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Benutzername: Franzi303
Wohnort: Jesendorf bei Schwerin
Über mich: Buchbloggerin, Ehefrau, Pendlerin und mehr :)
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 65 Bewertungen
Bewertung vom 13.06.2021
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
Schwab, V. E.

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue


ausgezeichnet

Gleich zu Anfang sei gesagt, dass Addie LaRue nicht chronologisch spielt, sondern immer wieder in der Zeit vor und zurück springt. Ich fange jedoch für meine Rezension chronologisch an. Adeline "Addie" LaRue wird 1691 in Villon-sur-Sarthe in Frankreich geboren und wächst dort auf. Ihr besonderes Markenzeichen sind sieben Sommersprossen in ihrem Gesicht, die wie ein Sternbild aussehen. Addie zeichnet unheimlich gerne und liebt die Geschichten ihres Vaters. Nach einer Fahrt mit ihm nach Le Mans möchte Addie die Welt entdecken. Doch ihre Eltern wollen, dass sie heiratet. Ein Horror für die 23-jährige Addie, also betet sie zu den Göttern, wird jedoch von den falschen erhört. Addie will frei sein und viel mehr Zeit haben. Und so schließt sie am 29. Juli 1714 eine Abmachung mit dem Teufel.

Von nun an lebt Addie LaRue, bis sie nicht mehr will, und muss danach dem Teufel ihre Seele überlassen. Doch für ihre Freiheit bezahlt Addie auch einen hohen Preis, und das ist das titelgebende Problem: Addie führt quasi ein unsichtbares Leben, denn niemand kann sich an sie erinnern, sobald Addie außer Sicht ist. Menschen vergessen sie, jedoch vergisst sie nichts, erinnert sich an alles, was sie erlebt hat. Und so beginnt Addies Leben durch die Jahrhunderte. Sie lernt viele Menschen kennen, durchlebt viele Epochen und beeinflusst die Kunst, hinterlässt so eine kleine Spur in der Geschichte. Denn Addie kann nichts aufschreiben, es gibt keine Bilder von ihr. Sie kann nur inspirieren, ganz nach dem Prinzip, das auch im Buch mehrmals erwähnt wird: "Ideen sind hartnäckiger als Erinnerungen".

Während des Lesens habe ich mich natürlich schon gefragt, wie das Buch enden wird, da ich schon gehört hatte, dass 'Das unsichtbare Leben der Addie LaRue' ein Einzelband ist, auch wenn sich mehrere Lesende eine Fortsetzung wünschen würden. Und ich irgendwie auch. Auch wenn Addie LaRues Geschichte kein Fantasybuch ist, so ist es doch irgendwie magisch und besonders, einprägsam und einfach wunderbar. Addie durchlebt die verschiedenen Epochen und Zeiten, Kriege und Seuchen. Auch die Themen Homo- und Bisexualität sowie ausufernder Alkohol- und Drogenmissbrauch werden thematisiert. Addie trifft berühmte Persönlichkeiten wie Voltaire und Beethoven, und sie erfährt mehr über den mysteriösen Schatten, den sie Luc nennt. Mit ihm liefert sie sich ein zermürbendes Katz-und-Maus-Spiel sowie viele hitzige Wortgefechte. Die Beziehung zwischen den beiden ist so interessant. Sie entwickelt sich, da Luc der Einzige ist, der sich an sie erinnert.

Ich würde hier gerne noch mehr ins Detail gehen und darüber schreiben, was alles noch so passiert und wie schockiert ich darüber war, aber ich möchte nicht spoilern und die Spannung bzw. die überraschenden Momente vorwegnehmen, weshalb ich es hierbei jetzt belasse. Das Buch ist in sieben Teile unterteilt. Über jedem neuen Kapitel ist der Ort und das Datum zu lesen, damit wir wissen, wo und wann wir uns gerade befinden. Vor jedem der sieben Teile ist eine Besonderheit der Kunst zu sehen, die im Laufe des Teils erklärt wird. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines unbeteiligten Erzählers, was mir sehr gut gefallen hat und sich auch fließend lesen ließ. Dies war mein erstes Buch von V.E. Schwab, und ich habe es geliebt. Der Schreibstil ist sachlich, ehrlich und zum Teil auch sehr aufwühlend, aber dafür sehr angenehm zu lesen. Mir wird Addie LaRue auf jeden Fall in Erinnerung bleiben. Ich werde mich sehr gerne an ihre Geschichte erinnern.

'Das unsichtbare Leben der Addie LaRue' ist ein aufwühlender, magischer, einprägsamer und einfach wunderbarer Roman über eine junge Frau, die nicht vergessen werden will. Sie möchte Spuren hinterlassen. Bei mir hat sie das auf jeden Fall, denn ich liebe Addies Geschichte. Ich möchte sie euch alle ans Herz legen. Und auch wenn der Einstieg mit den Zeitsprüngen vielleicht etwas merkwürdig und verwirrend sein mag, am Ende ergibt alles ein großes Ganzes. Und das ist Addies wundervolle Geschichte.

