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Benutzername: Jeanny842


Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2018
Mr Vernons Zauberladen / Die Magischen Sechs Bd.1
Harris, Neil P.

Mr Vernons Zauberladen / Die Magischen Sechs Bd.1


sehr gut

Carter liebt Zaubertricks und hat auch ein ziemlich gutes Händchen dafür doch er hat die Nase voll von seinem Onkel, der seinen Lebensunterhalt damit verdient mit solchen Tricks Leute zu beklauen.

Also haut er kurzerhand ab, muss aber feststellen dass auch dort an jeder Ecke Betrüger lauern. Vor allem auf dem Jahrmarkt von B.B. Bosso! Wie gut dass Carter dennoch Freunde findet und mit ihnen gemeinsam versucht er den Betrügern das Handwerk zu legen.

Und vielleicht entdecken sie dabei sogar ein wenig wahre Magie...


Meine Meinung:

Zuallererst nehmen wir uns mal kurz einen Moment um dieses Cover zu bestaunen ja? Es ist doch wohl wunder wunderschön!
Aber jetzt zum Inhalt. Von diesem Buch habe ich nur Gutes erwartet weil ich Neil wirklich sehr gerne mag und ich mir ein Kinderbuch von ihm einfach unheimlich gut vorstellen konnte.

Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht! Carter ist ein ehrlicher Junge der es nicht sehr leicht hat. Er wächst bei seinem unehrlichem Onkel auf und das macht ihm sehr zu schaffen. Damit ist er schon ein Protagonist, in den man sich auch als Kind sehr gut hineinversetzen kann. Und auch die anderen Charaktere aus dem Buch sind wirklich toll umgesetzt. Sie haben im Gegensatz zu Carter alle ihre Eigenheiten und wirken einfach toll aber nicht zu abstrakt.

Das Abenteuer geht recht schnell los mit Carters Flucht und man kann direkt in das Geschehen eintauchen. Die Spannung konnte im gesamten Buch sehr gut gehalten werden und auch zum Ende hin war es nochmal sehr zum Fingernägel knabbern. 

Auch wie das Buch aufgebaut ist hat mir sehr gut gefallen. Es steckt voller Magie in Form von Codes und Seiten auf denen man die verschiedensten Zaubertricks lernen kann und ich glaube ich habe selbst jetzt noch nicht alles entdeckt. Es lohnt sich also dieses Buch aufmerksam und öfter zu lesen :) 

Die Illustrationen finde ich auch recht gut. Sie sind zwar eher schlicht aber passen trotzdem irgendwie gut zu dem Buch. Außerdem entdeckt man immer mal wieder was Neues.

Die Altersempfehlung von 9 Jahren finde ich genau richtig.
 
Fazit:

Ein wirklich liebevoll gestaltetes Buch für junge Leser. Gespickt mit vielen Tricks und Geheimnissen.

Bewertung vom 03.09.2018
Land im Sturm
Schiewe, Ulf

Land im Sturm


sehr gut

Inhalt:

Angefangen im 10. Jahrhundert bis Mitte des 19. Jahrhunderts, nimmt uns Ulf Schiewe mit auf eine Reise durch die deutsche Geschichte und lässt uns uns durch die Augen toller Charaktere, wichtige Ereignisse erleben.

Meine Meinung:

Eingeteilt ist dieses über 900 Seiten dicke Buch in 5 Abschnitte die jeweils in einer anderen Zeit spielen und hier muss ich sagen, geht meine Meinung ein wenig in zwei verschiedene Richtungen.

Erstmal muss ich sagen, der Schreibstil ist unheimlich toll. Er liest sich sehr flüssig und es ist alles sehr bildlich. Man braucht auch nicht befürchten dass man vielleicht dass ein oder andere nicht versteht da alles ausreichend erklärt wird, ohne dass es langwierig ist.
Man kann es also auch durchaus als Anfänger im historischem Genre sehr gut lesen.

Das zeigte sich auch in den Übergängen der Abschnitte. Sie sind sehr gut gelungen, man hatte zwar diesen Cut und es beginnt alles mit neuen Charakteren aber man hatte überhaupt keine Probleme da schnell wieder rein zu finden.
Auch gab es immer etwas dass sich durch das ganze Buch gezogen hat und somit eine klare Linie schuf.

Allerdings muss ich sagen dass es mich ein wenig ins stolpern brachte dass die Namen teilweise wirklich gleich waren. Mit den Namen habe ich einfach noch ganz andere Charaktere in Verbindung und musste dann immer eine neue Person an den Namen knüpfen
.
Genauso ist es leider nicht mein Fall gewesen dass so viele Zeitabschnitte in ein Buch gepackt wurden.
Da hätte ich mir dann doch eher mehrere Teile gewünscht. Ich fand es einfach schade dass wenn man so richtig in der Geschichte drin war, und anfing sich mit den Charakteren zu verbinden, man direkt wieder rausgeholt wurde und in eine neue Zeit geführt wurde.

