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Benutzername: schnad
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Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 13.07.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5


sehr gut

Die Würfel sind gefallen... und das Töten geht weiter

"Die Rückkehr des Würfelmörders" ist der zweite Teil der Würfelmörder-Serie von Stefan Ahnhem und der Nachfolgeband zu "Der Würfelmörder" (dieser wurde zunächst auch unter dem Titel "10 Stunden tot" herausgebracht).
Beide Würfelmörder-Bücher gehören außerdem zu einer ganzen Reihe um Kommissar Fabian Risk und greifen zum Teil auch Geschehnisse auf, die in den Vorgängerbüchern behandelt wurden (sie können aber auch eigenständig gelesen werden).
Besonders gut gefallen mir bei der Würfelmörder-Serie die Gestaltung der Cover, welche zusammengenommen ein Gesamtbild ergeben (die abgeschnittenen Enden der Würfel von Band 1 und Band 2 gehen zusammengelegt ineinander über, ein schönes Detail).
Da "Die Rückkehr des Würfelmörders" auf Band 1 aufbaut und beim Ende des ersten Teils anfängt, ist es meiner Meinung nach zwingend notwendig beide Bücher zusammen zu lesen - nur dann ergibt die Geschichte ein Gesamtbild.
Die Würfelmörder-Serie beinhaltet verschiedene, zum Teil komplexe, Handlungsstränge, die teilweise voneinander unabhängig sind, am Ende aber doch zusammenhängen. Das war schon in Band 1 so und geht in Band 2 genauso weiter. Die einzelnen Kapitel spiegeln manchmal die Sicht des Mörders, manchmal die der jeweiligen Ermittler oder anderer Personen (wie z.B. eines Opfers) wieder. Langeweile kommt hier bestimmt nicht auf!
Die verschiedenen Morde sind alle sehr unterschiedlich, scheinbar ohne gemeinsamen Nenner, was es den Kriminalinspektoren (die Geschichte spielt in Schweden, teilweise auch in Dänemark) besonders schwer macht, zu erkennen, dass sie zusammen gehören. Das Buch lebt, neben der Jagd auf den bzw. die Mörder, auch von den vielen privaten Problemen und Verstrickungen der Hauptfiguren - und da gibt es eine Menge...

In "Die Rückkehr des Würfelmörders" löst sich die Haupthandlung am Ende schließlich auf, es bleibt aber noch genug Stoff übrig, damit die Reihe um Kommissar Fabian Risk weitergehen kann. Es wird also bestimmt noch mindestens ein weiteres Buch mit dem sympathischen Ermittler geben.

Mein Fazit zur Würfelmörder-Serie: Insgesamt zwei sehr spannende, gut zu lesende Bücher mit einer interessanten Geschichte (die zusammengenommen eine abgeschlossene Einheit ergibt) und teilweise sehr drastischen, verstörenden und zum Teil auch blutigen Darstellungen. Für meinen Geschmack wurden, neben der wirklich guten Haupthandlung, etwas zu viele Nebenschauplätze behandelt, aber im Großen und Ganzen hat mir das Lesen beider Bücher sehr viel Spaß gemacht!

Bewertung vom 24.06.2020
Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4
Ahnhem, Stefan

Der Würfelmörder / Fabian Risk Bd.4


sehr gut

Die Würfel sind gefallen... und das Töten beginnt

Zu Beginn sei gesagt, dass "Der Würfelmörder" im Jahr 2019 schon unter dem Titel "10 Stunden tot" erschienen ist und nun unter dem neuen Titel noch einmal neu aufgelegt wurde. Thematisch passt er nun perfekt zum Nachfolgeband "Die Rückkehr des Würfelmörders", der sozusagen Teil 2 der Würfelmörder-Serie darstellt. Besonders gut gefällt mir in diesem Zusammenhang auch die Gestaltung des Covers, das zusammen mit Band 2 ein Gesamtbild ergibt (die abgeschnittenen Enden der Würfel gehen zusammengelegt ineinander über, ein schönes Detail).
Beide Würfelmörder-Bücher gehören außerdem zu einer ganzen Reihe um Kommissar Fabian Risk und greifen zum Teil auch Geschehnisse auf, die in den Vorgängerbüchern behandelt wurden.