Bewertung vom 24.02.2021
365 Tage / Laura & Massimo Bd.1
Lipinska, Blanka

365 Tage / Laura & Massimo Bd.1


gut

Massimo Torricelli bekommt alles immer, was er will, denn er ist das Oberhaupt der italienischen Familie Torricelli, einer mächtigen Mafiafamilie. Vor mehreren Jahren wäre er auf einer Schießerei fast gestorben, doch die Vision einer wunderschönen Frau hat ihn gerettet. Die Idee dafür ist irgendwie etwas ... merkwürdig, aber Nun sieht er diese Frau, nach der er jeden Tag gesucht hat, in der Realität am Flughafen, und will sie natürlich gleich für sich und sie entführen. Keine wirklich gute Art und Weis, um seine Traumfrau kennenzulernen, aber nun gut. Nun zu Laura. Laura ist 29 und hat jahrelang in der Hotelbranche gearbeitet. Gerade als sie sich auf die Position des Sales Director hochgearbeitet hat, hat sie gekündigt, weil ihr langweilig war und sie Burn-out bekam. Sie ist irgendwie auf der Suche nach einem Abenteuer. Und das erlebt sie jetzt auf jeden Fall, nur eben nicht mir ihrem Freund Martin.
Laura trifft also auf in Italien auf den geheimnisvoll attraktiven Mann, der sie mit 'Hast du dich verlaufen, Kleines?' begrüßt. Er ist wie ein besessener Stalker, der sie unbedingt haben will. Und Laura fühlt sich auch irgendwie von Massimo angezogen, er macht sie an, obwohl er sie und ihre Familie bedroht. Das ist schon ziemlich krank, von beiden. Doch Laura will Massimos 'Spiel' mitspielen. Und das geht leicht, da sie andauernd Champagner trinkt. Der Alkoholkonsum in diesem Buch ist der Wahnsinn. Ich selbst habe nichts gegen Alkohol, trinke selber gerne welchen, aber hier ging mir der ständige Champagnerkonsum echt auf den Keks. Gerade weil Laura herzkrank ist, sollte sie nicht so viel trinken. Das ist schon irgendwie verantwortungslos von ihr. Meist endet ein Kapitel übrigens, indem Laura in Ohnmacht fällt. Das ging mir ebenfalls ziemlich auf den Keks. Und dass sie das Eine denkt und das Andere tut, ist meistens auch nicht nachvollziehbar. Von der 'selbstbewussten' Laura ist da leider nicht viel zu sehen. Und als ihr die Gelegenheit gegeben wird, freigelassen zu werden, nutzt sie diese Chance nicht mal.
Laura, die sich zu Massimo hingezogen fühlt, aber sich auch irgendwie nicht sicher ist, ob sie das alles wirklich will. Massimo, der sehr besitzergreifend und eifersüchtig ist, weil er 'seine Herrin' gefunden hat, sie liebt (oder eher begehrt) und sie nicht verlieren will. Deswegen manipuliert er sie, kauft ihr Designerklamotten, und mehr, um sie gefügig zu machen. Die beiden sind wie Eis und Feuer, sie sind heiß aufeinander, reizen sich gegenseitig und stacheln sich auf. Dann gibt es Sex ... oder Streit. Teilweise sind die Sexszenen übrigens meiner Meinung nach wirklich gut und sexy geschrieben, teilweise sind sie aber auch einfach nur ziemlich vulgär. Wie ein schneller ... zwischendurch.
Ich weiß, dass Buch und Film von vielen scharf kritisiert werden, und ich möchte das hier in meiner Rezension gerne noch kurz thematisieren. In '365 Tage' geht es hauptsächlich um Entführung sowie um psychische und sexuelle Gewalt, die romantisiert wird. Natürlich ist so etwas im echten Leben eine Straftat und in keiner Weise in Ordnung, aber das Buch ist Fiktion. Ebenso wie Fantasy- und andere Geschichten ist die Geschichte in '365 Tage' Fiktion. Als Leser*in sollte niemand dies zu ernst nehmen. Ja, es ist eine gewöhnungsbedürftige und für manche abartige Fiktion, aber es ist Fiktion. Über Entführung und Gewalt haben auch schon andere Autoren sehr krass geschrieben, nur dann eben unter Dark Romance. '365 Tage' ist nichts für junge Leser und sehr speziell, ähnlich wie 'Fifty Shades of Grey'. Wer '365 Tage' liest, muss mit Gewalt, Sex und dem Stockholm-Syndrom klarkommen. Jedes Genre hat seine Fans, so auch Bücher wie dieses. Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Ich vergebe drei Sterne.

