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Benutzername: lovelybiene
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Bewertungen

Insgesamt 223 Bewertungen
Bewertung vom 09.05.2019
Zehn Stunden tot / Fabian Risk Bd.4
Ahnhem, Stefan

Zehn Stunden tot / Fabian Risk Bd.4


gut

Meine Meinung:
Vor Jahren las ich bereits das erste Buch aus der Reihe und den Debütroman von Stefan Ahnhem "Und morgen du " , dieser blieb leider damals weit hinter meinen Erwartungen zurück und konnte mich nicht begeistert.

Doch nun sprach mich der Klappentext zu seinem neuen Thriller so an, dass ich ihn einfach lesen musste und was soll ich sagen: " 10 Stunden tot" ist ein wirklich sehr solider und atmosphärischer Thriller, der die gewonnen Stilmittel des skandinavischen Kriminalromanes sehr gekonnt umsetzt, wenn mir auch das Spannungsniveau zu wenig war.
Die Stärke des Autors liegt definitiv in der Konstruktion seines Falls, und der großartig ausgearbeiteten Atmosphäre, die an der ein oder anderen Stelle durchaus Gänsehaut beim Leser erzeugen kann.
Und auch der Spannungsbogen war zu Anfang wirklich grandios und sehr mysteriös, verlor sich allerdings gerade im Mittelteil sehr in Einzelheiten und Ermittlungsarbeiten, weshalb dadurch leider die ein oder andere langatmige stelle entstanden ist.

Mein Fazit :
In meinen Augen ist das neue Buch des Autors, ein durchaus solider und atmosphärischer Thriller, der allerdings im Mittelteil einiges an Spannung und Potential verschenkt. Dennoch ein Thriller der Spaß macht, sich allerdings nicht aus der Masse hervorheben kann, da ihm die Innovation und Eigenständigkeit fehlt.

Bewertung vom 09.05.2019
Der Zopf meiner Großmutter
Bronsky, Alina

Der Zopf meiner Großmutter


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch :
Dies ist mein erstes Buch der russisch/deutschen Autorin Aline Bronsky und ihr Stil ist wahrlich einzigartig und einnehmend!
Im Mittelpunkt der Geschichte steht weniger die Handlung, als vielmehr die Einzigartigkeit und Ausarbeitung der einzelnen Charaktere/ Protagonisten. Und diese sind wahrlich einzigartig, stilistisch raffiniert und facettenreich, Charaktere, die man so schnell nicht vergisst und die trotz ihrer Stärke, niemals an Authentizität verlieren.
Und genau darum geht es, um die kleinen Erlebnisse des Lebens, die die Charaktere erleben, diese sind manchmal ebenso banal , wie bedeutend und dennoch sind sie stets so erzählt, das der Leser immer weiterlesen möchte und nie das Interesse verliert.

Mein Fazit:
Eine Autorin, die ebenso facettenreich, wie genial zu erzählen weiß und einen Schreibstil vermittelt, der ganz große Kunst ist. In meinen Augen ein literarischer Wurf, der großartig und bedeutend daherkommt. Ein Schmuckstück im Bücherregal!

Bewertung vom 09.05.2019
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.
Läckberg, Camilla

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.


gut

Meine Meinung zum Buch :
Es scheint so, als würden alle Leser der Spannungsliteratur, die Bücher der schwedischen Autorin Camilla Läckberg lieben.... Dies war mein erstes Buch der Autorin und tendenziell mein letztes.

Zwar beginnt die Geschichte unsagbar spannend und atmosphärisch, doch diese Spannung konnte leider nicht konstant gehalten werden. Bereits nach 150 Seiten traten die ersten Längen auf, die mich im Lesefluss störten, doch dies wäre bei weitem nicht so schlimm gewesen, wenn da nicht die Charaktere gewesen wären. Denn die folgen dem klassischen Stereotypen und sind voller klischeehafter Darstellungen gezeichnet, wodruch die handelnden Personen eher anstrengend, als authentisch wirkten.

Dennoch konnte mich der Schreibstil an sich und die Auflösung des Buches überzeugen. Trotzdem gibt es in meinen Augen deutlich bessere und innovativere Bücher des Genres!
So ist dieses Buch ein solides 3 Sterne Buch, mit Stärken und Schwächen.

