Autor: bücher.de
Datum: 01.01.2022
Tags: Empfehlung, Kinderbuch des Monats

Meine Gartenfreunde. Die kleine Biene

Wer summt denn da im Garten? Im schönsten Sonnenschein fliegt die kleine Biene schon im Frühling ganz emsig von Blume zu Blume. Sie sammelt den leckeren Nektar, aus dem sie mit ihren Schwestern den süßen Honig macht. Selbst im Herbst ist das Bienchen unterwegs und nimmt dabei kleine Gartenfreunde mit auf ihre Reise. Und im Winter? Da wird sich im Bienenstock ganz eng zusammengekuschelt. Ein …
Buch mit Papp-Einband
8,00 €


Kinderbuch des Monats

Meine Gartenfreunde: Der kleine Igel/Der kleine Marienkäfer/Die kleine Biene/Die kleine Meise

Mutig steckt die kleine Biene ihren Kopf aus dem brummenden Bienenstock und fliegt zum ersten Mal in den Garten. Dort entdeckt sie bunte Frühlings- und Sommerblumen und die süßen Früchte des Herbsts, bevor sie sich zum Winter wieder in den Stock zurückzieht. Wie auch die Blaumeise, der Igel und der Marienkäfer die Natur während der vier Jahreszeiten erleben, davon erzählen die Bilderbücher der neuen Reihe „Meine Gartenfreunde“.

Was?

Die vier Bände sind als allererste Sachbücher für die Kleinsten konzipiert: In den schwungvollen Reimen wird leicht verständliches Wissen über einheimische Insekten und andere kleine Tiere vermittelt. Auch die niedlichen Bilder geben einen realistischen Eindruck von der Natur im Garten wider. Mit den „Gartenfreunden“ begegnen Kleinkinder so ihrer Umwelt auf Augenhöhe.

Wie?

Die Reihe ist Teil des neuen Programms „Oetinger Natur“, das nachhaltige Produktion mit naturnahen Themen verbindet. Beispielsweise wird darauf geachtet, dass die Transportwege kurz oder die Materialien vom Recycling-Papier bis zur Farbe auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und schadstofffrei sind. Durch die „Braunpappe“ entstehen nebenbei eine markante Optik und Haptik. Außergewöhnlich ist auch der fünffarbige Druck, der neben bunten Farben auch Weiß einsetzt.

Für wen?

Die robusten Pappbilderbücher begeistern Kleinkinder ab 18 Monaten und sind nicht zu groß, um auch unterwegs dabei sein zu können.

Von wem?

Die Texte zu allen vier Büchern hat die Kinderbuchautorin Carla Häfner konzipiert und gereimt. Im Interview mit buecher.de verrät sie mehr über die Entstehung und ihre sonstigen Projekte. Für die grafische Gestaltung der Reihe wurden zwei Illustratorinnen engagiert: Kathrin Wessel, die unter anderem für den Zeichentrickfilm „Tomte Tummetott und der Fuchs“ nach Astrid Lindgren mitverantwortlich war, hat die Bücher über den Marienkäfer und den Igel illustriert. Die Grafikdesignerin Sandy Lohß übernahm nach ihrem Buch „Ab ins Bett, kleine Tierkinder!“ hier die beiden Titel zur Biene und zur Meise.

Und weiter?

Unter dem Label „Oetinger Natur“ sind auch das Bildwörterbuch „Affe, Bär und noch viel mehr“ über Tiere aus aller Welt und „Ein Baum für Piet“ erschienen. Letzteres ist die Geschichte eines Eichhörnchens – erzählt von niemand Geringerem als Bestsellerautor Peter Wohlleben zusammen mit seiner Tochter Carina Wohlleben.

Autoreninterview

Interview mit Carla Häfner zur Reihe „Meine Gartenfreunde“

Ihre neue Buchreihe stellt einheimische Tiere vor, die Kinder selbst in der (Stadt-)Natur beobachten können. Welche Tiere haben Sie hier ausgesucht und warum?


Tatsächlich war es bei diesem Projekt andersherum. Oetinger ist an mich herangetreten, ob ich denn Lust hätte, bei der Buchreihe mitzuwirken. Und da habe ich sofort „ja“ gesagt, weil mich die Idee begeistert hat. Die Auswahl der verschiedenen Tiere war für mich stimmig, und bei mir sind gleich viele schöne Bilder im Kopf entstanden.

