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Benutzername: Elchi130
Wohnort: Herne
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Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 08.08.2010
Geliebter Feind / Alera Bd.1
Kluver, Cayla

Geliebter Feind / Alera Bd.1


ausgezeichnet

Alera wächst mit der großen Verantwortung auf, eines Tages Königin ihres Landes zu sein. Aus diesem Grund wird ein geeigneter Mann für sie gesucht, der die Regierungsgeschäfte übernehmen kann. Denn sie soll in einem Jahr heiraten, wenn sie 18 Jahre alt wird und danach soll ihr Mann König des Landes werden. Der Wunschkandidat ihres Vaters ist Steldor, ein selbstverliebter Frauenheld, den Alera nicht leiden kann. Doch es sieht so aus, als ob sie sich nicht gegen den Willen ihres Vaters wehren kann. Da tritt Narian in ihr Leben. Er stammt aus einer adligen Familie Hytanicas und wurde als Baby von den Feinden, den Cokyri geraubt. Nach 16 Jahren bei ihnen, flieht er und sein Erscheinen sorgt in vielerlei Hinsicht für Spannungen. Zum einen kann er sich in Hytanica nicht problemlos einfügen, zum anderen will die Herrscherin Cokyris ihn wiederhaben. Narian und Alera verlieben sich ineinander. Doch werden sie zusammen ihr Glück finden und das Land regieren können?
Geliebter Feind ist der Auftakt einer Trilogie. Und zudem das Erstlingswerk einer erst 17-jährigen Autorin.
Doch ich halte Cayla Kluver trotz ihrer jungen Jahre für sehr belesen und denke, dass sie sich besonders mit Klassikern wie z. B. Jane Austen auskennt. Zudem merkt man ihrer Erzählweise eine große Freude am Umgang mit der Sprache an. Ihr macht das Schreiben, das Formulieren von Sätzen Spaß.
Sie erzählt in einer sehr lebendigen und bunten Sprache, sodass ich beim Lesen die Bilder der Feste und Ausflüge oft vor Augen hatte – die reich gedeckten Tafeln, die aufwendig gearbeiteten Seidenkleider. Das ganze erinnerte mich immer wieder an einen Jane Austen Film, nur dass die Zeit des Buches wohl noch ein wenig weiter zurückreicht.
Gut finde ich auch, wie konsequent sie die Zeitsetzung bedacht hat. Die Frauen von Hytanica gelten mehr als hübsche Anhängsel des Mannes. So darf Alera die Regierungsgeschäfte nicht selber übernehmen und ist der Willkür ihres späteren Mannes völlig ausgeliefert. Diese Geschichte kann folglich nicht in der heutigen Zeit spielen, sondern gehört in eine Zeit, in der Frauen noch dem „Manne Untertan“ waren. Cayla Kluver hat auch ihren Sprachstil an die damalige Zeit angepasst, was ich sehr gelungen finde.
Sehr gut finde ich auch, wie Gefühle transportiert werden. Ich freue mich mit Alera, liebe mit ihr, bange mit ihr, schäme mich mit ihr, wenn sie einen Fehler begeht und fühle die Beklemmung, wenn ein Unglück geschieht. Die Figuren besitzen Tiefe. Ich bleibe als Leser nicht einfach an der Oberfläche.
Achtung! Ich hoffe, jetzt sage ich nicht zu viel: Lediglich mit dem Ende des ersten Buches hadere ich und hoffe, dass dieses nicht einen Ausblick auf den Ausgang der Trilogie vermuten lässt...

Bewertung vom 04.06.2009
Der Kruzifix-Killer / Detective Robert Hunter Bd.1
Carter, Chris

Der Kruzifix-Killer / Detective Robert Hunter Bd.1


ausgezeichnet

Chris Carter ist ausgebildeter forensischer Psychologe und hat früher für die Staatsanwaltschaft gearbeitet. Dieses Wissen setzt er in seinem ersten Thriller gekonnt ein.

Detective Hunter und sein neuer Partner Garcia werden an den Tatort eines grausamen Verbrechens gerufen. Sehr schnell wird klar, dass der Täter ein alter Bekannter von Hunter ist, denn die Leiche trägt ein auffälliges Doppelkreuz. Und eben dieses Zeichen hat der sogenannte Kruzifix-Killer benutzt. Er wurde jedoch gefasst und vor einem Jahr hingerichtet...

Der Kruzifix-Killer ist ein Buch, das man erst wieder aus der Hand legt, wenn man am Ende angekommen ist. Bereits auf den ersten Seiten hat einen die Story gepackt, denn psychologisch sehr geschickt, setzt der Thriller mit dem letzten Drittel der Geschichte ein, um dann im nächsten Kapitel fünf Wochen vorher weiter zu erzählen. Und bereits da hat einen das Buch in seinen Fängen, denn nun möchte man möglichst schnell wissen, wie Hunter in die Anfangssituation des Buches geraten ist und wie er sie meistert.

Chris Carters Schreibstil ist bereits bei seinem ersten Thriller so gut, dass sich davon selbst der eine oder andere altgediente Bestseller-Autor eine Scheibe abschneiden könnte. Gekonnt verknüpft er immer wieder Vergangenheit und Gegenwart, führt sein Ermittlerteam und uns auf Wege, Umwege und Irrwege, um den Täter zu fangen und schafft es, dabei keine Minute Langeweile aufkommen zu lassen. Weiter so!

