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Benutzername: leseratte
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Bewertungen

Insgesamt 88 Bewertungen
Bewertung vom 01.02.2019
Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1
Wolf, Sara

Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1


gut

Starker Einstieg, dann leider schwächer und mit leichten Längen…
Cover und Leseprobe zu „Heartless: Der Kuss der Diebin“, dem ersten Band einer Fantasyreihe von Autorin Sara Wolf, haben mich einfach neugierig gemacht.
Das Cover ist wunderschön mit dem hübschen Mädchen, das sicher Protagonistin Zera darstellen soll, und enthält lauter Symbole, die sich im Laufe des Lesens erschließen.
In der Leseprobe konnte mich Zera ebenfalls von sich überzeugen: bei einer Brautschau des jungen Prinzen Lucien besticht sie durch Wortwitz und Stärke. Gut gefiel mir, dass die Geschichte nicht in eine Version von „Selection“ oder anderen ähnlichen Büchern abglitt.
Auch ist die Protagonistin Zera grundsätzlich sympathisch, ein Waise, die von einer Hexe vorm Tod gerettet wurde und nunmehr als sogenannte „Herzlose“ an sie gebunden ist. Wenn sie den Hexen hilft, einen weiteren Kriegszug der Menschen gegen sie zu verhindern und ihnen das Herz des Kronprinzen Lucien ausliefert, soll sie im Gegenzug ihre Freiheit erhalten.
Obwohl eigentlich herzlos, entwickelt Zera im Laufe der Geschichte ziemlich viele Gefühle für ziemlich viele Personen, angefangen vom Thronfolger, aber auch zu ihrer Ziehtante und schließlich gewinnt sie auch noch menschliche wie übernatürliche Freunde. Diese Entwicklung der Geschichte fand ich interessant, wobei schon fast zu viele Handlungsstränge aufgeworfen worden, die dann nur angerissen wurden – Unterstützung von Aufständischen, Aufdeckung einer Verschwörung und Enttarnung des Verräters, dazwischen immer wieder Jagd auf Hexen und deren Helfer. Hier wurden sehr viele Themen gleichzeitig angepackt und für mich nicht komplett aufgelöst. Dadurch hatte die eigentliche Geschichte leichte Längen. Das Ende, als es an die Umsetzung des Ursprungsplans ging, war dann aber plötzlich total hektisch und überstürzt. Das Schlussgemetzel war für mich fast nicht nachvollziehbar!
Was mich jedoch am meisten gestört hat, war Zeras Charakter und Sprachstil. Da die Geschichte mit Kutschen, Schloss und Jagdausflug wohl eher in einer vergangenen Zeit spielen soll, waren manche modernen Worte einfach absolut unpassend und inkonsequent: moderne Teenagersprache im gefühlten Mittelalter, das passt einfach nicht zusammen. Auch war Zeras schnippische Art und schnodderiger Umgangston nicht immer angebracht weder ihrer Tante noch dem Prinzen gegenüber.
So muss ich sagen, dass mir die Grundidee des Buches sehr gut gefallen hat, ich mir nach der Leseprobe leider etwas mehr erwartet hatte. Der Cliffhanger am Schluss lässt mich jedoch mit großer Spannung auf den nächsten Band zurück!

Bewertung vom 29.01.2019
Böses Blut der Vampire (eBook, ePUB)
Hagen, Ulrich

Böses Blut der Vampire (eBook, ePUB)


sehr gut

Unterhaltsame, leicht schräge Gay-Fantasy-Geschichte!
"Böses Blut der Vampire" ist der zweite Band der Vampir-Reihe aus der Feder von Fantasyautor Hagen Ullrich.
Der Band ist in sich abgeschlossen und kann auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bands "Hochzeit der Vampire" gelesen werden, wobei die Protagonisten dieses ersten Bandes, das schwule Vampirpaar Jan und Elias, auch in Teil 2 wieder eine große Rolle spielen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht, die Dialoge sind witzig, und das ganze Buch ist von Situationskomik geprägt, so dass ich es einfach lesen musste, obwohl Gay Romance sonst eher nicht zu meiner Lektüre zählt.
In dem Buch sind sehr viele schräge Gestalten menschlicher wie übernatürlicher Art verarbeitet, dazu eingebettet in allerlei verrückte und teils herrlich komische Erlebnisse – man wird wirklich gut unterhalten! Das beginnt bei Jan und Elias, dem schwulen Vampirpaar aus Band 1, die unverhofft Eltern werden, über das Coming Out von Basti und dem Auftauchen von Vampiren im beschaulichen Plauen, dazu ein bigotter, fast psychopatischer Stadtrat – der Autor spielt mit einigen Klischees und verpackt sie völlig neu und unorthodox, gerade das hat mir unheimlichen Spaß beim Lesen bereitet!

