Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Christiane K.
Wohnort: Swisttal
Über mich:
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 21.05.2020
Crazy in Love / Weston High Bd.1
Winter, Emma

Crazy in Love / Weston High Bd.1


gut

​Crazy Déjà-vu Erlebnis

Crazy in Love, der erste Teil von drei Bänden, spielt in Boston an einer High-School.

Inhalt: Sasha zieht nach Bosten um ihren Traum vom Studium an der Yale zu verfolgen. Dabei ist der Neuanfang ohne ihre Mutter und beste Freundin nicht das schwierigste. Sie will es hier schaffen, auch wenn die Mitschüler eher arrogant und elitär sind.

Meine Meinung: Crazy in Love, der erste Teil von drei Bänden, spielt in Boston an der Weston High.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und die Autorin schafft es sehr schön ein positives Bild zu zeichnen. Es gibt viele schöne Formulierungen, die insbesondere auch den positiven Charakter von Sasha ausmachen. Es sind immer kurze Kapitel was das zügige lesen einfach macht, dabei wird immer zwischen der Perspektive von Sasha und Ben gewechselt, so dass man hier Einblicke in beide Charaktere bekommt.

Sasha ist eine sehr positive junge Frau auf dem Weg sich ihren Traum zu erfüllen. Sie war mir direkt sympathisch, da sie neben ihrem Ehrgeiz auch noch einen Fable fürs Backen und Listen schreiben hat. Durch ihre direkte, aber liebenswerte Art macht es Spaß ihre Dialoge zu verfolgen. Allerdings viel mir zunehmend auf, dass sie auch eine sehr naive Seite hat, was ich persönlich etwas anstrengend fand, bin gespannt wie sich das noch in der weiteren Geschichte entwickelt.

Ben hat ein typisches Macho Image vom unnahbaren, reichen und abgehobenen Schulidol, diesem wird er aber bei näherer Betrachtung nicht gerecht. Hinter dieser Fassade verbirgt sich viel mehr und ein sehr liebenswerter Charakter.

Beim Lesen der Geschichte hatte ich häufig ein Déjà-vu-Gefühl, es erinnerte mich sehr an verschiedene Geschichten aus diesem Genre. Auch fand ich das die Zuneigung zwischen Ben und Sasha, hätte mehr Zeit vertragen, mir ging das etwas zu schnell. Dadurch gab es dann viel hin und her zwischen Vertrauen und Enttäuschung, was ich persönlich sehr anstrengend fand.

Am Ende bleibt ein typischer Cliffhänger und macht neugierig darauf wie es im nächsten Band weitergeht.

Fazit: Eine nicht neue Geschichte rund um On-Off-Beziehung mit angenehmen Charakteren und dem nötigen High-School-Drama.

Bewertung vom 14.05.2020
Die Mitte ist ein guter Anfang
Bloom, Franka

Die Mitte ist ein guter Anfang


sehr gut

Midlife-Umdenken mit Humor

Cover: Das Cover ist optisch schön gestaltet und deuten für mich schon an, dass es im Buch nicht ganz zu ernst zugeht.

Inhalt: Als Eva unerwartet einen Heiratsantrag bekommt wirft sie das ganz schön aus der Bahn. Was steckt hinter der plötzlichen Idee von Arne, ihrem Lebenspartner und Vater ihrer Tochter? Und will Eva mit 50 noch heiraten oder vielleicht doch nochmal alles verändern?

Meine Meinung: Mit persönlich hat der lockere und humorvolle Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Es war leicht in die Geschichte einzutauchen und die Charaktere kennenzulernen. Diese waren sehr sympathisch angelegt und hatten alle so ihre kleinen Eigenheiten, die einen Menschen natürlich und realistisch wirken lassen.
Die Handlung war für mich tatsächlich ein wenig anders als erwartet, aber trotzdem sehr stimmig, einzig, dass es wenig Überraschungen gab, fand ich schade. Viele Wendungen und Verläufe fand ich vorhersehbar. Trotzdem hat mich die Geschichte unterhalten und ich konnte mit den Charakteren schmunzeln und mitfiebern.

Fazit: Eine schöne Geschichte über eine Frau im Midlife-Umdenken, zwar wenig überraschend, dafür ein humorvoller und angenehmer Schreibstil mit Unterhaltungswert.

Bewertung vom 05.05.2020
Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen
Turner, Pixie

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen


sehr gut

Gesunde Ernährung statt Diät-Wahnsinn

Cover: Das Cover zeigt Pixie Turner und viel gesundes Grünzeug und klärt klar darüber auf was sie von Diäten hält und dass die Liebe zu Essen vielleicht verloren gegangen ist.

