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Benutzername: Merry Mickler - beizeitenbuecher.de
Wohnort: Büdelsdorf
Über mich: Merry, Writer, Reader & Catlover TL Trilogie Band 1 -> 29.892 Words


Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 04.03.2019
Wir, die wir jung sind
Taneja, Preti

Wir, die wir jung sind


weniger gut

Cover- und Titelkritik
Das Cover versprüht pure Lebensfreude, die Farben und die Schrift sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Ich war vom ersten Moment an in das Cover verliebt. Der Titel hingegen lässt sich manches Mal schwer aussprechen, gefällt mir aber trotzdem total gut. Zudem lässt er zu Anfang nicht sehr tief blicken, umschreibt aber die Geschichte gut.

Plotkritik
Der liebe Plot, der eigentlich gut durchdacht aber beim Lesen total zäh wurde, hat mich leider nicht überzeugt. Anfangs als ich die Leseprobe las, war ich wirklich begeistert, vor allem von manchen Umschreibungen, die fast eine Prise Magie versprühten und die vor meinem geistigen Auge auftauchten. Doch leider blieb es bei diesen kurzen Momenten und hielt mich nicht fest. Der Plot blieb weiterhin zäh, da alleine am Anfang erst einmal die Protagonisten die Hauptrolle spielen und man einiges über sie erfährt. Dies ist nicht schlecht aber es wird sich so sehr daran aufgehalten, dass man von Seite zu Seite echt frustriert ist. Ich wollte einfach das es weitergeht aber irgendwie plätscherte es vor sich hin. Das Denken des Protagonisten wird beschrieben, alles was der Protagonist um sich herum wahrnimmt wird festgehalten und dies zieht es unnötigerweise in die Länge. Ich denke, dass man einiges hätte streichen können. Es ist nicht verkehrt, in das Denken der Person, um die es gerade geht, einzutauchen – ganz im Gegenteil aber man muss doch nicht alles bis ins kleinste Detail erläutern. „Der Sand ist Orange wie geraspelte Orangenschalen“, „Die Sonne am Horizont des blauen Himmels, diesen Sommer, wirft Schatten hinter die grauen Dächer mit ihren vergilbten Ziegelsteinen, in dessen dunkler Ecke eine alte, dicke Katze sitzt“, gilt im übrigen als Beispiel dafür, wie die Sicht des Protagonisten ist. So wird aus seiner Sicht seine Umwelt beschrieben. Immer und immer wieder. Dies könnte man ebenso auf weitere Protagonisten in dieser Geschichte beziehen. Ein bisschen davon ist in Ordnung aber nicht die gefühlt ersten hundert Seiten, sodass man einfach die Freude daran verliert. Gefühlt ging es das ganze Buch so.

Die Geschichte und somit der Plot sind grundlegend gut, da eine wunderbare Geschichte dahinter steckt, eine Message. Durch diese ganzen Be- und Umschreibungen nahezu, ist der Plot gleich mit langweilig weil weniger einfach mehr ist.

Schreibstilkritik
Wie auch der Plot, ist der Schreibstil, eben durch die Be- und Umschreibungen sehr zäh und hemmt den Lesefluss dieses dicken Wälzers ungemein. Es wird wie oben schon geschrieben, vieles umschrieben, beschrieben und einfach im Endeffekt zu viel geschrieben. Darunter leidet der Lesefluss sehr und macht den Schreibstil sehr schwergängig. Ich kam einfach nicht voran und ich musste einen Satz sogar mehrmals lesen, bis ich ihn verstanden habe. Für mich einfach anstrengend.

Protagonistenkritik
Die Protagonisten waren für mich leider auch nicht wirklich der Hit. Wenn ich mich an den Anfang erinnere und an den ersten Hauptprotagonisten, sowie seinen Vater und einen guten Freund von ihm, fehlte mir einfach die Tiefe. Sie waren einfach da, haben mich aber keineswegs berührt, zum Nachdenken gebracht, geschweige das ich einen Draht zu ihn hatte. Ich konnte sie nicht greifen, sie schienen nicht unbedingt dreidimensional, was daran liegen könnte, dass einfach zu viel noch zwischendurch gedacht, gemacht und überhaupt wurde. Ich habe mir Protagonisten vorgestellt, die für mich greifbar sind, mit denen ich mitfühlen und mitfiebern kann, doch all das blieb leider aus.