Bewertung vom 31.01.2021
Das Ende der Menschlichkeit / The Loop Bd.1
Oliver, Ben

Das Ende der Menschlichkeit / The Loop Bd.1


sehr gut

Meine Meinung:
Auf 'The Loop' war ich seit der Instagram-Kampagne sehr neugierig. Nicht nur, weil es einen blauen Buchschnitt hat, sondern weil die Story auch sehr interessant klingt. Die Welt, in der Luka lebt, ist wirklich nicht schön. Und der Loop ist noch schlimmer, so grauenvoll und brutal. Luka ist seit über 736 Tagen im Loop - das sind über zwei Jahre! Und ich habe mich gefragt, was er getan hat, um in diesem Hochsicherheitsgefängnis zu landen. Das erfährt man noch, ich verrate es hier aber natürlich nicht. Viele Jugendliche sitzen im Loop, manche sind verrückt, andere brutal und gewalttätig. Durch die hohen Wände sehen sie sich jedoch nie. Wärterin Wren ist da auf jeden Fall ein Lichtblick im Loop. Sie ist freundlich, eine wirklich liebe Person. Und sie versorgt Luka mit Büchern wie 'Harry Potter' und 'Der Herr der Ringe', um aus der schrecklichen Realität zu fliehen, da musste ich sie einfach gernhaben :)

Und dann ist ja noch die wöchentliche Analyse- und Diagnoseperiode von 'Happy', die drei Stunden andauert, und in denen der 'Loop' nicht überwacht wird. Die schönsten drei Stunden der Woche, vielleicht könnt ihr euch denken, wieso. Dann kommt Kina in den Loop, und Luka freundet sich mit ihr an, zeigt ihr, wie es im Loop so funktioniert zu überleben. Doch dann ändert sich die wöchentliche Routine, denn 'Happy' verspätet sich. Auch kommt ein neuer Aufschub für die Insassen, was bedeutet, dass sie ihre Exekution aufschieben können. Wer ablehnt, wird exekutiert. Doch der Aufschub ist meistens ein schmerzhafter medizinischer Eingriff. Eine grausame Sache. Die ganze Stimmung in dem Buch ist erdrückend, weil es einfach so eine krasse Story ist.

Nun kommt es zu Technik- und Stromausfällen im Loop, ein Ausbruch scheint so möglich. Und als es dann soweit ist, realisieren sie, dass irgendetwas nicht stimmt. Menschen drehen durch, beginnen, andere zu töten. Ein Virus scheint die Menschen befallen zu haben. Luka erlebt viel in der Welt außerhalb des Loops, doch er muss auch um sein Leben kämpfen. Es passiert so viel, alles Schlag auf Schlag, es gibt totale Überraschungen, viel Action und krasse Wendungen. Gerade zum Schluss ging mir das Ganze aber leider etwas zu schnell. Irgendwie wird die Geschichte ab dem letzten Drittel sehr ... abgedreht und crazy. Vielleicht ging es auch nur mir so, aber mit so einem absolut krasses Verlauf habe ich echt nicht gerechnet. Ich musste das Ende auch eine Weile sacken lassen, weil es so viel Input war, der etwas schwer zu verstehen und zu realisieren war.

Die Geschichte ist übrigens aus Lukas Sicht in der 'Ich'-Perspektive erzählt. Luka selbst ist ein mutiger Protagonist, der viel auf sich nimmt und genommen hat, um die, die er liebt, zu schützen. Er ist mir sehr sympathisch, ich konnte mit ihm mitfühlen, habe mit ihm gelitten und war auch mit ihm geschockt über den Verlauf, in der auch eine KI eine wichtige Rolle spielt. Das Ende ist ziemlich krass, und lässt noch viel Potenzial für die Folgebände. Es hat mich sprachlos zurückgelassen, der Untertitel, 'Das Ende der Menschlichkeit', passt auf jeden Fall sehr gut zur Geschichte, und ich bin mega neugierig, wie es mit Luka weitergeht.

Meine Bewertung:
'The Loop' hat mich mit seiner krassen Geschichte in seinen Bann gezogen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich es durchgesuchtet, denn es ist einfach auf keiner Seite langweilig, sondern immer spannend, auf eine krasse Szene folgt die nächste. Jedoch fand ich es zum Teil sehr viel auf einmal, so viel zu verarbeiten, weil es zum Teil ziemlich abgedreht war, was da so abgeht. Insgesamt gibt es von mir vier Sterne für 'The Loop'.

Bewertung vom 24.01.2021
Klugscheißer Royale
Steffens, Thorsten

Klugscheißer Royale


sehr gut

Die Geschichte:
Der 28-jährige Timo Seidel arbeitet beim ProTrend-Kundenservice, und ist ein kleiner, nein, ein großer Klugscheißer. Er ist genervt von seinem Job, bei dem er während seiner Studentenzeit hängen geblieben ist, da er mit vielen Menschen zu tun hat, die sich nicht so gut wie er artikulieren und mit der Grammatik umgehen können. Als ihm gekündigt wird und seine Freundin Cleo mit ihm Schluss macht und auszieht, kommt Timo in der Realität an. Er merkt, wie teuer das Leben eigentlich ist. Doch dann bekommt er ein Jobangebot als Lehrer, den er annimmt. Nun darf er sich offiziell Klugscheißer nennen.

