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Benutzername: Venice
Wohnort: Oberursel
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 159 Bewertungen
Bewertung vom 27.01.2019
Taurus. Die Erben der Macht / Die Sternen-Saga Bd.1
Templar, Michael

Taurus. Die Erben der Macht / Die Sternen-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Die 13jährige Nathalie reist mit ihrem berühmten Großvater, einem Astronomie-Wissenschaftler um die Welt. Als dieser in London einen Vortrag halten soll, wird sie allerdings nicht eingelassen. Zusammen mit dem gleichaltrigen Giles und seinem Bodyguard gelangen sie trotzdem in die Vorlesung. Natalie ist geschockt von dem was Avery Hardaker dort erzählt und muß miterleben wie er von mysteriösen Wesen entführt wird.

Da die Polizei ihren Großvater eher als Dieb von arhäologischen Gegenständen darstellt anstatt ernsthaft nach ihm zu suchen begibt Natalie sich gemeinsam mit Giles und seinem Bodyguard auf die Suche. Sie reisen von Griechenland nach Ägypten zu einer alten Ausgrabungsstätte mitten in der Wüste und zurück nach London und Paris.

Das Buch verbindet auf abenteuerliche Weise die Themen Astrologie, Mythologie und Fantasy miteinander. Der Schreibstil ist sehr lebendig und rasant und auch für Erwachsene gut und schnell zu lesen.

Bewertung vom 27.01.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


sehr gut

Kommissarin Karen Eiken Hornby erwacht verkatert in einem Hotelzimmer wo sie die Nacht mit ihrem Vorgesetzten, Jounas Smeed nach einem Austernfest verbracht hat. Was für ein Schock, sie verlässt das Hotelzimmer und fährt erst einmal nach Hause in der Hoffnung das niemand den peinlichen Fehltritt bemerkt.

Doch mit einem entspannten Tag wird es nichts denn kurz darauf wird sie zu einem Mord gerufen. Ausgerechnet die Ex-Frau ihres Vorgesetzten die sie auf ihrem Heimweg noch gesehen hat, wurde erschlagen in ihrem Haus aufgefunden. Der Ehemann ist automatisch verdächtigt und kann daher die Ermittlungen nicht selbst leiten. Also muss Karen das Team der Ermittlung anführen.

Die Ermittlungen verlaufen zäh obwohl die Örtlichkeiten, auf der vor tausenden von Jahren untergegangenen Inselgruppe Doggerland, überschaubar sind und sich die Inselbewohner alle kennen. Zwischendurch sind kurze Rückblicke auf die Vergangenheit eingestreut aus dem Leben einer Kommune die sich auf der Insel angesiedelt hat. In einem spannenden Showdown kommt es dann zum großen Finale.

Durch die teilweise sehr ausführliche Beschreibung der Örtlichkeiten und Personen und die langandauernden Ermittlungen hat das Buch einige Längen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen das Leben auf einer rauen Inselgruppe zwischen Großbritannien und Dänemark zu beschreiben. Zum Ende hin wird das Buch spannend und ich bin wirklich gespannt auf die weiteren Teile dieser Trilogie die ich gerne lesen möchte.

Bewertung vom 27.01.2019
Die Schneeschwester
Lunde, Maja

Die Schneeschwester


ausgezeichnet

In der Schwimmhalle begegnet der 9jährige Julian das erste Mal Hedvig. Sie presst ihr mit Sommersprossen bedecktes Gesicht und ihre roten Haaren an die Scheibe während er drinnen seine Runden dreht. Mit seinem besten Freund John kommt er seit dem Sommer nicht mehr so gut klar. Im Sommer starb seinen ältere Schwester Juni und jetzt, kurz vor Weihnachten ist immer noch alles anders. Die Eltern von Julian wirken wie Kopien ihrer selbst und der Alltag wirkt nur noch grau und eintönig. Auch die 5jährige Augusta ist von der Traurigkeit gepackt.

Dabei war früher Weihnachten ein schönes Fest, alles war bunt und festlich geschmückt. Dieses Jahr feiert Julian an Weihnachten seinen 10 Geburtstag doch es scheint als ob Weihnachten in der Familie dieses Jahr ausfallen würde.

Es ist wirklich eine sehr emotionale Weihnachtsgeschichte die Maja Lunde hier erzählt. Mit einem sehr einfühlsamen Schreibstil versucht sie das Thema Tod und Trauer für Kinder aufzubereiten. Zusammen mit den Illustrationen von Lisa Aisato macht es das Buch zu einem wunderschön gestalteten Kinderbuch von dem auch Erwachsene noch ergriffen werden.

Bewertung vom 30.12.2018
Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6
Theurillat, Michael

Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6


gut

Eine Krimiserie die in der Schweiz spielt ist mal eine überraschende Abwechslung und war mein erster Roman von Michael Theurillat.

Auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände kann man diesen Roman gut lesen. Der Züricher Kommissar Eschenbach kehrt nach einem Sabbatical zurück ins Büro. Seine Vertreterin bleibt jedoch weiterhin im Dezernat. Der Todesfall eines 62 jährigen erweckt seinen Verdacht. All zu schnell sollte hier der Fall wegen Selbstmord aus Einsamkeit geschlossen werden.

