© Gmeiner Verlag
Franziska Steinhauer
Franziska Steinhauer ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt seit 1993 in Cottbus. Nach dem Abitur studierte sie Pädagogik. Seit 2004 arbeitet sie als freie Autorin. Die Schwerpunkte ihrer literarischen Tätigkeit sind Kriminalromane und Kurzgeschichten, in und um Cottbus und den Spreewald. 2014 hat sie außerdem ein Studium in Forensik (M.Sc.) an der Technischen Universität Cottbus abgeschlossen. Das hierdurch erworbene Wissen setzt sie ein, um die in ihren Krimis beschriebenen kriminaltechnischen Untersuchungen und die Rekonstruktion von Tathergängen realitätsgetreu darzustellen. Ihre psychologisch ausgefeilten Kriminalromane ermöglichen tiefe Einblicke in das pathologische Denken und Agieren des Täters. Mit Geschick verknüpft sie mörderisches Handeln mit Lokalkolorit und dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen.
Kundenbewertungen
So spannend und verzwickt...
Lokalpolitiker Patrick Stein, der sich vehement für den Ausstieg aus dem Kohleabbau einsetzt, kommt von einer Joggingrunde nicht zurück nachhause. Am folgenden Tag wird er in einer Schaufel eines Kohlebaggers am Kohletagebau gefunden. Kurze Zeit später wird die Wolfsaktivistin Constan...
So spannend und verzwickt...
Lokalpolitiker Patrick Stein, der sich vehement für den Ausstieg aus dem Kohleabbau einsetzt, kommt von einer Joggingrunde nicht zurück nachhause. Am folgenden Tag wird er in einer Schaufel eines Kohlebaggers am Kohletagebau gefunden. Kurze Zeit später wird die Wolfsaktivistin Constanze Blum von ihrem Mann als vermisst gemeldet. Sie findet man wie hingegossen auf einem Ansitz für Jäger, ebenfalls erstochen.
Hauptkommissar Peter Nachtigall von der Kripo Cottbus ermittelt mit seinem Team in alle Richtungen, deckt Morddrohungen und Anfeindungen auf. Zu viele ungelöste Rätsel, zu viele Informationen, Indizien und Spuren verlangen den Ermittlern alles ab.
Für mich ist es der erste Fall, den ich mit HK Peter Nachtigall, Maja Klapproth und Silke Dreier der Kripo Cottbus gelöst habe. Nun haben die beiden einen neuen Fan.
Hatte ich zuerst Bedenken dem Fall nicht folgen zu können – es ist ja immerhin der 14. Fall – wurde ich schnell eines besseren belehrt. Es war gar kein Problem. Klar, mir sind die privaten Verhältnisse der Kommissare nicht geläufig. Aber so, wie ich sie hier kennengelernt habe, reicht es zum Verständnis allemal.
Der Fall bzw. die Fälle, es kommt ja noch ein dritter Mord hinzu, sind so verzwickt, so undurchsichtig und die Suche nach Spuren und Querverbindungen so schwierig, dass ich schon nicht mehr an eine Auflösung geglaubt habe. Aber die Ermittler geben nicht auf und so lösen sich auch diese Fälle nachvollziehbar und voll verständlich auf.
Die Spannung baut sich schon auf den ersten Seiten auf. Auch wenn die Ermittlungsarbeit manchmal ein bisserl stockt, gibt es immer wieder kleine Ereignisse, die die Spannung von neuem anfachen und sehr hoch halten.
Es hat mir großen Spaß gemacht, den Gedanken der Ermittler zu folgen; immer wieder neue Puzzleteilchen zu entdecken: das aufgebaute Konstrukt wieder zu verwerfen und auf anderen Wegen zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Die Autorin hat mir meine Polizeiarbeit hier nicht leicht gemacht und mich trotzdem begeistert.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Franziska Steinhauer aktuelle Themen, wie Wölfe in der Lausitz und den Ausstieg aus der Kohle, hier eingeflochten hat. Auch gibt sie der Homosexualität, der Samenspende und einer Dragqueen eine Stimme. Insgesamt finde ich die meisten der Menschen, die ich hier kennenlerne, sehr interessant. Allerdings nicht nur auf positive Weise.