Das ehrliche Fazit:
Ein langatmiger und dicker Wälzer mit wunderschönem Coverdesign, der sich so manches Mal an kleinen Dingen aufhält, die nicht sein müssten.

Bewertung vom 03.03.2019
Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1
Doyle, Catherine

Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1


ausgezeichnet

Cover- und Titelkritik
Das Cover von „Sturmwächter – Das Geheimnis von Arranmore“ finde ich wunderbar und passend zu der Geschichte des Buches. Man sieht den Leuchtturm, das tosende Meer, die umherfliegenden Vögel und vor allem den Jungen Fionn mit jeweils einer Kerze in seinen Händen. Dem Cover wurde zudem die gewisse „Dunkelheit“ sowie die Magie, die diese Geschichte in manchen Kapiteln umgibt und auch die Tiefe dieser, verliehen.

Der Titel des Buches ist sehr ansprechend und alleine die Wörter Sturmwächter und Geheimnis machen einfach Lust auf mehr. Ich wollte dem Geheimnis auf die Spur kommen und wissen, wer der Sturmwächter ist, was es mit ihm auf sich hat und was ein Sturmwächter tun muss. Es lag einfach Spannung in der Luft, was der Klappentext zusätzlich zu Titel und Cover noch verstärkt hat.

Plotkritik
Den Plot fand ich tatsächlich von Anfang bis Ende gut erarbeitet. Es kamen Überraschungen zutage, Wendungen und nach und nach konnte ich mir alle Fragen beantworten. Auch wenn es in ein paar Kapiteln etwas ruhiger zuging, weil dort Informationen geteilt oder Antworten gegeben wurden, war es trotzdem nicht langweilig. Es wurde immer eine gewisse Spannung gehalten, was ich persönlich sehr gut fand. Eine Prise hier und eine Prise dort, hat im Endeffekt auch einfach das Buch ausgemacht. Ich denke, dass ich nichts anders gemacht oder mehr hinzugefügt hätte. Zudem hätte ich das Buch auch nicht ausgedünnt und für den Auftakt einer neuen Trilogie finde ich es plotmäßig stark.

Auch wenn das vielleicht nicht in die Plotkritik gehört , muss ich dennoch etwas für mich wichtiges betonen. Das Buch soll ab einem Alter von zehn Jahren sein, sprich es ist ein Buch für Kinder. Im Plot kam ein Satz vor, den ich für zehnjährige Kinder nicht unbedingt geeignet finde.

Es geht um folgenden Satz:
„Wer ihr Kommen spürte, konnte sich nicht verstecken, wer sie sah, nicht schnell genug fliehen. Eltern und Kindern wurden in ihren Betten abgeschlachtet[…]“

Gut hätte ich es gefunden, wenn es anders geschrieben worden wäre. Natürlich weiß ich auch, dass jeder Protagonist, jeder Charakter, sich durch Sprache, Persönlichkeit und Dreidimensionalität in einem Buch entwickelt und reift, es diesen einfach ausmacht. Und gerade weil man diese Dreidimensionalität erreichen möchte, hat jeder eben seine eigene Sprache die er spricht, was ich völlig legitim finde. Das macht den Protagonisten natürlich zu einem gewissen Teil auch aus. Dennoch geht es mir um diesen einen Satz, mit dem ich nicht konform gehe. Ich würde meinen Kindern das Buch nicht mit zehn Jahren zum Lesen geben, aufgrund dieses Satzes tatsächlich. Für manche mag das nicht nachvollziehbar sein und wir alle sind zum Glück unterschiedlich aber da habe ich einfach aufgehorcht und war verwundert. Ich empfinde es einfach als einen Plot, wie oben beschrieben, der wirklich toll durchdacht und geschrieben wurde, doch leider hat er diesen einen Satz, den ich für ein Kinderbuch nicht geeignet finde.

