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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Sue
Wohnort: HBN
Über mich: Lesen ist eine Sucht...
Danksagungen: 15 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 51 Bewertungen
Bewertung vom 14.09.2020
Das Netz / Island-Trilogie Bd.1
Sigurdardottir, Lilja

Das Netz / Island-Trilogie Bd.1


sehr gut

„Das Netz“ ist der spannende Auftakt zur Island-Trilologie von Lilja Sigurdarddottir.

Sonja ist eine junge Mutter, die das Sorgerecht für ihren Sohn Tomas verloren hat.
Mit der Trennung von ihrem Exmann steht sie von heute auf morgen mittellos da, zumal diese alles andere als gut lief und so hat sie nur einige Wochenenden mit ihrem Sohn, dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben.

Sie setzt also alles daran, um ihre Situation irgendwie zu verbesserten und rutscht in ein Netz von Kriminalität, aus dem sie nur schwer entkommen kann. Wie tief sie in der ganzen Sache drin steckt und wer die Strippen zieht, wird ihr erst nach und nach bewusst.
Die Justiz ist ihr bereits auf der Spur und schnell wird klar, dass sie bald handeln muss um überhaupt eine Chance auf ein halbwegs normales Leben mit ihrem Sohn zu haben...

Mir gefällt der Aufbau mit den vielen recht kurzen Kapiteln sehr gut!
Es gibt nicht nur Sonja, sondern auch einige weitere Personen, die für Abwechslung und eine gute Hintergrundstory sorgen. Das verleiht dem ganzen Konstrukt noch mehr Tiefgang und sorgt für genug Abwechslung und Spannung.

An mancher Stelle hätte ich mir gerne mehr Details gewünscht, es tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Ich denke auch, dass in den Folgeteilen einige Punkte und Zusammenhänge noch klarer werden.

Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung „Die Schlinge“ und bin gespannt, wie es mit Sonja, Agla, Bragi und Co. weitergeht.

Bewertung vom 04.05.2020
Vardo - Nach dem Sturm
Hargrave, Kiran Millwood

Vardo - Nach dem Sturm


gut

"VARDO – Nach dem Sturm" ist ein Roman, der um 1617 in Norwegen spielt und auf wahren Begebengeiten beruht. Die Geschichte selbst ist fiktiv, auch wenn einzelne Charaktere tatsächlich existiert haben.

Eine der beiden Protagonistinnen ist Maren. Eine junge Frau, die einen plötzlichen und heftigen Sturm heraufziehen sieht. Und zwar genau an der Stelle des Meeres, an der vierzig Männer ihres Dorfes, darunter auch ihr Vater, ihr Bruder und ihr Verlobter gerade fischen.
Alle sterben. Zurück bleibt ein Dorf voller Frauen.

Wenige Zeit später wird das Erscheinen eines Kommissar bekannt gegeben. Noch ahnt niemand, was das für Folgen haben wird. Nach und nach wird jedoch dessen Aufgabe deutlich, denn es gibt ungläubiges Volk, Hexen und Zauberer, welche ausgerottet werden müssen.
Nicht einmal die Frau des Kommissars ahnt, zu was dieser fähig ist...

Der Einstieg in die Geschichte viel mir schwer. Das mag an den vielen norwegischen Namen liegen oder an den ersten Kapiteln selbst. Erst nach und nach viel es mir dann leichter, einen Zugang zu finden.
Die Geschichte selbst finde ich absolut glaubwürdig und auch nachvollziehbar. Auch einzelne Methoden und Hintergründe wurden meines Erachtens gut recherchiert und passend eingebunden.
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen der Frau des Kommissars und Maren hin und her, was für eine ausreichend Abwechslung sorgt. Man sieht praktisch, wie sich die einzelnen Charaktere weiter entwickeln.
Das Ende gefällt mir nicht, aber das ist meine persönliche Meinung und soll nichts heißen.
Der Roman selbst trifft auch nicht zwingend meinen Geschmack, obwohl ich historische Romane mag. Aber er ist dennoch gut umgesetzt und bekommt deshalb von mir gute drei Sterne!

Bewertung vom 01.12.2019
Die Rivalin
Robotham, Michael

Die Rivalin


gut

"Die Rivalin" war mein erster Thriller von Michael Robotham.

