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Traeumerin109

Bewertungen

Insgesamt 221 Bewertungen
Bewertung vom 30.09.2021
Hey Mama
Donath, Tami

Hey Mama


ausgezeichnet

Wundervoller Begleiter für alle Mamas

Es ändert sich so vieles, wenn du Mama wirst, das habe auch ich bei meinem ersten Kind am eigenen Leib erfahren. Auf nichts davon hätte mich irgendwas vorbereiten können, aber ein paar hilfreiche Worte von anderen Müttern an der richtigen Stelle hätten mir wahrscheinlich so manchen Selbstvorwurf erspart und mir geholfen, die erste Zeit etwas entspannter zu gestalten. Deshalb finde ich diesen Ratgeber wundervoll und würde ihn jeder werdenden Mutter empfehlen, vor allem beim ersten Kind. Es gibt so viel, was man von allen Seiten zu hören und in den sozialen Medien zu lesen kriegt, jeder hat eine Meinung zu allem und dazwischen stehst du ein bisschen hilflos und hast das Gefühl, es sowieso falsch zu machen, egal was du machst.
Ich denke, mit so einem Buch wird es leichter, diese so aufregende und neue Phase zu bewältigen und sich nicht so viel sagen zu lassen, wo man doch selbst die beste Mutter für das eigene Kind ist. Auch jetzt, in der zweiten Schwangerschaft, habe ich die verschiedenen Anregungen und Texte gerne und hin und wieder mit einem Schmunzeln gelesen. Das reicht von den verschiedensten Erfahrungsberichten über hilfreiche Tipps bis hin zur Checkliste für die Kliniktasche.
Fazit: Schöne Texte in einem wirklich schön aufgemachten Buch, sehr gut als Mutmacher generell und kleiner Anstupser zwischendurch geeignet.

Bewertung vom 30.09.2021
Aufgetaucht
Arlen, Victoria

Aufgetaucht


ausgezeichnet

Eine unglaubliche Geschichte

Victoria Arlen erkrankt im Alter von 11 Jahren schwer. Die Diagnose: Locked-In-Syndrom, sie vegetiert also bei vollem Bewusstsein in einem Körper dahin, über den sie keinerlei Kontrolle mehr hat. Das Schlimmste: Viele glauben ihr nicht, denken sie simuliert um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach vier Jahren schafft sie es schließlich, sich zurückzukämpfen und kann heute als eine der wenigen Locked-in-Patienten weltweit ein selbstbestimmtes Leben führen. Doch auch nachdem sie scheinbar ihre Krankheit besiegt hat, hören die Kämpfe nicht auf.
Für mich eine unglaublich bewegende Geschichte, die ich voller Mitgefühl und Spannung gelesen habe. Zwischendurch musste ich immer wieder das Buch zur Seite legen, weil ich es einfach nicht fassen konnte, dass so viele ihr nicht geglaubt, sie gar gequält oder später in unnötige Kämpfe verstrickt haben. Hat denn jemand mit einem solchen Schicksal nicht genug zu leiden und zu kämpfen? Auch ich kannte dieses wahrscheinlich allgemein nicht so bekannte Syndrom vorher nicht. Eingeschlossen im eigenen Körper zu sein, alles mitzukriegen, aber sich in keinster Weise mehr mitteilen zu können – was für eine grauenvolle Vorstellung, und dabei kann man sich als Außenstehender wahrscheinlich noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie es wirklich ist. Die Unterstellung, sie würde nur schauspielern, scheint mir noch viel schlimmer zu sein, die daraus folgenden Misshandlungen unerklärlich. Man könnte das Vertrauen in unser System verlieren
Umso mehr ziehe ich den Hut vor der Autorin, die so jung und doch so stark war, und nicht aufgegeben hat. Mit Gottes Hilfe kämpft sie sich zurück, gibt auch im Anschluss nicht auf. Bewundernswert und ein sehr beeindruckendes Beispiel dafür, wie Gott auch in solchen Situationen da sein kann.
Fazit: Die Autorin lässt uns schonungslos an ihrer Geschichte und ihren Kämpfen, an ihrem unglaublichen Glauben und Überlebenswillen teilhaben. Sehr lesenswerte authentische und inspirierende Lebensgeschichte!

