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Dracula - Die Wiederkehr
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London 1912 – fünfundzwanzig Jahre sind vergangen, seit die Vampirjäger um Professor Van Helsing den gefürchteten Dracula zur Strecke brachten. Doch der Friede ist trügerisch. In London geschehen grausame Morde. Irgendjemand scheint es auf diejenigen abgesehen zu haben, die damals an der Vernichtung des dunklen Grafen mitwirkten. Könnte es sein, dass der legendäre Dracula noch unter den Lebenden weilt?
Der Kanadier Dacre Stoker ist der Urgroßneffe von Bram Stoker, dem ursprünglichen Verfasser von "Dracula" (1897).
Produktdetails
- Lyx Taschenbuch
- Verlag: LYX
- Originaltitel: Dracula: The Un-Dead
- Seitenzahl: 552
- Erscheinungstermin: 30. September 2011
- Deutsch
- Abmessung: 180mm x 124mm
- Gewicht: 460g
- ISBN-13: 9783802584930
- ISBN-10: 3802584937
- Artikelnr.: 33367488
Herstellerkennzeichnung
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London, im Jahre 1912. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen, seit Professor Van Helsing und seine Gefährten Dracula getötet haben. In London geschehen seltsame und grausame Morde. Jemand trachtet nach dem Leben deren, die damals bei der Vernichtung Draculas mitgewirkt haben. Ist es …
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London, im Jahre 1912. Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen, seit Professor Van Helsing und seine Gefährten Dracula getötet haben. In London geschehen seltsame und grausame Morde. Jemand trachtet nach dem Leben deren, die damals bei der Vernichtung Draculas mitgewirkt haben. Ist es möglich, dass Dracula wieder von den Toten auferstanden ist, um Rache zu üben?
Obwohl ich den Vorgänger bzw. die Originalfassung von Bram Stoker nicht kenne, hab ich mich nicht von der Lektüre der scheinbar offiziellen Fortsetzung abschrecken lassen. Die wichtigsten Details hat man ohnehin schon mal aufgeschnappt oder eine Verfilmung von Dracula gesehen, so dass Namen wie Van Helsing oder Jonathan Harker nicht gänzlich unbekannt sein dürften.
Die Autoren Dacre Stoker und Ian Holt haben sich wahrlich was einfallen lassen, um den berühmtesten aller Vampire wiederauferstehen zu lassen. So ist es ihnen gelungen, nicht nur eine Verknüpfung zu Dracula herzustellen, sondern auch zu den Morden von Jack the Ripper. Sie spielen geschickt mit realen und fiktiven Personen, so dass der Leser sich überraschen lassen kann, wer ihm über die Zeilen hinweg begegnen wird oder welche realen Personen gehuldigt werden. Als kleiner Appetithappen sei erwähnt, dass Bram Stoker selbst einen Auftritt haben wird. Diese Verknüpfung von Realität und Fiktion hat mich beim Lesen stark an Kim Newmans "Die Vampire" erinnert. Wer das Buch also gelesen hat, dürfte auch an "Dracula - die Wiederkehr" seine Freude haben, wenn auch nicht auf dem gleich hohen ausgefallenen Niveau wie "Die Vampire".
Die Autoren erklären im Nachwort, dass sie einige Abstriche machen mussten und einige historische oder fiktive Fakten geändert haben, um die Geschichte und deren Handlung stimmig zu machen. Daher sollte man nicht zu kritisch jeden Sachverhalt oder Verknüpfung untersuchen, sondern sich vielmehr unterhalten lassen. Meinerseits fand ich die Rückblenden und Erklärungen zu "Dracula" sehr einfallsreich und gekonnt umgesetzt, so dass sie für mich stimmig wirkten oder der Roman gar vielmehr als Einzelwerk dastehen kann, ohne das Original zu kennen. Zudem wurde der Roman etwas moderner gestaltet - auch in Hinsicht auf die Erzählweise, die im Gegensatz zum Original nicht aus Briefen oder Protokollen besteht. Es geht brutal zu und auf dem heutigen höheren Horrorniveau. Die Figuren erwachen beim Lesen direkt vor den Augen des Lesers und lassen ihn in ein frühes London eintauchen, deren düstere Atmosphäre zum Greifen nahe ist.
