Matthias Heine, 1961 in Kassel geboren, hat in Braunschweig Geschichte, Literaturwissenschaft und Linguistik studiert und an der Neubearbeitung von Hermann Pauls grundlegendem „Deutschen Wörterbuch“ unter der Leitung von Helmut Henne mitgewirkt. Heute arbeitet er als Journalist in Berlin. Er ist Kulturredakteur der „Welt“. Dort schrieb er jahrelang die Kolumne „Ein Mann, ein Wort“. Bisher hat Heine elf Bücher zur Geschichte von Wörtern, Sprache und Schrift veröffentlicht, zuletzt „Krass. 500 Jahre deutsche Jugendsprache“, „Kaputte Wörter“ und „Kluge Wörter“. Sein Buch „Verbrannte Wörter“ über den Wortschatz des Nationalsozialismus gilt als Standardwerk. Sein letzter Titel »Der große Sprachumbau« erschien 2024 bei Langen Müller.
"Jedes alte Wörterbuch ist ein Zwischenreich, in dem unter lauter bis heute lebenden die Geister gestorbener Wörter umherspuken."
In diesem Sinne hebt Matthias Heine liebenswerte Kulturgeschichten: Manche sind mit großer Literatur verbunden wie "Feinsliebchen" in den Gedichten Heinrich Heines. Manche sind sentimentale Erinnerungen an den Sprachgebrauch der Eltern und Großeltern wie "Manchesterhose" oder "bohnern" . Alle eint, dass der sprachliche Wandel sie langsam, aber sicher in der Vergangenheit zurücklässt. Schauen wir noch einmal auf sie zurück!