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Ordo rerum
Jakob Ullmann wurde am 18. August 1929 in Bad Gottleuba bei Dresden geboren. Nach dem Krieg studierte er von 1948 bis 1954 evangelische Theologie und Philosophie in Berlin und Göttingen. Nach Abschluss seiner Promotion kehrte er 1954 in die DDR zurück und wurde Pfarrer in Colmnitz bei Freiberg (Sachsen). 1963 berief ihn das Katechetische Oberseminar Naumburg zum Dozenten für Kirchengeschichte. 1978 übernahm er die Dozentur für Kirchen-, sowie Welt- und Rechtsgeschichte am Sprachenkonvikt der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg in Berlin. 1987 trat er dem Arbeitskreis Initiative für Absage an Praxis und Prinzip der Abgrenzung bei. 1989 begründete er gemeinsam mit Ulrike Poppe und Konrad Weiß die Bürgerbewegung Demokratie jetzt. 1990 wurde er Minister ohne Geschäftsbereich in der Übergangsregierung unter Hans Modrow und als Vertreter von Bündnis 90 einer der Vizepräsidenten der Volkskammer. Von 1990 bis 1994 war er für Bündnis 90/ Die Grünen Abgeordneter des Bundestags. Er plädi
erte in der Gemeinsamen Verfassungskommission des Bundes und der Länder für das verfassungsgemäße Recht auf Volksbegehren, Volksabstimmung und Volksentscheid. Von 1994 bis 1998 war er Abgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen im Europäischen Parlament.
erte in der Gemeinsamen Verfassungskommission des Bundes und der Länder für das verfassungsgemäße Recht auf Volksbegehren, Volksabstimmung und Volksentscheid. Von 1994 bis 1998 war er Abgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen im Europäischen Parlament.
Produktdetails
- Edition Kontext
- Verlag: Kontext
- Seitenzahl: 269
- Deutsch
- Abmessung: 205mm
- Gewicht: 342g
- ISBN-13: 9783931337438
- ISBN-10: 393133743X
- Artikelnr.: 20787619
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Wer heute aufmerksam die Ergebnisse der Reformations- und insbesondere der Müntzerforschung zur Kenntnis nimmt, der wird nicht ohne gewisses Unbehagen feststellen, wie stark wir in den letzten Jahren uns in der öffentlichen Wahrnehmung wieder jenen Denk- und Deutungsmustern angenähert …
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Wer heute aufmerksam die Ergebnisse der Reformations- und insbesondere der Müntzerforschung zur Kenntnis nimmt, der wird nicht ohne gewisses Unbehagen feststellen, wie stark wir in den letzten Jahren uns in der öffentlichen Wahrnehmung wieder jenen Denk- und Deutungsmustern angenähert haben, die zu überwinden nicht zuletzt die Müntzerforschung vor mehr als vierzig Jahren aufgebrochen ist. Sicher haben die seit 1990 zu beobachtende Rekonfessionalisierung im Verhältnis zwischen den Kirchen der reformatorischen Tradition und der römischen Kirche ebenso wie die verblassende Kenntnis der Inhalte humanistischer Bildungstradition das ihre dazu beigetragen, daß das Zerrbild der Reformationsepoche als „Zeitalter der Glaubensspaltung", in dem solche Frager und Mahner wie Thomas Müntzer (und vor ihm Jan Hus) allenfalls als Ketzer, „Schwärmer" und Aufrührer vorkommen, die bereits geleistete Pionierarbeit der historischen und theologischen Forschung wieder weithin verdecken.
Es ist deshalb nicht nur eine ehrende Erinnerung an die theologische und historische Arbeit des 2004 verstorbenen Theologen und Politikers Wolfgang Ullmann, daß seine fünf Müntzeraufsätze nunmehr vereint, vervollständigt und neu durchgesehen der Öffentlichkeit übergeben werden, sondern auch eine Mahnung zur Bewahrung und zur Weiterarbeit in einem Bereich, der angesichts heutiger Fragen und Probleme seine Aktualität unter Beweis zu stellen, kaum Mühe haben dürfte.
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