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Benutzername: Venice
Wohnort: Oberursel
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 121 Bewertungen
Bewertung vom 13.05.2018
Kluftinger / Kommissar Kluftinger Bd.10
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Kluftinger / Kommissar Kluftinger Bd.10


ausgezeichnet

Kluftinger ist endlich Opa geworden und fährt sein Enkelkind stolz an Allerheiligen über den Friedhof. Dort entdeckt er zum Schrecken aller, ein Kreuz mit seinem Namen drauf. Endlich wird das Geheimnis um Klufingers Vornamen gelüftet und man erfährt allerlei persönliches über ihn.
Angefangen mit Rückblicken aus seiner Jugend und seinen Freunden bis zu den Anfängen als Streifenpolizist und dem Kennenlernen seiner Frau Erika.

In diesem Jubiläumsband haben die Schriftsteller Klüpfel und Kobr wieder ein Feuerwerk gezündet. Es ist unerheblich das die Spannung in diesem Kriminalroman im Hintergrund bleibt, Im Alltagsleben von Opa Kluftinger, seiner Familie und dem Arzt Langhammer und seinem neuen Gefährten gibt es genug lustige Begebenheiten die Kluftinger teils sehr tollpatschig meistert. Am Ende geht es dagegen richtig zur Sache und Kluftinger gerät selbst in Lebensgefahr.

Auch ein anderer Kommissar aus einer deutschen Krimiserie hat einen kurzen Gastauftritt und ein anderer wird zumindest namentlich erwähnt. Ein Maulwurf in den eigenen Reihen wird enttarnt und verliert letztendlich sein Leben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr lebendig mit allerlei deftigen Flüchen und teilweise wirklich humorvollen Abschnitten.
Ich freue mich auf hoffentlich noch viele weiteren Bände um Kommissar Kluftinger aus dem beschaulichen Altusried.

Bewertung vom 09.05.2018
Das Meer löscht alle Spuren / Nora Sand Bd.2
Theils, Lone

Das Meer löscht alle Spuren / Nora Sand Bd.2


sehr gut

Nora Sand arbeitet als Auslandskorrespondentin einer dänischen Zeitung in London. In einem etwas ungünstigen Moment erhält sie einen Anruf ihres Chefs aus Dänemark. Ein bekannter iranischer Dichter ist in einem dänischen Flüchtlingsheim und will nur ihr ein Interview geben. Wie sich herausstellt, wurde Manash Ishmail während der Flucht von seiner Frau getrennt. Beide wollten nach Großbritannien. Doch die Spur von Amina verliert sich in London und er bittet Nora in London nach ihr zu suchen.
In London stößt Nora jedoch schnell an ihre Grenzen stattdessen kommt sie einem anderen Geheimnis auf die Spur.

Dieses ist das erste Buch von Lone Theils das ich gelesen habe. Der Klappentext versprach Spannung, diese ist leider irgendwann auf der Strecke geblieben. Der Schreibstil wirkt oft unbeholfen, es wird viel über die Internetrecherche gesprochen, die Personen wirken nicht sehr lebendig dargestellt und bleiben für mich etwas farblos. Das Buch hat ziemliche Längen, auch wenn der Plot durchaus brisant und spannend ist.

Bewertung vom 09.05.2018
Töchter wie wir
Kunrath, Barbara

Töchter wie wir


gut

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag blickt Mona auf ihr bisheriges Leben zurück. Von den Eltern nie richtig wahrgenommen und geliebt verbrachte sie ihre Kindheit. Eine gescheiterte Beziehung und im Job ist sie auch nicht zufrieden.

Beim Einkaufen entdeckt sie ein kleines Mädchen das einen Ladendiebstahl begeht. Angezogen von den traurigen Augen des Mädchens nimmt sie sich ihrer an.
In der Zwischenzeit ist Hella, ihre Mutter, Alkoholikerin und an Brustkrebs erkrankt, kümmert sich nur um ihr Vermögen während Mona jeden Cent zweimal umdrehen muß.

Die Thematik, Mütter und ihre Töchter ist an sich sehr interessant, leider finde ich den Schreibstil fast schon deprimierend und an manchen Stellen sehr langatmig. Am Ende ist ein wenig zu viel Happy End. Irgendwie war das Buch nicht so ganz meins.

Bewertung vom 20.04.2018
Spreewaldrache / Klaudia Wagner Bd.3
Dieckerhoff, Christiane

Spreewaldrache / Klaudia Wagner Bd.3


sehr gut

Im Kommissariat Lübbenau herrscht gerade Ruhe, also soll als Teambuilding im tiefsten Spreewald gewurstet werden. Die Kommissarin Klaudia Wagner kann sich besseres vorstellen. Kurz darauf kommen die Kollegen. Daniel, der Sohn der Leiterin des Seminars, wurde niedergeschlagen und liegt im Krankenhaus.