Der Klappentext fasst gut zusammen, ohne zu viel von der eigentliche Story zu verraten.
Die 38-jährige Agatha aus ärmlichen Verhältnissen sehnt sich nach einem perfektem Leben. Nach so einem Leben, wie Meghan es hat. Verheiratet mit einem attraktivem und wohlhabenden Mann, glücklich mit ihrer kleinen Familie und einem Leben wie aus dem Bilderbuch.
Das ist wohl auch der Grund, warum Agatha den Kontakt zu Meghan sucht und sich eine Art Freundschaft zwischen den beiden entwickelt.

Beide verbindet mehr als sie ahnen, denn Meghan und Agatha sind beide schwanger und beide haben Geheimnisse, welche nicht ans Licht kommen sollen. Während die eine schweigt nimmt es die andere mit der Wahrheit nicht so genau.

Die Story finde ich interessant und gut umgesetzt. Die Geschichte nimmt ab und an eine unerwartete Wendung und bietet verschiedene Ereignisse. "Gnadenlos spannend und unvorhersehbar" wie von Publishers Weekley beschrieben, fand ich das Buch allerdings nicht unbedingt. Meine Fantasie hat in die gleiche Richtung gearbeitet :-).

Dass dieses Buch von mir keine fünf Sterne erhält, wird wohl auch daran liegen, dass die Story mich einfach nicht hundertprozentig überzeugt hat. Vom Schreibstil her war es sehr angenehm und flüssig zu lesen. Auch die verschiedenen Sichtweisen - einmal aus der Sicht von Agatha, einmal aus der von Meghan- sorgen für schöne Abwechslung. Als Thriller habe ich das Buch allerdings nicht empfunden; ich hätte das ganze eher als Drama eingestuft... aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung.

Bewertung vom 07.08.2019
Ultimatum / Kommissar Eugen de Bodt Bd.5
Ditfurth, Christian von

Ultimatum / Kommissar Eugen de Bodt Bd.5


sehr gut

Christian v. Ditfurth schafft es mit "Ultimatum" mal wieder, mich zu überzeugen, dass man gerne auch mal einen Polit-Thriller lesen kann. Das ist eigentlich nicht mein übliches Genre - hat sich aber gelohnt.

Wieder als Hauptperson vertreten ist Hauptkommissar Eugen de Bodt, der gerne mal mit geistreichen Zitaten um sich wirft, sowie seine Kollegen Silvia Salinger und Ali Yussuf, die ihm vorbehaltlos zur Seite stehen.

Der Mann der Kanzlerin wird entführt. Die Entführer stellen Forderungen, die Deutschland unmöglich erfüllen kann: Die Übernahme der Schulden verschiedener südeuropäischer Staaten. Die Täter geben unmissverständlich zu verstehen, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist und schicken als Beweis die Hand des entführten Gatten an das Landeskriminalamt. Die Ermittler versuchen krampfhaft, den Entführern auf die Spur zu kommen.

Kurz darauf wird die Frau des französischen Präsidenten entführt und auch hier folgen unmögliche Forderungen.
In Europa beginnt es daraufhin zu brodeln. Hinzu kommt das Sterben verschiedener russischer Diplomaten in aller Welt.
Wie hängen die Ereignisse zusammen? Was sind die Motive? Und warum stellen die Entführer Forderungen, die unter keinen Umständen erfüllt werden können? Fakt ist: Hier ist eine große Verschwörung im Gange. Dass die Täter völlig skrupellos sind, zeigt sich spätestens bei dem Angriff auf ein Atomkraftwerk, welches de Bodt ebenfalls in eine unangenehme Position bringt.
Schnell wird klar, dass es nicht dabei bleiben soll. Die Verschwörer wollen die totale Katastrophe.

Spannung von Anfang bis Ende. Ein komplexes und anspruchsvolles Konstrukt an Ereignissen, Zusammenhängen und Personen und deren Machtspielen. Schöne Abwechslung durch den regelmäßigen Wechsel zu den anderen parallel laufenden Gegebenheiten. Eine gesunde Portion Sarkasmus. Das ganze Verbunden mit aktuellen Themen aus der Politik - echt gut!

Bewertung vom 02.06.2019
Die Lüge
Edvardsson, Mattias

Die Lüge


sehr gut

Die Freude war groß, als ich das Buch "Die Lüge" von Mattias Edvardsson in den Händen hielt.
Das Cover ist ansprechend, der Klappentext klingt gut und dann haben wir einen skandinavischen Autor, von denen ich persönlich immer sehr angetan bin.
Und was soll ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.

