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Insgesamt 1469 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Gammel, Magdalena

Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night


ausgezeichnet

wow, total episch

Ich hatte quasi keine Erwartungen an dieses Buch, bin aber förmlich aus den Socken gehauen worden. Das ist genau die Art von Fantasy, die ich lesen will: magisch, vielschichtig, trotzdem nah und absolut mitreißend. Dieses Buch war einfach umwerfend

Die Geschichte wählt einen sehr gnadenlosen Einstieg, wirft den Leser mitten in die Handlung und in Lio unwürdiges Leben als Sklavin. Ihr Schicksal ist einfach herzzerreißend und ich hab so richtig mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass sie sich irgendwie befreien kann.

Es gibt generell viele Figuren und Interessengruppen, aber da sie nach und nach eingeführt und vorgestellt werden, konnte ich erstaunlich gut den Überblick behalten. Das Worldbuilding ist so mäßig komplex. Ich glaube die Karte selbst wäre vermutlich recht groß, aber viele der Ort sind eher allgemein gehalten, sodass auch das übersichtlich war.

Das Magiekonzept fand ich total toll, bisschen gruslig angehaucht, aber vor allem beeindruckend. Die Geschichte selbst hat schon auch einen düsteren und brutalen Touch. Aber sie ist auch abenteuerlich, spannungsgeladen, voller Rätsel, Intrigen und Machenschaften. Es gibt Kämpfe und Momente der Einkehr. Freundschaft und Verlust.

Die Lovestory fand ich toll eingebunden, nicht übertrieben, aber trotzdem emotional nahbar und voller Chemie. Was ich noch nie irgendwo anders gesehen habe und super gelöst fand: es gibt im Buch Spice, der ist aber in Form von zusätzlichen Seiten hinter einem QR-Code platziert und losgelöst genug sind, dass man es skippen kann, wenn man da keinen Bock drauf hat.

Das Ende hat mich gekillt. Wirklich. Das kann man doch nicht stehen lassen. Dieses Buch und vor allem das Ende hat mich in ein absolutes Gefühlschaos gestürzt

Bewertung vom 12.01.2026
Greenlaw, Rachel

The Ordeals


ausgezeichnet

So cool

Nichts schreit beeindruckender Dark Academia als eine magische Schule voller tödlicher Aufnahmeprüfungen und einem Mörder, der die Konkurrenz ausschaltet. Der Vibe ear ja einfach mal ultra genial.

Die Prüfungen sind vielfältig und die vier Magiegebiete ausgelegt. Die Settings, die dafür gewählt wurden, sind einfach richtig cool. Eine Mischung aus düster unheimlich und elitär. Und auch außerhalb der Prüfungen scheint es Geheimnisse und Intrigen zu geben, sodass auch nie Nebenhandlung interessant und kurzweilig ist.

Sophies trockene Art, ihr schierer Überlebenswille und Freiheitsdrang machen sie zu einer coolen, umkomplizierten Protagonistin. Sie ist echt, direkt und unverblümt. Und bildet damit einen schönen Kontrast zu Alden. Der zwar auch ehrgeizig, aber auch eindeutig privilegiert ist.

Ich mochte aber auch die vielfältigen Nebenfiguren, die teilweise komplexer und nahbarer sind, als man zuerst vermutet. Freundschaft, Loyalität und Ehre spielen hier eine große Rolle.

Die Geschichte ist temporeich und mitreißend. Nicht nur die Prüfungen sind absolut nervenaufreibend, auch das Finale, auf das die Geschichte zusteuert ist absolut schockierend und packend.

Bewertung vom 11.01.2026
Marshall, Kate Alice

Eisnebel


sehr gut

möderische Familienzusammenkunft

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mochte die ruhige, ausgeglichene Erzählstimme der Sprecherin, die für mein Empfinden gut zur Protagonistin Theo gepasst hat.

Die Spannung ist vor allem anfangs eher subtil, getrieben davon, dass Theo in Connors Familie nicht willkommen zu sein scheint und eigentlich auch nicht wirklich dazugehören will. Es blitzt immer wieder durch, dass sie Connor braucht, er ihr gleichzeitig aber nicht egaler sein könnte. Sie ist einfach stets bemüht ihn zufrieden zu stellen.

