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Benutzername: Sue
Wohnort: HBN
Über mich: Lesen ist eine Sucht...
Danksagungen: 14 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 45 Bewertungen
Bewertung vom 28.01.2019
Alles, was du fürchtest
Swanson, Peter

Alles, was du fürchtest


gut

Ich war recht skeptisch, als ich "Alles, was du fürchtest" von Peter Swanson zum ersten Mal in den Händen hielt. Grund dafür war der Thriller "Die Gerechte" welcher mich nicht 100%-ig überzeugen konnte.
Die Story hat mir hier besser gefallen, auch wenn Sie für mich wieder etwas "zu ausgedacht" oder unrealistisch ist.

Kate Priddy, unsere Protagonistin dieses Thrillers, ist eine eher schwache Person mit einem schwierigen Lebensweg. Sie hat Angst. Eine krankhafte Angst vor allen möglichen Szenarien, welche passieren könnten, seien sie auch noch so unwahrscheinlich. Vermutlich zieht sie durch diese panische Lebenseinstellung auch nur Psychopaten an. Das würde erklären, warum ihr Exfreund, welcher schon seit einiger Zeit tot ist, noch immer ihr Leben und ihren Alltag beherrscht und ihr das Leben erschwert.

Mehr aus einem trotzigem Impuls heraus stimmt sie einem verrücktem Vorschlag zu.
Ihr Cousin Corbin, welchen Sie nie persönlich kennen gelernt hat und in Boston wohnt, schlägt ihr einen Wohnungstausch vor. Er möchte ein halbes Jahr beruflich nach London und bietet ihr im Gegenzug seine Bostoner Wohnung an. Trotz aller Ängste und gegen jede Vernunft nimmt sie den Vorschlag an.

Und kaum ist sie angekommen, findet die Polizei in der Nachbarwohnung die Leiche einer jungen Frau. Wer hat sie umgebracht? War es der Nachbar, der das Opfer heimlich beobachtet hat? Was hat es mit dem Exfreund des Opfers auf sich, welches plötzlich auftaucht und sich für den Mord interessiert? Und was hatte Corbin mit der jungen Frau zu tun? Ganz offensichtlich kannten sich die beiden näher, als er zugeben wollte.

Die Geschehnisse werden durch eine gute Aufteilung - Zeitsprünge, Geschehnisse aus Sicht der anderen Personen, usw. - gut aufgeteilt und bieten Abwechslung und einen guten Spannungsaufbau. Die Geschichte an und für sich gefällt mir gut.
Nur mit Kate werde ich nicht richtig warm. Es mag daran liegen, dass sie labil wirkt oder für ihr Alter einfach naiv ist, was natürlich auch an ihren traumatischen Erlebnissen liegen kann. Aber ihr sprunghaftes Verhalten will mir nicht in den Kopf. Sie hat von Anfang an eine Art Opferrolle, aus der sie auch nicht rauskommt.

Kurzum:
Den Einstieg fand ich etwas schwer, die Personen gewöhnungsbedürftig, die Geschichte und das Ende aber waren gut.

Bewertung vom 04.10.2018
Escape Room - Nur drei Stunden
McGeorge, Chris

Escape Room - Nur drei Stunden


gut

Der Thriller „Escape Room“ von Chris McGeorge hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext ist kurz und knackig und macht neugierig auf den Inhalt. Das Cover fällt durch seine spezielle Gestaltung auf. Die Umschlaggestaltung mit den 3D-Effekt ist genial.

Der Thriller selbst ist gut. Ich war recht lange im Unklaren darüber, was es mit den einzelnen Personen und dem allgemein Zusammenhang auf sich hat. Die einzelnen Puzzleteile fügen sich während des Lesens zu einem Gesamtbild, welches zum Ende hin auch diesen AHA-Effekt vermittelt. Vom Grund her finde ich die Story wirklich gut.