Alles in allem ist "Böses Blut der Vampire" ein wirklich gelungener, sehr kurzweiliger und unterhaltsamer Gay-Fantasy Roman!

Bewertung vom 25.01.2019
Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8 (eBook, ePUB)
Carver, Tania

Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8 (eBook, ePUB)


sehr gut

Finale der Thriller-Reihe, Kenntnis der Vorbände dringend empfohlen!

Nach "Entrissen", "Der Stalker", "Stirb mein Prinz", "Jäger", "Morgen früh, wenn du willst", "Du sollst nicht leben" und "Er will dein Herz", ist „Jetzt gehörst du mir“ der achte Fall und zugleich der Abschlussband der Thrillerreihe der Autorin Tania Carver rund um den Ermittler DI Phil Brennan und seiner Frau, die Profilerin Marina Esposito.
Ich dachte, es wäre nicht problematisch, ohne Kenntnis der Vorbände in die Reihe einzusteigen, da üblicher Weise bei Krimis und Thrillern die Handlung zwar an die Personen, nicht aber an die Fälle der Vorbände anknüpft. Leider ist es aber genauso in „Jetzt gehörst du mir“. Es finden sich bereits abgeschlossene Fälle von Phil und Marina in irgendeiner Form inhaltlich in der Handlung wieder und das erschwerte es mir gewaltig, der Handlung folgen zu können.
Hinzu kamen die ständig wechselnden Erzählperspektiven (zusätzlich zu den einzelnen Personen des Ermittlungsteams auch noch zwischen zwei Mädchen, die eine Fiona Welch, die andere bis zuletzt unbekannt, wobei immer unklar bleibt, aus wessen Sicht nun erzählt wird) und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, der für Spannung sorgte, mich aber noch mehr verwirrte.
Die Darstellung der psychopatischen Stalkerin ist gut gelungen, man empfand die gleiche Beklemmung und zuletzt Panik wie der entführte Phil und hofft auf eine Rettung in letzter Minute!
Für Kenner der Reihe eine Leseempfehlung, sonst bitte nicht den gleichen Fehler machen wie ich, sondern mit Band 1 anfangen!

Bewertung vom 25.01.2019
Triumph / Dream Maker Bd.3 (eBook, ePUB)
Carlan, Audrey

Triumph / Dream Maker Bd.3 (eBook, ePUB)


