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Benutzername: LaSonrisa


Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 16.05.2020
Lips Don't Lie
Scott, Ginger

Lips Don't Lie


ausgezeichnet

In letzter Zeit habe ich sehr viele New-Adult-Romane gelesen, von denen ich teilweise sehr enttäuscht war, weil sie immer wieder die gleichen Geschichten nur mit neuen Namen und an verschiedenen Orten erzählen. So ging ich sehr neutral ans Lesen von "Lips don't lie", damit ich nicht enttäuscht werden würde, wenn ich wieder nur mäßig begeistert sein würde.

Doch schon in den ersten Kapiteln merkte ich, dass diese Geschichte anders ist, im positiven Sinne. Sowohl Riley als auch Tristan sind toughe Charaktere, die schon einiges in ihren jungen Leben durchmachen mussten und dadurch sehr viele Gemeinsamkeiten haben und sich auf Anhieb sympathisch sind.

Riley versucht nicht, Tristan um jeden Preis zu gefallen, oder sich anzupassen, um gemocht zu werden. Sie gibt sich so, wie sie ist, auch wenn das bedeutet, anzuecken oder auf ihrer unbeliebten Meinung zu beharren. Doch sie ist nicht selbstbewusst auf eine arrogante Art und Weise, sondern auf eine sehr, sehr sympathische.

Für Tristan hatte ich von Anfang an eine große Sympathie. Die Sachen, die er aufgrund seiner erzwungenen Mitgliedschaft in der Gang machen musste und immer wieder machen muss, sind unvorstellbar schlimm und auch wenn man nicht verstehen kann, wie Menschen so brutal und gewaltvoll sein können, konnte ich nachvollziehen, warum er Mitglied in der Gang ist und nicht einfach mal eben so aussteigen konnte. Die Konsequenz hierfür bedeutet oft den eigenen Tod und auch den geliebter Menschen.

Das Setting im Gangmilieu fand ich sehr authentisch und schockierend geschildert. Die Taten werden zwar nicht haargenau erzählt, aber man spürt die ganze Zeit die Bedrohung, die über Tristan und später auch über Riley schwebt. Niemand ist sicher in Millers, solange die FiftySeven herrscht.

Was mir auch sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte von Tristan und Riley keine klassische Liebesgeschichte ist, sondern sehr langsam beginnt, immer gefühlvoller wird und gleichzeitig auch immer auf wankenden Beinen steht. Bis zum Schluss weiß man nicht, ob die beiden am Ende ein Paar werden und über den Ausgang der Geschichte war ich sehr überrascht, da es nie vorhersehbar war, wie es enden wird.

Fazit

Bei den meisten New-Adult-Roman, die in mehreren Bänden veröffentlicht werden, war ich froh, wenn ich den ersten Teil beendet hatte und hatte keine Lust auf den Folgeband. Bei diesem hätte ich mir noch einen weiteren Tei gewünscht. Die Geschichte von Riley und Tristan ist eine außergewöhnliche - voller Spannung, Herzschmerz, Hoffnung und Verzweiflung. Sie wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Bewertung vom 09.05.2020
Hate is all I feel
Davis, Siobhan

Hate is all I feel


schlecht

Die Inhaltsangabe und auch die Leseprobe dieses Romans klangen sehr vielversprechend und ich erhoffte mir einen düsteren, erotischen und spannenden Roman.

Gleich zu Beginn des Romans steht eine Warnung, dass er erst ab 18 Jahren geeignet ist, auch wenn er in einer Highschool-Umgebung spielt. Grund hierfür sind explizite sexuelle Szenen und die vulgäre Sprache. Auch warnt die Autorin davor, dass einige Szenen eine aufwühlende Wirkung auf den Leser haben könnten.

Da ich explizit sexuelle Szene und auch vulgäre Sprache aus anderen Romanen wie der "The Siren"-Reihe von Tiffany Reisz gewohnt bin, hatte ich keinerlei Vorurteile diesem Roman gegenüber und lies mich auf die Geschichte ein.

