Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Jana
Wohnort: Berlin
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 09.10.2020
Die Unschärfe der Welt
Wolff, Iris

Die Unschärfe der Welt


weniger gut

Für mich ein durchschnittliches Buch. Das Buch ist gut geschrieben, allerdings hat mich die Geschichte nicht so richtig gepackt.

Bewertung vom 09.10.2020
Grenzenlos leben (eBook, ePUB)
Schüle, Geraldine

Grenzenlos leben (eBook, ePUB)


gut

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte von Geraldine Schüle. Sie entstammt einer Zirkusfamilie, war viel auf Reisen und hat demnach viel zu erzählen. Ich habe das Buch gern gelesen, obwohl ich der Clown-Metapher, die sie immer verwendet, um den Sinn des Lebens zu ergründen. mit der Zeit etwas überdrüssig wurde.
Ich denke Geraldine Schüle hat das Buch hauptsächlich für sich selbst geschrieben und sie lässt damit alle Menschen an dem, was sie erlebt hat auf ihre ganz eigene Art und Weise teilhaben.

Bewertung vom 06.06.2020
»Ich schreibe unentwegt ein Leben lang«

»Ich schreibe unentwegt ein Leben lang«


sehr gut

Das Buch beinhaltet im ersten Teil einen kurzen Abriss von Marcel Reich-Ranickiss Leben und im Anschluss folgt ein langes, bisher unveröffentlichtes Inverview von 1985 mit Paul Assall.
Im Interview wird über das Leben von dem berühmten Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki gesprochen und es kommen viele interessante Aspekte seines Lebens zum Vorschein.
Für mich ein lehrreiches und spannendes Buch, das ich jedem, der an Marcel Reich-Ranicki interessiert ist, empfehlen würde.

Bewertung vom 05.06.2020
Promised
Cass, Kiera

Promised


schlecht

Ich hatte schon viel über das neue Buch von Kiera Cass im Stile der „Selecion“-Reihe gehört – aber leider fast nur schlechtes.
Trotzdem wollte ich dem Buch eine Chance geben und sehen, ob es an den Erfolg von „Selection“ anknüpfen kann. Aber leider kann ich das überhaupt nicht bestätigen und muss den Kritikern recht geben.
Die Hauptfigur ist vom ersten Moment an sehr oberflächlich, sie möchte unbedingt den König heiraten und ist ihm gegenüber sehr unterwürfig. Eine äußerst unsympathische Protagonistin bietet nicht den besten Einstieg in ein Buch. Es mag sein, dass Cass im Sinne hatte, die Wandlung der Protagonistin im Buch besonders darzustellen und sie so dem Leser wieder sympathischer zu machen, aber leider wurde diese Wandlung sehr schlecht und unglaubwürdig umgesetzt. In einem Moment ist sie noch in den König vernarrt und im anderen sieht sie einen jungen Mann mit schönen Augen und mit dem sie gut sprechen kann und schon küssen sie sich und haben die große Liebe gefunden. Auch die anderen Figuren, wie die Zofe Delia Grace sind nur sehr lieblos entworfen und es entwickelt sich keine Dynamik zwischen den Personen. Auch der Spannungsbogen im Buch wird zunichte gemacht, indem Hollis, die Protagonistin, recht spontan mit ihrer neuen Liebe allen am Hofe den Rücken kehrt. Meiner Meinung nach ist das Buch viel zu hektisch geschrieben und die Wendungen, die eigentlich Spannung erzeugen sollten, wirken gekünstelt. So auch am Ende des Buches bei der Hochzeit von Hollis und ihrem Silas. Alles ist gut, sie heiraten, alle feiern und plötzlich kommt eine Horde schwarzer Ritter, die sich anscheinende an Hollis` Schwiegereltern rächen will und tötet alle Feiernden bis auf Hollis, ihre Stiefmutter und ihre Schwägerin, die kleine Scarlet. All das das geschieht auf nur wenigen Seiten und der Leser fühlt sich einfach nur überrumpelt. Was es nun genau mit den Rittern auf sich hat wird auch nicht erklärt und so endet die Geschichte.
Meiner Meinung nach wäre es dringet notwendig das Buch zu strecken, die Autorin hätte sich mehr Zeit nehmen sollen, um die Figuren auszuarbeiten und ihre Beziehungen zueinander. Mir kam es so vor, als wollte Cass noch schnell einen Bestseller schreiben, hat gemerkt, dass die Geschichte etwas lahm war und hat schnell noch ein paar vollkommen überzogene „Spannungsbögen“ eingebaut, als hätte sie keine Lust das Geschriebene nochmal zu überarbeiten.
Leider ein absoluter Reinfall.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.05.2020
Kleine Schule des Lebens
Kamphuis, Lammert