Allerdings konnte mich der Protagonist Morgan Sheppard nicht 100-prozentig überzeugen. Sheppard, wie unsere Hauptperson genannt werden möchte, ist ein TV-Star, bekannt durch seine Serie „Ermittler vor Ort“.
Ob er auch wirklich zum Ermittler taugt, soll er nun unter Beweis stellen. Ihm wird ein Ultimatum von 3 Stunden gestellt, um einen Mordfall aufzuklären. Gelingt ihm das nicht, so werden alle Mitspieler, fünf gemeinsam mit ihm eingesperrte Personen, sterben.
Selbstverständlich wird er nicht von allen als der einzige „Retter aus dieser misslichen Lage“ akzeptiert und bekommt gewisse Steine in den Weg gelegt.

Möglicherweise bin ich durch seine nicht gerade positiven Eigenschaften voreingenommen. Ich möchte hier gar nicht ins Detail gehen, da ich nicht spoilern möchte. Prinzipiell komme ich in eine Geschichte besser hinein, wenn mir die Hauptperson sympathisch ist. Das ist aber eine persönliche Vorliebe und hat mit der Qualität der Geschichte nicht viel zu tun.

Da ich die Story trotzdem ansprechend finde, möchte ich hier gute drei Sterne vergeben!
Immerhin habe ich die zweite Buchhälfte an einem Tag gelesen :D

Bewertung vom 30.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


gut

Norah Richter, unsere junge Protagonisten im Thriller „Der Schatten“, flieht vor ihrem Leben, dass sie sich in Berlin aufgebaut hat. Warum sie Arbeit, Mann, Zuhause und Hund zurücklässt, das wird erst gegen Ende des Buches klarer.

Ihr Weg führt sie nach Wien, wo sie sich ein neues Leben aufbauen möchte. Das Leben der Journalistin gerät aus den Fugen, als sie von einer Bettlerin auf offener Straße angesprochen wird. Diese prophezeit ihr, dass sie am 11. Februar einen ihr bis dahin unbekannten Mann töten wird. Aus freien Stücken und mit gutem Grund.

Norah tut dies zuerst als Spinnerei ab. Doch nach und nach geschehen Ereignisse, die kein Zufall mehr sein können. Dinge verschwinden, unbekannte Gegenstände tauchen auf, ihre Freunde wenden sich von ihr ab, der Name des angeblichen Opfers taucht immer wieder auf...

Droht ihre Vergangenheit sie einzuholen? Und was genau ist vorgefallen, was Norah solche Angst bereitet?
Erst auf den letzten Seiten löst sich alles auf. Der Spannungsfaktor bis zum Ende ist gegeben, auch wenn mich die Umsetzung nicht 100-prozentig vom Hocker haut.

Die Einleitung der einzelnen Kapitel, welche wie ein Tagebuch des vermutlichen Drahtziehers anmuten, haben mich etwas verwirrt. Für mich fügt sich dies nicht optimal ins Gesamtgeschehen ein.

Die Geschichte ist nicht schlecht, hätte für meinen Geschmack jedoch mehr Potenzial gehabt. Daher gute drei Sterne.

Bewertung vom 16.05.2018
One of us is lying
McManus, Karen M.

One of us is lying


ausgezeichnet

„One of us is lying“ hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen.

Fünf Schüler, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden zum Nachsitzen verdonnert.
Sehr schnell wird klar, dass der Grund für das Nachsitzen mit Absicht inszeniert wurde. Die Frage, ob sich jemand einen Scherz erlaubt, gerät rasch in den Hintergrund als Simon, einer der Nachsitzer, einen epileptischen Schock bekommt und daran stirbt.

Die Tatsache, dass das Opfer eine App hatte, in der es private Geheimnisse öffentlich ausplauderte, gibt jedem der vier anderen Nachsitzer ein Motiv.
Ist der Mörder einer von ihnen, wer lügt und wer veröffentlicht selbst über Simons Tod hinaus immer brisanter werdende Geheimnisse?
Fakt ist, dass alle vier Grund genug hatten Simon zu hassen.