Er gibt zwar vor sich nicht zu erinnern, dabei tut er es ganz genau. Auch die Mutter scheint ein Geheimnis zu hüten.
Klaudia wühlt in alten Polizeiberichten und entdeckt eine alte Familienfehde.

Leider ist es mir schwergefallen die Sprünge in den Kapiteln so schnell nachzuvollziehen und die vielen Personen zuzuordnen. Auch nimmt das Buch vieles aus den Vorgängerbüchern auf was das Privatleben des Kommissariats in Lübbenau angeht.

Der Schreibstil ist eher ruhig, die idyllische Landschaft des Spreewalds wird gut dargestellt. Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. Der Cliffhänger am Ende zeigt, das es eine Fortsetzung geben wird. Ich müsste wohl eher mit dem ersten Band beginnen um die Personen besser zu verstehen.

Bewertung vom 20.04.2018
Böse Schwestern / Ellen Tamm Bd.2
Bley, Mikaela

Böse Schwestern / Ellen Tamm Bd.2


sehr gut

Die Reporterin Ellen Tamm ist nach dem letzten Fall mit dem toten Mädchen immer noch traumatisiert und krank geschrieben. Nach Jahren fährt sie wieder zu ihrer Mutter in den Norden mit dem sie allerdings auch traumatische Erlebnisse verbindet, verschwand dort doch im Alter von 8 Jahren ihre Zwillingsschwester. Ein Ereignis das sie bis heute nicht überwunden hat.

Eines Tages stößt sie auf einen Unfall mit einer Toten. Ihr journalistischer Spürsinn ist geweckt und so versucht sie dort für ihren Sender TV-24 eine Story aufzudecken. In der Presse findet sich kein Hinweis auf die Tote und die Polizei mauert.

Die erste Hälfte ist sehr langatmig es geht viel um die psychisch labile Ellen Tamm. Auch die Nebenpersonen Alexandra und Hanna konnte ich nicht einordnen. Erst im zweiten Teil wird es etwas spannender. Ein richtiger Thriller ist das Buch allerdings nicht dazu fehlte es mir an Spannung. Ein paar weniger Seiten wären besser gewesen. Immerhin gelingt es Ellen das Trauma um ihre tote Zwillingsschwester aufzuarbeiten. Das Ende legt nahe, das es eine Fortsetzung geben wird. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die lesen möchte.

Bewertung vom 15.04.2018
NACHTWILD
Phillips, Gin

NACHTWILD


ausgezeichnet

Joan ist wie so oft mit ihrem 4 jährigen Sohn Lincoln nachmittags in einer abgelegenen Stelle des Zoos als sie Schüsse hört. Kurz vor Schließung brechen sie auf. Irgendwie kommt Joan die Situation merkwürdig vor, es ist sonst niemand unterwegs. Auf einer Wiese sieht sie Leichen liegen und beschließt nicht weiter zum Ausgang zu gehen sondern sich zu verstecken.

Sie landet schließlich in einem leeren Gehege wo sie mit ihrem Mann telefoniert. Es gab eine Schießerei mit Geiselnahme im Zoo.
In einem weiteren Teil wird die Geschichte der Geiselnehmer beschrieben und wie sie einfach so im Zoo auf die Jagd nach Tieren und Menschen gehen.
Dazwischen sind immer wieder kurze Einblicke in das Familienleben von Joan.

In diesem Buch geht es weniger um das Verbrechen sondern um Mutterliebe, alleine mit ihrem kleinen Sohn nachts im Zoo. Das macht Gänsehautfeeling pur. Der Schreibstil ist lebendig, man kann sich gut in die Personen einfinden und der subtile Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch. Eine klare Leseempfehlung

Bewertung vom 14.04.2018
Tiefer denn die Hölle / Martin Bauer Bd.2
Gallert, Peter; Reiter, Jörg

Tiefer denn die Hölle / Martin Bauer Bd.2


ausgezeichnet

Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Einsatz gerufen. In einem stillgelegten Bergwerk wurde eine mit Honig übergossene Leiche gefunden. Bauers Amtskollege Monsignore Vaals hat bei dessen Anblick einen Herzinfarkt erlitten.

Auf der Fahrt ins Krankenhaus murmelt Vaals einige Worte, er hätte vor 10 Jahren nicht aufgepasst. Bauer beschließt etwas über die Vergangenheit von Vaals herauszufinden. Dabei stößt er auf dunkle Geheimnisse und Anschuldigungen. Als es Bauer gelingt das Dickicht zu durchbrechen ist es fast zu spät.