Die Wohnung wirkte wie frisch renoviert und sehr leer und unpersönlich. Eschenbach ermittelt auf eigene Faust da ihn auch die Chefin bremsen will.

In einem weiteren Erzählstrang geht es um den ehemaligen Polizeiarchivar Ewald Lenz, ein Bekannter von Eschenbach. Dieser erhält einen Anruf eines alten Bekannten und wird gebeten ein Päckchen nach Freiburg zu bringen. So macht er sich auf den Weg und trifft in Freiburg auf eine alte Freundin und lässt sich überreden bei ihr im Schwarzwald zu übernachten.

In Zürich stellt sich derweil heraus das der Tote mit dem Terrorismus in Verbindung gebracht wird ebenso wie Ewald Lenz den Eschenbach verzweifelt in der Schweiz sucht.

Das Thema Terrorismus ist sehr aktuell und brisant, hat mich persönlich in einem Kriminalroman aber irritiert. Der Schreibstil ist recht flüssig und lässt sich gut lesen, jedoch fehlte mir etwas die Spannung und manche Nebenschauplätze waren zwar interessant zu lesen aber für diesen Roman fehl am Platz.

Bewertung vom 30.12.2018
Die verlorene Schwester
Winterberg, Linda

Die verlorene Schwester


ausgezeichnet

ein grausames Kapitel in der Geschichte der Schweiz und das nicht im dunklen Mittelalter sondern bis in die 80 Jahre des letzten Jahrhunderts. Kinder wurden 'fremdverwahrt' und mußten auf Bauernhöfen Sklavenarbeit leisten.

In dem Buch wird die Geschichte der Schwestern Marie und Lena erzählt. Nach dem Tod des Vaters kann die Mutter sich nicht mehr um die Kinder kümmern und beide werden zunächst in einem Kinderheim untergebracht und später getrennt verdingt. Lena trifft es hart, auf dem Hof muss sie hart arbeiten und wird vom Sohn der Bäuerin vergewaltigt. Marie scheint es besser getroffen haben doch auch ihr Geschichte endet tragisch.

In der Gegenwart erfährt die Investmentbankerin Anna nur durch einen Zufall das sie als Kind adoptiert wurde. Sie macht sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt während man den Kopf über solche Grausamkeiten schüttelt. Beeindruckend wie die Geschichte hier aufgearbeitet wird. Eigentlich wäre es mit Marie und Lena schon genug gewesen. Die Teile von Anna in der Gegenwart haben oft nicht in den Fluß gepasst.
Ich hatte vorher noch nie von Verdingkindern gehört, ihr Schicksal passt eher in das Mittelalter als in die heutige Zeit. Ein sehr berührendes Buch.

Bewertung vom 30.12.2018
Mit Karacho in den Winter / Ziemlich beste Schwestern Bd.3
Welk, Sarah

Mit Karacho in den Winter / Ziemlich beste Schwestern Bd.3


ausgezeichnet

Die Schwestern Mimi und Flo freuen sich auf den Winter. Um die im ersten Schnee gebaute Stadt vor dem Schmelzen zu retten muß halt auch mal der Gefrierschrank ausgeräumt werden. Dafür gibt es anschließend ein Festessen mit den angetauten Lebensmitteln.
Wenn man sich bei den neuen Schuhen nicht entscheiden kann, müssen es eben beide Paare sein. Und wenn beim Katzefüttern etwas daneben geht, dann landet das Katzenfutter leider im Schlittschuh des Vaters.

Lustige Geschichte rund um den Winter mit sehr schönen Illustrationen, geeignet für kleine Mädchen zum Lesen und Vorlesen. Auch als Erwachsener fühlt man sich hier gut unterhalten.

Bewertung vom 30.12.2018
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

Zum inzwischen 9. Male muß der eher beschauliche Taunus als Schauplatz für grausame Morde herhalten.

Auf einem großen Grundstück wird von der Zeitungsbotin der alleinlebende Theo Reifenrath tot aufgefunden. Die Polizei geht anfangs von einem natürlichen Tod aus doch bald darauf werden auf dem Grundstück die verwesten Leichen mehrerer Frauen gefunden. Die Kriminalpolizei Hofheim ermittelt. Der Verstorbene hat jahrelang mit seiner Frau Pflegekinder versorgt und ihnen nach außen hin ein gutes Zuhause geboten. Doch die Wahrheit ist eine andere. Die Geschichten der Pflegekinder ist grausam und noch immer nicht vergessen.

Es gibt viele Verdächtige. Der Täter kommt in einem anderen Erzählstrang ebenfalls zu Wort. Der Schreibstil ist lebendig und bis zum packenden Finale sehr spannend. Die verschiedenen Erzählstränge fügen sich am Ende wieder zusammen. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Fälle mit Oliver von Bodenstein und Pia Sanders.