Die Erzählweise aus der Perspektive der einzelnen Personen sorgt für ausreichend Abwechslung, Spannungsaufbau und ermöglicht es dem Leser jeden einzelnen der vier Protagonisten besser kennen zu lernen. Auch durch diesen gelungenen Schreibstil wurden mir alle vier Schüler doch recht schnell sympathisch. Ich konnte mir lange nicht vorstellen, dass einer der vier der Mörder sein sollte.
Auch habe ich lange nicht geblickt, wo sich die Geschichte letztendlich hinbewegen wird. Daher hat mich das Ende doch recht überrascht und ich muss sagen dass es im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch war und ich hier gerne fünf Sterne vergebe.

Bewertung vom 24.02.2018
Finde mich - bevor sie es tun
Monroe, J. S.

Finde mich - bevor sie es tun


gut

Ich müsste lügen, würde ich behaupten, dass der Thriller „Finde mich - bevor sie es tun“ von J. S. Monroe mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Erst ab dem letzten Drittel konnte ich dieses Buch tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen.

Der Klappentext ist als kurze Zusammenfassung meines Erachtens nach vollkommen ausreichend, auch um nicht zu viel von der eigentlichen Handlung zu verraten: Jar zweifelt nach wie vor daran, dass sich seine Freundin Rosa vor fünf Jahren das Leben genommen hat. Schon bald glaubt er erste Beweise zu haben, dass Rosa entführt wurde und setzt alles daran, sie zu finden. Und dann erhält er auch noch eine Nachricht. Versucht Rosa ihn zu erreichen? Und warum hat er das Gefühl, dass jemand dies unter allen Umständen verhindern will?

Von der aktuellen Situation erhält der Leser immer wieder einen kurzen Rückblick mithilfe diverser Tagebucheinträge, denen in diesem Thriller eine wichtige Rolle zukommt. Sie vertiefen das Geschehen und geben Informationen zur verschwundenen Rosa preis.

Schwergetan habe ich mich zwischenzeitlich mit vielen für mich unverständlichen Fachbegriffen, welche meine Leselust gedämpft haben. Ich musste dadurch doch einige Pausen einlegen.

Schlussendlich muss ich sagen, dass die Geschichte und der Aufbau - trotz einiger Leseschwierigkeiten - doch recht gut waren. Das Ende lässt auf jeden Fall Spielraum für einen weiteren Band zu.

Der Einstieg fiel mir persönlich eben leider schwer, weshalb ich hier „nur“ gute drei Sterne vergeben möchte.

Bewertung vom 17.12.2017
Geboren, um zu töten / The Fourth Monkey Bd.1
Barker, J. D.

Geboren, um zu töten / The Fourth Monkey Bd.1


ausgezeichnet

„The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten“ ist ein spannender Thriller des Schriftstellers J. D. Barker, welcher mich von Beginn an in seinen Bann gezogen hat.

Sam Porter, Cop und vorübergehend außer Dienst, wird von seinem Kollegen zu einem seltsamen Unfall hinzu gerufen. Schnell wird klar, dass dieser in Verbindung mit einem bisher ungelösten Serienkillerfall steht, an dem Porter bis vor kurzem dran war. Seine vorübergehende Auszeit ist damit vorerst vorbei, denn die Zeit rennt, bis der Killer sein nächstes Opfer tötet.
Doch anders, als bei seinen bisherigen Opfern, hinterlässt der Killer dieses Mal Spuren. Spuren, die ich mit Absicht gelegt hat, weil er will, dass die Ermittler endlich auf seine Spur kommen…

Die Geschichte wurde zu keiner Zeit langweilig. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen, in dem ihr zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt. Diese Zeitsprünge sind geschickt eingebaut und geben Hinweise auf die Beweggründe des Fourth-Monkey-Killers. Mir verstehen Stück für Stück, was ihn antreibt und wo seine kranke Art zu töten herkommt... Der Zusatz "Geboren, um zu töten" kommt nicht von ungefähr.
Auch über Porter und Team erfahren wir mehr.