Doch nach dem ersten Kapitel, das mir noch einigermaßen gut gefallen hatte, lies meine Begeisterung total nach. Die Sex-Szenen wirkten einfach nur gezwungen und derb, ohne jegliches erotisches Knistern. Einige kommen einer Vergewaltigung gleich und was ich sehr abartig finde, ist, dass sogar der Vater der eigenen Tochter nachstellt. Insgesamt fand ich sämtliche Männer dieser Geschichte, bis auf Abigails Zwillingsbruder, einfach nur abstoßend und ekelhaft.

Was ich auch nicht verstehe, ist, dass an dieser HighSchool eine sogenannte Elite "regiert" und diese gewaltvoll tun und lassen kann, was sie will, und kein Erwachsener irgendwie einspringt.

Nach ein paar Kapiteln, durch die ich mich wirklich gequält habe, habe ich dann aufgehört zu lesen. Ich frage mich, wie man auf so eine kranke Geschichte kommen kann. Diese Welt ist düster und erdrückend und ihr fehlen jegliche menschliche Werte.

Fazit

Der Lesespaß war bei diesem Roman gleich null und in eine derart unmenschliche, gewaltvolle Welt, in der Frauen nichts wert sind, möchte ich nicht weiter gedanklich eintauchen. Daher habe ich den Roman vorzeitig beendet und werde ihn auch nicht wieder in die Hand nehmen. Da ist es wirklich schade ums Papier.

Bewertung vom 09.05.2020
Crazy in Love / Weston High Bd.1
Winter, Emma

Crazy in Love / Weston High Bd.1


gut

Emma Winters Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, da er sehr bildhaft und flüssig ist. Man kann sich sehr gut in Sasha und Ben hineinversetzen, da beide in der Ich-Form erzählen und man so direkt Einblick in deren Gefühls- und Gedankenwelt bekommt.

Sasha war mir von Anfang an sehr sympathisch mit ihrer Listen-Obsession und ihrer großen Leidenschaft für Kaffee und Cupcakes. Zudem hat mir ihr Ehrgeiz und ihre Hilfsbereitschaft sehr gut gefallen. Sie ist durch und durch eine sehr einfülsame, schlagfertige und humorvolle junge Frau, die man gern zur Freundin hätte.

Ben hingegen ist anfangs etwas undurchsichtig und es braucht eine Weile bis man wirklich hinter seine Fassade blicken kann und bemerkt, dass auch er etwas sehr verletzliches an sich hat und sehr unter den Zwängen seiner elitären Herkunft und Familie leidet.

Insgesamt muss ich aber leider sagen, dasss mich die Geschichte emotional nicht sehr mitreißen konnte. Sie ist angenehm und leicht zu lesen und man kann sich Schauplätze, Personen und die Handlung sehr gut vorstellen und sie nachempfinden, aber so richtig gepackt wie manch andere New Adult Romane hat mich dieser leider nicht und ich werde daher den Nachfolger auch nicht lesen.

Fazit

Ein netter New Adult Roman, der mich emotional leider nicht so fesseln konnte, wie ich es von anderen Romanen dieses Genres gewohnt bin.

Bewertung vom 07.05.2020
Ayurvedische Wohlfühlküche (eBook, ePUB)
Alter, Divya

Ayurvedische Wohlfühlküche (eBook, ePUB)


sehr gut

Ein sehr detailliertes Ayurveda-Kochbuch mit Wohlfühlrezepten

Erst einmal hat mich das Layout dieses Buches sehr angesprochen. Es wirkt frisch und nicht überladen und die Rezeptbilder machen sofort Lust auf das Nachkochen. Leider hat nicht jedes Rezept ein Bild, was mich twas enttäuscht hat, weil ich persönlich einfach gerne schön angerichtet sehe, was ich zubereiten werde.