Bewertung vom 29.09.2021
In die Weite leben
Schulte, Elena

In die Weite leben


gut

Was uns durchs Leben trägt

…gerade wenn wir mitten in einem Kampf stehen, uns einer Herausforderung stellen müssen, uns eingeengt fühlen oder einfach nur mal wieder unsere Ruhe haben wollen. Elena Schulte schreibt über die Kämpfe unseres Lebens – ein Thema, das im Moment, wo wir mit einer Pandemie und damit auch mit vielen Einschränkungen und Ängsten leben müssen und vielleicht um unsere Existenz oder unser verloren gegangenes Sicherheitsgefühl kämpfen müssen, mehr als aktuell ist. Was kann uns helfen, welche Kämpfe sind unsere und welche nicht, was können wir daraus lernen und vor allem: wie schaffen wir es, uns bei all dem nicht durcheinanderbringen zu lassen?
Ein Buch, das mir erstmal von der Aufteilung her grundsätzlich gut gefällt. Die Autorin unterteilt in drei Abschnitte: Sehnsuchtsland, Kampfland und Abenteuerland. Schöne und treffende Bezeichnungen dafür, wo wir uns gerade befinden in unserem großen Lebensland. In allen drei Abschnitten geht es vor allem um unsere Kämpfe: Warum wir kämpfen, was wir dadurch gerne erreichen würden, wie es sich anfühlt mitten im Kampf zu sein, Gefahren die dort lauern, und zum Schluss auch darum, wie wir Überstandenes einordnen können und gleichzeitig das Leben feiern können. Immer spielt dabei Gott die Hauptrolle: Ihn vergessen wir im Alltag allzu leicht, und gerade ihn brauchen wir, wenn es ans Kämpfen geht, am meisten. Und auch der Durcheinanderbringer ist nie weit entfernt. Übrigens ein, wie ich finde, sehr gut gewählter Name für das Böse oder den Satan, wie auch immer man ihn sonst nennen will.
So weit, so gut. Doch ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Es bietet natürlich hin und wieder interessante Anregungen, doch größtenteils zieht es sich wie Kaugummi und wiederholt immer und immer wieder das Gleiche. Da war (für mich) nicht viel Neues zu finden, nicht viel wirklich Hilfreiches. Mag sein, dass ich nicht ganz der Zielgruppe entspreche und es auch andere Leser gibt, denen das Buch sehr wohl weiterhilft oder etwas geben kann, aber für mich war das Lesen des Buches an sich schon ein kleiner Kampf. Es ist ein wichtiges und komplexes Thema, und wahrscheinlich kommt es auch darauf an, wo im eigenen Lebensland man sich gerade befindet. Aber ich habe mich in keinem der drei Abschnitte wirklich wiedergefunden, sodass ich am Ende das Buch etwas enttäuscht aus der Hand gelegt habe und nicht viel mitgenommen habe. Von mir deshalb leider nur drei Sterne.

Bewertung vom 29.09.2021
Wie ich lernte, das Chaos mit Gottes Augen zu sehen
Vollkommer, Nicola

