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Benutzername: Poldy25
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Bewertungen

Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 28.07.2019
Tage in Cape May
Cheek, Chip

Tage in Cape May


sehr gut

Das frisch verwählte Ehepar Henry und Elfie fährt in die Flitterwochen an Cape May, einem Ferienort an der Küste. Doch nicht in der heutigen Zeit, sondern im Herbst 1957. In der man als anständiges Paar heiratet, bevor man den ersten Sex miteinander hat. So auch bei Henry und Elfie. In dem verschlafenen Örtchen, fast komplett verlassen von den Touristen - die Saison ist zu Ende - entdecken die beiden gemeinsam ihre Sexualität. Und treffen auf eine Gruppe New Yorker. Drama, Verführung und jede Mengen Sexszenen sind vorprogrammiert.

Das Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen, da der Autor von der ersten Seite an einen bezaubernden Schreibstil hat. Was man jedoch nicht anhand der Inhaltsbeschreibung ablesen kann, ist dass sich die Sexszenen häufen, je länger man den Roman liest. Und schon fast ins Pornographische abgleiten. Das sollte einem bewusst sein, bevor man dieses Buch kauft. Ansonsten: ein gutes Buch.

Bewertung vom 12.05.2019
Marina, Marina
Landau, Grit

Marina, Marina


gut

Italien in den 1960er Jahren. Marina ist Ninos Ein und Alles. Er hat nur Augen für sie, die Friseuse eines kleinen italienischen Dorfes. Dass sie rund 30 Jahre älter ist als er, spielt für ihn keine Rolle. Er versucht mit allen Mitteln, sie zu erobern. Doch selbst der beliebte Schlager "Marina, Marina" kann ihm nicht dabei helfen, Marina für sich zu gewinnen. Denn sie hat nur Augen für eine verheirateten Mann...
Der Italien-Roman von Autorin Grit Landau sieht nach einem leicht bekömmlichen Buch aus, jedoch fiel es mir durch den Schreibstil nicht leicht, in den Lesefluss zu kommen. Viele Charaktere, auf den ersten Blick nicht zusammenhängende Handlungsstränge, die erst zum Schluss Sinn ergaben...Leider packte mich der Roman nicht, doch es lohnt sich, bis zum Ende durchzuhalten.

Bewertung vom 20.01.2019
Der Himmel gehört uns
Allnutt, Luke

Der Himmel gehört uns


sehr gut

Rob Coates hat alles, was er sich wünscht: Er ist glücklich mit Anna verheiratet und nach mehreren Fehlgeburten werden er gemeinsam mit Anna Vater eines Sohnes. Jack ist beider Ein und Alles. Doch etwas scheint mit Jack gesundheitlich nicht zu stimmen: Er verliert öfter das Gleichgewicht. Als Rob und Anna mit ihrem Sohn zum Arzt gehen, bewahrheitet sich ihre schlimmste Befürchtung: Jack hat einen Gehirntumor. Und mit seinem Gesundheitszustand verschlechtert sich auch ihre Beziehung zueinander. Ihre Ehe hängt an seidenen Faden...
Der Autor Luke Allnutt schafft das, was nur wenigen gelingt: Einen Roman über eine Familie zu schreiben, die einen schweren Schicksalschlag zu schreiben und dabei nicht ins Kitschige und Klischees abzugleiten. Normalerweise lese ich solche Romane nicht so gerne, doch Luke Allnutts Buch hat mich nach wenigen Seiten bereits gefesselt - und bis zum Schluss nicht mehr los gelassen. Sehr zu empfehlen!

Bewertung vom 07.10.2018
Die Prophezeiung des magischen Steins
Rother, Stephan M.

Die Prophezeiung des magischen Steins


gut

Dafydd, Lehrling des Barden Palatin, soll der Träger des magischen Steins sein. Einem Stein, um dessen Besitz Kriege geführt wurden. Doch es ist wahr - und damit beginnt das Abenteuer seines Lebens.

Der Roman "Die Prophezeiung des magischen Steins" von Stephan M. Rother beeindruckt zu Beginn vor allem durch das schön gestaltete Cover, das an "Herr der Ringe" erinnert. Doch nicht so sehr durch die Handlung zu Anfang des Romans. Es fiel mir sehr schwer, in einen richtigen Lesefluss zu kommen. Die Charaktere waren zu einfach gestaltet, sodass ich keinen Zugang zu ihnen fand. Doch: Es lohnte sich, weiterzulesen. Denn der Autor schafft es, eine magische Welt auferstehen zu lassen, sodass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte und man traurig ist, wenn man es zuende gelesen hat.

Bewertung vom 29.07.2018
Shark Club - Eine Liebe so ewig wie das Meer
Taylor, Ann Kidd

Shark Club - Eine Liebe so ewig wie das Meer


sehr gut

Als ich die Rückseite des Romans "Shark Club" von Ann Kidd Taylor gelesen habe, war mein erste Gedanke: "Wieder einer dieser seichten Liebesromane!". Anfangs lies sich das Buch auch so. Doch das änderte sich schnell. Denn die interessante Handlung und der tolle Schreibstil zieht einen schnell in seinen Bann: Als zwölfjährige wird Maeve von einem Hai gebissen und erhält ihren ersten Kuss von Daniel. Der Beginn von zwei großen Liebe: zu Haien und zu Daniel. Doch nur die erste Liebe bleibt, die Beziehung zu Daniel zerbricht - bis sie viele Jahre später erneut auf ihn trifft. Und die alte Liebe wieder aufflammt. Die Autorin schafft es, neben dieser Haupthandlung die unterschiedlichsten Aspekte einzuflechten, sodass der Roman nicht in ein seichtes Buch abrutscht. Wunderschön!

