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Bewertungen

Insgesamt 73 Bewertungen
Bewertung vom 26.04.2018
Eine Insel zwischen Himmel und Meer
Wolk, Lauren

Eine Insel zwischen Himmel und Meer


ausgezeichnet

Die kleine Crow wird als Baby von Osh am Strand aufgefunden. So kam es, daß Crow auf der kleinen Insel vor Massachusetts einzig mit Osh und der Bewohnerin der Nachbarinsel, Miss Maggie, groß wird. Doch es kommt der Zeitpunkt, an dem Crow mehr über sich erfahren möchte. Eines Nachts sieht sie auf einer unbewohnten Nachbarinsel ein Feuer. Dort war früher ein Krankenhaus für Leprakranke. Sie überredet Osh und Maggie mit ihr zu dieser Insel zu fahren. 

Das Buch ist einfach wunderschön. Trotzdem es wohl als Jugendbuch geschrieben wurde, hat es auch mich als erwachsenen Menschen gepackt und berührt. Man spürt richtiggehend wie sehr Osh an Crow hängt und das er alles für Sie tun würde. Der Schreibstil ist nicht typisch Jugendbuch, es ist durchaus auch für die Älteren gut zu lesen.

Bewertung vom 25.04.2018
Die amerikanische Prinzessin
Zijl, Annejet van der

Die amerikanische Prinzessin


ausgezeichnet

Allen Tew betritt am 13. April 1927 die Mauretania mit Ziel Europa. Sie läßt ihr gesamtes altes Leben hinter sich. Doch ihr neues Leben wird für sie sehr zufriedenstellend. Zu guter Letzt wird sie sogar die Patentante von Königin Beatrix. 

Mit diesem Buch erlebt man als Leser ein Stück bewegende Geschichte. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut recherchiert und lehrhaft. Man wird Zeuge des Wirtschaftsbooms und der Revolution, erlebt den Krieg fast hautnah mit und bewundert dabei diese starke Frau. Durch den wunderbaren Schreibstil, der die Details sehr gut beschreibt, hat man ein Gefühl für die damalige Zeit und kann sich sehr gut vorstellen, wie das Leben sich für Allene gestaltete. Die Autorin hat hier wunderbar geschichtliche Fakten vermittelt.

Bewertung vom 25.04.2018
All die Jahre
Sullivan, J. Courtney

All die Jahre


sehr gut

Die Schwestern Nora und Theresa wandern aus ihrem irischen Heimatort aus. Sie zieht es nach Boston. Nora wird dort von ihrem schon dorthin ausgewandert Freund Charlie erwartet, sie heiraten und bekommen vier Kinder. Theresa wird ebenfalls schwanger, zieht sich danach jedoch in ein Kloster zurück. Der Kontakt der beiden Schwestern bricht ab. Erst als Nora ihren Sohn Patrick verliert, nehmen beide Schwestern wieder Kontakt miteinander auf und haben viel aus ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. 

Das Buch "All die Jahre" ist brwegend, ohne jedoch auf die Tränendrüse zu drücken. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und es kam trotz des Inhaltes nie ein Kitschgefühl auf. Die Charaktere sind wunderbar dargestellt und man kann das Gefühlschaos der so unterschiedlichen Schwestern verstehen.

Bewertung vom 11.04.2018
Das Eis
Paull, Laline

Das Eis


ausgezeichnet

Als die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes Ausschau nach Eisbären hslten, müssen sie etwas anderes, schreckliches, entdecken. Beim Kalben eines Eisberges wird eine Leiche freigelegt. Wie sich heraus stellt, ist es die Leiche des Umweltaktivisten 
Tom Harding, der zusammen mit seinem Freund Sean Cawson in einer Eishöhle war, als diese teilweise einstürzte. Tom kam dabei ums Leben.Nun werden die Erinnerungen wieder geweckt, denn Sean macht sich noch immer Vorwürfe darüber, daß er Tom nicht helfen konnte. 

