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Benutzername: Natalie
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Bewertungen

Insgesamt 55 Bewertungen
Bewertung vom 01.01.2019
Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9
Neuhaus, Nele

Muttertag / Oliver von Bodenstein Bd.9


sehr gut

Theo Reifenrath wird tot in seinem Haus aufgefunden. Durch einen glücklichen Zufall entdeckt die Polizei drei vergrabene Frauenleichen auf seinem Grundstück. Keiner in seinem Umfeld kann glauben, dass Theo ein skrupelloser Serienmörder sein soll. Bald schon können die Opfer identifiziert werden und es lässt sich ein Muster erkennen und wahrscheinlich ist der Mörder noch auf freiem Fuß.

Dieser Fall hat lange gebraucht, bis er mich wirklich packen konnte. Das lag auch daran, dass es so viele Verdächtige und Opfer gibt. Es war schwierig den Überblick zu behalten und die Personen auseinander zu halten. Erst ab der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass der Fall richtig an Fahrt aufnimmt und spannend wird.

Der Kriminalfall an sich ist gut und spannend aufgebaut. Es ist alles sehr detailliert und man erfährt viel über die Arbeit der Polizei und man merkt, dass in diesem Buch auch viel Recherchearbeit steckt. Die Geschichte ist sehr durchdacht und nach und nach werden alle losen Fäden zusammengeführt. Als Leser wird, man genauso wie die Ermittler, immer mal wieder auf die falsche Fährte gelotst, wer der wahre Täter ist.

Auch in diesem Band gibt es wieder Einblicke in das Privatleben von Pia und Oliver. Obwohl die privaten Dinge dieses Mal eher im Hintergrund bleiben und der Fokus mehr auf der Mordserie und den Ermittlungen liegt.

Das Ende ist dann nochmal sehr rasant und auch actionreich. Es ist ein spannender Kriminalfall, der aber seine Zeit braucht, um sich zu entfalten. Die vielen Personen machen es anfangs schwer reinzukommen und direkt gepackt zu werden. Dennoch hat die Autorin wieder ein gutes Buch geliefert.

Bewertung vom 31.12.2018
Die Schneeschwester
Lunde, Maja

Die Schneeschwester


sehr gut

Julian freut sich jedes Jahr sehr auf den 24. Dezember. Es ist nämlich nicht nur Heiligabend sondern auch sein Geburtstag. Doch dieses Jahr ist alles anders. Seine Schwester Juni ist erst vor kurzem gestorben und in seinem Haus herrscht alles, bloß keine Weihnachtsstimmung. Dann trifft Julian auf Hedvig. Ein lebensfrohes, quirliges Mädchen, das ein Geheimnis hat.

Das Buch behandelt ein wirklich schwieriges Thema in Bezug auf Kinder. Der Tod eines geliebten Menschen und wie man mit der Trauer der Eltern und der eigenen umgeht. Die Autorin hat zusätzlich Weihnachten als zentralen Zeitpunkt ausgesucht. Dieses Fest gilt eher als frohes Ereignis und ein Weihnachtsbuch soll die Freude darauf verstärken. Andererseits kann so vermittelt werden, dass auch an Festtagen nicht immer alles in Ordnung ist. Man kann hier also geteilter Meinung sein, ob es gut gewählt wurde oder nicht.

Trotz allem ist das Buch nicht grundlegend traurig. Hedvig bringt viel Dynamik in das Buch, es wird auch Weihnachtsstimmung aufgebaut, obwohl es dahingehend gerne noch mehr hätte sein können. Ich finde, es wird schon recht sensibel mit dem Thema Tod und Trauer umgegangen. Jüngere Kinder sollten dieses Buch aber wahrscheinlich nicht alleine lesen, da es sehr viele Fragen aufbringen könnte. Das Ende gibt dann auch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer und bringt die Geschichte zu einem guten Schluss.

Besonders an diesem Buch ist auf jeden Fall die Gestaltung. Der Einband allein ist schon ein Blickfang, aber die Illustrationen im Innenteil sind genauso schön gezeichnet und unterstützen die Geschichte immer sehr passend.

Bewertung vom 30.11.2018
Die Ballade von Max und Amelie
Safier, David

Die Ballade von Max und Amelie


sehr gut

Die Hündin Narbe lebt mit ihrem Rudel auf einer Müllkippe. Seit sie bei einem Kampf eines ihrer Augen verloren hat, kann sie sich nicht mehr vorstellen, dass jemals ein anderer Hund sie lieben könnte. Dann kommt der Hund Max, der bei Menschen aufgewachsen ist, auf die Müllkippe und eröffnet Narbe eine neue Welt.