Die Aufteilung des Buches fand ich sehr gut eingeteilt. So beginnt es mit einem erklärenden Teil, in dem die Autorin uns die Philosophie des Ayurveda und ihre eigene Geschichte, die sie selbst als Heilungsreise von diversen Krankheiten bezeichnet, näher bringt. Auch wird erklärt, welche verschiedenen Verdauungstypen (erdig, luftig, und feurig) es gibt und wie diese essen sollten, um sich wohlzufühlen und ihre individuelle Verdauung perfekt zu unterstützen. Am Ende des Buches gibt es noch einmal eine Auflistung, was zur Grundausstattung einer ayurvedischen Küche gehört und wie man leckere Gewürzmischungen selbst herstellen kann.

Im Mittelteil sind die Rezepte vorhanden, die nach Jahreszeit und Tageszeit geordnet sind. Diese Einteilung hat mir sehr gut gefallen, da man so alles sofort auf einen Blick findet und nicht erst suchen muss, wo z. B. die Frühstücksrezepte sind.

Die Rezepte selbst sind sehr abwechlsungsreich mit verschiedensten Gemüsesorten. Besonders gut geschmeckt haben mir die Lasagne mit Brokkoli, Karotten und Spinat, die Sesam-Honig-Bällchen, das Gemüsecurry in Cashewsoße und die Apfel Muffins.

Auf die warmen Frühstücksrezepte hatte ich mich sehr gefreut, muss aber leider sagen, dass sie nicht meinem Geschmack entsprachen und ich da noch etwas experimentieren muss. Auch mag ich den Geschmack von Koriander und Kardomom leider überhaupt nicht, aber man sie ja weglassen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass genau diese zwei Gewürze sehr wichtig in der ayurvedischen Küche sind.

Fazit

Insgesamt hat mir dieses Kochbuch sehr gut gefallen. Ich habe sehr viel spannendes über die Ayurvedische Küche an sich und über meine eigene Verdauung gelernt und erfahren, wie wichtig es ist, dass wir bewusst essen und uns vor allem bewusst machen, welche Lebensmittel wir unserem Körper zuführen.

Die Rezepte, die ich probiert habe, haben mir zum größten Teil sehr gut geschmeckt, doch mit manchen Gewürzen komme ich einfach nicht zurecht. Da muss ich noch tüfteln, wie ich die Rezepte nach meinem Geschmack abwandle.

Bewertung vom 07.05.2020
Milchmann
Burns, Anna

Milchmann


weniger gut

Ein sehr anspruchsvolles und nervenaufreibendes Leseerlebnis!

Der Schreibstil von Anna Burns war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Sämtliche Figuren des Romans erhalten keine Namen, sondern Bezeichnungen, die den Familienverhältnissen der Erzählerin oder bestimmten Eigenarten der Person oder dem Beruf entsprechen, wie z. B. Schwager 1, Milchmann, Tablettenmädchen oder Chefkoch. Das ist anstregend zu lesen, weil ohne den Namen ein richtiger Bezug zu den Personen fehlt. Macht aber auch deutlich, dass diese Situation, die der Erzählerin wiederfährt, jeder Frau wiederfahren kann und sie eine von vielen ist, die belästigt, gestalkt oder im schlimmsten Fall sogar missbraucht werden.

Auch die Handlung zieht sich zäh wie Kaugummi hin. Manche Passagen haben mich mit ihrer Länge und ihren ständigen Wiederholungen so genervt, dass ich zwischendrin das Buch weglegen musste und manchmal wirklich versucht war, das Buch mittendrin zu beenden, weil mir das Lesen einfach keinen Spaß machte.

Was der Autorin jedoch gut gelungen ist, ist die Grundstimmung des Romans. Sie wirkt bedrohlich, einengend und feindselig. Man hat das Gefühl, dass hinter jeder Ecke eine Gefahr lautert und die schreckliche Kriegsstimmung trägt ebenfalls zu einem schockierten und bedrückenden Gefühl bei. In dieser Stadt und unter diesen Menschen möchte man nicht leben. Es widerstrebt dem menschlichen Grundrecht auf Freiheit und Selbstbestimmung.