Bewertung vom 07.04.2018
Libellenschwestern
Wingate, Lisa

Libellenschwestern


ausgezeichnet

Vier Schwestern, auseinandergerissen vom Schicksal...Der Roman "Libellenschwestern" von Lisa Wingabe ist viel mehr als ein netter Frauenroman für die seichte Unterhaltung nebenbei. Es ist eine ergreifende Geschichte einer Familie, die vom Handel mit Kindern zerstört wird. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los. Und genauso wenig den Leser: von der ersten bis zur letzten Seite wird man gepackt. Der Autorin gelingt es, sich mühelos in die unterschiedlichen Charaktere hineinzuversetzen und aus ihrer Sicht zu erzählen. Genau das macht den Reiz des Romans aus: man liest ihn, als wäre man Teil der Familie. Ergreifend!

Bewertung vom 23.07.2017
Als wir unbesiegbar waren
Adams, Alice

Als wir unbesiegbar waren


ausgezeichnet

Der Roman "Als wir unbesiegbar waren" handelt von den vier unzertrennlichen Studenten Eva, Benedict, Sylvie und Lucien. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, gehen sie getrennte Wege und denken, sie könnten jeder für sich ihre Jugendträume verwirklichen. Doch das Leben geht seinen eigenen Gang... Und auch die Freunde treffen wieder aufeinander - auch wenn alles anders kommt als gedacht.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt und durch seinen emotionalen und flüssigen Erzählstil nicht mehr los gelassen. Auch wenn ich mich nicht mit allen Protagonisten des Romans identizifieren konnte, hat dies dem Erzählfluss keinen Abbruch getan. Ein wunderschöner Roman mit einem zauberhaften Cover.

Bewertung vom 15.04.2017
Heute leben wir
Pirotte, Emmanuelle

Heute leben wir


gut

Renée, sieben Jahre alt, Jüdin, während des 2. Weltkrieges: Das Mädchen wird im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt, doch etwas läuft schief. Sie fällt dem SS-Offizier Mathias in die Hand, der sich als Amerikaner ausgibt. Anstatt sie wie geplant zu erschießen, rettet er sie und entdeckt dabei eine ganz neue Seite an sich, die ihrer beider Leben verändert.

Der Roman "Heute leben wir" von Emmanuelle Pirotte ist gut geschrieben und fesselt den Leser ab der ersten Seite. Doch fehlt es an manchen Stellen an einem persönlichen Bezug: Man möchte mehr von Renée und ihrem vorherigen Leben erfahren, auch Mathias bleibt merkwürdig fremd. Stattdessen wird viel zu oft erwähnt, dass die beiden eine besondere, unerklärliche Beziehung zueinander haben. Auch das Ende lässt einen etwas unzufrieden zurück. Die Autorin hätte sich dort mehr Zeit für Erklärungen nehmen können.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.02.2017
Das Gedächtnis der Insel
Buder, Christian

Das Gedächtnis der Insel


ausgezeichnet

Der Archäologe Yann Schneider arbeitet in Paris und hat seine Kindheit und Vergangenheit bewusst hinter sich gelassen. Als sein Vater, zu dem er seit langem kein Kontakt mehr hatte, unerwartet stirbt, kehrt er in seine bretonische Heimat - eine kleine, überschaubare Insel - zurück. Dort muss er sich nicht nur mit den kauzigen und misstrauischen Inselbewohnern auseinandersetzen, sondern auch mit seiner eigenen Vergangenheit - und er merkt zunehmend, dass der Tod seiner Mutter für rund 30 Jahren kein Unfall gewesen sein kann.
Der Autor des Romans "Das Gedächtnis der Insel" schafft es, aus der Masse der martimen Romane hervorzustechen. Denn Christian Buder skizziert die Inselbewohner zu detailliert, dass sie wahrhaftig lebende Personen sein könnten, die irgendwo auf einer bretonischen Insel leben. Der Leser hineingezogen in die Welt der Wellen, Wogen und der Geheimnisse der Insel. Ergreifend!

Bewertung vom 03.12.2016
Geister
Hill, Nathan

Geister


ausgezeichnet

Der Literaturprofessors Samuel Anderson lebt in seiner eigenen kleinen Welt: Er verbringt die meiste Zeit in der Online-Gaming-Welt namens "Elfscape" und ist eigentlich sehr unzufrieden. Dann erhält er eines Tages einen Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers. Seine Mutter, die ihn als kleines Kind verlassen hat, soll den republikanischen Präsidentschaftskandidaten angegriffen haben. Jetzt soll er ihre Integrität beweisen. Das stellt sein Leben komplett auf dem Kopf.
Der Einstieg in "Geister" fiel mir anfangs etwas schwer. Denn der Roman, der mehr als 800 Seiten umfasst, lässt viele Handlungsstränge nebeneinander laufen. Dies macht es zu Beginn etwas schwer, zu folgen. Doch, wenn man für das Buch von Nathan Hill, wirklich Zeit nimmt, wird man nicht enttäuscht: Der Autor schafft es, den Leser zu fesseln, zu berühren und in eine Welt voller Verrat, Enttäuschung, aber auch Hoffnung zu entführen. Grandios!