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Der Bürger verlässt das Gefängnis seiner Wohlanständigkeit, versinkt im Anonymen und kehrt anders zurück, als er aufbrach. Dort, wo das Ich sich in der Namenlosigkeit verliert und seine Vergangenheit preisgibt, entfernt sich das Individuum von allem Vertrauten.
Der Zusatztitel "Ein Bericht" des wohl bekanntesten, 1957 erschienenen Romans von Max Frisch ist symptomatisch: Er charakterisiert den Ich-Erzähler als rationalitätsgläubigen Menschen. Und er bezeichnet die Form seiner sachlichen Erinnerung.
Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von `Zufällen´ wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen.
Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.
Walter Fabers Leben bestimmt ein technologisch-mathematisches Weltbild. Durch eine Reihe von `Zufällen´ wird die Identität des Ingenieurs erschüttert: Zuerst lernt er den Bruder seines Jugendfreundes kennen. Joachim hatte Hanna, damals Fabers Freundin, geheiratet. Dann trifft Faber auf einer Schiffspassage die junge Sabeth. Er begleitet sie auf ihrer Reise durch Südfrankreich und Italien bis nach Griechenland. Er will das junge Mädchen heiraten. Geschickt gelingt es ihm immer wieder, seinen Verdacht wegzuwischen.
Doch Sabeth ist seine Tochter. Zum Inzest kommt am Ende auch noch, dass er den tödlichen Unfall Sabeths nicht verhindern konnte.
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.
© Andrej Reiser / Suhrkamp Verlag
Produktdetails
- suhrkamp taschenbuch 354
- Verlag: SUHRKAMP
- Artikelnr. des Verlages: 36854, ST 354
- 90. Aufl.
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: September 2004
- Deutsch, Englisch
- Abmessung: 177mm x 109mm x 14mm
- Gewicht: 142g
- ISBN-13: 9783518368541
- ISBN-10: 3518368540
- Artikelnr.: 01216011
Herstellerkennzeichnung
Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
"Homo Faber wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber beziehungsreich genannt, dem dieser erzählte Bericht in den Mund gelegt ist. Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat, läßt Frisch systematisch mit der außertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammenstoßen. Faber bleibt davon zunächst unerschüttert: die Notlandung seines Flugzeugs in der Wüste, der Selbstmord seines ehemaligen Freundes im Dschungel von Mexiko - das bringt sein rational zementiertes Weltbild nicht ins Wanken. Ernsthaft wird es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu einem Rechenschaftsbericht über seine
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eigene Vergangenheit gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn. Es stellt sich heraus, daß es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er nichts gewußt hat. Hineingezogen in das Stärkste, was das menschliche Leben an irrationalen Einbrüchen zu bieten hat, bricht sein frohgemuter Rationalismus zusammen. Faber sieht sein verfehltes Leben und nimmt den Tod in seine Welt auf." (Darmstädter Echo)
"Nichts ist zufällig an diesem Bericht. Er ist das Ergebnis einer souveränen dichterischen Konzeption, die bei äußerster sachlicher Strenge mit den Mitteln einer schlichten, präzisen, pathoslosen, fast kargen Prosa in die Tiefen der menschlichen Existenz hinablotet. Alles ist Klarheit, alles Substanz." (Düsseldorfer Nachrichten)
"Nichts ist zufällig an diesem Bericht. Er ist das Ergebnis einer souveränen dichterischen Konzeption, die bei äußerster sachlicher Strenge mit den Mitteln einer schlichten, präzisen, pathoslosen, fast kargen Prosa in die Tiefen der menschlichen Existenz hinablotet. Alles ist Klarheit, alles Substanz." (Düsseldorfer Nachrichten)
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»Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Diesen Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat, läßt Frisch systematisch mit der außertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammenstoßen.«« Darmstädter Echo
"Manteuffels Lesung trifft den Ton des Technokraten. Frisch hätte seine Freude."
Walter Faber ist ein Ingenieur, der Mitte der 50er Jahre im Auftrag der Unesco Energieanlagen in Entwicklungsländern baut. Auf dem Wege nach Venezuela muss seine Maschine, eine Super-Constellation, in der mexikanischen Wüste notlanden. Durch eine Verkettung von Zufällen wird er mit …
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Walter Faber ist ein Ingenieur, der Mitte der 50er Jahre im Auftrag der Unesco Energieanlagen in Entwicklungsländern baut. Auf dem Wege nach Venezuela muss seine Maschine, eine Super-Constellation, in der mexikanischen Wüste notlanden. Durch eine Verkettung von Zufällen wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert, sein technologisch-mathematisches Weltbild gerät ins Wanken. Er trennt sich von seiner Freundin Ivy in New York und lernt auf der Schiffspassage nach Paris, wo er an einer Konferenz teilnehmen soll, ein junges Mädchen namens Sabeth kennen und lieben. Er beschließt, mit ihr quer durch Europa nach Athen zu ihrer Mutter Hanna zu fahren. Auf dieser für ihn völlig untypischen Kulturreise erfährt er, dass Hanna seine jüdische Jugendfreundin war, die sich von ihm 1935 getrennt hat. Sie war damals schwanger und wollte das Kind in dieser schwierigen Zeit abtreiben. Nun muss er, der ansonsten alles berechnen kann, feststellen, dass menschliche Qualitäten nicht berechenbar sind. Sabeth ist seine Tochter und sie stirbt nach einem Unfall, weil Faber die Situation unterschätzt und falsch handelt. Sein Weltbild ist zerbrochen, sein Leben verpfuscht.<br />Max Frisch gelingt mit seinem Werk "Homo Faber" ein ganz wichtiges Buch, das den Leser dazu anregt, sich über Lebenspläne, Zukunftsperspektiven und Weltbilder klar zu werden. Dies schafft er mit einer Collage von interessanten Dialogen, Erzählungen, Zeitungsausschnitten, Buchzitaten. Frisch schafft mit der Figur "Homo faber" einen Klassiker, den man unbedingt kennen lernen muss.
