Autorin ebenso wie der Charaktere der Protagonisten.

Bewertung vom 24.03.2013
Das Schneemädchen
Ivey, Eowyn

Das Schneemädchen


ausgezeichnet

Märchen für Erwachsene


Ein wunderschönes Buch, sehr gefühlvoll und auch ein wenig traurig.

Zum Buch
Alaska 1920. Jack und Mabel verlieren ihr Baby und können keine weiteren Kinder mehr bekommen. Aus Frust und Verzweiflung wandern sie nach Alaska aus, um dort in der Abgeschiedenheit der Wildnis und der Berge ein neues Leben zu beginnen.
Als der erste Schnee fällt, überkommt die beiden eine kindliche Leichtigkeit und sie machen eine Schneeballschlacht. Anschließend bauen sie vor ihrer Hütte ein Kind aus Schnee. Am Tag darauf entdecken sie zum ersten Mal ein feenhaftes, blondes Geschöpf in Begleitung eines Fuchses. Wer ist dieses Kind und kann es denn in der rauen Natur und der Kälte überleben?
Immer öfter besucht das kleine Mädchen Mabel und Jack und verliert dabei seine Scheu.
Als der Winter zu Ende geht, verschwindet sie genau so schnell wie sie vorher aufgetaucht ist. Die Beiden trauern ihr hinterher, haben aber innerlich die Hoffnung, das sie im nächsten Winter zurückkommt.

Meine Meinung
Gerne lese ich zwischen Krimis auch andere Themen und hatte mir nun dieses melancholische Buch für lange Winterabende ausgesucht. Die Autorin besticht in ihrem Werk mit exzellenter Erzählkraft, beschreibt den Schnee und die Natur sehr ausdrucksvoll, schreibt über Einsamkeit, Hoffnung und Liebe mit Gänsehauteffekt für den Leser.
Erst einmal angefangen konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser befindet sich mitten in der rauen Landschaft Alaskas und selten wurde Schnee in so vielen Facetten beschrieben wie in diesem Buch.
Den Namen der Autorin sollte man sich wohl merken und hoffen, das sie noch weitere tolle Bücher schreibt.
Dieses Buch empfehle ich auf jeden Fall weiter.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.03.2013
Sehet die Sünder
Winterberg, Liv

Sehet die Sünder


sehr gut

Sehet die Sünder

Ein toller historischer Roman. Der Leser fühlt sich sofort in die damalige Zeit versetzt dank der guten Recherche der Autorin und des lockeren und flüssigen Schreibstils.

Zum Buch
Im Prolog wird eine junge Frau durch den Wald gejagt, ihre Häscher sind nicht weit und sie weiß, das sie nicht entkommen kann.
Sie soll nicht die erste und auch nicht die letzte sein, immer mehr Menschen aus dem kleinen Dorf Saint Mourelles verschwinden oder werden ermordet aufgefunden. Der Bauer Mathis und Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, versuchen, eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wer der Täter sein könnte. Die Spuren führen zum Schloss Troyenne. Mittlerweile hat auch der Bischof von Nantes eine geheime Untersuchung der Vorfälle angeordnet. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn er hat ein Auge auf die Ländereien des Barons geworfen. Bei der Ermittlung gerät auch Catheline in das Visier der Inquisition und somit in Lebensgefahr.

Meine Meinung
Was ich bei historischen Büchern immer gerne sehe ist zu Beginn die Personenübersicht. Es ist für den Leser nicht immer einfach, die ganzen in der Geschichte auftretenden Personen sowie die Rangordnung ( Barone, Bischof oder sonstige Ordensträger ) auseinanderzuhalten. Ebenso das Glossar, denn wer weiß schon auf Anhieb, was eine Häresie ist. Somit waren alle Unklarheiten beseitigt, man konnte während des Lesens doch mal nach hinten blättern, wenn es etwas unverständlich wurde.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten waren sympathisch, die Handlung zu jeder Zeit nachvollziehbar.
Die Morde interessierten die Obrigkeit allerdings erst, als die Spuren ins Schloss Troyenne führten. Wenn arme Bauern früher ermordet wurden kümmerte das anscheinend niemand, außer vielleicht die Angehörigen und Freunde.
Ein sehr gelungenes Buch, es vereint eine spannende Geschichte mit dem Zusammenhalt der Dorfbewohner und der Liebe zwischen dem Bauern Mathis und der Haushälterin Catheline. Sehr mutig und mit jeder Menge Courage ausgestattet, suchen sie nach dem Täter, welcher letztendlich geschnappt wird und seiner Strafe nicht entgeht. Ebenso tiefgründig wird das Leben in der damaligen Zeit geschildert. Der Leser befindet sich mittendrin und kann sich bildlich vorstellen, wie sie gelebt haben.
Ein Buch, welches ich unbedingt weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 24.03.2013
Mittsommersehnsucht
Ligensa, Elfie

Mittsommersehnsucht


weniger gut

Mittsommersehnsucht

Lange habe ich mich mit der Rezi zu diesem Buch schwergetan, ich habe es schon seit geraumer Zeit ausgelesen oder besser gesagt mich durchgekämpft.

Kurze Inhaltsangabe:
Andrea ist eine gutaussehende Ärztin aus Deutschland. Um mit ihrer großen Liebe zu leben, fährt sie nach Norwegen, bricht hinter sich alle Brücken ab und möchte sich einen Job in einem KH in Bergen suchen. Als sie ankommt, überrascht sie ihren Freund in Flagranti. Um sich abzureagieren, bucht sie eine Fahrt mit dem Postschiff nach Norden. Sie findet Ruhe und neue Freunde. Im Norden angekommen, vertritt sie einen Landarzt, der krank geworden ist. Sie verliebt sich in die Gegend und in einen , natürlich gutaussehenden, Mann, der etwas geheimnisumwittert ist.

Meine Meinung:
Soweit so gut. Ein Roman voller Klischees , manche Seite musste ich überspringen, um nicht den Roman ganz in die Ecke zu legen.
Sicherlich hat es die Autorin gut gemeint und wollte neben Liebe auch noch etwas Exotik, Spannung, Mord und Totschlag sowie Drogenhandel in die Geschichte einbringen. Das ist leider komplett danebengegangen. Ich denke mal sie wäre besser gekommen, einfach bei der betrogenen Ärztin zu bleiben und ihre Geschichte etwas auszubauen und interessanter zu gestalten. Jeder, der das Cover gelesen hat, wusste, das sie eine neue Liebe treffen würde, aber so schmalzig, das geht gar nicht. Jedenfalls bin ich der Meinung, hierbei wäre weniger mehr gewesen.
Auch die Figur der Andrea ist einfach zu perfekt. Die Männer, welche sie sich auswählt, haben dagegen viel zu viele Schwächen. Sie lassen sich von jungen Mädchen verführen und fühlen sich hinterher als Opfer. Neben so einer taffen Frau hätte es stärkere Charaktere geben müssen.
Der Stoff dieses einen Romans hätte gut für mindestens drei gereicht.
Kein Buch für meinen Geschmack und eine Leseempfehlung kann ich leider auch nicht aussprechen. Die Sterne vergebe ich für das Cover, welches wirklich sehr schön gestaltet und ansprechend ist und die schön beschriebene Landschaft.