Bewertung vom 09.05.2019
Mein Leben als Sonntagskind
Visser, Judith

Mein Leben als Sonntagskind


ausgezeichnet

Meine Meinung :
"Dieses Buch fasziniert, es bewegt und schleicht sich ganz langsam in das Herz des Lesers und hallt dort eine ganze Weile nach"

Dieses Buch machte mich sofort neugierig, aufgrund seiner so wichtigen Thematik, die viel zu selten thematisiert wird. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jasmijn, ein offene, lebenslustige und kontaktfreudig junges Mädchen, doch diese Welt existiert nur in ihrem Tagebuch. In echt stottert Jasmijn, ist zurückhaltend, kann nicht mit anderen Menschen und versteht oft die Welt nicht so, wie sie ist.
Denn sie leidet am Asperger- Syndrom , eine Form des Autismus, das besondere daran und auch der Punkt, weshalb diese Geschichte so faszinierend authentisch geschildert wurde, ist dass die niederländische Autorin selbst, daran leidet und uns an dieser Weltanschauung teilhaben lässt.

Der Schreibstil des Buches ist auf den Punkt, klar und ohne Schnörkel und dennoch so melodisch, dass man darin versinken kann. Die Geschichte ist einfühlsam erzählt und betrachtet die kleinen Momente und Augenblicke, unserer Protagonistin. Wie Autorin es schafft deren Leben abzubilden, mit allen Kleinigkeiten, die so normal sein sollten und doch sind sie für Jasmijn ein wahrer Albtraum.
Doch wir erfahren als Leser auch, wie das Umfeld um Jasmijn herum reagiert, von Belanglosigkeit bis vollkommenen Unverständnis schlägt unsere Protagonistin alles entgegen.
Schon bald muss Jasmijn feststellen, dass sie den gesellschaftlichen Normen und regeln nicht zu entsprechen vermag, doch lange zeit versteht sie nicht weshalb und auch ihre Eltern lässt dieser Umstand ratlos zurück.

Mein Fazit :
Ein tolles Buch, welches uns die Augen zu öffnen vermag, für Menschen, die anders sind als wir und dennoch auf ihre Art genauso liebenswert!
Ein großartiger Schreibstil und eine Autorin, die genau weiß, wovon sie schreibt und deshalb wirkt dieser Roman so authentisch und zeigt uns eine detaillierte Welt auf, die wir so nur selten zu sehen bekommen. Ein herausragendes Buch, welches trotz ernster Thematik vielschichtig und amüsant, nachdenklich oder einfach nur schön zu lesen ist !

Bewertung vom 23.04.2019
Das Leuchten jenes Sommers
Scott, Nikola

Das Leuchten jenes Sommers


sehr gut

Meine Meinung:
Das Buch "Das Leuchten jenes Sommers" der deutschen Autorin Nikola Scott, spielt wie viele Romane des Genres auf zwei Zeitebenen.
Die vergangenen Geschehnisse von 1939 und die 70 Jahre später, weiß die Autorin sehr geschickt zu verbinden, im Mittelpunkt jeder Zeile der Geschichte, stehen die Charaktere und ihre einzelnen Lebenssituationen.

Auf durchaus versierte, aber eher ruhige und solide Art führt uns der Schreibstil der Autorin durch die Geschichte, die stets auf authentische Art und Weise funktioniert. Die handelnden Personen sind solide ausgearbeitet und schaffen es perfekt, die Emotionalität der Geschichte zu tragen und den Leser damit in den Bann zu ziehen. Stets fühlt und leidet man mit den Charakteren mit und dabei wird eine herausragenden Tiefe und Emotionalität erschaffen, der sich der Leser nicht entziehen kann.


Dennoch muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr Fokus auf die Handlung und Szenerie/Atmosphäre gewünscht hätte. Etwas weniger Charakterstudie auf emotionaler Basis und dafür mehr an Spannung und mysteriöser Handlung, dies hätte der Geschichte in meinen Augen gut getan.

Das Ende war solide, wenn auch etwas übereilt und nicht unbedingt auf der realitätsnahen Ebene einzuordnen.

Mein Fazit :
Für mich ist "Das Leuchten jenes Sommers" ein solider und sehr emotionaler Roman, der vor allem, durch die einzelnen Charaktere getragen wird. Die Handlung hätte für mich an der ein oder anderen Stelle mehr Raum und Ausarbeitung bedarft, da mir hier der Tiefgang, die Atmosphäre und vielleicht auch ein wenig die Subtilität gefehlt hat. So bleibt es ein solides Buch, welchen eine tolle Sommerlektüre darstellt, aber nicht unbedingt einen Wow-Effekt oder eine Sogwirkung auslöst.

