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Benutzername: hundeliebhaber
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Bewertungen

Insgesamt 22 Bewertungen
Bewertung vom 20.02.2019
Psychospiel (eBook, ePUB)
Tielcke, Natalie

Psychospiel (eBook, ePUB)


sehr gut

Kommissarin Emma Mendel wird zu einer Geiselnahme in einer Arztpraxis gerufen. Zwei Frauen werden erschossen, der Täter kommt davon. Er nennt sich Spielfreund, sucht scheinbar wahllos Menschen aus, die er töten. Er wählt Emma als Spielpartner aus, die erst viel zu spät bemerkt, auf was sie sich da eingelassen hat. Trotzdem versuchen sie und ihr Noch-Ehemann Ben den Spielfreund zu schnappen, damit nicht noch mehr Menschen sterben müssen.

Natalie Tielcke hat einen sehr flüssigen Schreibstil, die Chatverläufe wirkten authentisch, die Kapitel hatten eine angenehme Länge und ließen sich schnell lesen. Das hing sicher auch mit dem Spannungsbogen zusammen, der schon sehr schnell zu Beginn gespannt wurde und bis zum Schluss hielt.
Emma und Ben sind zwei interessante Charaktere, die ein gutes Ermittlungsteam abgeben.
Das Finale war für mich inhaltlich sehr dicht, rasant ud ein Hauch überzogen.
Insgesamt konnten mich sowohl der Plot, die Umsetzung, die Ermittler und das Spannungspotential überzeugen und für spannende Lesestunden sorgen!

Bewertung vom 26.01.2019
Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8
Carver, Tania

Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8


sehr gut

In Colchester tauchen drei männliche Leichen auf. Sie alle ähneln Phil Brennan und haben eine Tarotkarte bei sich, auf denen Phils Name steht. Die Morde werden Phils Stalkerin zugeordnet, die sich Fiona Welch nennt. Er macht sich auf den Weg nach Colchester, um die dortigen Ermittlungen zu unterstützen. Jedoch wird er entführt und kommt nicht dort an.

Fans von Tania Carvers Reihe um Phil und Marina wissen um den flüssigen Schreibstil und den bereits zu Beginn ansetzenden Spannungsbogen. Auch in diesem Teil wurde ich nicht enttäuscht. Die Entwicklungen folgen schnell aufeinander, der Spannungsbogen bleibt lange Zeit erhalten und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Obwohl ab etwa der Hälfte absehbar war, worum es geht, war die zweite Hälfte trotzdem spannend und rasant.
Ein spannendes und rasantes Ende der Espasito-Brennan-Reihe!

Bewertung vom 20.01.2019
Ich bringe dir die Nacht
Howard, Catherine Ryan

Ich bringe dir die Nacht


sehr gut

Als die irische Gardai an Alisons Tür in den Niederlanden klingelt, wird ihr der Boden unter den Füßen weggerissen. Sie sieht sich schlagartig mit ihrer Vergangenheit in Dublin konfrontiert. Denn als sie mit 19 Jahren auf dem College war, wurde ihre beste Freundin Liz getötet. Und Alisons Freund Will, ihre erste große Liebe, wurde für den Mord an Liz und vier weiteren College-Studentinnen verhaftet, und hat gestanden. Jetzt, zehn Jahre danach, tauchen neue Leichen auf und sowohl die Gardai als auch Alison müssen sich die Frage stellen, ob es sich um einen Nachahmer handelt oder ob Will eventuell unschuldig ist. Zu diesem Zweck kommt Alison mit nach Dublin, weil Will mit ihr reden will, und gelangt mitten in die Ermittlungen.

Catherine Ryan Howard hat eine spannende Ausgangslage gewählt, von der aus der Leser durch wechselnde Erzählpassagen der Gegenwart und Vergangenheit Alisons immer mehr über sie, Liz und Will erfährt. Parallel verlaufen natürlich die Gespräche mit Will, die Ermittlungen und das Gedankenkarrussel in Alisons Kopf.

Mir gefällt der Schreibstil der Autorin sehr gut. Er ist flüssig, plaudert gerade im Mittelpunkt eher, kann jedoch immer wieder Spannung aufbauen. Obwohl ich ab der Hälfte vermutet habe, in welche Richtung aufgelöst wird, war es spannend zu lesen, was tatsächlich hinter dem Kanal-Killer steckt. Und selbstverständlich hielt Catherine Ryan Howard die ein oder andere Wendung parat.