gut

Zu viel Harmonie und zuckersüßes Geturtel!
"Dream Maker – Triumph“ ist der dritte Band der vierteiligen „The Dream Maker „-Reihe der Autorin Audrey Carlan um die drei Freunden Parker Ellis, Bo Lundgren und Royce Sterling, die eine Agentur „International Guy Inc.“ gegründet haben, deren Geschäftszweck darin besteht, Kunden in aller Welt, insbesondere wohlhabenden Frauen, in allen Lebenslagen Rat und Hilfe anzubieten, egal ob in Sachen Liebe, Karriere und generell.
Parker, genannt „Dream Maker“ ist quasi für die Gesamtorganisation, Bo, der „Love Maker“, für Make-Up und Styling und Royce, der „Money Maker“ für die Finanzen zuständig. Für ihre Aufträge reisen sie von Metropole zu Metropole.
Der Klappentext verspricht: Es wird immer heißer…
London, Berlin, Washington D. C. – hier warten die nächsten Aufträge von erfolgreichen jungen Frauen auf Parker Ellis, den legendären Dream Maker. Eine attraktive Autorin braucht in London Hilfe, um ihre Schreibblockade zu überwinden. In Berlin wartet Auftraggeberin Monika Schmidt, die so tough wie schön ist, aber mit ihrer Vergangenheit abschließen muss. In Washington rücken Ethik und Moral in den Fokus – zum Glück hat die brillante Anwältin Kendra Banks kluge Lösungen parat, doch das ist längst nicht die größte Herausforderung für sie. Gleichzeitig wird Parkers Beziehung zu der schönen und smarten Skyler immer leidenschaftlicher… Hat er seine große Liebe gefunden?
Dieser dritte Band läutet für mich schon ziemlich das große Finale ein, denn im Vordergrund stehen weniger die Aufträge als vielmehr die Beziehung zwischen Parker und Skyler. Und hier erfolgten für meinen Geschmack in Endlosschleife die Beteuerungen von ihm, wie toll sie aussieht und wieviel sie ihm bedeutet, und das Ganze entsprechend natürlich auch umgekehrt, teils offen ausgesprochen, teils erleben wir als Leser die Gedanken und Gefühle der beiden mit, da die Kapitel wechselnd aus Parkers und Skylers Sicht geschrieben sind. Also das war stellenweise schon ziemlich schwülstig und süßlich, selbst wenn man den Wandel vom Saulus zum Paulus, Verzeihung vom Playboy zum liebevollen Familienvater darstellen will. Dazwischen wurden wie gewohnt heiße Sexszenen eingeschoben.
Da die Aufträge in meinen Augen nicht sonderlich interessant waren (London und Berlin) bzw. IG sich auf den Washingtoner Auftrag mit grenzenloser Naivität eingelassen hat, geraten diese Anteile sowieso in den Hintergrund zu Gunsten der Beziehungsgeschichte von Parker und Skyler. Der Washingtoner Auftrag punktet allein durch den Einblick in die Skrupellosigkeit der Pharmaindustrie und der Verlogenheit der Politik und ist damit –so fürchte ich - erschreckend realitätsnah!
Überlagert wird das Ganze von einer diffusen Bedrohungssituation hinsichtlich deren Verursacher(in) es für den Leser lediglich ein paar mögliche Verdächtige gibt (mir fallen spontan drei ein). Diesbezüglich bin ich tatsächlich auf das Finale gespannt, weiß aber nicht, ob ich nochmal so einen ganzen Band mit zuckersüßer Turtelei zwischen Skyler und Parker ertrage, denn stellenweise bekam ich schon Zahn- und Bauchweh…
Generell legte die Autorin ein fast schon beängstigendes Harmoniebedürfnis an den Tag, als sie z.B. alle IG-Mitglieder Tierheimtiere adoptieren ließ – und wenn Skyler dann Hundevater Parker auch noch mit „Daddy“ tituliert, stellen sich mir sämtliche Haare auf….
Wegen des Einblicks auf die Einflussnahme mancher Industriezweige auf die Politik ganz interessant, sonst nur etwas für echte Liebhaber der „Dream-Maker“-Reihe!

Bewertung vom 24.01.2019
Das Licht in meiner Dämmerung
Saxx, Sarah

Das Licht in meiner Dämmerung


sehr gut

Ich kannte die Autorin Sarah Saxx bislang nur durch ihre „Kings of Hearts“-Reihe und die „Dirty, Rich & Thug“-Trilogie, allesamt Liebesgeschichten mit sehr eindrücklichen erotischen Szenen. Daher hatte mich das zarte Cover von „Das Licht in meiner Dämmerung“ sehr überrascht und neugierig gemacht. Bei den heftigen Entführungsszenen zu Beginn befürchtet ich schon als nächstes brutale Vergewaltigungsszenen al la „Dirty“, doch Protagonistin Eleonore Zander wird aus ihrer Notlage gerettet, auch wenn ihr Held Ethan McConnor nicht gerade ein sehr einnehmendes Verhalten an den Tag legt und alles andere als vertrauenserweckend ausschaut. Dennoch bietet er ihr auch nach ihrer Rettung eine Zuflucht, als sie untertauchen muss.
Der Klappentext schreibt: „Aus Angst wird Neugierde. Aus Neugierde Interesse. Und aus Interesse Wertschätzung sowie eine tiefe Zuneigung, mit der sie beide nicht gerechnet haben.“
Wir erleben das langsame gegenseitige Kennenlernen der beiden, die auch gleichzeitig zu sich selbst finden, je mehr sie sich auf den anderen einlassen. In der Mitte der Geschichte gibt es vielleicht einige kleine Längen und das Ende ist ein bisschen dick aufgetragen, jedoch wird Eleonores und Ethans Liebesgeschichte insgesamt sehr berührend beschrieben. Eleonore ist von Anfang an eine sympathische Protagonistin, aber auch bei Ethan ahnt man von Anfang an, das unter der rauen Schale ein weicher Kern steckt. Hinzu kommen sehr sympathische Nebenfiguren wie Ethans alter Ziehvater Heathcliff und Restaurantbesitzerin Dolores. Die Geschichte ist sehr flüssig und abwechselnd aus Eleonores und Ethans Sicht erzählt, so dass man gut Einblick in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten erhält.
Alles in allem eine schöne stimmige Liebesgeschichte, die mich berührt und positiv überrascht hat!