Inhalt: Das Kochbuch, das Spaß am Essen und ausgewogenes Essen in den Vordergrund stellt und mit einigen Diät-Typen versucht aufzuräumen. Mit tollen Bildern und ein wenig Wissenschaft, sowie viel Humor erläutert die Autorin die Wirkung von z.B. LowCarb, Basen-Diät und ähnlichen. Dabei deckt sie auch den Diätbullshit auf, den so manche Diät als Dogma mitbringt.

Meine Meinung: Ehrlich, ich habe bei einem Kochbuch noch nie so viel gelacht. Pixie Turner hat eine tolle Art komplexe Dinge locker und verständlich zu erläutern. Hat man dieses Hintergrundwissen, fällt es leichter den genannten „ Diätbullshit“ besser zu erkennen. Zum Teil waren mir die Diätdogmen auch bekannt, da ich zugeben muss, dass auch ich das ein oder andere ausprobiert habe.

Jeder Diätwahn bekommt hier ein eigenes Kapitel gewidmet und passend dazu gibt es im Anschluss ausgewogene Rezepte, die das Thema nochmal aufgreifen. Es sind viele gesunde und bunt gemischte Basic-Rezepte enthalten. Vieles kommt auch ohne extravagante Zutaten aus, aber hier und da schleicht sich auch mal eine Spezialzutat ein. Gut gefällt mir, dass im Rezept auch Alternativen für Veganer genannt werden, zwar bin ich selbst keiner, aber es gibt ja Menschen die vermehrt darauf achten.

Die Rezepte gehen Querbeet von Salten über Hauptspeisen zu Gebäck und Kuchen und sogar einige Smoothie-Rezepte sind zufinden. Ich konnte bereits ca. 5-6 Rezepte testen und fand die Umsetzung und Beschreibung gut nachvollziehbar und lecker war es auch. Die Mengenangaben, waren für uns passend, meistens blieb noch ein wenig übrig.

Fazit: Alleine für die Erläuterungen der einzelnen „Diätmythen“ hat sich das Buch für mich gelohnt, die Rezepte waren lecker und mit anschaulichen Fotos macht es Spaß durch das Buch zu blättern. Allerdings gab es für mich nicht viele neue oder gewagte Rezepte, eher eine gute Basic-Sammlung von aktuellen Trendgerichten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.05.2020
Chasing Darkness. Das Herz eines Dämons
Pfeiffer, B. E.

Chasing Darkness. Das Herz eines Dämons


ausgezeichnet

Auf zur Jagd nach der Wahrheit
Cover: Gefällt mir richtig gut das Cover, es spricht einen mit dem tollen Farbverlauf richtig an und gemeinsam mit dem Klappentext hat man direkt schöne Bilder für die Geschichte im Kopf.

Inhalt: Alana ist eine der begabtesten Dämonenjägerinnen ihrer Generation, das bleibt auch dem König nicht verborgen, der darauf beschließt sie mit einem Halbdämon zu vermählen, um den Krieg zwischen Menschen und Dämonen für immer zu entscheiden. Doch Darius, der Halbdämonen und Alana haben andere Pläne und so beginnt eine unmögliche Jagt, die die Welt für immer verändern wird.

Meine Meinung: Der Schreibstil hat mich direkt angesprochen und mitgenommen, besonders gelungen fand ich auch die Dialoge zwischen den Protagonisten, da sie für mich nicht gekünstelt waren. Durch den Perspektivwechsel zwischen Alana und Darius hat man viel über beide Protagonisten erfahren und sich auch ein gutes Bild über deren Beweggründe machen können.

Alana ist eine sehr starke und eigensinnige Protagonistin, sie weiß genau was sie will ist ihrer Familie und ihren Freunden sehr loyal gegenüber, aber sie weiß auch genau wo ihre Stärken liegen und lässt das ihre Mitstreiter auch wissen.

Darius ist eher der Beschützertyp und ihm ist es wichtig auch die schwächeren zu schützen. Gleichzeitig ist er auch sehr beherrscht und strahlt eine angenehme Ruhe aus.

Es sind so viele tolle Elemente in der Geschichte verbunden, so sind immer wieder Anspielungen auf unsere „Welt“ eingewoben und auch ein klassisches Gut und Böse gibt es nicht. Der Spannungsbogen ist von Beginn an da und die Geschichte endet in einem tollen und rasanten Finale. Eine schöne Fantasy Geschichte die Hexen, Dämonen, Jäger und sogar einen sprechenden Adler beinhalten, übrigens einer meiner liebsten Charaktere.

