Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: MelaKafer
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 138 Bewertungen
Bewertung vom 04.08.2020
Das große Feen-Schlamassel / Klara Katastrofee Bd.1
Sabbag, Britta

Das große Feen-Schlamassel / Klara Katastrofee Bd.1


ausgezeichnet

Klara und Oskar retten das Kornblumenfeld
Die liebenswerte Jungfee Klara wäre so gerne schon eine richtige Fee. Denn dann dürfte sie sich um ihr geliebtes Kornblumenfeld mit allen Tieren und Pflanzen schon ganz alleine und hochoffiziell kümmern. Doch mit dem Zaubern klappt das noch nicht immer so richtig. Ein Zauber geht schließlich richtig schief und die winzig kleine Fee ist plötzlich so groß wie ein Menschenkind. Aber, wie das im Leben so ist, hat alles zwei Seiten, denn nur so lernt sie den Menschenjungen Oskar kennen. Und so nimmt ein liebenswertes, aufregendes Abenteuer seinen Lauf, das ganz nebenbei Themen wie Naturschutz, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Mut aufgreift und auf eine ganz liebenswerte Weise aufbereitet, einfühlsam und ohne erhobenen Zeigefinger.
Die kindgerechten und farbenfrohen, aber nie zu bunten Illustrationen von Igor Lange machen dieses Buch zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk.
Ich hoffe, wir dürfen uns noch auf viele Abenteuer mit Klara und Oskar freuen.

Bewertung vom 25.07.2020
Ozelot und Friesennerz
Matthiessen, Susanne

Ozelot und Friesennerz


ausgezeichnet

Eine Kindheit auf Sylt und gleichzeitig ein Stück Zeitgeschichte - toll erzählt
Ich bin Susanne Matthiessen unglaublich dankbar, hat sie mir doch eine Insel und ihre "Ureinwohner" auf eine Weise näher gebracht, die mich bereichert hat. Ich kenne Sylt nur aus der Ferne und aus den Klatschspalten der Zeitungen. Und nun fühle ich mich mit den Inselbewohnern, die hier groß geworden sind, die ihre Insel dem Kommerz anheim fallen sehen, verbunden. Doch, und das sieht auch die Autorin, sind die Sylter ein Stück weit auch selbst Schuld an dieser Entwicklung, die auch ihnen ein großes Stück Wohlstand brachte. So ist Susanne Mathiessen ein Kind der bekannten Pelzherstellerdynastie Mathiessen, die ihr Geld mit den reichen unserer Republik machten und diesem Wohlstand viel unterordneten. Man hatte als sylter Kind der 70er Jahre gerade während der Saison zu funktionieren, hatte freundlich zu Kunden zu sein und ansonsten möglichst nicht aufzufallen. Ich komme selber aus einem Betrieb und weiß, was es heißt, als Kind funktionieren zu müssen. Sie erzählt aber ohne Schwermut und ohne Verbitterung und nimmt uns mit zu den schönen Erlebnissen und Besonderheiten ihrer Kindheit. Sie stellt uns ihre doch recht ungewöhnliche Familie vor - ihre Großmutter war ein echtes Unikat.
Ich hab mich sehr wohlgefühlt dabei, mit ihr Sylt ein Stück näher kennen zu lernen. Dafür danke ich Susanne Mathiessen von Herzen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.07.2020
Weißbier-Requiem / Der Sanktus muss ermitteln Bd.5
Schröfl, Andreas

