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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Ella
Wohnort: Berlin
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Bewertungen

Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 06.09.2021
Scheunenkinder / Fräulein Gold Bd.2
Stern, Anne

Scheunenkinder / Fräulein Gold Bd.2


sehr gut

"Sie war eine Weltenwanderin, stets dazwischen, niemals mittendrin."

Berlin 1923: Ein Jahr ist vergangen, nachdem Hulda, die Hebamme vom Winterfeldtplatz, ihren ersten Ermittlungsanfall angetreten hat. Eines Tages verschwindet ein Neugeborenes, dem Hulda erst vor kurz auf die Welt geholfen hat, doch keinen scheint dies wirklich zu stören, außer Hulda, denn sie sieht, in welchem schlechten Zustand sich die Mutter des Kindes befindet. Gerade Huldas neue Bekanntschaft, der Rabhi der Familie, ist es, der ihr plötzlich zur Seite steht und mit ihr die Suche nach dem verschollenen Kind antritt. Dabei decken die zwei so einige dunkle Machenschaften auf...

Obwohl man beide Teile sicherlich auch unabhängig voneinander lesen kann, da die Fälle um die es geht, in sich abgeschlossen sind, finde ich die Hintergrundgeschichte zu Hulda und ihren Verhältnissen doch auch sehr spannend. Ich mochte Huldas Entwicklung von Band 1 zu Band 2 unglaublich gern. Ich finde man konnte eine gewisse Sicherheit in ihrem Selbstvertrauen im zweiten Band spüren, die im ersten Teil noch nicht so gefestigt war. Hulda ist einfach durch und durch ein liebenswürdiger Charakter, der trotz alledem auch seine Schwächen aufweist und somit für die Leser*in unglaublich nahbar wirkt. Das Setting ist auch dieses Mal wieder grandios beschrieben. Ich habe die Beklemmung regelrecht gespürt, jedes Mal wenn Hulda im Scheunenviertel unterwegs war.

Besonders gut gefallen mit auch die Unterhaltungen zwischen Hulda und Bert, in denen man mehr zu der aktuellen politische Situation der damaligen Zeit erfährt und es die Geschehnisse historisch in einen sehr spannenden Kontext setzt. Bert als Nebencharakter ist gerade in diesem Band sehr faszinierend und ich folge auch seiner Hintergrundgeschichte mit großem Interesse.

FAZIT: Ich bin wirklich sehr gespannt, in welche zwielichtigen Geschehnisse sie im dritten Band geraten wird.

Bewertung vom 05.09.2021
Verflucht / Underworld Chronicles Bd.1
May, Jackie

Verflucht / Underworld Chronicles Bd.1


ausgezeichnet

Ist es zu vermessen “Underworld Chronicles” mit “City of Bones” zu vergleichen?

Bewertung vom 08.06.2021
Der Himmel über der Stadt / Fräulein Gold Bd.3
Stern, Anne

Der Himmel über der Stadt / Fräulein Gold Bd.3


sehr gut

Berlin 1924: Zwei Jahre nach ihrem ersten Ermittlungsfall ist Hulda Gold, die Protagonistin und bereit für den nächsten Schritt in ihrer Karriere. Sie tritt eine Stelle als Geburtshelferin in der neuen Frauenklinik in Berlin-Mitte an. Die Hebamme vom Winterfeldtplatz, wie Hulda einst bekannt wurde, locken die geregelten Arbeitszeiten und ein festes Einkommen, sich neuen Aufgaben zu widmen. Doch wohin Hulda auch kommt, sie findet sich immer hingezogen zu den heimlichen Dramen, verzwickten Machenschaften und kann natürlich ihre bekannte Spürnase nicht davon abhalten, ein wenig mehr erfahren zu wollen. So begibt sie sich, trotz des scheinbar sicherem Umfelds, wieder einmal ungewollt in Gefahr als sie entdeckt, das auch in einer Frauenklinik dunkle Geheimnisse begraben liegen. Inmitten des Trubels merkt Hulda erst gar nicht, das sogar ihr Herz einen zweiten Anwärter bekommt, der mit voller Entschlossenheit alles daran setzt, Huldas Interesse zu wecken...

