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Benutzername: xinchen


Bewertungen

Insgesamt 23 Bewertungen
Bewertung vom 10.02.2019
Ein wirklich erstaunliches Ding
Green, Hank

Ein wirklich erstaunliches Ding


sehr gut

April May und der plötzliche Ruhm

April May, ihre Crew und diese merkwürdigen bzw. erstaunlichen Carls.

Meine Meinung:

Der Schreibstil in der Perspektive der Protagonistin geschrieben, befördert einen sofort in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptfigur April May. Ich glaube, dass nicht unbedingt jeder Geschmack an diesem Stil findet. Er ist eher eigen. Und das natürlich mit der Protagonistin zu tun. April ist eher ein schwieriger Charakter, sie hat große Schwächen und teilweise fand ich es eher schwierig sie sympathisch zu finden. Aber vielleicht macht sie dies auch einfach erschreckend realistisch. Die Nebenfiguren waren teilweise super interessant und besonders. Bei anderen hätte ich mehr Substanz und einfach mehr Entwicklung gewünscht. Auch hätte ich mir mehr Interaktionen zwischen ihnen und April May gewünscht, um wirklich die einzelnen Beziehungen zu verstehen.
Bemerkenswert macht dieses Buch, dass es die Wirkung und den Einfluss von sozialen Medien so in den Mittelpunkt stellt. Häufig wird dieses Thema in anderen Büchern gar nicht erwähnt oder wenn nicht sehr realistisch. Da hilft natürlich, dass der Autor Hank Green einer vom Fach ist.
Dieses Buch mit seiner ganzen Thematik ist wirklich einzigartig. Es war definitiv nicht vorhersehbar.

Fazit:
Definitiv etwas anderes. Sollte man als Leser mal ausprobieren.

Bewertung vom 04.02.2019
Träume & Hoffnung (eBook, ePUB)
Licht, Kira

Träume & Hoffnung (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zieht dich in den Bann

Da das Prequel wirklich nur sehr kurz ist, möchte ich am liebsten auch gar nichts über den Inhalt des Buches sagen aus Angst vor Spoilern. Nur so viel es geht um Mael und Paris :)

Meine Meinung:

Kira Licht schreibt so wunderschön, flüssig und süchtig machend. Man fliegt als Leser gerade nur so durch die Seiten und kann gar nicht abwarten was noch alles passieren wird. Die eingeführten Charaktere waren alles mehr als Stereotypen und jeder einzelne von ihnen hat mich fasziniert. Das Setting Paris in den 20er hat mir auch sehr gut gefallen und immer wieder sind Abschnitte wie Szenen aus einem Buch in meinem Kopf vorbei geflattert.
Die Geschichte war eher ein Prolog als eine in sich geschlossene Geschichte. Es bleiben sehr viele Fragen offen und nach dem Lesen sind eher noch ein paar Fragezeichen dazu gekommen. Das find ich aber nicht unbedingt schlecht, jetzt muss ich nur noch umso schneller Gold und Schatten lesen!

Fazit: Ein kleiner Leckerbissen für alle die Gold und Schatten lesen wollen oder schon gelesen haben! Aber Achtung es ist wirklich sehr kurz, dafür aber sehr schön geschrieben! 4,5 Sterne

Bewertung vom 27.01.2019
Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1
Wolf, Sara

Der Kuss der Diebin / Heartless Bd.1


sehr gut

Sehr gelungen

Um ihre Freiheit bzw. ihr Herz zurück zu gewinnen, muss sie das Herz eines anderen stehlen. Zera, die Dienerin einer Hexe, muss nicht nicht das Herz von irgendjemandem stehlen, sondern das des Prinzen Lucien.

Meine Meinung:

Als großer Fantasyfan bin war dieses Buch genau nach meinem Geschmack. Und zum Glück kann ich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Zwar war der Romantik-Aspekt im Buch sehr voraussehbar, aber die Idee mit den Herzlosen und ihren Hexen fand ich wirklich gelungen und interessant.
Am Anfang hat ich ein wenig Angst, das mir Zeras große Klappe man kann sie auch schlagfertig nennen, schnell auf den Geist gehen könnte. Aber dem war nicht so, sie war ein gut ausbalancierter Charakter mit deutlichen Schwächen. Prinz Lucien hat mir ganz ok gefallen, aber er hätte ruhig ein wenig aufregender sein können, er war mir zu klischeehaft. Andere Nebencharaktere fand ich wiederum sehr spannend und sympathisch.
Sara Wolf schreibt sehr schön flüssig, teilweise hätte ich mir aber gerne manchmal mehr Beschreibungen von der Umgebung gewünscht. Charaktere hat sie dafür umso besser beschrieben. Das Buch habe ich wirklich in einem Rutsch gelesen, da es zwischendurch sehr spannend war und ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt einer Fantasyreihe, die sich aber auch auf jeden Fall noch steigern kann!