Weißbier-Requiem / Der Sanktus muss ermitteln Bd.5


ausgezeichnet

Ein neuer spannender Bierkrimi um unseren bayrischen Poirot
Mittlerweile schart sich um den bayrischen Bierbrauer und Hobbyermittler, Alfred Sanktjohanser, für seine Freunde kurz "Sanctus", eine immer größer werdende Fangemeinde. Und das ganz zu Recht. Sind doch die Bierkrimis von Andreas Schröfl kultig, bayerisch, saukomisch und spannend zugleich. Ein Überraschungsei für Erwachsene quasi. Auch im neuen Krimi geht es wieder ums Bierbrauen, wobei man diesmal richtig viel über den Brauvorgang lernen kann. Hauptschauplatz ist diesmal neben München ein Wellness-Hotel in der Holledau. Der Sanctus ist mit seiner ganzen Familie und Schwester plus Schwager in spe zum Eröffnungswochenende ins Hotel eingeladen. Im Gegenzug braut der Sanctus den Eröffnungssud. Ähnlich wie bei der bayrischen Kultserie "Hubert und Staller" findet auch der Sanctus immer eine Leiche - wie kann es anders sein. Nur diesmal ist die Leiche, die er im Pool hat treiben sehen, verschwunden, ehe sie ein anderer erblickt hat. Das bringt ihm eine Menge Häme ein. Doch der Sanctus wäre nicht der Sanctus, wenn ihn das vom Ermitteln abhalten würde. Und so taucht er immer tiefer ein in die Machenschaften des Hotelbetreibers und seiner Gattin und in die Intrigen rund um die Oktoberfestwirte. Und diese Machenschaften reichen zurück ins Bosnien der 90er Jahre.....
Weißbierrequiem ist erfrischend anders, erfrischend bayerisch, ohne in Klischees zu verfallen. Für alle, die Freude an der bayerischen Mentalität und Sprache haben, ein absolutes Muss. Der Sanctus ist kultverdächtig.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.07.2020
Giesbert und der Gluckerbach
Drescher, Daniela

Giesbert und der Gluckerbach


ausgezeichnet

Dieser kleine Wicht und seine Geschichten treffen mitten ins Herz
Giesbert, der kleine Regenrinnenwicht, wurde eines Tages vom vielen Regenwasser durch's Regenrohr in die Regentonne der Familie Drescher gespült. Dort wohnt er nun und erlebt immer wieder herrliche Abenteuer, rettet ein Entenküken vorm Ertrinken, besucht einen Biber in seinem Bau, verzaubert mit seinem Flötenspiel eine Schlange oder reimt wunderschöne Gedichte, so hübsch, dass man sie am liebsten auswendig lernen und in die Welt hinaus singen möchte. Wenn er von seinen aufregenden Abenteuern nach Hause in seinen Garten kommt, erzählt er das Erlebte am liebsten seinem Freund, dem Kater Munz. Und natürlich verbringt er auch gerne Zeit bei Daniela, vor allem, wenn sie ihm zum zweiten Frühstück Streuselkuchen serviert. Der kleine Giesbert hat mein Herz sofort erobert, ist er doch ein fröhlicher, hilfsbereiter, neugieriger und mit seinem lustigem Hut aus einem Frauenmantelblatt ein richtig pfiffiger Geselle.
Daniela Drescher erzählt die Geschichten um Giesbert so natürlich, dass man ihr sofort glauben mag, dass er bei ihr zuhause ist. Dazu sind die liebevoll aquarellierten Illustrationen von einer Detailtreue, was Pflanzen und Tiere angeht, und doch auch so wunderschön verspielt, dass man sogleich in eine Zauberwelt eintauchen kann. Ein Vorlesebuch, wie ich selten ein schöneres gesehen habe. Giesbert ist mein neuer Lieblingswicht. ich hoffe, ich darf noch ganz oft mit ihm auf Abenteuerreise gehen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.06.2020
Wildpflanzen essen
Bontje, Leoniek; Noordermeer, Yvet

Wildpflanzen essen


ausgezeichnet

Die Wildpflanzenexpertin Leoniek Bontje und die Ernährungsberaterin Yvet Noordermeer haben in ihrem Buch "Wildpflanzen essen" über 50 Rezepte aus den verschiedensten Wildpflanzen zusammengetragen. Die Rezepte sind geordnet nach dem Sammelzeitpunkt der entsprechenden Wildpflanzen. So kann man sich im April und Mai auf die Suche nach Magnolien begeben und daraus leckeren Magnoliensirup herstellen - das war mir völlig neu. Das Brennnessel eine heilende Wirkung hat und man daraus auch leckere Suppe machen kann, war mir bekannt, dass man sie aber auch hervorragend grillen kann, nun wiederum ganz und gar nicht. Während ich selber schon Gerichte mit Bärlauch, Löwenzahn und Gundermann zubereitet habe, wäre ich nie auf die Idee gekommen, einen Kuchen mit Mädesüssblüten zu machen oder die Knospen des Klatschmohns als Kapernersatz zu verwenden (das kenne ich nur von Kapuzinerkresse). Die Pflanzen, die hier beschrieben werden, findet man in unseren Breiten nahezu überall in der Natur und zum Teil auch in den Gärten - wie Sanddorn, Haselnuss, Schlehe, Beinwell, um nur einige wenige zu nennen. Jede Pflanze wird kurz beschrieben mit den zu verwendbaren Teilen, der Heilwirkung und der Blütezeit.
Als Bestimmungsbuch würde ich das Buch alleine aber nicht verwenden, dafür liegt sein Schwerpunkt zu sehr auf der Verarbeitung und Zubereitung der Pflanzen. Und da es bei der ein oder anderen Pflanze doch zu Verwechslungen etwa mit Giftpflanzen kommen kann, ist ein gutes Bestimmungsbuch oder ein Mitsammler, der sich auskennt unabdingbar.
Es bietet aber eine Fülle an Rezepten, die sich leicht umsetzen lassen und dabei richtig lecker sind.
Das Buch ist sehr schön übersichtlich und ansprechend gestaltet, das Cover ist schlicht und daher absolut passend, der Einband wirkt durch seine textile Struktur sehr hochwertig. Eine runde Sache also, die sich bestens als Geschenk für Naturfreunde, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen, eignet.