Fazit

Ich bin wirklich zwiegespalten bei der Bewertung dieses Romans, weil die bedrohliche und einengende Grundstimmung des Romans sehr gut bei mir ankam, aber der Schreibstil einfach gar nicht meinem Geschmack entsprach. Und da ich immer nach meinem Lesevergnügen urteile, kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.

Bewertung vom 07.05.2020
Das Licht von tausend Sternen
Lastella, Leonie

Das Licht von tausend Sternen


ausgezeichnet

Ein unfassbar emotionaler und mitreißender Roman über die Kraft der Liebe!

Ich war so begeistert von diesem Roman, dass ich ihn nur so durch die Seiten geflogen bin und unbedingt weiterlesen musste, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht.

Leonie Lastella schaffte es, mit ihrem äußerst bildlichen und gefühlvollen Schreibstil, ganz wunderbare bunte Bilder vor meinem inneren Auge zu erschaffen. Noch nach Beendigung des Romans habe ich das Geüfhl, einen Film gesehen zu haben, der mich emotional total mitgerissen hat.

Die jungen Lebensgeschichten von Harper und Ashton sind beide durch tragische Verluste gekennzeichnet und gerade das ist es, was das Band zwischen beiden und die Charaktere an sich so besonders macht. Man hat es hier mit jungen Menschen zu tun, die wissen, worauf es im Leben ankommt und dass jeder Moment zählt. Denn sie wissen, dass das Leben oft sehr schnell vorbei sein kann.

Harper hatte ich sofort ins Herz geschlossen, weil sie sich so liebevoll und pflichtbewusst um ihren kleinen Bruder kümmert und dafür ihr eigenes Leben zurückstellt und sich voll und ganz auf die Bedürfnisse Bens konzentriert. Durch die Beziehung zu Ashton merkt sie, dass sie sich entscheiden muss, wie sie ihr Leben in Zukunft führen möchte und dass es nicht immer ein trennendes "entweder oder", sonder auch ein vereinendes "und" geben kann. Sehr erstaun hat mich ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre menschliche Reife. Ich habe es sehr genossen mit ihr mitzufiebern, mitzuleiden und zu sehen, wie sich sich menschlich weiterentwickelt.

Auch Ashton ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Er mimt zwar den klassischen Schönling, hat aber eine sehr weiche und verletzliche Seite und ist sehr loyal seinen Freunden gegenüber. Man merkt schnell, dass in ihm ein bodenständiger Mann steckt, der dafür kämpft, was ihm am Herzen liegt. Er ist niemand, der sich auf Spielchen einlässt und fordert Ehrlichkeit ein, die er auch anderen schenkt. Auch seine charakterliche Enwicklung hat mir wunderbar gefallen.

Und auch die Nebencharaktere wie Ashtons beste Freundin Becca, die mit ihrer lockeren und witzigen Art, jede noch so schwere Situation auflockert, Ashtons bester Freund Will oder auch Harpers Mutter sind sehr sympathische Zeitgenossen, die ich allesamt gerne kennenlernen würde. Jeder ist auf seine Art und Weise besonders und trägt zu dieser zauberhaften Geschichte maßgeblich bei. Auch mit Ben hatte ich tiefstes Mitgefühl und der Roman zeigt, wie beschwerlich ein stark ausgeprägter Autismus für den Betroffenen, aber auch für sein Umfeld ist.