Fazit: Spannender, wendungsreicher und abgeschlossener Fantasy-Roman mit witzigen, schlagfertigen und eindrucksvollen Charakteren. Für tolle Lesestunden.

Bewertung vom 15.04.2020
Was du nicht alles kannst!
Bell, Davina

Was du nicht alles kannst!


gut

Mutmachbuch mit Fantasy
Cover: Das Cover ist vielfältig gestaltet mit unterschiedlichen Kindern und schon ersten Einblicken aus dem Buch. Die Farbe im Original finde ich nicht so gut getroffen, da das Orange in Neonfarben gehalten ist. Dadurch sticht es zwar hervor, aber ich finde das Cover auch zu grell.
Inhalt: Das Buch erzählt in Reimform die verschiedenen Dinge auf die ein Kind schon kann, obwohl es ja noch gar nicht so alt ist. Das Buch ist für Kinder ab 2 Jahren empfohlen.
Meine Meinung: Von der Idee des Buches bin ich wirklich sehr angetan, da es wichtig ist Kinder in dem Alter zu bestätigen und zu unterstützen. Es sind pro Seite immer kurze Sätze in Reimform geschrieben, sodass das Kind gut folgen kann. Ein paar Reime waren etwas holprig und ich bin beim Vorlesen etwas darüber gestolpert.
Jede Seite ist schön und passend zur Botschaft illustriert und es gibt immer was zu entdecken. Leider zieht sich das grelle Orange vom Cover durch das ganze Buch und dominiert sehr stark. Mir persönlich gefällt das nicht so sehr und es lenkt für mich auch zu sehr vom Gesamtbild ab.
Gut gefällt mir das auch einiges mit der Fantasy des Kindes zu tun hat, ist heutzutage sehr wichtig, da es bei vielen immer mehr verloren geht. Bei vielen Ideen musste ich schmunzeln und man bekommt schöne Anregungen auch für spiele mit dem Kind.
Fazit: Eine sehr schöne Idee, die die Fantasy des Kindes in den Mittelpunkt stellt und durch schöne Illustrationen und Reime auch Spaß beim Lesen bringt, nur die Farbauswahl finde ich zu grell.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.04.2020
Grau wie Asche / Vanitas Bd.2
Poznanski, Ursula

Grau wie Asche / Vanitas Bd.2


sehr gut

Ermitteln oder Verstecken?

Cover: Das Cover gefällt mir noch besser als das vom ersten Band. Der dunkle rauchige Hintergrund lässt das Insekt noch einmal in den Vordergrund treten. Gut finde ich auch, dass es so auch optisch den ersten Band aufgreift.
Inhalt: Carolin ist wieder zurück in Wien am Zentralfriedhof in der Blumenhandlung. Alles soll sich erstmal beruhigen, da Andrei jetzt weiß, dass sie lebt muss sie noch weniger auffallen. Da ist es nicht hilfreich, dass Grabschänder ihr Unwesen treiben und als auch noch eine Leiche auftaucht ist es vorbei mit der Ruhe. Carolin ist plötzlich mitten im Fall und verstecken wird so schwieriger als bisher.

Meine Meinung: Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr, trotzdem es viele Charaktere gibt wirkt die Geschichte strukturiert. Allerdings werden manche Charaktere in die Geschichte eingeführt und verschwinden dann wieder ohne wirklich zur Geschichte beigetragen zu haben.
Carolin ist mir persönlich ja sympathisch, das mag an ihrer menschlichen Art liegen. Ich fand sie bereits im ersten Band sehr ambivalent. Einerseits hat sie Angst und panischen Verfolgungswahn, andererseits ist ihre Neugierde so groß, dass sie immer wieder in den Fall hineinplatzt. Was durchaus etwas anstrengend wirken kann, aber ich finde es gut, dass die Autorin die Eigenarten des Charakters beibehalten hat. Dadurch wirken ihre Handlungen zwar nicht immer nachvollziehbar, machen sie aber irgendwie unberechenbar.
Die Geschichte braucht ein wenig bis sie Spannung aufgebaut hat, aber dann bleibt man gerne dabei um zu sehen in was Carolin als nächstes stolpert, den unauffällig kann sie nicht wirklich.
Was mir nicht so ganz gefallen hat sind die Details um Andrei und seine Organisation, ich glaube hier wäre in der Realität ganz anders gehandelt worden. Vielleicht ist es aber auch die Vorbereitung für den Showdown in Teil drei und alles löst sich dann sinnvoll auf.
Fazit: Eine gute Fortsetzung mit Spannung und der gewohnten Carolin Bauer. An einigen Stellen nicht rund, aber eine gute Unterhaltung, mal sehen was Band bringt.