Die Geschichte ist anders als ich sie erwartet habe. Aber nicht auf negative Weise. Das Thema Reinkarnation spielt hier eine größere Rolle, was vorher nicht wirklich erkenntlich war. Da mich aber die Thematik an sich interessiert und ich das Buch „Mieses Karma“ des Autors diesbezüglich sehr gut fand, war ich positiv überrascht.

Vorher ist noch zu sagen, dass sowohl die beiden als auch alle anderen auftretenden Tiere sehr vermenschlicht sind und daher Wesenszüge und Handlungsweisen aufweisen, die nicht immer typisch oder realistisch für Tiere sind. Narbe und Max sind zwei sehr unterschiedliche Hunde. Anfangs hat Narbe eher negative Gefühle gegenüber Max. Dadurch erlebt man als Leser gut den Wandel bei ihr, wie sie sich verändert. Nicht nur bei Max, sondern wie sich ihr ganzes Handeln, ihre Gefühle und ihre Gedanken entwickeln.

Die Reise, die die beiden erleben, wird vom Autor anschaulich erzählt. Mit interessanten Schauplätzen, die toll beschrieben sind und abwechslungsreichen Nebencharakteren. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel von der Haupthandlung erzählen, da es das Leseerlebnis erheblich mindern würde. Ich fand es größtenteils spannend und auch interessant geschrieben. Wirklich mal etwas Anderes. Mit der Reinkarnation als Thema hat das Buch vielleicht einen kleinen Fantasy-Touch, da die Tiere auch menschliche Wesenszüge erhalten haben, aber man kann die Geschichte auch als Nicht-Fantasyfan lesen.

Die Gefühle zwischen Narbe und Max waren trotz des guten Schreibstils für mich nicht so ganz greifbar. Mir hat am meisten die Reise und die Erlebnisse, die die beiden erleben, gefallen und die Liebesgeschichte war für mich nebensächlich. Ab einem gewissen Punkt merkte man sehr deutlich, dass „einerlei“ ein Lieblingswort des Autors ist und diese Wortwiederholung war dann auch etwas störend.

Zusammenfassend war es ein interessantes und unterhaltsames Buch mit einer positiven Überraschung. Der Autor hat hier einen neuen Weg eingeschlagen, der ihm auch gelungen ist.

Bewertung vom 03.11.2018
Mulans Töchter
Vriesekoop, Bettine

Mulans Töchter


sehr gut

Das Leben von chinesischen Frauen ist für die meisten Menschen im Westen fremd. Bettine Vriesekoop hat es sich zu Aufgabe gemacht, dass Leben der modernen chinesischen Frau zu ergründen und den Wandel zu zeigen, den die chinesischen Frauen über die Jahrhunderte gemacht haben. Sie nennt diese Frauen „die Töchter Mulans“.

Selbst weiß ich wenig über die chinesische Kultur und Geschichte. Natürlich ist mir die „Ein-Kind-Politik“ ein Begriff, und dass in China auch heute noch Ehen von den Eltern arrangiert werden. Daher war es für mich besonders interessant zu lesen, wie sich das Land über die Jahrhunderte darin verändert hat, wie es mit der Stellung der Frau und dem Thema Sexualität umgeht.

Man erfährt also neben dem Leben der modernen Frau im heutigen China, auch viel über die Geschichte des Landes und wie die Religion und die verschiedenen Machthaber Einfluss auf die Gesellschaft genommen haben.

Das Buch liest sich nicht wie ein typisches Sachbuch, da die Autorin viele Anekdoten einbringt und die Interviews oft auch wörtlich wiedergibt. Zudem ähnelt es stellenweise eher einem persönlichen Reisebericht, in dem die Autorin ihre Eindrücke und Gedanken schildert. Trotzdem hat man immer den Eindruck, dass alle Fakten ausreichend und gründlich recherchiert wurden.

An manchen Stellen fand ich es etwas unübersichtlich und durcheinander, als hätte die Autorin Probleme gehabt, ihre vielen Gedanken zu ordnen und in der richtigen Reihenfolge aufzuschreiben. Man sollte das Buch auch sehr aufmerksam lesen, da es viele Zahlen und Fakten beinhaltet, die man ansonsten übersieht.

Ein wirklich interessantes Buch, das mich viel Neues gelehrt hat und sich nicht wie ein trockenes Sachbuch liest.

