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Venice
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Oberursel

Bewertungen

Insgesamt 451 Bewertungen
Bewertung vom 03.02.2024
Was die Dünen verheißen / Die St.-Peter-Ording-Saga Bd.2
Janz, Tanja

Was die Dünen verheißen / Die St.-Peter-Ording-Saga Bd.2


ausgezeichnet

Julia Hansen, Tochter der Besitzer des Strandhotels arbeitet im elterlichen Strandcafes um sich Geld für den Führerschein zu sparen. Am liebsten möchte sie das letzte Schuljahr vor dem Abitur gar nicht mehr machen sondern träumt von einer Zukunft als Stewardes bei der Lufthansa. Doch sie ist erst 17 und darf sich noch gar nicht alleine um eine Arbeit kümmern. Doch eine kurze Begegnung mit einem jungen Mann auf der Terasse des Cafes ändert alles.

Der Vater ist gegen den Wunsch von Julias Traum und bietet keine Unterstützung. Denn während ihr Zwillingsbruder schon voll im Betrieb mitarbeitet und seine schwangere Freundin unterstützt, geht Julia noch in die Schule. Es trifft sich, dass ihre Tante in Gelsenkirchen ein Reisebüro eröffnet hat und Julia anbietet dort ein Praktikum zu machen. Noch besser passt, dass der junge Mann ebenfalls im Ruhrgebiet wohnt. Am Ende bleibt doch alles beim alten und doch ist alles anders.

Ein leichter beschwingter Unterhaltungsroman von Tanja Janz. Den ersten Teil kenne ich noch nicht, werde das aber gerne nachholen. Das Buch ist jedoch ohne Vorkenntnis zu lesen, da jeweils eine andere Generation beschrieben wird. Dieses Mal sind wir in den 1970er Jahren und vieles habe ich wiedererkannt.

Der Schreibstil ist leicht und sehr lebendig. Man fühlt sich sofort an den Strand von Sankt Peter Ording versetzt um dieses Buch mit dem Wind um die Ohren zu lesen.

Bewertung vom 03.02.2024
Die Hexen von Cleftwater
Meyer, Margaret

Die Hexen von Cleftwater


sehr gut

Der Klappentext klingt sehr interessant, ein Buch über die Hexenverfolgung in East Anglia. Hauptperson Martha, eine Hebamme und Dienerin und stumm. Als ein Hexenjäger in dem Dorf auftaucht soll sie die Frauen auf Zeichen untersuchen. Als Hebamme hat sie viele der Kinder des Dorfes auf die Welt gebracht und kennt die Frauen doch in letzter Zeit kamen einige Kinder krank oder gar tot auf die Welt. Dadurch gerät sie selbst in Verdacht und muss vorsichtig sein. Ein Wachspüppchen soll sie dabei unterstützen.

Die absurde Hexenverfolgung wird eindrucksvoll und teilweise grausam beschrieben während die anderen Dorfbewohner lebhaften Anteil an der Verfolgung nehmen, muss Martha aufpassen um nicht selbst als Hexe denunziert zu werden.

Der Schreibstil ist eher nüchtern, teilweise direkt altmodisch und erinnert eher an ein Sachbuch als an einen Roman. Interessant finde ich die Tatsache, dass die Protagonistin stumm ist, zu einer Zeit wo falsche oder absurde Andeutungen von Mund zu Mund weitergetragen wurden um eine Frau als Hexe zu verdächtigen.

Bewertung vom 15.01.2024
Christmas at Tiffany's (Wunderschöne Weihnachtsromantik in New York)
Milán, Greta

Christmas at Tiffany's (Wunderschöne Weihnachtsromantik in New York)


sehr gut

Ally, reiches Upper Class Girl, ist eigentlich Stammkundin bei Tiffany's in New York doch nach einem Streit mit ihrem Vater trennt sie sich von der verlorgenen Scheinwelt der Reichen und Schönen und will ihren Schmuck wieder zu Geld machen. Doch das ist gar nicht so einfach, zum Glück hilft ihr ihre Bekanntheit einen Job als Verkäuferin zu ergattern und steht nun selbst auf der anderen Seite der Ladentheke.

Der Bruch mit ihrem bisherigen Leben bringt es mit sich, dass sie nun selbst einen täglichen Überlebenskampf ausführen muss. Was ihr jedoch nicht so gut gelingt ist die Trennung von Tristan. Eigentlich möchte sie niemanden mehr so nah in ihr Leben lassen. Doch dann kommt Lucien, ein Parfumeur in ihr Leben.

Das Setting, die Glitzerwelt von New York in der Weihnachtszeit wird gut umgesetzt. Auch die Personen werden gut dargestellt wobei Ally sich das eine oder andere Mal selbst im Weg zu stehen scheint. Der Schreibstil ist leicht, ein leichter lockerer Roman für die Weihnachtszeit allerdings kein absolutes Highlight.