Es war ein sehr spannender und interessanter Ausflug in die Lausitz. Die Lesestunden waren sehr unterhaltsam und ich hoffe bald einen neuen Fall mit Peter Nachtigall und seinen Kollegen lösen zu dürfen.
Auf Rungholt, einer kleinen Nordseeinsel geht es bügelhoch her. Ausschweifungen und Sünden, Verschwendungs- und Spielsucht, Eitelkeit – Pfarrer Rierd Asmus wird seiner Schäfchen nicht mehr Herr. Als kurz nacheinander zwei junge Frauen eines unnatürlichen Todes sterben und dann auch noch ein Mann in einem Salzbott...
Auf Rungholt, einer kleinen Nordseeinsel geht es bügelhoch her. Ausschweifungen und Sünden, Verschwendungs- und Spielsucht, Eitelkeit – Pfarrer Rierd Asmus wird seiner Schäfchen nicht mehr Herr. Als kurz nacheinander zwei junge Frauen eines unnatürlichen Todes sterben und dann auch noch ein Mann in einem Salzbottich tot aufgefunden wird, verdächtigt man einen Fremden – den Zeitreisenden Shahid.
Franziska Steinhauer nimmt mich mit in das Jahr 1362, wo angeblich im Januar eine Sturmflut die Nordseesiedlung Rungholt und ihre Bewohner unter sich begraben hat.
Shahid, ein Zeitreisender mit spektakulärem Gedächtnis, taucht in Rungholt auf. Er ist sich sicher, dass die beiden jungen Frauen keines natürlichen Todes gestorben sind. Durch seine Methoden macht er sich verdächtig und die Bewohner haben schnell ihn als den Mörder in Verdacht. Er ist so ein ganz anderer „Ermittler“, der hier auch seine eigene Geschichte kurz erzählt.
Auch die weiteren Personen sind so menschlich und natürlich gezeichnet, die Örtlichkeiten so naturgetreu wiedergegeben, dass ich schnell mitten in der Geschichte drin bin. Ich meine den Schmutz auf den Straßen und am Markt riechen zu können, meine die Hitze in der Salzsiederei auf meiner Haut zu spüren und laufe mit den Pferden sehr vorsichtig durch die Torfregion um nicht einzusinken. Der Unterschied zwischen den wenigen durch das Salz reich Gewordenen und dem armen hart arbeitenden Volk kommt sehr gut rüber. Die Behandlung der Untergebenen und auch des kleinen Kindes eines Salzsiedereibesitzers und seiner Frau haben mich etwas entsetzt. Dass die Frauen damals überhaupt keine Rechte, sondern nur dem Manne untertan zu sein hatten, kann ich heute kaum noch verstehen, wird in der Geschichte sehr klar heraus gestellt.
Leid getan hat mir Pfarrer Asmus, der einen sehr schweren Stand in seiner Gemeinde hat und es nicht verwinden kann, wie sich alles zum Negativen verkehrt.
Vielleicht liegt es an der damaligen Zeit, dass ich außer mit Shahid mit keiner der Personen richtig „warm“ geworden bin. Er hat mich mit seiner so ganz anderen Art gefesselt und beim Lesen gehalten.
Für mich besonders interessant finde ich die Seiten nach der Geschichte. In Legende und Wahrheit erfahre ich vieles aus der vergangenen Zeit und auch über Rungholt. Und wer mag, kann sich in den Informationen zur Zeitgeschichte mit weiterem Lesestoff versorgen.
Für alle, die mittelalterliche Geschichten mit interessanten Figuren und einem guten Plot mögen – hier bitte zugreifen.
Ich möchte mich noch einmal an diesem Wettbewerb für meine Klasse beteiligen, wenn ich auch anderes lese als meine Schüler.
Mit einer Kollegin war ich zu einer Buchlesung zu "Gurkensaat" von F. Steinhauer. Diese Buchlesung fand bei uns in Spremberg in der Bibliothek statt, und es war auch interessant, wie viele B...
Ich möchte mich noch einmal an diesem Wettbewerb für meine Klasse beteiligen, wenn ich auch anderes lese als meine Schüler.
Mit einer Kollegin war ich zu einer Buchlesung zu "Gurkensaat" von F. Steinhauer. Diese Buchlesung fand bei uns in Spremberg in der Bibliothek statt, und es war auch interessant, wie viele Bekannte, Lehrer, Deutschlehrer, man da so trifft.