Bewertung vom 23.04.2019
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Dicker, Joël

Das Verschwinden der Stephanie Mailer


ausgezeichnet

Dies ist mein erstes Buch des Starautors Joël Dicker und ich war und bin absolut begeistert, denn dieses Buch ist ein wahrer Lesegenuss !
Der erstklassige Schreibstil des Autors ist eine angenehme Mischung, aus literarischem Stil und absolut süffig geschriebenen Szenen, die den Leser sofort in die Geschichte hineinziehen. Dieses Buch schafft es, durch seine ruhige und dennoch so hintergründig spannende Atmosphäre, dass man als Leser so in die Geschichte versinkt, dass man völlig vergisst ein Buch in der Hand zu halten, fast schon filmisch, sieht man die Szenen vor dem inneren Auge ablaufen. Dies ist wohl das größte Qualitätsmerkmal, welches mich geradezu begeistert zurückließ.
Wie es der Autor schafft, Stück für Stück, die Geschichte aus damaliger Sicht, dem Leser näherzubringen und dies so rätselhaft verpackt darzustellen, dass man jede Seite aufs neue verschlingt und sich dabei vorkommt, als würde man selbst versuchen, die Geschehnisse von 1994 aufzuklären.

Die Charaktere sind trotz der stolzen Anzahl, alle authentisch, tiefsinnig und eigen ausgearbeitet, und tragen die Geschichte über viele Strecken hinweg und sind neben dem gekonnt ausgearbeiteten Plot, ein weiterer Pluspunkt, in einer nahezu perfekt konstruierten Kriminalgeschichte.

Joël Dicker schafft es eine Handlung zu erschaffen, die auf jeder Seite ein Lesegenuss bleibt, eine Handlung, die atmosphärisch ist, unvorhersehbar und absolut spannend, sodass man diese knapp 670 Seiten gerade zu inhaliert.

Mein Fazit :
Dies ist definitiv eines meiner Jahreshighlights und Joël Dicker eine literarische Neuentdeckung, die ich nicht mehr missen möchte. Dieses Buch beinhaltet alles, was eine perfekte Geschichte benötigt: Literarisches Können, eine großartig durchdachte, atmosphärische und spannende Handlung und Charaktere, die etwas zu sagen haben.


Wer dieses Buch nicht liest, dem entgehen großartige Lesestunden. 5 Sterne für ein perfektes Buch !!!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.04.2019
Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall
Dara, Domenico

Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall


ausgezeichnet

Meine Meinung zum Buch :
Wer ein zauberhaftes, charmantes und wunderschönes Buch für den Sommer sucht, der sollte definitiv "Der Postbote von Girifalco..." zur Hand nehmen.

Selten habe ich eine so warmherzig erzählte und voller Atmosphäre gespickte Geschichte lesen dürfen, wie diesen Roman. Der Autor schafft es mit dem verschlafenen Städtchen Girifalco, ein setting zu erschaffen, welches die Atmosphäre Süditalien, bis in die Haarspitzen des Lesers zu transportieren vermag und dazu zeichnet e Charaktere, die tiefgründig sind, die einem ans Herz wachen und jeder von ihnen hat eine eigene authentische Geschichte zu erzählen.
Und diese Geschichten, sind gerade durch den flüssigen und tiefsinnigen, dennoch leichten Schreibstil, ein wahrer Lese genügt für warme Sommertage.

Mein Fazit :
Ein lesenswertes Büchlein, über authentische Menschen und deren Geschichten, vor einer Kulisse, die zum Träumen einlädt!

Bewertung vom 13.04.2019
Die Geschichte der schweigenden Frauen
Shah, Bina

Die Geschichte der schweigenden Frauen


gut

Meine Meinung zum Buch :
Ich hatte mir von diesem Buch durchaus viel erhofft, eine Gesellschaftskritik, eine Parabel, oder einfach eine packende Geschichte, die zum Nachdenken anzuregen weiß, etwas im Stile "Der Report der Magd "
Leider bekam ich eine mehr oder wenige schlecht durchdachte, mit Klischees überlieferte Geschichte, die den Weg wohin es gehen sollte, über alle Seiten nicht zu finden vermochte.
Auch die Charaktere blieben mir weder im Gedächtnis zurück, noch ließ sich eine zu erwartende Tiefe erkennen.
Zwar ist der Schreibstil der Autorin wirklich ein wunderbar literarischer, der mich sehr von sich überzeugen konnte, doch durch die wenig ausgefeilte und überzeugende Story blieb diese Geschichte weit hinter meinen Erwartungen zurück.

