
Komik und Humor
Eine Untersuchung der psychologischen Grundlagen von Komik und Humor
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In "Komik und Humor: Eine Psychologische-Ästhetische Untersuchung" analysiert Theodor Lipps die psychologischen Mechanismen, die der Wahrnehmung von Komik und Humor zugrunde liegen. Lipps beginnt mit einer kritischen Auseinandersetzung mit bestehenden Theorien, insbesondere der von Hecker vorgeschlagenen Theorie des "Gefühlswettstreites", die besagt, dass Komik aus einem schnellen Wechsel zwischen Lust und Unlust resultiert. Lipps widerlegt diese Theorie, indem er argumentiert, dass das Gefühl der Komik nicht einfach ein Gleichgewicht zwischen Lust und Unlust ist, sondern ein eigenständige...
In "Komik und Humor: Eine Psychologische-Ästhetische Untersuchung" analysiert Theodor Lipps die psychologischen Mechanismen, die der Wahrnehmung von Komik und Humor zugrunde liegen. Lipps beginnt mit einer kritischen Auseinandersetzung mit bestehenden Theorien, insbesondere der von Hecker vorgeschlagenen Theorie des "Gefühlswettstreites", die besagt, dass Komik aus einem schnellen Wechsel zwischen Lust und Unlust resultiert. Lipps widerlegt diese Theorie, indem er argumentiert, dass das Gefühl der Komik nicht einfach ein Gleichgewicht zwischen Lust und Unlust ist, sondern ein eigenständiges Gefühl, das nicht durch einen Wettstreit der Gefühle erklärt werden kann. Er führt an, dass das Gefühl der Komik vielmehr durch einen Kontrast in den Vorstellungen entsteht, der eine spezifische psychologische Reaktion hervorruft. Lipps setzt sich auch mit der Theorie von Hobbes und Groos auseinander, die das Gefühl der Komik auf ein Gefühl der Überlegenheit über eine Verkehrtheit zurückführen. Er kritisiert diese Sichtweise, indem er darauf hinweist, dass das Gefühl der Überlegenheit nicht notwendigerweise mit Komik verbunden ist und dass viele komische Situationen keine Überlegenheit des Betrachters voraussetzen. Stattdessen betont Lipps, dass das Gefühl der Komik aus der Fähigkeit resultiert, sich in die Verkehrtheit hineinzuversetzen und sich von der eigenen Überlegenheit zu distanzieren. Insgesamt bietet Lipps eine differenzierte Analyse der psychologischen Prozesse, die Komik und Humor auslösen, und hebt die Bedeutung der psychologischen Analyse für das Verständnis ästhetischer Phänomene hervor. Seine Untersuchung zeigt, dass Komik nicht nur ein Produkt von Gefühlswettstreiten oder Überlegenheitsgefühlen ist, sondern ein komplexes Phänomen, das tief in der menschlichen Psyche verwurzelt ist.