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Benutzername: 
Ha.San.
Wohnort: 
Duisburg

Bewertungen

Insgesamt 2 Bewertungen
Bewertung vom 01.05.2023
Das Haus der Buchstaben / Buchdruckerin Magdalena Morhart Bd.2
Langner, Sophia

Das Haus der Buchstaben / Buchdruckerin Magdalena Morhart Bd.2


ausgezeichnet

In dem Buch von Sophia Langner, ",Das Haus der Buchstaben" begleiten wir Magdalena Morhart, eine Buchdruckerin im Tübingen des 16. Jahrhunderts. Dorthin kehrt sie zurück weil sie wegen der Pest Tübingen mit ihren Kindern verlassen musste. Magdalena kämpft in einer von Männern dominierten Welt nachdem ihr Mann, der Buchdrucker Ulrich Morhart verstorben ist darum, dass ihre Arbeit als Buchdruckerin anerkannt wird und sie ihren Platz in der Gesellschaft findet. Der Kampf gegen ihren Stiefsohn um das Erbe ihres Mannes wird spannend und anschaulich beschrieben.

Sophia Langner gelingt es auf beeindruckende Weise, das historische Tübingen zum Leben zu erwecken und den Leser in eine vergangene Epoche zu entführen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und überzeugen durch ihre Authentizität. Magdalena ist eine starke und inspirierende Figur, die sich nicht unterkriegen lässt und für ihre Arbeit und Überzeugungen kämpft.

Die Handlung des Romans ist spannend und unterhaltsam, jedoch nicht ohne Tiefgang. Der Roman behandelt Themen wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft, sowie die Gefahren der Zensur und Kontrolle durch die Kirche.

Besonders beeindruckend sind die detaillierten Beschreibungen der Handwerkskunst der Buchdruckerei und die Herausforderungen, die mit dem Druck und der Verbreitung von Büchern in dieser Zeit einhergingen.

Alles in allem ist "Das Haus der Buchdtaben" von Sophia Langner ein faszinierender und informativer Roman, der den Leser in eine vergangene Epoche entführt. Ich empfehle den Roman allen, die historische Romane und Geschichten lieben.

Bewertung vom 09.01.2023
WerkZeuge
Schleske, Martin

WerkZeuge


ausgezeichnet

Als ich dieses Buch zum ersten Mal in meinen Händen hielt, fühlte es sich wie ein Handschmeichler an. Hinzu kommt ein sehr gut gestalteter Schutzumschlag. Den zweiten Eindruck auf mich machte das Papier. Fast Bibelpapier. So dünn. Und irgendwie passt das Papier zum Thema des Buches. Die Bibel. Eine tägliche Auslegung eines kurzen Bibeltextes. Immer wieder bringt Martin Schleske geistliches in Verbindung mit der Geige beziehungsweise mit der Herstellung seiner Instrumente.
Was ich an dem Buch mag, ist, wie Martin Schleske sein Handwerk und überhaupt seinen Alltag mit seinem Glauben in Verbindung bringt. Es sensibilisiert dazu, sein eigenes Erleben mit dem Glauben in Verbindung zu bringen.
Das Buch ist in "365 Fragmente" gegliedert. Mit Überschriften wie "Der Geruch des Lebens" (2. Januar) beschreibt Schleske, wie er sucht, forscht und die Schönheit des Lebens im Wahrnehmen des Alltags findet.
Oder "Habgier und Glück" (23. März). Hier beschreibt Schleske, wie man "...das Leben nicht durch Dinge, sondern durch Dankbarkeit genießen" kann.
Die täglichen Texte können helfen, das Erlebte im Alltag sensibler wahrzunehmen und den Glauben nicht nur abstrakt, sondern mit offenen Augen zu erleben. Und das 365 Tage im Jahr.