Bewertung vom 30.12.2018
Die Plotter
Kim, Un-Su

Die Plotter


gut

Ein Buch von einem koreanischen Autor das in dieser mir unbekannten Welt von Korea spielt hat mich neugierig gemacht und ich habe mich gefreut dieses Buch lesen zu dürfen. Der Anfang war vielversprechend, ein Auftragskiller der einen alten Mann erschiessen soll aber den richtigen Moment nicht findet und am Ende bei dem Mann in der Hütte übernachtet und mit ihm gemeinsam ißt. Erst am nächsten Morgen führt er seinen Plan aus. Raseng, ein Auftragskiller, einst aus einer Mülltonne gefischt, wuchs bei einem Herrscher dieser Gruppe in dessen Bibliothek auf, bringt sich selbst das Lesen bei und verschlingt die Bücher die in dieser Bibliothek stehen in die sich sonst niemand verirrt. Als er selbst in die Fänge der geheimnisvollen Plotter gerät, taucht er unter und arbeitet in einer Fabrik und verliebt sich sogar in eine Frau. Der Schreibstil ist sehr literarisch, die Personen werden gut beschrieben aber dennoch nicht sehr lebendig sondern eher im Erzählspiel. Es dreht sich immer nur um Mord der auftragsgemäß ausgeführt wird, jedoch nicht wirklich blutrünstig. Das hat mich am Ende ein wenig gestört. Das Cover ist auf jeden Fall ein Hingucker, eine blutbespritzte Blume und der Schnitt mit roten Flecken.

Bewertung vom 30.12.2018
Redemption Point
Fox, Candice

Redemption Point


sehr gut

Ted Conkaffey, Ex-Polizist in Australien wird seine Vergangenheit nicht los. Zur falschen Zeit am falschen Ort wurde er beschuldigt eine 13-jährige missbraucht zu haben. Er flieht nach Crimson Lake und tut sich dort mit Amanda Pharrell zusammen die dort als Privatdetektivin arbeitet. Beide werden zu einem Mord an 2 jungen Leuten in einer Bar gerufen da der Vater des Opfers kein Vertrauen in die dortige Polizei hat.

Dann wird Ted wieder von seiner Vergangenheit eingeholt, jetzt taucht der Vater des damals missbrauchten Mädchens bei ihm auf der immer noch Rache schwört. Eher in einer Zweckgemeinschaft raufen sich Bingley und Ted zusammen in der Hoffnung den wahren Täter dingfest zu machen.

Zu einer Nebensache wird der Mord in der heruntergekommenen Bar in Crimson Lake. Unterstützt von einer blutjungen unerfahrenen Polizistin mischt Amanda die Ermittlungen in ihrer kindlichen unkomplizierten Art auf. Und löst am Ende fast eigenhändig den Fall.

Das Buch hat leider einige Längen, immer und immer wieder wird die verzweifelte Lage von Ted erzählt, seine zerrüttete Ehe und sein ewiges Versteckspiel. In dem anderen Fall wird Amanda immer wunderlicher und kindlicher, die Polizei ist machtlos und unfähig richtig zu handeln. Ein wenig Spannung kommt auf als Ted sich in einer Fernsehshow stellt und eine ehemalige Schulkameradin neue Anschuldigungen erhebt. Das erweist sich jedoch bald wieder als eine Lüge.

In Tagebucheinträgen kommt der wahre Täter von damals zur Sprache. Ein Zusammentreffen mit seinem heimlichen Idol kommt der Lösung nahe.
Das große Showdown am Ende ist rasant, wenn auch ein wenig schnell. Beide Fälle können aufgeklärt werden. Ob es eine Fortsetzung geben wird ist offen.

Bewertung vom 18.11.2018
Der Mann am Grund
Procházková, Iva

Der Mann am Grund


ausgezeichnet

Gerade das neue Setting für einen Krimi hat mir gut gefallen. Leider kommt von Prag nicht sehr viel rüber.

Ein Mann wird tot im Auto am Grund eines Sees aufgefunden. Er war Polizist und bekannt durch eher unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Marian Holina und sein neuer junger Kollege begeben sich auf Spurensuche und stoßen auf eine Menge Verdächtige. Der tote Kollege war kein unbeschriebenes Blatt. Als der Kreis immer größer wird muß Verstärkung her, darunter auch Holinas Geliebte, die Astrologin Sabina, pikanterweise die Ehefrau eines Kollegen.

Mit den vielen tscheschichen Namen habe ich mir sehr schwer getan in die Geschichte reinzukommen. Sie klingen zu ähnlich und unaussprechlich. Da hätte ein Personverzeichnis geholfen. Der Anfang und das Ende sind sehr spannend, der Schreibstil – bis auf die Namen – flüssig. Der Mittelteil hat leider viele Längen.

Interessanterweise stehen eindeutig die Ermittlungen im Vordergrund, die Lebensgeschichte der Personen nimmt eine untergeordnete Rolle ein.
Bin mir noch nicht sicher ob ich einen zweiten Teil lesen möchte. Die vielen tscheschichen Namen haben es mir schwer gemacht