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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Venice
Wohnort: Oberursel
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 141 Bewertungen
Bewertung vom 08.09.2018
Nie wieder Amore!
Hennig, Tessa

Nie wieder Amore!


sehr gut

Die pensionierte Apothekerin Moni fühlt sich eigentlich noch zu jung um in einer Seniorenresidenz zu leben, Zwischenstation vor Endstation. Rundum sterben Leute und die Habseligkeiten werden in Müllsäcken entsorgt. Die Tochter Tanja bemüht sich um Abwechslung durch eine Kreuzfahrt.

Eines Tages erhält sie Post von zwei Deutschen die auf Sizilien eine Sprachschule aufmachen wollen und beim aufräumen auf Liebesbriefe von Moni und ihrem sizilianischen Liebhaber Vincenzo der vermeintlich vor etlichen Jahren gestorben ist. Moni beschließt noch einmal nach Sizilien zu fliegen, Enkel Jan kommt praktischerweise mit. Gemeinsam mit den beiden Deutschen entdeckt sie Sizilien wieder neu und trifft dort auf die Mafia.

Ein heiterer, locker geschriebener Roman der Lust auf Urlaub macht. Gelungene Lektüre für die Urlaubstage

Bewertung vom 08.09.2018
Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9
Carter, Chris

Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9


ausgezeichnet

Der inzwischen neunte Band von Chris Carter um Robert Hunter und seinem Partner Garcia beginnt wieder mit einem Blutbad zu dem die UV Einheit aus dem LAPD gerufen wird. Eine junge Frau liegt grausam ermordet in ihrer Wohnung, in der Tiefkühltruhe liegt ihre Katze. Die Suche führt die beiden Detectives in die Datenbank des FBI. Schon kurze Zeit später taucht das FBI in Los Angeles auf, allen voran der Abteilungsleiter der schon lange versucht Robert abzuwerben.

Nach etlichem Kompetenzgerangel werden die Ermittlungen gemeinsam fortgeführt da der Fall offensichtlich kein Einzelfall ist und das FBI schon seit Monaten mit der Ergreifung des Täters beschäftigt ist. Das Buch endet mit einer überraschenden Wendung und am Ende kann der Täter festgenommen werden.

Das Ende ist wieder sehr knapp gehalten, Hunter und Garcia berichten ihrer Vorgesetzten welche Schlüsse sie letztendlich zum Täter geführt haben.
Der Schreibstil ist lebendig, der Spannungsbogen wird hoch gehalten trotz einiger Längen. Das Ende finde ich irgendwie abstrakt, während Hunter im vorherigen Kapitel noch selbst angegriffen wird, ist im nächsten Kapitel der Täter schon gefasst. Als Leser wird man nicht mitgenommen wie die beiden die richtigen Schlüsse ziehen.

Das Buch endet mit einem Cliffhänger auf einen neuen Roman der bestimmt ebenso gut wird wie alle Bände von Chris Carter.

Bewertung vom 08.09.2018
Walter muss weg / Frau Huber ermittelt Bd.1
Raab, Thomas

Walter muss weg / Frau Huber ermittelt Bd.1


gut

Die alte griesgrämige Huberin freut sich am Tag der Beerdigung ihres Ehemannes Walter. Dieser ist nach 53 mehr oder weniger glücklichen Ehejahren im Freudenhaus des Nachbarortes plötzlich verstorben. Endlich ist sie frei und kann leben wie sie es sich vorgestellt hat.

Doch bei der Beerdigung geschieht ein Unglück. Der Sarg gerät ins Rutschen und aus dem Sarg purzelt nicht der arme Ehemann sondern der ortsbekannte Bestatter. Wo ist Walter? In der heruntergekommenen Wirtschaft beginnt der Leichenschmaus während die Polizei versucht zu ermitteln. Da kann sich die Huberin nicht zurückhalten und greift selbst ein.

Sie erkennt viele Abgründe in der trügerischen Dorfidylle des bayerischen Dorfes Glaubenthal. Mehr als ein Bewohner hat da Geheimnisse. Das Ende bringt dann eine andere als die vermutete Wahrheit ans Licht.

Der Schreibstil ist eher kompliziert. Viele verschachtelte Sätze machen das Lesen nicht leicht. Der bitterböse Humor blieb mir mehr als einmal auf der Strecke. Auf weitere Fälle mit Frau Huber werde ich wohl verzichten. Das war nicht so ganz mein Buch.

Bewertung vom 08.09.2018
Wie ich fälschte, log und Gutes tat
Klupp, Thomas

Wie ich fälschte, log und Gutes tat


sehr gut

Das Kleinstadtleben in Weiden erzählt in Tagebuchform des 16-jährigen Benedikt Jäger. Der erste Schultag nach den Ferien startet mit einer Ballonfahrt und anschließendem Fotoshooting nach der gewonnenen Landesmeisterschaft im Tennis. Wenig später sind die Meister auf einem Werbeplakat 'Geh ans Limit – ohne Speed' auf riesigen Plakaten überall zu sehen.
Zwischen normalen Schulalltag und Chillen im 'Butterhof' kommt auch ein Mädchen das sich Benedikt als Vorzeigefreund für ihre Mädels Clique aussucht.