Bewertung vom 22.01.2019
Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1
Doyle, Catherine

Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1


gut

Märchenhafte Geschichte, konnte mich jedoch nicht ganz überzeugen!
„Sturmwächter“ von Catherine Doyle ist vom Verlag als Jugendbuch ab 10 Jahren empfohlen, das Hochspannung garantieren soll mit einem stürmischen Inselsetting, atmosphärisch erzählt und von atemberaubender Magie.
Das Cover verspricht bereits etwas Magisches, die Düsternis des Himmels aus lauter einzelnen dunklen Vögel n zu bestehen scheint, was später im Buch dann auch gut erläutert wird.
Erzählt wird die Geschichte des 11-jährigen Halbwaisen Fionn Boyle, der zusammen mit seiner Schwester Tara den Sommer bei seinem Großvater auf der irischen Insel Arranmore verbringt. Wenn der Klappentext jedoch dann weiter ausführt, dass Fionn dort erfährt, dass er, genau wie seine Vorfahren, ein Sturmwächter ist, greift die Inhaltsangabe dem Geschehen weit voraus, denn diese Entwicklung vollzieht sich erst auf den allerletzten Seiten. Davor irrt der Leser gleichermaßen wie Fionn selbst durch Fionns Familiengeschichte und die Geschichte Arranmores. Für mich war es einfach unlogisch, dass Fionn bezüglich allem rund um Fionns Familie und die Sturmwächter-Legende bis zu seinem Besuch völlig unwissend war. Fantasy hin oder her, ich brauche da doch eine halbwegs logische Abfolge. Für mich hatte das Buch einfach auch Längen, wenn Fionn hinter seiner Schwester hereilt, aber einfach nicht wirklich etwas passiert. Ebensowenig gefielt mir, wie und dass der Großvater Fionn scheibchenweise die Wahrheit über ihre Familie erzählt.
Was mit dem Großvater am Schluss passiert, war für mich leider auch unlogisch. Sein plötzlicher Verfall und dass er plötzlich ans Haus gebunden ist, erschien mir seltsam.
Hervorzuheben ist dagegen der tolle märchenhafte Ansatz mit dem Duell der Magier, die lebendige Schreibweise der Autorin. Punkten können auch Fionn als wirklich sympathischer Protagonist, wobei er mir für 12 fast zu abgeklärt und altklug erschien, während mir seine Schwester Tara teilweise zu kindisch vorkam und oft etwas zu nervig war.
Alles in allem aber ein gut gelungenes Fantasybuch, das den Auftakt zu der Sturmwächter-Reihe darstellt.

Bewertung vom 08.01.2019
Deine Stimme in meinen Träumen
Martin, Joanna

Deine Stimme in meinen Träumen


weniger gut

Diese Liebesgeschichte aus der Vergangenheit, erzählt in den Liebesbriefen der Großmutter, ist in ihrer einfachen Schreibweise doch sehr emotional und hat mich wirklich berührt.
Leider störte mich die unsympathische Protagonistin der Gegenwart, Christine, doch sehr in dem Lesegenuss. Parallel zur Liebesgeschichte der Großmutter wird nämlich Christines „Selbstfindungstrip“ beschrieben, den diese unternimmt, indem sie sich nach Kanada aufmacht, um den letzten Willen ihrer Großmutter zu erfüllen und deren großer Liebe Wilhelm die Liebesbriefe zu überbringen.
Christine ist mir durch und durch unsympathisch: sie ist absolut egoistisch, alles dreht sich um sie – was sie will, was sie kann, was sie tut. Einerseits hält sie sich für einen künstlerischen Freigeist, andererseits sucht sie sich einen absolut biederen Freund mit spießiger Familie und eigenem Küchenstudio, den sie sich warmhält, während sie ihren traumhaften Selbstfindungstrip mit umwerfender männlicher Begleitung in Kanada absolviert. Anstatt ihm reinen Wein einzuschenken, hält sie ihn hin als doppelten Boden, wenn doch was auf dem Selbstfindungstrip schief geht. Gut der Küchenstudioverkäufer wäre jetzt auch nicht unbedingt meine erste Wahl, aber ein wenig Fairness und Ehrlichkeit sollte schon sein!
Tut mir leid, ich kann keinen der Männer verstehen, der sich in diese Protagonistin verliebt…
Schade, wenn die Enkelin nur halb so anständig und liebenswert wäre wie die Großmutter wäre dies wirklich eine absolut umwerfende Liebesgeschichte auf zwei Zeitebenen gewesen. So leider nur 2 ½ Sterne von fünf!

