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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Venice
Wohnort: Oberursel
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Danksagungen: 7 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 225 Bewertungen
Bewertung vom 01.08.2020
Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3
Winkelmann, Andreas

Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3


ausgezeichnet

Jens Kerner ist eher unfreiwillig auf seiner eigenen Geburtstagsparty die Becca für ihn organisiert hat. Als auch noch sein verhasster Bruder auftaucht ist es zu viel und er verschwindet in die Nacht. Im Stadtpark trifft er auf seine Kollegin die zu einem mysteriösen Fund gerufen wurde. Ein Auto steht mit offener Fahrertür am Straßenrand mit einem aufgemalten Hashtag und im Park wird eine junge Frau tot auf einer Bank auf, ihr Gesicht mit fluoreszierender Farbe bestrichen.

Innerhalb kurzer Zeit tauchen immer mehr Autos mit Hashtags auf und Frauen werden tot aufgefunden. Einzige Gemeinsamkeit, der neue Fahrdienst der Stadt ‚MyDriver‘. Jens Kerner und sein Team ermitteln fieberhaft zumal die Enfürten in einem auf Instagramm veröffentlichen Video die Botschaft senden ‚findemich innerhalb 24 Stunden, ein leuchtendes Zeichen für das Versagen der Polizei‘. Diese Aufforderung scheint sich direkt an Jens Kerner zu richten obwohl dieser mit jeglicher Form der sozialen Medien ein ambivalentes Verhältnis hat. Immer mehr Hinweise deuten auf das Umfeld von Jens Kerner der trotz Suspendierung mit seinen Kollegen weiter ermittelt.

Mein erster Krimi von Andreas Winkelmann seit längerem. Das es der dritte Teil einer Reihe ist war mir gar nicht bewusst. Ich denke auch ohne Vorkenntnisse der Personen hat man einen guten Einstieg erhalten und der hohe Spannungsbogen von Anfang bis Ende halten einem im Lesefluss. Nach unvorhersehbaren Wendungen kommt es zu einem gut erklärten Ende.

Bewertung vom 22.07.2020
Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1
Stern, Anne

Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1


sehr gut

Hulda Gold ist eine Hebamme im Berlin der 20er Jahre. Für die damalige Zeit ist sie sehr gewitzt und taff. Das Schicksal der Frauen und der Geburten liegen ihr sehr am Herzen. Bei ihren Hausbesuchen trifft sie sowohl auf arme Familien in den Hinterhöfen als auch auf reiche Frauen. So ist sie sehr erschüttert als sie bei einem Besuch erfährt das die Nachbarin der Schwangeren tot aus dem Landwehrkanal gefischt wurde.

Weil ihr das nicht aus dem Kopf geht stellt sie selbst Recherchen an und trifft auf den Kriminalkommissar Karl North der eigentlich eher unwillig ermitteln will.

Die Beschreibungen der Lebensumstände in Berlin der 20er Jahre ist sehr gelungen und die eingestreuten historischen Ereignisse machen das Buch lesenswert. Der Schreibstil ist recht einfach und man hat das Buch recht schnell gelesen

Bewertung vom 18.07.2020
Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich, Von einer Begegnung, die alles veränderte
Randau, Tessa

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich, Von einer Begegnung, die alles veränderte


ausgezeichnet

Eine junge Frau, gehetzt im täglichen Spagat zwischen Karriere, zwei Kindern und dem Ehemann, braucht eine Auszeit. Sie besinnt sich an eine Lichtung im Wald die sie als Kind schon besucht hat. Dort trifft sie auf eine ältere Frau mit der sie bald ins Gespräch kommt. Diese erzählt ihr von den 4 Fragen des Lebens.

Die Frau lässt sich auf einen Versuch ein und stellt nach kurzer Zeit eine erste Veränderung fest bis sie am Ende mit der gesamten Familien ihr Leben komplett umgekrempelt hat. Diese Lebensfragen regen wirklich zum eigenen Nachdenken über den Sinn des Lebens an.

Der Schreibstil ist flüssig und dieses schmale Buch ist schnell zu lesen und hallt doch noch lange nach. Eine echte Bereicherung.

Bewertung vom 11.07.2020
Paradise City
Beck, Zoë

Paradise City


sehr gut

Willkommen in der Zukunft Deutschlands. Die Küsten sind überschwemmt, schwere Pandemien überstanden. Berlin ist nur noch ein Ort für Touristen. Hauptstadt ist die Megacity Frankfurt zusammen mit dem gesamten Rhein-Main Gebiet. Weite Teile des Landes sind entvölkert, die Natur erobert sich ihren Platz zurück.