Bewertung vom 31.10.2018
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


gut

Joe Bausch hat es jeden Tag mit harten Typen zu tun. Aber auch diese brauchen mal einen Menschen, mit dem sie reden können und oft ist das Bausch, dem sie sich anvertrauen. In seinem neuen Buch erzählt er zwölf Geschichten, die zwar zur Wahrung der Privatsphäre der Personen abgewandelt sind, aber trotzdem genauso passiert sein könnten.

Ich fand die Idee Realität und Fiktion zu vermischen sehr interessant. Beim Lesen muss man sich auch immer wieder in Erinnerung rufen, dass die Vorkommnisse nicht genauso abgelaufen sind, wie beschrieben, denn es fühlt sich durchaus sehr echt an. Die Geschichten können einen überraschen, was in unserem Justizsystem so vor sich geht und überhaupt alles möglich ist. Es spielt sich so vieles hinter den Kulissen ab, von dem man als normaler Bürger nichts mitbekommt.

Die zwölf Geschichten sind sehr interessant und unterhaltsam. Berühren konnten mich die einzelnen Personen dennoch nicht wirklich. Es könnte daran liegen, dass es eher kurze Einblicke von so vielen verschiedenen sind. Sobald man in eine Geschichte eingetaucht ist, ist sie auch schon wieder vorbei.

Den Schreibstil des Autors finde ich zudem auch etwas gewöhnungsbedürftig. Man merkt, dass er kein professioneller Schreiber ist, da er sich oft verstrickt, plötzliche Einschübe einbringt und manchmal etwas verwirrend schreibt, da er den Ereignissen vorgreift, nur um dann wieder zum eigentlichen Erzählpunkt zurück kehrt. Ich fand es daher manchmal schwierig und auch anstrengend seinen Ausführungen zu folgen und alle Zusammenhänge richtig zu verstehen.

Gut gefallen hat mir an dem Buch, dass man einen Einblick in die Abläufe hinter den Kulissen bekommen hat, auch wenn das etwas mehr hätte sein können. Die Personen hinter den Geschichten haben mich eher kalt gelassen, was auch am Schreibstil gelegen haben könnte.

Bewertung vom 25.10.2018
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


schlecht

June möchte ihr Abschlussjahr in Cornwall bei ihrem Onkel absolvieren, um danach in Oxford zu studieren. Eigentlich glaubt sie nicht an alte Legenden und Magie, obwohl Cornwall auf besondere Art magisch ist. Schon bald nachdem sie angekommen ist, ereignen sich eigenartige Dinge und Jund zweifelt an ihrem Verstand. Und dann wären da auch noch ihre beiden geheimnisvollen Cousins.

Rosa Mädchentraum beschreibt für mich das Buch nicht nur äußerlich, sondern auch vom Inhalt her. Ein altes Schloss, schicke Kleider, aufwändige Bälle und natürlich zwei heiße Typen. Nach der Leseprobe war schon erkenntlich, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Ich wollte ihr dennoch eine Chance geben. Aber sie konnte mich nicht überraschen.

Ich verstehe nicht, warum es schon wieder eine Reihe sein muss, in der es größtenteils um Geschmachte und heiße Typen geht. Und warum es schon wieder eine Dreiecksbeziehung sein muss. Die Idee ist so alt, dass ich beim Lesen fast eingeschlafen wäre.

Das wirklich interessante, die Legenden, die Magie und Junes Gabe wurden zwar immer mal wieder eingestreut, aber der Hauptaspekt lag auf Junes zwiegespaltenen Gefühlen für ihre Cousins und wie toll vor allem Blake ist. Nach der gefühlt hundertsten Erwähnung wie gut er doch roch, konnte ich nur noch die Augen verdrehen.

Zum Inhaltlichen kann ich dann auch nicht mehr viel sagen, da es nicht wirklich etwas Erwähnenswertes gab. Nichts Neues oder Innovatives von den Autorinnen, das mich vielleicht hätte packen können. Ich konnte mit dem Buch wirklich wenig anfangen.

Bewertung vom 22.10.2018
Das Leuchten unserer Träume
Atkins, Dani

Das Leuchten unserer Träume


gut

Sophie ist noch immer geprägt vom Tod ihres Bruders, der bei einem Motorradunfall starb, als sie fünfzehn Jahre alt war. Als eines Tages mitten in der Nacht ein Feuer in ihrer Wohnung ausbricht, ändert sich alles für sie. Ein Passant, Ben, rettet ihr das Leben und danach verschwindet er auch nicht sofort wieder.