So werden dem Leser in den ersten paar Kapiteln des Würfelmördes auch direkt ziemlich viele Personen präsentiert, die (wenn man die vorangegangenen Bücher nicht kennt) erst einmal zugeordnet werden müssen. Was mir sehr gut gefällt: Schon im Prolog wird Spannung aufgebaut und diese kann tatsächlich auch das ganze Buch über gehalten werden, was dazu führt, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Der Würfelmörder beinhaltet verschiedene, zum Teil komplexe, Handlungsstränge, die teilweise voneinander unabhängig sind, am Ende aber doch zusammenhängen. Die einzelnen Kapitel spiegeln manchmal die Sicht des Mörders, manchmal die der jeweiligen Ermittler oder anderer Personen (wie z.B. eines Opfers) wieder. Langeweile kommt hier bestimmt nicht auf!

Die verschiedenen Morde sind alle sehr unterschiedlich, scheinbar ohne gemeinsamen Nenner, was es den Kriminalinspektoren (die Geschichte spielt in Schweden, teilweise auch in Dänemark) besonders schwer macht, zu erkennen, dass sie zusammen gehören. Das Buch lebt, neben der Jagd auf den bzw. die Mörder, auch von den vielen privaten Problemen und Verstrickungen der Hauptfiguren - und da gibt es eine Menge...

Der Autor beleuchtet in diesem Buch außerdem eine Menge verschiedener (auch gesellschaftspolitischer) Themen: von Fremdenfeindlichkeit/Rassismus über Alkoholismus, toxische Beziehungen und Pädophilie bis hin zum korrupten Polizisten (der vielleicht, vielleicht aber auch nicht, zum Mörder wurde), ist alles dabei. Hier fand ich es fast schon ein wenig zu viel des Guten, da ich das Gefühl hatte, dass Stefan Ahnhem so viele unterschiedliche Themen wie nur möglich versucht hat, in einem Buch unterzubringen.

Das Ende des Würfelmörders in diesem Buch ist dann eigentlich auch kein Ende, denn es bleibt offen. Zum Glück hatte ich schon den Nachfolgeband "Die Rückkehr des Würfelmörders" da und konnte direkt weiterlesen, ansonsten wäre ich wahrscheinlich erst einmal enttäuscht gewesen.
Der Würfelmörder kann meiner Meinung nach also nicht alleine, sondern sollte zwingend mit Band 2 zusammen gelesen werden, denn erst in diesem wird die Haupthandlung aufgelöst.

Insgesamt ein sehr spannendes, gut zu lesendes Buch mit einer interessanten Geschichte und teilweise sehr drastischen, verstörenden und zum Teil auch blutigen Darstellungen, dass meiner Meinung nach aber etwas zu viele Nebenschauplätze behandelt und (nur) in Verbindung mit dem Nachfolgeband eine abgeschlossene Einheit ergibt.

Bewertung vom 23.06.2020
Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1
Henning, Greta

Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1


sehr gut

Debut für Minke van Hoorn: Kurzweiliger Krimi im Cozy Crime Stil

Der erste Fall für Kommissarin Minke van Hoorn und wohl der Beginn einer Reihe rund um die sympathisch-friesische Ermittlerin. Gerade erst zurück in der Heimat, bekommt es Minke direkt am ersten Arbeitstag mit einem Mordfall zu tun.

Die Knochen eines vor mehr als 30 Jahren verschwundenen Mannes werden auf der kleinen Hallig Nekpen freigespült und setzen eine Ermittlung in Gang, in deren Verlauf nicht nur ein Zeuge entführt wird, sondern auch lang gehegte Familien-Geheimnisse ans Licht kommen. Und wäre die Aufarbeitung eines lange zurückliegenden Mordes nicht schon anstrengend genug, wird Minke die Arbeit auch noch von ihrem Kollegen erschwert, der kurz vor der Pension, nur noch seine Abschiedsparty im Kopf hat.

Die Autorin, die unter dem Pseudonym Greta Henning schreibt, hat einen launisch-kurzweiligen Nordsee-Krimi geschrieben, der den Leser in die Welt der friesischen Halligen entführt und das Leben an und vor der Nordseeküste, mitsamt Wattenmeer, Ebbe und Flut, wunderbar in die Geschichte einbettet. Ich konnte mich sehr gut in die nordische Umgebung hineinversetzen und fand diese wirklich toll und detailreich beschrieben (man bekommt direkt Lust darauf, nach Nordfriesland zu reisen und sich die Steilküsten und Halligen anzusehen).

Wer blutige, im Detail beschriebene Mordszenen, psychopatische (Serien-)Killer und steile Spannungskurven erwartet, für den ist dieser Krimi eher nichts - er punktet mit einer sympathischen Hauptfigur, tollen Naturszenen und Nordsee-Feeling. Er ist leicht und schnell zu lesen und lockt hier und da auch ein Schmunzeln hervor - eben ein Wohlfühl-Krimi in Cosy Crime Manier.