Bewertung vom 14.01.2024
Die schreckliche Adele und die Galaxie der Bizarren
Mr. Tan;Le Feyer, Diane

Die schreckliche Adele und die Galaxie der Bizarren


ausgezeichnet

In diesem farbenfrohen chaotischen Buch von Adele geht es um ein galaktisch bizarres Abenteuer. Nachdem die Eltern ans andere Ende der Galaxie geschickt wurden, führen die Kinder ein freies Leben ohne Hausaufgaben und grünem Gemüse. Doch Jade hat andere Pläne und möchte, dass alle Kinder sich ihr unterordnen. Alle ? Nein, Adele und ihr Geisterfreund werden das schon verhindern.

Wie schon in den anderen Büchern ist Adele einfach besonders, stark und frech und sie läßt sich nichts sagen und dieses Mal geht es wirklich wild her. Interessant war auch der Besuch auf dem Planeten der Erwachsenen die endlich ohne Kinder ein ruhiges entspanntes und gesundes Leben führen können.

Ein farbenfrohes Buch mit viel Glitzer in Comic Form. Für jüngere Kinder gut geeignet aber auch ich, als älterere Leserin habe mich gut unterhalten gefühlt.

Bewertung vom 14.01.2024
Der Spurenfinder
Kling, Marc-Uwe;Kling, Johanna;Kling, Luise

Der Spurenfinder


sehr gut

Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen beschließt sich zur Ruhe zu setzen und zieht mit seinen Zwillingen in den langweiligsten Ort der Welt, Friedhofen. Während der Vater dort seine Ruhe findet, langweilen sich die Zwillinge zu Tode bis ein Mord geschieht. Jetzt muss der Vater noch einmal ran aber auch die Kinder wollen nicht untätig sein.

Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy, das Setting erinnert sehr an das Mittelalter mit den Erzählungen über einen Jahrmarkt im Nachbardorf das eine Stunde Fußmarsch entfernt ist und Fabelwesen die im Laufe der Geschichte auftauchen. Jugendbuch, da die Zwillinge mit ihrem Wortwitz eine große Rolle spielen und Kriminalkomödie mit dem Mord.

Jedoch hat das Buch einige Längen und Wiederholungen über die großartige Vergangenheit von Elos die jedoch nur angerissen wird. Der Schreibstil passt zu Marc Uwe Kling, fantasievoll und detailliert beschreibt er diese Welt. Allerdings passt das Buch nicht wirklich in ein Genre da alles nur angerissen wird. Der Komödie fehlt der besondere Witz, der Fantasy fehlt es an einem besonderen Weltenaufbau.

Bewertung vom 14.01.2024
Bevor die Welt sich weiterdreht
Brosch, Luca

Bevor die Welt sich weiterdreht


sehr gut

1917, die schwangere Krankenschwester Johanna kehrt nach einem Einsatz von der Front in ihre schweizerische Heimat Davos zurück wo ihre Eltern das Curhaus Cronwald unterhalten. Damit sie dennoch eine gute Partie abgibt, nimmt der Vater Johanna das Kind kurz nach der Geburt weg und zwingt sie Großrat Thanner zu heiraten.

Eine zur Kur im Hotel anwesende Gräfin und Spionin will Johanna helfen ihr Kind wieder zu sehen. Als Gegenleistung soll sie die deutsche Wehrmacht ausspionieren. So gerät die junge Johanna zwischen die Fronten und ist das Zünglein an der Waage das über Krieg oder Frieden entscheidet.

Das Buch ist eine interessante Mischung aus wahrer Geschichte und einem Spionageroman. Mir war nicht bekannt, dass das Buch auf einer schweizer Fernsehserie beruht. Im nachhinein erklären sich damit jedoch die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Johanna die teils schon überzogen sind. Nicht nur, dass sie das operieren allein durch zusehen lernte, beherrscht sie auch alles was Spione wissen müssen.

Der Schreibstil ist recht einfach mit kurzen klaren Sätzen mit dem es dem Autor gelingt einem sofort in die damalige Zeit zu versetzen.

Bewertung vom 14.01.2024
Stunde um Stunde
Fox, Candice

Stunde um Stunde


sehr gut

Vor 2 Jahren verschwindet die kleine Tilly Delany von einem belebten Strand. Ihre größere Schwester hätte auf sie aufpassen sollen, aber nach einem Besuch im Toilettenhaus fehlt von der kleinen Tilly jede Spur.

2 Jahre später sind die Eltern verzweifelt und werfen der Polizei vor die Angelegenheit vorschnell zu den Akten gelegt zu haben mit der Begründung Tilly sei ertrunken. Sie dringen in ein forensisches Institut ein in dem eine Menge Proben zu wichtigen Verbrechen lagern und auf eine Analyse warten. Den anwesenden Wachmann sowie einen Mitarbeiter der auch Sonntags zum arbeiten gekommen ist, nehmen sie als Geiseln. Eine zufällig vorbeikommende Journalistin wird die dritte Geisel. Sie drohen der Polizei, findet unsere Tochter oder wir zerstören jede Stunde eine der wichtigen Proben.

