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Benutzername: Julietta K.
Wohnort: Wien-Umgebung
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Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 16.11.2019
Küsse mit Zukunft
Schairer, Carolin

Küsse mit Zukunft


ausgezeichnet

Marlenes und Lisbeth lernen sich am Flughafen kennen und verbringen ein paar gemeinsame Stunden, in denen sie sich auch körperlich näher kommen. Marlene, die sich selbst als heterosexuell definiert, ist danach erst mal über sich selbst etwas geschockt. Gut, dass sie Lisbeth nie mehr Wiedersehen muss! - diese Annahme erweist sich als Irrtum, denn schon am nächsten Tag stehen sie sich an Marlenes neuem Arbeitsplatz gegenüber. Auch, wenn sich Marlene anfangs noch sehr dagegen wehrt - Ihre Gefühle für Lisbeth lassen sich nicht zurückdrängen. Gegen eine Beziehung spricht jedoch so einiges: Marlene wohnt in Wien, Lisbeth in Kopenhagen. Lisbeth hat einen schweren Stand in der Firma, seit sie einer Kollegin angeblich zu nahe getreten ist. Und Marlene selbst hat ihre verrückte Familie als Zusatzbelastung.
Es ist ein Roman mitten aus dem Leben, einer, der wirklich so passieren könnte. Abgesehen von der Liebesgeschichte geht es noch um andere Themen: Diskrepanzen innerhalb einer Familie, das Leben als Blinde, sexuelle Belästigung und die Arbeit in einem Pharmakonzern. Mit Marlene und Lisbeth hat Carolin Schairer sympathische Charaktere geschaffen, die einiges an Identifikationspotenzial bieten. Für lesbische Leserinnen ist der Roman sicher ein Hochgenuss. Für Leute, die „so was normal nicht lesen“, ist das Buch vielleicht nicht ganz so gut geeignet, denn natürlich kommen auch erotische Szenen vor und die Liebe steht eindeutig im Vordergrund.

Bewertung vom 16.11.2019
Meeresschwester
Schairer, Carolin

Meeresschwester


ausgezeichnet

Lisa verschwindet von einem belebten Strand auf Kreta, als sie gerade mal 4 Jahre alt ist. Die Wochen danach verbringt ihre Familie mit Bangen und Hoffen. Grosse Suchaktionen bleiben ergebnislos. Lisa bleibt verschwunden. Eva, Lisas Mutter, zerbricht beinahe an der Sorge um ihr Kind, kann nicht mehr arbeiten, holt sich sogar Zuspruch von einer Wahrsagerin. Dieter, Lisas Vater, wird zum Workaholic und macht Karriere. Lea, die ältere Schwester, zieht sich immer mehr zurück und führt das Leben einer unverstandenen Außenseiterin. 7 Jahre später taucht in Genua ein Kind auf. Der DNA-Test beweist: es ist Lisa. Sie spricht nur noch Italienisch, hält andere für ihre Eltern. Nun soll sie in ihre Ursprungsfsmilie re-integriert werden. Kann das Gelingen? - Das Buch ist ganz anders als die anderen Bücher der Autorin. Die psychologischen Aspekte stehen im Vordergrund, was den Roman teilweise auch anspruchsvoll macht. Die Charaktere sind gut dargestellt. Für mich sehr unterhaltsam und mit Tiefgang.

Bewertung vom 07.12.2015
Wir werden niemals darüber reden
Schairer, Carolin

Wir werden niemals darüber reden


ausgezeichnet

Jan und Isabella haben als Kinder Schreckliches erlebt: erst begeht die Mutter Selbstmord, dann erleben sie am Bauernhof ihrer Großeltern ein Drama, und letztendlich verfällt der eigene Vater vor Kummer dem Alkohol. Trotzdem hat es Jan geschafft, ein international angesehener Kardiologe zu werden und eine Familie aufzubauen. Isabella lebt aber immer noch in der Vergangenheit und hat viele Probleme im Alltag. Der Tod der Großmutter bringt die beiden an den Ort der erlebten Tragödie zurück. Eh schon belastend genug, aber dann legt ein Erdrutsch auch noch Kinderleichen frei! - Ein spannender Thriller, der wieder mal die wahre Stärke der Autorin offenbart: in die Charaktere ihrer Figuren einzudringen.

Bewertung vom 07.12.2015
Und auf einmal ist es Liebe
Kallmaker, Karin

Und auf einmal ist es Liebe


sehr gut

Ex-drogensüchtige Köchin verliebt sich in vergötterte Schauspielerin. Die beiden kennen sich von früher, was eine von beiden vergessen hat. Die Schauspielerin hat jetzt Familie. Für die soll die Köchin kochen, was gar nicht so leicht ist. Das hat nicht nur mit der Nahrungsmittelallergie der Tochter zu tun. Auch die Nähe zur Schauspielerin ist nicht so easy. Egal. Die Zuneigung siegt. Dauert halt einige Seiten, zum Glück. Karin Kallmaker beschert mal wieder ein Lesevergnügen mit viel Romantik. Die Plausibilität darf man halt nicht hinterfragen, daher ein Stern Abzug.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.12.2015
Vesna
Schairer, Carolin

Vesna


ausgezeichnet

Alleinerziehende Mutter einer sechsjährigen Tochter verliebt sich in unzugängliche Geschäftsfrau und kriegt von ihr die Augen geöffnet - nicht nur über ihr bisheriges Leben, sondern auch über ihre sexuelle Orientierung. Könnte aber auch als "Angestellte-verliebt-sich-in-Chefin-Geschichte" durchgehen. Jedenfalls war`s echt stellenweise witzig (das asoziale Verhalten von Vesna, die Dialoge! Köstlich!), dann auch wieder romantisch. Bitte lesen!