Meine Meinung:
Als mir der Autor Thorsten Steffens per Mail sein Buch zum Rezensieren angeboten hat, war ich gleich Feuer und Flamme; auch wenn ich zur der Zeit gerade für meine Prüfungen für eine Weiterbildung lernen musste. Doch ich finde selbst, dass ich manchmal ein kleiner Klugscheißer bin, Familie und Freunde in ihrer Aussprache, Rechtschreibung und Grammatik verbessere. Also musste ich dieses Buch einfach lesen. Gleich am Anfang lernen wir Timo kennen. Er arbeitet im Callcenter und ist von diesem Job einfach nur genervt, da die Anrufenden sich meist nicht korrekt ausdrücken können, ihn nicht verstehen (wollen) und natürlich meistens auch keine Kundennummer zur Hand haben. Timo lässt seinen Frust dann gerne mal an den Anrufenden aus, sodass ihm bald gekündigt wird.

Nun steht er da, ohne Job und ohne Freundin Cleo, die ihn am gleichen Tag verlassen hat. Nun muss er zum Arbeitsamt und Arbeitslosengeld I beantragen. Schon bald merkt Timo, wie viel sein Leben eigentlich kostet: Miete, Steuern und Versicherung für sein Auto, Lebensmittel... All das hat vorher Cleo für ihn geregelt, nun ist er auf sich allein gestellt. Zu lesen, wie Timo das realisiert, ist schon sehr amüsant. Er muss einige Dinge opfern, um sich noch ein wenig 'Luxus' leisten zu können. Cleo verschwindet auch nicht aus seinem Leben. Bei einem Essen mit Freunden lernt Timo ihren neuen Freund Frederik kennen. Und diese Unterhaltungen/Wortgefechte mit ihm sind herrlich zu lesen und sehr amüsant :D Dann bekommt Timo ein Jobangebot als Lehrer an der Abendschule, das er annimmt. Von nun an ist Timo der titelgebende Klugscheißer.

So erfährt Timo, wie es im Lehrerzimmer zugeht, da er als einziger Mann im Kollegium der Hahn im Korb ist. Er kämpft mit zickigen Kolleginnen, einer Affäre und seinem Klugscheißern, da Timo einfach nicht die Klappe halten kann und klugscheißern muss, wo es nur geht. Das ist zum Teil sehr lustig, zum anderen aber manchmal auch nervig und unbefriedigend. Wenn Timo dann mal die Möglichkeit hat, jemandem die Meinung zu geigen, wird von seinem Gegenüber zurückgeschlagen. Timo ist ein Klugscheißer, weiß es aber eben auch nicht immer besser, zumindest nicht in allen Lebenslagen.

Insgesamt hat mir 'Klugscheißer Royale' wirklich gut gefallen. Es war ein lustiges Lesevergnügen mit Timo und seinem Sarkasmus, wurde zum Teil aber auch dramatisch, womit ich nicht gerechnet habe. In vielen Situationen konnte ich mit Timo fühlen. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band mit Timo weitergeht, nachdem er am Ende eine wichtige Entscheidung trifft. Und ich darf abschließend auch zum Klugscheißer werden, denn ein paar Schreibfehler habe ich in dem Buch auch entdeckt ;) Nobody is perfect... Vielleicht habt ich in dieser Rezension ja auch ein paar Fehler eingebaut ;)
Ach, und übrigens, schaut mal bei Thorsten Steffens auf der Webseite vorbei, denn dort könnt ihr euch das erste Kapitel als Hörprobe vom Autor selbst vorgelesen anhören. Herrlich! :D

Meine Bewertung:
Mit 'Klugscheißer Royale' hat Thorsten Steffens einen amüsanten und sarkastischen, aber auch dramatischen Roman erschaffen, in dem wir Timo auf seinem Weg zum offiziellen Klugscheißer begleiten. Mir hat das Buch gut gefallen, es bekommt von mir vier Sterne.

Bewertung vom 11.12.2020
Liadan
Pavlo, Catalia

Liadan


sehr gut

Das Cover:
Das Cover sieht dem ersten Band sehr ähnlich. Es zeigt wieder eine junge Frau in dunkelroter Kleidung mit Mantel, diesmal jedoch mit einem Schwert in der Hand, und spiegelverkehrt. Sie steht wieder auf einer erhöhten Felsformation und schaut in den roten Nebel, der vermutlich Feuer darstellen soll. Es ist ein kämpferisches Cover, das auch wieder gut zur Geschichte und eben zum ersten Band passt.

Die Geschichte:
Liadan ist nach den Geschehnissen aus dem erste Band nun Cajus' Ehefrau und somit Königin von Tioran. Doch sie fühlt sich nicht wirklich wohl, und will für eine kurze Reise in ihre Heimat, nach Alandria, um dort eine Seherin aufzusuchen. Währenddessen will der Schattenkönig Asael seinen Sohn Devias aus der Gefangenschaft der Lichtelfen zurück. Als er Devias zurückbekommt, plant Asael, die magische Barriere zur Menschenwelt zu zerbrechen, um Liadan einen Besuch abzustatten und ihr einen Ring zu geben. Cajus und Liadan begeben sich auf die Suche nach der zweiten Hälfte des Steins, unwissend, dass das Zusammenbringen der beiden Steinhälften eine Macht entfesselt, die die Welt zerstören könnte ...