In dem zweiten Fall um Polizeiseelsorger Bauer unternimmt viele Alleingänge und kommt dem Geheimnis der Leiche aus dem Bergwerk sowie weiterer Morde schneller auf die Spur als die Polizei um Kommissarin Verena Dohr mit ihren Kollegen die viel mit internen Streitigkeiten befasst sind.

Der Schreibstil ist flüssig und lebendig, auch ohne Vorkenntnisse des ersten Teils kommt man gut in die Geschichte rein. Dem Privatleben der Hauptpersonen wird nicht übermäßig viel Platz eingeräumt. Der Spannungsbogen ist gleichbleibend hoch bis zur hochdramatischen Rettungsaktion aus einem eingestürzten Bergwerksschacht.

Ich bin gespannt ob es einen weiteren Teil geben wird. Diesen würde ich ebenfalls gerne lesen.

Bewertung vom 10.04.2018
Die Königin von Lankwitz
Urlacher, Max

Die Königin von Lankwitz


sehr gut

Bea und Irene lernen sich im Knast kennen. Irene hat vor 8 Jahren ihren Mann mit Genuß überfahren und Bea wurde von ihrem Chef reingelegt und landete ebenfalls im Knast. Beide sind Anfang 50 und stehen frisch entlassen ohne berufliche Perspektive da. Daher gründen sie eine WG und haben bald eine skurile Geschäftsidee. Auf Wunsch räumen sie ungeliebte Ehemänner aus dem Weg.

Doch sie sind nicht alleine in dem Geschäftsfeld unterwegs und treffen auf ihre Mitbewerberinnen, 3 Frauen ebenfalls aus Lankwitz, haben eher politisch motivierte Pläne ungelegene Personen aus dem Weg zu räumen.

Der Schreibstil ist locker leicht, selbst wenn nicht in Dialekt geschrieben, so doch mit Berliner Schnauze. Die Personen sind teilweise sehr überzeichnet aber das Buch erhebt keinen Anspruch auf Glaubhaftigkeit. Eine bitter böse Satire, gut zum mal eben schnell lesen.

Bewertung vom 06.04.2018
Alles was glänzt
Gamillscheg, Marie

Alles was glänzt


gut

Seit Jahren wurde der Berg ausgehöhlt und alles wertvolle abgebaut. Jetzt droht der Berg zusammenzubrechen. Ganz langsam oder mit einem großen Schlag ? Am Fuße des Berges in einem kleine Dorf fragen sich das die letzten Bewohner.

Was bleibt wenn nur noch die Ernennungsplakette zur Stadt im Boden bleibt während die Jungen das Dorf verlassen und nur die dableiben die nicht fort können. Einen hat es schon erwischt. Mit dem Auto hat Martin die Kontrolle verloren und aus einer Kurve geflogen.

Merkwürdig distanziert werden die Erlebnisse in dem Debütroman von Marie Gamillscheg erzählt und lassen mich etwas ratlos zurück. Literarisch bestimmt toll beschrieben, aber leider nicht das richtige für mich.

Bewertung vom 06.04.2018
Schweigegelübde / Emma Vaughan Bd.2
Bierach, Barbara

Schweigegelübde / Emma Vaughan Bd.2


ausgezeichnet

Emma Vaughan, alleinerziehende Mutter arbeitet bei der irischen Kriminalpolizei. Nach einem Unfall ist sie tablettensüchtig. Jetzt soll sie zu einem Drogentest ins Krankenhaus. Dort trifft sie auf den Ehemann ihrer Freundin der sie um Mithilfe bittet. Seit einiger Zeit sterben ältere Leute die eigentlich beste Chancen hätten wieder gesund zu werden.

Sie überredet ihren Chef die Ermittlungen aufzunehmen. Bald kommt es unter den Augen der Polizei erneut zu einem Toten. Wer hat ein Interesse kranken Menschen etwas anzutun. Privat hat Emma es auch nicht leicht, ihr pupertärer Sohn hat eine Freundin die sich als Hackerin entpuppt. Ihr Exmann der beschuldigt wird Mitglied der IRA zu sein sitzt im Gefängnis.

Der 2. Teil um Emma Vaughan nimmt viel Bezug auf die verpatzten Details des ersten ungelösten Falles. Damals hat Emma eine Verdächtige laufen gelassen da sie bereits mehr als genug Unheil erlitten hat. Jetzt kommt es wieder zu rätselhaften Todesfällen. Trotz ihrer Tablettensucht gelingt es Emma die Fäden zu entwirren und den ersten irischen Serienmörder der im Krankenhaus gemordet hat zu entlarven.

Der Schreibstil ist ruhig, passend zur Beschreibung der irischen Landschaft, große Spannung kommt nicht auf, und doch hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf eine Fortsetzung mit Emma und ihrem Partner James.