Der erste und zweite Band der Reihe zählten zu meinen absoluten Lieblingsentdeckungen letztes Jahr, sowohl was die Cover-Gestaltung angeht, als auch die Geschichten an sich. Auch vom dritte Band bin ich wieder total begeistert. Der Schreibstil ist einfach gigantisch. Anne Stern schreibt wirklich sehr mitreißend und detailliert. Sie schaffte es bisher mit jedem Band, dass ein richtiger Film vor meinem inneren Auge ablief (Manchmal durch das Cover inspiriert sogar in schwarz-weiß). Die Schauplätze sind wieder sehr bildhaft und lebendig beschrieben. Ich mochte, wie die Rivalität innerhalb der Klinik, aber auch zwischen der neuen Frauenklinik und der Charité herausgearbeitet wurden. Man spürte richtig von Seite zu Seite, wie die Luft dicker wurde und die Spannung immer weiter anstieg.

Der Leser erfährt auch in diesem Band von so einigen traurigen Einzelschicksalen, erlebt mit Hulda glückliche Momente und begleitet sie in ihrem Alltag als neue Geburtshelferin. Ich glaube gerade der Wechsel des Schauplatzes hat mir besonders gut gefallen und fiel frischen Wind in die Geschichte gebracht. Hulda ist einfach eine Protagonistin, die mit so vielen Facetten geschrieben ist, das sie unglaublich nahbar, ehrlich und somit sehr sympathisch wirkt. Trotz dieser schweren Zeit für Frauen weiß sie sich durchzusetzen. Sie will den Dingen auf den Grund gehen und für schwächer Frauen einstehen und kämpfen. Hulda ist eine sehr eigensinnige und unerschrockene junge Frau, ja manchmal sogar etwas starrköpfig, aber genau das wirkt auch so liebenswert. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist, das man von Band zu Band merkt, das Hulda älter wird. Besonders in diesem Band ist mir aufgefallen, wieviel sie mit den Jahren und ihren neuen Aufgaben über sich hinaus wächst.

FAZIT: “Fräulein Gold - Der Himmel über der Stadt” von Anne Stern ist bisher mein absoluter Lieblingsband der Reihe und ich kann es kaum erwarten diesen Herbst weiter zu lesen.

Bewertung vom 02.06.2021
1984.4
Kerr, Philip

1984.4


weniger gut

Ich bin eher zufällig beim Stöbern durch das aktuelle Rowohlt Programm auf das Buch "1894.4" von Philip Kerr aufmerksam geworden. Da ich gerade erst "1984" von George Orwell gelesen hatte (& mir direkt eine zweite Ausgabe gekauft hatte), war ich nach dem Lesen der Kurzinfo zu dem Buch von Philip Kerr wirklich äußerst gespannt. Da mir das Konzept von "1984" so gut gefallen hat, versprach ich mir wirklich viel von einer modernisierten Version mit dem Zukunftsblick aus unserer Zeit.
Wir schreiben hier nämlich das Jahr 2034 und die WH1 (West-Halbinsel 1 bestehend aus Wales & England) wird mittlerweile vom mysteriösen "Winston" überwacht. Die Protagonistin der Geschichte, Florence, ist mir ihren 16 Jahren bereit ihr Leben nun dem Senior Service zu widmen und begibt dich auf die Burg um ihre Ausbildung anzutreten. Sie soll darin geschult werden ältere Menschen zu enttarnen, denn diese müssen laut Gesetzt eigentlich freiwillig davon scheiden, um die Überpopulation weiter einzudämmen.

Wohl angemerkt, dass das Buch von Georg Orwell mittlerweile zu einem meiner absoluten Lieblingsbüchern gehört, ist natürlich davon auszugehen, das ich mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch herangetreten bin. Besonders sprachlich hat mich das Originalwerk total begeistern können und bei mir sehr starke Emotionen hervor gerufen.