"Die Lüge" war für mich ein Pageturner.
Die Geschichte ist kurz zusammengefasst. Adam (Pfarrer), Ulrike (Rechtsanwältin) und Stella (die 19-jährige Tochter) sind eine ganz normale Familie mit normalen Höhen und Tiefen.
Stella träumt von einer Asienreise, spart dafür jeden Cent und lässt sich ungern in irgendwelchen Schublade stecken. Und schon gar nicht von ihren Eltern, die nach Stella´s Geschmack ihre Nase überall reinstecken müssen und auch deren Wünsche nicht respektieren. So kommt es, dass die Eltern nicht immer wissen, was die Tochter so tut und das Verhältnis teils etwas angespannt ist.
Stella´s Ruhepol ist ihre beste Freundin Amina, der sie bedingungslos vertraut. Die beiden kennen sich seit frühen Kindertagen und gehen seit dem durch Dick und Dünn.

Umso geschockter sind Adam und Ulrike als ihre Tochter kurz nach deren 19. Geburtstag verhaftet wird. Die Behörden haben sie als Mordverdächtigte festgenommen. Die Eltern sind ratlos, denn ihre Tochter kannte doch den 32-jährigen Geschäftsmann mit seinen zwielichtigen Geschäften gar nicht. Oder etwa doch?

Der Roman ist in drei Blöcke aufgeteilt und wird aus der Sicht von Adam, Stella und Ulrike erzählt. Innerhalb dieser Teile wird aus verschiedenen chronologischen Perspektiven berichtet. Durch diese Zeitsprünge fügt sich nach und nach die Geschichte zu einem Gesamtbild zusammen. Allerdings haben wir drei Erzählperspektiven, was bedeutet, dass wir ganz andere Sichtweisen haben. Das verwirrt etwas, gibt dem ganzen Roman aber auch eine bestimmte Spannung und Abwechslung.

Das Ende fand ich gut. Immerhin weiß ich jetzt auch, wie das schwedische Rechtssystem funktioniert - oder ein kleiner Teil davon ;-)
"Die Lüge" wird nicht das letzte Buch von Mattias Edvardsson in meinem Schrank bleiben!

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Bewertung vom 27.04.2019
Alexandra
Bell, Natasha

Alexandra


weniger gut

"Alexandra" von Natasha Bell wird als Thriller eingestuft. Als solchen habe ich das Buch leider nicht empfunden. Eher fand ich dieses Buch verwirrend und teils etwas langatmig. Das ist jedoch meine persönliche Meinung.

Die Story ist recht schnell zusammengefasst. Alexandra, die Mutter zweier Kinder und glückliche Ehefrau, kommt eines Abends nicht nach Hause. Schnell macht sich ihr Mann Sorgen und diese scheinen begründet. Denn es finden sich Spuren, die auf ein nicht freiwilliges Verschwinden hindeuten.

Während die Behörden vom Schlimmsten ausgehen, ist Ehemann Marc überzeugt, dass Alexandra irgendwo dort draußen noch lebt. Er nimmt die Suche auf und stößt auf Hinweise aus der Vergangenheit, die ihn verwirren, weil sie ihm ein anderes Bild von der Frau vermitteln, von der er dachte, dass er alles weiß. Warum hat sie ihn belogen?

Gut finde ich den abwechslungsreichen Aufbau.
Die Sprünge aus Alexandras Vergangenheit mit Einblicken in die glückliche Familienzeit, sowie auf die Zeit als Studentin der Künste, welches sie der Liebe wegen abgebrochen hat.
Dann zu den Briefen mit ihrer besten Freundin aus den Studiumszeiten, welche Zweifel beim Leser streuen, ob der Abbruch des Studiums vielleicht bereut wurde bis hin zu Alexandras aktueller Situation, in der sie sich vorstellt, was ihre Familie gerade ohne sie tut und wie es ihr geht. Und in der sie Gespräche mit ihrem vermeintlichen Entführer führt.

Das Ende war für mich zum Schluss dann doch irgendwie vorhersehbar. Überzeugen konnte mich "Alexandra" aber leider nicht ganz. Das mag auch daran liegen, dass ich keine Sympathie für die Protagonistin entwickeln konnte. Die Story an und für sich ist gut, nur leider hat es bei mir nicht gefunkt.