Es scheint in der Familie viele Geheimnisse zu geben, aber auch Theo hütet einige und nicht zuletzt stellt ihre eigene Herkunft eine zentrale Frage in dieser Geschichte dar. Das erzeugt durchweg eine Atmosphäre des Misstrauen und unterschwelliger Feindseligkeit, die ist sehr gelungen fand. Vor allem weil auch innerhalb der Familie selbst nicht alles eitel Sonnenschein ist und unterschwellige Konflikte schwelen.

Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse ja dann völlig und da war es mir dann auch etwas zu viel des Zufalls/Schicksals. Das wirkte dann doch recht an den Haaren herbeigezogen. Bis dahin wirklich gut, aber das war dann ein Schuss über das Ziel hinaus.

Insgesamt war das Buch sehr kurzweilig und unterhaltsam. Es gibt viele Überraschungen und Wendungen, sodass ich für einen Thriller übermäßig viele Emotionen durchlebt habe- von Mitleid für Theos Kindheit, über Entsetzen bezüglich des extravagant privilegierten Lebens von Connors Familie, bis zu schierer Wut über all die Lügen. Kann man machen, hat was.

Bewertung vom 11.01.2026
Brings, Sina

Kingdom of crystal Hearts (eBook, ePUB)


gut

Ganz nett

Der Einstieg in die Geschichte war eigentlich richtig stark und legte temporeich vor. Doch nach dem ersten Coup der Truppe rund um Elodie flacht der Spannungsbogen so ein bisschen ab, da Elodie gezwungen ist, die Füße still zu halten.

Die Handlung führt zwar so ein bisschen durch das Reich, aber das Thema Magie wird eher vage angegangen. Erst ungefähr ab der Hälfte tut sich da was und auch das in eher überschaubarem Rahmen. Dabei ist das Magiekonzept rund um die Edelsteine eigentlich echt interessant und ich hätte das gerne vertiefter gesehen.

Rafe kann ich eigentlich kaum einschätzen. Er ist zwar der männliche Protagonist und zentrale Figur, bleibt aber distanziert und passiv. Im letzten Drittel kommt da zwar etwas Bewegung rein, aber das reicht nicht, um mich von der Lovestory zu überzeugen

Was wirklich gut rausgearbeitet ist, das ist der Böse-Königinnen-Vibe. Es hat einfach Spaß gemacht sie zu hassen. Gegen Ende wirds toll, bin ich ganz ehrlich. Da gibts Action, Verrat, chaotisches Handgemenge und emotionale Begegnungen. Aber es war halt auch ziemlich überhastet.

Ich fands nett, aber der Funke war einfach nicht da

Bewertung vom 11.01.2026
Yokomizo, Seishi

Die Spatzenmorde von Onikobe / Kosuke Kindaichi ermittelt Bd.5


ausgezeichnet

wieder ein absoluter Knüller

Ich liebe diese Buchserie mit ihrer gelungen Mischung aus Folklore und Kriminalfällen einfach abgöttisch. Bis jetzt hat mich noch kleines der Bücher enttäuscht und jedes Mal versuche ich mit Begeisterung mitzurätseln. Dieser neue Fall war wieder super vielschichtig angelegt und dadurch richtig spannend. Habs in einem Rutsch gelesen.

Ich finds einfach schön, dass sich die Bücher dieser Reihe in ihrem Konzept immer treu bleiben: Privatdetektiv Kindaichi reist durch Onikobe und dort wo er weilt, ereignet sich ein Verbrechen, welches er dann zusammen mit der Polizei löst. Da ich bisher jedes Buch aus der Reihe gelesen habe, hilft mir dieses konstante Schema inzwischen bei den Fällen besser durchzublicken. Zum ersten Mal hatte ich einen konkreten Verdacht, der sich dann auch bewahrheitet hat.

Dir Geschichte ist aber keineswegs vorhersehbar, sondern super wendungsreich, voller Geheimnisse, Lügen und altem Groll. Durch das überschaubare Setting und den begrenzten Personenkreis aus dem sich die verdächtigen Speisen, ist es ein richtig schönes Who-Dunnit. Und die detektivische Arbeit von Kindaichi ist wieder spannend und unterhaltsam zu verfolgen.

Obwohl die Beschreibungen nicht übermäßig brutal sind, ist der Fall trotz allem wieder ziemlich schaurig, sodass eine tolle düstere Stimmung aufkommt. ich bin zwischenzeitlich mal bei den Namen durcheinander gekommen, weil zwei der Figuren ähnliche Namen haben. Das Personenverzeichnis und die Karte sind da sehr hilfreich.

Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt und hatte einfach eine großartige Zeit mit dem Buch.