Bewertung vom 07.06.2020
DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1
Jonasson, Ragnar

DUNKEL / HULDA Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Ein Wahnsinnsthriller mit einem genialen Ende
Kommissarin Hulda Hermannsdóttir steht kurz vor ihrer Pensionierung, als ihr Vorgesetzter sie mehr oder weniger von jetzt auf gleich in den vorzeitigen Ruhestand schicken will, um für einen jüngeren Kollegen Platz zu schaffen. Da Hulda nichts mehr fürchtet, als ein einsames Rentnerdasein, verweigert sie ein sofortiges Ausscheiden. Ihr Vorgesetzter will ihr aber keinen aktuellen Fall mehr übergeben und bietet ihr pro forma an, sich doch einen "Cold case" auszusuchen. Hulda weiß sofort, welcher es sein soll und verbeißt sich regelrecht in ihn. Das sie dabei an Oberflächen kratzt, die sie besser unberührt gelassen hätte, merkt sie spät, zu spät....
Ragnar Jonasson hat mit Hulda eine unglaublich komplexe Figur erschaffen, deren Lebensgeschichte und Persönlichkeit außergewöhnlich, schwierig und doch so glaubwürdig, ehrlich und absolut authentisch rüber kommt. Die Geschichte ist mitreißend, berührend und unglaublich spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und das Ende ist einfach der Wahnsinn. Nicht umsonst ist dieser Thriller als einer der besten seit 1945 ausgezeichnet worden.
Ich freue mich schon auf weitere spannende Fälle um diese ungewöhnliche Kommissarin.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.06.2020
Physik ist, wenn's knallt
Weber, Marcus; Weber, Judith

Physik ist, wenn's knallt


ausgezeichnet

Experiment, die knallen, verpackt in amüsante und kurzweilige Geschichten
Viele werden Marcus Weber aus der Sendung "Wer weiß denn sowas" kennen. Hier ist er für die spektakulären und oft lauten Experimente zuständig, die der Sendung das gewisse Etwas verleihen.
Zusammen mit seiner Frau, der Journalistin Judith Weber, stellt er in "Physik ist, wenn's knallt", leicht durchführbare Experimente vor, bei denen eines gewiss ist. Sie sind fast immer laut und spektakulär. Genau das richtige also, um wissbegierige Kinder, ob bei einer Geburtstagsparty, langweiligen Familienfeiern oder an Regetagen, bei Laune zu halten.
Jedem Experiment geht eine kurzweilige, lustige oder manchmal auch etwas peinliche Geschichte aus dem Familienleben der Familie Weber voraus. Dann folgt eine Liste der benötigten Materialien (erfreulicherweise sehr überschaubar gehalten - das meiste hat man daheim) und eine Erklärung, was hinter dem Experiment steckt. Das alles ist sehr kurzweilig und man muss als Vater oder Mutter kein Crack sein, um das mit seinen Kindern hinzubekommen.
Ein tolles Buch vom Physikanten Marcus Weber und seiner Frau, das Freude an der Physik vermittelt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.05.2020
Die unglaubliche Reise der Pflanzen
Mancuso, Stefano