Bewertung vom 07.12.2015
In jener Nacht
Schairer, Carolin

In jener Nacht


ausgezeichnet

Ist alles wirklich so, wie es scheint? - Nicht in Carolin Schairers neuem Thriller IN JENER NACHT. Denn die zwei Frauen, die aus meiner Sicht die Hauptrollen spielen, verstehen sich darauf, sich in andere hinein zu versetzen und auch, sie zu manipulieren (die eine mehr, die andere vielleicht weniger). Dana ist Schauspielerin; ihre Zwillinge wurden vom damaligen Lebensgefährten ermordet. Danas Tochter Julie ist Autorin, sie will über das Familiendrama einen Thriller schreiben. Doch kaum ist dies öffentlich, häufen sich in ihrem Leben die Zwischenfälle: es wird eingebrochen, sie wird fast tot gefahren... Ein spannendes Buch, wenngleich mir auch ziemlich schnell klar war, wer lügt und wer die Wahrheit sagt. Wie alles zusammenhängt und welche Rolle die Charaktere dabei spielen, war für mich der brilliante Kick an diesem Buch.

Bewertung vom 07.12.2015
In mir ein Meer
Lewin, Claudia

In mir ein Meer


gut

Also, grundsätzlich ist das sicher ein ideales Buch für Frauen, die schon ewig in einer heterosexuellen Beziehung leben und sich dann plötzlich in eine Frau verlieben. Ich konnte mich da halt nicht so einfühlen. Zudem ist das Buch sehr kurz. Gewöhnlich sind die Bücher aus dem Ulrike-Helmer-Verlag dicker. Ich fand nicht so guten Zugang zu den Hauptpersonen und die Geschichte blieb daher für mich lückenhaft und holprig. Wenn aber eine was ähnliches erlebt hat, findet sie sich sicher in der Geschichte von Anne und Benita wieder.

Bewertung vom 07.12.2015
Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an
Mühlenbrink, Veneda

Irgendwo auf der Welt fängt mein Weg zum Himmel an


ausgezeichnet

Hui, eine Altenheim-Geschichte, habe ich zuerst gedacht - und die Finger davon gelassen. Dann habe ich sie dich irgendwann gelesen du war begeistert. Luise, die alte Dame, hat ein spannendes Leben hinter sich und berichtet der Schriftstellerin Valerie von ihrer Jugend und lesbischen Liebe. Valerie, die quasi im Dauer-Liebeskummer taumelt, nervt zwar manchmal - ist schon schwer zu kapieren, warum die Ex-Freundin nach dem Betrug das Weite sucht :-) Aber Luises Geschichte lässt dann doch über diese Charaktereigenschaft hinweg sehen. Insgesamt ein tolles Buch, das einen super Einblick in eine gar nicht so lang zurück liegende geschichtliche Epoche gibt!

Bewertung vom 07.12.2015
Verlieren - vergessen - verzeihen
Schairer, Carolin

Verlieren - vergessen - verzeihen


ausgezeichnet

Ein Buch für Liebhaberinnen der klassischen Musik. Es geht um die Geigerin Eva, ein Star auf internationalem Parkett sozusagen, die durch einen Unfall ihre Karriere nicht fortsetzen kann und somit ihren Lebensinhalt verliert. Ihre Freundin und Managerin Andrea, in die Eva heimlich verliebt ist, will sie aus ihren Depressionen reißen und schickt sie mit der störrischen Estella auf Konzertreise. Wider Erwarten entwickeln Eva und Estella tiefe Zuneigung füreinander. Denn eine große Gemeinsamkeit gibt es: sie haben beide einen dramatischen Schicksalsschlag überlebt...

Klingt jetzt voll dramatisch, ist aber eine Liebesgeschichte im echten Schairer-Stil. Nicht plump, nicht kitschig, aber ergreifend.

Bewertung vom 07.12.2015
Aprikose im Kopf
Schairer, Carolin

Aprikose im Kopf


ausgezeichnet

Eine sensible Liebesgeschichte: Journalistin verliebt sich in Au-Pair Girl der Schwester. Nebenbei erfährt man viel über Journalismus, das Leben von Auslandskorrespondenten, über Lokal-TV und schlechte Recherche, über Agenda Setting, Meinungsmache...also, wer nicht nur über Liebe lesen will, sondern auch etwas hinter die Kulissen des Journalistinnen-Daseins blicken will, ist mit dem Buch echt gut beraten!