Das Ende lässt eine Folgegeschichte um Sam Porter zu und ich hoffe, dass eine solche bald folgt und genauso spannend wird wie dieser Thriller.

In dem Werbematerial wird bereits angekündigt, dass die Filmrechte verkauft wurden. Diesen werde ich mir nicht entgehen lassen. Das Buch empfehle ich guten Gewissens weiter!

Bewertung vom 04.11.2017
Die Kinder
Dorn, Wulf

Die Kinder


sehr gut

"Die Kinder" von Wulf Dorn hat mich im Nachgang doch recht lange zum Nachdenken gebracht.
Das Genre Thriller trifft es meines Empfindens nach allerdings nicht ganz. Sicher wäre hier Science-Fiction treffender gewesen. Aber das ist Ansichtssache.

Auf den Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle gar nicht näher eingehen, da der Klappentext ausreichend ist um sich ein grobes Bild zu machen. Alles, was ich hier schreiben könnte wäre zu viel verraten.

Fakt ist, dass dieses Buch sehr gut geschrieben ist. Es lässt sich flüssig lesen und beschreibt die Szenen sehr detailliert und teilweise recht brutal. Die Szenenwechsel sorgen für Abwechslung und einen guten Spannungsaufbau.
Dem Autor geht es meiner Meinung nach nicht um ein mögliches Zukunftsszenario oder einen super Thriller. Vielmehr vermute ich, dass es ihm darum geht einen Anstoß für Veränderungen zu geben, zu verbessern und einfach zum Nachdenken anzuregen.
Der Ausspruch "Wir ernten was wir säen" trifft es hier sehr gut.

Ich vergebe vier Sterne für ein gelungenes Lesevergnügen, welches ich ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 15.08.2017
Eine von uns
Cummings, Harriet

Eine von uns


weniger gut

Sommer 1984, ein kleines englisches Dorf mit einem kleinen Problem. Denn der "Fox" treibt sein Unwesen. Er verschafft sich Zutritt in fremde Häuser. Der Grund erschließt sich niemanden, denn er nimmt nichts mit, sondern hinterlässt nur Spuren und verlegt Gegenstände.
Das Ganze könnte man noch als Spaß abtun, würde nicht plötzlich eine junge Frau vermisst. Hat der Fox zugeschlagen und was will er mit Anna - einem beliebten und gottverbundenem Mädchen?
Glaubte man noch vor kurzem, jeden aus der Gemeinschaft zu kennen, so wird dieser Irrtum schnell offensichtlich. Viele Personen haben kleine Geheimnisse, die keiner erfahren soll...

Der Einstieg und das weitere Lesen in "Eine von uns" fiel mir recht schwer.
Schon die Tatsache, dass es für mich keinen richtigen Protagonisten gibt und die kurzen Hinweise auf verschiedene Personen haben mit im Lesefluss etwas behindert. Auch kommt hinzu, dass die beschriebenen Leute alle recht "komisch" sind. (Protzer, Langeweiler, geistig zurückgebliebene Menschen... irgendwie ist alles dabei.) Für mich wirken die Personen zu erfunden. Die Handlungen zu ausgedacht. Die Geschichte somit für meinen Geschmack nicht authentisch genug. Bei einigen Personen weiß ich auch gar nicht, wie sie das Buch bereichern sollen.

Mag sein, dass das alles auch so beabsichtigt war, da es ja doch in unsere Zeit passt. Es ist doch tatsächlich so, dass die Leute mit Anschuldigungen schnell bei der Hand sind, obwohl sie keine Ahnung haben und sich auch gar nicht bemühen.
Für meinen Geschmack ist die Geschichte nicht schlecht, die Umsetzung und Ausführung aber eher weniger gelungen. Daher von mir nur zwei Sterne.

Bewertung vom 10.07.2017
Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1
Johnsrud, Ingar

Der Hirte / Fredrik Beier Bd.1


sehr gut

"Der Hirte" von Ingar Johnsrud stellt den ersten Teil einer neuen Thriller-Triologie um den Hauptkommissaren Frederik Beier dar.