Bewertung vom 28.01.2019
Alles, was du fürchtest
Swanson, Peter

Alles, was du fürchtest


gut

Ich war recht skeptisch, als ich "Alles, was du fürchtest" von Peter Swanson zum ersten Mal in den Händen hielt. Grund dafür war der Thriller "Die Gerechte" welcher mich nicht 100%-ig überzeugen konnte.
Die Story hat mir hier besser gefallen, auch wenn Sie für mich wieder etwas "zu ausgedacht" oder unrealistisch ist.

Kate Priddy, unsere Protagonistin dieses Thrillers, ist eine eher schwache Person mit einem schwierigen Lebensweg. Sie hat Angst. Eine krankhafte Angst vor allen möglichen Szenarien, welche passieren könnten, seien sie auch noch so unwahrscheinlich. Vermutlich zieht sie durch diese panische Lebenseinstellung auch nur Psychopaten an. Das würde erklären, warum ihr Exfreund, welcher schon seit einiger Zeit tot ist, noch immer ihr Leben und ihren Alltag beherrscht und ihr das Leben erschwert.

Mehr aus einem trotzigem Impuls heraus stimmt sie einem verrücktem Vorschlag zu.
Ihr Cousin Corbin, welchen Sie nie persönlich kennen gelernt hat und in Boston wohnt, schlägt ihr einen Wohnungstausch vor. Er möchte ein halbes Jahr beruflich nach London und bietet ihr im Gegenzug seine Bostoner Wohnung an. Trotz aller Ängste und gegen jede Vernunft nimmt sie den Vorschlag an.

Und kaum ist sie angekommen, findet die Polizei in der Nachbarwohnung die Leiche einer jungen Frau. Wer hat sie umgebracht? War es der Nachbar, der das Opfer heimlich beobachtet hat? Was hat es mit dem Exfreund des Opfers auf sich, welches plötzlich auftaucht und sich für den Mord interessiert? Und was hatte Corbin mit der jungen Frau zu tun? Ganz offensichtlich kannten sich die beiden näher, als er zugeben wollte.

Die Geschehnisse werden durch eine gute Aufteilung - Zeitsprünge, Geschehnisse aus Sicht der anderen Personen, usw. - gut aufgeteilt und bieten Abwechslung und einen guten Spannungsaufbau. Die Geschichte an und für sich gefällt mir gut.
Nur mit Kate werde ich nicht richtig warm. Es mag daran liegen, dass sie labil wirkt oder für ihr Alter einfach naiv ist, was natürlich auch an ihren traumatischen Erlebnissen liegen kann. Aber ihr sprunghaftes Verhalten will mir nicht in den Kopf. Sie hat von Anfang an eine Art Opferrolle, aus der sie auch nicht rauskommt.

Kurzum:
Den Einstieg fand ich etwas schwer, die Personen gewöhnungsbedürftig, die Geschichte und das Ende aber waren gut.

Bewertung vom 04.10.2018
Escape Room - Nur drei Stunden
McGeorge, Chris

Escape Room - Nur drei Stunden


gut

Der Thriller „Escape Room“ von Chris McGeorge hat mich sofort angesprochen. Der Klappentext ist kurz und knackig und macht neugierig auf den Inhalt. Das Cover fällt durch seine spezielle Gestaltung auf. Die Umschlaggestaltung mit den 3D-Effekt ist genial.

Der Thriller selbst ist gut. Ich war recht lange im Unklaren darüber, was es mit den einzelnen Personen und dem allgemein Zusammenhang auf sich hat. Die einzelnen Puzzleteile fügen sich während des Lesens zu einem Gesamtbild, welches zum Ende hin auch diesen AHA-Effekt vermittelt. Vom Grund her finde ich die Story wirklich gut.

Allerdings konnte mich der Protagonist Morgan Sheppard nicht 100-prozentig überzeugen. Sheppard, wie unsere Hauptperson genannt werden möchte, ist ein TV-Star, bekannt durch seine Serie „Ermittler vor Ort“.
Ob er auch wirklich zum Ermittler taugt, soll er nun unter Beweis stellen. Ihm wird ein Ultimatum von 3 Stunden gestellt, um einen Mordfall aufzuklären. Gelingt ihm das nicht, so werden alle Mitspieler, fünf gemeinsam mit ihm eingesperrte Personen, sterben.
Selbstverständlich wird er nicht von allen als der einzige „Retter aus dieser misslichen Lage“ akzeptiert und bekommt gewisse Steine in den Weg gelegt.