Bewertung vom 28.03.2020
Das Gerücht
Kara, Lesley

Das Gerücht


ausgezeichnet

Ein Gerücht das nicht zu stoppen ist.

Cover: Das Cover gibt eine schöne düstere Stimmung wieder und passt sehr gut zu meiner Vorstellung der englischen Kleinstadt am Meer.
Inhalt: Joanna zieht mit ihrem Sohn Alfie von London in die Kleinstadt am Meer, doch findet sie dort erstmal nur schwer Anschluss an die Gemeinde. Als sie jedoch das Gerücht über Sally McGowan, eine Kindermörderin die unter anderem Namen in der Stadt lebt, verbreitet ist sie plötzlich ein Teil der Gemeinde und des Klatschs und Tratsches. Doch sie ahnt nicht das sich das Gerücht auch bald gegen sie selber wenden könnte.

Meine Meinung: Ein wahnsinnig gutes Debüt der Autorin Lesley Kara. Der Schreibstiel ist unheimlich einnehmend und fesselnd, man will das Buch gar nicht aus der Hand legen.
Die Charaktere sind gut und realistisch getroffen, genauso wie man sich eine englische Kleinstadt vorstellt. Zu Beginn kann man gut mit Joanna mitfühlen, da sie neu ist und einfach nur Anschluss für sich und ihren Sohn sucht. Irgendwann kann auch Joanna die Ereignisse die sie in Gang gesetzt hat nicht mehr aufhalten.

Sehr realistisch wird auch dargestellt, wie sich ein Gerücht verbreitet und was im Laufe der Zeit mit den eigentlichen Details passiert. Dass man selber keine Kontrolle mehr darüber hat, wie sich das Gerücht verändert oder was es für die Menschen bedeutet die es betrifft. Sehr gut fand ich auch, wie sich das Schicksal von Joanna plötzlich mit in die Ereignisse vermischt und Teil der verheerenden Spirale wird.

Fazit: Spannung von der ersten Seite an, ein sehr gutes Debüt mit einer Thematik zum Nachdenken, nachdem man wieder zu Atem gekommen ist.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.03.2020
Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus
Cole, Henry

Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus


ausgezeichnet

Die großen Abenteuer einer Maus
Cover: Gefällt mir sehr gut, es ist direktklar, dass es um eine Maus geht und es etwas mit Flugzeugen zu tun hat. Es ist zwar kein knallig buntes Buch, aber das ist bei der Altersgruppe auch nicht zwingend notwendig.

Inhalt: Sammy lebt in einem Schuhkarton, bis der Bruder seines Freundes Hank auf die Idee kommt ihn als Testpilot für sein neues Modellflugzeug zu testen. Dabei stürzt Sammy ab und landet in der großen Wildnis, hier lernt er viele Tiere kenne. Seine neuen Freunde helfen ihm, doch als plötzlich das Flugzeug verschwunden ist, muss Sammy einen anderen Weg nach Hause zu Hank finden.

Meine Meinung: Die Geschichte ist liebevoll erzählt mit vielen Details rund um den „großen Forst“ und seine Bewohner. Sammy ist ein tapferes kleines Kerlchen und trifft dort auf viele neue Freunde, aber auch Gefahren. Auf seinem Weg nach Hause reist er quer durch den Wald und erlebt viele Abenteuer, diese sind immer von sehr schönen Illustrationen begleiten, die ganz ohne Farbe auskommen. Trotzdem gibt es immer wieder vieles auf den Bildern zu entdecken. Durch die Kombination von Bildern und Geschichte tauchen die kleinen, aber auch die großen Leser, direkt in die Geschichte ein.

Für mich waren alle Figuren kindgerecht, sodass es zwar einen „Bösewicht“ gab, dieser aber nicht zu schrecklich dargestellt wurde. Sammy die Maus ist wirklich ein schöner Charakter der vielen positiven Eigenschaften hat und ein kleiner mutiger und freundlicher Kerl ist. Gut geeignet für junge Weltentdecker im Vorschulalter bis Grundschulalter.

Fazit: Eine schöne und abenteuerreiche Geschichte um eine kleine tapfere Maus. Sehr schöne Illustrationen die, die Geschichte darstellen.

Bewertung vom 27.03.2020
Aufgetaut
Safier, David

Aufgetaut


sehr gut

Eine Steinzeitfrau sucht ihr Glück
Cover: Passt gut zu den bisherigen Büchern des Autors und bringt einen zum Schmunzeln, da kann man sich direkt Urga und das kleine Mammut in Aktion vorstellen.