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Es gibt einen gefühllosen Mann der auf Grundseiner Arbeit als Ingeneur viel in der Welt unterwegs ist. Dabei begente er einer jungen Frau. Wie sich später herrausstellt ist diese seine Tochte. Dazu kommt auch noch, das die Mutter des Mädchen seine einzige große Lieber war. Nach …
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Es gibt einen gefühllosen Mann der auf Grundseiner Arbeit als Ingeneur viel in der Welt unterwegs ist. Dabei begente er einer jungen Frau. Wie sich später herrausstellt ist diese seine Tochte. Dazu kommt auch noch, das die Mutter des Mädchen seine einzige große Lieber war. Nach vielen philosophischen Gedanken trifft die Familie zusammen. Aber ob es eine familiäre Zukunft gibt müsst ihr selbst herraus finden!<br />Das Buch ist zu Beginn sehr schwer zu lesen und zu verstehen aber lehrt einen unglaublich viel für das Leben. Es berichtet über Einstellungen, Menschen, dern Charakter und die Philosophie der gesammten Welt sowie Religionen.
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Antworten 4 von 6 finden diese Rezension hilfreich
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Der Erzähler Walter Faber ist Ingenieur, und dementsprechend sachlich und rational begreift er die Welt und dessen Bewohner. Kunst im Allgemeinen findet er als Irrtum und Gefühle assoziiert er mit Schwäche. Seine Welt ist die Technik, die soziale Kompetenz fehlt ihm gänzlich, …
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Der Erzähler Walter Faber ist Ingenieur, und dementsprechend sachlich und rational begreift er die Welt und dessen Bewohner. Kunst im Allgemeinen findet er als Irrtum und Gefühle assoziiert er mit Schwäche. Seine Welt ist die Technik, die soziale Kompetenz fehlt ihm gänzlich, doch er ist rundum zufrieden, glaubt er, bis die Liebe zuschlägt. Erst in der Beziehung zur jungen Sabeth kehrt er ins wirkliche Leben zurück und durchlebt eine gewaltige Entwicklung.
Dieser Roman ist keine Schicksalsgeschichte im engeren Sinne, vielmehr erlebte ich ihn als eine Bloßstellung einer bestimmten Lebensweise, eine Kritik an unsere moderne Gesellschaft. Der anfänglich sehr sachliche und gradlinige Erzählton weicht nach und nach auf, wird emotional und poetisch ohne verstellt zu wirken und entführt in ungeahntes Lesevergnügen.
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Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen. Die Sprache war gut verständlich, die Geschichte packend, auch wenn zum Teil doch eher etwas langwierig. Gehört zu den besten Büchern, die ich gelesen habe. Sehr zu empfehlen. Im Buch sind neben der Geschichte leider keine weiteren …
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Ich habe dieses Buch in der Schule gelesen. Die Sprache war gut verständlich, die Geschichte packend, auch wenn zum Teil doch eher etwas langwierig. Gehört zu den besten Büchern, die ich gelesen habe. Sehr zu empfehlen. Im Buch sind neben der Geschichte leider keine weiteren Bemerkungen zum Buch oder Autor. Das Buch hat 203 Seiten und...wow also die Schrift ist wirklich klein. Auf Dauer anstrengend für die Augen.
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Antworten 3 von 5 finden diese Rezension hilfreich
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Ich habe dieses Werk während meiner Schulzeit gelesen - das beste Buch, welches ich je gelesen habe. Max Frisch schafft hier ein Werk voller Kreativität und Möglichkeiten zur Interpretation. Ich war hin und weg, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen- dieses Werk sollte jeder …
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Ich habe dieses Werk während meiner Schulzeit gelesen - das beste Buch, welches ich je gelesen habe. Max Frisch schafft hier ein Werk voller Kreativität und Möglichkeiten zur Interpretation. Ich war hin und weg, konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen- dieses Werk sollte jeder in seinem Bücherschrank stehen haben. Aus einer scheinbar einfachen, aber auch gleichzeitig verwobenen Geschichte, schaffte Frisch ein wahres Meisterwerk.
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Antworten 1 von 2 finden diese Rezension hilfreich
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Das Buch ist einfach nur schön !!!
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Der Roman ist sehr interessant zu lesen und regt den Leser selber zum Nachdenken an. Auch die literarischen Künste von Max Frisch werden durch diesen Roman noch einmal bewiesen.
Ein sehr persönliches Buch und gleichzeitig ein großes Meisterwerk!
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