Bewertung vom 14.05.2020
Go your own way!
Groundwater, Ben

Go your own way!


sehr gut

Mit Go Your Own Way hat Ben Groundwater einen einen interessanten Travelguide herausgebracht, der schon beim Lesen und Betrachten der zahlreichen Bilder unheimliche Reiselust weckt - zumindest bei mir :)

Zwischen allerhand nützlichen Tipps und Tricks für Alleinreisende (von der Planung der Reise, über Sicherheitsvorkehrungen und Tipps zum Geldsparen, bis hin zum Knüpfen von Kontakten und den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Fortbewegungsmittel), finden sich immer wieder humorvolle und interessante persönliche Erfahrungen und Reiseerlebnisse des Autors.

Zudem stellt Ben Groundwater 10 Städte und 5 spezielle Reiserouten näher vor, die optimal für Solo-Reisen geeignet sind - und einige Orte, die er eher weniger empfehlen würde.

Ben Groundwater möchte dem Leser mit diesem Buch die Angst vor dem Alleinreisen nehmen und hat immer wieder den ein oder anderen motivierenden Spruch á la "Du schafftst das - du kannst alles" parat.

Was ich mir neben den großen bekannten Städten noch gewünscht hätte, wär der ein oder andere wirkliche "Geheinmtipp", der evtl auch nicht so überlaufen ist, sowie die ein oder andere Karte, um den jeweiligen Ort geographisch einzuordnen.

Alles in allem ein schöner Ratgeber, der absolut Lust auf's Reisen macht und vor allem denjenigen, die noch nie alleine los gezogen sind, die Angst vor der Solo-Reise nimmt.

Bewertung vom 07.03.2020
Wolves - Die Jagd beginnt / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.3
Cole, Daniel

Wolves - Die Jagd beginnt / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.3


sehr gut

Wenn die Vergangenheit dich einholt...
Nachdem ich die Leseprobe von "Wolves - Die Jagd beginnt" gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch, da das Thema wirklich interessant klang: der scheinbare Selbstmord seines Ziehvaters Finlay (ehemaliger Detective Sergeant), ruft den früheren Detective William >Wolf< Fawkes auf den Plan, welcher nach seinem letzten Fall für einige Zeit untergetaucht war.
Finlay wurde tot in einem von innen verschlossenen Raum gefunden, sowohl Fenster als auch Türen waren verriegelt.
Doch Wolf ist sich sicher: das war kein Selbstmord! Und tatsächlich verdichten sich im Laufe der Handlung die Anzeichen darauf, dass der Fall nicht ganz so klar ist, wie er zunächst scheint, denn auch ein großes Ereignis von vor 40 Jahren scheint eine zentrale Rolle zu spielen...

"Wolves" ist der dritte Teil einer Reihe um Detective William Oliver Layton-Fawkes und für mich das erste Buch von Daniel Cole. Und genau das ist einer der Knackpunkte, die mich davon abhalten, den Thriller höher zu bewerten: die Handlung baut auf die Vorgeschichte auf und der Autor setzt wohl voraus, dass diese gelesen wurde. Ich hätte mir an einigen Stellen gewünscht, dass die Zusammenhänge etwas ausführlicher erklärt worden wären.

Das Spiel mit verschiedenen Zeitsprüngen hat mir wiederum sehr gut gefallen (die Handlung spielt im Jahr 2016, greift aber immer wieder auf Ereignisse in den Jahren 1979 und 2010 zurück, die Auswirkungen auf die Gegenwart haben). Geschickt in einander verwoben, erlauben uns die Zeitsprünge einen immer tieferen Einblick in die Geschichte, die letztendlich zu Finlays Tod führte.

Der Schluss des Buches hat sich meiner Meinung nach leider etwas gezogen, denn der Mörder Finlays stand quasi schon 200 Seiten vor dem Ende fest und nahm die Spannung damit etwas heraus. Daniel Cole konnte dies zwar etwas abmildern, indem er zum Teil unerwartete Wendungen in die Handlung einbaute, vom Hocker gehauen hat mich das Ende allerdings trotzdem nicht.

Alles in allem ist "Wolves - Die Jagd beginnt" ein kurzweiliger und durchaus auch spannender Thriller, der meine Erwartungen aber leider nicht ganz erfüllt hat.

Bewertung vom 11.12.2019
Ein OM für alle Fälle
BamBu

Ein OM für alle Fälle


ausgezeichnet

"Ein OM für alle Fälle" ist das Buch zur Meditations-App BamBu und begleitet den Leser in sieben Kapiteln auf seinem Weg hin zu seiner eigenen Meditationspraxis.