Inhalt: Die emanzipierte Steinzeitfrau Urga, will es den Männern ihrer Sippe beweisen und geht auf Mammutjagd. Doch dabei wird sie von einem Eissturm überrascht und mit einem Babymammut eingefroren, bis sie von einem Kreuzfahrtschiff gefunden wird. Ab hier beginnt das Abenteuer in der Neuzeit, auf der Suche nach Glück und wird dabei von Felix und seiner Tochter begleitet.

Meine Meinung: Viele humorvolle Momente werden hier mit ein wenig Gesellschaftskritik zu einer locker und leichten Unterhaltung vermischt. Die Charaktere nehmen einen mit auf eine lustige und chaotische Reise durch die Neuzeit.
Urga ist eine taffe Steinzeitfrau, die sich nicht unterkriegen lässt, dabei trifft sie immer wieder auf die Gefahren unserer Zeit. Anstatt sich vor Mammut oder Raubkatzen zu fürchten, sind es hier die großen Konzerne und die falschen Versprechungen von Glück.
Felix ist ein Start-Up-Gründer der bereits zwei Firmen in den Sand gesetzt hat und auf dem Kreuzfahrtschiff ein Vortrag halten soll. Er sucht genauso nach dem Glück wie Urga ist, dabei aber immer sehr mit sich selber beschäftigt. Seine Tochter Maya ist mit ihren 11 Jahren bereits ein sehr aufgewecktes und selbstständiges Kind. Sie ist neugierig und spiegelt klar die umweltbewusste Jugend wieder.
David Safier schafft es in seinem Buch viele aktuelle Gesellschaftsthemen lustig und trotzdem kritikreich dem Leser zu vermitteln. Obwohl es gefühlt Turbulent und voll beladen mit Inhalt ist, schafft man es als Leser gut sich am Ende ein vollständiges Bild zu machen. Ich glaube jeder Leser findet sich irgendwo wieder, häufig auch da wo unser schlechtes Gewissen anfängt oder anfangen sollte.
Die Geschichte zeigt sehr schön, dass es nicht immer das Märchen-Glück ist was die Menschen suchen, sondern das Glück für jeden etwas Anderes sein kann, es sich aber für jeden lohnt danach zu suchen.

Fazit: Humorvolle Gesellschaftskritik mit liebevollen Charakteren und der Suche nach dem persönlichen Glück.

Bewertung vom 20.03.2020
Die letzte Dichterin
Seck, Katharina

Die letzte Dichterin


ausgezeichnet

Cover: Das Cover hat für mich nicht direkt vermuten lassen um was für ein Genre es sich handelt, aber es greift sehr schön Details aus der Geschichte auf.

Inhalt: Die Magie in Phantopien ist schon seit Jahren verschwunden nur in der Stadt Fernab glüht noch ein Funken des alten Glanzes. Die Dichterin Minna Fabelreich wünscht sich nichts sehnlicher als dort mit ihren Künsten aufzutreten. Als sie eines Tages eine Einladung zum Dichterwettstreit erhält, macht sie sich gemeinsam mit Finn, dem Schatzsucher, auf den Weg Fernab zu finden.

Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er lässt sich sehr schön lesen und es ist sehr einfach in die Welt von Phantopien einzutauchen.
Die Charaktere sind gut durchdacht und bleiben sich treu. So ist Minna eine Geschichtenerzählerin, die bis zum Schluss immer das Gute im Menschen sieht und ihren Künsten verbunden ist. Finn Minengräber verfolgt seinen Traum und findet heraus, dass ihn mehr ausmacht, als er gedacht hat.
Die Königin macht für mich in der Geschichte fast die größte Veränderung mit oder findet einfach nur wieder zu ihrem ursprünglichen ich.
Für mich haben die Charaktere der Geschichte um Phantopien und Fernab lebendig gemacht.
Ich fand es ein wenig Schade, dass die eigentliche Reise nach Fernab verhältnismäßig kurz beschrieben wurde. Hier hätte ich mir mehr Inhalt gewünscht. Gerade weil es auch das Zusammenwachsen von Minna und Finn beschreibt, was in der folgenden Geschichte noch von Bedeutung ist und damit realistischer gewirkt hätte.
Zwar gab es in der Geschichte kein umfassendes Happyend, aber dies war für mich mit der Geschichte stimmig, obwohl ich es dem Gabensucher gegönnt hätte und auch Finn.
Gut gefallen hat mir auch, dass der Leser von den Hauptcharakteren noch einen Ausblick über den weiteren Werdegang erhalten hat, so fällt es leichter sich von der Welt Phantopien zu verabschieden.

Fazit: Eine schöne Geschichte über die Magie der Fantasy und wie schnell man sie verlieren kann.