Schreibstilkritik
Der Schreibstil ist wirklich sehr gut. Dadurch ist die Geschichte leicht verständlich, gut lesbar und kurzweilig. Was hier für ein Kinderbuch natürlich von Vorteil ist. Was ich am Schreibstil zudem ganz wunderbar fand, waren die Sätze, Beschreibungen und Worte in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel zu den Geschichten, die sein Großvater Fionn erzählte und auch, wie die Kerzen überhaupt entstehen. Diese Momente hatten etwas ganz Magisches, welche erst durch diesen Schreibstil ihre Vollendung eingehaucht bekamen. Ich hatte das Gefühl bei den beiden zu sitzen, die verschiedenen Kerzen zu sehen und diesen Hauch von Magie in der Luft auf meiner Haut zu spüren. Auch so hat die Geschichte Dank dem Schreibstil ganz viel Magie, Warmherzigkeit und weise Worte in sich, die ich nicht vergessen werde.

Protagonistenkritik
Die Protagonisten fand ich in ihrer Ausarbeitung alle sehr gut. Sie waren greifbar, menschlich und dreidimensional. Mir haben sowohl Fionn,[…]

Bewertung vom 18.02.2019
Jagdtrieb
Esch, Hendrik

Jagdtrieb


ausgezeichnet

Das Cover des Buches sprach mich auf Anhieb an. Der Wolfskopf mit den leuchtenden gelben Augen hat mich in seinen Bann gezogen. Dies war für mich der Grund einen Blick auf den Klappentext zu werfen und dieser hat mich nicht enttäuscht. Die Buchgeschichte klang spannend!

Bevor ich das Buch im Bloggerportal angefragt habe, las ich erst einmal die Leseprobe. Diese fand ich alleine aufgrund des lockeren und humorvollen Schreibstils, der sich im ganzen Buch wiederfindet, gut. Leider waren einige Seiten nach der Leseprobe eher langatmig, es plätscherte vor sich hin und es waren Informationen drinnen, die ich persönlich nicht gebraucht habe. Man hätte auf sie verzichten können und hätte den übergreifenden Teil als Paul Colossa auf seine wichtige Mandantin trifft, die im Buch die Hauptrolle spielt, früher gesetzt. Es ging deswegen eher schleppend voran, bis zu dem Punkt als seine neue Mandantin, nämlich Maja Rivinius die Kanzlei betritt. Im Kopf hatte ich da wirklich ein:„Endlich, nun hast du mich aber lieber Autor!“ Ab diesem Punkt kam Spannung hinein und ich wollte das Buch nicht mehr beiseitelegen. Es gab Überraschungen, Spannung, Humor und einige Wendepunkte, die mir sehr gut gefielen. Es geschahen Dinge, es kamen Situationen auf, es wurde sogar heiß und damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Für einen Kriminalroman einfach mal etwas Anderes. Das macht dieses Buch, diesen Krimi auch einfach besonders. Nicht nur wie die Buchgeschichte geschrieben wurde, sondern auch anhand aller Protagonisten.

Die Protagonisten sind frisch, echt, humorvoll und einfach lebendig. Der Anwalt Paul Colossa war mir anfangs nicht sympathisch und ich wusste nicht, wie ich ihn zu nehmen habe. Im Laufe des Buches hat sich aber herausgestellt, dass sein Humor nicht alles ist, sondern er auch tiefgreifender und sensibler im Denken ist. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er damit etwas kompensieren möchte aber es ist einfach sein Charakter wie ich dann festgestellt habe. Für mich ist er was Frauen anbelangt etwas naiv, manchmal stellte er sich etwas blöd an aber dennoch hat er ganz viel Herz, welches er in manchen Momenten durchblicken lässt. Das find ich total schön.