"Dracula - die Wiederkehr" ist mehr als nur ein klassischer Vampirroman. Den Autoren ist eine Mischung aus spannendem Krimi, historischer Roman, Drama und Horror gelungen. Es mag ein offizieller Abschluss zu "Dracula" sein, aber man ist nicht gezwungen, das Original zu kennen, um den Roman genießen zu können. Es könnte sogar einige Leser dazu verleiten, doch mal zum Klassiker zu greifen.
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1897 schrieb der irische Autor Bram Stoker ein Buch, dass die Literaturgeschichte verändern sollte: Dracula.
Leider kam der Erfolg aber erst viel später und Stoker erlebte ihn nicht mehr.
Sein Urgroßneffe Dacre Stoker hat sich schon immer mit seiner Familiengeschichte …
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1897 schrieb der irische Autor Bram Stoker ein Buch, dass die Literaturgeschichte verändern sollte: Dracula.
Leider kam der Erfolg aber erst viel später und Stoker erlebte ihn nicht mehr.
Sein Urgroßneffe Dacre Stoker hat sich schon immer mit seiner Familiengeschichte beschäftigt und der Tragik, die mit dem Roman „Dracula“ einherging. Denn das Buch brachte der Familie kein Glück. Im Nachspann erzählt Dacre, dass seine Familie
z. B. nie die Filmrechte erhalten hat und daher auch kein Mitspracherecht bei den zahlreichen Verfilmungen hatte, die das Buch in den meisten Fällen völlig anders wiedergaben. Schließlich beschloss Dacre, dass er die Ehre der Stokers retten und ein Buch schreiben würde, welches im Sinne seines Urgroßonkels sein würde. Eine Fortsetzung des Romans mit den ursprünglichen Themen und Figuren. Er wollte damit sowohl Bram als auch Dracula seine Würde wiedergeben.
Und das ist ihm – zusammen mit Ian Holt - wunderbar gelungen.
Für mich war „Dracula – die Wiederkehr“ wie ein Wiedersehen mit alten Freunden, die man lange vermisst hat: Mina Harker, Jonathan Harker, John Seward, Arthur Holmwood, Abraham Van Helsing und natürlich Dracula selbst.
Kurz zum Inhalt, denn ich möchte nicht zuviel verraten:
25 Jahre sind vergangen seit den Ereignissen in Transsilvanien und die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen. Jonathan und Mina sind nach wie vor verheiratet, aber Jonathan konnte seiner Frau nie verzeihen, dass sie ihn mit Dracula betrogen und beinah für ihn verlassen hätte. Und Mina sieht noch genau so jung aus, wie damals, was sie dem Vampirblut in ihren Adern zu verdanken hat. Noch etwas, dass Jonathan nicht ertragen kann und ihn ständig an ihren Verrat erinnert. Mina hingegen schwört, dass sie nur ihren Mann liebt und nichts mehr für ihren dunklen Prinzen empfindet, von dem sie sicher ist, dass er damals in Transsilvanien starb.
Ihr gemeinsamer Sohn Quincey (benannt nach dem damals verstorbenen Quincey Morris) weigert sich den von seinem Vater vorgeschriebenen Weg als Advokat zu gehen und schmeißt sein Studium an der Sorbonne in Paris hin. Stattdessen arbeitet er an einem Theater und trifft dort auf den berühmten rumänischen Schauspieler Basarab, eine äußerst charismatische Figur. Quincey bewundert den Mann und will ihn überreden am Theater in London in einem Stück des bis dahin erfolglosen Schriftstellers Bram Stoker die Hauptrolle zu übernehmen: Dracula.
Zur gleichen Zeit geschehen in London grausame Morde. Ist Dracula zurück gekehrt? Oder treibt noch ein weiterer Vampir sein Unwesen und tötet der Reihe nach die Personen, die sich damals gegen Dracula verbündet hatten?
Wer sich mit der Geschichte Draculas befasst, der weiß, dass Bram Stoker nicht nur die Geschichten über Vlad den Pfähler, sondern auch die ungarische Gräfin Bathory, auch bekannt als Blutgräfin, als Vorbild für seinen Dracula nahm. Auch diese Idee wird hier verarbeitet.
Und eine der berühmtesten Mordserien, die bis heute nicht geklärt ist, haben Holt und Stoker ebenfalls in die Geschichte eingewoben.
Erläuterungen hierzu findet man im Nachwort und nach dem man dieses gelesen hat, wird einem erst klar, was für eine gelungene und würdige Hommage an Bram Stoker und den berühmtesten Vampir der Literaturgeschichte „Dracula – Die Wiederkehr“ ist.
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