Der Anfang hat mir sehr gut gefallen und auch die Protagonisten fand ich sympathisch. Sophies Handlungen waren nachvollziehbar und sie ist eine sehr bodenständige Frau, die Ben nicht sofort verfällt, sondern anfangs ein gewisses Misstrauen behält. Das hat mir sehr gut gefallen. Ben ist ein sehr hilfsbereiter Mensch und manchmal fragt man sich schon wieso. Nach und nach bekommt man ein klareres Bild von ihm.

Wie gesagt, der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm und die Autorin hat interessante Charaktere kreiert. Vor allem die erste Hälfte hat spannende und interessante Szenen, die die Geschichte vorantreiben.

Aber ab der zweiten Hälfte lässt es langsam nach und die Handlung plätschert dahin, ohne dass viel passiert, das meine Aufmerksamkeit halten kann. Ich hatte das Gefühl, vieles würde sich wiederholen oder wurde in die Länge gezogen, sodass es anstrengend zu lesen war.

Die beiden großen Wendungen im Buch waren auch nicht besonders überraschend. Die Autorin hat genügend Hinweise gestreut, damit man als Leser relativ leicht, selbst darauf kommen kann. Eine der Wendungen fand ich auch eher unglaubwürdig, die andere war sehr klischeehaft. Als es dann zu den dramatischeren Handlungen überging, konnte mich die Geschichte emotional aber auch nicht mehr packen. Das Ende war vorherzusehen und hat mich leider auch nicht wirklich berührt.

Ich weiß nicht, woran es lag, dass ich keinen Draht zu der Geschichte aufbauen konnte. Vom Konzept her mochte ich sie, der Schreibstil und die Charaktere waren sehr gut, aber emotional konnte sie mich nicht abholen.

Bewertung vom 08.10.2018
Ein Herz voll dunkler Schatten / Victorian Rebels Bd.2
Byrne, Kerrigan

Ein Herz voll dunkler Schatten / Victorian Rebels Bd.2


sehr gut

Er ist der Schatten in der Dunkelheit. Sie ist sein Licht. - Christopher Argent ist der gefragteste Auftragskiller im British Empire. Seine Kindheit und Erlebnisse im brutalen Newgate Prison in London hat sein Leben geprägt. Gefühle sind für ihn ein Fremdwort. Dann bekommt er den Auftrag, die aufstrebende Theaterschauspielerin Millie LeCour zu ermorden. Doch etwas hat diese Frau an sich, dass Christopher zum ersten Mal einen Auftrag nicht ausführen kann.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Victorian-Rebels-Reihe. Er kann aber problemlos als eigenständiges Buch gelesen werden.

Eine große Stärke des Buches ist die glaubwürdige und nachvollziehbare Entwicklung der Charaktere. Vor allem bei Christopher Argent hat die Autorin dies gut umgesetzt. Eigentlich hält er nicht viel von Gefühlen, ganz zu schweigen von Zärtlichkeit und Liebe. Die Wandlung wurde gut dargestellt und man konnte seine Zerrissenheit und seine wachsenden Gefühle zu Millie auch wirklich spüren. Bei Millie hätte es mir gefallen, wenn man es noch besser verstanden hätte, warum sie sich in Christopher verliebt, obwohl er ein Mörder ist. Es gab dahingehend ein paar gute Szenen, aber ihre Gefühle waren für mich nicht immer ganz greifbar. Trotzdem war die Anziehungskraft zwischen den beiden Protagonisten sehr deutlich.

Neben der Liebesgeschichte ging es auch um Millies Geheimnis, das eigentlich gar nicht so groß ist und auch eher weniger spektakulär. Des Weiteren wird ein kleiner Kriminalfall eingebaut. Es tauchen Leichen von Frauen auf und gleichzeitig sind ihre Söhne verschwunden. Da hätte man etwas mehr Fokus darauf legen können, da es wirklich nur am Rande behandelt wurde. Die Auflösung für den Fall war nämlich eigentlich interessant und überraschend aufgebaut.