Möglicherweise bin ich durch seine nicht gerade positiven Eigenschaften voreingenommen. Ich möchte hier gar nicht ins Detail gehen, da ich nicht spoilern möchte. Prinzipiell komme ich in eine Geschichte besser hinein, wenn mir die Hauptperson sympathisch ist. Das ist aber eine persönliche Vorliebe und hat mit der Qualität der Geschichte nicht viel zu tun.

Da ich die Story trotzdem ansprechend finde, möchte ich hier gute drei Sterne vergeben!
Immerhin habe ich die zweite Buchhälfte an einem Tag gelesen :D

Bewertung vom 30.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


gut

Norah Richter, unsere junge Protagonisten im Thriller „Der Schatten“, flieht vor ihrem Leben, dass sie sich in Berlin aufgebaut hat. Warum sie Arbeit, Mann, Zuhause und Hund zurücklässt, das wird erst gegen Ende des Buches klarer.

Ihr Weg führt sie nach Wien, wo sie sich ein neues Leben aufbauen möchte. Das Leben der Journalistin gerät aus den Fugen, als sie von einer Bettlerin auf offener Straße angesprochen wird. Diese prophezeit ihr, dass sie am 11. Februar einen ihr bis dahin unbekannten Mann töten wird. Aus freien Stücken und mit gutem Grund.

Norah tut dies zuerst als Spinnerei ab. Doch nach und nach geschehen Ereignisse, die kein Zufall mehr sein können. Dinge verschwinden, unbekannte Gegenstände tauchen auf, ihre Freunde wenden sich von ihr ab, der Name des angeblichen Opfers taucht immer wieder auf...

Droht ihre Vergangenheit sie einzuholen? Und was genau ist vorgefallen, was Norah solche Angst bereitet?
Erst auf den letzten Seiten löst sich alles auf. Der Spannungsfaktor bis zum Ende ist gegeben, auch wenn mich die Umsetzung nicht 100-prozentig vom Hocker haut.

Die Einleitung der einzelnen Kapitel, welche wie ein Tagebuch des vermutlichen Drahtziehers anmuten, haben mich etwas verwirrt. Für mich fügt sich dies nicht optimal ins Gesamtgeschehen ein.

Die Geschichte ist nicht schlecht, hätte für meinen Geschmack jedoch mehr Potenzial gehabt. Daher gute drei Sterne.

Bewertung vom 16.05.2018
ONE OF US IS LYING / ONE OF US Bd.1
McManus, Karen M.

ONE OF US IS LYING / ONE OF US Bd.1


ausgezeichnet

„One of us is lying“ hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen.

Fünf Schüler, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, werden zum Nachsitzen verdonnert.
Sehr schnell wird klar, dass der Grund für das Nachsitzen mit Absicht inszeniert wurde. Die Frage, ob sich jemand einen Scherz erlaubt, gerät rasch in den Hintergrund als Simon, einer der Nachsitzer, einen epileptischen Schock bekommt und daran stirbt.

Die Tatsache, dass das Opfer eine App hatte, in der es private Geheimnisse öffentlich ausplauderte, gibt jedem der vier anderen Nachsitzer ein Motiv.
Ist der Mörder einer von ihnen, wer lügt und wer veröffentlicht selbst über Simons Tod hinaus immer brisanter werdende Geheimnisse?
Fakt ist, dass alle vier Grund genug hatten Simon zu hassen.

Die Erzählweise aus der Perspektive der einzelnen Personen sorgt für ausreichend Abwechslung, Spannungsaufbau und ermöglicht es dem Leser jeden einzelnen der vier Protagonisten besser kennen zu lernen. Auch durch diesen gelungenen Schreibstil wurden mir alle vier Schüler doch recht schnell sympathisch. Ich konnte mir lange nicht vorstellen, dass einer der vier der Mörder sein sollte.
Auch habe ich lange nicht geblickt, wo sich die Geschichte letztendlich hinbewegen wird. Daher hat mich das Ende doch recht überrascht und ich muss sagen dass es im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch war und ich hier gerne fünf Sterne vergebe.