Das kleine, kompakte Büchlein ist humorvoll und farbenfroh illustriert und macht schon beim ersten Anschauen einfach Spaß. Es kommt ohne weitschweifende Erklärungen und viel Theorie aus und führt uns stattdessen in Bildern und kompakten Anleitungen bzw. Übungen in die Meditation ein. Vom Körper über die Atmung, die Sinne, Gefühle und Gedanken, bis hin zum Willen und der Öffnung werden auf knapp über 220 Seiten verschiedene Themenfelder behandelt, die eine achtsame Meditation ausmachen.

Die kleinen Übungen sind einfach und unkompliziert durchführbar und immer verknüpft mit einem bestimmten Begriff, der kurz erklärt und uns als Bild dargestellt wird.

"Ein OM für alle Fälle" hat mir sehr gut gefallen und obwohl ich schon seit einiger Zeit meditiere habe ich ein paar schöne neue Anregungen erhalten. Ich empfehle es vor allem an diejenigen weiter, die Interesse daran haben, mit dem Meditieren zu beginnen und dafür nicht erst seitenweise Theorie lesen möchten. Gerade für diejenigen unter euch, die gerne mit Bildern lernen, eine gute Vorstellungskraft besitzen und zwischendurch vielleicht auch mal schmunzeln möchten, ist das Buch perfekt. :)

Bewertung vom 27.09.2019
Rapunzel / Grall und Wyler Bd.2
Schütz, Lars

Rapunzel / Grall und Wyler Bd.2


sehr gut

Ein "Märchen" der etwas anderen Art

"Rapunzel, mein" ist der zweite Band um die Fallanalytiker Jan Grall und Rabea Wyler und das erste Buch, dass ich persönlich von Lars Schütz gelesen habe. Der Thriller ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und kann daher problemlos auch dann gelesen werden, wenn man den ersten Band "Der Alphabetmörder" nicht kennt (zum Teil wird jedoch Bezug auf die Ereignisse des Vorgänger-Buches genommen).
Der Thriller "Rapunzel, mein" nimmt, wie es der Name schon vermuten lässt, Bezug zum bekannten Märchen "Rapunzel" der Gebrüder Grimm. Anders als im Märchen wird die "Rapunzel" in diesem Thriller jedoch nicht vom Königssohn gerettet, sondern ohne Hände und mit ihren eigenen langen Haaren erdrosselt auf der Bühne eines Theaters gefunden.

Rabea Wyler, deren Schwester als kleines Mädchen vor vielen Jahren verschwunden ist, erinnert der Rapunzel-Fall an ein Ereignis von damals und ist überzeugt, dass der Mord etwas mit dem Verschwinden ihrer Schwester zu tun hat. Mit Hilfe ihres ehemaligen Kollegen Jan Grall macht sie sich auf die Suche nach weiteren Hinweisen und wird immer tiefer in die Verwicklungen und Abgründe hineingezogen, die hinter dem Mord an "Rapunzel" stehen.

Das Buch spielt zum großen Teil im Ruhrgebiet (das tote Mädchen wird in Essen gefunden, Duisburg und Düsseldorf sind weitere Schauplätze) und in der Schweiz (der Heimat von Rabea Wyler und ihrer Schwester) und macht außerdem noch einen Abstecher nach Las Vegas in den USA. Es werden sowohl Sequenzen aus der Vergangenheit, als auch aktuelle Ereignisse beleuchtet und aus verschiedenen Sichtweisen geschildert.

Ich muss zugeben, dass ich anhand der Leseprobe eine etwas andere Erwartung an das Buch hatte und einzelne Ereignisse etwas zu weit hergeholt und konstruiert finde. Auch hätte ich mir noch etwas mehr Spannung gewünscht. Im Großen und Ganzen lässt sich die Geschichte aber gut lesen und wer keinen richtig spannungsgeladenen Thriller erwartet, bekommt einen guten Krimi mit einer etwas anderen "Märchengeschichte" und einigen Toten im Gepäck zu lesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.09.2019
Achtsam morden Bd.1
Dusse, Karsten

Achtsam morden Bd.1


sehr gut

Achtsamkeit und Mord - zwei Begriffe, die scheinbar nicht zusammenpassen. In diesem Buch aber schon - denn das eine wäre ohne das andere vermutlich gar nicht zustande gekommen.

Das Buch dreht sich um Anwalt Björn, aus dessen Sicht es auch geschrieben ist, und seine Entwicklung vom arbeitsbesessenen Firmenanwalt ohne Zeit für Frau und Tochter, hin zum achtsam-entspannten und inoffiziellen Kartell-Leiter. Das ganze mit viel schwarzem Humor, sarkastischen und skurrilen Einwürfen und Liebe zur Tochter verpackt. Und natürlich einigen guten Achtsamkeitstipps für den Leser.