Bewertung vom 11.01.2026
Vasquez, Rina

A Kingdom of Shadows / Solaris und Crello Bd.2


sehr gut

Hat mich nicht ganz so gefesselt wie Band 1

Band 1 fand ich ja richtig toll und ich war so gespannt wie es weitergeht. Vor allem das Thema rund um den Drachenwandler hatte mir im ersten Buch gut gefallen und ich hatte eigentlich gehofft, das Thema würde hier vertieft werden. Aber dieses Buch legt vor allem viel Augenmerk auf die Charakterentwicklung der Protagonisten und die Beziehungen zwischen den Figuren. Hier wird viel schönes aufgebaut, es gibt ein paar super schöne aber auch schmerzliche Momente und vor allem das Gekabbel zwischen den Protagonisten ist weiterhin sehr amüsant. Der Plot bleibt für meinen Geschmack dahinter zurück.

Die eigentlich Aufgabe rückt für mein Empfinden in den Hintergrund und die Handlung ist in diesem Buch sehr Romance-lastig. Man verstehe ich hier nicht falsch: ich weiß eine gute Romantasy durchaus zu schätzen, aber die Suche nach den Elementsteinen, die Aufgaben und Rätsel hätten so viel Potential gehabt die Geschichte wirklich episch zu machen. Stattdessen werden die Aufgaben relativ knapp abgehandelt und so richtig Spannung kommt dabei leider nicht auf.

Nara und Darius brauchen gefühlt ewig um mal ehrlich und offen miteinander zu sein, was ich zwischenzeitlich anstrengend fand. hier wird gefühlt künstlich Drama erzeugt, das die Geschichte gar nicht nötig hätte. Und de Wortwahl bei den spicy Szenen fand ich irgendwie cringe, keine Ahnung. Das war nicht mein Fall und hab ich dann entsprechend nur überflogen.

Die Rückblenden in Naras und Darius Jugend waren ganz nett, aber mir irgendwann zu viel weil sie mich immer aus der Haupthandlung rausgeworfen haben. Auch hier wird hauptsächlich die Beziehung zwischen den Figuren untermauert. Die Entwicklung zum Ende hin war absehbar, aber hat der Geschichte einen netten Twist gegeben. Die letzten Seiten waren dann nochmal richtig stark, inklusive heftigen Plottwist, sodass ich, obwohl ich diesen Band eher schwach fand, den nächsten Band trotzdem lesen wollen würde.

In meinen Augen ist das so ein klassischer Zwischenband, der einiges vorbereitet und dadurch selbst so ein bisschen auf der Stelle tritt. Eher Romance als Fantasy, aber durchaus kurzweilig zu lesen. würde 3,5 Sterne geben

Bewertung vom 04.01.2026
Ridzén, Lisa

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen (eBook, ePUB)


sehr gut

Eindrücklich

Das Buch erzählt die ergreifende Geschichte vom Älterwerden. Davon, wie einem alles zu entgleiten scheint, man jegliche Autonomie und Selbstbestimmung verliert und schlimmer noch, die Menschen, die man liebt.

Die Geschichte switcht zwischen den Alltagsmomenten, denen sich Bo stellen muss, den großen und kleinen Sorgen, die seine Gegenwart bestimmen und seinen Erinnerungen an seine eigene Jugend, sein Vater-Sein und seine Ehe. Dazwischen gibt es kleine Notizen, von seinem Sohn und dem Pflegepersonal, die einen sehr ehrlichen Einblick in Bos eher trostlosen Alltag bieten.

Das erste Mal Tränen in den Augen hatte ich schon nach wenigen Seiten. Die Grundstimmung ist schon eher melancholisch, Bos Hilflosigkeit und Einsamkeit werden auf direkte Art thematisiert. Generell ist es zwar eine feinfühlige Erzählung, beschönt aber auch nicht, dass uns das Leben am Ende einholt.

Es ist mir leicht gefallen, mit Bo mitzufühlen und mich in seine Lage hereinzuversetzen. Die Sprache ist leicht, der Erzählstil nahbar. Ein Buch, das bewegt und nachhallt

Bewertung vom 04.01.2026
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee


ausgezeichnet

Hyggelig

Das Buch liest sich so, wie ein Tag im Schnee sein sollte: erst vorsichtig herantastend, dann zunehmend unbeschwert, losgelöst von den Verpflichtungen und Erwartungen des Alltags.