Fazit

Für mich hat dieser Roman alles, aber auch wirklich alles, was ein mitreißender Young-Adult-Roman haben muss: wunderbare Charaktere, in die man sich uneingeschränkt einfühlen kann, einen zauberhaft bildlichen Schreibstil, viel Dramatik, eine große Gefühlsspanne (von romantischen Gänsehautmomenten über pure Verzweiflung) und eine Geschichte, die einen tief im Herzen berührt. Ich würde gerne 1000 Sterne vergeben, aber leider sind ja nur 5 möglich. Für mich bislang mein Jahreshighlight im Bereich Young Adult!

Bewertung vom 07.05.2020
Billy mit den Bambusbeinen
Dietl, Erhard

Billy mit den Bambusbeinen


sehr gut

Süße Geschichte mit traumhaften Illustrationen!

Die Geschichte rund um Billy fand ich sehr süß erzählt und sie zeigt den Kleinen auf, dass jeder bzw jedes Insekt wie in diesem Fall auf seine Art und Weise und mit seinem speziellen Aussehen und seinen individuellen Eigenschaften einzigartig, wertvoll und besonders ist.

Auch hat mir sehr gut gefallen, dass die Geschichte in Reimen geschrieben ist, was mir bei Vorlesen viel Spaß gemacht hat! :)

Die Illustrationen sind der Hammer, weil sie wunderschön bunt und detailreich sind, so dass man sich einige Minuten allein mit den Bildern beschäftigen kann, weil man so vieles darauf entdeckt.

Auch das kleine Suchspiel auf den letzten Seiten, auf dem ganz viele Insekten abgedruckt sind, die in den Illustrationen auftauchen und man das eine finden muss, dass nicht vorkommt, finde ich sehr gut gemacht und eine nette Idee. Bis heute ist es mir ein Rätsel, warum mein Neffe sofort wusste, welches nicht vorkam.

Fazit

Insgesamt hat mit und meinem Neffen das Buch sehr gut gefallen. Einziger Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass es gerne noch ein paar Seiten mehr hätte haben können, weil es doch relativ schnell beendet ist aufgrund der kurzen Texte.

Bewertung vom 07.05.2020
Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11
Mayer, Gina

Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11


ausgezeichnet

Eine sehr spannende Geschichte für junge Leser ab 8

Meine Meinung

Das ist der erste Band der Reihe "Der magische Blumenladen", den ich gelesen habe und muss sagen, dass ich total begeistert bin. Meiner Meinung nach hat das Buch alles, was ein Kinderbuch haben muss, um die jungen Leser zu begeistern. Die Charaktere, allen voran Violet, sind sehr sympathisch und authentisch herausgearbeitet. So hat jeder seine spezielle Persönlichkeit und man kann sie die Personen durch die detaillierten Beschreibung direkt sehr gut vor dem inneren Auge vorstellen.

Doch nicht nur die Personen, sondern auch die Landschaft und Orte, an denen die Handlung spielt, sind wunderbar beschrieben. Was mir ganz besonders gut gefallen hat, war die durchgängige Spannung bis zum Schluss, so kam auf keiner Seite Langweile auf und ich wollte unbedingt wissen, wer nun der Verursacher des Müllproblems ist.

Perfekt abgerundet wird die Geschichte durch die liebevollen Illustrationen.

Fazit

Violet ist eine super-sympathische Hauptfigur und es hat sehr viel Spaß gemacht sie auf dieser spannenden Reise zu begleiten. Mit Sicherheit werde ich mir noch die anderen Bände dieser Reihe zulegen, um sie meiner kleinen Nichte vorzulesen. Und wenn sie dann mal in der Schule ist, wird sie sicher sehr großen Spaß daran haben, die Bücher selbst zu lesen! Von mir gibt es die volle Punktzahl für diese zauberhafte Reihe!

Bewertung vom 07.05.2020
Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere
Gladysz, Katarzyna; Wajs, Joanna

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere


ausgezeichnet

Unfassbar schön illustriertes Buch mit interessanten Fakten!