Meine Meinung:
Im zweiten Band der 'Liadan'-Reihe geht es genauso spannend zu wie im ersten. Liadan ist nun Königin, wird aber nicht so wirklich vom Volk als diese akzeptiert. Sie sehnt sich nach ihrer Heimat Alandria, weshalb sie dorthin reisen möchte. Und dann beginnt das neue Abenteuer. Ihre Aufgabe ist es nun, die zweite Hälfte des Steins des Ewigen Lichts zu finden. Zusammen mit Cajus macht sie sich auf die Suche, doch Asael, der auch auf der Suche nach der zweiten Steinhälfte ist, hat noch ein Ass im Ärmel, und entführt Liadan. So muss sich Cajus wieder allein auf die Suche machen. Er trifft auf seiner Reise auf Zwerge, Schicksalselfen, Feen und Götter. Es ist eine spannende, actionreiche Reise, die wir mit Cajus erleben. Wir erfahren auch endlich, warum Asael die beiden Hälften des Steins zusammenbringen soll und was es eigentlich mit den Schicksalselfen auf sich hat.

Auch die Ehe zwischen Liadan und Cajus wird auf eine harte Probe gestellt, denn Liadans Gedanken und Gefühle werden beeinflusst. Von wem und warum werde ich hier natürlich nicht verraten. Aber es wird auf jeden Fall noch sehr dramatisch und spannend und krass. Und dann die Wendungen, die für mich nicht vorhersehbar waren ... Ihr merkt, ich bin begeistert von der Entwicklung der Geschichte. Es werden Opfer erbracht, es gibt einen großen Kampf und einen Showdown, der es in sich hat. Mir hat dieser zweite und Abschlussband besser gefallen als der erste, denn hier komme ich in eine bekannte Welt zurück, kenne vieles schon. Auch wenn einige neue Wesen auftauchen, so bin ich damit nicht überfordert gewesen. Es hat Spaß gemacht, Liadan und Cajus auf ihre Reise zu begleiten. Und es wurde sogar auch lustig; ich sage nur 'Schladramaus'. Zusammengenommen ist 'Von Schatten geküsst' ein guter und würdiger Abschluss der Dilogie, auch wenn er ziemlich offen endet. Doch ich weiß, dass es noch Spin-Offs geben wird, die Geschichte ist also noch nicht ganz zu Ende erzählt ...

Meine Bewertung:
Mit 'Liadan - Von Schatten geküsst' endet die Dilogie um Liadan (und Cajus). Und dieser zweite Band ist vollgepackt mit Spannung, Lügen, Verrat, Liebe und vieles mehr, so dass jede Seite eine Überraschung ist und es nie langweilig wird. Von mir gibt es vier sehr gute Sterne.

Bewertung vom 24.11.2020
Liadan
Pavlo, Catalia

Liadan


gut

Die Geschichte:
Nach einer durchzechten Nacht erfährt Prinz Cajus von Tioran, dass sein Bruder Janes getötet wurde. Schuld an seinem Tod soll die Prinzessin von Alandria, Liadan sein. Cajus' Stiefvater und König von Tioran, Täves, befiehlt Cajus, Liadan zu fangen und sie zu ihm zu bringen, damit sie ihre gerechte Strafe erhält. Cajus und seine Kameraden können sich auch in das Schloss von Alandria einschleusen und die Prinzessin entführen, doch danach läuft es nicht mehr so gut. Zuerst werden sie von Trollen und Sumpfjungfern angegriffen, Liadan wird von einem Drachen entführt, sie landet bei Nymphen und schließlich beim König der Schattenelfen, Asael, der mit Liadan einen alten Fluch brechen will ...

Meine Meinung:
Die 'Liadan'-Dilogie ist die Debütreihe von Catalia Pavlo. Es geht um die Königreiche Alandria und Tioran, um Alandrias Prinzessin Liadan und Tiorans Prinz Cajus. Die Geschichte beginnt mit dem Mord an Cajus' geliebten Bruder Janes. Schnell scheint die Täterin gefunden: Liadan, die Prinzessin von Aladria, die bereits einen früheren Verehrer vergiftet haben soll. Cajus soll sie nun aufspüren und zu seinem König und Stiefvater Täves bringen. Sie zu entführen gelingt ihm auch, und ab da wird es eine fantasievolle Reise. Leider wurde ich dann in eine Fantasywelt geworfen, die mich überfordert hat. Es werden in kürzester Zeit sehr viele neue Charaktere mit unterschiedlichen Namen sowie viele unterschiedliche Wesen vorgestellt. Das ging mir leider zu schnell, und es waren einfach zu viele Infos, die da auf mich einprasselten.