Liina arbeitet als Journalistin bei einer der letzten unabhängigen Nachrichtenagentur. Sie ist in der Uckermark um über den Tod einer offensichtlich von einem Raubtier angefallenen Frau zu berichten. Doch sie kommt nicht weiter. Viele Spuren wurden verwischt.

Zurück in Frankfurt erfährt sie, dass ihr Chef vor eine einfahrende Bahn gestoßen wurde und schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Eine andere Kollegin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Gemeinsam mit ihren Kollegen macht Liina sich auf die Suche nach den Hintergründen.

Das Thema des Buches ist sehr interessant, dennoch schon oft beschrieben in Dystopie Romanen. Die Menschheit wird von digitalen Systemen jederzeit überwacht, nur wer fit und gesund ist passt in das System, andere werden in sogenannten Integrations Einrichtungen untergebracht.

Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber ein interessantes Buch. Der Schreibstil ist lebhaft, die Personen gut dargestellt. Während der Anfang sehr ausführlich ist, wirkt das Ende und die Aufklärung etwas zu kurz. Da ist noch Luft nach oben. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.

Bewertung vom 04.07.2020
Ozelot und Friesennerz
Matthiessen, Susanne

Ozelot und Friesennerz


ausgezeichnet

Susanne Matthiessen geboren auf Sylt erzählt von ihrer Kindheit während des Wirtschaftswunders in den 70er Jahren auf der Insel der Reichen und Schönen. Die Eltern sind Pelzhändler, die Kinder werden überwiegend sich selbst überlassen 'mach uns bloß keinen Ärger'. Während der Hochsaison wird jede helfende Hand gebraucht. Die Familie rückt zusammen um Platz für die Feriengäste zu schaffen.

Auch die Eltern ihrer Freunde sind beschäftigt das Wirtschaftswunder am laufen zu halten, die Kinder verbringen ihre Zeit am Strand aber auch in Geschäft der Eltern auf der Friedrichstraße. Verpackt in 8 Kapitel werden die Erinnerungen an die 70er Jahre auf dieser schönen Insel wach.

Im Vor- und Nachwort wird gnadenlos mit der Gegenwart abgerechnet, einer Zeit wo die Insel zunehmend von Investoren bevölkert wird und die Insulaner von der Insel vertrieben werden da es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt.

Gelesen habe ich dieses Buch während eines Kurzurlaubs auf Sylt wo ich selbst die Veränderungen erleben konnte und die neuen Bausünden sehen konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.07.2020
Die Perlenfarm
Marklund, Liza

Die Perlenfarm


ausgezeichnet

Das Buch beginnt wie ein exotisches Märchen. Kiona wächst auf einer der Cook Insel im Süd Pazifik auf und arbeitet mit ihren Eltern als Perlentaucherin. Während eines Sturms strandet ein Schiff auf einem Riff. Kurz bevor das Schiff sinkt gelingt es den Bewohnern der Insel den einzigen Passagier zu retten.

Im kleinen Insel Krankenhaus kümmert sich Kiona mit Mutter Evelyn um den Schwerverletzten. Er überlebt und hilft den Dorfbewohnern bei der Buchhaltung. Kiona verliebt sich in den Mann der behauptet Erik zu heißen, aus Schweden zu kommen und in London als Banker zu arbeiten. Gemeinsam verbringen sie glückliche Jahre auf Manihiki und bekommen 2 Kinder. Dann kommt eines Tages ein Boot und nimmt Erik mit.

Kiona beschließt ihren Mann zu suchen verläßt das südpazifische Paradies und ihre Kinder und landet in Los Angeles wo sie als erstes überfallen und beraubt wird. Im Krankenhaus trifft sie auf Clay ihren Aufenthalt zahlt und sie in ihrer Wohnung aufnimmt wo noch andere gestrandete Leute leben bis auch diese Zuflucht auseinanderbricht. Mit Clay folgt sie den Spuren von ihrem Mann und stößt auf einen weltumspannenden Finanzskandal.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, anfangs wie ein exotisches Märchen später dann kurz und prägnant. Während Kiona bei ihrer Ankunft in Los Angeles noch als sehr naiv beschrieben wird, wandelt sie sich im Laufe des Buches zu einer aufgeklärten intelligenten Frau die den geheimen Machenschaften ihres Mannes auf die Spur kommt und zerschlägt.

Bewertung vom 01.07.2020
Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14
Bergmann, Renate

Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14


ausgezeichnet

Auch als Rentner hat man einen Urlaub verdient. Es gibt so viel zu erledigen, die toten Ehemännder begießen, Katerle versorgen, mit Gertrud zum Seniorentreff. Da darf man auch mal richtig in den Urlaub. Zusammen mit Ilse und Kurt brechen die drei hochbetagten Leute mit einem Camper auf einen Campingplatz.