Kleine Schule des Lebens


ausgezeichnet

Ich habe gehört, dass dieses Buch vom niederländischen Autor Lammert Kamphuis in den Niederlanden ein Verkaufsschlager war, also war ich gespannt, ob es meine Erwartungen erfüllen konnte.
Und das konnte es absolut, ich stimme den Niederländern zu. Kamphuis beschreibt so unglaublich anschaulich die Gedankengänge und Theorien der großen Philosophen wie Aristoteles, Sartre, Rawls und vieler weiterer und schlägt ganz nebenbei eine Brücke zu unserm alltäglichen Leben.
Wer meint, Philosophie sei trocken, der sollte unbedingt dieses Buch lesen, denn es wird ihn eines Besseren belehren. Wie Kamphuis uns zeigt, hat Philosophie hat sehr wohl etwas mit unserem täglichen Leben zu tun, mit unseren Lebensvorstellungen, unseren Jobs, Freunden und Familie, unseren Entscheidungen, die wir jeden Tag und auch jetzt im Moment treffen. All das ist Philosophie.
Was ich an diesem Buch besonders gelungen finde ist, dass Kamphuis eher Anregungen gibt und weniger vorschreibt. Er stellt die verschiedensten Theorien von den unterschiedlichsten Philosophen vor und stellt sie gegenüber, aber er nimmt sich nicht heraus dem Leser vorzuschreiben, welche die richtige ist und wie man selbst handeln und leben sollte und regt somit zum eigenständigen Denken an. Damit ist es für mich kein Ratgeber a la „wie wird mein Leben besser“, das man einfach wie eine Anleitung liest und dann in ein Schema gequetscht wird, das man in ein paar Tagen oder Wochen sowieso als zu starr findet und keinen der Tipps mehr befolgt. Es nimmt den Leser an die Hand über die eigenen Bedürfnisse nachzudenken, darüber nachzudenken, was einen selbst glücklich macht und lässt freie Hand zu entscheiden, bei welchem der Philosophen man sich vielleicht etwas abschauen möchte, oder auch nicht. Meiner Meinung nach, kann man auch alle der im Buch beschriebenen Theorien ablehnen, aber hat durch die Lektüre des Buches trotzdem einen neuen Blickwinkel und neue Anregungen gewonnen, frei nach dem Motto: Dann weißt du eben, was du nicht möchtest.
„Kleine Schule des Lebens“ zu lesen war für mich wie Balsam für die Seele und bot mir viele neue und interessante Anregungen die Dinge auch einfach mal mit etwas Abstand zu betrachten und von einem anderen Standpunkt aus auf das eigene Leben und das meiner Mitmenschen zu schauen. Ein wirklicher Gewinn für den Alltag.
Ich kann „Kleine Schule des Lebens“ nur empfehlen!