Bewertung vom 10.12.2018
Good Night Stories for Rebel Girls Bd.2
Favilli, Elena; Cavallo, Francesca

Good Night Stories for Rebel Girls Bd.2


ausgezeichnet

Wunderbar

Ein Buch mit wirklich außergewöhnlichen Gute Nacht Geschichten über außergewöhnlich mutige Frauen.
Auf über 200 Seiten werden die besten, interessantesten und klügsten Frauen auf dieser Welt vorgestellt. Auf der einen Seite wird immer kurz und knapp ihre Geschichte erzählt und auf der anderen Seite ist ein gemaltes Bild von der Heldin zu sehen.

Meine Meinung:

Schon der erste Band hat mir super gut gefallen und natürlich war mir gleich klar, dass es noch viel mehr Geschichten zu erzählen gibt. Auch in Band zwei gibt es eine gute Mischungen aus Wissenschaftlerinnen, Sportlerinnen, Aktivistinnen, aber auch, ich nenne sie mal Alltagsheldinnen. Jede Geschichte hat das Potenzial junge Mädchen, aber gewiss auch Jungen zu inspirieren. Teilweise hätte ich mir ruhig noch mehr Informationen pro Seite gewünscht.
Einige Heldinnen wie z.B. J.K. Rowling kennt man natürlich schon vorher, aber von vielen anderen Heldinnen, habe ich nun zum allerersten Mal gehört.
Das Buch und die Autorinnen haben sich bemüht Frauen mit den unterschiedlichsten Hautfarben und Ländern zu zeigen, trotzdem finde ich ist die Auswahl sehr stark auf die USA konzentriert. Mehr Diversität würde mir noch besser gefallen! Auch hatte ich vorher gesehen, dass in dieser Ausgabe Angela Merkel eine Seite bekommen sollte, aber anscheinend wurde sie bei der deutschen Ausgabe rausgelassen. Das verwundert mich dann doch ein bisschen! Trotzdem ein tolles Buch mit viel Herz.
Besonders haben mir die Zeichnungen der jeweiligen Frauen gefallen, für jeden Geschmack müsste da etwas dabei sein. Manche finde ich so außergewöhnlich schön, die würde ich mir am liebsten an die Wand hängen. Die Zeichnungen bauen sofort eine Verbindung zum Leser auf und laden zum Träumen ein.

Fazit:

Eigentlich ein Must-Have für jedes Kinderzimmer egal ob Junge oder Mädchen! Ein Buch mit Geschichten,die die Welt verändert haben und die vielleicht ihre Leserinnen, dazu inspirieren das gleiche zu tun!

Bewertung vom 28.11.2018
Mulans Töchter
Vriesekoop, Bettine

Mulans Töchter


gut

Ein Blick auf Chinas Frauen

In Mulans Töchter, beschreibt die Autorin ihre persönlichen Begegnungen mit außergewöhnlichen Frauen in China. Von Schwertkämpferinnen bis zu Sexspielzeugverkäuferin, alle werden von ihr und ihrer Übersetzerin interviewt. Beinahe jedes Kapitel widmet sie einer anderen Frau in China und beschreibt. dabei auch immer ihre eigenen Wahrnehmungen der Personen aber auch der Stadt. Im Mittelpunkt ihre Buches, könnte man sagen, steht die Frage nach der Entfaltung der Sexualität der Chinesinnen.

Meine Meinung:

Es ist schwierig dieses Buch zu beschreiben. Einerseits ist es eine Art Sachbuch, das sich mit einer Forschungsfrage beschäftigt, auf der anderen Seite wirkt es wie eine Art Tagebuch von ihren Erlebnissen in China. Das Buch ist interessant geschrieben und auch die Zitate passen immer gut in den Kontext des jeweiligen Abschnitts.
Meine Erwartungen an dieses Buch waren eindeutig andere. Ich habe nicht erwartet, dass es sich so sehr um die Sexualität der Frauen dreht, sondern allgemein, um die Emanzipation der Frauen. Aber man könnte natürlich anmerken, das diese beiden Hand in Hand gehen.
Während einige Abschnitte super interessant waren und ich gerne mehr erfahren hätte, hatte andere deutliche Längen. Die Autorin benutzt viele Umschreibungen, die ich persönlich nicht alle interessant fand und häufig einfach überlesen habe. Diese Schwankungen zwischen sehr interessanten Gesprächen und Beschreibungen der Umwelt fielen mir auf Dauer negativ auf.

