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Josephine Tey

Josephine Tey ist das Pseudonym der schottischen Autorin Elizabeth MacKintosh (1896–1952), die vor allem für ihre Kriminalromane bekannt geworden ist. Mit dem Schreiben begann sie, nachdem sie ihre Arbeit als Sportlehrerin aufgeben musste, um ihre Mutter zu pflegen, die an Krebs erkrankt war. Nach deren Tod kümmerte sich Tey um den Vater und blieb auch danach in ihrem Elternhaus wohnen. Tey lebte sehr zurückgezogen, mied Interviews und öffentliche Auftritte. Sie starb im Alter von 55 Jahren während einer Reise nach London. Ihr Roman Alibi für einen König wurde von der englischen Autorenvereinigung Crime Writers’ Association zum besten Kriminalroman aller Zeiten gewählt und 1969 mit dem Grand prix de littérature policière ausgezeichnet..
Manfred Allié, geboren 1955 in Marburg, übersetzt seit 20 Jahren Literatur, u.a. Edith Wharton, Scott Bradfield, Ralph Ellison, Richard Powers, Yann Martel, Michael Innes und Patrick Leigh Fermor, den er »kongenial übersetzt« hat (Hardy Ruoss, Literaturclub). Für seine Übersetzung von Patrick Leigh Fermors Die Zeit der Gaben erhielt er 2006 den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis. In seiner Übersetzung erschienen zudem Zwischen Wäldern und Wassern sowie Der Baum des Reisenden und Mani (alle drei zusammen mit Gabriele Kempf-Allié), Drei Briefe aus den Anden, Die Violinen von Saint-Jacques und Rumeli von Patrick Leigh Fermor sowie Der Prüfstein von Edith Wharton und Der verschwundene Kater von Mary Gaitskill.

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Tot in der Turnhalle Produktbild: Tot in der Turnhalle Band 7 Neu

Tot in der Turnhalle

Ein einziges Buch über Psychologie hat Lucy Pym über Nacht berühmt gemacht – dabei war die ehemalige Lehrerin immer die Unauffälligste im Raum. Als ihre alte Freundin Henrietta sie für einen Gastvortrag ans Leys College für Leibeserziehung holt, will Lucy eigentlich nur ein paar Tage bleiben. Doch die jungen Frauen im letzten Studienjahr fesseln sie: ihr eiserner Ehrgeiz, ihre Erschöpfung, ihre innigen Freundschaften – und die stillen Rivalitäten in einer Welt, die nach außen tadellos und wohlgeordnet wirkt. Hinter der makellosen Disziplin des Internats aber brodelt es. Ein begehrter Posten an einer renommierten Schule entzweit die Jahrgangsbesten, und als die Direktorin ihre Entscheidung in letzter Minute umstößt, ist eine Studentin am Boden zerstört – eine andere unverhofft obenauf. Lucy, geübt darin, in Gesichtern zu lesen, spürt, wie sich unter der höflichen Oberfläche etwas zusammenzieht. Und sie macht eine Entdeckung, die sie besser niemals gemacht hätte: einen kleinen Beweis dafür, dass an diesem College nicht alle so ehrlich spielen, wie sie scheinen. Dann geschieht das Unglück. In der Turnhalle löst sich ein Gerät, eine junge Frau stürzt – und überlebt es nicht. Ein tragischer Zufall, sagen alle. Die Behörden sagen es, das Kollegium sagt es, sogar Henrietta will es glauben. Nur Lucy Pym weiß es besser. Denn sie allein erkennt, dass an diesem Tod nichts dem Zufall überlassen war. Jemand hat nachgeholfen. Jemand, der hier ein und aus geht, lächelt und zur Andacht erscheint wie jeden Morgen. Was Lucy nun in Händen hält, könnte eine Schuldige überführen – oder ein unschuldiges Leben für immer vernichten. Und während sie zwischen ihrem Gewissen und einem furchtbaren Verdacht schwankt, muss sie begreifen: Wer über andere richtet, maßt sich an, was sonst dem Schicksal vorbehalten ist.
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