Wie ich lernte, das Chaos mit Gottes Augen zu sehen


gut

Andachtsbuch für Mütter

Nicola Vollkommer, selbst Mutter von vier Kindern, weiß wovon sie spricht, wenn sie vom chaotischen Alltag schreibt, den ein Leben mit kleinen Kindern so mit sich bringt. Da ist immer etwas zu tun, irgendjemand will etwas von dir, braucht deine Hilfe oder möchte getröstet werden. Für Ruhe und Einkehr ist vermeintlich oft wenig Zeit zwischen Wäsche, Haushalt, Essen, Arbeit, Windeln und Vorlesen. Doch dieses Buch soll Andachten bieten, die speziell für Mütter gedacht sind und ihnen helfen sollen, im Alltag mit Kindern Gott nicht zu vergessen, den Kindern den eigenen Glauben auch vorzuleben.
Jedes Kapitel startet mit einem Bibelvers, dann folgt meistens eine Begebenheit aus dem eigenen Leben der Autorin (mit ihren Kindern), eine Reflektion in Bezug auf den Glauben/was das bedeuten könnte im Alltag, und ein Anstoß zum Nachdenken.
Ich muss sagen: Ich hatte irgendwie etwas Anderes erwartet. Nun ist es natürlich so, dass mein Leben mit einem kleinen Kind (bald zweien) noch annehmbar viel Chaos zu bieten hat, und dennoch hatte ich mit mehr alltagsbezogenen Andachten gerechnet. Dagegen beinhalten viele Kapitel einfach nur Geschichten der Autorin, plus ein wenig hochtrabendes theologisches Drumherum. Von Andachten erwarte ich dann doch etwas Anderes. Vieles wirkte sehr „verschwurbelt“ auf mich und konnte mich deshalb einfach nicht mitnehmen. Meinen Alltag hat das Buch auch nicht wirklich berührt, die angesprochenen Probleme bzw. Fragen sind keine, die mich beschäftigen. Genau das finde ich aber sehr, sehr wichtig bei solchen Büchern. Andachten sollten gute Anstöße sein zum Nachdenken, zum Reflektieren, die auch zu meinem Leben (sprich zum Leben der Leser) passen. Irgendwie schien mir das hier etwas Anderes zu sein, auch wenn es natürlich ebenfalls seinen Wert hat. Nochmal lesen würde ich das Buch aber auf keinen Fall. Dafür gab es nur in wenigen Kapiteln etwas, was ich für mich mitnehmen konnte. Daher werde ich in Zukunft wahrscheinlich eher wieder einen Bogen um solche Bücher machen.

Bewertung vom 29.09.2021
Das Schweigen der Sterne
Pailer, Norbert

Das Schweigen der Sterne


sehr gut

Staunen über die Wunder unseres Universums

Norbert Pailer ist Physiker und Christ, und er schreibt darüber, warum wir eigentlich bei näherer Betrachtung des Universums und der Welt um uns herum aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommen dürften. Es ist ein Buch voller wunderschöner Bilder physikalischer Gegebenheiten und gleichzeitig ein Plädoyer für den Glauben, gerade wegen all dieser Geheimnisse.
Wem Physik nie befriedigende Antworten geben konnte, der wird hier vielleicht fündig. Denn eines wird klar: Die Wissenschaft kann vieles erklären, aber sie tritt stets nur beschreibend auf, sagt, wie sich etwas verhält, ohne eine Antwort auf die Frage geben zu können, warum es sich so verhält und nicht anders und ob das immer so weitergehen wird. Gleichzeitig wird die Wissenschaft auch nicht abgewertet, sondern ebenso ernst genommen. Der verbreitete Irrglaube vom Gegensatz zwischen Wissenschaft und Glaube, beispielsweise wenn es um Urknall und Schöpfung geht, löst sich beim Lesen in Luft auf, sofern man das Gelesene ernst nimmt. Denn letztlich bleiben immer mehr Fragen offen, als beantwortet werden können, daran kann die Wissenschaft genauso wenig etwas ändern wie der christliche Glaube. In gewisser Weise braucht es für ein komplettes Negieren eines schöpferisch tätigen Gottes manchmal mehr Glauben, als für das Anerkennen seiner Existenz.
Dies ist ein Buch für alle, die sich für unser Universum begeistern können, die staunen wollen und können, die viele Fragen und kein Problem damit haben, dass vielleicht noch mehr dazukommen. Gleichzeitig muss ich auch sagen: Für mich hat das Buch nicht so unglaublich viel Neues zu bieten gehabt. Viele der Gedankengänge kamen mir vertraut vor, für mein tägliches Leben und meinen Glauben gab es hier nicht viel zu holen. Und es könnte sein, dass es auch einigen anderen Lesern so geht, die schon eine Zeitlang mit Gott, sich selbst, ihren Fragen, ihrem Glauben und ihren Zweifeln unterwegs sind. Deshalb kann ich dem Buch, auch wenn es wirklich schön daherkommt und wunderschöne Bilder beinhaltet, nur drei Sterne geben. Das soll nicht bedeuten, dass ich vom Lesen abraten würde. Aber für mich hat es dann doch ein wenig zu sehr nur an der Oberfläche gekratzt.

