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Alice Walker
Buch
Die Farbe Lila
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Die Farbe Lila
Produktdetails
- Verlag: Verlag Neues Leben
- ISBN-13: 9783355005531
- ISBN-10: 3355005533
- Artikelnr.: 24048168
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
»Den lakonischen Ton, den das Original vorgibt, hat [Cornelia Holfelder-Von der Tann] in einer kunstvollen, aber nie zu aufdringlichen Umgangssprache gut getroffen.« Julian Weber taz 20220210
»'Die Farbe Lila' ist bis heute nicht nur das bekannteste und wichtigste Buch von Alice Walker, sondern auch ein literarisches Pionierwerk im amerikanischen Kanon des vergangenen Jahrhunderts.« Verena Lueken Emma 20240621
Alice Walker erzählt in ihrem Roman die Geschichte der jungen Schwarzen Celie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Mutter stirbt sehr früh, als Celie noch ein halbes Kind ist, hinterlässt ihr dadurch große Verantwortung und Pflichten: die Fürsorge für …
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Alice Walker erzählt in ihrem Roman die Geschichte der jungen Schwarzen Celie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Mutter stirbt sehr früh, als Celie noch ein halbes Kind ist, hinterlässt ihr dadurch große Verantwortung und Pflichten: die Fürsorge für die kleineren Geschwister und den ganzen Haushalt. Ihr schon jetzt bereits schwieriges Leben wird durch den ständigen Missbrauch des Vaters noch zusätzlich erschwert. Zwei Kinder werden durch diesen Missbrauch gezeugt, und beide musste Celie weggeben. In ihrer Ehe geht es ihr nicht viel besser, ihre Hölle endet jedoch, als sie die Geliebte ihres Mannes, die Sängerin Shug kennen und lieben lernt. Erst durch diese Freundschaft und das Schreiben von Briefen an Gott, in denen sie ihr Leben verarbeiten kann, findet sich Celie schließlich selbst und baut sich ein Leben auf, in dem sie sich nicht mehr verstecken muss.
Das Buch besteht hauptsächlich aus Briefen, die durch die mangelnde Bildung recht einfach und fehlerhaft gestaltet sind. Dies gibt ihnen eine gewisse Authentizität und verleiht ihnen Glaubwürdigkeit, auch wenn sie anfänglich schwer zu lesen sind. Die Charaktere sind fabelhaft ausgearbeitet, der Leser leidet und fiebert mit Celie, und wächst auch mit Ihr im Laufe der Zeit. Tiefsinnig und einfühlsam, ein Buch das lange nachhallt.
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Broschiertes Buch
Nach ca. 40 Jahren erschien der weltberühmte Klassiker „Die Farbe Lila“ von Alice Walker in einer neuen Übersetzung, die dem heutigen Bewusstsein sensibler Sprache entspricht und diskriminierende Begriffe umschreibt. Ich kenne die alte Übersetzung nicht, finde jedoch die …
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Nach ca. 40 Jahren erschien der weltberühmte Klassiker „Die Farbe Lila“ von Alice Walker in einer neuen Übersetzung, die dem heutigen Bewusstsein sensibler Sprache entspricht und diskriminierende Begriffe umschreibt. Ich kenne die alte Übersetzung nicht, finde jedoch die neue sehr gelungen und überaus lesenwert.
„Die Farbe Lila“ ist ein Briefroman, in dem die Afroamerikanerin Celie ab ihrem 15. Lebensjahr und über einen Zeitraum von gut 30 Jahren in Briefen, die sie an den Lieben Gott richtet, aus ihrem Leben schreibt. In der zweiten Hälfte kommen noch an Celie gerichtete Briefe ihrer Schwester hinzu. Celies Sprache spiegelt ihren niedrigen Bildungsstand wieder, statt „an einen Mann und dessen Frau“ sagt sie beispielsweise „an einen Mann und dem seine Frau“, den Komparativ bildet sie mit „wie“ statt „als“. Dennoch liest sich der Roman sehr angenehm und besitzt einen sehr eingängigen Sprachrhythmus.
Die Romanhandlung ist nicht genauer datiert, spielt aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dies zeigt sich etwa daran, dass gegen Ende beiläufig der zweite Weltkrieg erwähnt wird. Celies Lebenswelt ist hart, geprägt von patriarchalen Strukturen, Misogynie, Inzest und Gewalt. Frauen werden behandelt wie Ware, ihr Leben zählt nichts, sie sind ihrem Mann auf Leben und Tod ausgeliefert und haben bedingungslos zu gehorchen. Doch im Laufe ihres Lebens begegnet Celie starken Frauen, die – obwohl sie teils hart dafür bezahlen – für ihre Unabhängigkeit kämpfen und sich widersetzen. Diese Frauen setzen auch bei Celie eine Entwicklung in Gang, und insbesondere die Liebe zu Shug Avery hilft ihr, ihre eigene Stärke zu erkennen. Die Freundschaft und der Zusammenhalt zwischen den Frauen untereinander, die trotz wechselnder Familien- und Beziehungskonstellationen zusammenhalten und letztlich mit- und aneinander wachsen, ist ein zentrales Element dieses Romans.
Auch Rassismus und Diskriminierung spielen eine wesentliche Rolle, ebenso wie die Suche der afroamerikanischen Bevölkerung nach ihrer Identität. Anhand der Briefe von Celies Schwester wird auch die Missionarsarbeit in Afrika und die Ausbeutung der nativen Bevölkerung durch die Kolonialherren und Plantagenbesitzer thematisiert, die die dort seit Jahrhunderten siedelnden Stämme ihres Lebensraums und ihrer Lebensgrundlage berauben.
Ein sehr berührender, nachdenklich stimmender Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.
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