Das praktische, der Camper bietet jede Menge Platz um auch die Geranien mitzunehmen. Die haben schließlich viel Geld gekostet. Endlich angekommen wird die neue Umgebung gleich unter die Lupe genommen und neue Bekanntschaften geknüpft.

Die Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere auf dem Campingplatz vom strengen Platzwirt bis hin zu Dauercampern ist köstlich. Daneben gibt es auch viel aus ihrem Leben zu erzählen.

Bislang hatte ich Oma Bergmann als Hörbuch kennengelernt und die teilweise eigenartige Schreibweise mancher Begriffe haben mich anfangs etwas irritiert. Alles in allem ein schöner unterhaltsamer Roman für Sommerabende.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.06.2020
Blutgott / Clara Vidalis Bd.7
Etzold, Veit

Blutgott / Clara Vidalis Bd.7


gut

Eine Studentin sitzt nachts im Zug von Dortmund nach Frankfurt als eine Gruppe Jugendlicher das Abteil betritt und Mia grausam ermordet aufgefunden wird.
Verdächtigt wird ein 13 jähriger Schüler.

Wenig später passieren in ganz Deutschland grausame Morde offensichtlich verübt von einer Bande Minderjähriger die noch nicht strafmündig sind. Angetrieben von einem 'Blutgott' aus dem Dark Net der die Jugendlichen antreibt 'Slash mobs' zu verüben solange sie noch straffrei sind.

Die Beschreibungen sind brutal und blutig. Auch die Ermittler geraten an ihre Grenzen und sind doch machtlos gegen das Dark Net. In manchen Kapiteln die aus der Sicht des 'Blutgotts' geschrieben sind, wird auf wahre Serienmorde verwiesen.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger, die Geschichte vom Blutgott also noch nicht zu Ende.

Die sehr blutigen Beschreibungen und die teilweise überforderten Ermittler waren zu viel für mich. Da konnte das spannende Grundgerüst auch nichts ändern.

Bewertung vom 31.05.2020
Bloom
Oppel, Kenneth

Bloom


sehr gut

Anaya ist eine von zahlreichen Allergien geplagte Jugendliche. In der Schule wird sie gehänselt wegen ihrer Akne und der heftigen Allergie. Sie hat sich mit ihrer ehemals besten Freundin, Petra, die unter einer sehr seltenen Wasserallergie leidet, hat sie sich gestritten. Als Außenseiterin fühlt sie sich zu dem merkwürdigen Jungen Seth hingezogen der einsam in einer Ecke hockt und zeichnet.

Eines Tages beginnt es heftig zu regnen und Petra ist draußen unterwegs. Merkwürdigerweise spürt sie trotz des Regens keine Beschwerden und sie genießt es einmal richtig nass zu werden. Wenig später beginnt überall schwarzes Gras zu wachsen das die ganze Ernte vernichtet. Weltweit kommt es zu diesem Phänomen. Die Pflanzen wachsen immer schneller und die Menschen beginnen unter heftigen Allergien zu leiden. Nur Anaya und die beiden anderen fühlen sich stärker als vorher. Gibt es da einen Zusammenhang?

Das Buch ist eine Mischung aus Horror und Dystopie. Die Geschichte wirkt sehr übertrieben und abstrus. Der Schreibstil ist lebendig und man ist gleich mittendrin. Das Cover ein richtiger Hingucker in jeder Buchhandlung. Manche Beschreibungen sind bestimmt nich für jede Altersgruppe geeignet. Das Buch endet mit einem fiesen Cliff-Hänger und ich bin gespannt was einem im nächsten Band erwartet.

Bewertung vom 31.05.2020
Der brasilianische Mörder (eBook, ePUB)
Gomes, Chris

Der brasilianische Mörder (eBook, ePUB)


gut

Carlos ist im wirklichen Leben ein unbedeutender Mann, klein mit einem großen Kopf und er stottert. In einem Video Blog veröffentlicht er jedoch spannende Geschichten vom brasilianischen Mörder. Mit einer Bekannten folgt er dem Angebot eines Österreichers nach Wien zu kommen.

Derweil passiert wirklich ein Mord in Rio nach der Geschichte vom brasilianischen Mörder der jetzt verdächtigt und gesucht wird. Carlos dagegen sitzt in Österreich und lernt die Freunde des Mannes kennen die sich als 'Hobbymörder' bezeichnen und sich Anregungen von Carlos erhoffen einen echten Mord zu begehen.

Bis zu einem überraschenden Ende gibt es jede Menge Kapitel zu überstehen die abwechselnd in Rio und in Österreich spielen. Das, und der etwas unbeholfen wirkende Schreibstil hemmen den Lesefluß. Richtige Spannung kommt bei mir auch nicht auf.