
Die Geschichte Deutschlands
Krieg, Frieden und Fortschritt (Taschenbuch)
Versandkostenfrei!
Versandfertig in 6-10 Tagen
15,99 €
inkl. MwSt.
PAYBACK Punkte
0 °P sammeln!
Man muss sich der bitteren Wahrheit stellen, dass die Geschichte Deutschlands kein Triumphmarsch zur Einheit ist, sondern ein zerrissener Faden aus Spaltung, Gier und blutiger Selbstzerstörung, in dem Kaiser und Kanzler als Retter posierten, während sie Völker in Maschinen des Todes trieben. "Die Geschichte Deutschlands" zerlegt diese selbstgerechte Chronik, enthüllt, wie das Heilige Römische Reich ein Flickwerk aus Fürsteneitelkeiten war, die Reformation Luthers nicht Befreiung, sondern neue Ketten schmiedete und das Kaiserreich Bismarcks Einigung auf dem Altar preußischer Arroganz opf...
Man muss sich der bitteren Wahrheit stellen, dass die Geschichte Deutschlands kein Triumphmarsch zur Einheit ist, sondern ein zerrissener Faden aus Spaltung, Gier und blutiger Selbstzerstörung, in dem Kaiser und Kanzler als Retter posierten, während sie Völker in Maschinen des Todes trieben. "Die Geschichte Deutschlands" zerlegt diese selbstgerechte Chronik, enthüllt, wie das Heilige Römische Reich ein Flickwerk aus Fürsteneitelkeiten war, die Reformation Luthers nicht Befreiung, sondern neue Ketten schmiedete und das Kaiserreich Bismarcks Einigung auf dem Altar preußischer Arroganz opferte. Weit entfernt von heroischen Sagen unterstreichen diese Kapitel die Hybris einer Nation, die kulturelle Glanzlichter wie Goethe und Beethoven auf den Ruinen von Kriegen und Pogromen errichtete und ihre "Mittelposition"-Illusion durch Aggressionen und Allianzen perpetuierte.In diese Rekonstruktion eingebettet liegen die Anklagen des Verschweigens: die Weimarer Eliten, die Demokratie in Versailles' Fesseln erstickten; der Nationalsozialismus, der rassistische Wahn in industrielle Vernichtung mündete; und die Nachkriegsordnung, geprägt von Teilung und Wirtschaftswundern, die Schuld als Exportgut verpackten, während die Mauer nicht nur Zement, sondern kollektives Versagen war. Keine Verherrlichung der Sieger, die deutsche Tugend als ewigen Kern priesen; stattdessen eine gnadenlose Abrechnung, wie Konflikte - vom Dreißigjährigen bis zum Kalten Krieg - ein Land formten, dessen philosophischer Erbe, von Kant bis Habermas, im Schatten von Schuld und Wiedergutmachung blüht. Kritiker mögen dies als defätistisch brandmarken, doch die Quellen belegen ein Kontinuum der Täuschung, in dem Fortschritt oft auf dem Leid der Unterworfenen ruht.