Ein spannender Thriller, der gut erzählt ist!

Bewertung vom 16.01.2019
Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2
Katzenbach, John

Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2


sehr gut

Fünf Jahre ist es her, dass Dr. Ricky Starks um sein Leben kämpfte, das von dem Geschwistertrio Rumpelstilzchen, Virgil und Merlin bedroht wurde. Dr. Starks, Psychiater und Psychoanalytiker lebt mittlerweile in Miami und hat einen festen Patientenstamm. Eines Tages taucht unverhofft Mr. R (Rumpelstilzchen) in seiner Praxis auf. Er ist bewaffent und zwingt Ricky zur Mithilfe, da er und seine Geschwister von einem Unbekannten bedroht werden. Im Gegenzug würde Mr. R ihn zukünftig in Ruhe lassen.

Den Vorgänger "Der Patient" habe ich vor geraumer Zeit gelesen, sodass mir die Geschehnisse nicht mehr ganz präsent waren. Dennoch habe ich einen schnellen Eingang in die Handlung gefunden und weiß John Katzenbachs rasanten und spannenden Schreibstil zu schätzen. Er schickt Ricky auf ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit den Geschwistern, wobei er einige Wendungen parat hält. Obwohl ich das ein oder andere nicht nachvollziehen konnte und gar an den Haaren herbeigezogen fand, konnte mich Katzenbach mit seiner rasanten Fortsetzung doch gut unterhalten!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.01.2019
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


ausgezeichnet

Die Kommissare Pia Sander und Oliver von Bodenstein werden zum Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik gerufen, in dessen Küche der ehemalige Betreiber Theodor Reifenrath bereits einige Tage tot liegt. Wegen einer Kopfverletzung wird Fremdverschulden nicht ausgeschlossen. Im Hundezwinger finden die Kommissare neben einem halb verhungerten Hund menschliche Knochen, die zu drei Frauenleichen gehören. Diese Frauen sind vor knapp 20 Jahren verschwunden. Im Laufe der Ermittlungen kommen immer mehr Frauenleichen zutage. Pia Sander geht von einem Serienmörder aus, der immer am Muttertag mordet. Ob er für den bevorstehenden Muttertag schon sein nächstes Opfer ausgemacht hat?

Nele Neuhaus schreibt wie gewohnt flüssig und weiß den Spannungsbogen aufzubauen und die Spannung konstant hoch zu halten. Der Fall scheint komplex, der Personenkreis der Verdächtigen ist groß und die Suche nach den entscheidenden Beweisen ist mühsam und lässt das Privatleben der Ermittler nicht außen vor.
Die Kapitel fliegen vor lauter Spannung und Wissbegier, bei wem es sich um den Mörder handelt, nur so dahin.
Die aus den vorherigen Bänden bereits bekannten Figuren entwickeln sich auch hier weiter und wirken sehr lebhaft.
Ein spannender Krimi, der mit einem krassen Showdown daherkommt!

Bewertung vom 28.12.2018
Tödlich ist die Versuchung
Jacobsen, Gina

Tödlich ist die Versuchung


weniger gut

Emanuela Wolf ist nicht nur eine erfolgreiche Psychologin mit einem hervorragenden Job, sondern ist so attraktiv, dass ihr die Männer scharenweise hinterherschauen. Doch seit ihre Jugendliebe Rasmus sie ohne Erklärung von jetzt auf gleich verlassen hat und ihr Bruder Peter kurz darauf starb, bindet sie sich nicht an längerfristige Beziehungen.
Aus Interesse sucht sie den Beziehungscoach Bernhard Rett auf, der vermeintlich fragwürdige Therapiemethoden anwendet, und dem sie gern auf den Zahn fühlen will. Bereits von der ersten Sitzung an gibt er ihr Hausaufgaben auf: Sie soll auf verschiedene Arten unterschiedliche Männer verführen. Während sich Emanuela und der Coach in den Sitzungen näher kommen, sterben nach und nach die Männer, mit denen sie geschlafen hat.

