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Benutzername: wortgewandt
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Bewertungen

Insgesamt 5 Bewertungen
Bewertung vom 08.01.2017
I Am Death. Der Totmacher / Detective Robert Hunter Bd.7
Carter, Chris

I Am Death. Der Totmacher / Detective Robert Hunter Bd.7


ausgezeichnet

Als Thriller-Fan lag immer mal wieder ein Buch von Chris Carter auf meinem Tisch und bisher war ich begeistert vom Schreibstil des Autors und dem Ermittlungsduo Hunter und Garcia. "I am Death" fiel mir gestern beim Bibliotheksbesuch in die Hände und ich nahm es für die nächsten langen Winterabende mit. Was soll ich sagen? Seit gestern Abend hat mich der Totmacher nicht mehr losgelassen und gerade eben habe ich die letzte der 381 Seiten gelesen. Wie immer fällt es sehr leicht, dem flüssigen Schreibstil und den kurzen Kapiteln zu folgen. Auch bei mehreren, parallel spielenden Handlungssträngen verliert man nicht den roten Faden oder muss noch einmal nachschlagen, mit wem man es jetzt zu tun hat. Die Ermittler Hunter und Garcia werden wie gewohnt kurz eingeführt, so dass ein wenig ihrer Persönlichkeit erzählt, jedoch kein langatmiges Detail geschildert wird. Es geschehen reichlich Morde, die mit einer recht großen Brutalität ausgeführt und auch so erzählt werden. Definitiv nichts für zarte Gemüter, aber typisch Chris Carter. Die Suche nach dem Mörder ist für mich schlüssig, die Lösung manchmal zu einfach (zum Beispiel das Rätsel des Anagramms). Die Identität des Mörders wiederum ist ein Paukenschlag und rundet die Handlung für meinen Geschmack gut ab.

Fazit: Chris Carter-Fans kommen auf ihre Kosten, alle anderen sollten wissen, worauf sie sich einlassen!

Bewertung vom 08.01.2017
Shaking Salad - Low Carb
Stöttinger, Karin

Shaking Salad - Low Carb


ausgezeichnet

"Shaking Salad Low Carb" ist eine Rezeptsammlung für unterschiedlichste Salate, die mit mehr oder weniger Aufwand hergestellt werden können. Das Buch ist in verschiedene Kategorien unterteilt,so dass sowohl Fleisch- und Fischfreunde als auch Vegetarier und Veganer auf ihre Kosten kommen können. Alle Salate können auch als "To-Go-Variante" hergestellt werden und sind mit jeweils einem ansprechenden Foto abgebildet. Besonders die süßen Varianten am Ende des Buches haben mich überrascht und neugierig gemacht. Positiv ist allgemein anzumerken, dass die Zutaten zum großen Teil alltäglich sind bzw. gegen ebenfalls benannte Alternativen austauschbar sind. So ist der Gang zum speziellen Biomarkt überflüssig und es stapeln sich keine angebrochenen Verpackungen, die eventuell nicht mehr benötigt werden.
Insgesamt ist "Shaking Salad Low Carb" eine Empfehlung für alle Fans der gesunden und einfachen Küche mit dem gewissen Etwas.

Bewertung vom 22.12.2016
Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen
Bertschik, Margarete

Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen


sehr gut

Unterhaltsamer Krimi nach der Art von "Adelheid und ihre Mörder"