Ansonsten gab es auch ein paar spannende Szenen und Situationen, in denen die Geschichte richtig Fahrt aufgenommen hat. Mir hat zudem die düstere Grundstimmung der Geschichte gefallen. Das einzige, das mich wirklich immer mal wieder gestört hat, war die Sprache. Die Autorin hat viele übertriebene Vergleiche angestellt und oft eine blumige Ausdrucksweise verwendet. An einigen Stellen war es mir einfach zu pathetisch. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Bewertung vom 06.10.2018
Unverfrorene Freunde
Pütz, Klemens; Batarilo, Dunja

Unverfrorene Freunde


ausgezeichnet

Pinguine sind beliebte Motive. Sie sind ja auch putzig und niedlich. Dabei herrschen aber oft Klischees über die Seevögel vor. Mit diesem Buch möchte Klemens Pütz mit den Vorurteilen aufräumen und auf diese besonderen Tiere aufmerksam machen. Denn die Pinguine brauchen Freunde.

Das Buch untergliedert sich in drei große Teile. Zuerst wird behandelt, was Pinguine an Land machen. Das umfasst zu großen Teilen das Balzen, die Paarung und das Brüten. Im zweiten Teil geht es ins Wasser. Es wird aufgezeigt, was Pinguine fressen, wo sie ihr Futter herbekommen und was für Strecken und Wanderungen sie dafür zurück legen müssen. Im letzten Teil geht es darum, warum und wieso Pinguine gefährdet sind und wie ihnen geholfen werden kann.

Das Buch ist toll geschrieben. Man hat oft gar nicht das Gefühl, ein Sachbuch zu lesen, sondern einfach die Erzählungen und Erfahrungen von Klemens Pütz zu folgen. Er mischt die Fakten und Zahlen mit amüsanten und auch spannenden Anekdoten aus eigenem Erleben. Das Buch ist gut strukturiert und nachvollziehbar aufgebaut. Hin und wieder gibt es kleine Informationsboxen, die noch detaillierten auf bestimmte Dinge eingehen. Im Mittelteil befinden sich zudem einige vierfarbige Bilder von Klemens Pütz selbst, damit man sich die Pinguine auch besser vorstellen kann. Ein besonderes Detail fand ich auch die Vor- und Nachsatzkarten, die das Gebiet um die Antarktis zeigen.

Das Buch hat mich so einiges über Pinguine gelehrt. Es sind solch individuelle und interessante Tiere. Nicht alles ist immer schön, was man erfährt, aber es ist nun mal Fakt, dass der Mensch stark in das Ökosystem eingreift und auch die Pinguine davon betroffen sind.

Ein tolles und sehr informatives Buch für alle Pinguin-Fans, die die es noch werden wollen oder sich einfach weiterbilden möchten.

Bewertung vom 20.09.2018
Im Tal des Feuers / Arlo Finch Bd.1
August, John

Im Tal des Feuers / Arlo Finch Bd.1


ausgezeichnet

Zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester zieht Arlo Finch in das kleine Städtchen Pine Mountain. Irgendwas scheint jedoch mit dem Bergdorf und den Wäldern herum nicht zu stimmen. Arlo begegnet merkwürdigen Tieren und einem Mädchen, das nur er sehen kann. Als er den Rangern beitritt, findet er in Indra und Henry Wu schnell gute Freunde, die ihm bei der Aufklärung der Vorgänge helfen.

Ich gehe bei Bewertungen nicht oft auf die Gestaltung der Bücher ein, aber vor allem Kinderbücher bilden da eine Ausnahme – und dieses besonders. Nicht nur das Cover ist toll gemacht, mit kleineren Elementen, die erst auf den zweiten Blick auffallen. Auch im Inneren tauchen immer wieder die schönen Zeichnungen auf und ergänzen die Geschichte hervorragend. Der Zeichenstil passt einfach gut zur Atmosphäre des Buches.

Der Autor schreibt mit viel Detail ohne, dass es zu überladen wirkt und man kann sich die Umgebung und Landschaften immer gut vorstellen. Auch wenn die Geschichte eher gemächlich anfängt, werden immer wieder magische Elemente mit eingebaut und wecken so die Neugier und Spannung.

Ein großer Aspekt im Buch sind die Ranger. Es werden viele Informationen dazu gegeben und obwohl ich mich für dieses Thema nicht sonderlich interessiere, fand ich es dennoch interessant zu lesen und bietet eine gute Grundlage für Arlos Abenteuer.

Ab Mitte des Buches kommt auch richtig Spannung auf und die Magie ist jetzt wirklich greifbar zu spüren. Schön finde ich auch, dass Freundschaft, Zusammenhalt und Teamwork ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind. Der große Showdown – wenn man es so nennen möchte – war vielleicht etwas zu einfach gelöst, aber da es sich um ein Kinderbuch handelt, fand ich es dennoch gut gelöst.

Ein magisches Abenteuer für Groß und Klein mit einer tollen Gestaltung.