Da es ein Krimi ist, ist es eher unangebracht, mehr Inhalt wiederzugeben, als hier schon angegeben.
Die Charakterisierung von Figuren ist in sofern interessant, dass die Hauptfigur eine Identifikation zulässt, da er (Hauptfigur Kommissar Nachtigall) sehr engagiert seiner Arbeit nachgeht, aber als Mensch halt ein Mensch mit Fehlern, Wünschen, Zweifeln ...ist. Und auch die anderen Ermittler sind einfach, aber verständlich dargestellt.
Sympathien für Mörder hat man ja eigentlich nicht. Dennoch finde ich den Versuch, Gründe für diese Taten aufzuzeigen, schon recht gut gelungen. Beeindruckt haben mich zum Beispiel die versuchte Erklärung aus der Sicht der Schwester Annabelle, des Vaters Johannes` und anderer nicht zur Familie gehörender Figuren. Und ansprechend ist auch die Freundinnenrunde in Bezug auf die Charakteristik von Personen. Das gibt eine Eindruck von "Mensch zwischen Sensationshascherei und Mitfühlen"
Ich habe ja schon meine Meinung zum ersten Krimi der Aurorin "Racheakt" dargelegt. Für mich ist nachwievor die nachvollziehbare Ortsnähe interessant- diesmal weniger Cottbus, dafür Burg im Spreewald. Besser finde ich, dass die Auflösung des Mordfalls nicht so zeitig erkennbar ist, es bleiben bis zum Schluss mehrere Möglichkeiten! Ich habe Mühe gehabt, das Buch im letzten Drittel wegzulegen und anderen Urlaubsaktivitäten nachzugehen. Ich denke, das ist ein Indiz für die Textsorte Krimi. Für mich interessant ist der Versuch der Symbolik. Als Aufhänger wird die umstrittene Ansiedlung von Wölfen in der Lausitz benutzt, wenn das auch nur ansatzweise wirklich umgesetzt wird. Die Idee ist gut. Aber der interessante Aufhänger wird nicht umgesetzt. Grundsätzlich finde ich die Idee, auf verschiedenen Ebenen zu erzählen sehr reizvoll, es ist aber noch recht einfach entwickelt. Ich werde auf jeden Fall weitere Krimis der Autorin lesen. Dazu trägt auch die optische Kenntnis der Autorin bei. Ihr äußerisches Erscheinungsbild lässt nicht unbedingt vermuten, dass sich da ein Mensch mit Tötungsinteressen verbirgt. Doch sie hat glaubhaft versichert, dass ihr die Krimi-Ideen vor allem beim Bügeln kommen- und DAS kann ich verstehen!
Ich habe ja schon meine Meinung zum ersten Krimi der Aurorin "Racheakt" dargelegt. Für mich ist nachwievor die nachvollziehbare Ortsnähe interessant- diesmal weniger Cottbus, dafür Burg im Spreewald. Besser finde ich, dass die Auflösung des Mordfalls nicht so zeitig erkennbar ist, es bleiben bis zum Schluss mehrere Möglichkeiten! Ich habe Mühe gehabt, das Buch im letzten Drittel wegzulegen und anderen Urlaubsaktivitäten nachzugehen. Ich denke, das ist ein Indiz für die Textsorte Krimi. Für mich interessant ist der Versuch der Symbolik. Als Aufhänger wird die umstrittene Ansiedlung von Wölfen in der Lausitz benutzt, wenn das auch nur ansatzweise wirklich umgesetzt wird. Die Idee ist gut. Aber der interessante Aufhänger wird nicht umgesetzt. Grundsätzlich finde ich die Idee, auf verschiedenen Ebenen zu erzählen sehr reizvoll, es ist aber noch recht einfach entwickelt. Ich werde auf jeden Fall weitere Krimis der Autorin lesen. Dazu trägt auch die optische Kenntnis der Autorin bei. Ihr äußerisches Erscheinungsbild lässt nicht unbedingt vermuten, dass sich da ein Mensch mit Tötungsinteressen verbirgt. Doch sie hat glaubhaft versichert, dass ihr die Krimi-Ideen vor allem beim Bügeln kommen- und DAS kann ich verstehen!