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge und man muß sich stark konzentrieren, um nicht durcheinander zu kommen. Es gab zu Beginn doch Stellen, an denen ich noch einmal ein Stück zurück mußte, da ich den Absatz schlicht überlesen habe. Doch nach ein paar Seiten Einlesezeit klappt auch dies. Das Buch vermittelt ein ernstes Thema und sollte sowieso nicht einfach so weggelesen werden. Es sollte nachdenklich machen, auch wenn es hier um einen spannenden Fall geht. 

Bewertung vom 31.03.2018
Wolfswut
Gößling, Andreas

Wolfswut


ausgezeichnet

Lotte erbt von ihrem Vater eine angemietete Lagerhalle. Was sie dort findet, läßt sie erschaudern. In mehreren Fässern befinden sich Leichenteile. Durchweg von Frauen, Körperteile wurden bei lebendigem Leib abgetrennt und Fleischstücke aus ihnen herausgerissen. Das LKA mit Kira Hallstein steht vor einem schwierigen Fall. 

Bei diesem Buch darf man gar nicht darüber nachdenken, daß es anhand einer wahren Begebenheit geschrieben wurde. Denn diese Tatsache macht alles noch schauerlicher. Hier wird eine Brutalität beschrieben, die man sich nicht vorstellen mag. Der Autor hat diese Tat in einen wirklich guten Kriminalroman geschrieben. Er schreibt alles sehr genau (an manchen Stellen hätte es auch etwas ungenauer sein dürfen) und dies Buch ist wirklich nichts für sensible Leute.

Bewertung vom 28.03.2018
Ostseerache / Pia Korittki Bd.13
Almstädt, Eva

Ostseerache / Pia Korittki Bd.13


ausgezeichnet

Flora wurde als 12jährige beschuldigt, am Tod von Simon, dem Sohn der Nachbarn, Schuld zu sein. Doch Flora hat keinerlei Erinnerungen daran, daß Simon beim Spielen umgekommen ist. Sie wurde in eine Psychiatrie eingewiesen, ihr Vater begang Selbstmord. Ihre Mutter kapselt sich komplett von ihr ab, es gab keinerlei Kontskt. Doch nun erlitt die Mutter einen Herzinfarkt und liegt im Krankenhaus. Sie bittet Flora um Hilfe und diese kehrt nach langer Zeit in ihr Heimatdorf zurück. Als sie in ihrem Elternhaus Unterlagen über den Fall Simon findet, beginnt sie zu recherchieren. Doch bei den Dorfbewohnern stößt Flora auf Ablehnung, sie können ihr nicht verzeihen. Einzig ihre Nachbarin Nicole begegnet ihr ohne Vorurteile. Doch dann wird Nicole vergiftet und die Kripo Lübeck rund um Pia Korittki beginnen ihre Ermittlungen.

Dies ist bereits der 13. Band der Serie rund um Pia Korittki. Und auch dieser gefällt mir so gut wie alle vorher! Man muß nicht alle Bände der Serie kennen, um hier alles zu verstehen. Eva Almstädr erläutert die wissenswerten Vorgeschichten sehr gut, ohne dabei jedoch den Kenner der Serie zu langweilen. So schafft es auch der Neuling sich perfekt einzufinden. Die Handlung ist auch hier wieder sehr spannend und es werden viele falsche Fährten gelegt, wodurch der Spannungsbogen bis zum Schluß kontinuierlich hoch gehalten wird. Für mich einfach perfekt. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und das Privatleben nimmt zwar eine Rolle ein und entwickelt sich sehr schön weiter, aber wie gesagt, es wird erläutert. Die Entwicklung des Charakters Pia ist sehr interessant und im Laufe der Jahre ist sie mir sehr vertraut geworden. Dadurch hat diese Serie bei mir schon einen Kultstatus erworben und der neue Band ist jedes Jahr eines meiner Highlights, auf das ich mich sehr freue. Eva Almstädr schreibt einfach wundervoll locker und bildhaft. Man kann sich sowohl die Charaktere, die hier halt die typische Dorfgemeinschaft mit Ecken und Kanten spiegelt, als auch die wunderschöne Gegend rund um Lübeck sehr gut vorstellen. Für mich war dieser Lokalkolorit schon ein kleines Stückchen Vorgeschmack auf den Sommerurlaub!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.03.2018
Killer City
Hohlbein, Wolfgang