Um es kurz zu sagen: Der Einstieg in das Buch "1984.4" fiel mir sehr schwer, da es mich nicht wirklich fesseln konnte. Ich hatte die Hoffnung, das es mit der Zeit irgendwie noch spannender wird, aber es konnte mich auch im Laufe des Plots emotional nicht wirklich abholen und wurde ab der zweite Hälfte sogar für mich persönlich noch etwas schwächer hinsichtlich des Plots. Die Parallelen zu "1984" sind definitiv vorhanden und auch mit der Teil, den ich am meisten zu schätzen weiß. Auch wenn sie meiner Meinung nach viel stärker hätten herausgearbeitet werden können, da ich hier wirklich viel verschwendetes Potenzial sehe. Das Buch hätte viele Nuancen noch mit einbringen können, die "1984" so außergewöhnlich machen. Leider ist für mich mit das größere Problem, das ich es sprachlich irgendwie flach fand. Mir fehlte die gewaltige Bildsprache und die ausgelösten Emotionen dadurch. Es fühlte sich teilweise eher wie ein Manuskript an, das grob erst einmal die Handlungsstränge umreist, bevor man dem ganzen noch mehr Tiefe verleiht.

FAZIT: Alles in allem bin ich trotzdem sehr froh, den Roman von Philip Kerr gelesen zu haben. Das allgemeine Gedankenspiel den bekannten Roman von Orwell zu modernisieren empfand ich als sehr interessant und durchaus lesenswert, wenn man ein Fan der Werke von Orwell ist. Leider konnte mich das Buch letztendlich nicht so wirklich abholen und dementsprechend wird es mir wahrscheinlich nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben.

Bewertung vom 02.06.2021
Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1
Stern, Anne

Schatten und Licht / Fräulein Gold Bd.1


sehr gut

Berlin 1922: Hulda Gold, eine engagierte Hebamme, ist rund um den Winterfeldtplatz bekannt wie ein bunter Hund. Nicht zuletzt wird sie auch als die gute Seele des Winterfeldtplatz’ betitelt, da sie sehr vielen armen Familien durch die für damalige Verhältnisse schwere Zeit einer Schwangerschaft , sowie der Geburt hilft. Hulda ist eine wirklich sehr selbstbewusste, selbstbestimmte und vor allem mitfühlende Frau.

Ihr erstes Ermittlungs-Abenteuer beginnt, als eine Prostituierte tot aus einem Landwerkskanal gezogen wird. Hulda erfährt von einer Schwangeren, die sie betreut, dass die aufgefundene Frau ihre Nachbarin war und sie einfach nicht daran glaubt, dass diese wirklich Selbstmord begonnen hat. Hulda wird neugierig und beschließt selbst ein wenig zu Recherchieren. Dabei trifft sie auf den ermittelten Kommissar Karl North, der den Fall der Toten aus persönlichen Gründen, doch recht schnell zu den Akten gelegt hat und ihr somit sehr verdächtig scheint. Mit ihrer Hartnäckigkeit katapultiert Hulda sich in so manch brenzlige Situation und triff doch jedes Mal wieder auf den Kommissar. Was es mit ihm wohl auf sich hat?

“Fräulein Gold” von Anne Stern ist ein wie ich finde wirklich gelungener Reihenauftakt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bietet einen guten Mix aus historischem Roman und Krimi, der das Berlin der 1920er-Jahre beim Lesen lebendig werden lässt. Sehr lebhaft und detailliert wird das damalige Leben in all seinen Facetten beschrieben. Besonders die ärmlichen Wohnverhältnisse rund um den Bülowbogen mit all seiner Obdachlosigkeit, Prostitution und katastrophalen Lebensbedingungen beschreibe Anne Stern in so bildhafter Weise, das man sich die Nachkriegszustände glasklar vorstellen kann.

Bewertung vom 02.06.2021
Letzte Entscheidung / Die Arena Bd.2
Barker, Hayley

Letzte Entscheidung / Die Arena Bd.2


ausgezeichnet

Was für ein grandioses Buch. Ich bin richtig froh, dass ich zum Ende des Jahres noch so eine tolle Dilogie gelesen habe und zähle somit beide Bücher zu meinen Jahreshighlights für 2019.

Ich habe das erste Buch absolut geliebt und das hat natürlich die Messlatte für den zweiten Band ziemlich hoch gesetzt. "Die Arena: Letzte Entscheidung" steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach. Es hat alle meine Erwartungen sogar übertroffen und es war im Endeffekt fast noch, als ich erwartet hatte. Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits Band 1 gelesen hatte, wusste ich, dass ich die Fortsetzung so schnell wie möglich lesen muss, denn Teil 1 endete für mich einfach in einem absoluten Cliffhänger. Und nun kann ich nicht anders, als zu spekulieren, ob das letzte Kapitel eine Vorbereitung auf einen potenziellen dritten Teil war... Ich bin einfach auch noch nicht bereit, Ben und Hoshi loszulassen.