Die unglaubliche Reise der Pflanzen


ausgezeichnet

Wunderschön illustriertes, hochinteressantes Sachbuch
Stefan Mancuso, seines Namens Pflanzengenetiker und -forscher, bringt uns in seinem Sachbuch „ Die unglaubliche Reise der Pflanzen“ die faszinierende Welt der Pflanzen näher, die seiner Meinung nach nicht annähernd gebührend beachtet und gewertschätzt wird.
In Erzählungen, Erfahrungsberichten und poetischen Schilderungen hat er so viel interessantes und ungewöhnliches zusammengetragen, um damit eine Lanze für die Leistung der Pflanzen zu brechen und sie gebührend zu ehren. Er zeigt, dass Pflanzen so unendlich viel mehr sind, als sesshafte, unbewegliche und stumme Geschöpfe. Im Gegenteil, sie sind kommunikativ, unglaublich widerstandsfähig, können schwimmen, fliegen, nahezu ewig überdauern, vertragen Hitze und Kälte, sind anpassungsfähig und intelligent.
Ich habe mich in dieses Sachbuch verliebt, vermittelt es doch in einem wunderschönen Schreibstil so viel Wissenswertes über die Fähigkeiten von Pflanzen, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Mit den traumhaft schönen aquarellierten Zeichnungen und der hochwertigen Aufmachung schmückt es noch dazu jedes Bücherregal. Es wird einen festen Platz bekommen und ich werde es immer wieder gerne in die Hand nehmen und in die Welt der Pflanzen eintauchen.

Bewertung vom 11.05.2020
Wie uns die Liebe fand
Stihlé, Claire

Wie uns die Liebe fand


ausgezeichnet

Eine Liebeserklärung an die Familie, die Liebe und gutes Essen
Die 92-jährige Marie-Anne Nanon, die alle nur Madame Nan nennen, blickt mit viel Humor, Selbstironie und ganz, ganz viel Liebe zurück auf ihr ereignisreiches Leben im Elsass. Sie erzählt von ihren vier Töchtern, die sie nach dem Tod ihres Mannes Bernard alleine großziehen muss, vom Glück, als ihnen Monsieur Boderschram völlig überraschend seinen Laden schenkt. Mit ihren Töchtern und zwei Schwiegersöhnen in spe macht sie aus dem heruntergekommenen Laden eine Perle in dem kleinen Örtchen Bois-de-Val, der zum Dreh- und Angelpunkt wird. Als dann die älteste Tochter Marie mit ihrem aus Algerien stammenden Freund Malou, Voodoo Liebesperlen anbietet, hält die Liebe und Leidenschaft Einzug im Ort. Nur bei ihr selbst steckt irgendwie der Wurm drin. Als ihr dann Monsieur Boderschram ein lang gehütetes schreckliches Geheimnis offenbart, wird das Leben ausgesprochen schwierig für Madame Nan. Sie verfällt in eine tiefe Depression, aus der sie nur durch die Zuneigung und Unterstützung ihrer Familie wieder herausfindet. Und, ohne Zuviel verraten zu wollen, wendet sich doch alles um Guten …. Abgerundet wird der Roman durch die deftigen und süßen Rezepte aus Madame Nans' Küche.
Wie uns die Liebe fand, ist eine wunderschön zu lesende Liebeserklärung an das Leben, die Liebe und das Elsass.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.05.2020
#Fatboysrun
Jordan, Philipp

#Fatboysrun


ausgezeichnet

Lebensdevise "Mehr"
Philipp Jordan ist eines ganz sicher nicht. Durchschnittlich. Ausreizen, an Grenzen gehen und drüber hinaus, das ist sein Lebenselexier - er liebt es extrem, schon sein Leben lang.
Dieses Buch ist ein Buch über seine Passion, das Laufen. Es ist vor allem aber auch die Geschichte seines Lebens, als Skateboarder, Künstler, Sprayer, Kiffer mit allen Höhen und Tiefen. Und dabei erzählt er offen, absolut authentisch, sich selbst ernst und doch nicht zu ernst nehmend, voller Humor und mit Leidenschaft. Ich liebe seinen Schreibstil, seine Ehrlichkeit, kein Blatt vor den Mund nehmend.
Seine Biographie ist vollgepackt mit Anekdoten, Fotos, Bildern und echt geilen Graffitis und so ist ein Gesamtkunstwerk entstanden, dass mich geflasht hat.
Eine absolut mitreißende Autobiographie.