Killer City


ausgezeichnet

Boy, ein 12jähriger Junge, wird in der Schlacht von Gettysburg schwer verletzt. Er überlebt durch einen sterbenden Indianers, der ihm den Großen Geist, den er selbst einst von einem Wendigo erhalten hat, weitergibt. Boy kann sich von an seine verbleibende Lebenszeit verlängern, wenn er Menschen tötet. Denn dann geht die nicht gelebte Lebenszeit seines Opfers auf ihn über. Jahre später geht Boy, der sich nun Thornhill nennt, nach Chicago, wo zu der Zeit die Weltausstellung stattfindet. Er hofft, in den Menschenmengen unauffällig agieren zu können. Doch die Ereignisse überschlagen sich....

Dieses Buch hat mich restlos begeistert. Wie ich es erwartet habe, liegt hier ein Krimi mit mystischen Hintergrund vor. Ich mag es sehr, wenn wie hier alte Mythen und Legenden eine große Rolle spielen. Dadurch wird für mich eine ganz besondere Spannung erzeugt, die ein wenig gruseln läßt. Wolfgang Hohlbein hat es überzeugend geschafft, wahre Geschichte mit Fiktion zu verweben. Der geschichtliche Hintergrund Amerikas wird hier sehr schön aufgearbeitet und man merkt, daß der Autor sich intensiv damit beschäftigt hat. Ebenso gilt dies für den indianischen Mythos des Wendigo, der ja tatsächlich tief im Glauben der Indianer verankert ist. Durch die Wechsel zwischen den Zeiten wird die Spannung hier permanent hoch gehalten und mir ging es so, daß ich fast kein Ende fand. Ich mußte weiterlesen. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, daß das Buch aus der Sicht des Mörders geschrieben ist, kommt man dem Charakter des Thornhill sehr nahe und man bringt Verständnis für ihn auf, das man aus anderer Perspektive wohl nicht hätte. 

Mit diesem Werk hat Wolfgang Hohlbeini wieder ein Meisterwerk geschrieben!

Bewertung vom 14.02.2018
Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1
Raabe, Marc

Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1


ausgezeichnet

1998: Tom und seine Clique wollen an einem Berliner Kanal eine Mutprobe ausführen. Als einer von ihnen von einer Brücke ins Wasser springt, findet er eine Leiche. Ertränkt, in Maschendraht eingewickelt, mit einem Schlüssel um den Hals. Den Schlüssel nehmen die Jugendlichen mit, als sie jedoch am nächsten Tag die Polizei informieren, ist die Leiche verschwunden. Ebenso wie Toms Schwester Viola, der er den Schlüssel gab. 

2017: Im Berliner Dom wird die Bischöfin brutal ermordet aufgefunde. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. Tom, mittlerweile Ermittler, erkennt in ihm sofort den Schlüssel aus dem Jahr 1998. Es soll nicht bei diesem einen Schlüssel bleiben - jeder aus der damaligen Clique erhält solch einen Schlüssel per Post. Tom beginnt mit der fieberhaften Suche nach dem Mörder - und seiner Schwester Viola. 

Mit "Schlüssel 17" beginnt eine neue Serie aus der Feder von Marc Raabe. Und sie ist mit Band 1 schon sehr spannend gestartet. Durch den Wechsel in die verschiedenen Zeitebenen bleibt die Spannung permanent erhalten und ich fieberten schon immer dem nächsten Zeitsprung entgegen. Die Charaktere sind richtig gut beschrieben. Etwas, ich sage einmal seltsam, empfand ich die Dialoge zwischen Tom und Viola. Das war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Vom Schreibstil her ist der Krimi angenehm zu lesen, auch die Schriftgröße und die Griffigkeit der Seiten haben mir sehr gefallen.