Der Vater, Chirurg am örtlichen Krankenhaus, der ohnehin nie zu Hause ist, die Mutter die in Weiden wieder richtig aufblüht und mit den Lady-Lions Charity Barbeques gibt und sich ihr schwer beschäftigtes Leben durch Gefälligkeiten von ihrem Sohn erkauft, sind zufrieden solange ihr Sohn so gute Noten mit nach Hause bringt. Das dahinter ein geschicktes Täuschungsmanöver steckt, ahnen sie nicht.

Benedikt täuscht fleißig weiter, Noten unter Schularbeiten und seine Zeugnisse. Auch die Elternplattform der Schule läuft auf seine Fake-EMail.

Der Schreibstil in Jugendsprache manchmal ein wenig sehr heftig aber durchaus zum schmunzeln.
Ein nettes Buch für zwischendurch, mehr für mich allerdings nicht.

Bewertung vom 18.08.2018
Ein unvergänglicher Sommer
Allende, Isabel

Ein unvergänglicher Sommer


ausgezeichnet

Endlich wieder ein starkes bewegendes Buch von Isabel Allende. Mit einem eher melancholischen Erzählstil wird hier die Geschichte von drei völlig unterschiedlichen Menschen erzählt die das Schicksal an einem kalten Wintertag in Brooklyn zusammenführt.

Der ältere Professor Richard der alleine in einem großen Haus in Brooklyn wohnt hat eher eine Zweckgemeinschaft mit seinen vier Katzen. Doch als eine davon vergiftet in der Wohnung liegt, fährt er mit ihr im schlimmsten Wintersturm seit Jahren zum Tierarzt. Auf dem Rückweg fährt er einen Wagen an. Kein Problem denkt er, und gibt der verschüchterten jungen Frau seine Karte. Derweil hadert die Gastdozentin Lucia aus Chile im Souterrain des Hauses mit ihrem Schicksal das sie zu Richard nach Brooklyn führte und mit der Kälte in dem Kellerloch.
Am Abend taucht die junge Frau bei Richard auf. Da diese nichts redet beschließt er Lucia zu rufen die spanisch mit der jungen Frau redet. Evelyn, Kindermädchen aus Guatemala lebt ohne Papiere bei einer Familie wo sie sich um den behinderten Sohn kümmert.
Sie hat den Wagen des Familienvaters genommen um Besorgungen zu machen und dabei eine Leiche im Kofferraum gefunden. Zu dritt schmieden sie einen tollkühnen Plan. Der Wagen und die Leiche müssen verschwinden.

In den einzelnen Kapiteln wird dabei die Lebensgeschichte der drei unterschiedlichen Personen erzählt. Der Schreibstil ist wie gewohnt von Isabel Allende ausschweifend und leicht melancholisch.
Bei diesen heißen Temperaturen durch die Beschreibung des Schneesturms in New York eine willkommene Abwechslung.

Bewertung vom 18.08.2018
Todeskäfig / Sayer Altair Bd.1
Cooper, Ellison

Todeskäfig / Sayer Altair Bd.1


ausgezeichnet

Nachdem in Washington DC ein totes Mädchen gefunden wurde das offensichtlich in einem Käfig gefangen gehalten wurde wird das FBI mit Special Agent Sayer Altair eingeschaltet. Als die Identität des Mädchens festgestellt wird, die verschwundene Tochter eines hochrangigen Senators, wird der Fall für die Öffentlichkeit interessant. Der Senator versucht alles um das FBI im schlechten Licht dastehen zu lassen.
Dann verschwindet auch noch ein weiteres Mädchen während das FBI immer noch keinen Schritt weiter ist.

Dieses Buch hat mich wirklich eingefangen. Eine gnadenlose Jagd durch Washington mit geschickt gelegten Fährten auf der Suche nach dem wahren Täter. Ein bisschen Wissenschaft, ein sehr hoher Spannungsbogen, interessante Personen und ein Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte.

Hoffentlich werden wir in Zukunft noch weitere Bücher um Special Agent Sayer Altair lesen. Ich werde auf jeden Fall mit dabei sein.

Bewertung vom 29.07.2018
Der Alphabetmörder
Schütz, Lars

Der Alphabetmörder


ausgezeichnet

In einem beschaulichen Örtchen im Westerwald wird eine Leiche gefunden mit einem eingeritzten Buchstaben. Jan Grall und seine schweizerischen Assistentin, Rabea Wyler sind Fallanalytiker beim LKA und werden zur Hilfe gerufen. Ausgerechnet in der Heimatgemeinde von Jan gibt es offenbar einen Serienmörder. In kürzester Zeit gibt es immer mehr Leichenfunde mit eingeritzten Buchstaben. Der Mörder will wohl das Alphabet vollenden. Jan muss sich seiner Vergangenheit stellen und auch Rabea hat ein Päckchen zu tragen.

