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Philippe, Charles-Louis
Zwei Romane. Aus d. Französ. v. Caroline Vollmann. Nachw. v. Ralph-Rainer Wuthenow
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"Wir wollen trinken, was die Wimper hält, wollen uns hingeben diesen suggestiven Schilderungen städtischen Lebens, städtischen Liebens, wollen Platz schaffen, dass jene Stimmung eindringe in uns, die Charles-Louis Philippe beschwört... Als ein Vorläufer von Houellebecg, ein sehr viel gütigerer, milderer Vorläufer freilich, mag Philippe jetzt eine Renaissance erleben, die er verdient, weil er wie nur wenige zum Ausdruck bringt, was wohl bis in alle Ewigkeit die Leser mit Paris verbinden: das Versprechen von Liebe und Glück." -- Tilman Krause, Die Welt
Mit den Paris-Romanen «Croquignole» und «Bubu» fand Anfang des 20. Jahrhunderts ein ganz neuer Erzählduktus Eingang in die französische Literatur. Jenseits von distanziertem Naturalismus und überhöhendem Symbolismus entwickelte der Autor die Handlung aus der Perspektive seiner Figuren heraus und schuf so seinen eigenen Zugang zur Welt der Dirnen, Diebe und Hasardeure.
Philippe schildert ein ungeschöntes Paris, Stadt der Stundenhotels und Schreibstuben, der Mansardenzimmer und Hinterhöfe, den Moloch mit dem Lärm der Boulevards, Bahnhöfe und Fabriken, mit dem nächtlichen Glanz der Lichter, Begierden und Verführungen. Was seine seelenvollen Milieustudien so unerhört neu und reizvoll macht, ist das Ineinanderfließen von Rausch und Nüchternheit: der Kontrast von traumhaft-schwebenden Bildern, grotesken Dialogen und einem schlichten, zuweilen kargen Tonfall des Erzählens.
Die beiden Titelhelden, Bubu, der Zuhälter, und Croquignole, der Büroangestellte, sind gleichermaßen lebenshungrig und skrupellos. Und ihre jeweiligen Gegenspieler, Pierre und Claude, sind schwach, weltfremd und obendrein zu anständig, um die wenigen Chancen, die das Leben bietet, zu nutzen. Die eigentlichen Sympathieträger sind aber die Frauen: Berthe, das Strichmädchen, und Angèle, die Näherin, beides Dulderseelen, die bei allem Leid, das sie an sich erfahren, an ein anderes, besseres Dasein glauben.
Philippe schildert ein ungeschöntes Paris, Stadt der Stundenhotels und Schreibstuben, der Mansardenzimmer und Hinterhöfe, den Moloch mit dem Lärm der Boulevards, Bahnhöfe und Fabriken, mit dem nächtlichen Glanz der Lichter, Begierden und Verführungen. Was seine seelenvollen Milieustudien so unerhört neu und reizvoll macht, ist das Ineinanderfließen von Rausch und Nüchternheit: der Kontrast von traumhaft-schwebenden Bildern, grotesken Dialogen und einem schlichten, zuweilen kargen Tonfall des Erzählens.
Die beiden Titelhelden, Bubu, der Zuhälter, und Croquignole, der Büroangestellte, sind gleichermaßen lebenshungrig und skrupellos. Und ihre jeweiligen Gegenspieler, Pierre und Claude, sind schwach, weltfremd und obendrein zu anständig, um die wenigen Chancen, die das Leben bietet, zu nutzen. Die eigentlichen Sympathieträger sind aber die Frauen: Berthe, das Strichmädchen, und Angèle, die Näherin, beides Dulderseelen, die bei allem Leid, das sie an sich erfahren, an ein anderes, besseres Dasein glauben.