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Benutzername: Tilman Weigel
Wohnort: Nürnberg
Über mich: Selbst Autor eines Romans, liest neben Phantastik gerne Sachbücher aus dem Bereich Wirtschaft und Politik.


Bewertungen

Insgesamt 12 Bewertungen
12
Bewertung vom 02.09.2019
Die große Heuchelei
Todenhöfer, Jürgen

Die große Heuchelei


schlecht

Leider handelt es sich bei dem Buch vor allem um Vermutungen und Anekdoten, wenig um gut recherchierte Fakten. Todenhöfer ist immer noch so polemisch wie früher als Vertreter der rechten Stahlhelm-Fraktion.

Bewertung vom 02.09.2019
Wie Demokratien sterben
Levitsky, Steven; Ziblatt, Daniel

Wie Demokratien sterben


gut

Leider hält das Buch nicht, was es verspricht. Nur am Anfang gehen die Autoren darauf ein, wie Demokratien sterben. Der Rest des Buches ist eine Abrechnung mit Donald Trump und der Republikanischen Partei. Dabei versuchen die Autoren, obwohl Wissenschaftler, auch gar nicht, ihre Sympathie für die Demokratische Partei zu verhehlen, was sehr unprofessionell wirkt.

Bewertung vom 30.09.2018
Die Hungrigen und die Satten
Vermes, Timur

Die Hungrigen und die Satten


schlecht

Stets bemüht, aber leider nicht wirklich lustig.

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Bewertung vom 25.08.2017
Ich koch dich tot (eBook, ePUB)
Berg, Ellen

Ich koch dich tot (eBook, ePUB)


schlecht

Die Idee ist nicht gerade originell und außerdem nicht besonders gut umgesetzt.

Bewertung vom 21.11.2016
Dialektik Quantität und Qualität II
Duthel, Heinz

Dialektik Quantität und Qualität II


schlecht

Leider ist der Untertitel sehr verwirrend. Mit Poppers "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" hat das Buch nichts zu tun.

Bewertung vom 12.07.2016
Gewalt
Pinker, Steven

Gewalt


sehr gut

Ein anspruchsvolles, aber interessantes, sachkundiges und gut geschriebenes Buch. Das Beste kommt leider zum Schluss, nämlich die Beantwortung der Frage warum es Gewalt gibt, was dabei in unserem Gehirn passiert und warum wir uns trotzdem nicht ständig töten.
Die ersten Kapitel erklärt Pinker zunächst, dass die Gewalt seit Jahrhunderten abnimmt. Kaum eine Gesellschaftsform war - und ist in manchen Gegenden noch - so gewalttätig wie die alte Stammesgesellschaft, die von Romantikern noch immer als heile Welt verklärt wird.
Sachkundig erläutert der Autor, dass sich auch die Zahl der Morde in den vergangenen Jahrzehnten - abgesehen von den 1960er und 1970er Jahren - reduziert hat.
Nur an manchen Stellen verrennt sich Pinker. Beispielsweise wenn er erläutert, dass selbst im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends in den USA nur in einem Jahr mehr Menschen durch Terror starben als in den 1970ern. Doch leider war dieses eine Jahr das Jahr 2001 - und die Morde des 11. September kosteten laut seinen Daten mehr Menschenleben als alle Attentate der 70er Jahre zusammen. Auch beschäftigt er sich lange mit dem neuen Frieden nach 1945 und seinen Ursachen - und geht nur unzureichend darauf ein, dass der auch einfach großes Glück war.
Insgesamt aber ist es ein großer Verdienst, dass er auf die Alltäglichkeit von Gewalt in der Vergangenheit hinweist. Völkermord ist kein Erfindung des 20. Jahrhunderts und viele Kriege der "guten alten Zeit" töteten einen größeren Teil der Bevölkerung als die beiden Weltkriege.
Das ist auch hilfreich mit Blick auf die Gegenwart. Denn vielleicht lautet die interessante Frage gar nicht: "Warum gibt es Kriege auf der Welt" sondern "Warum gab es an vielen Orten lange keine Kriege mehr".