Am Anfang steht noch die Ermittlungsarbeit der örtlichen Polizei im Vordergrund während die beiden Fallanalytiker eher im Hintergrund bleiben und kaum etwas zur Aufklärung beitragen. Zum Ende hin kommt Schwung in die Geschichte und Jan Grall erkennt den wahren Mörder ausgerechnet in seiner Verwandtschaft. Dann rasten die Puzzlestücke plötzlich wie von selbst in die richtige Reihenfolge.

Das Ende wird gut und schlüssig aufgeklärt. Der Schreibstil ist lebendig, die Personen gut dargestellt und der Spannungsbogen ist hoch. Dennoch erschien mir das Buch etwas abstrakt. Dennoch freue ich mich auf einen weiteren Band mit den beiden Fallanalytikern.

Bewertung vom 25.07.2018
The Wife Between Us
Hendricks, Greer; Pekkanen, Sarah

The Wife Between Us


sehr gut

Vanessa hatte das perfekte Leben mit Richard bis er sie verlassen hat. Jetzt ist sie psychisch ein Wrack, einzig von dem Gedanken getrieben seine Hochzeit mit einer anderen zu verhindern. Das ist Nellie, eine junge Erzieherin die ihr Glück kaum glauben kann mit dem charismatischen Richard. Doch merkwürdige Dinge die in ihrem Umfeld geschehen bringen sie zum zweifeln.
Dann taucht auch noch eine dritte auf die die Wahrheit über Richard weiß.

Das Buch, erzählt aus den unterschiedlichen Seiten von Vanessa in Ich-Form teils in der Gegenwart teils in der Vergangenheit und aus Sicht von Nellie. Am Ende werden die Stränge zu einem Showdown zusammengeführt.

Der Schreibstil ist lebendig, die Personen und Gefühle gut dargestellt. Der Spannungsbogen wird gleichbleibend hoch gehalten trotz einiger Längen. Ein interessanter Plot aber den Hype um dieses Buch kann ich nicht ganz verstehen.

Bewertung vom 22.07.2018
Familie und andere Trostpreise
McDonagh, Martine

Familie und andere Trostpreise


sehr gut

Sonny lebt mit seinem Vormund in RB / SoCal und hat so einige Neurosen und Phobien wenn in seiner Gegenwart die Menschen diese merkwürdigen Knutsch- und Sauge-Geräusche machen. An seinem 21 Geburtstag ändert sich sein bisheriges Leben. Er erbt ein Vermögen und überwindet sich trotz seiner Umschlagphobie 5 Briefumschläge zu öffnen die ihm näheres über seine Eltern erzählen von denen er nur weiß das der Vater ein Guru war und die Mutter ihn nie kennenlernen wollte.

Er begibt sich auf Spurensuche in England und trifft dort Personen die seine Eltern kannten. In einzelnen Kapiteln erzählen die Personen aus dem Leben seiner Eltern und seiner Kindheit. Dabei erfährt man teilweise humorvolles oder auch trauriges. So muss er erkennen, dass sein Vormund einen Menschen umgebracht hat und auch sein ehemaliges Kindermädchen einen Menschen auf dem Gewissen hat. Zum Ende hin wird es versöhnlich. Nachdem Sonny sich mit seiner eigenen Familie nicht identifizieren kann, sucht er sich Leute aus die seine Ersatzfamilie werden.

Das Buch ist in Form eines langen Briefes an seine unbekannte Mutter geschrieben. Die einzelnen Personen sind gut dargestellt. Der Schreibstil ist lebhaft, teilweise humorvoll aber auch mit ein paar Längen. Insgesamt mal ein sehr außergewöhnlicher Roman.

Bewertung vom 15.07.2018
Tote haben kalte Füße / Bullenbrüder Bd.2
Rath, Hans; Rai, Edgar

Tote haben kalte Füße / Bullenbrüder Bd.2


sehr gut

Kommissar Holger Brinks wird von seiner 'Quotenchefin' gebeten möglichst unauffällig das Verschwinden einer Bekannten aufzuklären. Der Name, Die Sommer Schwestern, sagt Brinks zunächst nichts. Die Schwestern stellen 'Smoothies' her, von denen auch seine Frau ganz angetan ist. Essen wird offensichtlich völlig überbewertet.
Sein Bruder, Privatdetektiv Charlie, der immer noch in der Gartenhütte seines Bruders lebt, soll für eine alte Bekannte den Seitensprung ihres Ehemanns beweisen. Dann verschwindet der Ehemann plötzlich und die beiden ermitteln gemeinsam.

Der Anfang ist etwas zäh und die Geschichte braucht etwas um in Gang zu kommen. Aufgelockert durch die etwas überzeichneten Hochzeitspläne der Mutter der Brüder, wird es zum Ende hin sehr rasant und gefährlich.

Der Schreibstil ist locker und flüssig, mit viel Wortwitz kann man dieses kleine Buch sehr schnell lesen. Für Hardcore Krimifans eher ungeeignet ist es ein nettes Buch für zwischendurch.