Die Tochter der Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst. Ein "leichter" Fall für den Hauptkommissaren Frederik Beier, der auf Anweisung seines Vorgesetzten Gast beim Psychologen ist. Bei ihm geht es - auch privat - recht turbulent zu.
Recht schnell jedoch wird dieser "Standartfall-Vermisstenfall" außergewöhnlich, denn auf "Solro" geschieht ein Massenmord. Einige Mitglieder der Sekte "Gottes Licht" werden grausam ermordet. Zu dieser Glaubensgemeinschaft zählt auch Annette Wetre - die vermisste Tochter seines aktuellen Falls.

Recht schnell wird klar, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Sekte handelt. Das Gelände gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Auch findet sich ein extrem gut ausgestattetes Labor - doch warum betreibt eine Sekte einen solchen Aufwand? Wer sind die Drahtzieher und was ist deren eigentliches Ziel?

Ich muss gestehen, dass ich bis zum Ende keinen Plan hatte, wohin sich die ganze Geschichte entwickeln würde. Es gibt viele Personen, die aus verschiedenen Perspektiven in das Geschehen eingreifen. Immer neue Wendungen sorgen für Spannung und Abwechslung.

"Der Hirte" ist definitiv keine leichte Kost. Der Einstieg fiel mir nicht ganz leicht, was zum Teil auch an den norwegischen Namen und Orten lag. Trotzdem konnte ich dieses Buch recht schnell nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende war für mich leicht verwirrend - allerdings vermute ich, dass die Folgeteile auf diesen Fall aufbauen werden. Hier muss einfach mehr folgen.

Ein gutes Buch, guter Schreibstil - ein gelungener skandinavischer Thriller, der Lust auf die Nachfolgeteile macht!

Bewertung vom 21.04.2017
Selkie
Neumayer, Antonia

Selkie


gut

"Selkie" - Jeder, der sich etwas mit den schottischen Sagengestalten auskennt, weiß, dass hier Fantasy Thema ist. Wer mit Selkie nichts anzufangen weiß, wird es nach diesem Buch wissen.

Die 17-jährige Katherine lebt mit ihrem älteren Bruder Gabriel, ihrem Vater, Hund Crab und einer Schafherde auf den Orkney-Inseln. Sie führen ein ruhiges Leben, bis eines Tages drei Fremde auf die Insel kommen. Die ganze Geschichte ist ihr nicht geheuer als sich heraus stellt, dass diese ihren Bruder mitnehmen wollen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht und auch der Punkt, dass Gabriel scheinbar nicht freiwillig mitgeht, ist für Kate nicht akzeptabel.
Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf. Eindeutig kein Freund der Fremden. Plötzlich fällt ein Schuss und Kate springt an Ians Seite in die eiskalte Nordsee.
Ehe sie sich versieht, steckt sie inmitten eines Krieges zwischen zwei verschiedenen Welten. Ihr Leben und alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, wird auf den Kopf gestellt. Die Situation spitzt sich zu und sie weiß selbst nicht, wem der beiden Kontrahenten sie wirklich helfen soll und wem sie vertrauen kann. Fakt ist, dass beide Parteien nicht die volle Wahrheit preisgeben. Doch auf jeder Seite hat sie Freunde gefunden, die sie nicht verletzten möchte. In erster Linie will sie doch einfach ihren Bruder beschützen...

Rückwirkend betrachtet wirkt die Story eher unspektakulär. Das mag aber daran liegen, dass die ganze Geschichte im Hintergrund stattfindet und die "normalen" Menschen nichts davon mitbekommen. Der Schreibstil ist einfach und gut. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, doch ab etwa der Hälfte mochte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Da das Ende offen ist, kann man fast sicher sein, dass hier noch ein Teil oder auch mehrere folgen. Genügend Stoff ist definitiv vorhanden. Der jungen Münchnerin ist mit ihrem Debütroman ein erfolgreicher Start ins Fantasy-Genre gelungen.
Da aber noch Platz nach oben ist, vergebe ich hier "nur" drei Sterne!