Bewertung vom 07.07.2016
Midlife-Cowboy
Geletneky, Chris

Midlife-Cowboy


schlecht

Zunächst muss man zur Verteidigung des Buches sagen, dass ich bereits noch schlechtere Bücher in der Hand hatte. Außerdem habe ich es nicht fertig gelesen, vielleicht wird es auf den letzten Seiten noch ein gutes Buch.
Was ich aber gelesen habe ist weder geistreich noch unterhaltsam. Statt subtilem Humor gibt es hier Witze aus der Kategorie: Mann pinkelt in Gartenteich, Hund beißt Mann in den Hintern, Frau bekommt erst beim Schwimmen und dann beim Tanzen einen Ellenbogen ins Gesicht und hat deshalb an jedem Auge ein Veilchen.
Deutlich wird an vielen Stellen auch die Distanz des Autors zu seinen Personen. Das Buch hat die Botschaft: "Sehr her, was für erbärmliche Würstchen". Genüsslich breitet der Autor seine dumpfen Vorurteile aus, was den Lesegenuß ebenfalls nicht fördert.
Wenn nicht auf den letzten Seiten alles anders wird ein Buch, das weder Zeit noch Geld lohnt.

Bewertung vom 28.06.2016
Die neue Völkerwanderung - Arrival City
Saunders, Doug

Die neue Völkerwanderung - Arrival City


sehr gut

Um es zusammenzufassen: Ein ausgezeichnet geschriebenes Buch, das viele interessante Denkansätze liefert, allerdings insgesamt eher journalistisch als wissenschaftlich ist.
Lesen sollte es jeder, der sich für die Zukunft unseres Planeten interessiert, auf keinen Fall aber diejenigen, die schon eine fest Meinung haben. Denn das Buch wird sowohl Konservative als auch Linke an manchen Stellen ärgern.
Konservativen wird es nicht gefallen, dass Saunders Konflikte wie den Islamismus vor allen sozial interpretiert, als fehlgeschlagene Ankunft (genauer geht er darauf in Mythos Überfremdung ein). Linke wird es dagegen stören, dass er den Weltuntergang nicht unmittelbar bevorstehen sieht, die Verstädterung nicht für ein vom Kapitalismus hervorgerufenes Übel hält, sondern für die Lösung vieler Probleme und er nicht von der romantischen Verklärung der Subsistenzwirtschaft hält. Das Leben im Slum am Rande einer Megastadt ist meistens besser als das auf dem Land, so seine These. Nicht nur wirtschaftlich, es ist auch freier (vor allem für Frauen und Angehörige von Minderheiten) und wird dem stetigen Bevölkerungszuwachs bald ein Ende bereiten.
Dabei - und das kann man ihm vorwerfen - stützt er sich oft mehr auf Theorien und eigene Erlebnisse als auf Empirie und Wissenschaft. Doch es wäre falsch ihn als oberflächlich zu bezeichnen, Saunders hat viel recherchiert und viel gelesen.
Nur unzureichend trifft der deutsche Untertitel den Kern des Buches. Es geht nämlich nicht um eine neue Völkerwanderung, der Trend in die Stadt ist seit über 200 Jahren zu beobachten. Zuerst in Europa und den USA, heute weltweit. Die weltweite Migration ist deshalb nicht der Anfang vom Ende, wie es der negativ besetzte Begriff "Völkerwanderung" andeutet. Im englischen Original heißt der Untertitel deshalb The last migration - die letzte Migration. Das trifft den Inhalt des Buches auch besser.

Bewertung vom 22.04.2016
Die Plünderung der Welt
Maier, Michael

Die Plünderung der Welt


schlecht

Das Buch von Michael Maier ist leider genau das, wonach es sich anhört: Eine weitere Weltverschwörungstheorie. Wenig Fakten, viele Vorurteile. Das ein großer Teil der Behauptungen den Tatsachen widerspricht, stört den Autor nicht, solange es in sein Ideologie passt.

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