
Sprachbiographien in Finkenwerder
Zum variativen Sprachgebrauch von Hoch- und Niederdeutsch
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Niederdeutsch als Varietät der deutschen Sprache wird zunehmend aus der Sprachrealität verdrängt und möglicherweise vollständig aus der Sprachenvielfalt verschwinden. Betrachtet man neuere Forschungen zu sprachlichen Biographien in Norddeutschland, muss man von der Annahme ausgehen, dass die individuelle Ausformung des variativen/situativen Sprachgebrauchs von Hochdeutsch und Niederdeutsch abhängig ist von individuellen biographischen Prozessen, die den Spracherwerb, den Sprachgebrauch und die Sprachweitergabe gesteuert haben oder noch steuern. Die zentrale Fragestellung für die Untersu...
Niederdeutsch als Varietät der deutschen Sprache wird zunehmend aus der Sprachrealität verdrängt und möglicherweise vollständig aus der Sprachenvielfalt verschwinden. Betrachtet man neuere Forschungen zu sprachlichen Biographien in Norddeutschland, muss man von der Annahme ausgehen, dass die individuelle Ausformung des variativen/situativen Sprachgebrauchs von Hochdeutsch und Niederdeutsch abhängig ist von individuellen biographischen Prozessen, die den Spracherwerb, den Sprachgebrauch und die Sprachweitergabe gesteuert haben oder noch steuern. Die zentrale Fragestellung für die Untersuchung von Sprecherbiographien muss also lauten: Welche biographischen Faktoren steuern Spracherwerb, -gebrauch und -weitergabe? In der vorliegenden Untersuchung wird die Fragestellung um eine weitere Dimension erweitert: Welchen Einfluss hat die Umgebung, repräsentiert durch den Stadtteil, auf die Praxis des Sprachgebrauchs? Wie verhalten sich Niederdeutsch-Sprecher in einer Umgebung wie Finkenwerder, in der seit Jahrzehnten enorme Umwälzungen stattfinden? Welche Auswirkung hat diese Umbruchsituation auf den Sprecher, und wie beeinflusst sie sein sprachliches Selbstverständnis?