Als ich das Buch in den Händen hielt, war ich sofort von der Größe beeindruckt. 28,5 x 34,5 cm ist nicht gerade ein handliches Format, lässt aber die traumhaften Illustrationen noch viel besser zur Geltung kommen, als es ein kleines Format könnte. Gerade die bebilderten Doppelseiten, die den Lebensraum und die Lebensweise einzelner Tiere veranschaulichen sind mit so einer Liebe zum Detail gestaltet, dass ich einfach nur gestaunt habe und mich sofort mittem im Geschehen fühlte.

Mit seinen kurzen, knappen, aber teilweise sehr kuriosen, witzigen und aufschlussreichen Fakten ist es nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene sehr interessant. So lernt man einiges über die Entstehung der Reptilien (wer weiß schon, dass es sie seit über 395 Millionen Jahren auf der Erde gibt und der T-Rex ganze 200 kg auf einmal anheben konnte?) und die Anatomie der Dinosaurier und die Gebiete, in denen die verschiedenen Dino-Arten verbreitet waren.

Auch gefällt mir die chronologische Aufbau des Buches sehr. Es beschreibt das Auftreten und Verschwinden der Arten vom ersten Reptil an bis heute. So ist ein wunderbarer roten Faden im Buch und alles sehr strukturiert, so dass man die Tiere sehr gut in der Reihenfolge, in der sie lebten, einordnen kann.

Auch auf heute bedrohte Tierarten wird am Ende eingegangen und bewusst gemacht, dass der Mensch für das Aussterben sehr vieler Arten verantwortlich ist. Sei es durch Abholzung von Wäldern oder das illegale Jagen verschiedener Tierarten. So ist das Buch wunderbar aufschlussreich und auch eine gleichzeitige Mahnung, dass wir besser mit unsere Erde und den Lebenwesen darauf umgehen müssen.

Fazit

Das Buch ist ein wunderbares Nachschlagewerk, für alle kleinen und großen Fans ausgestorbener Tierarten, das durch zauberhafte Illustrationen und auf den Punkt gebrachte Texte punktet!

Bewertung vom 07.05.2020
Denn das Leben ist eine Reise
Miller, Hanna

Denn das Leben ist eine Reise


gut

Ein melancholischer Roman, der mich gefühlsmäßig nicht überzeugen konnte

Der erste Teil des Romans hat mir sehr gut gefallen, da man die Personen sehr gut kennenlernt und durch die bildliche Sprache von Hanna Miller sofort das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Durch den auktorialen Erzähler hat man eine sehr gute Perspektive auf die Figuren, taucht aber nur oberflächlich in ihre tiefe Gefühlswelt ein.

Doch schon kurz nachdem Aimeé mit ihrem Sohn Len in Südengland angekommen ist, fehlte es mir an Spannung und die Geschichte blieb am Ende irgendwie farblos. Natürlich will man wissen, wie sie ausgeht und ob Aimeé ihre alte Liebe zu Daniel wieder aufleben lassen kann und ob sie mit Len in England bleibt oder wieder nach Deutschland zurückgeht. Aber große Gefühle kamen mir beim Lesen leider nicht auf. Auch konnte ich keine Beziehung zu den Figuren aufbauen, weil ich das Gefühl hatte, sie alle nur oberflächlich kennenzulernen.

Insgesamt schwebt auch die ganze Zeit nach dem Aufbruch aus Deutschlande eine gewisse Melancholie über der Geschichte. Aimeés Vergangenheit ist teilweise sehr tragisch und traurig und das große Gefühl der Befreiung und des positiven Neuanfangs fehlte mir. Zudem passiert im letzten Abschnitt sehr viel auf einmal, was die Handlung sehr schnell abgehandelt wirken lässt, und man ist nicht wirklich überrascht vom Ende, da man es schon deutlich erahnen konnte.

Fazit

Durch den flüssigen und bildlichen Schreibstil fliegt man nur so durch die Seiten, aber mir persönlich fehlten die großen Gefühle, die Spannung und die Begeisterung beim Lesen.

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