Bewertung vom 27.04.2020
Simone de Beauvoir
Kirkpatrick, Kate

Simone de Beauvoir


ausgezeichnet

Inhalt

„»Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht«, schrieb Simone de Beauvoir. Sie war Philosophin, Schriftstellerin, Existenzialistin und eine feministische Ikone. Ihre Romane erhielten renommierte Literaturpreise und »Das andere Geschlecht« hat die Art und Weise, wie wir über Geschlechtergrenzen denken, für immer verändert. Kate Kirkpatricks Buch ist die erste Biografie von Simone de Beauvoir seit der Veröffentlichung ihrer Briefe und der frühen Tagebücher – vor allem die erst kürzlich erschienenen Briefe an ihren Geliebten Claude Lanzmann werfen ein neues Licht auf ihre Beziehung zu Jean Paul Sartre. Kirkpatrick beschreibt kenntnisreich und spannend, wie sich Beauvoirs Denken und ihr Selbstverständnis entwickelt haben.“

Meine Meinung

Simone de Beauvoir war für mich schon immer eine unglaublich interessante Frau und Philosophin, über die ich unbedingt mehr wissen wollte. Ich habe mir von diesem Buch viel erhofft und meine Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Kate Kirkpatrick zeichnet in ihrem Buch das Leben der Simone de Beauvoir sowohl erzähltechnisch als auch thematisch großartig auf. Als Leser hat man das Gefühl Beauvoirs Lebensweg zu begleiten, ihre Freunde kennenzulernen und ihre (zeitweise sehr verworrenen) Beziehungen zu verstehen. An keiner Stelle des Buches wollte ich aufhören zu lesen, wie ich es von anderen Biografien kenne.
Die Autorin muss alles, was sie über Simone de Beauvoir und ihre Weggefährten finden konnte, gelesen, durchdacht und gebündelt haben zu einer großartigen Biografie, die den Mythos Simone de Beauvoir ein wenig entzaubert und Uns in die Gedankenwelt der Französin eintauchen lässt.

Fazit

Für mich ein sehr gelungenes Buch, das sich auch kritisch mit Beauvoir auseinandersetzt und ihre persönliche, intellektuelle sowie politische Entwicklung genau betrachtet. Ein Muss für jeden, der sich für Simone de Beauvoir interessiert oder einfach nur ein interessantes Buch mit Mehrwert lesen möchte. Ich kann es nur empfehlen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.09.2017
Von Schwalben und Mauerseglern
Folkens, Marlies

Von Schwalben und Mauerseglern


ausgezeichnet

Marlies Folkens Debütroman erzählt von einer Liebesgeschichte - 2 Seelen, die sich gefunden haben, eingewoben in den Alltag der Nachkriegszeit und (was ich besonders gut finde) es dreht sich nicht nur alles um Elli und Georg. Behutsam werden Themen wie Disertation, Schwarzmarkt, die damalige (sehr autoritäre) Erziehung, Ausnahmen von dieser, wie die Beziehung zwischen Elli und ihrem Vater und das Leben Mitte des 20.Jhs zu beschrieben. Folkens hat es m.E. auch geschafft den Tod Ellis Großmutter, wie aber auch das langsame Entstehen der Liebe zwischen zwei jungen Menschen in schwierigen Zeiten sehr echt und einfühlsam zu begleiten - etwas, das Autoren meiner Meinung nach nicht oft gelingt.

Die Geschichte beginnt vor Kriegsende und endet 1949. Der Lesefluss wird ein paar Mal durch kurze Zeitsprünge in das Jahr 1949, an der Ende der Geschichte, unerbrochen, was die Spannung steigert und einen dazu bewegt das Buch auf keinen Fall aus der Hand zu legen! Ich habe das Buch recht schnell, in 3 Tagen, gelesen. Und da ich nur wirklich gute Bücher in so kurzer Zeit lese, muss ich diesem wirklich das beste Zeugnis ausstellen.


Fazit

Historie, Liebe, Auflehnen gegen Autoritäten - mir hat es beim Lesen von "Von Schwalben und Mauerseglern" an nichts gefehlt. Also ein super Buch, für Menschen, die sich mal wieder auf ein spannendes Buch über vergangene Zeiten, die sie selbst womöglich nicht miterlebt haben, einlassen möchten und so Ellis und Georgs Liebe eingebettet in den Lauf der Geschichte begleiten.