Fazit:

Trotz meiner Kritikpunkte hat mir das Buch als Ganzes gut gefallen und würde es allen empfehlen die mehr über Frauen in China erfahren möchten. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne!

Bewertung vom 30.10.2018
Queen Victoria
Baird, Julia

Queen Victoria


sehr gut

Eine Königin mit zwei Seiten

Julia Baird beschreibt auf fast 500 Seiten das Leben der Queen Victoria. Von ihrer Geburt, ihrer Thronbesteigung in jungen Jahren, ihrer Hochzeit mit ihrem geliebten Albert und seinem all zu frühem Tod. Man lernt allerlei verschiedene Premierminister und andere wichtige Persönlichkeiten der damaligen Zeit kennen. Öfters werden auch Zitate über die Königin und Treffen mit ihr von ihren Zeitgenossen eingebaut, wie zum Beispiel von Charles Dickens oder Florence Nightingale. Die Autorin räumt auch mit den Mythen auf, das Victoria ihre Kinder nicht mochte und nach Alberts Tod sich komplett von allen Aufgaben zurück zog.

Meine Meinung:

Zu Anfang des Buches gibt erst einmal einen sehr hilfreichen und kompakten Stammbau von Victoria und ihrer Familie, auf den ich während des Lesens immer mal wieder zurück gegriffen haben. Victoria hatten schließlich 9 Kinder und unzählige Enkelkinder, da kann es schnell mal unübersichtlich werden, gerade wenn man die Namen immer wieder weitergibt.
Das Buch ist in 5 große Abschnitte unterteilt, die sich jeweils den verschiedenen Lebensabschnitten der Königin gewidmet haben. Man lernt wirklich sehr detailliert alles wichtige über die Königin und über die Menschen, die sie umgeben. Zu Weilen verliert die Autorin meiner Meinung leider ein wenig den Fokus und erzählt zu umfänglich von anderen Personen und ihren Leben.
Auch gab es immer mal wieder Wiederholungen, die nicht unbedingt hätten sein müssen. Manchmal war ich auch von der Zeitreihenfolge verwirrt, da erst der Tod einer Person erwähnt wurde und danach noch einmal eine Sache, die sie getan hat.
Trotzdem schreibt die Autorin sehr flüssig und man vergisst teils, dass es sich um eine Biografie handelt und nicht um einen Roman. Queen Victoria hat ein sehr bewegtes Leben gelebt und war selber eine sehr komplexe Persönlichkeit. Ihr fiel es schwer ihre Rolle als treue Ehefrau mit der der Monarchin unter einem Hut zu bringen. Unter ihre Herrschaft hat sich so vieles in Großbritannien getan, dass eine ganze Epoche nach ihr benannt wurde.
Julia Baird beschreibt nicht nur die guten Seiten von Victoria, sondern berichtet auch über ihr Sturheit und ihre Fehler während ihres Regierens, dadurch zeichnet sie komplexes Bild einer außergewöhnlichen Frau.

Fazit:

Ein sehr detaillierte Biografie mit kleinen Schwächen über eine faszinierende Persönlichkeit über die man noch eine Menge lernen kann!

Bewertung vom 10.10.2018
Unverfrorene Freunde
Pütz, Klemens; Batarilo, Dunja

Unverfrorene Freunde


ausgezeichnet

Pinguin ist nicht gleich Pinguin

Ein ganzes Buch über Pinguine. Am Anfang habe ich mich noch gefragt, gibt es da wirklich so viel spannendes drüber zu schreiben?
Und nach dem Lesen dieses Buches kann ich aus vollsten Herzen sagen: Ja, gibt es.
Klemens Pütz hat es geschafft mir Pinguine, ihre Lage bzw. ihre ganze Welt ans Herz zu legen. Ich würde am liebsten all die neu gewonnen Informationen aus diesem Buch mit all meinen Freunden und Verwandten teilen.
Pütz schreibt ehrlich, manchmal etwas derb und mit einem gewissen Humor, der mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat. Er schafft es seine Inhalte so zu vermitteln, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Selbst wissenschaftliche Abhandlungen waren gut übersichtlich beschrieben.
Es wurden viele wichtige Bereiche angesprochen wie zum Beispiel die Paarung, Aufzucht der Kücken, aber auch die Zukunft der Pinguine.
Ich habe viele neue Informationen gelernt, einer davon ist, dass Pinguin nicht gleich Pinguin ist. Es gibt sie in vielen verschiedene Größen und teilweise auch anderen Farbschattierungen.
Zwei mal im Buch gibt es einige Seiten mit Fotos von Pinguinen oder anderen Orten die Pütz beschrieben hat. Die Bilder haben mir sehr geholfen, die Unterschiede visuell zu verinnerlichen und noch eine stärkere Bindung zu diesen putzigen Tieren aufzubauen.
In diesem Buch lernt man nicht nur vieles über die kleinen schwarz-weißen Vögel, sondern auch über Pütz Werdegang und Karriere, was auch durchaus interessant war.
An diesem Buch konnte ich glücklicherweise nichts zu meckern finden, für mich hat alles gepasst und ich wurde gut unterhalten.
Fazit:

Alles in allem war das Buch eine gute Mischung aus Informationen und unterhaltsamen persönlichen Geschichten des Autors!
Nicht nur für Pinguin-Freunde, sondern auch für solche, die es noch werden wollen! Mein neuer Wunsch ist nun die Falklandinseln einmal selbst zu besichtigen.

Bewertung vom 04.09.2018
Wo alles beginnt / Hazel Wood Bd.1
Albert, Melissa

Wo alles beginnt / Hazel Wood Bd.1


sehr gut

Ungewöhnlich düsteres Märchen
Alice und ihre Mutter sind ständig auf der Flucht, denn egal in welcher Stadt, in welchem Haus sie sind, das Unglück verfolgt sie....
Mehr soll hier gar nicht verraten werden! Ich habe zwar die Leseprobe, aber nicht den Klappentext gelesen und habe mir so einige Spoiler gespart.

Meine Meinung:

Melissa Albert schreibt nicht gewöhnlich, doch trotzdem konnte mich ihre Bildsprache fesseln. Durch ungewöhnliche Vergleiche entstanden vollkommen neue Bilder in meinem Kopf, die mich nicht mehr losliessen. Verwirrungen und Mysteriöses durchlebte ich durch die Protagonistin hautnah, war sie verwirrt so war ich es um so mehr usw..
Das Buch ist ein Märchen in unserer heutigen Zeit, aber es ist ganz klar abzugrenzen von den Disneys Prinzessinnen/HappyEnd. Das Buch geht in Bezug auf Grausamkeit und Düsterheit eher in Richtung der Original Märchen der Gebrüder Grimm.
Thematisch bezieht sich das Buch sowohl auf die "klassischen" Probleme einer Teenagerin als auch auf eindeutig märchenhafte Elemente. Das Buch wirft unter anderem die Frage auf, was sind die Regeln und Spielräume für Märchen!
Man wird sehr gemächlich in die Geschichte reingeführt und hat genug Eingewöhnungszeit, was mir sehr gut gefallen hat. Auch der Spannungsaufbau ist sehr stringent und nicht zu abrupt. Leider wird es mir zum Ende zu hektisch, verwirrend und verworren, da habe ich leider ein wenig den Überblick verloren. Auch sind mir bis heute alle Zusammenhänge nicht ganz ersichtlich.
Die Charaktere im Buch sind schlichtweg allesamt außergewöhnlich und nicht wirklich stereotypisch. Gerade die Titelheldin Alice, ist alles andere als liebenswert. Alice ist eher schwierig und launenhaft, doch trotzdem konnte ich mich mit ihr anfreunden, da sie sich selbst bessern möchte. Die Nebenfiguren waren teilweise sehr undurchsichtig und erst zum Schluss hat sich die ein oder andere Frage geklärt.

Fazit:

Ein düsteres Buch mit starken Märchenelementen, das seine Schwächen hat, aber von einer tollen Idee und einem außergewöhnlichen Schreibstil lebt!
Für alle Fans von mysteriösen Büchern!