Die Polizei riegelt das Gebäude ab und bringt ein Großaufgebot in Stellung ohne sich um das Finden der verschwundenen Tochter zu scheren. Ein vor kurzem aufgeflogener Undercover Agent und eine junge Polizeianwärterin die bereits an ihrem Arbeitstag wieder entlassen wurde, machen sich auf die auswegslos scheinende Suche nach dem Kind.

Keine Frage, das Buch ist hochspannend und man fliegt geradezu durch die Seiten. Der Schreibstil ist packend und sehr lebendig. Wie bereits bei den anderen Büchern von Candice Fox die ich gelesen habe, spielen schräge, kaputte Personen eine wichtige Rolle. Dennoch hat das Buch einige Längen und war für mich trotz des packenden Endes etwas überfrachtet und unrealistisch

Bewertung vom 07.01.2024
Dieses schöne Leben
Brammer, Mikki

Dieses schöne Leben


ausgezeichnet

Clover wurde als 6-jährige von ihrem Großvater adoptiert nachdem ihre Eltern plötzlich ums Leben gekommen sind. Bei dem emeretierten Wissenschaftler umgeben mit vielen Büchern hatte sie eine schöne Zeit in New York. Sie kann es sich nicht verzeihen, nicht vor Ort gewesen zu sein als er starb und beschließt Sterbe-Doula zu werden. Sie widmet sich ganz der Pflege von todkranken Patienten in ihren letzten Stunden und Tagen.

Nach jedem Einsatz kehrt sie in die Wohnung des Großvaters zurück die sie übernehmen konnte und führ ein einsames Leben. Ab und zu trifft sie sich zum spielen mit einem älteren Nachbarn oder sie geht zu einem Death-Cafe wo andere Leute über ihre Ängste und Sorgen mit dem Tot reden. Dort trifft sie auch Sebastian der sie überredet sich um seine todkranke Großmutter zu kümmern.

Ein berührendes Buch um ein trauriges Thema das jedoch keinesfalls traurig daher kommt. Der Schreibstil ist ruhig und einfühlsam, die Personen werden gut dargestellt. Man erwartet bei einem solchen Thema kein Happy-End, doch es gibt zeitweise auch komische Begegnungen. Ein Buch das noch lange nachhallt und zum Nachdenken einlädt.

Bewertung vom 06.01.2024
Hope's End
Sager, Riley

Hope's End


sehr gut

Um das Haus Hope's End auf der Steilküste vor Maine rankt sich ein düsteres Familiengeheimnis. Die damals 17-jährige Leonora Hope wird 1929 verdächtigt ihre Eltern und ihre Schwester ermordet zu haben. Jetzt ist Leonora nach mehreren Schlaganfällen bewegungsunfähig und kann nicht mehr sprechen. Die junge Krankenhelferin Kit soll ihre neue Pflegerin werden nachdem sie etliche Zeit vom Dienst suspendiert war. Leonora Hope, die sich nur noch mit Hilfe von Klopfzeichen und einer Schreibmaschine kommunizieren kann, ist entschlossen Kit die ganze Geschichte zu erzählen.

Die Steilküste, die Menschen die auf Hope's End wohnen tragen zum düsteren Stimmungsbild bei. Der Schreibstil ist lebendig, die Spannung von Anfang an hoch, man kommt kaum dazu das Buch zur Seite zu legen. Doch was anfangs noch sehr abwechslungsreich und überaus spannend daherkommt endet dann für mich sehr überzogen und unglaubwürdig. Dann geht alles Schlag auf Schlag mit immer neuen Verwicklungen die das ganze sehr konstruiert wirken lassen.

Bewertung vom 30.12.2023
Die vermisste Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.2
Lane, Soraya

Die vermisste Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.2


ausgezeichnet

London in der Gegenwart. Claudia erhält bei einem Notartermin als Erbin ihrer Großmutter ein Kästchen überreicht mit einem handgemalten Wappen und einer Visitenkarte. Was hat es damit auf sich? Die Recherche beginnt in London und führt Claudia schließlich nach Kuba und Miami.

Kuba, 1950 hier lebt die junge Esmeralda als Tochter eines reichen Zuckerbarons mit ihren Schwestern. Bei einem Besuch mit ihrem Vater in Havanna lernt sie den jungen Briten Chritsopher Dutton in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Als der Vater dahinter kommt schließt er sie in ihren Räumen ein. Das führt zu einer Flucht der inzwischen schwangeren Esmeralda nach London.

Claudia fühlt sich auf Anhieb wohl auf der Insel auf der die Zeit still zu stehen scheint und sie verliebt sich in den Koch Mateo der einen beliebten Foodtruck betreibt. Gemeinsam mit seiner Mutter findet sie Nachkommen der Familie Diaz die die Insel nach der Revolution verlassen musste.

Dies ist mein erstes Buch von Soraya Lane und allein die Tatsache, dass das Buch auf Kuba spielt hat mich dieses Buch wählen lassen. Der Schreibstil, leicht und lebendig, teilweise mit ernsten Themen hat es mir leicht gemacht in dieses Buch einzutauchen. Ich freue mich auf weitere Bände dieser Reihe.