Liadan ist eine starke junge Prinzessin, die dank ihres besten Freundes Liberio mit dem Schwert umgehen und sich verteidigen kann. Sie kann sehr frech und vorlaut sein, was sie in Cajus' Beisein auch ist. Ihre Wortgefechte sind wirklich toll und lustig, sehr schön zu lesen. Cajus ist ein junger Prinz, der sehr unter dem Tod seines geliebten Bruders Janes leidet. Er wurde vom König immer gedemütigt, da er nicht dessen leiblicher Sohn ist. Cajus hatte es nicht leicht, doch nun kann und muss er zeigen, was in ihm steckt, indem er tut, was Täve ihm befielt. Eine Garde von Kämpfern begleitet ihn, darunter sein bester Freund Mardon sowie die Wachen Osees, Cornelius und Phillipe. Besonders Osees wird noch eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Wir begleiten Liadan und Cajus auf ihrer Reise, die sie mal trennt und dann wieder vereint, um sie dann wieder auseinanderzureißen. In der Zeit, in der sie zusammen sind, lernen sie sich besser kennen, und auch wenn sich Cajus noch nicht sicher ist, was er Liadan glauben kann und was nicht, kommen sich die beiden Königskinder näher. Für mich war die Beziehung zwischen Liadan und Cajus jedoch nicht wirklich nachvollziehbar. Sie mögen sich anfangs nicht, zicken sich ziemlich häufig frech an, und auf einmal küssen sie sich. Ich konnte die Anziehung der beiden füreinander leider nicht fühlen. Mit der Autorin habe ich viel über ihr Buch geschrieben, und sie hat mir dann auch erklärt, dass sie beim Schreiben natürlich wusste, wann und wie der Funke übergesprungen ist. Aus der Geschichte ging das meiner Meinung nach jedoch leider nicht hervor.

Insgesamt ist Band 1 der 'Liadan'-Dilogie ein guter Fantasyauftakt, bei dem es zwar noch ein paar Dinge zu verbessern gibt, der aber trotzdem spannend und voller Fantasie steckt. Das Ende hat mich etwas überrascht, aber natürlich muss es einen Cliffhanger für den zweiten Band geben. Und der ist sehr gut gelungen, denn ich bin neugierig auf den Folgeband :)

Meine Bewertung:
Mir hat der erste Band der zweiteiligen Fantasy-Reihe über Prinzessin Liadan ganz gut gefallen, jedoch gab es bei diesem Debüt ein einige Schwächen, die ich nicht übersehen konnte. Von mir gibt es deshalb drei gut Sterne.

Bewertung vom 05.06.2020
Vampirya: Rain & Aidan (eBook, ePUB)
chaela

Vampirya: Rain & Aidan (eBook, ePUB)


sehr gut

Das Cover:
Das Cover ist so schön. Es zeigt die Gesichtshälfte einer jungen, stark geschminkten Frau, die von verschiedenne bunten Blumen umrahmt ist. Selbst auf der Wange ist noch eine leichte Verzierung zu sehen. Das Cover besteht aus den Farben Violettrot, Lavendel und Türkis/Zyanblau. Sehr schöne und vor allem starke, intensive Farben. Ich finde es echt hübsch.

Meine Meinung:
Dies ist der erste Dystopie-Roman von der lieben Chaela, die ich noch von ihrer großartigen Twilight-Fanfiction kenne, die sie mal auf meiner Twilight-Fanseite veröffentlicht hat. Es ist eine Dystopie, die aktuell 38 Jahre in der Zukunft spielt. Viele Menschen sind zu Vampiren geworden, die in der Unterwelt Vampirya leben, da sie durch die Sonnenstrahlen nicht mehr an der Oberfläche leben können. So lebt auch Rain dort, eine junge Frau, die das 'Blutbrötchen' betreibt, eine Bäckerei im Bahnhof. Dort gibt es Brot, Brötchen und Kaffee mit oder ohne Blut, je nachdem, wie es dem Käufer gefällt. Rain hat keine Familie, aber zwei sehr gute Freunde, Maggie und Luc. Dann wird bei Rain im Laden eingebrochen.

So trifft Rain zum ersten Mal auf Aidan, der sich vor den Vampiren versteckt. Sie lernen sich besser kennen und freunden sich an. Man merkt schnell, dass Rain neugierig auf Aidan ist, dass sie wissen will, wie es 'oben' so ist. Denn sie hat einen Traum: Sie möchte den Regen auf ihrer Haut spüren und im Regen tanzen. Deshalb auch ihr Name. Das und ihre Vergangenheit werden auch noch mal in der Geschichte erklärt, da gehe ich hier nicht weiter drauf ein. Sie lügt ihre Freunde an, um Aidan zu schützen, zu dem sie immer tiefere Gefühle hegt. Und auch Aidan hat Gefühle für Rain, sodass es kommt, wie es kommen muss: sie verlieben sich ineinander. Ich muss zugeben, dass mir das etwas zu schnell ging und ich die Anziehung der beiden leider nicht so ganz nachvollziehen konnte.

Rain lernt die Welt von Aidan und seine Familie kennen, erfährt, wie es an der Oberfläche so zugeht, und entdeckt, dass die Menschen es nicht so wirklich gut dort haben. Sie hassen die Vampire, denn sie sind Schuld an der ganze Situation. Und Rain kann nunmal nicht verheimlichen, dass sie ein Vampir ist, und zum Überleben Blut braucht. Ihr Leben verändert sich nun für immer, sie kann nicht vergessen, was sie gesehen hat, und was sie weiß. Sie ist ein mutiger Vampir, sie hat ein gutes, reines Herz, auch wenn sie ein Vampir ist, und sie ist mir echt sympathisch. Sie gibt alles für die Personen, die ihr wichtig sind. Ebenso ist Aidan ein sehr sympathischer Charakter. Nur die Beziehung der beiden miteinander ... wie gesagt, das kam für mich leider nicht so rüber. Geschrieben ist die Geschichte übrigens abwechselnd aus Rain und Aidans Sicht, was ich sehr gut finde und sich auch gut und flüssig liest.