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.04.2009
Die Totgesagten / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.4
Läckberg, Camilla

Die Totgesagten / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.4


ausgezeichnet

Camilla Läckberg hat mit Die Totgesagten ihren 4. Krimi um den Ermittler Patrik Hedström vorgelegt. Patrik Hedström bekommt eine neue Kollegin, seine Hochzeit steht bevor, die Schwester seiner zukünftigen Frau lebt mit ihren zwei Kindern bei ihnen und auch ansonsten passiert jede Menge in seinem unmittelbaren Umfeld. Dazu kommen die Ermittlungen in einem tödlichen Autounfall, der Patrik Hedström misstrauisch macht, sowie der Mord an einem jungen Mädchen, welches Teilnehmerin einer Doku-Soap ist, die gerade im Ort entsteht.

Wieder konnte ich feststellen, dass Camilla Läckberg eine außerordentliche Erzählerin ist. Sie schafft es, allen Personen ihrer Bücher eine Seele einzuhauchen. Nicht nur der Hauptstrang ist gut ausgearbeitet, sondern es gibt auch Nebenstränge, die eigene kleine Geschichten in der Geschichte darstellen. Vom Gefühl her nehmen die Entwicklungen der Hauptpersonen und ihr Privatleben einen ebenso großen Raum ein wie die Ermittlungen in den Mordfällen. Für mich ist das ein ganz großer Pluspunkt bei dieser Krimireihe. Camilla Läckberg ist sehr gut darin, den Alltag und die alltäglichen Probleme von Menschen darzustellen. Mir persönlich gefällt es, so intensiv am Leben von Patrik Hedström und Erica Falck teilzunehmen. Sie sind für mich so etwas wie lieb gewonnene Bekannte, an deren Leben ich gerne teilnehme.

Ich freue mich schon jetzt auf den 5. Hedström/Falck Krimi von Camilla Läckberg und hoffe, dass sie ihre Erzählweise beibehält.

Bewertung vom 25.03.2009
Kap der Finsternis
Smith, Roger

Kap der Finsternis


ausgezeichnet

Roger Smith ist im Filmgeschäft als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent tätig. Und das kommt seinem ersten Buch zugute, denn er hat mit Kap der Finsternis einen sehr guten Roman geschaffen.
Ein Amerikaner, der vor seiner Vergangenheit flieht, ein korrupter Cop, den seine Vergangenheit einholt, ein Exknacki, der wieder in sein vergangenes Leben eintaucht... Sie führen völlig unterschiedliche Leben und doch führt ihr Weg sie zueinander.
Es fällt mir leicht, mir Kapstadt genau so vorzustellen: Siedlungen für reiche, vornehmlich weiße Menschen, Ghettos für arme und hauptsächliche schwarze Menschen. Die Menschen sind umgeben von Gewalt, Drogenproblemen und Korruption. Ein riesiges Verwirrspiel beginnt und es stellt sich immer wieder neu die Frage, wer ist der Jäger und wer der Gejagte. Roger Smith schafft es seiner Geschichte immer wieder neue Wendungen zu geben, die spannend und glaubhaft sind und es bis zum Ende bleiben. Dabei ist das Buch nicht nur spannend, sondern zugleich hoch politisch - es regt zum Nachdenken an über Recht und Gerechtigkeit.
Fazit: Tolles Buch! Weiter so!

Bewertung vom 09.02.2009
Alle sieben Wellen
Glattauer, Daniel

Alle sieben Wellen


ausgezeichnet

Das Wort Wellen beschreibt den Inhalt des Buches perfekt!
Ich bin begeistert! Dieses Buch finde ich viel schöner als den ersten Teil. Dieses Mal haben es Emmi und Leo geschafft, sich in mein Herz zu schreiben! Die Dialogform führt dazu, dass man direkt im Buch ist. Eine geniale Idee, ein Buch als Emaildialog zu schreiben! Ich weiß, für diejenigen, die Gut gegen Nordwind kennen, ist das nicht neu - aber es ist immer noch genauso gut! Dazu kommt, dass Daniel Glattauer ein Virtuose mit Worten ist. Ich bin immer wieder vor Neid erblasst bei den tollen Einfällen und Formulierungen! Schon allein aufgrund der Sprache lohnen sich seine Bücher.
Das Wort Wellen im Buchtitel beschreibt das Auf und Ab in den Emails von Emmi und Leo sehr gut. Man bangt mit ihnen, freut sich mit ihnen, leidet mit ihnen und genießt mit ihnen... Ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann - am besten beide Teile direkt nacheinander weg lesen...

8 von 16 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.01.2009
Wohin der Fluss uns trägt
Martin, Charles

Wohin der Fluss uns trägt


ausgezeichnet

Die Magie der Liebe und die harte Realität des Schicksals.
Dieses Buch hat mich ganz tief berührt. Es hat mir den Atem genommen, mich geänstigt, es hat mich sehr froh gemacht und unbeschreiblich traurig. Charles Martin schreibt unglaublich gefühlvoll, auch in vielen Nebensätzen. Das Buch erzählt von einer großen Liebe, die bis zum Ende Bestand hat.
Doch das Buch beschreibt auch eine grausame Krankheit, die dir alles raubt - und auch das kann Charles Martin sehr gut. Das Buch ist stellenweise so hart, dass sich mir der Magen zusammenzog vor Anspannung. Die Krebsbehandlungen wirken so real, dass ich mich während des Lesens immer wieder daran erinnern musste, dass ich einen Roman lese.
Zu lang sind nach meiner Ansicht die Kunstexkursionen und auch die Beschreibungen des Flusses. Die Geschichte geht zum Teil zu sehr im Verlauf des Flusses unter.
Trotzdem hinterlässt dieses Buch einen starken Eindruck und ich kann es mir sehr gut verfilmt vorstellen - würde mich sehr freuen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.