Die Ausgangsstory birgt großes Potential für einen spannenden Thriller, der mit erotischen Szenen gespickt ist. Gina Jacobsen hat das Verhältnis hier jedoch gedreht und eher einen Erotikroman mit Thrill-Momenten geschrieben.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und daher ist das Buch formal sehr angenehm zu lesen. Allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Figuren und den Handlungsabläufen. Emanuela ist auf der einen Seite absolut intelligent, tough und lässt sich nicht unterkriegen. Andererseits ist sie unsicher und naiv. Sowohl die einzelnen Figuren, ihre Verhältnisse zueinander und das Verwobensein in den weiteren Handlungsablauf wirkt vor allem konstruiert. Es ist zwar ein roter Faden erkennbar, daneben sind es jedoch auch viele andere Ebenen, die angerissen werden. Grund dafür ist wohl, dass die Autorin viele (große) Themen in das Buch einarbeiten wollte: wissenschaftliche Studien, psychologische Denkmuster, Persönlichkeitsstörungen, verschiedene Männer und Flirttypen - verpackt sowohl in Thrill als auch in Erotik. Für die knapp 300 Seiten ist das einfach zu viel.
Die erotischen Szenen treffen nicht immer meinen Geschmack, sind jedoch in sich weitestgehend schlüssig. Die Entwicklungsschritte sind oftmals wirr, teilweise an den Haaren herbeigezogen oder zu konstruiert. Der Thrill kommt fast ausschließlich am Schluss zum Tragen. Der ist jedoch spannend und hält eine Überraschung bereit.

Der Plot ist vielversprechend, allerdings konnte sich keiner der vielen eingearbeiteten Aspekte insofern entfalten als eine in sich geschlossene, nachvollziehbare, spannende und erotische Geschichte entstanden ist.

Bewertung vom 28.12.2018
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

Ofir Raul Graizer hat mit seinem israelisch-palästinensischen Kochbuch einen neuen Schatz in meine Küche gebracht.

In dem Vorwort erzählt er seine Geschichte, wie er nach Deutschland kam, wie er das Kochen für sich entdeckte, woher er seine Inspiration bekommt und welche Bedeutung das Essen für ihn hat.

Optisch ist das Buch toll gestaltet. Die Fotos sind von höchster Qualität und lassen bereits das Wasser im Mund zusammenlaufen. Auch das Layout der Rezepte ist sehr gelungen. Sie sind übersichtlich gestaltet, es gibt zu jedem Rezept einen Hinweis, wie es am besten zubereitet und serviert wird, wie lange und wo es aufzubewahren ist und welche Abwandlung vorgenommen werden kann.

Die Kochanleitungen sind in ihren einzelnen Schritten sehr verständlich und einfach nachzuvollziehen. Und das Endergebnis ist bei mir bis jetzt immer sehr lecker gewesen!

Ein toll gestaltetes und inspirierendes Kochbuch, das eine neue Küche näherbringt!

Bewertung vom 28.12.2018
Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6
Theurillat, Michael

Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6


sehr gut

Kommissar Eschenbach kehrt aus einer dreimonatigen Auszeit in den USA zurück und muss sich mit einigen Veränderungen arrangieren. Denn seine verübergehende Vertretung Ivy Köhler wird ihm weiterhin stellvertretend an die Seite gestellt und macht ihm das Leben schwer.
Dann wird die Leiche von Walter Habicht in Zürich gefunden. Er soll sich umgebracht haben, doch Eschenbach glaubt nicht daran. Gleichzeitig verschwindet sein Freund Ewald Lenz, der plötzlich unter Terrorverdacht steht. Lenz beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und macht sich auf die Suche nach einem Zusammenhang zwischen Lenz' Verschwinden und Habichts Tod, da beide Studienkollegen waren.

Dass es sich bei "Lenz" um den sechsten Teil einer Reihe um Kommissar Eschenbach handelt, war mich nicht bewusst. Ich hatte jedoch keinerlei Verständnisschwierigkeiten beim Lesen, sondern konnte die einzelnen Figuren gut zuordnen und auseinander halten.
Michael Theurillat hat einen klaren Schreibstil. Und obwohl die Handlung eher ruhig verläuft und kein hohes Ermittlungstempo aufkommt, baut sich Spannung auf.
Die Perspektiven wechseln abwechselnd zwischen Lenz und Eschenbach, sodass wichtige Informationen nach und nach an die Oberfläche gelangen.
Es werden politisch aktuelle Themen wie der Syrien-Krieg und Terrorismus aufgenommen und intelligent in die Handlung verwoben.