Kurz umrissen: Wir befinden uns in einer futuristischen Welt, in der die Menschen in zwei Gruppen, Pures und Dregs, aufgeteilt sind. Die Pures sind die überlegene Gruppe und behandeln die Dregs, als wären sie der reinste Abschaum. Dann gibt es da noch den Zirkus, in dem die Dregs zur Belustigung der Pures‘ auftreten und gefährliche Spektakel vollführen, die oft auch tödlich enden.

ACHTUNG SPOILER:
Band 2 knüpft direkt an die Stelle an, bei der der erste Band mit unseren Hauptfiguren aufgehört hat. Ben und Hoshi konnten fliehen. Der Zirkus inklusive Sabatino liegt in Schutt und Asche. Eine Weile können Hoshi, Ben und Greta entkommen und somit sind sie Tag täglich auf der Flucht. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn dies soll leider nicht so bleiben. Der Zirkus wird wieder aufgebaut und er wird schrecklicher und schlimmer werden als je zuvor, denn nun unterliegt er der Gunst Vivianne Banes.

Was mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, ist das unsere Protagonisten Ben und Hoshi zudem sehr zeitig im Buch voneinander getrennt werden und erst sehr spät im Buch wieder aufeinander treffen. Die Dynamik der zwei ist einfach zu schön gewesen im ersten Band. Für den Fortlauf der Geschichte war es jedoch absolut notwendig, damit wir an den verschiedenen Fronten erfahren, wie es nun weiter gehen wird.

FAZIT: Absolutes Highlight - ich werde diese Reihe definitiv noch einmal lesen und auch zukünftig nach weiteren Werken von Hayley Barker Ausschau halten.

Bewertung vom 02.06.2021
Cryptos
Poznanski, Ursula

Cryptos


ausgezeichnet

Für mich war “Cryptos” von Ursula Poznanski definitiv eines meiner absoluten Top Kandidaten in diesem Jahr. Ursula Poznanski rutscht damit in die Liste meiner absoluten Lieblingsautor*innen.

Es handelt sich hierbei um einen dystopischen Jugendthriller mit einige Sci-Fi Elementen rund um das Thema Virtual Reality. Die Erde ist durch den Klimawandel nicht mehr bewohnbar und so flüchten sich die Menschen mittels Ganzkörperanzügen & Helmen in virtuelle Realitäten. Unsere Protagonistin Jana ist eine von vielen Weltendesigner*innen und somit ist ihre Aufgabe die Überwachung aller Bewohner in den von ihr erschaffenen Welten. Doch plötzlich verschwinden immer mehr Bewohner aus genau ihren Welten und sind im System nicht mehr aufzufinden. Jana macht sich große Sorgen und begibt sich eigenhändig auf die Suche nach der Ursache des Problems. Plötzlich gerät sie zwischen zwei Fronten, von denen sie nicht einmal ahnte, das sie existieren…

Das Worldbuilding jeder einzelnen Welt ist einfach so faszinierend, der Plot umglaublich fesselnd und dazu noch erschreckend aktuell. Ich hätte gern noch stundenlang mit Jana durch die einzelnen Welten wandern können, sehr schade, dass es sich hier nur um einen Einzelband handelt. Ich weiß jetzt schon, dass ich dieses Buch noch das ein oder andere Mal re-readen werden! Jana als Protagonistin dieser Geschichte war mir von der erste Seiten an unglaublich sympathisch. Ich mag es, dass sie nichts auf sich sitzen lässt. Sie ist neugierig, mutig und sehr clever und begibt sich auf eine Quest der ganz eigenen Art einerseits um die Mordfälle aufzudecken, andererseits um steht versteckt zu bleiben und ihr eigenes Leben zu retten.

FAZIT: "Cryptos" ist ein unglaublich fesselndes und vor allem action-geladenes Buch und für mich ein wirklich gelungener Jugendthriller.

Bewertung vom 02.06.2021
Code: Elektra
Engstrand, Maria

Code: Elektra


gut

Zwischen Glauben und Wissenschaft steckt immer auch ein Fünkchen Magie

“Code Elektra” von Maria Engstrand ist der zweite Band der Lerum-Trilogie.