Bewertung vom 08.01.2019
Zwischen uns die Sterne
Sivec, Tara

Zwischen uns die Sterne


sehr gut

Bittersüße Liebesgeschichte um erste Liebe und zweite Chancen…

„Wish You Were Mine: A heart-wrenching story about first loves and second chances“ so lautet der Titel der englischen Originalausgabe von Tara Sivecs Liebesroman „Zwischen uns die Sterne“. Der Originaltitel gefällt mir sogar noch besser als der deutsche, dessen tiefere Bedeutung sich einem erst erschließt, wenn man die Geschichte gelesen hat.

Das Cover ist einfach zauberhaft und verspricht eine romantische Liebesgeschichte, ebenso wie der Klappentext. Cameron, Aiden und Everett waren von frühester Jugend an engste Freunde. Im Laufe der Jahre wird ihre Freundschaft immer tiefer, vielleicht würde sich auch mehr entwickeln, aber plötzlich hat Everett diesen Freundeskreis verlassen und nun ist Aiden tot. Da kehrt Everett zu Cameron zurück, aber sind sie noch Freunde oder können sie auch mehr sein?

Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht Camerons und Everetts geschrieben, was es für den Leser einfach macht, sich in die Gefühle der jeweiligen Person hineinzuversetzen. Zugleich wechseln Rückblenden in die Vergangenheit der drei Kinder mit der Gegenwart ab und man erlebt das Erwachsenwerden von Cameron, Aiden und Everett indirekt mit. Hinzu kommen Briefe und persönliche Wünsche, so dass dabei eine sehr emotionale Geschichte über Liebe, Vertrauen, vermeintliche Rücksichtnahme und zahlreiche Missverständnisse herauskommt. Manchmal möchte man schon fast die Protagonisten packen und schütteln und sie so zur Einsicht bewegen. Aber nicht umsonst ist im englischen Titel von zweiten Chancen die Rede…

Alles in allem eine sehr gefühlvolle Liebesgeschichte mit sympathischen Protagonisten und Nebencharakteren und einem interessanten Setting!

Bewertung vom 08.01.2019
Bad Bachelor (eBook, ePUB)
London, Stefanie

Bad Bachelor (eBook, ePUB)


sehr gut

Kurzweiliger Auftaktband!
Bad Bachelor Nummer 1 in dieser App ist Reed McMahon, seines Zeichens erfolgreicher PR-Manager und Frauenheld. Doch war bislang im Verborgenen lief, wird nun durch die App ans Tageslicht gezerrt und seine zahllosen Frauengeschichten fallen Reed auf die Füße. Egal ob im Kollegen- oder Freundeskreis, jeder ist bestens informiert, wie er seine Bekanntschaften innerhalb kürzester Zeit abserviert. Und es scheint so, als ob einige frustrierte „Exen“ diese Plattform zu einer Generalabrechnung nutzen…
Nachdem sich die negativen Bewertungen auch auf seinen beruflichen Erfolg auswirken, ist für Reed Schluss mit lustig.
Darcy ist Bücherwurm und Bibliothekarin aus Leidenschaft und schleppt im Privaten auch so manches Päckchen mit sich herum. Sie ist alles andere als erfreut, als ausgerechnet der PR-Profi Reed die Benefizveranstaltung zur Rettung ihrer Bibliothek organisieren soll und sich so die Wege der beiden kreuzen. Denn auch Darcy kennt die App und Reeds Bewertungen…
Die Liebesgeschichte ist flüssig und kurzweilig geschrieben, die Protagonisten werden in ihrer Persönlichkeit allmählich im Laufe der Geschichte entwickelt, man erfährt Stück für Stück mehr über die Hintergründe ihres Auftretens und ihres Verhaltens. Auch die Idee mit der App und die kleinen dazwischen gestreuten Blogbeiträge fand ich witzig. Das letzte Drittel war mit persönlich etwas zu zäh, denn letztlich ist die Liebesgeschichte zwischen Darcy und Reed von Anfang an vorhersehbar, für den Leser ist ziemlich schnell klar, dass hier „zwei Töpfe ihre jeweils passenden Deckel“ gefunden haben…
Die Auflösung bezüglich der App kam für mich überraschend und - da ohne wirkliche Erläuterung diesbezüglich - auch wenig überzeugend, aber vielleicht kommt da ja noch mehr in den Folgebänden dazu. Alles in allem eine unterhaltsame, gut zu lesende Liebesgeschichte mit interessanten, vielschichtigen Charakteren, die sich durch die Rahmenhandlung abhebt und erfreulicher Weise auch mit wenigen, stimmungsvollen Sexszenen auskommt.
Ich bin gespannt auf die Folgebände!

