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Benutzername: Maria


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Bewertung vom 16.02.2018
Herzenspfade oder wie gelebte Trauer uns stark macht
Seebauer, Beate

Herzenspfade oder wie gelebte Trauer uns stark macht


ausgezeichnet

Das Buch „Herzenspfade“ von Beate Seebauer ist ein handliches Buch mit knapp 150 Seiten. Das Cover finde ich sehr ansprechend, es sind zarte beruhigende Farben. Das Buch hat sozusagen den Weg zu mir gefunden, ich habe ein anderes bestellt, und es kam aber doch zu mir, war wohl ein Missverständnis beim Versand. Als ich es ausgepackt habe war ich zuerst wie erstarrt, weil ich ja genau das Buch nicht wollte. Beim Anfassen sind mir direkt die Tränen gekommen, es war unglaublich. Ich habe dann eine Zeit gebraucht bis ich anfangen konnte zu lesen. Der Tod meines Hundes ist über 20 Jahre her und dann solch eine Reaktion, wenn ich das Buch nur anfasse? Ich habe mir ein wenig Zeit gegeben um mich zu sammeln und bis ich bereit war hinzusehen.

Beate Seebauer ist – falls es jemand noch nicht weiß – Tierkommunikatorin. So finden sich im Buch „Herzensbotschaften“. Diese wurden der Autorin in dieser schweren Zeit von ihrer Seelenhündin Safi und der Tierwelt übermittelt. Sie stellen eine andere, erweiterte Sichtweise dar und bieten Erklärung, Zuversicht und vielleicht auch Trost.

Die Autorin beschreibt und verarbeitet in dem Buch die Trauer um ihre geliebte Seelenhündin Safi, die plötzlich aus dem Leben gerissen wird. Sie vermittelt mit diesem Buch ihren Weg wieder heil zu werden, ich empfinde das ganz zentral in dem Buch, es geht um Heilung, es geht darum, auch nach einem schweren, tragischen, bitteren Verlust wieder zu leben, lachen und glücklich sein zu dürfen.

Am Anfang ist Safi noch am Leben, die Autorin schildert die Ereignisse, ich war gebannt, konnte aber nicht so schnell weiterlesen, ich habe immer gehofft es würde nicht passieren, es war fast schon wie in einem Roman. Ich finde diese Art zu Schreiben sehr bewegend, sie hat mich in ihren Bann gezogen. Beate Seebauer beschreibt die unterschiedlichen Stadien ihrer Trauer, auch wie andere Menschen ihr begegnen, auf welche Reaktionen sie stößt mit ihrer offenen Art mit ihren Gefühlen umzugehen. Im Buch beschreibt sie Meditationen und Übungen, wie die Meditation „Reise ins Regenbogenland“, sie beschreibt wie andere unterstützt werden könnten, ganz simpel mit dem Anzünden einer Kerze oder der Übung „Den Raum halten“ oder auch die „Tier-Rose“. Zwei weitere Übungen sind die „Reise zum inneren Tempel“ und die „Heilung im inneren Tempel“. Es findet sich im Buch auch der Hinweis auf das „Innere Kind“, ebenso verschiedene Dinge um sich und seinem Körper Gutes zu tun, wie Bachblüten, Tieressenzen, Massagen, Strömen usw. welche sie auch einzeln beschreibt. Schlussendlich die Einladung zur Vergebung um innerlich Frieden zu schließen. Dazu leitet sie die Übung „Das Herz befreien“ an.

Ich selbst profitiere sehr von den Übungen und Meditationen im Buch. Diese sind überhaupt nicht auf das Thema Trauer begrenzt, ich finde sie großartig. Sie brauchen keinerlei „Zubehör“, sind ganz einfach zu machen, schön beschrieben und jederzeit umsetzbar. Ich möchte noch erwähnen, dass Beate Seebauer keinen Unterschied zwischen Tier- und Menschenseelen macht. Für mich ist das nicht selbstverständlich, ich habe das als Kind anders erfahren und konnte damals nicht gut damit umgehen. Umso tröstlicher für mich, dass es Menschen gibt, die wie ich empfinden.

Im Buch findet sich viel Unterstützung, viele Gedanken und Hinweise um diese schwere Zeit zu meistern, ich empfehle das Buch jedem. Besonders natürlich all denjenigen, die gerade eine geliebte Seele verloren haben, Tier oder Mensch. Ich finde, dass das Buch nicht auf die Trauer um ein Tier begrenzt werden sollte. Ich hätte das am Anfang auch nicht vermutet, selbst der Hund am Cover hat mich nicht darauf gebracht.

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