'Vampirya - Rain & Aidan' ist romantisch und spannend, es zeigt eine neue Welt, in der Vampire nicht in der Sonne glitzern, sondern mit Silber verwundet werden können. Vampire, die in der Unterwelt leben, Menschen, die in der Oberwelt leben und zu Blutabgaben gezwungen werden. Es ist eine interessante Welt, die Chaela da erschaffen hat. Und ich bin sehr gespannt, was im zweiten Band der Reihe, 'Vampirya - Project Eden' geschehen wird, der am 12.06.2020 erscheint.

Meine Bewertung:
Mir hat 'Vampirya - Rain & Aidan' gut gefallen. Eine Welt, in der Menschen in der Oberwelt und Vampire in der Unterwelt leben. Rain trifft auf Aidan, und ihr Leben verändert sich mit der Begegnung. Es ist eine spannende, aber auch romantische Story, die von mir vier Sterne bekommt.

Bewertung vom 19.04.2020
Wie die Schweine
Bazterrica, Agustina

Wie die Schweine


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Die Geschichte spielt in einer Welt, in der ein unbekanntes Virus alle Tiere tötet bzw. fast alle. Es gibt keine Schweine mehr, keine Rinder, Schafe oder Ähnliches. So sucht sich die Menschheit einen Ersatzstoff, und kommt auf die 'glorreiche' Idee, Menschen zum schlachten zu züchten. Wer bis hier gelesen hat, sollte nicht zimperlich sein. Es wird echt krass ekelig und brutal, und darauf möchte ich eingehen. Ich möchte da nur noch einmal vorwarnen. Also, weiter im Text. Es werden Menschen gezüchtet, die dann geschlachtet und als Premiumfleisch gegessen werden. Dies wird der 'Übergang' genannt. Es ist so krass, das zu lesen und zu wissen, dass es bei Tieren, z. B. den bereits angesprochenen Schweinen oder Rindern, genau so gemacht wird.

Die Geschichte dreht sich um Marcos, der in der Schlachterei arbeitet. Früher hat er in der Tierschlachterei seines nun dementen und verwirrten Vaters gearbeitet, nun ist er Angestellter in einer Menschenschlachterei. Er hat vor kurzem einen Schicksalsschlag erlitten, und seinen kleinen Sohn Leo verloren. Seine Frau konnte dies nicht verkraften und ist vorübergehend zu ihrer Mutter gezogen, um von Marcos und dem Haus Abstand zu bekommen. Marcos scheint seine Tätigkeit und die Tatsache, dass Menschen zum Verzehr gezüchtet werden, übrigens nicht zu gefallen. Er hegt Zweifel an dem System, an dem, was er tut. Er isst selbst kein Fleisch mehr, was schon so ein Zeichen ist, und von anderen kritisch gesehen wird. Aber Marcos weiß eben, wo das Fleisch herkommt, wie es mal aussah und wie es getötet wurde.

Geschrieben ist das Buch aus der Erzählerperspektive, also nicht aus Marcos Sicht oder in der Ich-Form. Es sind meist kurze Sätze. Auch den Titel 'Wie die Schweine' finde ich sehr passend gewählt. Menschen werden wie die Schweine gezüchtet und geschlachtet. Ihnen werden die Stimmbänder entfernt, damit sie nicht schreien können. Sie werden zur Fortpflanzung gezwungen, um neues Premiumfleisch zu produzieren. Das Buch ist definitiv ein sehr gutes und lesenswertes Buch für alle, die an dem Thema interessiert sind und/oder (viel) Fleisch essen. Und die Geschichte nimmt einen Verlauf, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Es zeigt die Abgründe der Menschen, wozu sie in extremen Situationen fähig sind. Sie verzehren Menschen, halten sich Menschen, jagen Menschen. Menschen gehen für ihren Fleischkonsum über Leichen, nur sind es hier keine Tierleichen, sondern Menschenleichen. Das ist Kannibalismus. Die Geschichte lässt die Gefühle der Menschen (oder 'Stücke', wie sie häufig genannt werden) häufig erahnen. Die Welt, in der Marcos lebt, kann einen Verbrecher auch zur Bestrafung in die Schlachterei schicken: als Opfer. Ich meine, wie krass ist das denn?