Manche Stellen fand ich persönlich etwas zu absurd bzw. weit hergeholt, aber im Großen und Ganzen habe ich das Buch gerne gelesen, oft geschmunzelt und würde mich auch über eine Fortsetzung freuen.

Bewertung vom 18.09.2019
Das heilende Selbst
Chopra, Deepak; Tanzi, Rudolph E.

Das heilende Selbst


ausgezeichnet

Ich muss zugeben, dass ich, was den Titel des Buches betrifft, zunächst etwas skeptisch war. Er mutet doch sehr spirituell an und ich war gespannt, inwiefern sich dies im Buch widerspiegeln würde. Der Klappentext zog mich dann aber sofort in seinen Bann und ich wollte mehr wissen.

Nachdem ich das Buch nun einmal komplett gelesen habe, kann ich sagen: ich bin absolut überzeugt, dass der Weg und die Methode, die Deepak Chopra und Rudolf E. Tanzi in ihrem Buch beschreiben, die Selbstheilungskräfte stärken und das Immunsystem in seiner Arbeit unterstützen können.

Auf 350 Seiten geben die beiden Autoren dem interessierten Leser sowohl wissenschaftlich fundierte (sehr spannende und zum Teil auch unerwartete) Kenntnisse, als auch praktische Tipps an die Hand, mit denen dieser seine Gesundheit und sein allgemeines Wohlbefinden verbessern kann. Kleine (aber bewusste) Veränderungen in 7 Themengebieten unseres Lebens, können unsere Gesundheit bzw. Immunität langfristig stärken - und das ganz natürlich und ohne Druck. Dabei spielt die Verbindung zwischen Körper und Geist eine ganz besondere Rolle, die im Laufe des Buches immer wieder zum Ausdruck kommt.

Ich denke das Buch kann all denen eine hilfreiche Stütze sein, die sich darauf einlassen und bereit sind, ihre Gesundheit zu einem guten Teil in die eigene Hand zu nehmen. Ich für meinen Teil bin erstaunt, was alles möglich ist und wie sehr unser Denken, Fühlen und Glauben sich auf unseren Körper und unsere Gesundheit auswirken kann.

Bewertung vom 18.09.2019
Verratenes Land
Iles, Greg

Verratenes Land


sehr gut

Spannender Südstaaten-Thriller, der zum Nachdenken anregt

Marshall McEwan, ein Journalist aus Washington, kehrt nach vielen Jahrzehnten in seine Heimatstadt Bienville, Mississippi, zurück. Ursprünglich gekommen, um seine Mutter bei der Pflege des schwerkranken Vaters zu unterstützen, erlangt er Informationen, die den "Bienville Pokerclub" (ein Zusammenschluss der reichsten und mächtigsten Männer der Region) direkt mit dem Mord an Buck Ferris (einem guten Freund und Mentor Marshalls) in Verbindung bringen.
Im Laufe seiner Recherchen stößt Marshall auf weitere Ungereimtheiten und Verflechtungen, die ein ungeahntes Ausmaß annehmen.

Der neueste Thriller aus der Feder von Greg Iles ist aus der Sicht des Protagonisten geschrieben und beleuchtet nicht nur die Gegenwart, sondern auch Marshalls Vergangenheit (mitsamt seiner Traumata) und die der Mississippi-Region, die schließlich zu den aktuellen Ereignissen führen. Im Laufe der Handlung durchläuft Marshall eine persönliche Entwicklung, die ich sehr gut erzählt fand. Sehr interessant ist außerdem, dass immer wieder Bezug auf die Geschichte der Südstaaten Amerikas genommen wird, was dem Ganzen noch mehr Hintergrund verleiht.
Am Ende ist es auch ein wenig David gegen Goliath und regt zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, über die Klassenunterschiede und die Machtverteilung an.

Das Buch umfasst 832 Seiten und ist stellenweise sehr langatmig verfasst. Dies ist so ziemlich der einzige Kritikpunkt, den ich habe, denn einiges wäre meiner Meinung nach auch kürzer zu erzählen gewesen. Gerade am Anfang hätte ich mir einen schnelleren Einstieg gewünscht. Ansonsten finde ich sowohl die persönliche Erzählweise, als auch die teilweise unvorhergesehenen Wendungen sehr positiv. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich würde es vor allem denjenigen empfehlen, die sich gerne tief in eine Geschichte versenken, geschichtliche Hintergründe zu schätzen wissen und lange an einem Buch lesen möchten.

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