Bewertung vom 29.09.2021
Weit weg zu mir zurück
Keshtkaran, Sarah

Weit weg zu mir zurück


ausgezeichnet

Eine abenteuerliche Reise

…die uns weit weg führen kann und doch auch zu uns selbst zurück. Genau das hat Sarah Keshtkaran erlebt, als sie mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern ins kalte Wasser sprang und nach Äthiopien zog, um dort Gemeindearbeit zu leisten. Dabei erlebt sie sehr intensiv alle Phasen, die eine solche Entscheidung mit sich bringt: Von der Aufregung und dem Gefühl des großen Abenteuers, über Angst, Zweifel, Fremdfühlen hin zum Loslassen und Heimatgefühlen. Von der großen Unsicherheit hin zur größeren Stabilität und Sicherheit in uns selbst.
Ich war mal wieder sehr positiv überrascht von einem Buch. Nachdem ich tatsächlich schon einmal angefangen hatte zu lesen, aber das Buch aus irgendeinem Grund wieder zur Seite gelegt hatte, weil es mir in dem Moment nichts zu geben schien, war ich jetzt völlig gefesselt und habe mich auf jedes weitere Kapitel sehr gefreut. Die Autorin schreibt wunderbar erfrischend offen und selbstkritisch und lässt uns an ihrer ganz persönlichen inneren Reise teilhaben. Dabei ist es erstmal genau das: IHRE Reise, aber es kann auch ein Teil unserer Reise werden, vielleicht ein Anstoß loszugehen, diesen oder jenen Schritt zu wagen. Viele der Gedanken und Probleme kamen mir bekannt vor: Die Angst, ich selbst zu sein, das Gefühl, mich fremd zu fühlen, aus welchen Gründen und in welchem Umfeld auch immer. Und was macht man, wenn man vertrauensvoll Gottes Plan gefolgt ist, zwischendurch auch Vertrauen verloren und sich zurückerobert hat, und dann auf einmal der ganze Plan wieder über den Haufen geschmissen wird? Wie geht man um mit dieser großen Unsicherheit, wie kann man daraus Sicherheit machen?
Allein schon die Aufmachung des Buches ist sehr schön, immer mal wieder mit farblichen, dezenten Unterlegungen des Textes, die das Lesen noch abwechslungsreicher machen. Und auch die Kapitelüberschriften fand ich teilweise wunderschön und unglaublich reichhaltig, etwa: Wieviel Angst darf Mut machen? Oder: Die Normalität des Andersseins. Denn wer kennt es nicht: Etwas, das als großes Abenteuer begann, also fast alles in unserem Leben, wird schneller als gedacht zum Alltag mit allem, was das eben so mit sich bringt. So ist es, wenn wir beispielsweise in eine andere Stadt umziehen, uns für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden, heiraten, Kinder kriegen oder uns erneut beruflich verändern wollen. Der Zauber verfliegt und nun muss man schauen, was man daraus und damit macht. Oft rückt dann auch die Beziehung zu Gott in den Hintergrund, werden andere Dinge wichtiger oder einfacher als ihm zu vertrauen.
Fazit: Ein Buch, das ich nur absolut weiterempfehlen kann. Nicht nur spannende und abwechslungsreiche Themen, die uns im Grunde alle betreffen, sondern das Ganze ist auch noch so geschrieben, dass das Lesen stets kurzweilig ist und Freude macht. Ich bin mir sicher, wer sich darauf einlässt, wird überrascht werden und vieles mitnehmen. Ich jedenfalls habe die Autorin staunend, mitfühlend, dankbar und nachdenklich begleitet und werde das Buch auf jeden Fall wieder zur Hand nehmen. Ich würde auch sehr gerne noch mehr von ihr lesen, denn sie schreibt so absolut authentisch und mitreißend, dass auch weitere Bücher nur ein Gewinn sein können.