Schon allein durch den Buchtitel "Die Mutter des Kommissars und das französische Mädchen" wird deutlich, wer in diesem Krimi die Hauptrollen spielt: Hanna Morgenroth, die Mutter des ermittelnden Kommissars und Yvette, das ermorderte Au-Pair Mädchen aus Frankreich. Bereits mit dem ersten Satz des ersten Kapitels sind wir mitten drin: Eine Leiche wird gefunden und damit startet die Geschichte um Yvette, ihren Freund Etienne, die Gastfamilie Cordes und natürlich um Hanna Morgenroth und ihre Familie. Hanna Morgenroth entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer Doppelgängerin von Adelheid und ihre Mörder, löst sie doch mit ihrem Spürsinn und ihrer unerschrockenen Entschlossenheit den Fall fast allein.
Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und ist bis zu ca. dem letzten Viertel sehr spannend. Spätestens dann wird jedoch klar, wer der Mörder ist/die Mörder sind und die Spannung flacht ab. Auch die im Vorfeld schön erzählten Spannungen zwischen den jungen Eheleuten Morgenroth sowie den Kollegen von Kommissar Morgenroth werden zum Schluss zu einfach gelöst und plötzlich ist alles sehr harmonisch. Was mir in besonderer Erinnerung bleibt, sind die immer wieder kehrenden, detailreich beschriebenen Aktivitäten im Leben von Frau Morgenroth: Die Walking-Runde im Wald, das Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen, die Nachhilfestunde bei Alice Cordes. Für mich am Ende zu viel des Guten. Aber das ist Geschmackssache. Insgesamt ist das Buch ein unterhaltsamer Krimi mit durchaus unerwarteten Wendungen,der zum Ende hin seinen Spannungsbogen verliert. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung für alle Freunde der guten Unterhaltung.

Bewertung vom 18.12.2016
Blut will Blut
Kussmaul, André

Blut will Blut


ausgezeichnet

Wow - was für ein Spannungsbogen! In den letzten Stunden habe ich eine Berg- und Talfahrt der Gefühle mitgemacht, die unbeschreiblich gut und fesselnd war. So fesselnd. das ich von meinem eigentlichen Plan, das Buch stückchenweise zu lesen, schnell abgewichen bin und es bis auf ein paar kleine Pausen an einem Stück gelesen habe. Aber was macht dieses Buch aus, das mich so in seinen Bann gezogen hat?
Zunächst die Besonderheit, dass Hannah als eines der traumatisierten Opfer selbst einen Beruf ergriffen hat, in dem sie mit Stalkern und psychisch kranken Gewalttätern arbeitet. Für mich ist das eine Art Selbsttherapie, um das Erlebte zu verarbeiten, vielleicht sogar zu verstehen. Dann die Beschreibung der vier unterschiedlichen Persönlichkeiten der Mädchen bzw. Frauen. Hier geht Andre Kussmaul nicht all zu sehr in die Tiefe, sondern erreicht vielmehr mit einer knappen Andeutung, einer Randbemerkung oder einem unscheinbaren Detail die Aufmerksamkeit des Lesers. Die Neugier ist geweckt, man will mehr über Hannah, Lara, Inga und Sofie erfahren. Und schließlich die Frage nach dem Täter selbst. Immer wieder werden falsche Fährten gelegt, scheinbar Verdächtige ins Licht gerückt. Und dann kommt zum Schluß alles anders (wirklich ALLES!) als man denkt.
Mein Fazit: Ein Buch über Schuld und Sühne, über Besessenheit und Eifersucht, über Freundschaft und Leid. Ich empfehle es uneingeschränkt allen Fans von Psychothrillern, bei denen sich der Horror im Kopf abspielt.

Bewertung vom 14.12.2016
Totenpfad / Ruth Galloway Bd.1
Griffiths, Elly

Totenpfad / Ruth Galloway Bd.1


ausgezeichnet

"Totenpfad" von Elly Griffiths ist ein Zufallsbuch, was als "Schrottwichtelgeschenk" vor einer Woche in unseren Haushalt kam. Seitdem wurde es schon zweimal gelesen, was eine gewisse Spannung verspricht. Natürlich kommt ihm zu Gute, dass zwei meiner Lieblingsthemen (England/London und Archäologie) hier miteinander verbunden werden, doch sorgt auch der schnelle, fast atemlose Erzählstil für eine fesselnde Spannung. Gerade auf den letzten 50 Seiten entwickelt sich das Buch zu einem wahren Pageturner, man kann gar nicht so schnell lesen, wie man die Auflösung wissen will. Als kleine Besonderheit finde ich den im vorderen Klappendeckel eingezeichneten Lageplan des Hauptschauplatzes sehr schön, lässt er doch die Geschehnisse noch besser nachvollziehen. Ich empfehle das Buch allen Spannungsfreunden, die ohne großes Blutvergießen und detallierte Foltermethoden auf ihre Kosten kommen wollen. Für mich der gelungene Auftakt einer guten Krimiserie.