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crazygirl

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Insgesamt 806 Bewertungen
Bewertung vom 21.01.2026
Sveistrup, Søren

Der Kuckucksjunge


ausgezeichnet

Es beginnt im Mai 1992. Der Lehrer Bjarke Veno begibt sich mit den Schülern auf einen Ausflug zur Vogelbeobachtung. Im Vorfeld habe einige Eltern besorgt reagiert, da 100 Km entfernt der neunjährige Daniel verschwand. Die Schüler entdecken ein Nest in dem ein Kuckucksjunges ein Ei über ein en Nestrand befördert um sich selbst einzunisten. Die Kinder hänseln Emil als Kuckucksjungen und beim Versteckspiel zählt er bis 10 mit einem seltsamen Abzählreim. Bei der suche nach den versteckten Kindern findet er eine Kinderleiche.
In der Gegenwart bekommt Silje Thomsens merkwürdige Botschaften auf ihr Handy: heimliche Fotos von ihr mit dem Text "Hab Dich" Wer stalkt sie? Als dann ein Abzählreim kommt, wird sie vermisst und kurz darauf tot aufgefunden. Kommissarin Naia Thulin ist alarmiert. Vor längerer Zeit verschwand eine 19-jährige Schülerin, die auch diese Nachrichten bekam. Der Ermittler Mark Hess ist gerade in Kopenhagen, um sich um seinen erkrankten Bruder zu kümmern und wird um Unterstützung gebeten. Nala hat zuletzt im Fall "Kastanienmann" mit ihm zusammen gearbeitet und wollte ihn nie wiedersehen.
Das Cover ist sehr gut gewählt und der Titel dazu passt sehr gut. Die Protagonisten werden mit all ihren Eigenheiten sehr gut beschrieben. Der Erzählstil nimmt mich von Anfang an mit in die Handlung und es baut sich schnell Spannung auf. Solide Ermittlungsarbeit führt dann zu einer schlüssigen Lösung.

Bewertung vom 21.01.2026
Ridzén, Lisa

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen


ausgezeichnet

Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in seinem Haus. Er hat immer Hunde gehabt und als er Sixten als Welpen geholt hat, wurde seine Frau Fredrika ein Jahr später dement und zog ins Pflegeheim. Jetzt lassen seine Kräfte immer mehr nach, schläft sehr viel und schafft es kaum mit dem Hund in den garten zu gehen. Er schläft auf der Küchenbank mit dem Hundekopf auf seinem Schoß. der Pflegedienst kommt viermal am Tag und geht manchmal mit dem Hund. Sein Sohn Hans, plant den Hund in eine andere Pflegstelle zu geben. Das beherrscht Bo seine Gedanken und trübt das Verhältnis zu Hans stark. Immer wieder schweifen Bos Gedanken in die Vergangenheit. Zu seinen Eltern, zu seiner Ehefrau und seinem Freund Ture, mit dem er noch regelmäßig telefoniert und der auch pflegebedürftig ist.
Das Cover und der Titel sind sehr gut gewählt. Die Handlung wird sehr gefühlvoll erzählt. Neben den Gedanken von Bo, werden auch die kurzen Berichte vom Pflegepersonal eingeblendet, die die Realität etwas anders erscheinen lassen. Als Hundeliebhaber kann ich mir den alten Mann und den Hund im Zusammenspiel sehr gut vorstellen. Eine sehr berührende Geschichte.

Bewertung vom 19.01.2026
Lautenschläger, Angela

Schwarze Schuld / Becker und von Kiesow Bd.1


gut

Die Bezirksschornsteinfegerin Lena Becker tritt ihr neue Stelle in Jork im Alten Land an. Ihr Vorgänger Hans Moll ist kurz vor seiner Pensionierung vom Dach eines Hauses gestürzt. In diesem Haus ist kurz vorher der Besitzer die Treppe hinuntergestürzt und tödlich verunglückt. Er war der Onkel des Bürgermeisters Hajo von Kiesow. Der hat zur Zeit einen schweren Stand im Dorf. Er möchte ein Neubaugebiet erschließen lassen und dafür müssen Obstbäume weichen. Lena wird von den Bewohnern freundlich aufgenommen und interessiert sich schon bald für das Unglückshaus und macht eine wichtige Entdeckung. Der Polizeiobermeister Kevin Timmermann ist zwar etwas langsam im Denken, stellt aber seine eigenen Überlegungen zu den Todesfällen an und teilt sie mit Lena.

Bei dem Cover hätte ich eher eine typische Landschaft im Alten Land erwartet. Die Protagonisten werden sehr authentisch für diesen Landstrich beschrieben und gefallen mir sehr gut. Durch Lena, die dienstlich die Brandschutzverordnungen durchführen muss, lernen wir die Bewohner der kleinen Gemeinde sehr gut kennen. Leider wird daraus eine sehr persönliche Geschichte, die eher für einen Roman geeignet ist. Der Kriminalfall selbst wird es zum Ende spannend und wirkt dann etwas konstruiert.