Fazit:
In meinen Augen einen höchstens solide Geschichte, die sich zu viel vorgenommen hat und daran in den meisten Bereichen scheitere. Die Autorin beweist durch ihren Schreibstil durchaus einiges an Potential, doch dieser kann leider auch die Schwächen der Geschichte nicht kompensieren .

Bewertung vom 13.04.2019
SCHWEIGEPFLICHT
Lapidus, Jens

SCHWEIGEPFLICHT


ausgezeichnet

Inhalt:
Als der Wachmann Tony Catalhöyük zu Einsatz gerufen wird, ahnt er nicht was in dem Sommerhaus auf ihn warten wird. Ein brutal zugerichteter Leichnam und ein bewusstloser Mann unweit des Geschehens, der schon bald zum Hauptverdächtigen avanciert.

Kurz darauf erhält die frisch gebackene Anwältin Emelie Jansson einen Anruf, sie soll die Pflichtverteidigung eines unter Mordverdacht stehenden Mannes übernehmen. Benjamin Emanuelsson, der Mann aus dem Sommerhaus.
Als dieder kurz darauf den Namen Ihres Kollegen Teddy mit ins Spiel bringt, beginnt ein Spiel, das in die Tiefen der Vergangenheit führt und ein Karussell aus Intrigen, Macht und Geheimnissen in Gang setzt und alles in einem gefährlichen Strudel zu versinken droht....

Meine Meinung :
Dieser Thriller, des schwedischen Autors Jens Lapidus ist definitiv ein hoch komplexer und zu anfangs auch durchaus anspruchsvoller Thriller. Der Autor versteht es, seine Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven heraus zu erzählen und dies auch noch in unterschiedlichen Zeitebenen, welches die volle Aufmerksamkeit des Lesers erfordert.
Und genau hier liegt in meinen Augen die Stärke des Thrillers, denn wie ein Detektiv, muss sich der Leser nach und nach Zusammenhänge erschließen und es kommt nicht nur einmal vor, dass einem dabei förmlich der Atem stockt!

Dieser Erzählkunst bringt so viel Spannung hervor, dass ich dieses Buch trotz seiner knapp 630 Seiten, an zwei Tagen verschlungen habe.
Auch der Schreibstil des Autors, lässt sich absolut süffig und packend lesen. Denn wie in einem guten Film, weiß es der Autor, mit unterschiedlichen Stilen, Akzente zu setzen und somit die Charakteristik einzelner Charaktere hervorzuheben. Dabei ist seine Sprache oftmals von knallharter Wortgewalt geprägt und verliert niemals an der Atmosphäre, des dunklen Milieus, in das er uns führt.

Die Story an sich, ist rasant erzählt, wenn sie auch nicht unbedingt die einzelnen Facetten eines Pageturners beinhaltet. Dies ist ein vielschichtiger stets spannender Thriller, der dennoch auch ruhiger und eher in der Tiefe verborgene Spannungsszenen beinhaltet.
Der Plot ist absolut undurchschaubarer und großartig durchdacht, worin sicherlich die größte Stärke des Buches liegt. Doch auch die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere ist ein wahrer Lesegenuss, denn diese sind eigen, vielschichtig, rotzfrech und unangepasst und wirken vielleicht gerade deshalb so authentisch !

Fazit :
Alles in allem ist dieser Thriller ein gnadenlos guter, der gerade innerhalb der Dialoge kein Erbarmen kennt. Der Schreibstil des Autors und das unvorhersehbare Ende und der großartig durchdachte und stets spannende Plot, konnten mich mehr als begeistern !
Dies wird sicherlich nicht mein letztes Buch des Autors gewesen sein, 4,5 bzw 5 Sterne !

Bewertung vom 10.04.2019
Das Jahr nach dem Abi
Bühre, Paul

Das Jahr nach dem Abi


weniger gut

Meine Meinung zum Buch:
Leider habe ich dieses Buch bereits nach ca 40 Seiten zur Seite gelegt, da mir der Erzählstil dieses "Ratgebers " leider so überhaupt nicht gefallen hat. Der Autor berichtet hierbei über seine eigenen Erfahrungen nach dem Abitur und die unterschiedlichen Wege, die ebenso unterschiedliche Personen einschlagen. Leider war mir persönlich der Stil zu jugendlich und wenig ausgefeilt bzw. flüssig zu lesen. Natürlich richtet sich dieses Buch an eine bestimmte Zielgruppe, dennoch erwarte ich etwas mehr als das. Der Humor war an der ein oder anderen Stelle durchaus nett zu lesen, traf aber auch nicht gänzlich meinen Nerv. Durch die schleppende Erzählweise, kam ich schnell an meine Grenzen und verlor das Interesse....