Aus der Sicht des Tieres wird jeweils ein ganzes Jahr erzählt. Wie haben Sie die Geschichten entwickelt, sodass sie in wenige Sätze passen?

Ich lese immer erst sehr genau über die einzelnen Tiere und überlege mir stichwortartig, welche Charakteristika ich unbedingt einbringen möchte und welche Szenen ich mir dabei vorstellen könnte. Basierend auf diesem Gedankengerüst entwickle ich dann die Reime. Mir war es beim Schreiben der „Gartenfreunde“-Bücher wichtig, dass selbst bei einem Buch für die Allerkleinsten die Reime nicht „leer“ sind, sondern die Kinder auf altersgerechte Art und Weise schon etwas lernen über die Tiere – dass es also nicht nur Reim-, sondern auch schon erste Sachbücher werden.

Kann man die in Reimen verfassten Bücher auch singen? Haben Sie das schon getestet?

Uh, das ist eine Frage. Das habe ich tatsächlich gar nicht getestet, obwohl ich ja auch schon viele Kinderlieder geschrieben habe. Grundsätzlich würde es sicherlich gehen, weil es ja immer ein ähnliches Reimschema ist. Einen Versuch wäre es also wert!

Die Reihe wird von Kathrin Wessel und Sandy Lohß liebevoll illustriert. Wie lief die Zusammenarbeit ab?

Die Zusammenarbeit lief perfekt. Die Auswahl der zwei Illustratorinnen für die Reihe war sehr glücklich. Mir gefallen beide Illustrationsstile. Beide Illustratorinnen haben – auf unterschiedliche Art und Weise – die Texte wunderschön in Szene gesetzt. Das Zusammenspiel von Text und Bildern ist gut gelungen, finde ich.

Die Marke „Oetinger Natur“, in der die Bücher erscheinen, steht für vorbildlich nachhaltige Buchproduktion. Entsteht dabei nebenbei auch eine neue Ästhetik?

Absolut! Ich finde, dass die Wahl eines Recyclingpapiers einfach wunderbar zu so einem Naturbuch passt. Das unterstützt noch einmal die Naturnähe, die man ausdrücken und den Kindern vermitteln möchte. Gleichzeitig bringt das dunkle Papier natürlich Herausforderungen für die Illustratorinnen, liefert aber auch neue Gestaltungsmöglichkeiten und die Chance, die Natürlichkeit des Papiers zu nutzen und gestalterisch mit ihr zu spielen.

Ihre Kinderbücher erschienen schon bei verschiedenen Verlagen und zu ganz unterschiedlichen Themen – dabei fast immer für die jüngste Leserschaft. Was begeistert Sie am Erzählen für die Kleinsten?

Bei mir hat das ja mit dem Erzählen so angefangen, dass die Texte und Lieder erst einmal nur für die eigenen Kinder gedacht waren. Erst später ist daraus dann ein Buchprojekt geworden. Auch die nächsten Bücher waren vorwiegend inspiriert von meinen Alltagserlebnissen mit den eigenen Kindern. Jetzt sind die Kinder in der Zwischenzeit schon etwas größer geworden und meine Inspirationen da nun natürlich auch wieder anders. Aber weil mir das mit den Reimen persönlich einfach einen riesigen Spaß macht, komme ich immer wieder gerne auf die Altersgruppe der Kleinsten zurück.

Was sind Ihre nächsten Projekte? Gibt es noch Themen – oder Tiere –, zu denen Sie gern einmal ein Kinderbuch schreiben würden?

Gerade bin ich mit einer Reihe an neuen Projekten beschäftigt. Ein Buch von mir über Vererbung erscheint im März. Da lernen die Kinder etwas darüber, was die DNA und die Gene sind. Das ist für Kinder ab zehn Jahren. Ganz aktuell arbeite ich an einem Tierbuch, das für die etwas älteren Kinder gedacht ist. Und dann habe ich noch ein Projekt für die Allerkleinsten, wieder mit dem Oetinger-Team zusammen. Und ja, auch da wird’s wieder richtig tierisch.

Interview: Literaturtest, 2021

Autorenporträt


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