Auch die anderen Protagonisten, wie zum Beispiel sein Freund Attila oder seine Mandantin Maja waren gut ausgearbeitet. Attila ist von seiner Art her locker und eben wie ein Freund so ist, immer an Pauls Seite wenn er ihn braucht. Mit Maja hingegen, die gestalkt wird, wurde ich anfangs und auch im Laufe des Buches nicht wirklich warm. Für mich war sie einfach nicht der Typ Frau, mit dem ich im echten Leben zutun habe. Ich weiß nicht woran das lag. Vielleicht einfach daran, dass es ab und an ein paar Humorhappen von ihr gab oder weil sie einfach etwas oberflächlich war, zumindest hatte ich das Gefühl das sie das war. Es gab zwar eine Situation wo ich dachte, dass sie reifer wäre und anders handeln würde aber irgendwie hat mir ihre Art, auch mit Paul umzugehen nicht gefallen. Ihre Fassade ist einfach nicht gebröckelt. Auch Pauls (Noch-)Frau Sandra, die im übrigen meinen Namen trägt, wurde beiläufig „eingestreut“ und gerne hätte ich noch mehr von ihr gelesen. Sie scheint ein spannender Charakter zu sein aber wer weiß, vielleicht lese ich etwas von ihr im zweiten Buch von dem Autoren.

Wie schon am Anfang erwähnt, war der Schreibstil wirklich gut. Leicht zu lesen, humorvoll und genau das was auch zu dem Buch passt. Zu der ganzen Geschichte.

Fazit: Es ist kein typischer Kriminalroman. Erwartet also nicht auf den ganzen Seiten nur Spannung, Wendungen und gute Kommissare und Anwälte. Denn dann werdet ihr hier sicherlich enttäuscht sein. Jagdtrieb ist anders, besser auf seine Weise.

Bewertung vom 13.02.2019
Liebeskummer ist ein Arschloch
Gammour, Senna

Liebeskummer ist ein Arschloch


ausgezeichnet

Ich habe dieses Buch verschlungen und ich liebe es! Glaubt mir, ich hätte das vorher auch nicht gedacht aber es hat sich einfach total gelohnt, es zu lesen. Nachdem ich die Leseprobe bei Vorablesen gelesen habe, war ich eigentlich guter Dinge, doch als ich über die Leseprobe hinaus alles las, schwankte meine Meinung. Ich war mir nicht sicher, ob sie den Anfang des Buches wirklich toppen kann.

Doch ich wurde eines besseren belehrt.

Senna spricht so wunderbare Dinge an, nebst den Thema wie Liebeskummer und den Sorten von Männern, mit denen einige von euch sicherlich schon Bekanntschaft gemacht haben. Ich für meinen Teil habe einige dieser Sorte von Mann kennengelernt und bei manchen hätte ich das Buch früher gebraucht. Ihre Worte sind einfach so inspirierend und mit Wahrheit ausgeschrieben worden, dass diese hätten von mir kommen können, denn ich denke genauso. Oder aber ich hätte sie zu früheren Zeiten gebraucht, denn da war ich naiv und leichtgläubig, etwas was Senna auch knallhart anspricht und das finde ich total wichtig. Sie macht einem Mut zu dem Menschen, zu der Frau die man ist zu stehen. Man soll sich von Männern oder gar anderen Menschen nicht klein machen lassen und sich nicht unter dem eigenen Wert verkaufen und ja, dass können wir wirklich sehr, sehr gut, nicht wahr? Sie zeigt uns auf, wie wichtig es ist zu wissen, wer man ist, wohin man will und was man aus seinem Leben machen mag. Genau die Antworten, die jeder von uns in sich trägt, geben uns Selbstbewusstsein und das nötige Selbstvertrauen für unseren Lebensweg.

Dieses Buch ist also nicht der reine Ratgeber gegen Liebeskummer, sondern auch ein Wegweiser für starke Frauen oder die, die es werden wollen.

Bewertung vom 11.02.2019
Fünf Tage im Mai
Hager, Elisabeth R.

Fünf Tage im Mai


ausgezeichnet

Als ich die Leseprobe bei Vorablesen las, war ich von der Geschichte auf den ersten Seiten schon mitgerissen worden. Es hat soviel Tiefe auf den ersten Seiten gehabt, dass es sich warm um mein Herz schloss. Das ich das Buch dann gewonnen habe und es ganz lesen durfte, war mir mehr als ein großes Lesevergnügen. Es war ein pures Lebensvergnügen. In der Geschichte erzählt die Autorin von einem Mädchen namens Illy, die ihren Urgroßvater Tat’ka über alles liebt und wunderbare Momente mit ihm erlebt. Diese Momente waren für mich inspirierend, warmherzig und haben mich an mancher Stelle auch nachdenklich gemacht. Es hat mir aufgezeigt, dass das eine Leben welches wir haben, in manchen Momenten aus einem anderen Blickwinkel betrachten sollten. Es gibt lichtvolle Momente aber es gibt auch Zeiten, in denen alles viel, viel schwerer ist. Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig, emotional und gibt Hoffnung. Er ist einfach perfekt in meinen Augen. Er wärmt das Herz und bringt einen zum Lächeln aber auch zum Weinen.

