Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Novemberträumerin


Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 05.05.2019
Dein Herz vergisst nicht
Perry, Jodi

Dein Herz vergisst nicht


ausgezeichnet

„Liebt mit eurem ganzen Herzen, solange ihr die Möglichkeit habt, denn das Leben ist viel zu wertvoll, um es für irgendeine Unsicherheit zu verschwenden.“
- S. 447


Rezension
{spoilerfrei}


Cover
Das Cover gefällt mir sehr schön und ist ein toller Blickfang.
4,5 /5 Sterne


Inhalt
Der Roman beginnt kurz vor den folgenschweren Unfall Jemmas und springt dann etappenweise recht schnell zu der Entlassung Jemmas aus dem Krankenhaus.
Vieles wird nicht thematisiert, Arztgespräche kommen kaum bis gar nicht vor und generell liegt der Hauptfokus auf Jemma und Braxton. Das gefällt mir persönlich sehr, da man sich so gut auf die zwei konzentrieren kann und die Daten und Fakten nicht zu stark thematisiert werden.

Auch Jemmas Eltern, Braxtons Vater, sowohl jeweils der/ die beste Freund/in spielen eine nicht zu geringe Rolle im Roman.
Jemma erinnert sich an nichts mehr und weiß auch gar nicht so wirklich, wie und ob sie ihr altes Leben zurück haben möchte. Braxton ist da sehr hartnäckig und versucht Jemma durch Briefe ihr altes Leben wieder nah zu bringen.
Es passiert nicht unbedingt viel abenteuerliches, dennoch ist es spannend: Bekommt Jemma ihr Gedächtnis zurück? Wenn ja, wie? Auch die Begegnungen der zwei, sowie Jemmas ersten eigenen Unternehmungen sind toll und teilweise zum Schmunzeln dargestellt.
Inhaltlich hat es mir super gut gefallen, auch wenn es so kleine Sachen gab, die ich seltsam fand (z.B. Befestigung der Charms, Hundeverwirrung).
5 /5 Sterne


Schreibstil
Das Buch wird abwechselnd aus Jemmas und Braxtons Ich- Perspektive geschrieben. Ich persönlich fand Jemma zu Beginn etwas unsympathisch, was sich aber schnell legte. Natürlich muss man sich in ihre Situation hineinversetzen, schließlich weiß sie plötzlich nichts mehr über sich, ihr Leben und alle Personen um sie herum.
Ein Highlight sind die 19 Briefe, die Braxton Jemma schreibt. Man spürt förmlich die Liebe zwischen den beiden und lernt ihr vergangenes Leben gemeinsam mit Jemma noch mal neu kennen.
Insgesamt ist das Buch flüssig und leicht zu lesen, sodass ich es am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte.
5 /5 Sterne


Fazit
Ein sehr schönes und gefühlvolles Buch, das mir an manchen Stellen, nicht zuletzt aufgrund der berührendes Zitate, sehr nah ging.

Bewertung vom 17.02.2019
Someone New
Kneidl, Laura

Someone New


gut

„Aber ich wollte mehr. Ich wollte nicht nur die glänzende Seite seiner Medaille sehen, sondern auch die rostige. Ich wollte die Spuren sehen, die das Leben darauf hinterlassen hatte.“
- S. 301

Rezension
{spoilerfrei}

Cover
Ich denke, zu dem Cover muss ich nicht viel sagen.
Tatsächlich finde ich es, wenn man es in der Hand hält, noch um einiges schöner, als auf Bildern. Die Pastellfarben sind super schön und auch die Schrift gefällt mir, u.a. weil man eine Ähnlichkeit zu den ersten beiden New Adult- Romane von Laura Kneidl feststellen kann.
5/5

Bewertung vom 23.05.2018
Wenn's einfach wär, würd's jeder machen / Hamburg-Reihe Bd.5
Hülsmann, Petra

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen / Hamburg-Reihe Bd.5


ausgezeichnet

{spoilerfrei}

Cover
Das Cover ist passend für diese Sommerzeit total farbenfroh und sticht einem direkt ins Auge. Auch passend zum Inhalt gibt es ein paar Merkmale, die sich finden lassen.
Insgesamt gebe ich hierfür daher
4½ /5 Punkte

Inhalt
Annika kommt genau an die Schule, die einen so schlechten Ruf hat. Dabei möchte sie doch nur eins: ihren entspannten Job an dem tollen Gymnasium zurück.
Zu Beginn meckert Annika viel, bemitleidet sich selbst total und schnell denkt der Leser, er wisse, wie es endet. Eben so, wie ein jeder Liebesroman endet. ABER, aufgepasst! Das ist nicht der Fall. Wie ich finde, hat sich die Autorin einiges einfallen lassen, was die ganze Geschichte ansehnlicher und spannender macht.
Auch die Geschichten der Schüler haben das Ganze noch mal spannender und bunter gestaltet. Insgesamt ist es dadurch ein tolles Buch, dass das turbulente Leben einer jungen Lehrerin erzählt und auf eine lockere und dennoch ernste Art auf die Situation in manchen Schulen aufmerksam macht.
Inhaltlich, auch weil es so authentisch ist, gibt es somit volle
5/5 Punkte.

Schreibstil
Wer von euch bereits ein Roman von Petra Hülsmann gelesen hat, der merkt beim Lesen schnell, dass auch dieser Roman von ihr ist. Ihren Schreibstil erkennt man sofort wieder und genau das macht diesen Roman auch aus.
Gewählt wurde die Ich- Perspektive von Annikas Sicht aus und so weiß man, wie viel ihr immer wieder durch den Kopf geht. Ihre kleinen Macken lernt man als Leser schnell lieben und muss so manches Mal schmunzeln (ich sage nur: Bananenschneider).
Sympathisch ist vor allem diese Hamburger Umgebung, die für Petra Hülsmanns Bücher kennzeichnend sind, sowie der Charakter Annikas, mit dem man sich so manches Mal gut identifizieren kann.