SPOILER: Das Orakel ist gefasst, Elektra geht es gut und in Lerum kehrt wieder Ruhe ein - zumindest bis an Halloween plötzlich ein neuer mysteriöser Brief auftaucht und Malin und Orestes erneut vor einem Rätsel stehen. Sie wissen immer noch nicht, wer das sagenumwobene Rutenkind nun sein soll, ist es wirklich Elektra oder doch Orestes oder vielleicht sogar Malin? Und was hat es mit dem verschwundenen Mädchen Mesina auf sich?

Ich habe das Buch in nur einem Tag ausgelesen. Die Lerum-Trilogie ist bisher eine sehr einzigartige und gleichzeitig informative Geschichte, die sich vor allem mit dem Entschlüsseln von Codes und Chiffren befasst. Obwohl es sich auch hier um eine Suche nach Hinweisen (Quest) und dem Lösen von Rätseln handelt, habe ich bisher noch nichts Vergleichbares gelesen. Tatsächlich gefiel mir der zweite Teil nochmal um einiges besser als der erst, so dass ich gespannt auf den finalen Band “Code Mesina” warte. In dem ersten drittel des Buches bekommt der Leser nochmal eine kurze Zusammenfassung und einige Rückblicke zum ersten Band, weswegen man hier auch nach Monaten einen sehr guten Anschluss an die Geschichte findet. In meinen Augen ist Maria Engstrand auch mit „Code Elektra“ ein wundervoller Mystery-Krimi für jung und altgelungen. Was mir im zweiten Teil wirklich sehr gut gefallen hat, ist die spürbare Entwicklung von Malin und Orestes. Man merkt, das sie mit ihrem Alter und ihren Aufgaben wachsen.

FAZIT: Ich hoffe der letzte Band wird sehr schnell übersetzt, da ich unbedingt wissen will, wie die Geschichte rund um Malin, Orestes und nun Mesina ausgeht.

Bewertung vom 02.06.2021
Sturmläufer / Zane gegen die Götter Bd.1
Cervantes, J. C.

Sturmläufer / Zane gegen die Götter Bd.1


sehr gut

„Sturmläufer – Zane gegen die Götter“ ist ein neuer Jugend-Fantasy-Roman, der im originalen vom Rick Riordan Presents Imprint veröffentlicht wurde und nun mit der Übersetzung von Ravensburger Bücher auch den deutschen Lesern zugänglich gemacht wurde.
Ich, die von Rick Riordan bisher noch kein einziges Buch gelesen hat (es aber nun definitiv nachholen wird) war von diesem Buch sehr überrascht.

Der Protagonist der Geschichte, Zane Obispo wohnt zusammen mit seiner Mutter, seinem Onkel und seiner Hündin Rosie ziemlich weit abgelegen in New Mexiko. Wie wir zu Beginn der Geschichte erfahren, wurde Zane ein Jahr lang Zuhause unterrichtet, da seine Mutter ihn aus der Schule genommen hat, nachdem er dort wegen seinem Handycap oft gemobbt wurde. Nun soll Zane jedoch auf eine neue Schule gehen und darauf freut er sich überhaupt nicht. Viel lieber lernt er Zuhause für sich allein und geht mit Rosie auf Streifzüge zum Vulkan hinter seinem Haus. Denn von diesem wird er fast magisch angezogen. Was Zane nicht weiß, ist das dieser Vulkan ein Geheimnis der Maya verbirg und das sein Schicksal unwiderruflich mit dem Vulkan in Verbindung steht. Dann taucht auch noch plötzlich dieses geheimnisvolle Mädchen Brooks, das er in der Schule gesehen, bei ihm vor der Haustür auf. Sie muss Zane dringend vor etwas warnen…

Das Buch begann für ein Jugendbuch meiner Meinung nach ziemlich langsam, konnte aber mit der Zeit an Spannung aufbauen, weshalb mir die Handlung zum Ende hin immer mehr Spaß bereitet hat.
Während bei Rick Riordan die griechische Mythologie im Fokus steht, tauchen wir bei „Sturmläufer“ ein in die Mythen der Maya. Ich habe durch mein Studium im Fach Kryptologie bereits ein wenig über die Maya gelesen und erinnere mich deshalb an einige Grunddaten, muss aber auch gestehen, dass die Sagen und Mythen der Maya mir schon immer sehr komplex erschienen und für viel Verwirrung geführt haben.