Bewertung vom 04.09.2018
Tel Aviv by Neni
Molcho, Haya; NENI

Tel Aviv by Neni


ausgezeichnet

Ein Kochbuch mit Atmosphäre

Wenn man das Kochbuch von Haya und ihren Söhnen in der Hand hält, muss man als erstes lächeln. Die Farben sind fröhlich, auch wenn sie eher ungewöhnlich sind (türkis und orange). Klappt man das Buch auf, findet man als erstes Fotos von den Machern ihres Buches und kleine Steckbriefe über die Individuen, die einen guten ersten Eindruck geben.
Die Fotos im Buch versprühen eine besondere Atmosphäre und wirken immer ein bisschen wie ein Polaroid, trotzdem haben sie eine ganze besondere Strahlkraft. Nicht nur die einzelnen Gerichten wurden ganz wunderbar in Szenen gesetzt, sodass man am liebsten sofort alles selber kochen und probieren möchte, sondern auch die Tel Aviv wird durch besondere Bilder perfekt eingefangen.
Zwischen den einzelnen Gerichten werden immer wieder Personen aus Tel Aviv vorgestellt, die mit Essen zu tun haben. Manchmal sind es Restaurantbesitzer oder Gewürzhändler, aber auch manchmal ein Taxifahrender Foodblogger. Auf meist 2-3 Seiten werden ihre Geschichten und Erfahrungen erzählt, anschließend kann man von einigen sogar die eigenen Gerichte in diesem Kochbuch finden.
Das Kochbuch ist sehr übersichtlich aufgeteilt in vier Bereiche: Gemüse etc.; Grundbestandteile, Fisch, Fleisch und Süßes. In diesem Kochbuch ist wirklich für jeden etwas dabei! Für die Vegetarier gibt es ganz wunderbar einfache Gerichte wie Grüne Shakshuka, das wirklich sehr gut schmeckt. Aber auch Fleischliebhaber kommen beim Langsam Geschmorten Ochsenschwanz auf ihre kosten. Es gibt sowohl leichtere als auch etwas schwierige Gerichte, also ist sowohl etwas für einen Anfänger als auch für einen Profi dabei.
Zu jedem Gericht gibt Haya am Rand noch mal eigene Tricks zur Zubereitung, die sehr hilfreich sein können.

Fazit:
Ein wundervolles Kochbuch mit lauter leckeren Gerichten, aber gleichzeitig ist es so viel mehr. Es erzählt die Geschichten von ganz wunderbaren Leuten und ihre Beziehung zum Essen! Gleichzeitig vermittelt dieses Buch einen ganz wunderbaren Überblick über die Stadt Tel Aviv und ihre Bewohner. Durch fantastische Fotos kommt es mir so vor als wäre ich schon selbst einmal dort gewesen.

Bewertung vom 29.08.2018
Queen of Blood
Myles, Jill

Queen of Blood


sehr gut

Tolle Idee mit Potenzial nach Oben

Seri ist eine Vidari, die als Gänsemagd jeden Tag mehr schlecht als recht zu recht kommt. Als eines Tages die verhassten Besetzer des Landes und ihr Prinz, der die Sonne scheut, das Schloss in ihrer Nähe besetzen, passieren eine Reihe von Ereignissen, die Seri sich auf einmal im Schloss wiederfinden lassen.

Meine Meinung:

Jessica Clare bzw. Jill Myles schreibt fesselnd, fließend und nicht zu ausschweifend. Sie benutzt eine klare Bildsprache und bleibt in ihren Beschreibungen eher zurückhaltend.
Dass die Autorin ursprünglich aus dem Erotikromanebereich kommt, merkt man als Leserin nicht unbedingt. Erotische Szenen beschreibt sie sehr geschmackvoll und zum Buch und zur jeweiligen Situation passend.
Gerade der erste Teil des Buches war sehr spannend und man wollte immer sofort wissen wie es weitergeht. Ich habe wirklich mit der Protagonistin mit gefiebert!
Seri ist ein starke Persönlichkeit, die sich in einer schwierigen Situation wieder findet. Trotzdem schafft sie es sich immer treu zu bleiben und sie verliert auch nicht ihre Witz. Es gab einige Stellen im Buch, bei denen ich wirklich lauthals lachen musste.
Die anderen Figuren sind ganz nett, bleiben aber bis auf den Prinzen eher farblos und eindimensional.
Das größte Manko für mich bei diesem Buch war das überhastete Friede-Freude-Eierkuchen-Ende. Viele Handlungsverläufe, die sehr viel Potenzial hatten, wurde so schnell abgehandelt, dass sich nicht wirklich Spannung aufbauen konnte. Auch tauchten zum Schluss Figuren gefühlte 2 Seiten auf und dann waren sie schon wieder verschwunden, ohne das ihr Auftauchen etwas bewirkt hat.

Fazit:
Das Buch hat eine sehr starke erste Hälfte, schwächelt aber besonders zum Ende hin. Die Autorin hätte mehr draus machen könne, weil sie trotz dem Ende eine sehr spannende Welt entworfen hat und eine sehr tolle Protagonistin. Insgesamt gebe ich 3 1/2 Sterne, die ich aber auf 4 Sterne aufrunde.