Ein spannender Krimi, der durch seinen Politgehalt bis zum Schluss fesselt!

Bewertung vom 04.11.2018
Berührung
Müller-Oerlinghausen, Bruno; Kiebgis, Gabriele Mariell

Berührung


gut

Berührungen sind ein essentieller Teil unseren Alltags. Doch in Zeiten der Smartphones und einer Distanzhaltung anderer Menschen gegenüber wird sie immer weniger. Bruno Müller-Oerlinghausen und Gabriele Mariell Kiebgis beginnen das Buch mit der These, dass Smartphones wohl der Gegentand ist, der die meisten unserer Berührungen genießt.
Im ersten Teil des Buches erklären Müller-Oerlinghausen und Kiebgis, wie wichtig Berührungen für uns sind, wie die Haut funktioniert, welche Reize wie übertragen und verarbeitet werden, und welche Informationen die Haut an unser Gehirn übermittelt. Durch Berührungen werden wir uns bewusst über Wohlsein, Unwohlsein, Sympahtie, Angst und sämtlichen anderen Gefühlen.
In einem zweiten Teil wird ausführlich auf die heilsamen Aspekte von Berührungen in Form von professionellen und medizinischen Massagen eingegangen. Darauf folgen in einem dritten Teil Praxistipps und Übungen für den Einzelnen (Selbstberührungen) oder mit Partner und Familie.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei "Berührung. Warum wir sie brauchen und wie sie uns heilt" um ein informatives Sachbuch, das einen flüssigen und einfachen Schreibstil hat, und daher für jeden Interessierten gut zu lesen sein sollte.
Gerade die ersten Kapitel fand ich sehr spannend. Obwohl mir bewusst ist, welch große Rolle Berührungen und die Haut als Sinnesorgan in unserem Leben spielt, waren die unterstützenden Beispiele sehr anschaulich und interessant. Die Kapitel über die Heilsamkeit von Massagen, insbesondere in Bezug auf Depressionen, waren sehr informativ, auführlich beschrieben und immer durch Studien und Techniken belegt. Trotzdem hatte dieser zweite Teil einige Längen für Laien. Mir fiel es schwer die einzelnen Techniken der Massagen und deren konkrete Ziele bei den verschiedenen Beispielen zu differenzieren, gerade weil die Erklärungsgrenzen oft nicht geradlinig verliefen. Das Kapitel über Sexualität und Erotik ist sehr kurz und bezieht sich lediglich auf ein Interview mit einer ehemaligen Erotikmasseurin. Da wäre sicherlich noch mehr gegangen, da das Kapitel für viele sicher hilfreich gewesen wäre - gerade unter der Berücksichtigung, dass Berührungen wichtig sind und Beziehungen unter anderem davon leben.

Trotz der Kritikpunkte kann ich das Buch jedem Leser empfehlen, der sich für das Thema Berührungen interessiert - sowohl im Allgemeinen als auch in konkreter medizinischer Sicht. Da kann der Fokus ja entsprechend auf die einzelnen Kapitel gelegt werden!

Bewertung vom 21.10.2018
Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1
Daugherty, Christi

Echo Killer / Polizeireporterin Harper McClain Bd.1


ausgezeichnet

Harper McClain ist Polizeireporterin und wird an einem Tatort an ihre eigene Vergangenheit erinnert. Eine Frau Mitte dreißig liegt nackt und erstochen auf dem Küchenboden, sie wird von ihrer 12-jährigen Tochter gefunden - Spuren gibt es keine. Genau wie beim Mord an Harpers Mutter. Doch die Polizei widerspricht Harpers Theorie, dass es sich um denselben Täter handelt. Also macht sie sich auf eigene Faust an die Ermittlung und muss dafür einiges aufs Spiel setzen.

Mich konnte Christi Daugherty mit ihrem Debüt begeistern. Der Schreibstil ist fesselnd, die Kapitel kurz und die Figuren interessant. Der Leser spürt förmlich, wie verbissen Harper ist und dies immer stärker wird.
Die Spannung steigt stetig und gipfelt in einem (tendenziell eher später vorhersehbaren) rasanten Finale und lässt durch einen Cliffhanger auf eine Fortsetzung hoffen.