Und auch Tiere haben Gefühle, können Schmerzen spüren und leiden. Das sollte den Tieren erspart bleiben. Ein verantwortungsbewusster Fleischkonsum kann den Tieren viel Leid und Qualen ersparen. Denn je wenige Fleisch gegessen wird, desto weniger Tiere werden gezüchtet und somit geschlachtet. Die Industrie reagiert auf die (große) Nachfrage mit einem entsprechend großen Angebot. Jedes Umdenken, jede positive Verhaltensänderung hilft, dass Tiere besser behandelt werden, und nicht so viele Tiere gezüchtet werden müssen. Kauft, wenn möglich, Fleisch bei einem lokalen Fleischer, nicht beim Supermarkt zum Schleuderpreis. Auch wenn es teurer ist, ihr tut etwas fürs Tierwohl. Esst weniger Fleisch, es gibt heutzutage schon so gute Alternativen.

Zusammengefasst ist 'Wie die Schweine' ein wirklich geniale dystopische Geschichte, die noch lange nachwirkt und mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird. Ich werde mein Fleischverhalten auf jeden Fall überdenken und auch ändern. Und das ist meiner Meinung nach schon ein großer Erfolg des Buches.

Bewertung vom 10.04.2020
Die Tasyar-Chroniken
Ulmer, Jana

Die Tasyar-Chroniken


ausgezeichnet

Das Cover:
Das Cover des zweiten Bandes der Tasyar-Chroniken zeigt wieder die junge Frau mit den dunklen Haaren, diesmal jedoch von der Seite. Der Hintergrund ist braun/gelb. Um sie herum sind diesmal hellblaue Farbspritzer und Blumen zu sehen. Es ist wieder ein super schönes Cover, das super zum ersten Band passt.

Die Geschichte:
Sanya ist nach den Geschehnissen aus dem ersten Band nun Literaturstudentin in New York. Auch ihr Zwillingsbruder Greg und ihre Freunde Casey und Ray studieren in New York. Auch wenn Sanya nicht an den Frieden geglaubt hat, ist sie doch schockiert, als plötzlich Vadim vor ihr steht und ihr Herz will. Sie wird gerettet und reist wieder nach Tasyar, um Kenneth von Vadims grauenvollen Plänen zu berichten. Und dieser entscheidet, dass sie sich erneut Verbündete suchen müssen. Als dann jedoch viele Verbrecher aus dem Gefängnis in Landure entkommen, ist klar, dass sie sich Vadim angeschlossen haben. Mit ihnen hat er eine starke Armee, die nicht vom Töten Unschuldiger zurückgeschreckt ...

Meine Meinung:
Da ich den zweiten Band gleich nach dem ersten gelesen habe, war ich gleich wieder in der Geschichte drin und hatte einen guten Anschluss an die Geschichte. Sanya studiert also mit Greg, Casey und Ray in New York, dank Derek übrigens. Schnell wird es spannend, als Vadim auftaucht und Rache an Sanya üben will: er will ihr das Herz herausreißen. Sie kann sich mit Dereks Hilfe retten und von Vadims Vorhaben an Kenneth weitergeben. Dann geht es los: die Vereinigung muss such wieder zusammenfinden. Doch nicht nur zusammenfinden, sie muss auch noch stärker werden. Und das finde ich super, denn endlich lernen wir die Weiten von Tasyar kennen, zusammen mit ihren unterschiedlichen Wesen: Elfen, Einhörner und Nixen kreuzen Sanyas Weg.

Doch Sanya und ihre Verbündeten stoßen nicht nur auf Verbündete, sondern auch auf Absagen und Verräter, was mich mal mehr, mal weniger überrascht hat. In diesem Band geht es mehr um Sanya und Greg und ihre Abstammung, die noch sehr wichtig für den Verlauf der Geschichte ist. Die Story enthüllt nicht nur Geheimes über Sanya und Greg, sondern beleuchtet auch die Nebencharaktere endlich etwas mehr. So gibt es Rückblicke in Rominas, Hilarias, Andrews und Milans Vergangenheiten, die ich wirklich sehr sehr toll fand. So lernt man die Charakter viel besser kennen und versteht sie besser. Und ich finde, dass gerade Casey sich in diesem Buch sehr verändert und entwickelt. Sie ist mutiger, aber auch aggressiver. Sie lässt sich nichts mehr gefallen, was ich stark finde,

Auch Milan verändert sich vom einem Bösewicht zu einem so liebevollen Charakter, dass ich ihn in mein Herz geschlossen habe. Er hat es nicht leicht gehabt und hat es immer noch nicht, denn er hat mit seiner Verbindung kein gutes Los gezogen. Zwischen ihm und Sanya gibt es dann noch eine besondere Verbindung, die sich mehr und mehr entwickelt. Es wird noch mal sehr interessant, wenn es um die Liebe geht. Mehr kann ich euch dazu nicht verraten, um euch nicht zu spoilern. Sehr interessant war Gregs Entwicklung, die mich zum Ende hin echt schockiert und mich mit einem Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen hat. Und dann das so krasse, actionreiche Ende ... ich war so schockiert und auch traurig, dass ich mich unglaublich auf den dritten und letzten Band der Reihe freue.

Meine Bewertung:
Mir hat Band 2 einen Ticken besser gefallen als Band 1, weil es hier mehr um die Vergangenheiten der Charaktere geht. Der Band hat meiner Meinung nach mehr Tiefgang und auch der Schreibstil ist besser geworden. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen, und das sagt schon einiges. Von daher vergebe ich fünf Sterne.