So ein bisschen Hannah steckt doch in uns allen: ausgelaugt vom Alltag, gefangen im ewigen Hamsterrad nach schneller, weiter, mehr und immer mehr. Statt uns auf Ruhe und Einkehr zu besinnen und Glück in den kleinen Dingen zu finden, sind wir pausenlos gestresst und unzufrieden. Dabei braucht es so wenig, um zufrieden zu sein und im Moment aufzugehen.

Die Geschichte hat so einen kleinen Vibe von „Geist der Vergangenheit“. Ich fands schön, wie die Begegnung mit Sophie in Hannah spürbare Spuren hinterlässt. Und diese zu einer Reise ins Innere, zu Selbstreflexion und mehr Selbstverständnis führen. Hannah beginnt sich zu erinnern, was die Schlüsselmomente ihres Lebens waren, fernab von Arbeit, Erwartungsdruck und Selbstoptimierung. Und diese Botschaft ist nicht nur super wichtig, sondern hier auch einfach wunderschön verpackt

Ich hab mich beim Lesen auch immer mal wieder ertappt gefühlt, wenn Sophie mit ihrer offenen, direkten Art Hannah einen kleinen Denkanstoß gibt.
Eine Geschichte, die heimelig anmutet und trotzdem nachklingt.

Bewertung vom 04.01.2026
Ware, Ruth

The Woman in Suite 11


sehr gut

Traue niemandem

Ich liebe die Thriller von Ruth Ware und hier zeigt sie sich mal wieder in absoluter Bestform. Das ist genau die Art von Geschichte, die ich von ihr so unheimlich gerne lese- spannend, ein bisschen mysteriös und mit einem interessanten Twist. Dieses Buch ist die indirekte Fortsetzung von „Woman in Cabin 10“ von der ich nicht wusste, dass ich sie brauche. Aber jetzt wo ich das Buch vor mir hatte, waren eigentlich ein echter Geniestreich an die Ereignisse des Buches anzuknüpfen und den Figuren ein Leben nach dem glorreichen Finale anzudichten.

Das Setting ist toll gewählt und ich mochte das Wiedersehen mit bekannten Figuren. Dadurch bin ich leicht in die Handlung reingekommen und hatte auch direkt einen Draht dazu. Dass auch hier wieder eine Art doppelte Lottchen Geschichte gesponnen wird, schafft eine gelungene Verbindung zum Thriller an den es anknüpft. Für den Fall selbst spielt das zwar nicht unmittelbar eine Rolle, aber ich finde schon, dass man "The Woman in Cabin 10" gelesen haben sollte, um das ganze Ausmaß der Geschichte zu erfassen.

Ich fand den Fall selbst unfassbar packend, vor allem weil Lo selbst ins Visier der Ermittlungen gerät und das Ganze sehr undurchsichtig und vielschichtig aufgebaut ist. Die Perfidität des Falls ist einfach grandios und super spannend zu verfolgen. Vor allem gegen Ende hin wird es komplex und wendungsreich, sodass ich wirklich mitgefiebert habe.

Für mich ein sehr gelungener Thriller.

Bewertung vom 04.01.2026
Le, Vanessa

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)


sehr gut

Anatomie trifft Magie

Ich liebe die Aufmachung des Buches. Es ist ein echter Eyecatcher und hat mich allein damit schon neugierig gemacht. Ich dachte erst es handelt sich vllt um eine Fantasy-Dystopie, aber zeitlich ist die Geschichte circa 1000 Jahre in der Vergangenheit angesiedelt. Das Setting hat aber einen eher düsteren Touch.

Die Geschichte der Bloodcarver fand ich toll in den Kontext der Geschichte eingebettet und Nhika ist eine sehr authentische Protagonistin. Ihr Streben nach einem besseren Leben, der Möglichkeit ihr Erbe zu erhalten und etwas Gutes zu bewirken, aber auch der Drang zu Verstehen, zu Lernen und Anerkennung zu finden machen sie sehr nahbar, aber auch sehr verletzlich.

Die Vermischung von Anatomie, Medizin, Pholosophie und Magie hat mir richtig gut gefallen. Es gibt der Geschichte nicht nur eine Verankerung in der Realität medizinischer Forschung, sondern umhüllt die Geschichte mit Mystik und Spiritualität.

Dass es zusätzlich noch einen Kriminalfall zu lösen gab, hat eine interessante Nebenhandlung geschaffen.
Das Ende fand ich etwas holprig, habe die Geschichte aber ansonsten mit Faszination und Spannung verfolgt.