Bewertung vom 22.04.2021
Bei uns zu Hause geht's bald rund
Hall, Hannah C.

Bei uns zu Hause geht's bald rund


sehr gut

Niedlich illustriertes Kinderbuch


Das Eichhörnchen, der Koalabär und viele andere kleine Tiere bekommen bald ein Geschwisterchen oder haben gerade eines bekommen. Wie gehen sie damit um und was bedeutet das für sie selbst?
Ich finde das Buch sehr, sehr schön illustriert, mit niedlichen Bildern und kindgerechten Proportionen. Auch die Texte gefallen mir gut, sie sind kurz und in Reimform, sodass die kleinen Mitleser gut folgen können. Auch die Auswahl der unterschiedlichen Tierfamilien ist gelungen. Sie zeigt, dass es überall bei den Tieren normal ist, Geschwister zu haben oder zu bekommen. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob das Buch wirklich dabei hilft, einem kleinen Kind zu erklären, wie das sein wird mit einem Geschwisterchen. Mein Eindruck ist, das Kind wird entweder zu klein sein, oder schon so groß, dass man es ihm anders erklären kann. Nichtsdestotrotz kann man dieses Buch ja gerne zusätzlich lesen, besonders bei tierlieben kleinen Menschen.

Bewertung vom 22.04.2021
Jori - Das Schweinchen ohne Ringelschwanz
Schwarzrock, Damaris

Jori - Das Schweinchen ohne Ringelschwanz


sehr gut

Nette Geschichte für kleine Kinder

Jori ist weit und breit das einzige Schweinchen ohne Ringelschwanz, deshalb ist er sehr traurig. Er wäre so gerne wie die anderen Schweine. Die anderen Tiere auf dem Bauernhof versuchen alles, um ihm zu helfen, sei es mit Lockenwicklern im Schwanz, Ästen oder Klammern. Doch kein selbst gemachter Ringelschwanz will lange halten. Da fällt Jori auf, dass es auch andere Tiere gibt, die nicht so sind wie die meisten ihrer Art und auf einmal fühlt er sich nicht mehr so alleine.
Die Geschichte ist auf jeden Fall schön und auch die Botschaft dahinter sehr wertvoll für Kinder. Das Ganze dann spielerisch vermittelt durch die Idee, einem Schweinchen, das keinen Ringelschwanz hat, einen zu verpassen. Da kommen auch kleine Kinder gut mit und werden bestimmt die Ideen der anderen Tiere sehr lustig finden. Doch bin ich mir nicht sicher, ob das Buch schon für Kinder ab drei Jahren geeignet ist. Ich würde eher sagen, vielleicht ab vier Jahren. Erstens glaube ich nicht, dass das vorher ein großes Thema ist, eventuell nicht so zu sein wie die anderen oder nicht mit sich zufrieden zu sein, so wie man ist. Und zweitens finde ich die Illustrationen doch sehr unruhig und sie haben zugegebenermaßen auch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Da finde ich normalerweise die Illustrationen bei Kinderbüchern dieses Verlags schöner. Nichtsdestotrotz eine sehr wertvolle Botschaft, die dahinter steckt, vermittelt durch viele lustige Ideen.

Bewertung vom 22.04.2021
Fips ist mutig
Moussa, Carolin

Fips ist mutig


ausgezeichnet

Süßes Buch über Freundschaft und Mut

Erdmännchen Fips und Stachelschwein Lulu sind sehr gute Freunde und spielen oft zusammen. Doch diesmal geht etwas schief: Lulus schönes neues Armband treibt auf einem Papierschiffchen auf der Mitte eines Sees. Fips kann zwar schwimmen, hat aber Angst vor dem tiefen Wasser. Dennoch möchte er Lulu helfen, denn seine Freundin ist sehr unglücklich.
Ein wunderschön illustriertes Kinderbuch schon für kleine Leser. Mein Sohn (2 Jahre) mag es sehr gerne und findet es sehr traurig, dass Lulu so traurig ist. Ich finde die Bilder sehr liebevoll und nicht zu detailreich, aber trotzdem aussagekräftig. Auch das Verhältnis von Text und Bildern stimmt, sodass es den Kleinen nicht zu langweilig wird. Man kann sehr gut gemeinsam miterleben, wie Fips seine Angst überwindet und Lulu so wieder glücklich ist.
Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch über das Mutigsein.