Lange Rede, kurzer Sinn:
5/5 Punkte


Fazit
Wie ihr merkt, gibt es eigentlich nichts, worüber ich bei diesem Buch meckern konnte.
Eine tolle, lustige und gleichzeitig auch ernste Geschichte über eine junge Lehrerin, die versucht zu ihrem privaten Ich zu finden, aber auch beruflich mit sich im Reinen sein möchte. Das ist natürlich ein langer und vielleicht nicht immer einfacher weg und genau das zeigt auch dieses Buch.
Gleichzeitig weist Petra Hülsmann mit einer tollen Art und Weise auf gewisse Notstände in deutschen Schulen und Stadtteilen hin und zeigt die inneren Werte von Menschen auf.

Für mich hat Petra Hülsmann bei diesem Buch somit alles richtig gemacht und ich kann den Roman nur empfehlen!

Bewertung vom 19.02.2018
Ich bin das Mädchen aus Aleppo
Alabed, Bana

Ich bin das Mädchen aus Aleppo


ausgezeichnet

„Es ist wie damals, als ich ein paar Teile von meinem Lieblingspuzzle verloren hatte. Es gab keinen Ersatz und darum konnte ich es nicht mehr zusammensetzen. Mir blieb nichts anderes übrig, als es wegzuwerfen und mir ein neues Puzzle zu besorgen, aber ein neues Syrien kriegen wir nicht.“
- S. 140

Rezension
{spoilerfrei}
Cover
Bei solch einem Buch finde ich es schwierig, das Cover zu bewerten.
Es zeigt die kleine Bana und im Zusammenhang mit dem Titel spricht es direkt an.
Es tut, was es tun muss. Es bewegt einen, man fragt sich, worum es wohl geht und dann greift man danach, um es sich näher anzuschauen.
5/5 Punkte

Inhalt
Das Buch beginnt mit Bans Geburt und ihren Jahren vor dem Krieg.
Leider hat ihre unbeschwerte Kindheit schon schnell ein Ende und so durchlebt sie alles, von den ersten Veränderungen in ihrem Leben, über die erste Bombe bis hin zu der Zeit, in der Kampfflugzeuge über ihr Normalität geworden sind.
Eine wahre Geschichte, erzählt von einem kleinen Mädchen, für die der Krieg zur Kindheit gehörte.
Es ist ergreifend, zu lesen, was alles passiert und wie es aus der Sicht eines jungen Mädchens gesehen wird.
Ich möchte gar nicht so viel verraten, aber jeder sollte wissen, dass dieses Buch tief geht. Es berührt unheimlich und zwischen durch hätte ich Bana am liebsten nur in den Arm genommen. Und jedes andere Kind im Krieg auch.
5/5 Punkte

Schreibstil
Das Buch wird aus Banas Sicht auf die Geschehnisse geschrieben, jedoch findet man immer mal wieder Briefe, die von Banas Mutter an ihre Tochter geschrieben wurden, im Buch wieder.
Zwischendurch fragt man sich, ob Bana tatsächlich erst so jung ist, während sie schreibt, da manche Stellen einem von einem Kind unmöglich zu beschreiben scheinen. Jedoch weiß man auch, dass Bana schon sehr weit für ihr junges Alter ist. Im Krieg können Kinder (leider) nicht so unbeschwert und kindlich bleiben. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente, in denen man das Kind ihr entdeckt, so z.B., wenn sie immer wieder ihre Puppe erwähnt, die sie vermisst.
Sowohl die Texte von Bana, als auch von ihrer Mutter berühren einen, wenn auch die Texte der Mutter definitiv mehr, da sie vieles auf dem Punkt bringt und einige Einblicke in das gibt, was Bana als junges Mädchen zum Glück noch nicht wusste.
Auch für den Schreibstil gebe ich daher ganz klar volle Punktzahl.
5/5 Punkte

Fazit
Dieses Buch hat einen oft berührt und meist war ich nur fassungslos, wie grausam manche Menschen sein können. Wir sollten alle öfter darüber nachdenken, wie gut wir es hier haben und uns bei jedem syrischen Flüchtling, dem wir begegnen, bewusst sein, dass jeder von ihnen wahrscheinlich dasselbe oder schlimmeres als Bana erlebt haben kann.
Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem wärmsten empfehlen, denn es hat eine wahre Geschichte in sich und das traurige ist, dass selbst jetzt gerade noch unzählige Menschen in Syrien im Krieg leben müssen und dort Tag für Tag sterben.
Kurz und knapp: dieses Buch berührt einen unfassbar und immer wieder haut einem die Grausamkeit um und auch dieses unermüdbare Mädchen, das schon früh gelernt hat, sich mit Wörtern gegen Ungerechtigkeit stark zu machen.
Sie und ihre Mutter sind etwas besonderes.


Ich weiß, dass vieles kritisch betrachtet wird, Zweifel aufkommen, wer dieses Buch wirklich geschrieben hat und ob Bana nur als Propaganda genutzt wird.
Ich möchte da nicht viel zu sagen, ich denke mir nur: Selbst, wenn jemand Erwachsenes dahinter steckt, ist es dann nicht traurig, dass wir uns so wenig für die Lage dort interessieren, dass man es erst die Worte eines Kindes lesen muss um etwas Mitgefühl zu zeigen?
Dennoch denke ich persönlich, dass es Bana ist, die uns etwas erzählt.