Bewertung vom 18.01.2026
Reinhardt, Angela Marina

Die Welt in Meran - Walzerblut


ausgezeichnet

Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig für Helen zur Faschingszeit einen standesgemäßen Verehrer suchen. Helen ist eine feurige Reiterin und erregt bei einer Parforcejagd gleich die Aufmerksamkeit von zwei jungen Männern. Doch einer trägt gleich mehrere Geheimnisse in sich. Die Kurärzte bekommen Verstärkung durch den jüdische Arzt Hirsch, der sich auf Seelenheilkunde spezialisiert hat. Mehrer Fälle von Scharlach beschäftigen die Ärzte. Davon sind auch die Einheimischen betroffen, die als Bedienstete für die Kurgäste arbeiten oder in den Armenvierteln und Fabriken schuften müssen.
Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben und am Ende in einem Personenregister geführt. Eine Landkarte von Meran und der umliegenden Täler gibt es gleich am Anfang und gibt einen guten Überblick. Der Schreibstil nimmt mich gleich mit in die Handlung, die interessant und auch spannend ist. Die politische Lage Südtirols zu Österreich und Italien spielte schon damals eine entscheidende Rolle und wird auch hier angesprochen. Dies ist der 1. Teil der Meran-Saga und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 15.01.2026
McCluskey, Laura

Wolfskälte (eBook, ePUB)


gut

Detective Inspectors Georgina Lennox und und ihr Partner Richard Steward reisen auf die einsame Insel Eilean Eadar. Die Insel vor der Westküste Schottlands hat etwas über zweihundert Einwohner und die eingeschworene Gemeinschaft bleibt unter sich. Als der 18 jährige Alan vom Leuchtturm gestürzt ist und es nach Selbstmord aussieht, sollen die beiden Polizisten bei ihrem 5-tägigen Aufenthalt dieser Annahme nachgehen. Doch jeder der Einwohner scheint ein Geheimnis zu haben.
Das Cover ist sehr gut gewählt. Der etwas unheimliche Titel passt zur Stimmung auf der Insel. Die Handlung beginnt mit einem flotten Erzählstil, wird aber mit den zunehmenden Ermittlungen düsterer und undurchsichtiger. Die beiden Ermittler haben so ihre Probleme untereinander und ein vorheriger unglücklicher Einsatz belastet die Beziehung. Die Bewohner der Insel werden immer undurchsichtiger und wirken zum Schluss wenig glaubhaft.

Bewertung vom 15.01.2026
Craven, M. W.

Der Kurator / Washington Poe und Tilly Bradshaw ermitteln Bd.3


ausgezeichnet

Kurz vor Weihnachten. Eine Betriebsfeier mit Wichtelgeschenken. Ein Kaffeebecher mit einem Verlobungsring als Überraschung wird zur Belustigung der Belegschaft vertauscht. Auf dem Becher steht nicht "Willst Du mich heiraten" sondern »#BSC6«. und enthält zwei abgetrennte Finger. Zwei weitere Finger im Taufbecken einer Kirche und Zwei in einer Fleischerei rufen DS Washington Poe und die Analystin Tilly Bradshaw auf den Plan. Als sie die Namen der Opfer herausfinden, deren Leichen zunächst nicht auffindbar sind, ergeben sich keine Gemeinsamkeiten. In mühseliger Kleinarbeit stoßen die beiden durch einem Drachen in einem Baum und dem Inhalt einer Mülltonne auf ein verdächtiges Geschwisterpaar. Da erreicht Poe ein Anruf von einer FBI-Agentin, die wegen ihrer abstrusen Ideen strafversetzt wurde und berichtet ihm vom "Kurator"
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Poe und Tilly sind natürlich meine Favoriten. Sehr scharfsinnig mit analytischen Denken und Handeln. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in die interessante Handlung. Was zuerst recht lustig beginnt, wird dann immer rasanter und spannender. Dieser dritte Teil der Krimi-Serie hat sich noch einmal richtig gesteigert.

Bewertung vom 10.01.2026
Hooton, Richard

Der Tag, an dem Barbara starb


ausgezeichnet

Die 89 jährige verwitwete Margaret Winterbottom erwacht in ihrem Haus, weil bei ihrer Nachbarin und Freundin Barbara Jones Polizeiwagen und Rettungsdienst vor der Tür stehen. Barbara wurde erwürgt und hatte keine Feinde in der ruhigen Wohngegend in Nordengland. Margaret leidet zunehmend unter Vergesslichkeit und erinnert sich nur daran, dass Barbara vorher sehr unruhig war und zu ihr sagte : „Versprich mir, dass du das tust, Margaret.“ Ihr Enkel James Stone (15) , der sie immer öfter besucht und wohl auch auf sie aufpassen soll, entwirft einen Plan um die Erinnerungen aufzufrischen. Margaret hat noch sehr gute Erinnerungen an die Zeit des 2. Weltkrieges als sie ihren Mann kennenlernte und eine Spezialistin für de­chif­f­rie­ren war. Als James selbst in den Focus der Ermittlungen rückt, müssen die beiden sich gegenseitig ergänzen.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr liebevoll beschrieben. Oma und Enkel als Detektive sind eine ungewöhnliche Idee. Die Handlung beginnt mit den Erlebnissen von Margaret, die alle mit ihrer beginnenden Demenz abtun. Die Auflösung und das Ende haben mich dann doch überrascht.

