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Vati Roman

119

20,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

13/20,6/2,1 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26917-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.01.2021

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

13/20,6/2,1 cm

Gewicht

287 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26917-0

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Weilrod

    5/5

    01.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Weckt Erinnerungen

    Der Titel des Buches, Vati, assoziiert sofort die Begriffe Erinnerung, Vergangenheit, Kindheit in mir. Ich wurde durch den Roman von Monika Helfer diesbezüglich in keinster Sekunde beim Lesen enttäuscht. Es ist eine Lektüre, die mich durch eine fesselnde Formulierung immer wieder in meine eigene Kindheit abtauchen läßt. Das sind jedoch nur Begleiterscheinungen , die dieses Buch auslösen. Ich finde es faszinierend wie die Autorin und ihr aufwachsen in einer schweren und für und kaum noch nachvollziehbaren Zeit beschreibt. Gerade über das ERleben mit ihrem Vater. In einer Zeit, in der mehr geschwiegen wurde als kommuniziert, in der gezeigte und ausgesprochene Liebesbezeugungen den eigenen Kindern gegenüber etwas fremdes war. Dieses beschreibt Monika Helfer mehr als eindrucksvoll in diesem Roman. Ich musste das Buch immer wieder mal zur Seite legen um das gelesenen wirken zu lassen. Für mich war es kein Lesestoff den ich einfach mal so runtergeschluckt habe. Das geschriebene hinterlässt Spuren.

  • Bewertung

    5/5

    31.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Roman über die Herkunft

    Monika Helfer erzählt in diesem Roman die Geschichte ihres Vaters: ein Mann mit Beinprothese, ein Anwesender, ein Witwer, ein Pensionär, ein Literaturliebhaber . Sie taucht ein in vergangene Zeiten , die nicht immer leicht waren. Sie schildert die Lebensumstände im Kriegsopfer-Erholungsheim in den Bergen, in dem sie als Kind lebte mit ihrer Familie. Ein Stück weit erzählt Monika Helfer auch ihre eigene Geschichte, ihre Kindheit und auch Teile aus der Gegenwart. Das Lesen dieses Buches vermittelt das Gefühl, die Autorin erzählt frei raus ohne festgelegte Reihenfolge. Sie springt in kleine Nebengeschichten, die aber alle zusammen ein erkennbares Bild ergeben Die Sprache ist sehr ruhig, aber trotzdem lebendig, und sehr kraftvoll und warmherzig. Die Worte wirken nach. Obwohl es ein sehr kurzer Roman ist (172 Seiten) hab ich etwas Zeit gebraucht beim Lesen. Er verlangt Aufmerksamkeit und die verdient er auch. Selbstverständlich kommt auch die Bagage drin vor, denn die Bagage hält zusammen bei Schwierigkeiten. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und wer "Die Bagage" mag, wird seine Freude an diesem Buch haben. Sehr empfehlenswert!

  • sleepwalker

    5/5

    11.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Vati“ heißt der neue Roman…