Die Geschichte wird in Abschnitten erzählt, immer im Mai und diese strecken sich in Unregelmäßigkeit über 18 Jahre hinweg.

Und so warmherzig, humorvoll und emotional sind auch die Protagonisten. Illys Urgroßvater Tat’ka war mir von Anfang sehr sympathisch. Er hatte einfach immer die richtigen Worte und er war so weise, dass man ihn einfach lieb haben muss. Das ging einfach gar nicht anders. Er erinnerte mich an meinen Großvater, der leider viel zu früh verstorben ist aber ich habe ihn in Tat’ka gesehen und gespürt. Sie sind sich so gleich. Die Zeit und sein Leben haben ihn sehr geprägt, doch er war ein Stehaufmännchen und ließ sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Wie gerne wäre ich mit in seine Werkstatt gegangen, die am Elternhaus angebaut war und hätte meine frühere kindliche Freude versprüht, Fragen gestellt, auf Antworten gehofft. Er war wie ein Baum, den nicht einmal der heftigste Sturm wegwehen konnte. Ein alter Mann mit viel Lebenserfahrung, der unbedingt seinen hundertsten Geburtstag feiern wollte, weil er den Dörflern strotzen wollte.

Ebenso war das auch Illy, seine Enkelin. Von ihr erfährt man vieles aus ihrer Kindheit und ich fand, dass sie mit ihren jungen Jahren wirklich sehr reif für ihr Alter war. Als sie älter wurde, Jugendliche war, wurde ihr Leben zu einer Achterbahnfahrt und ich wurde mitgerissen – wortwörtlich. In sorg vollen Momenten wandte sie sich an Tat’ka und der war immer für sie da. Wirklich immer. Es gab wunderschöne Momente aber auch Momente, die sie am besten nicht gerne erlebt hätte. Selbst als sie nach längerer Zeit in ihr Dorf zurückkehrt, erlebt sie mit ihrem Urgroßvater noch etwas ganz Tolles. An dieser Stelle verlasse ich aber die Tastatur, denn lest selbst und werdet mitgerissen.

Bewertung vom 06.02.2019
Nightflyers - Die Dunkelheit zwischen den Sternen
Martin, George R. R.

Nightflyers - Die Dunkelheit zwischen den Sternen


ausgezeichnet

Der Titel des Buches sprach mich sehr an und nur durch ihn fand ich Interesse an diesem Buch. Interesse wurde bei mir aber auch geweckt, da ich sooft positives von George RR. Martins Büchern gelesen habe. Dieses war mein erstes Buch von ihm. „Nightfliyers – Die Dunkelheit zwischen den Sternen“ gibt es jetzt sogar als Serie auf Netflix, falls jemand nicht der Buchliebhaber ist, sich aber dennoch für diese Geschichte der Nightflyer interessiert. Das Cover ist eigentlich recht schlicht gehalten und das weite Universum, sowie die Nightflyer ziert es. Ansprechend ist in diesem Fall auf alle Fälle und ich habe mich gefragt, was sich hinter dem Händeabdruck verbirgt.