Bewertung vom 06.02.2018
Eisige Flut / Kommissar John Benthien Bd.5
Ohlandt, Nina

Eisige Flut / Kommissar John Benthien Bd.5


ausgezeichnet

Elke Derling muß ständig an ihre spurlos verschwundene Tochter Anja denken. Als sie eines morgens die Zeitung herein holen möchte, bekommt sie den Schreck ihres Lebens. Vor ihrer Tür steht Anja - eingehüllt in Eis. Das Team rund um John Benthien wird mit diesem seltsamen Mord konfrontiert. Doch es soll nicht bei dieser einen Eisleiche bleiben. Es werden noch zwei weitere aufgefunden.  Diesmal zog der Mörder seinen Kreis bis auf die Insel Amrum. Bei den Obduktion werden jeweils im Bauchnabel der Leichen mysteriöse Leichenbeigaben entdeckt. John steht vor einem Rätsel. Doch auch privat steht John vor einem Rätsel. Denn Lilli verhält sich seltsam, irgendetwas verbirgt sie vor ihm. Doch dann kommt es zu einer Entführung und John muß erkennen, daß der Grund für alles weit in der Vergangenheit zu suchen ist.


Auch dieser fünfte Band der Serie um John Benthien ist einfach klasse. Nina Ohlandt schafft es mit ihrem Schreibst zu fesseln und stellt alles unendlich bildlich dar. Man meint förmlich mitten im Geschehen zu sein und bei der Beschreibung des eisigen Februars an der Nordsee friert man automatisch. Aber auch die Charaktere sind perfekt dargestellt. Ich denke, wer mit diesem Band die Serie beginnt, wird keinerlei Probleme bekommen. Und die alten Serienhasen freuen sich über das Wiederlesen mit mittlerweile sehr guten Bekannten, die ans Herz gewachsen sind und die man zwischen den Erscheinungsterminen einfach vermißt. Nina Ohlandt schafft es perfekt die Spannung durch immer wieder ausgelegte Irrwege bis zum Ende sehr hoch zu halten. Man hat wirklich bis zum Ende keinerlei Ahnung, wer der Täter ist. Man meint, man hätte ihn enttarnt - und ist wieder auf eine Falle hereingefallen. Doch such der Unterhaltungswert kommt nicht zu kurz. So erlebt man Johns Vater mit seinen sich ständig ändernden Hobbys und Johns Privatleben, das sich auch hier wieder weiterentwickelt. Was mich bei Nina Ohlandt immer wieder überzeugt, ist die realistische Ermittlung. Hier wird nicht einfach alles verbogen, bis es zum gewollten Ende paßt, nein, hier ist alles sehr gut nachvollziehbar und auch die Methoden sind realistisch.



Ich kann diesen Krimi wirklich sehr empfehlen. Er beinhaltet alles - Spannung, Lokales und Menschlichkeit.

Bewertung vom 02.02.2018
Ein mögliches Leben
Köhler, Hannes

Ein mögliches Leben


ausgezeichnet

Martin hat kaum noch Kontakt zu seinem Großvater Franz, da es ein familiäres Zerwürfnis gab. Doch mit Anschaffung eines Laptops beginnt Franz, den Kontakt mit Martin via E-Mail wieder herzustellen. Und er hat einen großen Wunsch: Er möchte in die USA reisen um die Orte seiner Kriegsgefangenschaft zu besuchen. 

Dieses Buch ist sehr bewegend. Wir erleben hier sowohl die Gegenwart, in der Franz und Martin wieder versuchen zueinander zu finden, als auch den 2. Weltkrieg in dem wir Franz auf seinem Weg begleiten. Und dieser Weg ist sehr eindringlich beschrieben. Man erlebt die Gefangennahme und Transporte in die Gefangenenlager, durchlebt das schwierige Leben dort. Angefangen bei den Mitgefangenen über das Essen und die Arbeit in der Gefangenschaft. Dies ist mal ein ein Roman über die Gefangenschaft im 2. Weltkrieg, der wohltuend über die Gefangenschaft eines Deutschen in Amerika berichtet. Wohltuend deshalb, da hier eine andere Seite dargestellt wird. Normalerweise handeln solche Romane ja immer über jüdische Gefangene in Deutschland. Aber es gibt halt auch Schicksale, wie sie hier beschrieben werden. Das darf man auch nicht vergessen.