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Grammatical and Semantic Relations in Hausa
'Point of View', 'Goal' and 'Affected Object'
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The present study examines a distinct language structure built around categories that have been ignored until recently by linguistic theories. One of these is the category 'point of view' of the subject. The other category is 'goal', coding the presence of the goal of the predicate. This study demonstrates that the two categories play a fundamental role in the grammar of Hausa, a West Chadic language. They determine the way arguments are coded, the form of the predicate, the semantic interpretation of the clause, and the interpretation of the semantic roles of the noun phrases occurring in the...
The present study examines a distinct language structure built around categories that have been ignored until recently by linguistic theories. One of these is the category 'point of view' of the subject. The other category is 'goal', coding the presence of the goal of the predicate. This study demonstrates that the two categories play a fundamental role in the grammar of Hausa, a West Chadic language. They determine the way arguments are coded, the form of the predicate, the semantic interpretation of the clause, and the interpretation of the semantic roles of the noun phrases occurring in the clause. The presence of the first categories has created the motivation of yet another catogory, the coding of the presence of the affected object. This study demonstrates that, in some languages the coding of the point of view takes precedence of the coding of grammatical or semantic relations. The implication of this study is that structures of various languages may be organized around different functional domains having different hierarchical structures.
Die vorliegende Studie untersucht eine ausgeprägte Sprachstruktur, die sich um Kategorien rankt, welche bis heute in linguistischen Theorien ignoriert wurden. Im Hausa, einer west-tschadischen Sprache, sind diese Kategorien grammatikalisiert. Eine ist die des 'point of view' des Subjekts, eine weitere 'goal', welche die Präsenz dieser thematischen Rolle des Prädikats kodiert. Das Werk verdeutlicht, dass diese beiden Kategorien eine hohe Bedeutung in der Grammatik des Hausa haben. Sie bestimmen die Art und Weise, wie Argumente verschlüsselt werden, die Form des Prädikats, die semantische Interpretation des Satzes und die Deutung der semantischen Rollen der im Satz auftretenden Nominalphrasen. Die Präsenz dieser beiden erstgenannten grammatischen Kategorien bedingt die Notwendigkeit der Einführung einer zusätzlichen dritten funktionalen Domäne, der des 'affected object'. Außerdem wird deutlich, dass in einigen Sprachen die Kodierung des 'point of view' Vorrang hat vor derjenigen bezüglich grammatischer oder semantischer Beziehungen.
Frajzyngier und Munkaila schlussfolgern, dass die Strukturen diverser Sprachen durch unterschiedliche funktionale Bereiche, mit verschiedener hierarchischer Gestaltung, dargestellt werden sollten.
Die vorliegende Studie untersucht eine ausgeprägte Sprachstruktur, die sich um Kategorien rankt, welche bis heute in linguistischen Theorien ignoriert wurden. Im Hausa, einer west-tschadischen Sprache, sind diese Kategorien grammatikalisiert. Eine ist die des 'point of view' des Subjekts, eine weitere 'goal', welche die Präsenz dieser thematischen Rolle des Prädikats kodiert. Das Werk verdeutlicht, dass diese beiden Kategorien eine hohe Bedeutung in der Grammatik des Hausa haben. Sie bestimmen die Art und Weise, wie Argumente verschlüsselt werden, die Form des Prädikats, die semantische Interpretation des Satzes und die Deutung der semantischen Rollen der im Satz auftretenden Nominalphrasen. Die Präsenz dieser beiden erstgenannten grammatischen Kategorien bedingt die Notwendigkeit der Einführung einer zusätzlichen dritten funktionalen Domäne, der des 'affected object'. Außerdem wird deutlich, dass in einigen Sprachen die Kodierung des 'point of view' Vorrang hat vor derjenigen bezüglich grammatischer oder semantischer Beziehungen.
Frajzyngier und Munkaila schlussfolgern, dass die Strukturen diverser Sprachen durch unterschiedliche funktionale Bereiche, mit verschiedener hierarchischer Gestaltung, dargestellt werden sollten.