Bewertung vom 10.01.2026
Weiß, Sabine

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte (eBook, ePUB)


sehr gut

Dr. May Barven hat jahrelang als DNA-Forensikerin im Labor gearbeitet und hat das Jura-Studium absolviert. Sie ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Jetzt hat sie sich als Strafverteidigerin selbstständig gemacht und betreibt ihr Büro von zu Hause aus. Leider bleiben die aktraktiven Aufträge aus. DNA-Analysen werden für Privatleute immer interessanter und der Unternehmer Ruben Rickleffs hat für Werbezwecke seine DNA bestimmen lassen. Gleichzeitig lassen die Eltern von der 2007 ermordeten Ute Puch einen Schal mit Spermaspuren auf DNA untersuchen. Als sich eine Übereinstimmung mit Rubens DNA herausstellt, versucht May sein Mandat zu übernehmen. Dazu muss sie mit dem Detektiv Tarek zusammenarbeiten, der auf dem Hamburger Kiez beheimatet ist.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Dies ist der 1. Teil einer neuen Krimi-Reihe, die in Hamburg und der Umgebung beheimatet ist. Die Protagonisten und die Handlungsorte werden sehr authentisch beschrieben. Die Beschreibung der DNA und ihr Aufbau sind etwas langatmig. Gehören aber zur Ermittlungsarbeit und sollen den Einstieg für Laien ermöglichen. Die Handlung wird immer wieder mit Rückblicken im Jahr 2007 im Alten Land erzählt. Solide Recherche und leider fehlt die Spannung etwas.

Bewertung vom 05.01.2026
Menger, Ivar Leon

Der Tower


ausgezeichnet

Berlin: Nova lebt schon seit einem Jahr getrennt von ihrem Freund, hat ihre Anstellung in einer Galerie verloren und ist auf erfolgloser Wohnungssuche. Da erreicht sie ein Anruf. Eine weibliche Stimme offeriert ihr eine kostenfreie Wohnung im Pram-Tower mitten auf dem Alexanderplatz. Sie hatte sich vor einem halben Jahr über ein Preisausschreiben beworben. Die möblierte Wohnung in der 34. Etage ist ein Traum. Zu ihrem Erstaunen entpuppt sich die weibliche Stimme als KI, die sämtliche Funktionen im Haus bestimmt und steuert. Jeden Freitag organisiert diese KI ein Nachbarschaftstreffen auf der Etage, deren Teilnahme Pflicht ist und Nova eine neue Anstellung in einer Galerie verschafft. Nach und nach erfährt sie auch, dass die vorherige Mieterin Selbstmord begangen hat.
Das Cover und der Titel passen sehr gut. Das Thema ist gerade sehr aktuell und gut verarbeitet. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in die Handlung und nimmt immer neue Wendungen. Richtig spannend wird es dann zum Ende, als immer öfter die Frage auftaucht, wer ist Freund oder Feind.

Bewertung vom 05.01.2026
Haller, Elias

Der Blutmacher


ausgezeichnet

er dritte Fall für das Dezernat 47 des LKA Sachsen . Während Gabriel Schneider noch beim Schießtraining beweisen muss, dass er wieder im Außendienst arbeiten kann, erhält Tara Kronberg ein Anruf der IT-Abteilung. Im Netzt geht ein verstörendes Video viral. Ein Mann wird vor laufender Kamera brutal ermordet. Sein Blut spritzt auf eine weiße Leinwand und die Zuschauer können das °Kunstwerk° ersteigern. Es gab scheinbar schon neun weitere Bilder von dem °Blutmacher°. Das Opfer kann schnell identifiziert werde. Ein anonymer Anrufer nimmt Kontakt zu Tara auf. Als ihr eigener Bruder verschwindet, wird sie von den Ermittlungen abgezogen und stellt ihre eigenen Ermittlungen an.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut und passen auch zu dieser Thriller-Reihe. Die Handlung ist spannend, teilweise auch brutal und wird in kurzen Kapiteln erzählt. Sie wird aus der Sicht von verschiedenen Ermittlungen und Tagen erzählt. Unter der Überschrift "Tagebuch° kommt auch der Täter zu Wort ohne ihm näher zu kommen.