Bewertung vom 22.04.2021
Wach!

Wach!


ausgezeichnet

Ein unglaublich bereicherndes Buch

Dies ist ein Lesebuch mit den verschiedensten Beiträgen aus der Zeitschrift AUFATMEN, die sich alle mehr oder weniger mit dem Thema „Wachwerden für den verborgenen Gott“ beschäftigen. Deshalb auch der Titel des Buches, der meiner Meinung nach wirklich hervorragend passt. Viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Geschichten schreiben hier ganz offen über ihre Lebensfragen und Lebensaufgaben, über ihre Begegnungen mit einem oft verborgenen Gott und der Gratwanderung, die das bedeuten kann.
Wenn wir ganz ehrlich sind, erkennen wir uns wahrscheinlich in den meisten der Erzählungen wieder, so unterschiedlich auch die Erfahrungen sind, die hier zu Wort kommen. Völlig egal, ob wir vermeintlich gefestigt im Glauben sind oder noch auf der Suche nach einem Gott, mit dem wir trotz aller Divergenz und Widersprüche leben können. Denn der Glaube, den wir haben, ist selten einfach und gegen jeden Zweifel erhaben. Und Gott ist und bleibt unvorhersehbar. Unser Leben verläuft auch mit ihm nicht wie auf Schienen, sondern wird immer ein Auf und Ab sein, nicht nur harmonisch und glücklich, sondern eben auch voller Niederlagen, Irrwege und der damit verbundenen Frustration. Nur weil wir an Gott glauben heißt das noch lange nicht, dass wir alles so bekommen, wie wir es brauchen. Genau darum geht es in diesem Buch: Um die Herausforderung, Gott weiter zu vertrauen, auch wenn sich gerade alles gegen uns wendet und wir ihn wirklich dringend bräuchten, er uns aber nicht zu antworten scheint. Denn Gott begegnet uns auf seine Weise, nicht auf unsere. Es geht darum, damit klarzukommen, dass der Anspruch, sich zusammen mit Gott stets auf dem richtigen Weg zu befinden und niemals falsche Entscheidungen zu treffen, nicht haltbar ist. Wir werden nach wie vor täglich Entscheidungen treffen, die nicht so gut sind, und es ist nicht Gottes Aufgabe uns davor zu bewahren. Wir können nur lernen, seiner Vergebungsbereitschaft zu vertrauen.
Das Buch spricht diese Sehnsucht an, die irgendwo in uns ist: die Sehnsucht nach einer richtigen, echten und guten Gottesbegegnung und –beziehung. Doch wir alle kennen Erfahrungen des Verlorenseins, in denen Gott unsichtbar und unfühlbar bleibt, obwohl er doch unser liebender Vater ist. Da kann niemand gegen anreden und mit Kraft oder Willensanstrengung versuchen, mehr oder besser zu glauben und dieser Ambivalenz dadurch zu entgehen. Das wird immer wieder Thema in den verschiedensten Texten der unterschiedlichsten Menschen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Es gibt einfach eine Spannung, und die müssen wir aushalten und lernen damit zu leben, denn diese Spannung wird nicht einfach verschwinden.
Fazit: Für mich ein wahnsinnig bereicherndes Buch voller Aha-Momente, wertvoller Anstöße und authentischer Berichte. Es bleibt das Problem: Wie begegne ICH Gott in seiner Nicht-Abrufbarkeit, wie gehe ICH damit um. Denn wenn es eins gibt, das dieses Buch zeigt, dann dass jeder anders damit umgeht und andere Facetten dieses Problems erlebt. Es bleibt zu sagen: Gott ist da, auch wenn er verborgen ist. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, es ist absolut lesenswert.