Kommen wir aber nun zur Geschichte dieses Buches. Anfangs konnte es mich überhaupt nicht mitnehmen und mir waren die Namen der Protagonisten wirklich suspekt, konnte mich nicht mit ihnen anfreunden. Die Protagonisten wirkten anfangs sehr unnahbar und ich war nicht gleich ganz bei ihnen, wie es in anderen Geschichten der Fall ist. Da, wo es einen gleich so berührt, dass man mitfühlen kann oder jemand, den man einfach von Anfang an irgendwie verstehen konnte. Zudem war die Handlung anfangs auch sehr langweilig und kam erstmals überhaupt nicht in Schwung. Es wurde keine Spannung erzeugt, es dümpelte vor sich hin und mir war wirklich langweilig. Das war so, wie ich es nicht erwartet habe. Ich hatte eine andere Vorstellung, nämlich die, dass der Anfang ein kleines bisschen Nervenkitzel aus mir herausholt, doch Fehlanzeige. Froh war ich dann, als es langsam Fahrt aufnahm und spannender wurde. Manche Zeilen waren für mich dann so ergreifend, teilweise auch blutig beschrieben, dass ich sagen muss, dass dies nichts für schwache Gemüter sein wird. Ich bin ein Mensch, der sich das alles bildlich vorstellt und das ist auch der Sinn einer Geschichte aber das war wirklich übel, dass ich kurz davor war es für kurze Zeit weg zu legen.

Mit dem Voranschreiten der Geschichte bekam ich ein Gefühl aber auch Verständnis für die Protagonisten. Sie bildeten sich langsam heraus und wuchsen mit der Geschichte, was ich sehr gut fand. Mit dem Ende habe ich dann überhaupt nicht gerechnet. Zwischendurch habe ich es mir fast gedacht aber bin dann immer wieder von abgekommen, in dem ich dachte:“Nein, dass kann nicht sein!“ Doch dann war es wirklich so und ja, diese Geschichte fängt zwar schon langweilig an aber reißt einen dann wirklich mit.

Überraschung pur!

Bewertung vom 11.01.2019
»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (eBook, ePUB)
Schörle, Martin

»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ich finde, dass es eine wirklich gute Idee zwei Theaterstücke zu Buch zu bringen. Bisher habe ich in meinem Leseleben noch kein Buch gelesen, in dem es um Theaterstücke ging. Ich selbst habe damals sehr gerne in Krippenspielen mitgespielt und fand in der Grundschule die Vorstellungen im Theater ganz wunderbar! Das war auch der Grund, besonders der Zweite, warum ich dem Autor Martin Schörle zugesagt habe, dieses Buch zu lesen und anschließend rezensieren zu wollen. In diesem Buch gibt es zwei Theaterstücke. Einmal "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und "Einladung zum Klassentreffen." Begonnen habe ich mit dem Klassentreffen und fand es wirklich richtig, richtig gut. Am Anfang des beschriebenen Theaterstückes, bekommen wir als Leser ein kleine Aufzählung der Personen, den Fahrgästen im Zug und eine Beschreibung des Bühnenbildes.

Dann geht es auch schon los mit dem Theaterstück.

Der Schreibstil ist wirklich einfach gehalten und es gibt nichts, was die Leser nicht verstehen könnten. In Klammern bekommt man beim Lesen mit, was im gegenwärtigen Moment passiert, wie zum Beispiel das ein Handy klingelt oder jemand hört ihr beim Telefongespräch gespannt zu. Bei mir hat es persönlich die Fantasie angeregt und ich konnte mir alles ganz genau vorstellen. Dann geht es weiter mit ihm, ihr, der Dame im Nebenabteil und der Therapeutin. Hier wird auf "Sie", "Er", "Therapeutin" und der "Dame im Nebenabteil" zurückgegriffen. Also wirklich einfach und verständlich gehalten für ein Theaterstück, welches man liest. Ich war von dem Stück wirklich sehr beeindruckt und es bleibt im Gedächtnis. Es gab eine Situation, die für mich sehr einprägsam war. Für mich war die Einladung zum Klassentreffen somit absolut gelungen.

"Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" konnte mich nicht so überzeugen, wie das zweite Theaterstück aber es war für mich sehr gut zu lesen, der Schreibstil war auch hier einfach gehalten und ich hatte wirklich total amüsante Lesestunden. Zu Anfang werden auch die Personen vorgestellt, hier zum Beispiel Herr Fredenbek der Beamte und die gespielte Musik, wie zum Beispiel der Song "Living next door to Alice" von Smokie. Einige von euch kennen es ganz bestimmt, da bin ich mir sicher. Daraus entstand nun auch der Wunsch, wieder öfters ins Theater zu gehen.

Fazit: Ein rundum gelungenes Buch für amüsante Lesestunden und Theaterfreunde.