Bewertung vom 01.01.2019
Royal Christmas
Felbermayr, Daniela

Royal Christmas


weniger gut

Zuckersüßes Weihnachtsmärchen voller Klischees!
„Royal Xmas - Ein Prinz zu Weihnachten“ ist ein Spin Off der „Glamerica Girls“-Reihe von Autorin Daniela Felbermayr.
Darin wird Reporterin Eden Jones vom Glamercia-Magazin auf die Jagd nach einer Sensationsstory geschickt. Ein europäischer Prinz soll sich im verschneiten Colorado mit seiner geheimen Freundin verloben und Eden soll mehr dazu herausfinden. Klar, dass sie von der Aussicht, Weihnachten mitten im Nirgendwo zu verbringen, alles andere als begeistert ist.
Märchenhaft romantisch klingt dieser Satz des Klappentextes: „Als sie mit ihrem Mietwagen in einer Schneewehe stecken bleibt und zu erfrieren droht, eilt ihr der attraktive Jay zu Hilfe, der sich als waschechter europäischer Prinz entpuppt und Eden mit auf den Landsitz seiner Eltern nimmt.“
Ich habe mich also auf eine romantische Weihnachtsliebesgeschichte gefreut. Leider bekam ich innerhalb kürzester Zeit von der zuckersüßen Geschichte nicht nur Zahn-, sondern auch noch Bauchweh! Ich mag es ja romantisch, aber irgendeine schlüssige Handlung sollte schon noch dabei sein. „Royal Xmas - Ein Prinz zu Weihnachten“ ist eine einzige Aneinanderreihung von Klischees und Stereotypen, die alle schon mal dagewesen sind.
Nicht nur der Titel hat mich an den Film „Ein Prinz zu Weihnachten“ erinnert. Auch sonst bewegt man sich in Klischees: der edle Prinz als Retter in der Not, zunächst gar nicht erkannt, der prächtige Landsitz, die adeligen Eltern, die so volksnah und natürlich sind, die zickige Verlobte – alles Zutaten zu einer altbekannten Story, die ich sogar noch halbwegs genossen hätte, wenn ich sie hätte nachvollziehen können. Sämtliche Protagonisten blieben mir jedoch fremd und ihr Handeln wenig schlüssig. Das gilt vor allem für unser Paar Eden und Jay. Vielleicht liegt es an der etwas unpersönlichen Erzählperspektive, dass ich zu wenig Einblick in Edens Denken und Gefühle bekam? Man weiß von ihr nur, dass sie vor kurzem eine herbe Enttäuschung in Sachen Liebe erfahren hat und sich gerne hierüber hinwegtrösten will, indem sie beruflich erfolgreich ist. Aber wie kommt Jay auf die Idee, jemanden, den er gerade wenige Stunden kennt, als seine Verlobte auszugeben, und wie kommt Eden darauf, auf diesen Plan einzugehen, von dessen Scheitern man einfach ausgehen muss? Inklusive Präsentation in der Öffentlichkeit als liebende Verlobte?
Auch der Rest der Geschichte vom gemeinsamen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit Schmücken des Christbaums bis hin zum familiären Kuchenbacken mit der Herzogin, die Eden sogar ihr heißgeliebtes Verlobungskleid überlässt – alles ist so zuckersüß, dass ich nur die Augen verdrehen konnte. Und dann auch noch ein Zauber, den ein nicht existenter Weihnachtsmann über Eden und Jay wirft…
Insgesamt ist natürlich auch der große Knall vorhersehbar und – wie könnte es anders sein – das Happy End – schade, das war für mich einfach zu viel des Guten!