
Metaphysik der Zivilisation. Bd. 2
Dramaturgien der Individuation
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Der zweite Band illustriert die weltgeschichtliche Kalamität, dass die Verzweiflung am Unfrieden zwischen Eltern und Kindern auf misslungene Trauer um die Toten zurückzuführen ist. Zum einen spiegelt sich dies Versäumnis in Gestalt der inneren Konflikte von Kranken wider, zum anderen in Verbrechen, Kriegen und Bürgerkriegen der Scheingesunden. Hier wird nun dargestellt, inwiefern jene symptomatischen Dissoziationen durch altersentsprechende Dramaturgien der Individuation zu überwinden sind. Dabei geht es um die Erfahrung, dass Zivilisation auf methodische Aufklärung über die unmittelba...
Der zweite Band illustriert die weltgeschichtliche Kalamität, dass die Verzweiflung am Unfrieden zwischen Eltern und Kindern auf misslungene Trauer um die Toten zurückzuführen ist. Zum einen spiegelt sich dies Versäumnis in Gestalt der inneren Konflikte von Kranken wider, zum anderen in Verbrechen, Kriegen und Bürgerkriegen der Scheingesunden. Hier wird nun dargestellt, inwiefern jene symptomatischen Dissoziationen durch altersentsprechende Dramaturgien der Individuation zu überwinden sind. Dabei geht es um die Erfahrung, dass Zivilisation auf methodische Aufklärung über die unmittelbar wirkende Rechtsordnung der Menschlichkeit, das heißt auf Einvernehmen von Gefühl und Vernunft im Zusammenleben angewiesen ist."Unantastbarkeit der Würde" ist eine andere Bezeichnung für die "Gottesebenbildlichkeit des Men-schen". Diese Benennungen bedienen sich allerdings der Bildersprache, indem sie auf die fünf Sinne der Orientierung für Ortsveränderungen in der physischen Welt Bezug nehmen. DieAufgabe der Indi-viduation des Einzelmenschen und der Zivilisation ihres Zusammenlebens erfordert jedoch die geistig-seelische Arbeit von Trauerprozessen, die zur Überwindung der Schwelle zum Erwachsenwerden be-fähigt. Dabei geht es um das Innerwerden der Sterblichkeit, dieses wesentlichen Unterscheidungskrite-rium, das zwischen menschlichem Leben und der Lebendigkeit der Pflanzen- und Tierwelt differenziert.Das menschliche Leben ist die "Gabe", welche es durch Heilkunde zu würdigen gilt. Ihm wohnt die Macht zur Übertragung des wesentlichen Eigentums von einer Generation auf die nächste inne. Das ist die Sterblichkeit. Diese ist auch, wovon in rätselhafter Bildersprache - insgeheim abwehrend - die Re-de ist, wenn Tabuisierungen und Tabubrüche stattfinden. Heilkunde dagegen befähigt zu wahrheitsgemäßer Reflexion und Selbstreflexion.