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Benutzername: Dale_Mace
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Bewertungen

Insgesamt 2 Bewertungen
Bewertung vom 12.03.2019
Auerhaus
Bjerg, Bov

Auerhaus


sehr gut

"Auerhaus" - ein Symbol der Freiheit und des Anarchismus

Jedenfalls geht der Roman in diese Richtung. Und das ist gewiss nicht negativ zu bewerten.
Der Roman handelt, neben der Interpretation von Freiheit und Anarchie, auch von Liebe, Freundschaft & Leben - jedoch auch von Tod & Einsamkeit.

Aber eine wichtige Frage besteht: Worum geht es überhaupt in diesem Roman?
Zwar steht oben in der Beschreibung, worum es im Roman "Auerhaus" geht, aber nochmal eine kurze Zusammenfassung des Inhalts des Buches:

Es geht um 6 Jugendliche, die die Chance haben, zusammenzuziehen und gemeinsam eine WG zu gründen. Dabei dient das Auerhaus nicht nur als Ausweg vor den eigenen Problemen, sondern hat mehr den Zweck den suizidgefährdeten Frieder zu unterstützen. Neben Frieders misslungenen Suizids finden auch andere Probleme aus anderen Bereichen, wie Liebe und Schule, Platz im Auerhaus.

Das Buch ist, aus meiner Sicht, sehr realistisch bzw. authentisch geschrieben. Die Problematiken spiegeln z.T. die Probleme der Jugendlichen von heute wider.
Etwas störend bzw. verwirrend war das Vorwegnehmen von einem bereits abgeschlossenen Geschehen, was erst im Nachhinein erklärt wurde.
Ansonsten hat mir das Buch insgesamt sehr gefallen, vor allem die Übermittlung von Freiheit und Rebellion gegenüber Autoritäten (Eltern, Behörden). Ebenfalls bemerkenswert ist die vermehrte Anlehnung von Anarchie und Freiheit, die von den Mitgliedern des Auerhauses, während der Zeit der DDR, ausgeübt wurde.

Wer sich selbst ein Bild machen will, dem kann ich den Roman nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 13.01.2019
Ruhm

Ruhm


schlecht

Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" ist, verglichen mit anderen Romanen mit ähnlichem Genre, außergewöhnlich. Dazu gehören vor allem die einzelnen Protagonisten mit ihren eigenen Geschichten und Vorhaben sowie der indirekten Vernetzung aller Charaktere - was in erster Linie sehr interessant ist.
Jedoch fehlt es dem Roman größtenteils an Spannung und diese Spannung fehlt auch bei der Verfilmung des Buches. Und dies ist ein gravierender Fehler gewesen.
Zwar hat der Film nur minimale Änderungen bzw. Abweichungen zum Inhalt des Romans, aber was geändert werden könne, wäre die Spannung gewesen. Mit Visual Effects und Musik hätte man dem entgegen wirken können, aber dies war leider nicht der Fall.
Nach einer halben Stunde wusste ich schon, dass der restliche Film nicht besser werden würde, und diese Hypothese traf zu.
Fazit:
Wer ohne Spannung zurecht kommt, dem kann ich nur diesen Film empfehlen. Wer damit nicht klar kommt, sollte seine Entscheidung mit der Verfilmung nochmals gründlich überlegen.