    „Vati“ heißt der neue Roman von Monika Helfer, mit dem sie ihre Familiengeschichte aus „Die Bagage“ fortsetzt. Zugegeben, ich kannte die Autorin vorher nicht, aber das muss sich ändern. Denn mit „Vati“ hat sie für mich ein wirklich lesenswertes, wenn auch nicht ganz einfaches Werk abgeliefert. In „Die Bagage“ schreibt sie über die Familie mütterlicherseits, in „Vati“ konzentriert sie sich, wer hätte es gedacht, auf ihren Vater. Aber so plump, wie sich dieser Satz von mir liest, ist das Buch natürlich nicht. Ist die Geschichte wahr oder erfunden? „Beides, aber mehr wahr als erfunden.“ – das Erfundene ist vermutlich wichtig für die Annäherung an den Vater, denn in Wirklichkeit weiß sie gar nichts über ihn. Und so versucht sie, sich autofiktional an den besessenen Büchersammler anzunähern und die Lebensgeschichte des Mannes zu rekonstruieren, der sie geprägt hat und der in den 1980ern mehr oder weniger durch seine Bücherleidenschaft mit 67 Jahren zu Tode kam. Ihr Vater wollte von den Kindern „Vati“ genannt werden, weil er es moderner findet. Und nach dem Krieg waren neue Zeiten angebrochen, auch er will fortschrittlich sein, „einen Mann erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste“. Dieses „Hineinpassen“ zog sich wohl durch sein ganzes Leben. Als uneheliches Kind einer Magd geboren, war er schon früh ein Außenseiter. Zwar durfte er auf Initiative eines Bauunternehmers und des örtlichen Pfarrers aufs Gymnasium, wurde aber kurz vor dem Abitur zum Kriegsdienst eingezogen. In Russland verlor er durch Erfrierungen ein Bein und verliebte sich im Lazarett in die Krankenschwester Grete, die (als uneheliches Kind) ebenfalls eine Außenseiterin war. Die beiden „Versehrten“ gründeten eine Familie, geprägt von Depressionen und den Traumata der Kriegsgeneration, die auch an den vier Kindern nicht spurlos vorbeigingen. Neben dem Kriegsopfererholungsheim auf der Tschengla, das er leitete, waren Bücher die wahre Leidenschaft von Monika Helfers Vater. Mit einer Menge Bücher, die er vom dankbaren Vater eines Gastes erbte, richtete er eine Bibliothek ein. Als das Heim von den Besitzern in ein Hotel umgebaut wurde, verlor er, der nach dem Krieg so gerne die Matura gemacht und Chemie studiert hätte, mehr oder weniger alles: seine Existenzgrundlage, seine Bibliothek und beinahe sein Leben durch einen Suizidversuch. Als seine Frau verstarb, verteilte er die Kinder auf die Verwandtschaft. Auch nach seiner Neuvermählung fand die Familie nicht mehr zusammen. Die Autorin hält ihre Leserschaft stets auf Distanz. Sie liebte es als Kind, wenn ihr Vater mit einem geliehenen Filmprojektor im Speisesaal des Erholungsheims „Kino spielte“ – ähnlich kam ich mir beim Lesen des Buchs vor: wie jemand, der das Leben von anderen auf einer Leinwand sieht. Die Charaktere sind allesamt nur in den Einzelheiten beschrieben, die für die Geschichte wichtig sind. Exakt und auf den Punkt, kein Wort zu viel. So schreibt sie weitgehend emotionslos und nie wertend, manchmal sogar in aller Tragik lustig und voller absurd anmutender Anekdoten. Kompliziert fand ich, da ich „Die Bagage“ nicht gelesen habe, die Zeitsprünge und die vielen Tanten und Onkel in der Geschichte, vor allem, weil jeder zweite Josef zu heißen scheint. Das Buch ist ein Denkmal für ihren Vater, einen Typ Mann, den es nach dem Krieg zu Tausenden gab. Einen traumatisierten, versehrten Kriegsheimkehrer, der in seinem Trauma und in sich selbst durch Schweigen gefangen zu sein scheint, manchmal aber eine Leidenschaft findet, die ihn glücklich macht und ihm eine Basis für das Miteinander mit anderen bieten kann („Wir hatten ein spezielles Buch-Verhältnis miteinander“). Mich hat das Buch tief berührt und angesprochen. Die viele Distanz im Buch machte mich allerdings traurig, sowohl die Distanz der Charaktere zueinander und die Mauer, die die Autorin zwischen der Leserschaft und den Charakteren zieht, fand ich fast greifbar. Von mir 5 Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Autorin wagt eine vorsichtige Annäherung an einen kriegstraumatisierten Vater. Sie verbindet dessen Lebensgeschichte mit ihren eigenen Erinnerungen an eine Kindheit im Vorarlberg der Nachkriegszeit. Mit ihrer wunderbar verknappten Sprache bringt sie uns diesen schweigsamen Menschen näher, den es eher zu den Büchern als zu den Menschen zog. Trotz schwerer Themen geschieht dies diskret und versöhnlich, immer wieder anrührend.

  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    20.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Erzählkunst vom Feinsten

    VATI ist die literarische Fortsetzung Monika Helfers Familiengeschichte, die mit „Die Bagage“ begonnen hat. Wer kennt seinen Vater wirklich, wer hat ihn je gekannt? Der eigene Vater ein Mysterium, oder in Wahrheit ein „bunter Mann“. „Nicht jeder Dreck, den man lesen könne, sei hintereinander gereiht schon eine Bibliothek“, sagt Vati auf die Frage, ‚was denn eine Bibliothek sei‘. Wie wahr. „Der Gegenstand (Buch) interessiert mich nicht. Was drinnen steht, habe ich nach der Lektüre im Kopf…“, sagt Monika Helfers Vati. VATI, die Geschichte von Vater, Mutter, Kind, den Geschwistern, aber auch von Helfers Mann und den Kindern, von ihrer Tochter Paula, die gestorben ist. Die Einzigartigkeit der Sprache von Monika Helfer ist bewundernswert, schön und eindringlich. Ich folgte ihrer Erzählung gerne. Wenn jemand eine Kindheit, eine solche Familie und diesen Vati hat, niemand kann sowas erfinden, dann muss daraus ein Roman geschrieben werden. Die Vorlage zum Cover stammt aus dem Bilderzyklus „Mutter und Kind“ mit dem Titel „S. mit Kind“ 1995 von Gerhard Richter, ein deutscher Maler, Bildhauer und Fotograf. Seine Werke zählen auf dem Kunstmarkt zu den teuersten eines lebenden Künstlers.

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