Zane war jedoch als Charakter und Held der Geschichte absolut bezaubernd. Ich habe so viel Neues über die Maya und die gesamte Mythologie gelernt und dieser Teil gefiel mir auch mit am aller besten.
Auch gefiel mir Zanes Entschlossenheit Brooks zu retten und Rosie zu finden. Er ist ein sehr treuer Freund und auf ihn ist immer Verlass. Die Reise auf die sich Brooks, Zane und sein Onkel machen war voller kleiner Mini-Abenteuer. Was mir ein bisschen gefällt hat war das Gefühl von Spannung. Irgendwie stieg und sank meine Lust auf das Buch mit jedem neuen Kapitel, weswegen ich etwas länger als gewöhnlich für das Buch gebraucht habe. Zudem fehlte mir ein bisschen der Humor in dieser Geschichte. Als Leser konnte ich mich nicht oft in die Geschichte du Zane reinversetzen um die Dinge wirklich aus seiner Perspektive zu sehen. Ich fühlte mich eher wie ein Außenseiter, der in diese Welt nur einen Einblick bekommt.

FAZIT: Toller Einblick in eine andere Kultur, neue Mythen und interessante Charaktere, aber ein bisschen langatmig erzählt.

Bewertung vom 02.06.2021
Left to Fate. Die Ausgesetzten
Trutnau, Gloria

Left to Fate. Die Ausgesetzten


ausgezeichnet

Es war grandios!
Alles an diesem Buch hat für mich einfach gestimmt. Es mag sein, dass ich voreingenommen bin, da ich mich gerade so oder so in dem Genre Dystopie Zuhause fühle und deshalb wahrscheinlich etwas mehr Freude an der Geschichte hatte, als so manch anderer. Nichtdestotrotz finde ich es, gerade weil es ein Debutroman ist, eine wirklich grandiose Leistung. Wobei ich finde, dass der Titel „Left to Fate. Die Ausgesetzten“ der Geschichte vielleicht nicht ganz so gerecht wird.
Der ausschlaggebende Grund, wieso ich es ursprünglich vor einigen Wochen bereits auf meine Wunschliste gesetzt hatte, war das unglaublich schöne Cover. Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch nämlich nicht durch Bookstagram, sondern durch eine Amazon Empfehlung. Der Klappentext hatte es mir dann voll und ganz angetan.

Der Schreibstil gefiel mir persönlich sehr gut. Ich kam wirklich sofort in die Geschichte rein, hatte einen super guten Lesefluss und war durchweg gespannt, was nun als nächstes passieren wird, da es immer wieder überraschende Wendungen gab. Die Umgebung, die Menschen, die Schauplätze, wirklich alles war so gut beschrieben, ohne wirklich zu sehr ins Detail zu gehen, aber genau so viel, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte und wortwörtlich einen Film im Kopf gedreht habe.

Die Protagonistin Samantha war mir sehr sympathisch und ganz besonders haben es mir einige der Randfiguren angetan, die trotz alledem nie zu kurz gekommen sind und mir daher mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen sind.
Die Handlung an sich ist zwar nichts Neues und erinnerte mich besonders am Anfang sehr an Divirgent, Maze Runner und Royals, aber durch den Spannungsbogen war ich trotzdem nie ganz vorbereitet auf das, was mich noch erwartete. Teilweise konnte man es vorhersehen und wiederum manchmal haben mich die Plottwists so überrascht und aus dem Konzept gebracht, dass ich gerade zum Ende hin, das Buch oft zugemacht habe und es angeschrien habe, weil ich nicht wahr haben wollte, was gerade passiert ist und was wahrscheinlich gleich passieren wird. Das Ende hat mich wirklich geflasht. Ich war glücklich, aber gleichzeitig auch unglücklich und irgendwie emotional überladen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass aus diesem Buch mal ein Film entstehen könnte, den ich mir auf jeden Fall ansehen würde.

Fazit: Ein atemberaubendes Lese-Erlebnis - fesselnd, bewegend, und erschreckend realistisch.