Dafür war es aber trotzdem sehr gut gemacht und auch die Charaktere waren so authentisch und lebendig dass man sie quasi vor Augen hatte, und trotz der vielen Zeiten und Personen, waren sie alle vielfältig und haben ihren eigenen Charakter bekommen.

Anfangs hat mir noch ein wenig die wörtliche Rede gefehlt aber das war eher so in den ersten zwei Abschnitten und schadet der Geschichte an sich nicht.

Abschließend kann ich das Buch auf jeden Fall auch für Neulinge in diesem Genre empfehlen, vor allem aber für alle die Interesse an deutscher Geschichte, die alles andere als trocken ist, haben.

Bewertung vom 28.10.2016
Im Wald / Oliver von Bodenstein Bd.8
Neuhaus, Nele

Im Wald / Oliver von Bodenstein Bd.8


sehr gut

Ein neuer Fall für Pia und Oliver, ein Wald, ein Dorf, das klingt mehr als klasse!

Kurz zusammen gefasst: Im Wald brennt ein Wohnwagen ab und jemand kommt dabei ums Leben. Schnell ist klar, das war kein Unfall und es bleibt auch nicht bei dieser einen Leiche.
Während Pia und Oliver in diesem Fall ermitteln, stellen sie fest das die Dorfbewohner irgendwas verschweigen und Oliver wird das Gefühl nicht los das alles mit einem Fall zu tun hat der sich vor 42 Jahren ereignete, als sein bester Freund verschwand.

Auch dieser Krimi von Nele Neuhaus hat mir wieder unheimlich viel Spaß beim lesen bereitet. Ich liebe den Schreibstil, ich liebe die Charaktere und ich mag total das Ambiente in ihren Büchern.
Die Figuren haben alle nicht nur Hand und Fuß sondern auch Herz und das ist toll.

Ich fand diesen Fall zudem sehr sehr spannend. Gerade so die Szenen im Wald sind klasse, es kommt diese unheimliche Stimmung super rüber. Da ist irgendwer, da droht Gefahr und man ist allein.

Aber auch die Ermittlungen im Dorf sind spannend. Wir lernen wieder unheimlich viele Charaktere kennen und müssen uns da durchforsten, haben zur Hilfe aber ein Personenregister. Das nutze ich persönlich nur ungern zwischendurch aber es ist hilfreich.

So nach und nach kommen Geheimnisse der Bewohner ans Licht, man bekommt immer mehr Hinweise und es tun sich immer mehr Fragen auf. Es gibt Nebenstränge denen man auch folgen muss und da kommen wir jetzt so langsam zu meinem Problem.
Ich fand es unheimlich schwierig wirklich alles nachzuvollziehen und mir zu merken. Nicht nur dass es viele Personen waren, es waren auch unterschiedliche Generationen. Also die Älteren, die vor 42 Jahren schon Erwachsene waren, die jetzt Erwachsenen, die damals Kinder waren und die jetzigen "Kinder" bzw Jugendlichen.
Dazu kommen die Verwandschaftsverhältnisse. Da ist ne Schwester von dem, die heißt jetzt aber so weil sie mit dem verheiratet ist und das ist die Mutter und so weiter.

Man kommt da durch, das auf jeden Fall. Es hört sich also etwas komplizierter an aber man konzentriert sich auf die Wichtigsten und dann kann man der Geschichte auch folgen aber ich fand es schwierig, vor allem weil ich nicht immer zum Register blättern wollte.

Das Ende hat mich dann doch irgendwie enttäuscht. Es kam so aus dem Nichts. Man war die ganze Zeit hochkonzentriert und dann bekommt man quasi einen Täter hingeklatscht.
Klar, gerechnet habe ich damit auf keinen Fall, ich war auf einer falschen Fährte. Ach auf mehreren falschen Fährten.
Aber ich habe mir mehr versprochen, vielleicht auch mehr Aufklärung. Geschehnisse die näher erläutert werden.

Mir kam es fast so vor als hätte die Autorin so viel Energie aufgebracht um den Leser falsch zu führen, das am Ende einfach die Luft raus war. Und das fand ich sehr schade.

Dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen, Pia und Oliver sind klasse, es gibt wieder lustiges Geplänkel, wir lernen einen neuen Ermittler kennen und es ist tierisch spannend.